LNP024 Episches Mäandern

Die heutige Themenauswahl lädt zum Verweilen ein – und so eröffnen wir zu jedem Thema die Metaebene, um uns dann in ihr zu verlieren.

Dauer: 1:25:23

On Air
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Anonymous “leakt” Urheber-Adressen

Mit der dem Kommentar “If you won’t stop this shit we will dox and dox and dox! nom nom, expect us!” erschien eine Adressliste der Unterzeichner des Urheber-Appells (LNP023 berichtete). Verlage und Politik skandalisieren diese Vorlage dankbar.

BKA scheitert am Bundestrojaner

Im Spiegel lässt das BKA verlauten, dass es sich der Aufgabe, einen Staatstrojaner zu entwickeln, nicht gewachsen sieht. Wir schweifen schnell ab in einen kleinen Exkurs zum Internationalen Handel mit Exploits.

Meinungsfreiheit für Suchmaschinen?

Google präsentiert eine Studie, die nicht in Abrede stellt, dass Suchmaschinenergebnisse manipuliert sind, und die Manipulation mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung rechtfertigt.

Der Kampf gegen Piratebay

Im Kampf gegen Piratebay gibt es Sperren, technische Methoden, die Torrents angeblich ‘kaputt’ machen – und Haftstrafen, denen die Gründer gerne entgehen möchten.

Flattr und der iOS App Store

Der Podcast Client Instacast hadert gerade mit den Richtlinien des iOS App Stores. Die Integration der Micropayment-Plattform Flattr ist Stein des Anstoßes.

Epilog

Insbesondere unseren österreichischen Hörern empfehlen wir das Podcast-Projekt unseres Gasts aus LNP017, Thomas Lohninger.


In Zusammenhang mit dieser Ausgabe stehende Folgen

19 Gedanken zu „LNP024 Episches Mäandern

  1. Pingback: logbuch netzpolitik: Lach- und Suchgeschichten | die Hörsuppe

  2. Die Grundrechte gelten in Deutschland via Art. 19 III GG ( http://dejure.org/gesetze/GG/19.html ) auch für juristische Personen (also auch Unternehmen), sofern sie ihrem Wesen nach auf diese Anwendbar sind.
    Was die Meinungsfreiheit angeht ist dies weitestgehend unbestritten, also genießen Unternehmen das Recht auf freie Meinungsäußerung.
    Besonders umstritten war dies bspw. bei den Entscheidungen darüber, ob Warnhinweise auf Tabakprodukten angebracht werden müssen, denn die Meinungsfreiheit erfasst ja auch die negative Meinungsfreiheit (Freiheit eine bestimmte Meinung nicht zu äußern), dazu bspw. dieses Urteil des BVerfG: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv095173.html

  3. Bezüglich free speech für Firmen sei auf die Diskussion in um “Citizens United” in den USA (zB beim Colbert Report, oder auch dass Zitat von Mitt Romney: “Corporations are people, my friend.”) verwiesen. Vielleicht mal ein Thema für Newz of the world.

  4. Sehr erfrischend, aus dem Hause Metaebene auch mal Kritik an manchen Applepraktiken und eine Anregung zur Hinterfragung des damit einhergehenden Stockholmsyndroms zu hören. Danke Linus.

  5. Wird die Klage um Meinungsfreiheit wirklich beim EuGH geführt? Meine Vermutung ist ja, dass die Klage bei Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anhängig ist, auch in Straßburg, aber eben kein EU-Gericht, sondern der Gerichtshof der Europarats.

    • Wir machen da bei der nächsten Sendung (am Donnerstag) noch einmal ein Update zu, weil wir nicht alle Details 100% richtig dargestellt haben…

      Instacasts Beteiligung hat Apple aber (vermutlich) noch gar nicht auf dem Schirm, weil deren AGB schon auf einem anderen Level ansetzen: Spenden nur per SMS oder durch Apple, und die Spende-App muss dann gratis sein.

  6. Alternativ könnte jede App nur noch den Webbrowser starten und die entsprechende Flattr URL für einen ansurfen, das wäre dann wohl Apples AGB entsprechend, oder?

    @Linus: Übrigens, toller Podcast :-)

  7. Beim Google-Thema habt ihr es euch in meinem Augen etwas einfach gemacht. Meinungsfreiheit ist die eine Seite der Medallie, Kartell- und Monopol-Vorwürfe die andere.

    Ich erinnere, dass Microsoft verurteilt wurde, weil es Windows mit dem IE ausgeliefert und damit Wettbewerber benachteiligt hat. Ergebnis: Klage in den USA und der EU-Kommission, Urteil Milliarden-Strafe.

    Wenn Google nun in seinen Suchergebnissen seine eigenen Produkte besser stellt als die der Konkurrenz, ist das wettbewerbsrechtlich mehr als fragwürdig. Free Speech ist, wie andere Grundrechte, auch in den Staaten nicht absolut.

    • Wenn Google nun in seinen Suchergebnissen seine eigenen Produkte besser stellt als die der Konkurrenz

      Es müsste ja erst einmal bewiesen werden, dass das nicht “der Algorithmus” so hervorbringt.

      Kartell- und Monopol-Vorwürfe

      Welcome to a capitalist economy. Passiert in jedem Sektor nach der anfänglichen Konkurriererei.

      Problem ist immer das Nachweisen.

      Microsoft verurteilt

      Die Fälle finde ich ein bisschen zu verschieden, um sie zu vergleichen.

  8. Piratepay: Computersabotage?
    Juristisch kommen mir zu Piratepay einige Bedenken.
    Zitat: aus dem STGB:
    “Wer … Daten (§ 202a Abs. 2) in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt … wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.” (http://dejure.org/gesetze/StGB/303b.html)
    Interessant ist hier auch, das bereits die Vorbereitung strafbar ist (http://dejure.org/gesetze/StGB/202c.html).
    Für mich sieht Piratepay mehr nach Selbstjustitz aus. Wenn so etwas im deutschen Rechtsraum eingesetzt wird, könnte es für Piratepay ein juristisches Nachspiel geben.
    Anmerkung: Ich bin kein Jurist, aber soweit meine ich das STGB verstehen zu können.

  9. Fuer mich die Sternstunde der Metaebene:
    Apple-Fanboy-Tim’s “Mimimi” ueber Apples Geschaeftsgebaren ….

    Aber nicht boese sein! Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, wann Android-Fanboy-wintergarten in der gleichen Situation ist!
    ;-)

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