LNP031 Handwerkliche Fehler

ACTA — Reform des Meldegesetzes — Syria Files — Peter Sunde — Netzneutralität in den USA

Nach einer Terminproblemen geschuldeten Pause von einer Woche gehen wir wieder auf Sendung. Da gilt es natürlich zunächst die Bejubelungen und Aufreger der letzten Woche nachzuholen, aber haben auch halbwegs aktuelles zu berichten.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

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Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Sind wir ganz entspannt. Wir haben eine Woche Pause gehabt.
Linus Neumann
Ja, die hatten wir ja nicht, weil wir entspannt waren. Insofern ähm ich weiß nicht, was warst du entspannt?
Tim Pritlove
Ich bin immer entspannt.
Linus Neumann
Nicht wahr? Also war auch entspannt, ja, aber jetzt nicht. Na, jetzt ist gerade auch entspannt, ja.
Tim Pritlove
Warte, sehr gut. Aber trotzdem Podcast mache.
Linus Neumann
Ach nee, komm, lass mal heute mal aus.
Tim Pritlove
Na ja, äh entscheidend ist die äh äh Themenlage im Netz politischen, letzpolitischen Wäldchen, Ähm jetzt haben wir die Frage, welche äh äh Trolle und Zwerge da gerade äh herumhüpfen und äh ums Lagerfeuer hüpfen.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Sind so ein bisschen wieder die alten Waldgeister, ne.
Linus Neumann
Die alten Waldgäste, aber bevor wir zu denen kommen, muss ich noch etwas äh richtig stellen. Aus der letzten Sendung, wo es um die GEMA ging. Da habe ich so leichtfertig ähm Doktor Mottes Aussage übernommen, dass äh die GEMA gerne zehn Prozent von den Clubs haben möchte.
Tim Pritlove
Das ist vom Eintritt.
Linus Neumann
Vom Eintritt, genau, das ist rein rechnerisch kommt das hin, Das ist ungefähr zehn Prozent sind. Es ist aber eine gestaffelte Tabelle, die sich dahinter verbirgt, die nach eintritts äh Preis und Fläche des Clubs, Ähm und wenn man dann da hochrechnet, ungefähr bei zehn Prozent liegt. Ja, also das heißt der der Schlüssel, den sie im Schnitt ungefähr bei zehn Prozent liegt. Aber der dahinter verbirgt sich so eine Tabelle, weiß ich nicht, bis so und so viel, Quadratmeter, bis der und der Dauer bis Quadratmeter bis der Dauer und so weiter, und da verbirgt sich dann äh eine eine Preisstaffelung hinter. Das heißt also, es ist an die äh es ist an den eintritt und an äh und beziehungsweise und an die Fläche gebunden. Daraus ergibt sich dieser Verteilungsschlüssel. Bei der Fläche gab's dann noch das Problem, dass sie auch die Fläche jetzt neu berechnen und auch ähm, Also wenn ich das richtig verstanden habe, quasi die gesamte Grundfläche nehmen, inklusive irgendwie dem Barbereich und so, während man vorher in solchen Fragen nach, nach der Tanzfläche oder so gegangen ist. Ja, das heißt, da da ist dann die Fläche, die die Fläche wird also größer und dann gibt's also einen Schlüssel, mit wie hoch ist der Eintritt, äh wie viel Fläche hat der Laden? Und ähm, Wie viel Geld möchte die GEMA dann haben? Und entsprechend würde das dann so auf ähm ist das immer so, dass man so ungefähr bei zehn Prozent landet. Das noch als äh weitere Erläuterung zu dem Thema.
Tim Pritlove
Gut, dann schreiten wir zu den anderen Aufregern.
Linus Neumann
Ja äh wir haben ja, weil wir letzte Woche kein kein Podcast gemacht haben, haben wir, wären wir jetzt so, glaube ich, so das letzte äh deutsche Qualitätsmedium sein, was verkündet, dass äh Acta abgelehnt wurde.
Tim Pritlove
Finalemente im Europaparlament.
Linus Neumann
Ja, neununddreißig Abgeordnete sprachen sich dafür aus. Neununddreißig, immerhin, ja. Äh hundertfünfundsechzig Enthaltung, vierhundertachtundsiebzig Gegenstimmen. Ja, also die neununddreißig, das ist quasi so die Sperrspitze der digitalen.
Tim Pritlove
Muss, ja? Mhm. Ja.
Linus Neumann
Revolution oder was auch immer. Und ähm, Dann gab's natürlich jetzt tausende von Stimmen und und jeder Verband hat irgendwas dazu gesagt und weil einige waren froh, einige waren nicht froh und ähm ich will das jetzt gar nicht mehr so ähm. So detailliert jetzt ausbreiten wollen in der Futz hatte, da gab's dann irgendeinen Artikel, wo dann gesagt wurde, jetzt jetzt regiert hier auf einmal der Mob und macht die macht die äh schönen Ideen kaputt, hat offensichtlich irgendwie verpasst äh mitzubekommen, dass da ein Parlament abgestimmt hat oder so. Also war auf jeden Fall großes großes Bohei, um, um diese Ablehnung. Brauchen wir aber glaube ich jetzt gar nicht mehr so zu rekapitulieren, denn was viele interessanter ist, ähm ist, wie geht's denn jetzt nach Akta weiter? Und da wurden jetzt sehr schön zusammengefasst, was wie so Aktas Nachfolger heißen, weil ich ja schon so gesagt hatte, solche Kämpfe werden ja eigentlich immer nur Etappenmäßig geworden, bis dann der nächste ähm, Vorschlag kommt und in diesem Falle äh sind das jetzt erstmal in konkreter Nähe äh ähm fünf Stück. Ja ähm eine zwischen EU und Kanada, dann die also auch wieder in der EU da diskutiert werden soll. Dann, Das äh Partnership der USA mit äh Australien Bruno, Malaysia, Neuseeland und so weiter. Ähm, Dann G acht Pläne, die auch irgendwie sowas wie freiwillige Aktionen des Privatsektors äh beinhalten, Äh allerdings ISP ist nicht direkt erwähnen. Es könnte also sein, dass die so aus aus Acta gelernt haben und dann den, das Fortschreiten der ITU. Das war jetzt 'ne lange Liste.
Tim Pritlove
Das Fortschreiten der ITU?
Linus Neumann
Ja, also die ITU, das wäre ist auch, glaube ich, das Thema, was man von denen jetzt ein bisschen ausführlicher behandeln sollte. Die ITU ist ja die International Telekommunikation, denke ich mal, also internationale Fernmeldeunion. Und ähm, da die haben also ist eine Sonderorganisation der Vereinigten Nationen, Sind insgesamt hundertdreiundneunzig Mitgliedsländer drin vertreten und die machen die, Die gibt's irgendwie seit neunzehnhundertachtundachtzig und das ist sein weltweit geltender Vertrag für den Betrieb und die Abrechnung von äh Telekommunikationsdiensten. Und jetzt geht die ITU hin und sagt, ja oder beziehungsweise die Mitgliedsländer Russland, China vor allem und sagen, ja wir wollen aber jetzt mal irgendwie diese ITR ähm reformieren muss irgendwie jetzt auch mal Internet mit äh kontrolliert werden.
Tim Pritlove
Internet, kontrolliert von der ITU.
Linus Neumann
Ja, wollen so ein bisschen also eine Art.
Tim Pritlove
Geile Idee.
Linus Neumann
Aufsichtsgremium quasi. Da.
Tim Pritlove
Ja. Geile Idee. Dass das aus China und Russland kommt, das äh wundert mich ja auch nicht, auch nur eine Sekunde. Also ich meine ITU, da muss man echt noch mal ein bisschen ausholen, ne.
Linus Neumann
Genau, das würde mich freuen, wenn du das.
Tim Pritlove
Also äh. Die ETU gibt's halt schon seit Ewigkeiten, dann sagen wir, hat auch ihre wichtige Rolle gespielt, aber was man sich klar machen muss, die ITU, das ist so quasi die die das Welttreffen, a la Telekom Bösewichte überhaupt, ja, vielleicht ist das Wort jetzt schon ein bisschen überzogen, aber machen wir uns klar, wer da sozusagen wirkt, dass es so quasi geboren auf so Unternehmen wie deutsche Bundespost und und AT und T, also alle großen nationalen Telekommunikations ähm, Organisationen, ne, also damals als Telekommunikation im Wesentlichen noch aus Telefon äh bestand und äh und sowas und vor allem eben auch eine nationale Aufgabe war, bevor es dann eben äh schrittweise in den letzten, zwanzig Jahren weltweit eigentlich fast überall mit wenigen Ausnahmen ähm privatisiert worden ist. Das ist das, was die ITU ist. Und das hat irgendwie seine Vorteile, was sagen wir mal so standardisierung betrifft, ja, das ist ja so, also wenn mal da sich auf was geeinigt wird, dann, dann funktioniert das auch. Sowas wie internationaler Telefonverkehr und so. Das ist ja alles sagen wir mal wirklich nachhaltige äh, nachhaltiger Technologieverbund. Da ist es eben gelungen über einen längeren Zeitraum wirklich sinnvolle Telekommunikationsstrukturen im Telefoniebereich zumindest zu schaffen.
Linus Neumann
Also du meinst Telefoniebereich, meinst du zum Beispiel, dass jetzt irgendwie die eine ein Protokoll haben, wie die US-Telefone.
Tim Pritlove
Genau. Es ist sieben, dieser ganze Kram. Also, dass das überhaupt funktioniert, dass einfach äh, ne? Das ist einfach quasi so die Basis der der modernen Telekommunikation im Sinne von was modern war mit der äh des letzten Jahrhunderts. Ne? Und. Das Internet ist eigentlich das der Feind. Von der ITU. Wenn man das mal so sieht, weil die Telekommunikationskonzerne, wir wissen, was der Beitrag der Telekommunikationskonzerne zum Internet war, Keiner so, sondern das ist im Wesentlichen, weil das über lange, lange Zeit eher so ein Verhinderungs äh System. Das heißt, die ITU ist einfach organisatorisch inhaltlich ganz anders aufgestellt als, wie sich diese Internet, ich will jetzt nicht Gemeinde sagen, aber, Ja, also die Organisation, Personen, Gruppen et cetera, die halt das Netz vorangetrieben und geboren haben, das Das ist einfach eine andere Geistesherz Herkunft. Wenn jetzt irgendwie China und Russland daherkommen und sagen, man sollte doch aus der ITU ein Aufsichtsgremium fürs Internet machen, dann würde ich sagen. Alle Alarmlampen an, ja? Also äh das ich meine China, Russland, hallo.
Linus Neumann
Ja, sie wollen halt einige Funktionen der der ICAN wegnehmen, ne. Also irgendwie äh.
Tim Pritlove
Ja ja, klar.
Linus Neumann
Also was, was da jetzt also das Problem ist, dass diese diese Debatten der ITU oder diese in der sie sich dann auf die ETRs äh äh da festlegt, die sind wohl natürlich nicht öffentlich und.
Tim Pritlove
Also Internationale Cash. Also diese ITU steht einfach den Nationalstaaten und allen internationalen Strukturen, die nationalstaatlich geprägt sind, viel, viel, viel näher. Ja? Und wenn jetzt China und Russland da ankommen und sagen, hier lass mal die ITU das Internet regulieren, dann ist die Sache klar, dann heißt das, wir wollen ein System haben, wo wir, Sperrverfügung et cetera einfach leichter durchkicken können. Da bin ich jetzt mal ganz unverblümt, das ist das einfach mal offensichtlich. Weil ansonsten.
Linus Neumann
Ja, das also ist auch tatsächlich hat Russland auch schon so gesagt, dass sie so nettsperren fänden sie auf jeden Fall mal ganz interessant.
Tim Pritlove
Genauso, das finde ich Chinesen ja auch ganz gut, weil die natürlich jetzt auch mittelfristig sehen, dass ihre ihre Firewalls so äh äh mit so einem liberalen Netz halt nicht so ohne Weiteres zu halten. Ob das so wie Erik Schmidt das jetzt mal letzte Woche wieder ganz weiß sagen äh äh herausposaunt hat so bald fallen wird mit der Firewall, weil das ja äh nicht ginge. Aber ich meine die Voraussagen von Erik Schmidt, also der Schiff äh würde nicht sagen, dass er jetzt so einen Scheckrekord hat, was so die Voraussage der Zukunft betrifft, ne. Hätten wir jetzt schon mal Steve Jobs fragen müssen, aber ja, ist notte Willy.
Linus Neumann
Jo, also was hat die ITU Wetz, also um das kurz noch äh rumzureißen? Russland hat irgendwie gesagt, wir wollen Netz sperren und was jetzt also offiziell, sagen sie uns, sie wollen irgendwie internationale Kontrolle für Internetsicherheit und Datenschutz. Ähm. Sie wollen äh es erlauben Gebühren für den internationalen Internetverkehr zu verlangen. Also so, hey, äh das war jetzt ein Ferngespräch.
Tim Pritlove
Ja, also genau, das ist genau diese ETO-Denke so.
Linus Neumann
Äh ähm wirtschaftliche Regeln, Regelungen irgendwie für fürs Peering, ist er relativ schwammig. Dann sollen sie bestimmte wollen sie die Hoheit über ähm äh die ICAN zum Beispiel haben oder die Hoheit über bestimmte Internet Gouvernance Aufgaben der ICAN?
Tim Pritlove
Genau, wir wollen Domains sperren können.
Linus Neumann
Ähm dann wollen sie noch ein paar Aufgaben von der äh ITF, also Internet-Engineering Task Force und der Internet-Society, Eishockey, also so alles so alles.
Tim Pritlove
Genau, wir wollen auch gerne nochmal so die HTTP-Standard noch mal um so ein paar äh nette Features äh äh erweitern. Also es ist also wirklich äh okay, alles klar. Da kann man äh und fallen hier so äh noch bezahlen pro Klick am besten, ja?
Linus Neumann
Ja, irgendwie sowas. Muss man.
Tim Pritlove
Also die wollen sozusagen aus unserem Internet machen, das ist das was sie sagen wollen.
Linus Neumann
Wir werden es erleben und zwar ähm vom dritten bis vierzehnten Dezember zweitausendzwölf in Dubai. Da ist nämlich die Weltkonferenz der Internationalen Telekommunikation, WCIT zwölf in Dubai, ja? Äh, Gibt's jetzt auch schon irgendwie eine längere Seite mit WCIT Leaks Die heißt äh WCIT Leaks Punkt ORG, äh wo dann alle möglichen Dokumente in allen möglichen Revisionen da drin sind, wo irgendwelche Pläne äh von denen dann äh da drin veröffentlicht werden. Ich bin ganz ehrlich, äh ich hatte jetzt nicht die Zeit, mir das alles im Detail anzuschauen aber das also ITU hat jetzt auf jeden Fall auch Interesse am Internet ja? Ansonsten, was also wir hatten ja gesagt, also äh haben wir dann noch. Äh die USA mit ihrem TPP ähm, und äh dieses CETA bei dem CETA äh da war jetzt, das war jetzt in den letzten Tagen nochmal so in den Medien, weil das nämlich also es betrifft EU und Kanada und wenn man da mal reinschaut hat man irgendwie so einen, so eine Gutenberg äh, Zusammenflexerei aus aus Fetzen da drin ja da gibt's also sehr schöne.
Tim Pritlove
Dieses handwerkliche Fehler.
Linus Neumann
Nee, also so, die haben offensichtlich auf auf etlichen Datenträgern ähm zusammengewusst und dann nicht mehr aus welchem sie jetzt was haben.
Tim Pritlove
Zitatfehler halt.
Linus Neumann
Einige Zitat.
Tim Pritlove
Manche handwerkliche Fehler, also das kann ja schon mal passieren.
Linus Neumann
Feder, ohne Frage, ja. Und ähm. Ja, da da gibt's also eine sehr schöne Zusammenfassung von diesem äh Professor Michael Geist oder der heißt wahrscheinlich Michael Geest oder so, Michael Guist, Mich Professor Michael Geist aus Kanada, der ähm hat das äh geliebt und äh zusammengefasst und äh ja, also auch da große Sorge, CETA muss man auch aufpassen. Ähm interessant deshalb, weil weil jetzt wirklich, also ich fand das sehr schön, auch von den Medien, dass sie so irgendwie mit mit direkt fünf Nachfolge, Problemchen, die Hydra Acta, ähm jetzt da zum Angriff bläst und das auch sehr schön äh jetzt offensichtlich in die Medien getragen wird und eigentlich jedes dieser Themen jetzt wieder sein eigenes äh Aktivisten Komitee braucht. Also wer noch Lust hat, irgendwo gegen zu äh aktivisieren.
Tim Pritlove
Gibt auf jeden Fall jetzt kein, kein, kein Mangel an TLAS, ETLAs und äh ETLAC. Ähm oder wie heißen die fünf Buchstabigen Abkürzungen? Ähm.
Linus Neumann
Ich weiß nicht, was eine fünf Buchstabe Abkürzung ist.
Tim Pritlove
Na du weißt, was ein TLA ist.
Linus Neumann
Ich googel das mal. Einuare ergibt hier.
Tim Pritlove
Nein, ein TLA ist ein free Dettam.
Linus Neumann
Okay und du willst jetzt.
Tim Pritlove
Und ein ETLA ist eine vier Buchstabige Abkürzung. An extended TLA. Jetzt habe ich gerade überlegt, wie die fünf Buchstabige Abkürzung heißt, aber das kann ich extended extended heißen, sondern vielleicht äh. VL, TLA very Long TR oder irgendwie sowas. Na ja, da finden wir noch äh. Ähm finde ich wirklich ganz toll. Na gut, also äh wir fassen zusammen ähm, die äh das Acta mag äh jetzt erstmal abgelehnt sein und jetzt wird natürlich über verschiedene Wege versucht, das irgendwie anders zu regeln. Vor allem versucht man das eben jetzt aufzudröseln und äh regional durchzuziehen. Ich meine, USA versucht es, was ist das überhaupt für eine Liste? Australien Brudei, Chili, Malaysia. Neuseeland, Peru, Singapur, also Transpact Partnership, das ist irgendwie so ein bisschen Südamerika und und Pacific Riedy. Das sind so, was weiß ich, so die Länder, die sich nicht so richtig wehren können oder wie?
Linus Neumann
Ja, irgendwie so.
Tim Pritlove
Dass man erstmal versucht, darüber äh äh was zu drehen und Kanada und EU na gut.
Linus Neumann
Also wir dürfen wir dürfen sehr gespannt sein, was da noch alles kommt, aber ähm es ist jetzt auf jeden Fall erstmal ganz interessant, so Akka hat ja erstmal eine Aufmerksamkeit bekommen und ich finde es sehr schön, dass die Medien das jetzt auch so dann zeigen, ja komm, jetzt kommen jetzt ganz viele andere und große Probleme und alles ist schlimm und Aktivisten, Aktivisten, Aktivisten und Thementhemen.
Tim Pritlove
Ja, ich meine, insofern wird es gut gewesen sein, dass das Acta jetzt mal abgelehnt worden ist, weil damit irgendwie mal klar geworden ist die Mehrheit ist ja nun auch nennenswert ne? Also vierhundertachtundsiebzig, zu neununddreißig bei hundertfünfundsechzig Enthaltungen, also selbst wenn die hundertfünfundsechzig noch dafür gestimmt hätten, wäre es ja schon deutlich gewesen. Zweihundert zu äh. Bisschen mehr als zweihundert, zweihundertvier, zu vierhundertachtundsiebzig. Das ist schon schon ein deutliches Zeichen und da kann man irgendwie klarmachen, hier ähm da gibt es einfach eine ganz klare politische Ablehnung gegen diesen generellen Trend. Ja, wenn das jetzt nicht vielleicht die Motivation jedes einzelnen Parlamentariers gewesen ist, ne, so grundsätzlich dagegen abzustimmen, aber wenn es eben so eine deutliche Abstimmung ist und nicht was ganz knapp ist, dann merkt man schon, Dass ähm zumindest weite Teile hier wirklich auf wenig Gegenliebe gestoßen sind und in dem Moment, wo eben genau diese Teile, In anderen Verpackungen daherkommen, dann äh äh müsste es auch möglich sein, dafür wieder Medienaufmerksamkeit zu erzeugen. Du bist bei uns.
Linus Neumann
Wollen wir's hoffen. Medienaufmerksamkeit hat äh auch bekommen, dass Meldegesetz, es ist ja eigentlich, es ist ja jetzt gerade das große Thema. Eine eine eine großartige Geschichte, eigentlich verzerrlich, ja. Ähm und zwar beschließt der Bundestag, Eine Reform des Meldegesetzes am Tage, ich glaube sogar während oder kurz bevor.
Tim Pritlove
Des Spiels Deutschland gegen Italien.
Linus Neumann
Während des Spiels Deutschland gegen Italien, wo Italien glamourös äh gegen Deutschland gesiegt hat, Ähm und irgendwann da abends, als die als dieses Spiel dann da stattfindet, ähm, sitzen da noch so ein paar Hansel im Bundestag und winken in siebenundfünfzig Sekunden. Es gibt ja den Videobeweis, ja, also Parlaments-TV, dann kannst du den Stoppuhr dran halten. Äh äh in siebenundfünfzig Sekunden geht das Ding durch komplett von Ja, was haben wir hier noch? Zack, zack, zack, Feierabend. Jo, tschau. Ähm.
Tim Pritlove
Vor allem zweite und dritte Lesung, ja, also das ist geil.
Linus Neumann
Durch alles durch. Und jetzt wird's aber keiner gewesen sein. Das war sehr schön, ja. Es ist also die, das Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens. Ähm das musste irgendwie langsam mal gemacht werden.
Tim Pritlove
Bevor wir vielleicht auf das Gesetz selber kommen. Ja. Und noch mal diesen diesen Modus vielleicht nochmal kurz äh ins Auge nehmen, weil da ist natürlich viel drüber gelächelt worden. Ist aber schon auch eine gewisse Realität, ne. Ich meine, wir haben jetzt, äh ein Parlament, was in seiner Arbeit primär sich eben über die Arbeit in Ausschüssen definiert, Gibt's, glaube ich, auch einen Begriff, für die habe ich jetzt gerade nicht parat. So, ne, auch wenn die Wahrnehmung immer so dieses ist, na ja, wir haben ja ein Parlament, damit da geredet wird, heißt ja reden, ne. Nur so viel wird da halt immer nicht geredet, sondern in diesen siebenundfünfzig Sekunden wurden ja auch diverse Reden, gehalten, also nicht wirklich, sondern sie wurden, wie es so schön heißt, zu Protokoll gegeben, Ich weiß überhaupt nicht, wie das läuft. Ich meine, setz dich dann wirklich da jemand hin, schreibt irgendwie übern Tag eine Rede.
Linus Neumann
Die schreiben ja die Mitarbeiter.
Tim Pritlove
Ja ja klar, aber ich meine, das ist ja Arbeitszeit, die da äh drauf geht. Es muss ja auch geschrieben werden. Ich meine, gut, vielleicht haben die da auch mittlerweile die modernen Cut und Paste äh äh Methodiken äh ebenmaliger äh äh Ministerer.
Linus Neumann
Schreib mal was zu.
Tim Pritlove
Ja, so in etwa, ne, also man man hat da wahrscheinlich auch so einen Floskel äh äh Baukasten, generell Scheiße findet und überhaupt, damit man dann später irgendwie sagen kann, naja, ich war ja dagegen und hier guckt mal meine Rede und da stand ja auch alles drin. Nur dass diese Rede eben so nie gehalten wurde, sondern sie wird dann eben zu Protokoll das heißt, man legt dann da so einen Zettel dahin und dann hat man quasi so ein Attachment äh einer E-Mail, was ja, nie einer liest. So, Und dann waren ja die paar Hanseln, war ja dann sozusagen immer noch interessanterweise immer noch proportional zu den Kräfteverhältnissen oder im Wesentlichen proportional zu den Kräfteverhältnissen zwischen Regierung und Opposition vertreten. Also wie bestellt und wahrscheinlich, Ist es in gewisser Hinsicht auch bestellt, also es wird quasi in der parlamentarischen Arbeit, dann dafür gesorgt, dass trotz eines solchen Spieles eben, damit da eine Abstimmung stattfinden kann, die entsprechenden Vertreter da sind, aber wären jetzt mehr von der Opposition da gewesen, dann weiß ich dich. Hätten wir, wenn die dann wieder freiwillig rausgegangen oder. Die anderen dann noch ein paar geholt, also irgendwie also das ist ja so ein anerkanntes Spiel, ja, dass man quasi den Bundestag, In so einer Art ähm soll man sagen. Bisschen so eine kleine Schlumpfparade da äh äh macht, ja, was so die richtigen Vertreter, die man so braucht, sind sie irgendwie dabei, ist so ein Mini-Bundestag. Und der beschließt dann das Gesetz so, als wären eigentlich alle da. Also es ist mehr so eine Simulation.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Ne Emotionen, so eine VM. Und äh in der das dann so läuft. So und dann, dann wird dann halt beschlossen, aber man merkt auch, irgendwie weiß keiner eigentlich, worum's geht. Wurde dann am Ende irgendwas beschlossen, in der dann halt.
Linus Neumann
Ja, deswegen gibt's da einen.
Tim Pritlove
Den letzten Metern noch eine Änderung äh angebracht wurden, die sich wohl auch nie jemand angeschaut hat oder ja, weiß nicht.
Linus Neumann
Ja, also es ist, die wurden da jetzt einfach mal kalt erwischt. Ähm.
Tim Pritlove
Müssen wir nochmal sagen, was eigentlich wirklich genau passiert ist. Also es wurde ein Meldegesetz beschlossen, was über lange, lange Zeit vorbereitet wurde und in der Form, wie's aber beschlossen wurde, existierte diese Vorlage aber noch gar nicht so lange. Weißt du, wann diese letzte Änderung, die umstrittene stattfand?
Linus Neumann
Ist mir in dem Falle jetzt ähm relativ egal. Also es gibt ja müssen wir mal überlegen, es es gibt ja eigentlich, also was was sind jetzt überhaupt die Änderungen, die da gefunden haben so. Also sie sie haben gesagt, wir müssen jetzt irgendwie wir haben eine äh zweitausendsechs eine Förderalismusreform gemacht und in der wurde gesagt, wir wollen Melderecht hauptsächlich von den Ländern auf den Bund übertragen. Das heißt, der Bund muss sich darum kümmern, weniger Ländersache. Ähm und das Erste, was sie gesagt haben, das erste Problem, was sie jetzt meinten, lesen zum äh lösen zu müssen, war, dass auf einmal insbesondere in Berlin oder in in größeren Städten. Ähm Eltern auf einmal anfangen. Sich überall äh in in bestimmten Bezirken zu melden, damit ihr Kind auf bestimmte Schulen gehen kann, weil sie in anderen Stadtteilen nicht zur Schule gehen wollen. So, äh Hintergrund, also Grundschule. Und was sie jetzt meinten, da müssen wir wieder einführen, die Vermieterbescheinigung. Das heißt, man äh soll also, wenn man dann zum ähm zum Bürgeramt geht und sagt, äh guten Tag, ich wohne jetzt da und da. Dann war das früher immer so, dass sie gesagt haben, ja okay, sag mal noch irgendwie vorderes Hinterhaus oder so und dann ja, ja, ja, haste gesagt und bist gegangen. Konnte man sich sehr leicht eine Meldeadresse besorgen, ähm oder kann man auch heute noch so. Und die wollten also jetzt, dass sie dann wieder eine Vermieterbescheinigung geben muss. Das heißt, dann muss irgendwie äh der muss den Mietvertrag mitbringen oder der Vermieter muss sagen, ja der ist auch tatsächlich hier oder was auch immer. Das war so das Erste. Ähm, Und dann haben sie äh gesagt, okay, Es gibt ja diese Maßnahme der Meldegerister Melde Meldegerister, Melderegister Auskunft und da können also Firmen quasi beim Melderegister anfragen. Und man kann bei seiner Anmeldung sagen, okay, ich möchte, dass sie es dürfen oder ich möchte, dass sie es nicht dürfen. So und was sie was sie jetzt haben, was ursprünglich verlangt wurde oder was momentan, glaube ich, auch noch der Stand ist, ist, dass man ähm dabei, ein hat, das heißt man muss Häkchen machen, damit sie es dürfen. Und äh nicht man muss ein Häkchen machen, damit sie es nicht dürfen. Ja, und jetzt also in dieser neuen Regelung ist es also ein Opt-out, das heißt, man muss dem widersprechen es ist die, dass es nicht so ist. Ist schon mal besonders kritisch, weil ähm die meisten so was eben nicht lesen, das heißt, damit erschließt du immer so ungefähr sechsundsechzig Prozent äh die Ford Click User so, und, Dann bekommt der äh in diesem Gesetz, der der Bürger das Recht der Übermittlung der Daten zu widersprechen, ja, durch diese Optout-Regelung, aber und jetzt kommt's, das gilt nicht. Als Recht zu widersprechen gilt nicht, wenn die Daten ausschließlich zur Bestätigung oder Berechtigung bereits vorhandener Daten verwendet werden, Das heißt, ich kann widersprechen, dass irgendeiner da anruft und sagt äh oder meldest du ausgerufen hat, sag mal, wer Linus Neumann ist, wo der wohnt. Ich kann aber nicht widersprechen, wenn einer sagt, hör mal, ich habe hier Linus Neumann, irgendwie so Daten, der wohnt irgendwie da und da, ich habe den Eindruck, das ist falsch. Ähm sag mal die richtigen Daten.
Tim Pritlove
Und das vor allem auf Bundesebene dann. Also man muss sich nicht beim richtigen Anwohnermeldeamt melden, sondern es geht ja dann hier um eine zentrale Auskunft. Sprich, die Wahrscheinlichkeit, dass man die.
Linus Neumann
Ich bin mir also äh ich bin mir nicht sicher, ob das eine zentrale oder eine äh ob man das immer noch beim Land machen würde oder bei also ich denke, ich gehe eigentlich davon aus, dass du das trotzdem noch bei der jeweiligen Behörde machen müsstest und nicht eine eine allgemeine.
Tim Pritlove
Das heißt, es wurde nur dann funktionieren, wenn man schon auch beim richtigen Amt auftaucht.
Linus Neumann
Ist halt die Frage, ob die dann nicht irgendwann sagen können, also da muss schon irgendeines haben, wo der mal war, ja. Gehe ich jetzt mal von aus, da da weiß ich nicht genau, wo man da diese Anfragen stellen kann. Soweit ich das verstehe, ist es aber nicht so, dass es ein deutsches äh Melderregister gibt, wo alle drin sind. Da glaube ich, dass die Datenschutz äh Regelung dem äh nicht äh entsprechen. So, aber Problem ist also, dass ich jetzt dadurch äh also wer nachträglich illegal erlangte, ähm Daten haben möchte. Oder wer nachträglich die prüfen möchte, also oder man gibt einfach mal eine falsche an und kriegt dann die Richtige beantwortet. Ähm dann, ist diese gesamte Regelung ja eigentlich umsonst, ja? Also es ist schon mal ein Opt-Out, was schon mal schlecht ist und der nützt nichts, wenn die Leute die die Daten schon einmal haben. Das heißt, wer meine Daten einmal hat darf mich weiterverfolgen, wenn ich umziehe, obwohl ich das eigentlich nicht möchte, ja. Also es geht.
Tim Pritlove
Oder zumindest er meint, dass er die richtige habe, hat aber eigentlich eine Falsche. Denkt sich einfach eine aus.
Linus Neumann
Er gibt einfach absichtlich. Ich denke, dass das so möglich wäre, ja. Ähm mit anderen Worten, da ähm.
Tim Pritlove
Oder scrapt die sich halt aus irgendwelchen Impressums raus und dann.
Linus Neumann
Und hält die dann halt, ja, also man muss halt einfach nur sagen, ich habe die hier schon.
Tim Pritlove
Zumindest kann man auch dann falsche oder geratene Adressen daraufhin überprüfen. Genau. Ob sie richtig sind.
Linus Neumann
Und das ist da kann man dann da gibt's eben keine Möglichkeit mehr zu widersprechen, ja? So und jetzt dann ging das irgendwie los und dann wurde auf einmal dann äh gab es äh Medieninteresse daran und dann sagte irgendwie äh Manuel Hüverlin von der FDP, der Vorsitzende der AG IT und Netzpolitik äh Wir haben das Recht der betroffenen Person einer automatisierten Melderregisterauskunft zu widersprechen, gestrichen. Bevor hier wieder das Geschrei aus der Opposition kommt, die Entscheidung war richtig Da hat er sich dann aber, glaube ich, relativ bald äh anders überlegt, weil ähm, dann irgendwie meldeten sich äh Tido Weichert und sogar EU-Justizkomissarin Vivian Reding, alle haben gesagt, dass das irgendwie alles totaler Quatsch ist, was äh was da entschieden wurde und alle waren also die Kritik war groß und dann wollte es wieder keiner gewesen sein. Also Linke, Grüne, SPD waren sowieso dagegen. Ähm, das Ei gelegt haben irgendwie CDU, CSU und FDP. Und dann sagte ähm. Dann stand halt irgendwie Horst Seehofer auf der Bühne und sagte, ja, äh nee, äh können wir so nicht machen und gleichzeitig statt woanders die Leute von der CDU auf der Bühne und sagten, ja ja die wir haben uns äh wir haben gedacht, komm wir streiten uns jetzt nicht mit der CSU, die wollten das halt unbedingt so geändert haben Also haben wir es mal durchgewunken und die FDP stellte sich erst hin und schrie, ja hier und äh musste sich dann wahrscheinlich auch erstmal überlegen, ähm was sie da verbockt haben, soweit ich das verstanden habe, hat dann äh Justizministerin Leuthäuser Schnarrenberger dann auch gesagt hätte, ja so irgendwie alles nicht sein könnte und wegen liberal und sonst was Partei ja? Und dann trat gestern ähm der äh Steffen Seibert auf die äh in Erscheinung.
Tim Pritlove
Der Regierungssprecher.
Linus Neumann
Regierungssprecher und sagte, ja, ähm das wäre jetzt alles nicht so, nicht so gut gelaufen und ähm, Bundesregierung hoffe also eindeutig auf Nachbesserung des Gesetzes im Bundesrat. Das ist nämlich ein Beschluss äh also ein ein ein zustimmungspflichtiges Gesetz, das heißt das muss jetzt nochmal durch den Bundesrat. Der Bundesrat muss das jetzt durchnicken. Und jetzt hat quasi Bundesregierung mit ihrer Mehrheit im Bundestag ein Gesetz beschlossen, Irgendwie während der Fußball-WM da unten irgendwie äh um zwanzig Uhr noch was, wo dann der Einzige, der immer noch nach wie vor super findet, ist irgendwie hier äh Friedrich, äh Innenminister Friedrich, der sagt, ja ähm wer das mal genau liest, das ist eine Verbesserung des Datenschutzes. Okay, der hat auch den Entwurf ähm geschrieben, also der kommt vom Innenministerium. Ja, also der.
Tim Pritlove
Dass diese Änderung es von dem Uhl und von dieser Gisela Pils durchgebracht worden.
Linus Neumann
Wenn du das, wenn das so deine Informationen sind, dann ist das so. Ich habe mich um den.
Tim Pritlove
Meine Information, aber ich weiß nicht, ob sie stimmen.
Linus Neumann
Ich habe mich um die in also ich habe mich darum, wie die Änderung da jetzt genau reingekommen ist, gar nicht so interessiert. Äh weil äh entscheidend ist, was da entschlossen wird, ja und.
Tim Pritlove
Das sowieso, ja.
Linus Neumann
Ne, aber jetzt, also Regierungssprecher Steffen Seibert stellt sich hin und sagt, ja, was wir da, was unsere äh Regierung da im Bundestag hat, entscheiden lassen, enthält ohne Zweifelfehler und ähm äh wir hoffen, dass der Bundesrat das jetzt korrigiert. Fällt dir ja gar nichts mehr zu ein.
Tim Pritlove
Nee, ist geil.
Linus Neumann
Ne? Und sagt mir, ist auch gut so. Es ist wahrscheinlich auch gut, dass das so beschlossen wurde, ja? Vom Bundestag, damit der Bundesrat das jetzt ähm.
Tim Pritlove
Douglas Adams so schön schrieb, woraufhin der Mensch dann auch noch bewies, dass Schwarz gleich weiß ist und wenige Minuten später auf einem Zebrastreifen ums Leben kam. Ja und nun mal jetzt die Dimension der Logik der Zelebration hier. Klarzumachen. Also äh ja, eine Posse. Ich sagte es schon, es ist ähm wirklich interessant und zeigt natürlich auch wieder mal sehr schön. Wie hilflos äh teilweise agiert wird. Ich meine, das ist jetzt sehr einfach, da auf die äh Abgeordneten einzuschlagen, ja? Oder zu fordern, dass ja die Opposition ja dieses und jenes hätte tun können und wenn ihr dann mehr Leute hättet und so weiter, ja, aber so sind da nun mal die Rituale und diese sind natürlich auch ähm, alle Opfer quasi des des äh äh herrschenden Systems. Ich meine, stell dir vor, du bist jetzt keine Ahnung, äh wirst jetzt bei der nächsten Wahl als SPD, Abgeordneter von Landkreis äh Hintertupffing äh da äh reingewählt, kommst dann irgendwie in diesen Betrieb, ja, dann ist erstmal hier große äh Fraktionssitzung und dann wird hier erstmal vorne und hinten gesagt, wie der Hase so läuft. Ja, ich meine, da stellst du dich jetzt nicht äh als der Revolutionär hin und sagst, na ja, äh, Ja, äh wir machen das jetzt mal ganz anders. So schnell passt sich das da eben nicht an. Auf der anderen Seite sind sie auch da irgendwie auch in so einer Realitätsblase äh gefangen, wo man sich eben fragen muss, muss das eigentlich so laufen?
Linus Neumann
Also die die Idee der oder die die Idee der parlamentarischen Demokratie krank ja eigentlich heutzutage ähm. Hauptsächlich an ähm. Also einmal gab's ja so diese Erfahrung aus Weimarer Republik, wo das ja alles noch so ein bisschen mehr äh wir reden alle und so weiter ging und sie sie also eigentlich die die Wurzel allen übelst ist ja so ein ein ähm Kompetenz, Und ein äh Massenproblem, also ein ein ein eine ähm, Einmal das Problem, dass sie kompetent sein müssen in den Bereichen, die in über die in den Themenbereichen über die entschieden wird. Und andererseits, dass es zu viele Entscheidungen sind, ja. Ähm. Das heißt, was, Was sich also, wenn man jetzt immer davon ausgeht, da sind äh gewählte Volksvertreter, die sollen etwas durchdiskutieren am Ende die die beste den besten Ausgleich aller Interessen. Finden, wobei ja die Theorie des Parlamentarismus eigentlich sagt, dass da nicht der Ausgleich aller Interessen, sondern der Ausgleich der Meinungen, stattfindet, ja? Und das dann glücklich quasi so aus der, aus dem Universum, der Meinungen sich als äh als Ausgleich dann die die Wahrheit als beste Lösung herauskristallisiert, ja? Also, der Konsens ähm so aber okay das.
Tim Pritlove
Wahrheit für dich da jetzt mal nicht sprechen.
Linus Neumann
Na ja, also ich will, also als ähm, Weit ist das, über das sich alle einig sind. Also, also okay, sagen wir nicht Wahrheit. Sagen wir so, der Konsens, aber quasi so das Beste. Ja, die beste Meinung, der Wettkampf der Meinung in so einem liberalen äh System, wo man eben davon ausgeht, jeder hat äh kann gleich viel sagen und das Einzige, was dann noch zählen kann, ist, was wer das Beste sagt. Ja. Und ähm das ist natürlich sowieso schon mal von Meinungen braucht man da überhaupt nicht zu reden, sondern es ist knallhart Interessen, ja. Schon mal schon mal irgendwie Problem Nummer eins, was was diese parlamentarische Demokratie hat. Da stellt sich stellen sich nur wenige Menschen hin, die etwas aus einer äh aus aus Überzeugung äh also da sind wenige Multimillionäre aus der SPD, die aus Überzeugung ähm in der SPD, die aus Überzeugung für soziale Gerechtigkeit kämpfen, mag auch sein, eher äh bist du da aber äh und vertrittst äh ein, Bevölkerungsgruppe, die konkrete Interessen hat. Sondern das heißt, du hast, du hast einen Wettkampf der Interessen, statt der Meinung, du hast dann ähm, ganz, ganz viele enorm detaillierte ähm Themengebiete, über die zu entscheiden ist, zu denen nicht alle Kompetenz haben können. Alle dort vertretenen Personen. Was was ist die Folge daraus? Man nimmt erstens, macht man irgendwelche Ausschüsse, ja? Der eine ist in dem Ausschuss, der andere ist in dem Ausschuss und wenn du nicht in dem Ausschuss bist, dann bist du eher auf so einer Stimmvieh Position. Gleichzeitig reicht aber teilweise selbst in den Ausschüssen aufgrund der Arbeitsüberlastung die Zeit nicht aus, um sich da eine vernünftige Kompetenz anzueignen. Das heißt, dann fangen wir an und holen sich ähm. Beratung, Experten, ja, dass es da, da entsteht quasi das Feld des Lobbyismus, ja, dass man sagt, stell dir mal vor, du hast gerade gesagt, ich bin irgendwie aus aus Buxtehude irgendwie in in äh Lande im Bundestag und dann soll ich auf einmal irgendwie, sagen wir mal, irgendeine Gesetz äh zur Förderung oder äh der Solarenergie oder so betreffen. Ja natürlich muss ich dann erstmal überhaupt wissen, was ist, kann ich überhaupt sagen, OK zweitausendzwanzig haben wir einhundert Prozent Energieversorgung durch Solarenergie. Ja, ist zum Beispiel jetzt in dem Fall nicht möglich Müssen ja Leute kommen, die mir das erklären. So und letztendlich hast du dann also ähm, Alle möglichen Ausschüsse, alle möglichen äh Interessenvertreter und keiner in dem ganzen Laden hat mir überhaupt einen Überblick in irgendeinem Bereich. Und wer den wirklich, wer wer sich in einem Bereich enorm vertieft, Personen, die in der Politik Karriere machen möchte, ähm riskiert bei dieser Vertiefung, aufs falsche Pferd zu setzen, auf ein Thema, was nicht äh, was nicht besonders relevant ist, ja? Ähm, und dann einfach unterzugehen und deswegen äh keine politische Karriere machen zu können. Ähm. Und was was wir das zweite Wasser riskiert, äh ja, dann in anderen Bereichen, sich nicht mal mehr den Überblick verschaffen zu können und dort Fehler machen zu können. Das heißt, dieses gesamte System Parlamentarier zu sein, ähm ist eigentlich als Phänomen betrachtet, hat das nichts mehr mit dem zu tun, was da eigentlich mal abgehen sollte. Also was man, was man sich eigentlich mal vorgestellt hat, ne, dass da dass da äh ja diskutiert wird. Also ist ja auch so eine, ist ja zum Beispiel.
Tim Pritlove
Redest ja von einem Ideal, ja? Äh ich ich bezweifle, dass dieses Ideal jemals erreicht wurde, ja.
Linus Neumann
Nee, natürlich nicht, aber dieses Ideal ist die Rechtfertigung unseres kompletten politischen Systems. Damit rechtfertigen, dass wir rechtfertigen wir, dass wir das alles überhaupt machen. Und wenn du ähm also ich meine, ich möchte, ich möchte, Tag in der Geschichte der der Bundesrepublik Deutschland oder von mir aus auch der Weimarer Republik sehen, wo irgendwie im im Parlament eine Diskussion stattfindet, einer eine Rede hält und dann der andere sagt, Mensch, das hast du recht. Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht. Da hast du Recht, muss ich mir noch überlegen, lass mich lass mal kurz gucken, vielleicht können wir uns.
Tim Pritlove
Vermisse ich auch in der Bloßphäre bisweil.
Linus Neumann
Das ist einfach. Aber das ist also äh die Idee Liberalismus Prinzip, ne, also ähm, Funktioniert so nicht, ne? Und dann kommt natürlich, will ich jetzt gar nicht so, so, so, so stark vertiefen, aber kommt irgendwann die Frage, was ist es denn, was da passiert? Wenn, wenn dieser, wenn wir davon ausgehen, wenn wir das mit, mit ähm, Mit der Theorie äh das eben durch Liberalismus, also das äh alle fangen gleich an und das, das, das, das, das stärkste und durchsetzungsfähigste und vernünftigste setzt sich durch. Wenn das offensichtlich nicht der Fall ist, wenn viele andere Grundvoraussetzungen für das, was wir da in diesem Parlamenten machen, nicht erfüllt sind? Was ist es dann, was wir da machen? Und da finde ich so einen, so ein äh Vorkommnis wie mit diesem Meldegesetz echt super. Und auch diese diese Reaktion dann, dass ich ernsthaft, also dass sich der der Regierungssprecher entblödet und sagt, schön, was weder äh entschieden haben, das ist natürlich ganz klar, dass da nochmal der Bundesrat drüber gehen muss. Ja, also ich meine, die treffen ja auch am laufenden Band Gesetz.
Tim Pritlove
Ich meine, der ist ein ein Regierungssprecher, ich meine, es kann kein Wunder, dass sich da jemand vom ZDF geholt haben, also das ist äh äh verstehst du, der, der, der verkauft ja halt auch noch die Scheiße irgendwie als äh äh als ein Topping für äh für dein Dessert, Das äh ist ja nun vollkommen klar. Da muss man sich auch nicht groß drüber aufregen. Auch nicht, ich will jetzt auch nicht die große Diskussion an dieser Stelle starten, auch wenn das natürlich gleich wieder so ein so ein Unterthema ist, was ich äh hier aufdrängt. Ich denke, man muss schon darüber nachdenken. Öffentlich in der in der politischen Diskussion, wie man solche Prozesse verbessern kann. Also ohne Häme da jetzt auch drauf zu schlagen, weil ich denke auch aus unserem Gespräch ist schnell klar geworden, es gibt eine akute Überforderung der Abgeordneten, Leute, denen wir die Macht delegieren, ja, auf denen unsere ganzen Erwartungen, Hoffnungen, Ansprüche liegen, ja, wir gerne mal komplett. Soll ich sagen, äh einmal durchranten bis nichts mehr übrig bleibt, ja oder auch vielleicht mal äh selten, aber auch in den Himmel loben, wenn sie sich mal für was entschlossen haben, was man selber gut findet. Diese Leute sind eigentlich überfordert. Und auch mit ihren ein oder zwei Mitarbeitern, die sie dann äh dann noch finanzieren können, sind sie auch überfordert. Das hat auch was damit zu tun, dass eben so ein mangelhaftes Delegationssystem gibt, weil es Delegationssystem derzeit besteht im Wesentlichen auf, Ich trage die Fraktionsmeinung mit. Das ist ja eigentlich das Ding. Und das führt dazu, dass eben solche Entscheidungen. Eigentlich nur an sehr wenigen Stellen wirklich aktiv mitgestaltet werden. Klar kannst du in der Ausschussarbeit über einen längeren Zeitraum versuchen das eine zu erarbeiten, Wenn du da eben kompetent bist und wenn du da auch Durchschlagskraft hast, ja? Aber so als Hinterbänkler dürft's wahrscheinlich schon äh deutlich schwieriger werden. Und wenn's eben in irgendeiner Form Starts äh Raison, Partei-Rason, Fraktionsraison gibt, dann kannst du dich eigentlich dem Ganzen nur noch, unterordnen und das Ganze drückt sich dann eben wunderbar in solchen Kasperle, Theatersituationen aus, wo sie da irgendwie in siebenundfünfzig Sekunden wer das Video noch nicht gesehen hat, das muss man sich wirklich mal anschauen, ja? Also so erste Lesung jetzt wird hier mit Hand hochheben, irgendwie abgestimmt, in der zweiten Lesung muss man dann aufstehen, ich hab nicht verstand was der qualitative Unterschied zwischen Aufstehen und äh Handheben ist. Ja, aber offensichtlich sind es beides irgendwie so valide Wege. Und wenn man sich das so anguckt, dann dann hat man wirklich das Gefühl, dass sie da alle sowieso Handpuppen irgendwie, ja, also als ob da sozusagen unter und unter dem Parlamentsboden irgendwie so zwei Riesen sitzen, die irgendwie äh da quasi die Fraktionen hoch äh aufstehen lassen oder klassischerweise würde man vielleicht jetzt hier äh Marionitten als Assoziation wählen. Ja? Aber ich will denen das jetzt selber, diesen Akteuren da konkret so gar nicht, vorwerfen, die tun einfach nur das, was von ihnen erwartet wird, was von der Fraktion, von den Regeln des äh Parlamentarischen Systems in Deutschland erwartet wird und man müsste eigentlich genau von diesen Regeln eigentlich befreien.
Linus Neumann
Die gibt's ja, also die meisten Regeln, die du da jetzt so annimmst, die gibt's ja eigentlich gar nicht. Also die müssen sich ja nicht an ihre Fraktionen halten. Das ist ja jetzt zum Beispiel, dass das nächste Problem, ne?
Tim Pritlove
Gibt's das nicht auf dem Papier.
Linus Neumann
Sie haben aber genau, sie sind aber alles natürlich Dinge, die sich eingeschliffen haben, weil man.
Tim Pritlove
Immer schon so gemacht hat.
Linus Neumann
Weil der Laden auch sonst wahrscheinlich nicht funktionieren. Na ja, wir machen mal irgendwann da äh gerne nochmal sehr viel mehr Parlamentarismuskritik. Ich habe da mal sehr viel zu gelesen, ähm gibt's ganz interessante Veröffentlichungen zu. Es gibt auch vor allem wenn man also.
Tim Pritlove
Schöne Debatten, das können wir uns mal aufheben für ein Lokbuchnetzpolitik Spezial. Sommergarten.
Linus Neumann
Ja, machen wir mal. Karl Schmidt, Karl Schmidt, bester äh Parlamentarismuskritiker, leider dann irgendwann hat das alles in den Nazis gemündet, aber machen wir mal, machen wir mal.
Tim Pritlove
Immer wirklich mal so ein Sommer Sommerevent machen. Setzen wir uns schön irgendwie hier so wie es Fernsehgarten, weißt du?
Linus Neumann
Mit Pfeife, ich möchte dabei Pfeife rauchen. Zum Ohrensessel, keine Ahnung, jedenfalls, ist mir egal. So eine.
Tim Pritlove
Eine Pfeife. Bambus oder Glas?
Linus Neumann
So eine lange äh nicht.
Tim Pritlove
Ja, ja.
Linus Neumann
Also so wie Gandalf oder so. Ähm aber ich wollte auch ähm.
Tim Pritlove
Du kleiner Zauberer, du.
Linus Neumann
Ich ich wollte nur ich wollte noch was Schönes erzählen. Ich wollte noch was Schönes erzählen. Ich habe nämlich mir war nämlich nichts äh zu teuer. Wir wir wechseln jetzt mal das Thema. Du kannst mal hier den Knopf drücken mit Themenwechsel. Äh Wikidex hat ja wieder was veröffentlicht. Ähm und zwar wollen sie jetzt.
Tim Pritlove
Herr ist ja immer noch äh in der Botschaft, ne.
Linus Neumann
Immer noch in der Botschaft.
Tim Pritlove
Jahr die Sache entscheidet sich binnen von Minuten und tatsächlich passiert nix.
Linus Neumann
Hängt da jetzt rum. Jetzt hat er irgendwie jetzt ich äh, wir warten mal bis zur nächsten großen Meldung. Jetzt hat er irgendwie gesagt, der kommt da raus, wenn sie ihm garantiert, dass sie nicht in die USA schickt. Was auch immer. Ähm, Genau, also wichtigste ist aber eigentlich nur die kurze Menge, zweieinhalb Millionen E-Mails von syrischen Ministerien, wollen sie jetzt veröffentlichen aus dem Zeitraum zweitausendsechs bis zweitausendzwölf? Vielleicht ist das so eine Schamoffenoffensive gegen die äh an die USA, ne, dass wir dass sie sagen so, ja, wir sind nicht nur antiamerikanisch, sondern, wir hauen auch auf Syrien drauf. Bis jetzt habe ich viel mehr davon nicht gelesen als ähm. Diese Veröffentlichung. Äh es gab dann noch irgendwie die Feststellung, dass irgendeine italienische IT-Firma etwas an Syrien geliefert hatte im Tetrafunkbereich. Ähm, Ja, aber bis jetzt war da noch nicht so der große Skandal. Ich denke mal, der wird dann hoffentlich die Tage noch kommen. Also hat wieder was veröffentlicht. Aber was ich eigentlich erzählen wollte, ich habe mich nämlich mit schwedischen Freunden unterhalten und äh zwar zu dem Thema, dass äh, wie jetzt so die Sache mit Julian ist, ja? Und die haben gesagt, Also ich habe sie dann mal gefragt, so wie wie sie so diese Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass Schweden den ähm ausliefern würde. Und dann haben sie gesagt, diese Wahrscheinlichkeit ist null. In anderen Auslieferungsverfahren schon irgendwie riesigen Krawall hatten, wo es einfach nur um äh sage ich mal Normalsterbliche äh Asylbewerber oder so ging und nicht um irgendwelche ähm Popstars, wie Julian Assange einer ist und ich hab sie dann immer so nach ihrer Meinung gefragt und die haben gesagt sie sind quasi als schwedische Bürger unglaublich enttäuscht, Verärgert über Julian Assange, weil die unglaublich stolz waren, dass er da in ihren, in ihr Land damals ja eigentlich geflüchtet ist. Ja, also der hat sich ja in Schweden aufgehalten, weil er sich da eben. Im äh demokratischen Rahmen irgendwie besonders sicher gefühlt hat mit seinen Veröffentlichungen, sind unglaublich enttäuscht, dass er ähm. Diesem Land nun öffentlich die ganze Zeit. Die äh unterstellt, dass es ihnen ausliefern würde an die USA und dass es einen Plot gegen ihn führt. Das fand ich sehr, fand ich äh eine sehr äh interessante Auffassung, die ich hier nochmal weitergeben wollte, dass sie also sagten, sie sind sie fühlen sich eigentlich beleidigt.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen.
Tim Pritlove
Haben wir den WikiLeaks Teil damit eigentlich schon beendet, weil dann kann ich das gleich sozusagen die Debatte in ein anderes Thema überführen. Das war vielleicht auch noch hier aufnehmen sollten.
Linus Neumann
Das habe ich mir auch gerade gedacht. Du meinst, ähm the Peter.
Tim Pritlove
Peter, genau. Ja. Da gibt es einen, also Peter, Peter Sunde, Ja, auch ein Popstar auf äh seine Art, ja, vielleicht nicht ganz so wie Julian Assange, aber spielt in einer ähnlichen Liga und auch die ganze Geschichte spielt in Schweden, Pirate Bay, äh kennen das. Wir haben das Thema ja auch schon ein paar Mal aufgegriffen und es gab ja vor einiger Zeit schon eben diesen, gegen oder wo sozusagen gegen verschiedene Vertreter von Prozess geführt wurde, der letzten Endes mit einer Verurteilung, Unter anderem von Peter Sunde äh endete. So und, dass es jetzt alles auch vom Verfassungsgericht nochmal im letzten Schritt sozusagen der Widerspruch äh abgelehnt worden und äh im Prinzip ist das Ganze jetzt rechtskräftig und es kann jetzt jederzeit dazu kommen, dass sie ihn eben tatsächlich für ein Jahr einknasten und vor allem ist damit verbunden, eine Bestrafung äh in Höhe von elf Millionen Euro an Schadensersatzzahlungen, an, na ja, Anrechteinhaber, die halt haben glaubhaft machen können, dass sie eben einen solchen Schaden auch erlitten haben, dadurch, dass bei Pirat Bay irgendwelche Movies äh gesiedelt wurden oder beziehungsweise, gar nicht mal gesiedelt wurden, sondern eben getrackt wurden, beziehungsweise dieses Verzeichnis existierte. Jetzt hat Peter Sohne da einen längeren Blogpost zu geschrieben auf Schwedisch wiederum, und äh der äh Rick äh Falk Winge, der Gründer von der Pirate Party, also der Piratenpartei, äh Schweden hat sich die Mühe gemacht und diesen Blogpost komplett auf Englisch übersetzt und wenn ihr nix zu diesen, habt gerade, sonst irgendwie, dann empfehle ich euch ausdrücklich diesen Text. Hatte da auch schon mal ähm auf Twitter drauf verwiesen, denn die Zusammenfassung, wie es bei diesem abgelaufen ist, das, lässt einem schon so ein bisschen das Blut in den Adern äh gefrieren und weißt du, wenn wir jetzt über darüber reden, dass Julian Assange nicht die Hoffnung hat, äh im im Kontext ähm der schwedischen Gesetzgebung da richtig, behandelt zu werden, dann muss man sich eigentlich nur den Bericht von Peter Sonder anschauen und dann kriegt man sehr schnell das Gefühl, dass das sehr wohl eine sehr reale Bedrohung ist. Denn obwohl das schwedische System an sich dafür bekannt war, immer, ja, eben sehr liberal zu agieren und auch sehr rechtsstaatskonform zu agieren, ist das hier einfach im Falle von Peter Sunde ganz offenbar. Vor die Runde gegangen, das kann man jetzt echt nicht anders sagen. Also sich anschaut, ich habe jetzt mir leider keine ähm, Richtigen Notizen äh äh gemacht, aber im Wesentlichen, werden ihm ja äh Sachen vorgeworfen, die überhaupt nicht belegt sind, ja, also unter anderem wird ihm vorgeworfen, er habe einen Rechner aufgesetzt, äh der ein Lot Balancer ist so, ja? Im Rahmen von eben diesen Vorwürfen, er hätte eben auch aktiv unterstützt Dieser Rechner ist irgendwie von dem Provider aufgesetzt worden. Dieser Rechner ist irgendwie nachweislich nicht mit Kabeln versehen gewesen. Also er war überhaupt nicht, und äh man wirft ihm quasi die Konfiguration dieses Rechners vor, ohne jemals diese Konfiguration dieses Rechners jemals auch nur auf den Tisch gelegt zu haben. Wenn man sie hätte, wie er meint, eben auch äh sehr wohl äh belegt hätte, dass dieser Rechner eben mit dieser ganzen Operation nichts äh zu tun hat. Und, wesentlichen ist einfach die Verurteilung äh äh von von Bittersunde basiert eben auf Vorwürfen, die weder belegt sind noch in irgendeiner Form auch tatsächlich strafbar, trotzdem kam es eben zu dieser Verurteilung. Einschließlich einer äh Ablehnung der der Wiederaufnahme, des Falls auf Verfassungsgericht eben. Und das ja ist schon ein bisschen haarsträubend. Es gibt. Petition auf Avas dot org ähm wo quasi man eben dran teilnehmen kann, um der Sache an sich mehr Aufmerksamkeit zu geben. Er sagt. Es nicht seine Erwartung ist, dass jetzt diese Petition dazu führt, in irgendeiner Form hier nochmal so äh auf den letzten Metern einen Turnoran zu schaffen. Also es wird vermutlich nicht verhindern können, dass er eben dann tatsächlich auch in den Knast geht. Nur. Ist es eben die goldene Gelegenheit, sagen wir mal, überhaupt auf diesen ganzen Zusammenhang, wie das jetzt gelaufen ist über die Jahre, hinzuweisen. Die Haarsträumse, äh das Haarströmste Detail ist ja dabei, er schildert dann eben, wie er äh verhört worden ist von einem Polizisten, der irgendwie also, Anwalt meinte auch, so was habe er in seinem Leben noch nie erlebt, ja, der so auf ihn eingeschrien hat und auf ihn äh ein Druck ausgeübt hat wo die sich schon echt gefragt haben was ist mit dem Typen und später Monaten danach hatten dann in Recherche Ergebnisse ergeben, dass dieser Typ, mittlerweile von der Content-Industrie irgendwie von eingekauft worden ist und schon zwei Tage vorher die Zusage für seinen neuen Job hatte. Also er ist sozusagen direkt, der polizeilichen Verfolgung äh in den Dienst äh genau der Unternehmen getreten, die an der Stelle eben im Wesentlichen dahinter stehen, diesen diesen Fall nach vorne zu treiben, also die da sozusagen verklagen, und so weiter. Also es ist wirklich ein haarsträubender Bericht, Äh der einen wirklich nur noch fassungslos macht und äh ich kann echt alle nur auffordern, da, äh sich einen Account zu klicken, wenn er nicht sowieso schon einen habt und da mal, teilzunehmen, ne? Also so viel zu äh äh Schweden und seine äh Gesetzgebung, das ist Hardcore, ne.
Linus Neumann
Ja, ich würde da gerne eigentlich noch was noch was anderes zu anmerken und zwar diese Petition hat grade, wirklich ärgerlich wenig Unterstützer überhaupt bis jetzt. Das sind irgendwie um die viertausend, ja? Ähm. Ich habe in den letzten Wochen ähm hat ähm das jetzt ein. Ein Vergleich, den ich eigentlich ungern mache, aber den muss man einfach mal an der Stelle ziehen. Äh Kim dot com, dieser mega Upload äh Gründer, der ja, sage ich mal, in dem Bereich Fileshaing im Prinzip ähm. Also der hat der hat ja, sagen wir mal, man könnte einmal begegnen, indem man eine nicht-kommerzielle äh Idee aufbaut, wo wirklich wird und irgendwie eine Infrastruktur hat. Man kann es aber natürlich auch wirklich kommerziell aufsetzen, indem man äh eben so etwas macht wie mega, was das äh besonders erleichtert, wo der Zugang zu größeren Datenmengen dann auch Geld kostet und man kann sich damit irgendwie ein Schloss in Neuseeland hinstellen und irgendwie sich vollfressen und irgendwie eine auf dicke Hose machen, ja? Es sind also, könnte sagen, dass Kim dot com so die die das die Anti-These zu Peterson ist, ja? Ähm, Dieser kim dot com hat jetzt vor einiger Zeit äh wohl mit so einer absoluten Schamoffensive begonnen. Äh twittert jetzt irgendwie äh die ganze Zeit irgendwie Fotos ähm.
Tim Pritlove
Kim Schmitz heißt der. Den Gefallen ihn bei seinen Kindernamen da zu nennen irgendwie.
Linus Neumann
Kim Schmitz twittert jetzt die ganze Zeit Fotos wo er mit seinen Kindern ist und macht da jetzt ein total auf auf den den Jesus der der Netzfreiheit der da irgendwie fertig gemacht werden soll ne? Ist also Multimillionär der mit ähm. Also auf jeden Fall mit Fightsharing, sei es nun äh rechtlich in Ordnung oder nicht. Äh auf jeden Fall durch unterhalten von Fallsherung, Infrastrukturen, sich äh sehr, sehr bereichert hat und auch verurteilt ist schon vorher wegen Insiderhandels und sonstwas und der sich glaube ich, in Deutschland in Hackerkreisen schon seit zwanzig Jahren nicht mehr sehen zu lassen braucht, weil.
Tim Pritlove
Der irgendwie andere Leute auch über den Tisch äh äh gezogen hat ohne Ende, mit Kreditkarten.
Linus Neumann
Dieser Typ.
Tim Pritlove
Also der geht gar nicht.
Linus Neumann
Dieser Typ hat jetzt äh relativ bald einhunderttausend Follower bei Twitter, stößt ein Mehmen nach dem anderen an, wo alle irgendwie ihm äh sagen, wie wie toll er ist und wir sind alle kim dot com ja? Also wo du wirklich denkst, ja sowas liest man, also so wir sind alle, das hört man vielleicht bei bei äh äh urteilen gegen äh äh, Todesurteilen gegen politische Gefangene oder sowas. Ja, da da gibt's dann mal so solche Sprüche wie, wir sind alle äh diese jene Person. Der hat jetzt hunderttausend Follower bei Twitter, freut sich irgendwie, dass er irgendwie bei Cloud äh score irgendwie einen höheren Punktezahl als äh Julian Assange hat und ähm ist da jetzt offensichtlich stilisiert sich da jetzt echt zu zu diesem Netz Jesus, ja? Und äh gleichzeitig siehst du Peter Sunde, der wirklich einfach, der mal wirklich so ein Netz Jesus ist in meinen Augen, ja? Ähm der hat äh gerade mal viertausend Leute für so eine, Für so eine blöde Petition da bis jetzt hat, wo es darum geht, dass das eher ernsthaft in Knast geht, ja und er ist eben nicht irgendwie Multimillionär geworden mit irgendeinem Konzern, mit dem er irgendwie, sackweise die Leute abgezogen hat, ne, sondern der hat einfach nur äh ja, hat ein Pirate Bad Tracker unterhalten, so mehr nicht und weniger auch nicht.
Tim Pritlove
Und Flatter gegründet.
Linus Neumann
Gegründet so. Er ist ein guter Mann und ich ich bin jetzt jedem sauer, der nicht diese Petition zeichnet.
Tim Pritlove
Ja, also wenn ihr schon mal bei. Also wenn euch in eurem Leben schon mal ein paar Bits besorgt hat, die ihr dringend gebraucht habt. Wirklich?
Linus Neumann
Müsstest du da gehen, oder? Ja, ja, doch, doch, auf jeden Fall, einige folgen.
Tim Pritlove
Ja gut, ich denke nicht, dass primär darüber das bezogen wird, aber ihr wisst schon, ähm wenn euch also in irgendeiner Form das schon mal äh äh was gebracht hat, dann ist es sicherlich kein Fehler, dort äh mitzumachen.
Linus Neumann
Da bin ich echt halt mich ja jetzt mal zurück, aber ich kriege die Krise, wenn ich irgendwie, wenn ich so diese Zeitgleich, ja, wenn man sieht irgendwie Petersunde, schreibt da diesen Artikel über sein Verfahren und.
Tim Pritlove
Mag da gar nicht drüber nachdenken, das irgendwie zu vergleichen. Ich meine, das ist sicherlich mal ganz angemessen, das zu tun. Hier geht's einfach wirklich äh mal um was äh relevant ist. Ich meine, ich bin mir am Ende auch sicher, dass man das schafft, irgendwie in äh sagen wir mal Auszeitenproblemen. Zu befreien langfristig, aber. Allein schon diese Knastgeschichte oder allein schon dieser, dieser wirklich Fischi Sieg äh ja auf absolut nicht rechtsstaatlichen Grundlagen geht gar nicht. Gut. Thema.
Linus Neumann
Das ist eigentlich nur kurz daran und sich hat das Thema gerade fast schon rausgenommen. Es gab äh zweitausendzehn hatte die äh FCC, äh was heißt jetzt nochmal FCC Federal Communications Commission oder sowas? Ähm, Genau, äh Federal Communications Commission hatte ähm zweitausendzehn in den USA auch so Netzneutralität festgeschrieben, Was sie da aber gemacht haben war, also wirklich so 'ne zahnlose Netzneutralität mit allen möglichen Ausnahmen, das heißt sie hatten nicht wirklich Netzneutralität da, ernsthaft ähm. Implementiert, sondern es gab also eine Idee von so Netz muss neutral sein, solange legal und so und so und nicht für Netzinfrastrukturen notwendig und so weiter. Das heißt, sie haben da eigentlich gar nichts geregelt. Ähm oder zumindest nichts an keine Regelung, aufgestellt, die nicht irgendwo ein riesiggroßes Schlupfloch hätte. Ich hab das in einem Artikel damals relativ ausführlich behandelt, den hab ich auch nochmal verlinkt. Und ich fand aber sehr schön, wie jetzt ähm einige US-Provider, sich offensichtlich gegen diese Regelung zur Wehr setzen und das gebe ich einfach nun mal ohne weitere ohne weitere ähm ohne weiteren Kommentar jetzt einfach mal mit auf den Weg. Zwar haben sie gesagt, ähm, Breitbandnetze sind die heutigen Mikrofone, über die ihre Besitzer ihre im ersten Verfassungszusatz festgeschriebenen Rederechte ausüben, Das heißt. Wenn das ähm wenn die Regierung hingeht oder wenn eine Behörde hingeht und Netzneutralität festschreibt, dann, greift sie damit das Recht auf freie Meinungsäußerung der Provider.
Tim Pritlove
Sky. Ja, es ist so äh voll dieser Style irgendwie und so. Mhm.
Linus Neumann
Geil, oder? Also brauchen wir, glaube ich, gar nicht weiter zu diskutieren. Ähm also passt bitte auf, dass ihr auch die Redefreiheit eurer Provider äh beachtet, wenn ihr euch dann nächste Mal irgendwelche Seiten sperren und so, ne? Das ist einfach hier wichtig, ne? Grundrecht, So, nur dass das auch mal klar geerdet ist.
Tim Pritlove
Ach ja gut, dann war's das jetzt mal hier von äh. Von von einer Meterebene aus diese Woche für Lokbuch äh äh der Netzpolitik. Nächste Woche haben wir wieder einen Termin, oder?
Linus Neumann
Nächste Woche haben wir wieder einen Termin.
Tim Pritlove
Dann steht vermutlich danach auch mal wieder eine äh kleine äh Sende äh Pause, eine Urlaubsbedingte an, aber wir machen natürlich hier weiter. So ist die Zeit erlaubt, so euer Feedback uns da in der Richtung auch weiter äh motiviert über all das, was ihr bisher schon geschrieben habt, da bedanken wir uns, aber werdet nicht müde, uns da auch äh Hinweise zu geben, auf neue Tipps oder wenn mal wieder was falsch war. Das kommt natürlich selten vor bei uns, aber man weiß ja nie.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Seufz. Gut. Ihr seid jetzt entlassen. Bis bald.
Linus Neumann
Oh Mann.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Ja, mal gar nicht so einfach die notwendige Seriösität in die Stimme zu bekommen, um zu sagen, guten Morgen, Dinos.
Linus Neumann
Guten Morgen, Tim.
Tim Pritlove
Da sind wir wieder. Vierundzwanzigste Ausgabe von Logbuch Netzpolitik, mehr oder weniger pünktlich, was auch immer. Der Stichtag eigentlich ist, das wissen wir ja auch nicht so genau.
Linus Neumann
Ja wir haben gestern einfach beide verpennt. Ja.
Tim Pritlove
Ja, ist auch gut, ne? Ja. Traf sich ganz gut. War ja auch Vatertag.
Linus Neumann
Ja, ich war froh, dass du auch nicht konntest. Das, dass ich nicht ähm das vergeigt habe. Wir haben doch kurz überlegt, ob ich dir da noch einen Vorwurf geben soll. Tim, ich habe da gestanden und geregnet oder so.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Deswegen eine Freitagaufgenommene Folge.
Tim Pritlove
Genau. Die Vorwürfe können wir ja dann in andere Richtungen äh werfen. Ich habe so den Eindruck gehabt, die Woche hat da eine Menge äh Vorwürfe hervorgebracht. Nicht unbedingt, die wir jetzt aussprechen können, aber die anderen Leute, so äh Dritten ausgesprochen haben.
Linus Neumann
Ja, Logbuch Netzpolitik hatte ja berichtet, dass ähm. Diese Kampagne wir sind die Urheber äh wo sich wo dann eben Leute unterzeichnet und sagten, hier muss jetzt irgendwie äh Urheberrecht und so, und ähm daraufhin erschien, Dot com ist irgendwie so eine Seite, wo man einfach Text Fragmente oder Texte gut, Zur Verteilung bringen kann. Eigentlich mal, ich glaube sowas war eigentlich mal beliebt, damit man nicht in ihr C-Kanälen so lange Sachen reinschreibt, sondern einfach nur so einen kleinen Link mit seinem Code, der dann irgendwie, wurstig ist, da reinschreiben kann, dann kommt jemand anders im ISC repariert den und man bombt irgendwie nicht den, C-Kanal voll mit irgendwie seitenweise Code. Und das hat sich aber, weil es ja über Web zugreifbar ist und dadurch halt ganz gut über Tor äh und für auch für minderbemittelte Hacker äh leicht anonymisiert äh zugänglich ist. Irgendwie so zu so einem ähm enormen ähm.
Tim Pritlove
Das ist so ein Instant-League. So, das ist so. Du willst was liegen, packst du auf Pace bin und fertig, dann gibt's da eine URL und dann steht da Text und.
Linus Neumann
Und dort erschien eine Liste mit Adressen, und zwar Adressen Jena Personen, die diese wir sind die Urheberkampagne initiiert äh getragen oder mitgezeichnet haben, also irgendwie der ähm, Der Typ, der die Domain registriert hat, Matthias Landwehr, äh dann ähm Charlotte Rosch oder was auch immer und irgendwie irgendwie so Adressen. Und ähm das konnte man sich natürlich kurz überlegen, also es sind ja Prominente, ne und äh dann stand irgendwie drei stand irgendwie als Kommentar drunter also Dogs die Vokabel hatten wir glaube ich schon mal als es um, unsere Freunde gingen von.
Tim Pritlove
Wie schreibst du das? Und dann.
Linus Neumann
Oder die null X. Wenn du wenn du wenn du ganz krass bist, falls das mit D null X. Also ähm das das das entdecke das covern einer, eines Pseudonyms eigentlich. Also jemanden, der wie hießen die denn? Jetzt fällt's mir nicht mehr ein, diese diese ähm Hackergruppe, die da hochgenommen wurden. Ich die lange Verschwörungstheorie ausgefaltet und so, die die wurden ja quasi gedoxt. Also sie waren quasi Pseudonym und dann wurden sie ähm. End äh also enttarnt. Und äh das macht also jetzt enormes mit diesen Urhebern, die sowieso irgendwie der ganzen Welt bekannt sind mit ihrem Namen und veröffentlichte also eine Adresse, mit der eine Liste, mit deren Adressen, So, jetzt kann man sich natürlich sagen, okay, ähm was soll das? Und vor allem, was ist da jetzt, was ist da jetzt Hackertum dran? Also was was ist das überhaupt, was haben die gemacht? Haben die irgendwie einen, wo er haben die diese Adressen, ja? Stellt sich raus, sind alles öffentlich zugängliche Sachen. Da ist also irgendjemand hingegangen und hat angefangen, einfach mal äh Hues abfragen, bei der DNIC zu machen. Wem gehört denn zum Beispiel die Domain? Ähm, was weiß ich, ein Telefonbuch zu gucken oder so, aber es waren quasi öffentliche Daten. Das heißt, äh nur die wurden in dieser Stelle einfach nur zusammengetragen, ja. Ähm ist ja auch so, dass jetzt im Prinzip ist es ja schon allgemein bekannt, wo so bestimmte Personen wohnen. Ist jetzt nicht unbedingt so ein großes Geheimnis, ja. Ähm, und dann haben sie diese Liste tauchte eben auf. Und man könnte also jetzt sagen und das war auch meine erste, mein erster Gedanke dazu, so meine Güte, wie lahm, Ja, also ist ja nichts besonderes dabei, irgendwie äh bei einer Domain halt zu gucken, wer da wohnt. Äh wer wer die registriert hat und entsprechend sind diese Adressen im Zweifelsfall auch nicht wirklich die Privatadressen, sondern irgendwie da, wo halt die GmbH.
Tim Pritlove
Also ich meine, es ist klar, dass das jetzt alles aus Ruhe ist Rekords kam.
Linus Neumann
Ähm ja, also gehe ich so von aus, auch wie die formuliert sind. Also es sind auch immer gleich aufgezeichnet. Es ist eine Homepage und ein Wikipedia, einen Tag und so. Also, es ist nicht irgendwie, besonders schwer, das herauszufinden. Ich meine, die Leute haben ja auch meistens ein Impressum. Und gerade, wenn das kleinere Urheber sind, sind ja jetzt auch viele beide jetzt nicht irgendwie Charlotte Rosch heißen oder so. Die haben natürlich einfach ein Impressum auf ihrer Website. Müssen sie ja haben. So, also da musst du noch nicht mal ein gucken, so wenn die sich halbwegs ans Gesetz halten, haben die einen Impressum. Also, ja? Weil jetzt wirklich keine besonders keine keine krassen Geheimnisse herauszufinden, wo jemand wohnt. Kann man bei mir auch rausfinden, steht auf meiner Website. Ähm, So, diese Liste wurde jetzt also veröffentlicht. Man könnte also sagen, okay, was für ein Kinderkram, ne, was für einen Quatsch. Man könnte aber natürlich auch sagen. Wie dämlich kann man eigentlich sein, diesen Urhebern, so ein Sahnetörtchen zu schenken, um die Kritiker wiederum, dieses dieses Aufrufes, zu kritisieren, ja? Und dann kam also äh meldete sich sofort Ansgar Hefeling, uns ja noch bekannt mit seiner Kampfankündigung gegen die Netzgemeinde, ja, Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren, äh schloss ich zusammen mit ähm, stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Günther Krings und veröffentlichte dann irgendwie einen Texte. Solche Anprangerungen und Einschüchterungsversuche kannten wir bisher vor allem von total deren Regimen. Mit dieser mit dieser Maske, mit dieser Aktion hat die enorme Gruppe ihre politische Maske vom Gesicht gerissen und fordern, fordern, sehr geil.
Tim Pritlove
Und.
Linus Neumann
Ähm äh fordern, die Netzgemeinde soll sich von der Normis distanzieren. Also das ist wirklich so.
Tim Pritlove
Oh Gott.
Linus Neumann
Äh ähm da muss man sich jetzt von distanzieren. Also die Netzgemeinde ist ungefähr genauso klar definiert wie.
Tim Pritlove
Du bist gar nicht.
Linus Neumann
Eine sollen sich jetzt davon distanzieren und und Pipapo, ne, In der Tat hat das eigentlich so gut wie jeder gemacht und also jeder, der sich dazu geäußert hat, hat gesagt, das ist eine dämliche Aktion, ist aber muss es eben ins äh rechte Licht rücken, dass das jetzt alles andere als ein ähm, als ein Verbrechen ist, eine Liste von Adressen zusammenzutragen, die öffentlich erhältlich ist, ja? Ähm, Das ist natürlich sehr ungünstig, das zu verbinden mit einer Drohung, dass man das weitermacht. Und ähm natürlich irgendwie, dass ein Einschüchterungsversuch ist, Ich meine, das ist einfach dieses, äh, ich weiß, wo du wohnst. Ja, äh, natürlich darf, ist es keine Bedrohung zu bekennen, sich dazu zu bekennen, dass man weiß, wo der andere wohnt. Aber es, es schwingt einen natürlich sehr klar mit, dass man irgendwie eventuell dann auch, mal hinkommt. Auch das ist nicht verboten, aber also ähm ne, es ist einfach eine eine dumme Drohung, ja.
Tim Pritlove
Ja, das ist vor allem auch so ein Neonazi-Style irgendwie so völlig scheiß.
Linus Neumann
Totaler Scheiß, ja. Aber muss sich halt überlegen, der hat wahrscheinlich einfach irgendeinen Teenager äh mal einen Nachmittag gegoogelt, ja. Verlage, die Verlage und zwar irgendwie, was war das? Und Blessing, DuMont, Goldmann, BTB, ja, davon. Äh haben auch eine PM dann rausgegeben, ähm ein sogenanntes Internetkollektiv versucht Schriftsteller, Fotografen, Künstler, Musiker und Wissenschaftler einzuschüchtern und durch Veröffentlichung privater Daten gezielt unter Druck zu setzen, das ist der vorläufige vorläufige Höhepunkt von beispiellosen, kunstfeindlichen Beleidigungen und Beschimpfungen aus der Deckung des Internets. Helge Malchow, Kiepenheuer und sagt sei angesichts des Jargons der Unmenschlichkeit, der sich im Internet schwallartig über Autorenkünstler, Intellektuelle und Verwerter ergieße, zutiefst erschüttert und an dunkle Zeiten erinnert.
Tim Pritlove
Oh
Linus Neumann
Stimmung gegen Künstler erzeugt, eine derartige Kulturfeindlichkeit habe er im Laufe seiner Karriere noch nicht erlebt. So, also liebe liebe Teenager von. Da könnt ihr mal sehen, ähm was ihr mit einer unbedachten Aktion für einen Scheiß baut. Also jeder, der sich das zwei Minuten anguckt, weiß, dass das totaler Quatsch ist. Und das wussten auch diese fünfzehn Verlage, die dann da eine Aktion draus gemacht haben.
Tim Pritlove
Da bin ich mir nicht so sicher, aber selbst wenn sie es gewusst haben, hat es sie nicht davon abgehalten, das zu machen.
Linus Neumann
Sagen wir mal, wenn ich jetzt irgendwie in so einem Verlag wäre und ich hätte irgendwie jemanden mit der PR betraut, der aus dem Ding nicht irgendwie eine Bombe zündet, den hätte ich sofort entlassen.
Tim Pritlove
Na klar. Na ja, absolut, absolut.
Linus Neumann
Und da ähm.
Tim Pritlove
Es ist, es ist wirklich, also man. Wenn meine Muskeln das vertragen würden in hätte ich einfach die ganze Woche nur mit Kopfschütteln verbracht so, ja, aber das, das, das, das äh ist einfach zu viel für den menschlichen Körper. So viel, so viel kann man gar nicht im Kopf.
Linus Neumann
Ja, ich habe einen großen Teil der Tischkante inzwischen durch.
Tim Pritlove
Einen der besseren Kommentare zu dieser Gesamtsituation. Wobei, ach du hast ja hier auch noch Alba Freude, hast du auch noch notiert, ne? Das geht so in die Richtung.
Linus Neumann
Ja, das waren, das geht so in die Richtung. Das ging also, Alba hatte dann so einen, so einen Artikel geschrieben, so Urheberverletzten, selbst das Urheberrecht. Der hat sich also irgendwie dann mal die Seiten von diesen Leuten auch angeschaut, also.
Tim Pritlove
Auch schon wieder so eine klassische Replik ist, ne, mittlerweile.
Linus Neumann
Fehl Impressum fehlt, entweder ganz oder enthält nicht alle Pflichtangaben, teilweise sind die E-Mail-Adresse nicht mehr gültig. Und ähm.
Tim Pritlove
Mit diesen Volltexten und so.
Linus Neumann
Ja genau, ein, ein.
Tim Pritlove
Veröffentlichen und so.
Linus Neumann
Genau, einen Menschen namens Thomas veröffentlicht irgendwie auf seiner Seite Volltexte von Rezensionen seiner Bücher. Ähm irgendwie von tatz, fatz Süddeutsche und Interviews, in denen er erwähnt wurde, beispielsweise, Beispielsweise irgendwie eins mit Angela Merkel oder so. Ja, also der sammelt quasi aus den ganzen Medien und trägt das da zusammen.
Tim Pritlove
Ja, ist aber ein sehr interessanter äh äh Punkt, weil da geht's halt auch um. Ähm, es gab da noch einen Artikel auf Zeit online, den ich äh auch getwittert hatte, der gefiel mir einfach super, nicht nur vom Inhalt her, allein schon vom Titel, weil der irgendwie der Titel bringt, schon alles rüber, Lassen Sie mich durch, ich bin Urheber. Ich habe mich weggeworfen.
Linus Neumann
Ja, das war, das war echt.
Tim Pritlove
Bringt dann einfach auch diese ganze äh äh Bigoterie da auch wirklich ganz gut auf den Punkt. Vor allem dadurch, dass er irgendwie sagt, naja hier ihr beklagt euch die ganze Zeit über, das böse Internet und das schnelle Kopieren von Informationen, seid aber irgendwie alle bei bei Facebook so, ja? Und ich zitiere mal kurz hier, ich habe nicht nachgefragt, weil ich weiß, was ich als Antwort bekommen werde Ja, aber man kann sich dem nicht verschließen. Facebook nutzen nun mal viele Menschen und dort können sie, können wir sie erreichen. Wir wissen, dass das alles nicht okay ist, aber was will man machen, so machen das doch alle so. Im nächsten Absatz, wie wollen solch inkonsequente Autoren einem Schüler vermitteln, dass er dadurch herunterladen einer MP3 Datei Böses getan hat, wenn der antwortet, ja, aber ich wollte nur ganz schnell diesen Song haben. Ich weiß, dass es nicht ganz okay, aber was will man machen, so machen, ist doch alle, weißt du? Und das ist. Das ist einfach, man kommt so nicht weiter. Ich meine, ich bin in gewisser Hinsicht froh, dass dass diese Debatte als solche überhaupt auf der Agenda steht. Das hatten wir ja letzte Woche auch schon äh äh betont, aber der Stil hat sich jetzt in den letzten sieben Tagen noch nicht nennenswert verbessert.
Linus Neumann
Nee. Also äh vielleicht an der Stelle noch, es vielleicht so der leichte, der kleine Hinweis an an die enorme Leute. Äh ich hatte ja auch schon meine mein meine dollen fünf Minuten mit enorm ist, als sie damals bei den Weeken.
Tim Pritlove
Beziehungsweise an jeden, der der Meinung ist, sich äh nennen zu müssen, ja. In irgendeinem Kontext, ja, also.
Linus Neumann
Irgendwelche Knallköpfe haben wir auf jeden Fall dann bei mir zu Hause angerufen und haben mich irgendwie bedroht. Und zwar, weil ich ähm, Ja, ja, klar. Weil ich, die waren aber auch nicht ganz so schlau, also ich habe dann irgendwie auch rausgefunden, wer das war. Ähm na äh egal. Das sind ja alles jetzt ist auch egal. Ist ja nur killefit. Da ging's um diese ähm Massendedosserei von ähm Visa und Mastercard als Reaktion auf die äh Bezahlsperre gegen Wiki Leaks Und ähm da da gab's ja dann die große Debatte. Die wurde ja auch, sage ich mal, in den intellektuelleren Teilen der Bevölkerung geführt Ob das jetzt eine Sitzblockade ist, ja und ähm legitime Meinungsäußerung und so weiter oder ob das ein Angriff in auf die Funktionalität und Integrität von Computersystem ist. Lange Diskussion braucht man hier gar nicht zu entfalten. Das Entscheidende ist. Dass es weltweit als Hackerangriffe dargestellt wurde und damit man sich nicht ähm Sympathien geschaffen hat, und das ist etwas, wonach eine Aktion grade eine politische Aktion in der in demokratischen Staaten sich äh richten sollte, ja, auf ihre Wirkung und diese, Einfach, sage ich mal, so eine hohle Drohung. Ich weiß, wo du wohnst. Das ist kein elegantes äh politisches Handeln. Und es gab beim äh Kongress des Chaos-Computerclub einen Vortrag, der mit dem Titel Politik Hacken, wo auch an die äh Hörer sehr klar appelliert wurde und äh auch an enormem ist die Dinge mit mehr Humor und ein bisschen mehr Eleganz zu machen, also beispielsweise auch so eine Seite, wenn man dann die Facement macht, das kann man auch streckenweise sehr viel humorvoller machen, als das als das äh teilweise stattfindet. Den Vortrag kann ich da also äh Aktivisten, denen noch so ein bisschen der Eindruck fehlt, so mal wirklich wieder die, nach vorne zu bringen, ja? Weil da sind inzwischen keine Lives mehr so. Lalz äh haben die anderen, weil also Liles haben jetzt hier die äh Verlage, weil sie, weil sie irgendwie sich als äh in einer kulturfeindlichen Zeit vom Internet angegriffen.
Tim Pritlove
Sich ins Fäuschen.
Linus Neumann
Es ist aber auch ganz witzig. Also die, diese Ironie ähm natürlich dann auch jetzt wieder irgendwelche Leute laut wurden, so aus der aus der Anonymität des Internets wird geschossen, ne? Das heißt, dann haben wir, dann kommt bald wieder irgendwie so, es kann nicht sein, dass irgendwie jemand, im Internet hier Leute anprangern kann, da müssen wir alle demnächst den so durch ein Kartenlesegerät ziehen, bevor wir ins Internet dürfen oder so, ne. Äh solche Forderungen sind ja dann auch immer wieder dabei das also quasi so diese anonyme haben Personen öffentlichen Interesses, entanonymisiert deswegen dürfen anonyme nicht mehr anonym sein. Also das ist auf so vielen Ebenen falsch, dass man es nicht so wirklich äh. Wirklich äh also da geht halt einfach da tiltet man halt irgendwann.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Also mal wirklich ein bisschen mehr wieder in Kampagne und Außenwirkungen denken. Äh würde wahrscheinlich dieser Urheberrechtssache äh. Schaden, ja? Da wirklich mal sein äh Management irgendwie ein bisschen zu beachten. Aber.
Tim Pritlove
Achten sie auf ihre Management. Ja.
Linus Neumann
Reputationsmanagement ähm, Da gab's die kleine Meldung, also hat jetzt eigentlich mit Reputation gar nichts zu tun. Ähm aber irgendwie müssen wir.
Tim Pritlove
Leitung, ja.
Linus Neumann
Ja, wir brauchen das ja irgendwie überleiten. Das BKA gab bekannt, es sei sich nicht in der Lage, den Bundestrojaner zu äh programmieren. Vor allem nicht unter den Vorgaben, die da jetzt irgendwie. Gesetzlich bestehen Und äh da wurde natürlich dann auch viel drüber gelacht, weil sie ja offensichtlich auch noch nicht mal vorher in der Lage waren, sich denen von einer Firma zu kaufen, die in der Lage ist, ein halbwegs vernünftiges Myware zu schreiben. Ähm Da muss man aber auch mal irgendwie erklären, was das bedeutet, wenn ich also wirklich so einen Bundestrojaner bauen möchte, heißt, ich muss wirklich ähm. Haben ne? Also ich muss einen richtig guten, richtig guten Trojaner schreiben und ähm ich brauche vor allem die Connections, um überhaupt solche zu bekommen, ja? Also die muss man sich ja ähm kaufen, und ähm da braucht man also eine gewisse Szene Verankerung und äh muss also auf dem auf dem Markt der Blackheads einkaufen und ähm, Das ist natürlich, das ist wahrscheinlich etwas, was das BKA tatsächlich nicht leisten kann. Und das machen dann Firmen wie Gamma, die mit ihrer Software Finn Fischer, das ist, glaube ich, so der größte äh staatlich eingesetzte Trojaner, den sie also in alle möglichen Länder verkaufen, auch nach Deutschland inzwischen. Ähm. Wo sich jemand quasi eine eine Firma darauf spezialisiert hat, diese Explods von Leuten eben zu kaufen ähm und da irgendwie eine Software draus zu basteln, die irgendwie sich ordentlich dafür eignet, ähm ja. Die Bürger angreifen, ne.
Tim Pritlove
Es ist wirklich so absurd, dass dass der Staat irgendwie mit dem BKA und dem BSI zwei Organisationen unterhält, deren Ziele zumindest mit bestimmten Themenfeldern diametral entgegensteht, also auf der einen Seite versucht das BSI die Rechner äh der Leute möglichst sicher zu halten, damit ihnen irgendwie nichts Böses passiert und keine Wirtschaftsspionage passiert oder was nicht noch alles, ja? Und zwei Räume weiter äh sitzt dann irgendjemand, der sich diebisch freut, dass äh das BSI für irgendwas noch nicht gewarnt hat, dass man das jetzt noch benutzen kann, um irgendwie dieselben Organisationen auszuhören. Also es ist, abzuhören. Das ist wirklich absurd und ähm das kann eigentlich gar nicht angehen, ne? Zumal es auch für mich hoch fragwürdig ist, ob man überhaupt dem Staat erlauben darf. Also ich meine, wie schätzt du diese Blackhead-Szene ein? Ich meine, im Prinzip.
Linus Neumann
Ist das der.
Tim Pritlove
Ist das ja kriminelles Handeln. Oder.
Linus Neumann
Zu verkaufen.
Tim Pritlove
Na ja, kann man das so sagen? Also.
Linus Neumann
Also Explods haben Werte. So, das, also, ich, ich, ich will ich will's auch jetzt hier, was ich persönlich zum vom Bundestrainer halte, ich wollte jetzt nur mal so sagen, warum warum scheiterst das BKA daran, ne? Also das ja, jetzt habe ich ja, glaube ich, klar gemacht. Wenn ich, wenn du einen Explode hast für für ein bestimmtes, für eine bestimmte Plattform, bestimmte ähm, sagen wir mal äh so ein iOS Explode oder was so. Wenn er es wenn er sich wirklich zu Drive bei äh eignet, ja? Ähm das kannst du für sehr, sehr viel Geld verkaufen.
Tim Pritlove
Größenordnung.
Linus Neumann
Hm ich würde schätzen, je nachdem an wen und wie wie mächtig dein Explode ist, wahrscheinlich irgendwas zwischen sechzigtausend und einer viertel Million. So, das sind so die die groben Zahlen, die man so liest. Es gab ich glaube, Andre Meister hatte auf Netzpolitik org einen äh längeren Artikel dazu vor kurzer Zeit. Den suche ich noch mal raus, wo es also, um diesen Markt ging. Hm. Den Markt gibt es ja. Und du kannst ähm enorm schön damit Geld verdienen als Fackel.
Tim Pritlove
Ja. Muss man einen Ton ausschalten, sonst sind wieder alles.
Linus Neumann
Aber meiner, meiner ist raus. Meiner ist aus, ich habe geguckt. Ich glaube, das sind deine E-Mails, die da gerade ankommen. Oder?
Tim Pritlove
Sicher? Das kann auch sein. Entschuldigung.
Linus Neumann
Also gibt es gibt auf jeden Fall diesen Export-Markt und da sind, nicht unbedingt wirklich jetzt starten so aktiv, also wahrscheinlich auch staatliche Geheimdienste, aber es gibt eben auch eine privatwirtschaftliche Firmen und da ist eben Finn Fischer äh, ganz klar zu benennen, die Software von von Gamma, die also wirklich sagt, hier ähm. Oder sonst was oder das machen wir. Und die sind da stolz und zufrieden drauf. Und die gehen regelmäßig shoppen, in der Explod-Szene, um das Ding irgendwie zu pflegen. Und das ist natürlich auch so, man könnte das eigentlich ähm. Man könnte das ja fast ähm, ökonomisch rechtfertigen, warum sollte jeder Staat seine eigene äh Überwachungssoftware haben, wenn man einfach das outsourcen kann, einen Profianbieter, der halt dafür sorgt, dass das alles ähm, Ja, die machen das so aus einer Hand, die haben irgendwie IT-influsion training Programm, äh ein taktisches Portfolio und dann diese Remote Monitoring Solutions und so. Die haben das einfach, die haben da den.
Tim Pritlove
Zu meiner gewagten These, dass das ja also vielleicht war ich da jetzt etwas vorschnell in der Bewertung, aber äh diese, Märkte, die sind schon, sagen wir mal, kritisch. Ja, weil wir wissen auch alle, wer da einkauft und wer das größte Interesse hat, das sind halt Leute, die Bot Netze betreiben wollen, et cetera PP oder dunkle Ziele haben. Außerdem sind dann eben auch noch die Staaten unterwegs, wenn das für sie irgendwie brauchbar ist und ähm, im Zweifelsfall, zumindest in manchen Ländern dann auch äh ganz brauchbares Budget, um da äh konkurrieren zu können. Das heißt, da wird einfach ein Marktwert geschaffen, entweder durch die Nachfrage äh von, Staaten, die gerne Überwachung betreiben werden wollen oder von Kriminellen, die gerne äh Leute ausnehmen wollen. So und diesen Markt zu bedienen, daran teilzunehmen und damit diesen Markt als solchen auch so zu gestatten, halte ich zumindest für diskussions.
Linus Neumann
Ist absolut verwerflich. Ganz klar. Also es ist ein ich also es ist ganz klar absolut nicht in Ordnung das zu tun, Bin ich also ist auch etwas, was ich nie machen würde und wo man sich selbstverständlich auch in eine Situation bringt, dass man in Deutschland in, sage ich mal, der, der. Der vorherrschenden Hackerszene sich nicht mehr blicken äh zu lassen braucht, ja, wenn man irgendwie ernsthaft mal einen mächtigen Exploit ähm an Gamma zum Beispiel verkauft.
Tim Pritlove
Ja gut, dabei ist es so ein bisschen wie mit dem Drogenhandel, ja, da die Nachfrage besteht so und solange die Nachfrage da ist, wird's das Angebot immer geben. Jetzt die Frage, kann man das irgendwie legalisieren? Ne, also kann man das Ganze auf auf Beine stellen, wo man sagt, äh es gibt hier auch einen definierten ähm Weg. Ich meine, derzeit ist das nicht in dem eigentlichen Sinne verboten, ne. Also das ist halt jetzt wirklich auch die Frage, weil du kannst sowas natürlich auch als Dienstleistung verkaufen, was es ja in gewisser Hinsicht auch ist. Und natürlich sagen diese Security-Resucher auch, na ja, ich investiere da viel Zeit und Arbeit und Energie und Wissen vor allem, ja? Und das ist eine eine hohe Kunst, sowas zu finden und, im Prinzip ist ja das Aufdecken von Sicherheitslücken auch ein Heeresziel. Was kann ich aber dafür, wenn der Betriebssystemhersteller, der in dem Moment betroffen ist oder äh Anwendungsentwickler äh in dem Moment nicht bereit oder in der Lage ist, mir meine Kosten zu decken. Ja.
Linus Neumann
Das ist, also das ist ja, das ist.
Tim Pritlove
Argumentation.
Linus Neumann
Das ist auch ein großes Problem. Also du kennst diese äh ach ja, wie heißen die denn, dass ähm, irgendwas mit oder so die das sind auch so Verkäufer, und die gehen halt zum Beispiel diesen die sind echt, die sind richtig dreckig drauf, die gehen zu diesen ähm es gibt doch dann immer diese Browser Challenges, wo dann irgendwie Google sich hinstellt und sagt, hier ähm, Sechzigtausend Dollar auf den Tisch des Hauses, wenn ihr irgendwie einen äh Codex Secution Explode in der aktuellen Chrome-Version findet. Und äh also quasi wirklich, dass dass dann etwas wäre, was wo man durch den Besuch einer Webseite wirklich den Computer letztendlich komplett äh besitzen kann.
Tim Pritlove
Mhm. Wollte zumindest in Teilen.
Linus Neumann
Sondern loben die irgendwie sechzigtausend Dollar aus und aber, wenn man die sechzigtausend Dollar kriegt, dann natürlich auch nur dann, wenn man äh dann dazu beiträgt, äh, also zu verdeutlichen, wo der Back ist und dafür zu sorgen, dass das dass Google ihn dann fixen kann, ja? Oder beziehungsweise, dass das Deft-Team für Chrome. Und wuppen sind so Leute, die gehen dahin. V UPN. Die gehen dahin, nehmen an dem Wettbewerb teil, zeigen, dass sie's können und, Sagen aber dann nicht, wo die Lücke ist und verzichten auf die Sechzigtausend und nehmen quasi die Aufmerksamkeit dieser dieser Wettbewerbe Dieser Wettbewerbe, dass dann auf dem Explode-Markt klar ist, ey, bei wuppen, wenn wir irgendwie demnächst mal einen Drive bei Explor äh zum Verteilen unserer äh unserer Software brauchen, äh unserer. Äh dann können wir uns bei melden. Die haben dann einen schönen Explode für Chrome. So und so sind die drauf. Und die sagen, was sollen wir mit diesen sechzigtausend? Ähm wir möchten ganz gerne lieber die viertel Millionen haben. Und hier in dem Artikel von Andre, da ja, guck mal hier, iOS ähm, hunderttausend, ja, bis eine Viertelmillion geht das hoch, Eiweiß Exportser, Microsoft Word, fünfzigtausend bis hunderttausend Dollar, Da kriegst du richtig Kohle für. Firefox oder Safari, sechzigtausend bis hundertfünfzigtausend. Chrome oder Internetcom oder Internetsperre achtzigtausend bis zweihunderttausend Dollar.
Tim Pritlove
Ja, da ist schon ganz schön was zu holen, ne? Na ja gut, also wir waren ja eigentlich beim BKA, und ähm dem problematischen Bereich, äh ja, wenn man jetzt, auf Basis von Sicherheitslückenüberwachung organisieren will, dass man da immer wieder Nachschub braucht, ja, was eigentlich heißt, die müssten irgendwie Unmengen an Geld ausgeben und bezweifeln, dass sie das überhaupt sich so leisten, können dürfen.
Linus Neumann
Du willst ja auch nicht, dass dein genau, also Legitimität.
Tim Pritlove
Und Legalität auch.
Linus Neumann
Also das sind beides denke ich, Fragen, wo's ähm ziemlich klar ist, dass das sehr, sehr, sehr, zu sehen ist und ein sehr enorm krassen Eingriff in die Privatsphäre darstellt, wenn ich den Computer überwache. Also wenn ich mir vorstellen will, dass das jemand bei mir äh machen würde, ähm würde ich, wenn ich also sehr, sehr.
Tim Pritlove
Ja und vor allem, ich meine, jetzt gibt es ja dieses vor ein paar Jahren erkämpfte Grundrecht auf Integrität der äh eigenen Infrastruktur, dem widerspricht das ja eigentlich auch grundsätzlich.
Linus Neumann
Ja. Ähm das ist ja auch die die lange Debatte um den Staatstrianer äh gewesen. Haben wir die eigentlich hier bei uns so richtig behandelt? Nicht so wirklich, ne?
Tim Pritlove
Es ist noch ein bisschen vor unserer Zeit äh gewesen, eigentlich greifen wir das das erste Mal wirklich ähm richtig auf. Also Trojaner hatten wir zwar hier und da mal, aber ich kann mich jetzt gerade nicht erinnern, dass wir da.
Linus Neumann
Also die.
Tim Pritlove
Rückblick schon mal getan haben oder haben wir.
Linus Neumann
Das Problem war ja irgendwie so, dass sie sagen, okay, wenn wenn der Nutzer oder wenn das Überwachungssubjekt äh vernünftig Ende zu Ende verschlüsselt Also sagen wir mal seine E-Mails vernünftig mit ähm GPG äh verschlüsselt und sich einfach mal ähm Security-technisch, korrekt verhält, dann habe ich ja durch keine, denkbare Maßnahme, Zugriff auf diese Kommunikation, Es sei denn, ich schaue mir diese Kommunikation an der Quelle an. Und deswegen kam ja auch dieser Name Quellen-TKÜ zustande. Das heißt, ich muss also ähm, Wenn ich den, wenn ich die die E-Mail-Verschlüsselung beispielsweise nicht knacken kann, dann muss ich einen Trojaner auf dem Rechner haben, der Screenshots macht in dem Moment, wo die Person die E-Mail anschaut. Ähm oder äh irgendwie den den Entschlüssigungsprozess irgendwie so behindert, dass äh dass ich dass ich irgendwie an diese Daten komme. Ähnlich ist es bei Skype, äh Skype sind also auch äh verschlüsselte Verbindungen, die auch noch laufen, die ähm so ist das Verständnis nicht ernst nicht so besonders gut abgehört werden können, ja? Ähm. Da. Auch da gab es dann eben diesen Staatstrojaner, der gezielt darauf, also ein Audiodevice aufmachte, um eben Skype-Verbindungen mitzuhören. Auch da wieder an der Quelle, ähm die Kritik an diesem äh Staatstrojaner war dann eben, dass er sehr viel, oder theoretisch die Möglichkeit hatte, sehr viel mehr als das zu machen, ja. Also diese Screenshot-Anfertigungen, die gingen natürlich die ganze Zeit und da konnte man natürlich dann auch äh private äh Informationen mit abgreifen und ähm er hatte, das wurde damals vom CCC kritisiert, diese eine Nachladefunktion. Das heißt, man konnte ähm. Im Prinzip beliebigen Code auf diesen Rechner ziehen äh äh oder schieben und dort ausführen lassen. Es ist im Prinzip, denke ich mal, bei einer Myware, in erster Linie eine i ein Ansatz um sie upzudaten, ja? Also ich möchte äh möglichst äh wenn meine Malwahl sich weiterentwickelt hat. Ähm ich sagen wir mal, entweder neuere Funktionen drin habe oder ähm sie insofern verändere, dass sie nicht mehr detektiert wird von äh bestimmten Programmen, die sie vielleicht irgendwann mal enttarnt haben. Ich möchte meine Myware updaten können, als jemand, der ähm Myware irgendwo deployd. Und diese Funktion ähm ermöglicht es natürlich auch ähm beispielsweise ähm. Beweise auf diesem Rechner zu pflanzen. Also ich könnte ja, ob ich da jetzt hinschicke, okay, update mal deine oder ähm Speicher mal in Ordner so und so, belastendes Dokument A, ähm ist technisch nicht zu trennen, was äh den CCC dann eben dazu bewogen hat zu sagen, diese Maßnahme ähm kann eigentlich nicht vor Gericht ähm, aufrechterhalten werden, weil sie eben zu einer, eine Manipulation nicht ausschließt, sondern ganz klar ermöglicht. Das war so Kurzzusammenfassung, die Diskussion um den ähm Staatstrojaner. Ähm noch dazu war ja irgendwie ganz besonders schlecht äh geschrieben und so weiter gab's äh große, große Häme über den über die Qualität des Discodes oder so. Das jetzt irgendwie kurzzusammenfassung, äh Staatstrojaner und äh. Im Moment ist sind eben die Bemühungen da irgendwie einen weiteren, finden, der sich an bestimmte Vorgaben, die es da auch schon vom Bundesverfassungsgericht gibt, hält.
Tim Pritlove
Ja, ich habe kurz nochmal nachgeschlagen. Also wir hatten Staatstrujaner äh, In der vierzehnten Ausgabe, kurz als Thema, als um diesen Leak des entsprechenden Datenschutzberichts ging. Ja, aber ich denke, jetzt haben wir zu diesem Thema auch genug gesagt. Äh macht alles nicht so den Eindruck, als ob das BKA da nennenswerte Fortschritte erzielt mit diesem Projekt.
Linus Neumann
Ich bin mir relativ sicher, dass sie einfach Finn Fischer nehmen werden, fertig. Und dann ähm hast du es auf jeden Fall mit Profis zu tun.
Tim Pritlove
Okay. Aber das Problem bleibt.
Linus Neumann
Das äh rechtliche Problem, der Legitimität, Legalität und so weiter, das bleibt auf jeden Fall bestehen und ich glaube, da haben wir ja auch durchblicken lassen, wieder unsere Einschätzung zu ist. Nicht, dass ich jetzt hier nachher als der äh Exploit-Handelslegitimierer irgendwie in die Geschichte eingehen. Also da bin ich sehr großer Gegner von.
Tim Pritlove
Gut. Was haben wir noch? Google.
Linus Neumann
Google, ja, interessante, also interessante äh Wendungen eher philosophischer Natur. Ähm, Was, also wie ist damit umzugehen, wenn jetzt so eine Suchmaschine, wie Google, sagen wir mal, die Suchergebnisse manipuliert, können, also beispielsweise ich, wenn ich jetzt bei Google, ich kann es mal ausprobieren, ich gehe jetzt bei Google hin und gebe Mail ein, dann wird im Zweifelsfall mir Google Mail angeboten. Und ähm. Man könnte jetzt natürlich unterstellen, dass Google mir deshalb Google Mail anbietet, weil das eben ihr Angebot ist und sie möchten, dass sich dieses nutze.
Tim Pritlove
Also bei mir kommt tatsächlich Yahoo als erstes Ergebnis.
Linus Neumann
Was bist du denn für einer? Was hast du denn.
Tim Pritlove
Ich? Na, was hat das mit mir zu tun? Google hat mir das gesagt.
Linus Neumann
Google sagt dir, äh Yahoo.
Tim Pritlove
Und das erste ist ein. Das Zweite ist.
Linus Neumann
Du weißt ja, dass die weißt, du weißt ja, dass die individualisiert werden, ne? Bei mir.
Tim Pritlove
Ja ja also du führst das jetzt auf mich zurück.
Linus Neumann
Ich würde sagen, die denken sich der Tim, wenn der schicken wir zu jahu.
Tim Pritlove
Das mag der bestimmt.
Linus Neumann
Das macht ja bestimmt, das ist bunt.
Tim Pritlove
Tja, na ja, weiß nicht. Wenn ich ausgeloggt bin, kriege ich immer noch äh.
Linus Neumann
Das gibt's ja nicht. Ich bin.
Tim Pritlove
Herr Geier, ob man sich da überhaupt auslogen kann oder ob man das nur nicht angezeigt bekommt.
Linus Neumann
Problem äh oder Frage ist klar.
Tim Pritlove
Aber darum geht's ja jetzt erstmal nicht. Also es sind verschiedene Mailanbieter hier durchaus vertreten, aber wir wissen alle, dass insbesondere diese Google Plus Integration schon, extrem gewichteten Suchergebnissen geführt haben, die von Google natürlich dann vor allem als Erleichterung, et cetera gepriesen wurden.
Linus Neumann
So und jetzt haben wir also die die Frage also eigentlich 'ne kartellrechtliche Frage so ein bisschen darf Google das ja? Oder oder was ist überhaupt 'ne Suchmaschine? So, weil ich denke mal, man muss einfach ganz klar sagen, Google ist irgendwie eine private Firma, die da, einen Dienst anbietet, der sich Suchmaschine nennt und der sagt, ich finde für dich die Daten. So, wenn die sagen, okay, ähm wir bieten natürlich unsere Dienste da bevorzugt an. Dann äh sehe ich da wenig Handhabe, die man dagegen hat, und so veröffentlichte Google jetzt eine Studie mit dem Ergebnis, ähm. Dass sie sagen, diese Manipulation von Suchmaschinenergebnissen oder der gezielte die gezielte Veränderung dieser Suchmaschinenergebnisse äh sei von dem ersten Inment von der Meinungsfreiheit gedeckt. Sie berufen sich auf die auf die Meinungsfreiheit bei der, bei dem, was sie dir als Suchergebnis liefern. Und ich sehe da ehrlich gesagt.
Tim Pritlove
Wessen Meinung ist jetzt an der Stelle frei? Ihre Meinung, was haben Sie, was haben Sie denn für eine Meinung zu meinem So.
Linus Neumann
Dass das Google Mail für dich das das Passende ist. Aber die Frage ist, was ist es denn sonst? Was was bietet Google dir denn an? Also das ähm.
Tim Pritlove
Wer hat denn da jetzt eine Meinungsfreiheit? Die Firma, der Computer?
Linus Neumann
Nee, hat die Firma. Also so verstehe ich das jetzt.
Tim Pritlove
Gibt's jetzt Meinungsfreiheit auch für Firmen oder war das nicht irgendwie für Menschen?
Linus Neumann
Haben Firmen keine Meinungsfreiheit?
Tim Pritlove
Interessante Frage, aber. Eine juristische Person, ich meine in Amerika haben juristische Personen auch Eigentum, von daher könnte man sagen, dass ich mittlerweile sämtliche Menschenrechte auch auf Firmen erstrecken, weiß ich nicht wie weit man das so treiben kann. Finde ich allerdings ein interessantes. Phänomene, natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass man auch als Organisation und damit äh Gruppe von Menschen äh äh die Menschen, Rechte für sich in Anspruch nehmen kann, aber ich habe keine Ahnung, was äh jetzt ein Jurist, wie sehr ein Jurist die Hände zusammenschlagen würde über seinem Kopf oder vor seinem Bauch.
Linus Neumann
Also in Deutschland ähm wie es in Deutschland wäre, gibt's einen Artikel auf Telemedicus. Ähm. Lass uns mal, lass uns vielleicht mal irgendwie davon weggehen, ob diese Firma ist oder nicht, die Frage ist, ähm die haben natürlich irgendwie einen Algorithmus, der der irgendwie nach ihrem, Dafür halten die Relevanz bestimmt. Und an einigen Stellen manipulieren sie den von mir aus, ja? Äh oder auch nicht. Ich meine, sie manipulieren ja zum Beispiel die die nehmen ja auch viele Seiten nicht auf, ja. Könnte man.
Tim Pritlove
Was heißt manipulieren? Ihr Algorithmus drückt ja ohnehin eine Präferenz.
Linus Neumann
Genau, also die können, also ich denke, dass das ja eigentlich auch nicht manipul, man kann nicht von Manipulation sprechen.
Tim Pritlove
Es gibt ja nicht die Wahrheit, sondern es gibt halt ihre Interpretation der Realität und die war schon immer irgendwie so, wie ihr Code sagt, wie es ist.
Linus Neumann
Genau und wenn nicht woanders bessere Suchergebnisse bekomme, dann gehe ich zu einer anderen Suchmaschine. Kriege ich aber im Moment nicht. Also irgendwas machen sie ja richtig. Also diese Frage der Manipulation ähm ist halt wirklich ganz, 'ne ganz ganz schwer da zu greifen und ich denke nicht dass man irgendeine rechtliche Handhaber hat Google irgendwie zu etwas zu verdammen wie ihr dürft eure Suchergebnisse nicht manipulieren. Also weil weil aber die Frage ist, wirklich, was ist, was ist das das Versprechen einer Suchmaschine, was ist die Dienstleistung, die die anbieten? Und ähm. Früher gab's ja so das war, glaube ich, ja, die das so betrieben haben, diese Web-Verzeichnisse, ne? Die haben ja nicht so richtig eine Suchmaschine betrieben, die haben weniger gecrollt, sondern echt gehofft, dass Nutzer da in Verzeichnissen oder auch eigene Angestellte, in Verzeichnissen des Internet kategorisieren oder so, ne. Das heißt, auch da war nicht, war in keiner Form irgendwie die Rede, dass es da irgendeinen neutralen Algorithmus gibt, den diese ähm den diese Firma dazu Nutzung bereitstellt. Fand ich auf jeden Fall eine eine ganz interessante äh Diskussion, gibt's mal ein paar ähm. Paar Links dazu und ähm, Also man, es, es zeigt sich natürlich in dieser Forderung, dass die nicht manipulieren dürfen, zeigt sich natürlich die Ohnmacht gegenüber einer, einem Privatanbieter, der letztendlich 'n sehr großen Einfluss auf die komplette, Informationsinterpretation und Zusammenstellung der Menschheit hat, weil einfach, weiß ich nicht, neunzig Prozent der Menschen halt Google nutzen, wenn Google dann entscheidet, was weiß ich, Thema äh oder äh das ist Treffer Nummer elf zu dem Thema, dann nehmt den halt keiner mehr wahr, Treffer Nummer eins alle wahrnehmen, ne? Und das äh also das ist ein sehr spannendes, äh sehr spannende Thematik, die ich da sehe. Aber ich denke, dass man da nichts dagegen machen kann, äh weil's halt ein privater Anbieter ja eine Webseite und du hast null Anspruch darauf, dass da überhaupt irgendwas zurückkommt. Wäre jetzt so meine meine Interpretation, was nicht unbedingt heißt, dass ich das gut finde, dass es so ist. Ich sehe schon das Thema interessiert dich nicht so.
Tim Pritlove
Ja, ich habe da äh kann er jetzt gerade nicht so habe da gerade nicht so viele Neuronenverbindungen, äh wenn ich darüber nachdenke. Also es ist ist eine ungelöstes ähm Problem und es ist wirklich die Frage, inwieweit äh. Ist da überhaupt eine Neutralität geben kann in den Ergebnissen, ja? Und wie, ich meine, es ist ja auch nicht so, dass der Algorithmus ähm, Publiziert wäre.
Linus Neumann
Na gut, dann werden sie sich verhüten. Ja klar.
Tim Pritlove
Na ja eben, da werden sie sich verhüten, weil das ist ja ihr Betriebsgeheimnis, das ist ja der eigentliche Wert, dessen, was sie tun und deswegen, wenn sie das eben äh nicht so weit aus posaunen, außer eben den grundlegenden, zu den grundlegenden verwendeten Patenten, Patchrank et cetera, äh äh was ja mittlerweile beileibe nicht mehr Das einzige Element ist, sondern das ist eine eine Vielzahl von von Algorithmen, Vorgehensweisen, die eben das ausmachen, was äh diesen Google Suchindex bestimmen und, da das eben nicht offengelegt ist, gibt es in dem Sinne eigentlich auch überhaupt gar keine überprüfbare Wahrheit, ja, sozusagen, also man könnte ja auch sagen, es ist eigentlich egal, was ihr macht, Aber ihr dokumentiert, wie ihr es macht, ja, Also in irgendeiner Form nachvollziehbarer Art und Weise eures Algorithmusses und dann äh sagt ihr einfach nur. Scheißegal, was wir rausgeben. Wir sagen euch zumindest, auf welcher Basis das passiert und zwar konkreter als bisher. Ich weiß, denkt nicht, dass das eine irgendeine Chance hat, diese Initiative, das äh so durchzusetzen. Ich sage nur, erst dann könnte man eben wirklich sagen, oh hier böses Google, ihr tut nicht das, was ihr sagt. Ja, weil derzeit sagen sie nur, wir haben da irgendeinen Algorithmus und das ist unsere Interpretation des Webs äh EDIT. So und ob das nun Meinungsfreiheit ist oder so finde ich an der Stelle eigentlich auch vollkommen irrelevant.
Linus Neumann
Frage stellt sich eigentlich nicht. So äh in in den USA ist es halt immer sehr wichtig, da wird das halt sehr, sehr hochgehalten, dieses Argument, ne? Und äh also ist halt irgendwie so der heilige Gral und äh wer auf den schwört, ähm, Ist halt einfach, dass du, da weiß jeder, das ist.
Tim Pritlove
Sie ziehen diese Karte eigentlich nur, damit sie ihnen keiner auf die Finger klopft.
Linus Neumann
Interessant ist eben, sie geben damit, sie geben damit aber im Prinzip zu, dass sie manipulieren, ja? Sofern, also wie gesagt, dieses dieser Begriff Manipulation ist eigentlich schon.
Tim Pritlove
Frei, also genau, weil dann dann das würde ja voraussetzen, dass es irgendeine Wahrheit in Suchergebnissen gibt und wenn's die gäbe, dann könnten ja alle diese Suchergebnisse liefern. Ja, also dann dann bräuchte man ja nur auf Wahrheit Punkt com äh äh gehen und sich äh äh die Wahrheit einfach runterladen und aufm Browser anzeigen, aber so einfach ist es nun mal nicht, ne. Die Wahrheit ist dann eben auch äh eher so eine Sache und tatsächlich ist es eben auch wirklich so eine Interpretationsfreiheit, ne.
Linus Neumann
Also bei noch ein kleines Beispiel fällt mir so anekdotisch zum Abschluss ein, das war doch irgendwie letztes letzte Woche dieses Thema, wenn man am iPhone vier Siri gefragt hat, was das ähm, Bestes Smartphone der Welt ist? Dann hat Siri ähm die greifen sehr stark auf Wolfram Alpha zurück, Suchmaschine der man Fragen stellen kann, die dann tatsächlich sich bemüht, Antworten zu finden. Und man man fragte also das iPhone Siri, sag mal, was ist denn das beste Smartphone der Welt? Und dann sagte Siri, das Nokia Loomi anneut hat. Weil bei Wolfram Eifer halt irgendwie die Information gespeichert hatte, dass Nokia Lumia neunhundert ist, hat das beste Smartphone der Welt. Und jetzt äh hat dann äh Apple irgendwie Siri manipuliert, dass Siri auf diese Frage jetzt antwortet so, die Frage stellst du doch nicht echt? Suchmaschinenergebnismanipulation, ja? Ja, das fand ich auf jeden Fall ganz äh fand ich geil.
Tim Pritlove
Alpha meint, dass es Lunia das Beste sei, das äh kriege ich aber schon wieder ganz andere Ergebnisse. Ähm sehr interessant.
Linus Neumann
Ähm also, Wahrscheinlich haben sie es bei Wolfram Eifer angerufen, hat gesagt, ey, ihr habt da irgendwie einen Fehler bei euch im Algorithmus, der sagt irgendwie, der gibt die falsche Antwort. Äh aber gab's auf jeden Fall irgendwie überall, äh war überall in den Medien.
Tim Pritlove
Naja, das ist natürlich toll, ne? Ich meine, Wolfram Alpha ist äh hier eigentlich auch nochmal ein, ein Thema für sich, ne? Derzeit ist hier äh auf Platz eins das HTC Trophy Mobile Phone Black bereisen, weil es ich weiß ja nicht.
Linus Neumann
Ja, die müssen da auch noch ein bisschen optimieren.
Tim Pritlove
Schon lustig, ne? Wolfram Alpha, oh Mann, ja. Gut, äh wenn man das Thema beenden erstmal, was haben wir denn? Wir sind haben müssen nochmal nach Holland äh.
Linus Neumann
Wir müssen nochmal nach Holland zurück und zwar äh gab es dann auch einen Kommentar zu der letzten Sendung, dass ich ja gesagt habe, mit dem holländischen Netzneutralitätsgesetz, dass man sich dann solche Sperren wie Pirate Bay oder so eigentlich von der Backe putzen könnte. Diese Äußerungen meinerseits ähm kollidierte zeitlich sehr genau damit, dass äh es in Holland wieder eine ein Gerichtsurteil gehabt, was die zehn größten Provider dazu zwingt, den Zugang zu Pirate zu verhindern. Ähm jetzt ist es natürlich die Frage, erstens gibt's von diesem Netzneutralitätsgesetz nicht die ähm die endgültige Fassung. Zweitens sind natürlich Dinge, die als illegal, identifiziert sind, seien sie es jetzt oder nicht, äh aber das ist ja dann liegt ja dann im Auge der Gerichte. Äh grundsätzlich natürlich davon ausgeschlossen, ähm blockiert zu werden. Ja, also ähm insofern wahrscheinlich eine etwas sehr äh boldes Statement von meiner Seite, was ich so nicht halten kann. Es scheint also so zu sein, dass in Holland im Moment im äh wirklich eine Sperre von The Pirate Bay, angeordnet wird von Gerichten und auch durchgesetzt wird. Sondern zwanzig Domains, die irgendwie dann noch irgendwie oder irgendwie darauf irgendwie verlinken oder sonst was. Und die ISP ist kriegen äh sonst sehr empfindliche Strafen. Viertel Millionen Euro, wenn sie's irgendwie nicht irgendwie innerhalb kürzester Zeit umsetzen und so weiter. Also da muss ich also eventuell so ein bisschen zurückrudern. Wir müssen jetzt mal schauen, was ist, wenn dieses Gesetz wirklich in seiner letzten Ausformulierung ist, ob es dann wirklich eine Handhaber gibt. Als illegal bezeichnete oder als illegal identifizierte Seiten zugänglich machen zu müssen. Ich denke nicht, dass man dieses Netz neutralitätsgesetz in Holland ernsthaft am Ende so durchinterpretieren kann. Aber dann gibt's noch äh noch ein paar neue äh spannende Sachen, wenn man so von Pirate Bay redet. Es hat sich eine Firma äh dem Markt vorgestellt, mit dem Namen Pirat Pay, und die haben irgendwie ein bisschen Traffic Management für Klienten gemacht und haben offensichtlich, eine Möglichkeit gefunden Schwärme, zu zerstören, indem sie irgendwie die Kleins, die da drin sind, mit äh falschen Informationen fluten und das, was letztlich dazu führt, dass sie sich aus diesem, aus diesem tollen Schwarm äh disconnecten und nicht ähm. Nicht äh zu Ende herunterladen. Und die bieten jetzt ihr wollen jetzt ihre Dienstleistungen auf dem Markt anbieten, dass man also äh für so einen Preis zwischen zwölftausend und fünfzigtausend Euro äh quasi eine Datei. Ähm oder oder ein, ja, ein eine Datei, denke ich mal.
Tim Pritlove
Also ein Hashtag, ein oder mehrere Datei.
Linus Neumann
Ja oder sagen wir mal den Film und alles, was auf dazu zu finden ist, also dass sie diese Torens äh gezielt angreifen. Und äh quasi da den Download vermindern. Und jetzt bin ich ja oder verhindern. Äh sie haben von irgendeinem russischen Film behauptet, dass sie vierundvierzig tausendachthundertfünfundvierzig Transfers erfolgreich äh gestoppt hätten. Ähm jetzt stellt sich natürlich die Frage, ähm.
Tim Pritlove
Transfers im Sinne von so viele Dateien oder Übertragungsversuche dieser Dateien.
Linus Neumann
Das ist nämlich der Punkt. Also wie, ob da jetzt nicht wahrscheinlich einfach von den vierundvierzigtausend äh jeder fünfmal versucht hat, äh nachdem es abgebrochen ist, einfach neu herunterzuladen oder ähm wie viele auch vielleicht erfolgreich waren. Äh dazu machen sie also keine Angaben. Auf jeden Fall, die wollen dieses Produkt jetzt auf den Markt bringen. Ich denke.
Tim Pritlove
Vierundvierzigtausend klingt irgendwie in Internetdimension. Ja. Wie nichts.
Linus Neumann
Na ja, äh wenn wenn du Urheber der alten Schule bist und gehst davon aus, dass diese vierundvierzigtausend stattdessen ins Kino gehen, äh dann sind die.
Tim Pritlove
Klar, dass da irgendjemand jetzt glaubt, dass das eine relevante Zahl wäre, das kann ich mir durchaus äh vorstellen, nur.
Linus Neumann
Würdest du davon ausgehen, dass jeder Film mehr als vierundvierzigtausend Mal geschert wird im Internet?
Tim Pritlove
Du meinst jetzt mehr als vierundvierzigtausend Instanzen separat angeboten werden, deren Download dann komplett verhindert wird oder dass äh fünfundvierzigtausend Zugriffe auf die eine dann.
Linus Neumann
Fünfundvierzigtausend Clients wollen irgendwie diesen Film haben.
Tim Pritlove
Ja. Kommt jetzt echt mal auf einen Film an. Also es gibt Filme, die ist das keine nennenswerte Zahl. Und es gibt andere, ich meine, es ist ja auch so, das ist ja irgendwie das Absurde, die Filme, die auf und überhaupt in Torwart Netzwerken, das zeigen ja diese Toren Freak Statistiken regelmäßig.
Linus Neumann
Das sind die absoluten Erfolgs.
Tim Pritlove
Das sind genau die Dinger, die einfach Kohle machen. Und wenn das Filme sind, die keinen Schwanz interessieren, dann sind die auch nicht auf. Ich meine, das ist ja eh ein Mythos, dass man alles kriegt, Probiere mal irgendeinen Film, der dreißig Jahre alt ist, der dir jetzt jemand äh empfohlen hat, irgendein Arthaus, trallala, wertvoller Film, was weiß ich hier, Louis Bünuel oder so. Ruf mal auf, es nüscht, nichts ist da, sondern es sind nur die Sachen, die grade alle jetzt sofort haben wollen. Die oder die äh nicht totzukriegen sind, Star Wars und so weiter, ja? Und auch Star Wars, ich habe auch nicht so den Eindruck, dass äh George Luca ist jetzt schon irgendwie auf Hartz vier äh angekommen wäre. Ja, also es ist einfach.
Linus Neumann
Ziel noch nicht erreicht oder was.
Tim Pritlove
Vollkommen absurde Argumentation an der Stelle, weil dieses ganze nur. Widerspiegelt, was ohnehin Nachfrage da ist, nicht? Und in dem Moment, wo äh diese Nachfrage durch legale Angebote auch mal kompensiert wird, äh ändert sich das Verhalten auch gleich.
Linus Neumann
Also es gibt natürlich, das ist ja eine interessante eine interessante Korrelation. Wir haben einmal eine Korrelation irgendwie die Filme, die im Kino Erfolg haben, haben auch auf Erfolg, Und es gibt noch eine zweite Korrelation und das ist die Leute, die mehr runterladen, geben auch mehr Geld aus für Musik, Bücher oder was äh was ihr Herz begehrt.
Tim Pritlove
Na, was Freaks sind, weil die sich die Inspiration holen daheim.
Linus Neumann
Genau, sind beides, sind beides Korrelationen. Ähm, Man kann jetzt also einerseits sagen, siehste, so dass äh wir wir teilen mehr, wir geben euch aber auch mehr Geld, liebe Kulturindustrie, Ähm die andere Interpretation ist, die also diese mit diesen Daten müssen sich ja auch, müssen sich ja auch die äh Urheberrechtslobbyisten auseinandersetzen. Die interpretieren die Information, sodass sie sagen, ähm klar, jemand, der mehr Interesse an Kultur hat, der kauft mehr und der lädt auch mehr herunter. Ähm, Aber sie sagen, der lebt nicht, Kauft nicht deshalb mehr, weil er mehr herunterlädt. Ähm und bei der anderen Sache kann man also auch ein ganz klar sagen, dass es da eventuell also man könnte es so interpretieren, dass Pirate Bay als ähm, Werbeplattformen, auch die Zuschauerzahlen im Kino pusht. Man könnte aber natürlich auch einfach sagen, okay, es gibt Leute, die gucken im Kinofilme und es gibt Leute, die gucken auf Pirate Bay Filme und es gibt gute und schlechte Filme und diese beiden Phänomene stehen erstmal nicht ins, in einem Kausalzusammenhang, das irgendwie, also man könnte genauso gut sagen, ja klar, im Kino hat der Film Erfolg und deswegen wird er auf Pirate Bave vier runtergeladen, also da da sind die Kausalitätsrichtungen bei diesen Korrelationen nicht geklärt und deswegen versucht sie jeder auf seine Weise, Zu
Tim Pritlove
Verschiedene Interpretationsweisen. Ich sehe eigentlich relativ wenig anders. Man das ist einfach das äh, die bittere Distropubion erlaubt halt einfach den Zugriff auf Kulturgut, der einfach global nachgefragt ist sofort. So, ich meine, wenn die dann erstmal alles in die Kinos bringen und dann sechs Monate warten, bis sie in eine DVD rausbringen, ja, diese denn äh äh auf ewige Zeiten einen digitalen Download verunmöglichen, dann kann man sich einfach nicht wundern, ja. Ich glaube, dass gäbe es jetzt, Was weiß ich, hier werden James Cameron irgendwie seinen nächsten dicken Film rausbringt, hier Titanic, et cetera, Avatar, wenn der jetzt irgendwie nochmal irgendwie so ein Evergreen startet und schon wieder ein Thema gefunden hat, was irgendwie alle angucken wollen, So und dieser Film würde weltweit von Tag null an, digitaler Download ohne Kopierschutz irgendwie für fünf Dollar zum Verkauf stehen. Das wär. Meiner Meinung nach, ja, Liebe dann natürlich noch zu beweisen so, aber das wäre, Ja, mit irgendwie voller Qualität und nicht irgendwie tausendmal umkurdiert und äh äh die Tonspur fehlt und so weiter.
Linus Neumann
Der Schuhkarton.
Tim Pritlove
Mit mit allen Übersetzungen, mit allen Untertiteln, mit irgendwie ist das Ding in null Komma nix of Natürlich ist das Ding dann irgendwie da auch wahrscheinlich mit äh dreißigtausend Seedern am Start und wird irgendwie äh fünf Millionen mal runtergeladen. Aber es wird auch einfach eine unfassbare Zahl an Käufen geben, wahrscheinlich alles übersteigt, was sie im Kinoumsatz jemals gesehen haben.
Linus Neumann
Apropos Kinoumsatz, das wären natürlich die Freunde, die sich dann äh sehr beschweren würden, wenn der James Cameron diese Entscheidung treffe und das sind natürlich die äh Kinobetreiber, ne. Die haben ja.
Tim Pritlove
Sogar, das würde ich noch nicht mal als gesichert ansehen.
Linus Neumann
Sagen wir mal, gesichert ist nicht, dass sie zu Schaden kommen. Gesichert ist, dass sie sich auf jeden Fall beschweren würden.
Tim Pritlove
Ihre beschweren, würden sie sich? Die Frage ist nur, ob sie Grund dazu haben, also auch das, weil das, das Ding ist, es gibt halt Leute, die gehen ja, die gehen ja nicht deshalb ins Kino, weil das der einzige Ort ist, wo man sich den angucken kann, sondern sie gehen ja auch ins Kino, weil sie das cool finden, sowas in einem Kino zu erleben mit anderen Leuten, mit Popcorn und alles, was dazu gehört und Aufregung und ein hübsches Mädchen noch dabei und das ist ja auch eine, ja.
Linus Neumann
Echt, die gibt's da auch noch, oder was? Alles. Kino ist geil, Kino ist ein cooles Angebot und ähm ist auch ernsthaft nicht besonders.
Tim Pritlove
Ja, ich meine, du hast halt auch keine dreißig Meter Leinwand mit irgendwie deutlichste Rundprologic-Schnickschnack, äh ja, Dolce Ron-Prologic-Kasse, aber nicht hier mit dem ganzen TRX-Klimpeln et cetera, also ein Kino kann immer mehr bieten.
Linus Neumann
Ich habe auch keine Popcorn.
Tim Pritlove
Und das äh wenn man auch nochmal ein bisschen zurückschaut in die in die Kinovergangenheit, Ähm es gab ja mal dieses große Kinosterben, als das Fernsehen anfing, Fernsehen, äh also im Fernsehen, Hollywood und andere äh äh Filmproduktionen zu zeigen. Natürlich war da sofort der Finger dann auch so, ja, hier das Fernsehen, Ähm ist jetzt daran Schuld, dass die Kinokultur untergeht, weil die Leute können sich das ja auch zu Hause anschauen. Das war in gewisser Hinsicht auch so, solange das Fernsehen nämlich noch diesen Hauch des Neuen hatte. Das war ja ein Videorecorder kam auf und so und es war einfach diese unglaubliche Expansionsphase äh äh weltweit und besonders in Europa alle gesagt haben, oh ja, ein Fernseher zu Hause, jetzt habe ich hier Farbfernsehen und so weiter, natürlich im Kino immer noch eine ganz andere Nummer ist, das war zwar Film, uns alles nicht so digital und hübsch wie heute, aber im Vergleich zu dem, was du da in deinem Pahl Krissel, Oval, Bildschirm da irgendwie zu sehen bekamst, was da irgendwie von so einer schlecht magnetisierten äh äh Kassette raufgespielt wurde oder dann eben im Fernsehen halt mit mit Störungen und Hausantenne übertragen wurde. Das hatte nur den Reiz des Neuen. Die Kinobetreiber. Hatten dann diese Einbrüche und wie haben sie dann gekontert? Ja? Sie haben irgendwie ihre Kinos äh äh mit mit Trennwänden halbiert und noch mal halbiert und nochmal halbiert so kleine Kinokapseln da gebaut, mit irgendwie dreißig, haben die eigentliche Experience des Kinos komplett zerstört und das hat ihnen dann erstmal auch den Rest gegeben, während dann der, Gründer der CinemaxX Geschichte, Damals angefangen hat, all diese ganzen Kinos, die nicht mehr klar kamen, die vor allem die Programmkinos alle aufzukaufen, oder als Programmkinos für Liebhaber aufzumachen mit ordentlichem Ambiente und irgendwie gemütlichen Kinositzen und einfach alles in Ordnung, schönes Programmheft. Damit hat er so einen Erfolg gehabt, dass er dann angefangen hat, auch alle anderen Kinos zu kaufen und dann mit CinemaxX quasi die Multiplex-Kino Idee in diesen USA zu dem Zeitpunkt schon gab, auch nach äh äh Deutschland zu tragen und damit einfach unglaublich erfolgreich zu werden. Und warum? Weil die Leute nach wie vor ein Bedürfnis hatten an Erlebniskino in guter Qualität, weil's einfach eine Frage der Qualität ist Angebots ist.
Linus Neumann
Würdest du denn aber sagen, also es ist ja so, dass es äh was du gerade ja auch ansparst, dass es eine klare äh Regeln gibt, dass ein Kinofilm, Erst im Kino läuft, eine gewisse Zeit, dann kommt irgendwann die DVD, und dann irgendwann könnte der mal in der ARD oder im äh im äh RTL im Privatfernsehen mal im Fernsehen kommen. Das ist, glaube ich, eine Zeitraum von ich da gibt's klar definierte Fristen, aber ich glaube, das sind so anderthalb, zwei Jahre dauert das. Wenn ich jetzt irgendwie wenn irgend so ein fetter Bondfilm kommt, äh dann dauert das anderthalb Jahre, bis der wieder plakatiert ist, kommt, am Ostermontag auf SAT eins oder so, Ähm würdest du sagen, dass auch eventuell das eine Rolle gespielt hat, nämlich genau diese Exklusivierung, Exklusivisierung, die dann da auch stattgefunden hat.
Tim Pritlove
Eine Rolle bei was gespielt hat.
Linus Neumann
Bei der Rettung der Kinos. Gegenüber der, also der.
Tim Pritlove
Nö, also ich glaube, das ist alles vollkommen irrelevant, wann, wo was wie gezeigt wird, weil die Leute schon unterscheiden können, ob äh ob sie ins Kino gehen wollen und da dieses gemeinsame Erlebnis äh Ding auszuleben, ja? Oder ob sie lieber für ihrer Glotze in ihrem Heimkino sitzen. Ich meine, Klar haben viele Leute dann vielleicht auch sowas und finden das dann toll. Aber das sind auch die Leute, die nicht gerne ins Kino gehen. Also wer sich in seinem Wohnzimmer mit seinem dreißig Zoll, Fernseher eingemauert hat oder fünfzig Zoll oder keine Ahnung, Videoprojekte et cetera und das geil findet, so der ist nicht der Kinotyp, Ja, aber es gibt auch einfach genug Leute, die da ihre Ersparnisse unbedingt in so frickeliger Heimtechnik zu versenken und die ganze Zeit darüber irgendwie ihren Konsum da zu bedienen, deren Leben darauf nicht ausgestellt, sie aber eben gerne dieses Erlebnis Kino machen. Ich kann ja jetzt nicht im Einzelnen sagen.
Linus Neumann
Man könnte, man könnte sagen, die werden diskriminiert.
Tim Pritlove
Einfach ein anderes, es ist einfach etwas anderes, ja? Es ist einfach die Dienstleistung ist die Form der Darreichung und nicht die exklusive Zugänglichmachung des Contents als solchem. Und äh das ist, glaube ich, das, was, das gebiert. Und wenn Leute das halt einfach kaufen wollen und da fünf Dollar ausgeben für, Zehn, also der der Preis ist jetzt austauschbar. Ja, das würde wahrscheinlich auch mit höheren Beträgen wunderbar funktionieren, schon äh vor allem bei solchen Blockbustern, Und ich glaube, dass sich das eben auch dann gegenseitig einfach äh äh beschleunigt, weil natürlich dann nach zwei Stunden klar ist, dass das jetzt der Film ist, den alle sehen wollen dann würde es mich auch überhaupt nicht wundern, wenn noch mehr Leute dann das auch im Kino haben wollen.
Linus Neumann
Ja ja, also ja.
Tim Pritlove
Also das, was ganz im Gegenteil nicht in Konkurrenz steht so, aber das ist eine Debatte, die wird jetzt auch schon seit äh Jahrzehnten geführt, aber ich kann dem einfach relativ wenig äh gewinnen, ne? Ich meine iTunes hat es für Musik gezeigt und ich denke, das kann eigentlich auch äh in dem Bereich genauso funktionieren. Im Übrigen gilt das auch für Bücher.
Linus Neumann
Um kurz noch zu diesem Pirate zurückzukommen. Ich würde da einfach nur die Frage stellen ähm also ich denke, dass was auch immer für einen Angriff, die auf die Betonschwärme fahren, dass das relativ bald äh mitigiert wird oder von jemand anderem kopiert wird, sodass man dieser Firma nicht das Geld gibt und die andere Frage ist, hat er im Moment eigentlich jemand Interesse daran, wirklich zu verhindern, das wäre mal interessant, macht das jemand? Oder sagen die, nee, nee, ähm mit Abmahnung, das läuft schon ganz gut gerade das Business. Ähm.
Tim Pritlove
Beziehungsweise eigentlich finden wir das auch ganz geil, dass es irgendwie da äh geteilt wird.
Linus Neumann
Wird so ein bisschen die Stunde der Wahrheit werden, äh wenn wenn diese Firma sich ernsthaft äh mit einem vernünftigen Produkt am Markt äh positioniert, wovon ich erstmal nicht ausgehe. Ja.
Tim Pritlove
Was für ein scheiß Name. Ich meine, wer wird denn da bezahlt? Die Pi.
Linus Neumann
Microsoft hat hunderttausend Dollar in die Bude investiert. Was von Microsoft jetzt eigentlich nicht unbedingt der große Schulterschlag ist, wenn du hunderttausend kriegst von Microsoft. Aber immerhin harten sie über. Ähm, noch kurz traurige Nachricht oder ja äh Peter Sunde hat ein Gnadengesuch gestellt, was den was sein.
Tim Pritlove
Hast du jetzt eigentlich auch schon in den nächsten Teil rein oder? Nee, ach so, ja, okay.
Linus Neumann
Fließender Übergang. Peter Peter Sunde hat ein Gnadengesuch gestellt gegen seine äh gegen seinen Haftantritt, der ist ja verurteilt zu acht Monaten äh und hat jetzt mit.
Tim Pritlove
Peter Sunde, einer der Mitgründer von.
Linus Neumann
Und Gründer von Fledder. Wie erwähnten es? Äh, Ist also jetzt rechtskräftig verurteilt zu acht Monaten Haft und hat jetzt äh gesagt, dass er aus gesundheitlichen Gründen und äh zum Wohle Flatters ganz gerne äh darum bitten möchte, dass, er entweder äh eine Begnadigung bekommt oder äh zumindest dieser Haftantritt äh sich verschieben lässt. Eher äh gesundheitlich in der Lage ist und Flatter ausreichend international positioniert ist, dass man nicht mehr seine Prominenz äh zum Erfolg dieses äh Geschäftes braucht und der Frederik Nay ebenfalls ähm, Mitgründer von The Pipe Bay und auch zu einer ähnlichen Haftstrafe verurteilt, der hat jetzt äh wegen ähm Meinungsfreiheit an den, EuGH appelliert. Und quasi wehrt sich gegen seine Verurteilung am EuGH. Werden wir sehen, ob der EuGH sich dieser Sache annimmt. Wäre aber ganz spannend ähm weil, Im Hinblick im Hinblick darauf, dass Google sich auch auf Meinungsfreiheit bei ihren Ergebnissen ähm, beruft, wer wär's halt mal eine ganz spannende Frage, ob äh ob Pirat Bay jetzt von der Meinungsfreiheit äh ist. Und dann gibt's ja noch den vier äh den Dritten, das war der, ah jetzt habe ich den Namen grade vergessen, äh der ist untergetaucht, der äh hat hätte, glaube ich, im Januar schon seine zwölf Monate antreten müssen und äh den da weiß man aber nicht, wo der ist. Das heißt, der entzieht sich gerade auf äh physische Art und Weise. Äh, diesem Urteil. Also Pirate Bay, Leute, ähm wehren sich immer noch gegen gegen ihre Verurteilung.
Tim Pritlove
Beziehungsweise gegen die Vollstreckung. Hat der hat der Peter Sunne gesagt, was was sein gesundheitliches äh äh Problem an der Stelle ist.
Linus Neumann
Nicht weiter drauf eingegangen.
Tim Pritlove
Also in den Berichten wurde nicht darauf eingegangen oder eher.
Linus Neumann
Nee, nee, er hat's also auch äh spezifisch nicht weiter darauf äh.
Tim Pritlove
Irgendjemand muss das ja gesagt haben, was der Grund ist.
Linus Neumann
Das ist richtig, aber jetzt zumindest nicht öffentlich gemacht.
Tim Pritlove
Okay, verstehe, okay, alles klar. Hm, Na ja, also ich glaube nicht unbedingt, dass man damit rechnen kann, dass er darum herum kommt. Ähm zumindest wüsste ich nichts, äh ja, ist allerdings wohl durchaus äh optimistisch, dass er das noch. Verschoben bekommt, weil er auch irgendwie für die nächsten Wochen Reisen angekündigt hat et cetera, also ist mir so ein bisschen unklar, was da jetzt eigentlich ähm, also wie stark jetzt da grade der Staat eigentlich nach ihm greift, ja und, also ob sie überhaupt noch ausreisen lassen oder sonst irgendwas. Äh ich weiß auch nicht unbedingt, ob er so als jemand eingeschätzt wird, der jetzt unter großer ähm, Gefahr steht, weil er ja eigentlich.
Linus Neumann
Sehr bekannt ist.
Tim Pritlove
Naja, einerseits war er sehr bekannt ist und weil er eigentlich von seiner Freiheit jetzt nicht viel hätte, wenn er eben nicht genau das tun kann, was er sowieso macht. Und das sind halt viele öffentliche Auftritte, also, aber ich habe keine Ahnung, wie das eingeschätzt wird und es wird, interessant sein, äh wie das äh läuft. Am Ende acht Monate Knast ist keine. Ähm das ist nichts, was man sich äh besonders wünschen könnte oder was man auch ihm besonders wünschen äh würde, ich kann nur hoffen, dass er da die mentale Stärke äh äh besitzt, da einfach durchzumarschieren und äh am Ende da wie für eine wieder aus der Asche, hervorzutreten, denn er ist einfach, ich weiß nicht, du hast den wahrscheinlich auch schon paar Mal persönlich, gelernt, ist einfach ein ausgesprochen beeindruckender Mensch, der ähm auch wenn man nicht vielleicht immer seine Argumentation jetzt so ohne Weiteres teilt, zumindest irgendwie klare Meinung auch äh hat zu diesem ganzen Geschehen, sehr visionär auf dieses Netz und die kulturelle Entwicklung dieses Planetens, äh äh blickt und da einfach eine Menge ähm auch sagen wir mal auf so einer, wie soll man denn das nennen? Also er ist er ist extrem viel auf so Meetings, ja, wo man äh so als Normalsterblicher nicht so ohne Weiteres hinkommt. Er ist extrem gut vernetzt und äh sehr hoch angesehen, was eben so diese ganze äh intellektuelle Debatte auf so einer Metaebene äh äh die so weltweit stattfindet, betrifft und ähm, spielt da eben seine Rolle und ist da äh auch respektiert. Und ähm ich glaube, dass, Das jetzt, dass dieser Haft, wenn sie den Eintritt äh äh bestenfalls eine Zäsur ist an an der Stelle.
Linus Neumann
Ja, aber es, also ich, ich, Erstens, dass er das relativ gut wegstecken würde, wie du schon sagst, trotzdem äh würde ich das als ein sehr traurigen Tag interpretieren für mich selber zu wissen, dass er äh in Haft gehen muss. Also das wär wäre für mich schon irgendwie so ein ähm, sagen wir mal mit sehr, sehr trauriger ähm Moment, der das zu sehen, dass das ihm das.
Tim Pritlove
Naja, na klar. Kein, keine Frage.
Linus Neumann
Womit wir beim letzten Thema für heute wären, hat noch mit Peter Sohne zu tun, nämlich Fletter. Ja, also wie gesagt, ich habe das ja schon mal gesagt, Peter Sohne hat uns nicht nur den Pirate gebracht, sondern auch den und ähm, Jetzt gibt's bei Instacast dem ähm ersten. Podcast der Flatter Integration hatte.
Tim Pritlove
Die erste Software überhaupt, die Flatter-Integration hatte.
Linus Neumann
Was ein bisschen, glaube ich, äh auch auf deine dein freundliches äh auf deinen freundlichen Hinweis ein bisschen zurückging.
Tim Pritlove
War da aktiv, ja.
Linus Neumann
Und ähm er hat dafür ja auch einen Preis bekommen, ne. Also irgendwie eine es war doch irgendwas ausgelobt von.
Tim Pritlove
Hat er nicht den ersten Preis gemacht, aber weil er, ja gut, es gab da halt so diese Developer-Challenge et cetera äh, Nicht nicht nicht weiter relevant. Auf jeden Fall hat das schon eine Menge bewegt. Also das das äh da Flatter integriert war. Das hat äh erstens gut funktioniert und funktioniert ja in gewisser Hinsicht auch immer noch. Ähm und ähm, hat wohl auch gezeigt, dass das ähm ein Weg ist für Popularität doch enorm zuzunehmen.
Linus Neumann
Und leider sagte jetzt, als er ein Major-Update seiner äh Software rausgeben wollte in den Apple Store, sagte Apple dann, äh ja, ähm. David heißt der, ne? Martin, lieber Martin, ähm guck doch mal bitte unsere Guidelines an, steht doch drin, dass irgendwie keine Kohle verteilt wird äh außer über unsere Verdaffe vorgegebene Infrastruktur.
Tim Pritlove
Also noch ein bisschen komplexer, also erstmal ähm für die Leute, die noch immer noch nicht verstanden haben, wie funktioniert als kleiner also die Kernidee ist, man äh hat Geld auf dem Flatterkonto, das bewegt man da äh einmalig irgendwie hin und dann von diesem Kuchen kummiert man ein monatlich ein festen, aber wird die Zeit auch mal wieder anpassbaren Betrag äh ins Netz und wer dann davon einen Anteil bekommt, das bestimmt man durch diese Flatterklicks. Das heißt, die eigentliche Zahlungstransaktion findet halt innerhalb von, wird er monatlich irgendwie ausgeklingelt und durch diese Flatterklicks bestimmt man einfach nur, wer noch an diesem Kuchen, den man da austeilt, wie groß auch immer sein mag, dran teilnimmt. In dem Moment, wo eine Software Flatter integriert, übernimmt quasi die Applikation, die Funktion dieses Flatterknopfes, wie man ihn auf Webseiten findet und, Dot com weiß eben auch, dass das jetzt durch diese Applikation durchgegangen ist, et cetera und es hat den Vorteil, dass man sich nicht immer wieder anmelden muss und Web Cookies in dieser ganzen Climbin, sondern das geht eben so modern über O aus äh authentifizierung, wie man sie eben loggen sie sich über Facebook ein et cetera und wittern natürlich vor allem schon ganz gut kennen durfte. Jetzt. Ist diese äh Integration schon eine Weile drin und war wahrscheinlich bei Apple noch nie so richtig auf dem Radar, also in der Version eins fünf von, ist ja ist ja nicht nur eine Software, sondern ist ja genau genommen zwei. Es ist Insta-Cast und eine äh dieser sogenannte HD-Version für das iPad die sich ein bisschen anders bedient und er hat dann jetzt eine Version zwei null, von beiden herausgebracht, interessanterweise kam die iPhone-Version dann auch erstmal problemlos durch und bei der HD Version gab's dann eben diese Einwände. Die Frage ist natürlich jetzt, wie bewertet Apple äh Dusp Apples Guidelines sagen erstens, du darfst halt jetzt hier nix an uns vorbei verkaufen, in deiner App, also wenn's so eine Kauftransaktion gibt, dann hat das eben gefälligst über unser Storesystem zu funktionieren und wir kriegen dann unseren Share von dreißig Prozent. Andererseits sagen sie auch, wenn du Spenden für Charity Organisations ähm hast, dann muss das äh, los sein, also dann darf.
Linus Neumann
Hast du daran nicht verdienen.
Tim Pritlove
Genau, dann darfst du daran nicht äh äh verdienen. Jetzt ist es so, dass eben bei Fletter es explizit auch noch eine Unterstützung gibt für Organisations, wo dann Flater auch auf ihren eigenen Anteil verzichtet, Und ich bin mir nicht ganz so sicher, ob das nicht auch bedeutet, dass die Apps, die ja an jedem Flatter-Klick auch nochmal fünf Prozent, also nicht auch nochmal, sondern vielleichter Teil die zehn Prozent, die sie normalerweise nehmen, dann mit dieser Applikation. Ob in dem Fall, da ja die Transaktion kein, Bonus für Flatter hat, ob der Bonus dann eben auch für die Ups wegfällt. Ich weiß es nicht genau, ich vermute es aber. Sodass an der Stelle wahrscheinlich auch so argumentiert werden könnte, dass das dann tatsächlich so ist. Ähm inwieweit sie sich jetzt an dem Rest und dem eigentlichen Kernfunktion äh stören äh kann ich kann man schwer beurteilen, Es ist ja nicht so, dass es keine anderen Anwendungen im iOS Store gäbe, die auch so Ausschüttungsmodelle im Hintergrund haben, wie zum Beispiel, die ja auch so Geld einnehmen für Autoren et cetera und auch diese Software befinden sich ja im App Store. Ich muss zugeben, dass trotz des ganzen was da in den letzten Wochen rund um Rede bildet, die sich abgefeiert hat Ähm ich weiß nicht, ob du das mitbekommen hast, aber da gibt's dann eben weil die halt Geld nehmen, äh das quasi schon mal vorrätig halten und es dann weiterleiten, wenn ein Autor sagt, ja jetzt benutze ich, jetzt will ich auch bei euch mitspielen und jetzt gibt mir mal das Geld, was ihr schon für mich eingenommen habt. Es gibt sowas ähnliches bei Flatter. Das funktionierte aber grundsätzlich anders, nämlich Wenn du jetzt jemanden flettern willst, der noch gar nicht an Flatter teilnimmt und du äh referenzierst ihn über etwas, wo später das bewiesen werden kann, was weiß ich, dein Twitter-Account, ja, ich könnte sagen, hier der den äh will ich jetzt mal flettern und äh Flatter weiß aber gar nichts von dir dann wird dieser Klick erstmal vorgemerkt. Das ist so ein sogenannter Pending-Click und äh der hat keinerlei finanzieller Auswirkungen, das heißt, der wird auch nicht am Ende des Monats eingezogen. Bis du dann eben wirklich mal kommst und sagst, hier ich bin derjenige, der jetzt hier durch so einen Twitter-O-Aus-Login beweisen kann, dass ich das jetzt auch wirklich bin mit diesem Account erst dann bekommst du in dem Monat, wo du das durchführst, dass diesen Klick und sollte es halt eine Subscribchen sein oder so, dann entsprechend auch weitere. Ab dem Moment ist dann diese Assoziation auch klar. Ähnliche Integration gibt es auch in andere äh Netze, also, Facebook weiß ich jetzt nicht ganz genau, das scheint da aus irgendwelchen Gründen so noch nicht drin zu sein, aber wir haben ja jetzt auch äh in ihrer Api zum Beispiel vorgesehen, dass du, wenn du jetzt dein dein eigenes social Network hast, Ja, sagen wir mal, du hast so was wie. Ähm keine Ahnung, mir fällt immer nur als gutes Beispiel ein hier von Mekabod, diese Community Plattform, wo die Leute ihre drei D Designs sharen, wo sie ja optional, wenn die Leute einen Flatterklick haben, auch, schon dann den Button anzeigen und wenn die dann künftig auch mit dieser neuen AP ähm losmarschieren, was die wohl auch vorhaben, soweit ich da informiert bin, dann ähm könnten sie eben quasi auch schon ähm für User einen Flatterbutton anbieten, die noch gar keinen Flat-Account haben, eben dann so mit Flatter verworben sind hintenrum, dass dann eben später der User sieht, ah, jetzt wollen mich dreißig Leute haben hier schon so einen Klick gegeben, ich bin da aber noch gar nicht auf der Plattform, mal habe nichts davon, dann gehe ich da halt hin und sage ja, hier ist mein, jetzt habe ich mich hier hintenrum authentifiziert. Äh ab jetzt äh äh will ich mir das eben auch holen. Was auch eigentlich eine extrem, coole Sache ist. Na ja, zurück zu Instacast, jetzt hängen halt diese Updates, das heißt, dieses HRD zwo null ist noch gar nicht rausgekommen. Bei dem, bei der iPhone-Version, wo die zwei null ja schon durch war, hängt jetzt das Update auf die zwei null eins. Das muss man jetzt mal abwarten. Also ich bin da noch nicht bereit, da groß zu verteufeln. Das wäre natürlich eine große Enttäuschung, wenn Apple ähm entscheidet, dass das mit ihren Store Guide Lines nicht zu vereinbaren ist.
Linus Neumann
So und dann muss ich jetzt wirklich mal sagen, da ähm natürlich, also auch da, wie eigentlich in der ganzen Sendung, äh sage ich ja schon immer so, dass ich irgendwie wir müssen halt verstehen, worauf wir uns da einlassen und selbstverständlich, ne, wir haben diese iPhones halt gekauft und äh es ist klar, wenn wir sie nicht jäh breaken, dann äh bestimmt Apple, was da drauf zu funktionieren hat und was nicht. Ähm und man kann auch deren Rationale dahinter das Payment-Modelle nur über sie laufen dürfen, verstehen, weil ähm sonst würde ja jeder äh vielleicht seine App gratis über den App Store anbieten und privat äh das Upgrade zum Pro oder so verkaufen, ja? Ähm aber eine also. Die Tatsache, dass es im Raum schwebt, dass Apple eventuell dieses Flatter. Von einer kompletten, von einer kompletten Gerätefamilie. Von zwei Geräte von mir, ein Tablet und iPhones ähm rauszerrt. Ähm das ist schon eine ein sehr krasser Einschnitt, ähm und das ist schon eine, denke ich, eine eine Richtlinie, die sie dann da für ihre Apps.
Tim Pritlove
Was heißt rauszerrt? Also ihre Argumentation ist natürlich ob sie die überhaupt zulassen. So, ja nur weil da jetzt.
Linus Neumann
Ja genau, aber sie sagen, dass das verbieten wir. Es stünde im Raum.
Tim Pritlove
Noch sagen sie das nicht.
Linus Neumann
Noch sagen sie's nicht, aber aber wenn sie also diese Macht, die sie da zeigen würden, wenn sie das täten, ähm wäre.
Tim Pritlove
Hatten wir jetzt schon hunderttausend Mal diesen Fall. Das ist halt einfach äh we make the rolls, ne? Also das ist halt äh das ist halt einfach sie haben nie was anderes behauptet so. Ja, also man kann dir da zumindest keine Doppelzüngigkeit äh vorwerfen, ne.
Linus Neumann
Absolut nicht, aber meint, nee, absolut nicht, jedes Mal nicht. Sie haben das immer so behauptet, dann muss man sich auch irgendwie klar, das weiß, sollte man wissen, wenn man so ein Gerät kauft, dann sollte man wissen, wenn man dafür Software entwickelt. Schön ist das trotzdem nicht. Schön ist das nicht.
Tim Pritlove
Nö, das ist nicht toll. Ich meine, man müsste sich jetzt auch mal überlegen, was denn das eigentlich bedeuten würde. Ja, also angenommen äh Flatter wäre jetzt tatsächlich ein ähm Dienst, der ihrer Meinung nach da einfach nichts zu suchen hat, beziehungsweise der, wenn er da äh sein will eben auch ein Beteiligungsmodell für Apple äh vorsieht. Das würde wiederum bedeuten, dass halt dreißig Prozent der Umsätze bei Apple hängen bleiben müssten, sprich dass von jedem der also das, technisch sehr, sehr, sehr schwierig, ja, weil ja zu dem Zeitpunkt des Klicks und das ist, glaube ich, jetzt auch Teil der Argumentation von äh also, kannst mal davon ausgehen, dass da jetzt grade im Hintergrund, eine Menge diskutiert wird, ja? Teil der Argumentation wird sicherlich sein, dass er mit diesem Klick überhaupt gar keine finanzielle Transaktion stattfindet, Ja, also das ist ja kein, ich kaufe mal was, sondern es ist eben, eine eine extrem innovative Ansatz an Geldverteilung, ne? Äh der eben tatsächlich zum Zeitpunkt der Interaktion mit der App.
Linus Neumann
Nicht definiert, wie viel Geld da grade transferiert wird.
Tim Pritlove
Also man kann diesen Anteil sozusagen zu diesem Zeitpunkt gar nicht bilden. Theoretisch könnte man natürlich dann hintenrum sagen, ja, wenn Flatter aber jetzt hier mitzählt, wie viel ähm Klicks durch diese App auf eine iOS-Plattform stattgefunden haben, dann gehen dann eben nicht nur die üblichen zehn Prozent, runter, sondern nochmal dreißig Prozent für Apple, was hanebüchen wäre, ja und was sicherlich auch dann nicht getragen werden würde von äh Flatter, Geschweige denn von den Usern, ähm ja, wäre doch mal ein anderes Ding, aber das ist schwierig zu beurteilen, weil ich meine, was ist denn dann mit wo die ab eben gewisser Hinsicht auch an diesem Ökosystem teilnimmt auch wenn's da wiederum andere Schritte sind, ne? Naja, also es ist sehr schwer zu beurteilen zu diesem Zeitpunkt, wie das ausgeht, äh. Ich wäre.
Linus Neumann
Wir wir.
Tim Pritlove
Überrascht, wenn Apple da hart bleibt, aber ich weiß es halt nicht, ne.
Linus Neumann
Zeigt wirklich mal so was, was eben, in was für eine Welt wir uns begeben, wenn wir wirklich Rechner haben, die auf denen wir als Nutzer eingeschlossen sind. Ich weiß, dass du das da jetzt gerne wieder relativierst und wir haben's, man muss ja auch einfach sagen, wir haben uns ja alle darauf eingelassen, als wir diese Geräte gekauft haben. Aber ähm. Die grundsätzliche Idee irgendwie so Geräte zu kaufen deren Herrmann nicht ist ohne weiteres wo man nicht ein Administrator Zugang hat wo man noch nicht mal selber für Programmieren kann ohne irgendwie so ein Developer Account zu haben, Ist erstmal eine relativ schlechte Idee.
Tim Pritlove
Ja, also es hat viele Facetten, ne? Also das ist äh immer, immer, immer einfach da zu sagen, das ist jetzt irgendwie eine schlechte äh Idee und im nächsten Moment reden wir dann wieder über Security und es ist auf einmal wieder eine verdammt. So, ne? Also das das ist halt einfach nicht so einfach zu bewerten und ähm was für mich eigentlich noch. Die größere Frage dahinter ist es eben ganz konkret, wie sieht das eigentlich mit der Zukunft von Payment-Systemen an sich aus? Weil, ich meine, wenn irgendetwas Innovation braucht im Internet, dann ist es Payment. Hängen wir einfach an Systemen dran, ja? Kreditkarten, Realitäten, Banken Man sieht, wie Innovationsfreude von Banken, da braucht man sich nur seine Online-Banking äh äh Welt mal genauer anzuschauen, wenn's denn überhaupt eine gibt das ist einfach mal der World Garden schlechthin, ja? Also Apple irgendwie ein Klacks dagegen, auch wenn man, davon ausgehen kann, dass Apple irgendwann seine Geräte macht und seine äh Userzahlen und äh ich meine, man muss sich mal nur anschauen, wie viele Leute ein iTunes Account haben, wo, buchbare Kreditkarteninformationen und ähnliches hinterlegt sind, wenn sie und davon gehe ich eigentlich aus, dass sie das irgendwann tun werden, wenn ich jetzt dieses Jahr in irgendeiner Zukunft, sich auch selbst zu einem Payment Prozessor hin entwickeln, dass sie sagen, ja, zahl das doch mit iTunes.
Linus Neumann
Ja. Ja.
Tim Pritlove
Oder wie auch immer Sie das dann nennen, ja, also zahl das mit deiner Apple ID. Ja, ja, I-Pay, Und dann müssen wir alle zahlen, So, ne? Und natürlich ist es wieder einfach und funktioniert und trallala und wird sich durchsetzen, gar keine Frage. Ne, nur was ist eben mit äh mit anderen Systemen, die andere Transaktionsmodelle verfolgen und äh eine Liberalisierung auch dieser ganzen Zahlungswege theoretisch ermöglichen bis hin natürlich im Falle von Flater, was es eben auch mit Alternativen, Finanzierungsmodellen, die einfach über das normale ich bezahle für einen Kauf hinausgehen, ist wirklich eine Frage, für die ich keine Antwort habe.
Linus Neumann
Zum Glück haben wir weise Personen, die über solche Sachen Gedanken machen.
Tim Pritlove
Die wir aber nicht sind.
Linus Neumann
Nee, genau, auf die wir zurückgreifen. Ähm ich denke, damit haben wir heute mal eine etwas längere Episode wieder gemacht.
Tim Pritlove
Es war ein bisschen heftig. Jetzt hast du nur so Themen rausgesucht, die alle so zu so einem epischen äh äh Miandern äh eingeladen haben. Nein, nein, Vorwurf wäre ja.
Linus Neumann
Vorwürfe, okay? Am Ende macht er mich hier fertig. Wenn wenn wir gleich fertig sind, dann kriege ich Anschiss vom Chef, ja?
Tim Pritlove
Ich bin noch hier.
Linus Neumann
Nee, los, wir können hier nicht so. Ich habe dir gesagt, dreiviertel Stunde. Ähm ich wollte noch kurz einen Podcast planken, haben wir sehr selten ähm aber Netzkinder, Netzkinder AT, von Thomas Lohninger, der ja auch schon bei uns zu Besuch war, das war die Folge, in der wir uns viel mit Österreich auseinandergesetzt haben und der macht den Podcast Netzkinder zusammen mit, Moment, den Namen muss ich jetzt kurz noch heraussuchen und die haben auf jeden Fall in der aktuellen Folge einen äh eine Person, die von. Von dem Vorwurf oder, Ziel des Vorwurfs war, äh sich enormes angeschlossen zu haben und dort irgendwie eine Führungsposition oder sowas äh zu haben. Und äh da gibt's ein längeres Gespräch, auch gute zwei Stunden von Thomas mit, Michael Renner, ja und wer wohl auch bei diesem Podcast noch dabei ist, ist, also der macht auch Netzkinder, aber dieser dieser dieses Gespräch ist erstmal nur Thomas und Michael Renner, kann man auf jeden Fall ähm empfehlen, die Polizei und das Internet heißt die Folge und gibt ähm Tipps für den souveränen Umgang mit unseren Freunden und Helfern, Folge eins sei einfach mal hier empfohlen und der Podcast generell auch insbesondere für die österreichischen Hörer, die uns ja auch damals so freundlich gedankt haben, dass wir uns der, Thematik in Österreich angenommen haben und das macht Thomas da sehr gut.
Tim Pritlove
Genau, jetzt schleimen wir uns noch weiter ein, indem wir jetzt auch noch die Podcasts zu empfehlen.
Linus Neumann
Und er hält sich, glaube ich, sehr äh gut an die äh Definition, wenn ich mir das so anschaue.
Tim Pritlove
Ja, das ähm habe ich mir auch gerade hier.
Linus Neumann
Er war ja auch beim Meeting, also hat er da auch sein Teil von mitgenommen. Also, Empfehlung eines Podcasts.
Tim Pritlove
Gut. Und damit war's das hier.
Linus Neumann
Damit empfehlen wir uns.
Tim Pritlove
Damit empfehlen wir uns ähm und äh ja, eine weitere überlange Folge, aber das muss auch manchmal sein.
Linus Neumann
Ich quatsche da ganz gerne mit dir. Bitte sei jetzt nicht so böse.
Tim Pritlove
Nee, ich find's auch grad immer immer total knorke.
Linus Neumann
Bitte schlag mich gleich nicht.
Tim Pritlove
Gut, nächste Woche geht's weiter. Bis bald. Bis dahin. Ciao, ciao.
Linus Neumann
Bis dahin, ciao, ciao.

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Shownotes

Anonymous „leakt“ Urheber-Adressen

Mit der dem Kommentar „If you won’t stop this shit we will dox and dox and dox! nom nom, expect us!“ erschien eine Adressliste der Unterzeichner des Urheber-Appells (LNP023 berichtete). Verlage und Politik skandalisieren diese Vorlage dankbar.

BKA scheitert am Bundestrojaner

Im Spiegel lässt das BKA verlauten, dass es sich der Aufgabe, einen Staatstrojaner zu entwickeln, nicht gewachsen sieht. Wir schweifen schnell ab in einen kleinen Exkurs zum Internationalen Handel mit Exploits.

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Google präsentiert eine Studie, die nicht in Abrede stellt, dass Suchmaschinenergebnisse manipuliert sind, und die Manipulation mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung rechtfertigt.

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Im Kampf gegen Piratebay gibt es Sperren, technische Methoden, die Torrents angeblich ‚kaputt‘ machen – und Haftstrafen, denen die Gründer gerne entgehen möchten.

Flattr und der iOS App Store

Der Podcast Client Instacast hadert gerade mit den Richtlinien des iOS App Stores. Die Integration der Micropayment-Plattform Flattr ist Stein des Anstoßes.

Epilog

Insbesondere unseren österreichischen Hörern empfehlen wir das Podcast-Projekt unseres Gasts aus LNP017, Thomas Lohninger.