LNP135 Ein Lizenzangebot, das wir nicht ablehnen können

Feedback — Vorratsdatenspeicherung — BSI und der Staatstrojaner — GCHQ-Überwachung jetzt legal — SAP — Termine

Nach einer terminbedingten Pause von einer Woche nehmen wir wieder den Betrieb auf und versorgen Euch mit allerlei Feedback (keep it coming), ein paar Klassikern der netzpolitischen Diskussion und einen Einblick in die Welt der Enterprise Software. Und es gibt endlich auch mal wieder einen Terminblock. Alles drin, was der Netzpolitiker von morgen braucht.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann 0:00:00
Guten Morgen Lino. Guten Morgen, Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Weißt du,Wer in Europa Rat sucht, findet diesen selten im Europarat, aber häufig auch nicht im Rat der EU und noch weniger im Europäischen Rat. Da macht sich ja Ratlosigkeit breit. Hitze auch nicht geraten, oder?
Linus Neumann 0:00:19
Nee.
Tim Pritlove 0:00:40
Guter Rat ist teuer und den äh gibt's hier kostenlos bei Logbuch Netzpolitik, jetzt schon in der einhundertfünfunddreißigsten Iteration. Ja,Hammer. Wir sind ja auch immer gut beraten, wenn äh unsere Hörer auf uns ähm wieder zurückkommen und ähm uns korrigieren beziehungsweise Hinweise äh geben auf mögliche Missstände in unserer Berichterstattung.
Linus Neumann 0:01:06
Missstände. Also es gab die letzte Folge wurde relativ viel kommentiert, aus irgendwelchen Gründen scheinen wir da.
Tim Pritlove 0:01:14
Es könnte daran liegen, dass wir jetzt so äh offensiv auf das Feedback zugehen und es hier einbauen.
Linus Neumann 0:01:20
Ja, ich überlege ja, ob wir das überhaupt tun sollten,Letzte Woche bei äh wann war das letzte Woche, war das, lief das, glaube ich, irgendwie im Fernsehen. Äh so eine Sendung, ähm wie heißt, kennst du Zapp? Ja. Kommt im Fernsehen, ZDF oder so was ist das, ne?ID oder so. Ähm,Da haben die haben sich für Trolle interessiert und da habe ich, habe ich über haben sie mich zu meinen Gedanken dazu gefragt, dass ja einige äh Redaktionen jetzt keine ähm keine Kommentare mehr haben oder so, dann.
Tim Pritlove 0:01:53
Das Medienmagazin, NDR.
Linus Neumann 0:01:55
Können wir ja auch mal verlinken. Ja.
Tim Pritlove 0:01:59
Also was Lukes gesagt?
Linus Neumann 0:02:00
Ja, aber das haben sie natürlich nicht gezeigt. Ich bin gerade noch in Verhandlungen mit denen, dass die äh das Gesamtinterview zeigen. Die haben so eine äh,die haben eigentlich so eine Praxis, dass sie das gesamte Interview zeigen, was eigentlich ein ganz gutes Gespräch war und äh sie haben da dann nur einen bestimmten Themenbereich rausgenommen, nämlich eben die Redaktionen und,sie so ein bisschen ignoriert haben, wann meine allgemeinen Erwägungen zu ähm zu träumen und so. Na ja, egal.
Tim Pritlove 0:02:27
Tja, ist halt teuer, ne, die Sendeminute.
Linus Neumann 0:02:30
Minute ist teuer und davon kriege ich nicht viel.Ja, okay, aber wir wir sind abgeschwiffen. Ähm.
Tim Pritlove 0:02:40
Top Kandidat des Feedbacks waren unsere Ausführungen zum Thema Telemedizin,ganze Zusammenhang mit den Äußerungen von Herrn Öttinger, wir erinnern uns, Taliban und sound seinen Forderungen äh bezüglich einer Netzneutralität äh mit Einschränkungen, damit man ja auch noch äh bei zweihundertzwanzig auf der Autobahn Notoperation durchführen kann.
Linus Neumann 0:03:03
Wenn einer von rechts kommt.
Tim Pritlove 0:03:04
Genau.
Linus Neumann 0:03:07
Das hätte der eigentlich noch direkt sagen können, ne, dass man quasi die Telemedizin ins Auto einbauen, dann sparst du nochmal sieben Minuten, bis die Rettungskräfte da sind. Das sollten wir dir mal empfehlen. Ähm.
Tim Pritlove 0:03:19
Ich habe dir den Eindruck, hier müsste mal die Internetambulanz kommen und irgendwelche Leute irgendwo hinfahren.
Linus Neumann 0:03:24
Die Debatte war ja der der Kern meiner Aussage war ja, dass er mit Beispielen daher kommt, die nicht realistisch sind,Und die nämlich heutzutage in dieser Form nicht stattfinden beziehungsweise die als Netzneutralitätsverletzungen heutzutage nicht stattfinden.Und deswegen da auch kein Regulierungsbedarf besteht. Die Kommentare bestätigen das größtenteils,Aber ähm weisen darauf hin, dass es tatsächlich Telemedizin gibt,So kommentiert one not to be seen. Das mit der Telemedizin ist in Deutschland verbreiteter als man glauben mag, auch Echtzeitkritische Applikationen lalala. Ähm.Wenn auch keine Remoteoperation. Ja, aber das ist ja schon der entscheidende Punkt, ja? Also ähm man man muss quasi unterscheiden, ist das Ferndiagnose oder Fern-OP, Fern-OP gibt's anscheinend nicht, aber Ferndiagnose. Das Beispiel, was er hier nennt, ist der verbreitete Klassiker, ist eine Schlaganfall akut Behandlung. Der Patient in der Wald- und Wiesenklinik wirdper Videokonferenz mit Pantils Zoom-Kamera neurologisch untersuchtund noch vor Ort behandelt. Von den Ärzten, die dort stehen. Wenn der Transport in die größere Klinik mit Neurologen zu lang dauert. Man hat ab Symptombeginn natürlich nur wenige Stunden Zeit für die gesamte Behandlung. Das gibt es in deutlich über einhundert deutschen Krankenhäusern,Wenn die Videokonferenz hakt verzögert sich die Behandlung des Patienten, ja, um Sekunden, in dem Fall, schlimmsten Falls,rutscht er aus dem Zeitfenster, in dem die Behandlung noch etwas bringt. Schlimmstmögliche Folge, äh permanente Behinderung und Tod. Ähm.Nennt er sagt er auch, eine krassere Telemedizin-Applikation, die ernsthaft in Deutschland betrieben wird, kenne ich nicht. Okay, Ferndiagnostik, ne. Da kann man aber jetzt natürlich,Könnte man jetzt sagen, okay, dann macht doch da mal ähm die Netzneutralität kaputt und,richtet euch da mal über Holzspuren ein für diese Ferndiagnostik. Das Gegenteil ist aber der Fall. Das Interessante ist, schreibt er nämlich,Überall läuft das, anders als du vermutest, übers Internet per VPN. Die Luxusvariante ist eine separate symmetrische DSL-Leitung in der Klinik für das Video. Gibt's aber natürlich nicht überall.Mehr gibt man als Klinikum mit begrenzten IT-Budget dafür nicht aus. Branchen Standard ist ein VGA Video mit Monoaudio und circa fünfhundertzwölf Kilobit pro Sekunde.
Tim Pritlove 0:05:56
Tja, das lief angeblich problemlos, da habe ich ja so ein bisschen meine Zweifel, dass das wirklich problemlos äh laufen kann, also vielleicht läuft's meistens.
Linus Neumann 0:06:07
Wenn es so schmalbandig ist, natürlich läuft das problemlos. Das kannst du ja wie Clemens immer so schön sagt, äh über nassen Schnürsenkel machen, diese Bandbreiten.
Tim Pritlove 0:06:16
Naja, wenn halt nicht mal ein Router ausfällt, so.
Linus Neumann 0:06:23
Ja, wenn Route ausfällt, fällt, also du meinst jetzt im Klinikum oder.
Tim Pritlove 0:06:25
Irgendwo auf dem Weg dahin, weil das ist ja das äh Ding. Ich meine, hier muss ja schon mal das VPN äh funktionieren. Es setzt ja immer voraus, dass dann auch alles irgendwie funktioniert.
Linus Neumann 0:06:34
Ja, aber sagen gestehen wir das mal zu, ähm was da jetzt geschildert wird, ähm,sieht für mich nicht danach aus, dass da eine Netzneutralitätsverletzung schreiend notwendig wäre und vor allem, wenn es seit zweitausendacht machen, ohne dass sich irgendjemand ähm,ernsthaft beschwert hat, ähm dann denke ich, besteht da jetzt gerade kein äh Bedarf. Abgesehen davon sei natürlich der Hinweis, äh erlaubt an dieser Stelle,Aktuell gibt es keine Regulierung zur Netzneutralität in Deutschland oder in der EU,und aktuell heißt das, die könnten das einfach machen. Das heißt,Sie würden's machen, wenn es notwendig wäre. Sie sie möchten aber lieber äh Musikflatrates machen. Und ähm so, das scheint irgendwie insgesamt notwendiger zu sein, als äh diese Ferndiagnostik auf einen vernünftigen Stand zu bringen.
Tim Pritlove 0:07:27
Was ja eigentlich angesprochen wurde, war ja die Sache mit den Operationen,Ist ja so ein bisschen der Klassiker der Telemedizin ist. Hier wird in den Kommentaren auch nochmal drauf hingewiesen, dass das ja äh insofern auch schon äh problematisch ist,ähm,Ja, im Prinzip alles dann auch entsprechend medizintechnisch zertifiziert werden müsste, was Teil dieser Operation ist. Allein schon aus,versicherungstechnischen Fragen, ja, wenn etwas schief geht, wer ist schuld? Und,Naja, wenn man das halt irgendwie über das Internet macht, dann wäre ja im Prinzip jeder einzelne Router davon betroffen, der in dem Moment zum Einsatz kommt, was ja, wie wir wissen, im Internet,irgendein Router sein kann, man weiß halt vorher nicht wirklich, was daran beteiligt ist und wie auch für diese Ferndiagnose kann ich eigentlich nur sagen.Wenn das von der Politik und der Gesellschaft als einen,Relevantes, wichtiges Instrument angesehen wird, dass sozusagen unsere medizinische Versorgung auch über solche digitalenWege mit unterstützt wird. Wofür ich, wo ich ja auch überhaupt gar nichts gegen habe. Ja, das ist ja eine eine gute Sache, wenn man sich einen Experten zuschalten lassen kann für eine Diagnose,Wo man ansonsten unter Umständen einfach eine falsche Diagnose äh treffen würde oder vielleicht auch gar keine.Und ähm aber wenn wenn das sozusagen angesehen wird als ein ein wichtiger Bestandteil, dann äh wäre natürlich eine Initiative, wiehier ein Netzwerk, ein medizinisches Netzwerk in Deutschland, nennt das auch zwingend alle Krankenhäuser angeschlossen werden,äh eine entsprechende administrative Hoheit beim Bund, bei irgendeiner Institution, die man zur Not dafür auch noch schaffen könnte, äh liegt,Und äh die einfach die notwendigen Bandbreiten sicherstellen kann, die notwendige äh Verfügbarkeit sicherstellen kannund vielleicht auch in einem bestimmten Maße eben auch äh eine Zertifizierung sicherstellen kann. Ich meine, Standleitungen sind ja nichts Neues. Das gibt es irgendwie seit den achtziger Jahren.Und damals waren das halt im Wesentlichen noch äh ISDN, also vorher noch X fünfundzwanzig Leitung, später wurde dann halt sehr viel mit äh ISDN Standleitungen gemacht,Ja, die jetzt nicht wirklich im Sinne von separate Leitungen sind, sondern eben ein dedizierter äh Teil des ISDN Netzwerks,und damit ist man halt vollkommen entkoppelt von dem Internet und damit berührt es auch in keiner Hinsicht irgendeine Netzneutralitätsdebatte überhaupt und man hätte eben auch alle Vorteile, die das äh mit sich bringt.Viel besseres Monitoring, man kann einfach genau sagen, wie gut funktioniert das, wenn's nicht gut funktioniert, kann man's zielgerichtet ausbauen und ähNatürlich ist die Frage, wie das mit den Kosten ist, aber solche virtuellen Netze aufzubauen auf Basis der digitalen Infrastruktur, die wir heutzutage haben. Das ist absolutmachbar und möglich und das äh erfordert nur den politischen Willen, das durchzusetzen. Oder?
Linus Neumann 0:10:27
Ja, es scheint halt kein Bedarf zu bestehen, dass es sehe ich hier immer wieder.
Tim Pritlove 0:10:33
Ja, offensichtlich ist es noch nicht so ein super Thema, aber es wird auf jeden Fall in der politischen Debatte hier um Netzneutralität verwendet und.
Linus Neumann 0:10:43
Genau, es wird als, es wird als unlauteres, genau, als unlauteres Argument hier benutzt an dieser Stelle, in meinen Augen. Da bleibe ich bei.
Tim Pritlove 0:10:50
Aufgegriffen wurden dann unsere äh Hinweise und äh Debatten zum Thema äh Internet und Autos, das war ja dann so ein bisschen auch eins der Kernargumente von Herrn Oettinger, ja. Kommt einer von rechts.
Linus Neumann 0:11:00
Argument ist ein großes Wort.
Tim Pritlove 0:11:01
Raumgreifend äh weist in den äh in den Kommentaren hin, dass es ja ähm,Ja, wohl so sei, seine Aussage nach zumindest, dass solche Systeme ja kämen, ja? Ähm wenn eben auch nicht über das ähm Internet, also hier ist halt eigentlich eher von,Sensor äh Networks die Rede natürlich, da hatten wir auch gesagt, glaube ich, dass Autos halt immer mehr sind, Soldaten haben und Diesel dann vielleicht auch mit der Infrastruktur oder anderen Autosteilen wollen,ja? Das ist so so diese generelle Idee, dass man eben Warnungen auch von anderen Autos bekommt, was weiß ich, da ist ein Stau, da ist was passiert, hier bremsen, alle et cetera solche Hinweise. Ja, aber auch das hat,nichts direkt mit dem Internet zu tun.
Linus Neumann 0:11:49
Ja, also auch hier, dass ich hatte eigentlich gehofft, das hätte ich in der Sendung ausreichend betont. Er ähm Raumgreifend schreibt ja auch, hier einmal eine Ingenieursperspektive, die Idee, Sensordaten untereinander auszutauschen, ist nicht abwegig. Ähm,Notfallbremsen und so weiter zu können dafür braucht man,Noch nicht einmal selbstfahrender Auto sagte. Okay, Entschuldigung. Äh sonst hättest du Recht gehabt, lieber äh Raum greifend. Der der Punkt bleibt aber, es machte nur dann Sinn, wenn die das weit im Voraus wissen. Und wenn es nicht mehr zeitkritisch ist. Denn selbst wenn du ähalso die Autos müssten quasi wie so Flugzeuge, ne, die ganze Zeit sagen so, wenn wir so weiter fliegen in den nächsten zwanzig Minuten, dann knallen wir gegeneinander. Deswegen müssen wir jetzt den jetzt korrigieren, jetzt aufpassen oder sonstwas. Eine kurzfristige ähm,Warnung, da fährt gerade einer über Rot oder so ist.
Tim Pritlove 0:12:41
Stauende halt, ist so, würde ich sagen, ist so der Klassiker auf der Autobahn. Du hast halt irgendwie die Nachricht, dass da eben ein Stau ist und in dreihundert Metern ist das Stauende. Ja, worauf es immer das äh abgeleitet wird.
Linus Neumann 0:12:52
Fährt das Auto jetzt schon mal langsamer.
Tim Pritlove 0:12:54
Da ist natürlich äh genug Möglichkeit zu warnen, das ist super, aber auch das würde niemals über das Internet laufen.
Linus Neumann 0:13:00
So ist das mit dem Internet. Wir können ja mal hier pingen und so. Also ja, wie dem auch sei. Also.
Tim Pritlove 0:13:05
Kurze Ergänzung noch dazu und das wurde in den Kommentaren auch noch gemacht und das ist natürlich auch eine gewisse Träuberkeit hat, also sozusagen die Sicherheit von solchen Sensornetworks ist natürlich nochmal eine ganz andere Frage. Natürlich kann man sich ein System vorstellen, wo solche Autos alles ähwunderbar untereinander miteinander funken und sich alle lieb haben. Aber wie wir aus dem Internet ja gelernt haben.
Linus Neumann 0:13:24
Hätte ich dann ein Fahrrad, was die ganze Zeit sagt. Das kommt von überall jemand, damit ich freie Fahrt habe. Ja klar.
Tim Pritlove 0:13:28
Ja, so was, nicht wahr? Also äh einerseits halt so die die Betreuung oder im weiteren Sinne eben auch so das aktive herbeiführen von Unfällen durch,Ausnutzung solcher Sensorsysteme und vor allem natürlichnächste große Ding äh Ausnutzung einer etwaigen und absolut wahrscheinlichen Unsicherheit solcher Systeme, weil in dem Moment, wo etwas nicht konkret äh nicht korrekt implementiert ist oder einfach mal wieder unvorhergesehene Dinge äh passieren und Code falsch läuft und falsche Dinge macht. Das wirft ebenwie auch bei der Telemedizin wieder, so einen Rattenschwanz an äh Versicherungsfragen auf,Ja, wer haftet dafür, wer ist jetzt irgendwie Schuld, wer muss hier dafür bezahlen? Das ist jetzt hier der Hersteller dieser Software, Suprotine, die jetzt an der Stelle einen Fehler gemacht hat und die durch null geteilt hat. Das, das sind einfach ungelöste Fragen. So oder so,Mit der Netzneutralitätsdebatte, die wir jetzt führen, hat das alles herzlich wenig zu tun.
Linus Neumann 0:14:24
Genau, das ist alles äh der Bereich der Technik Philosophie. Ein wichtiger Bereich, der in der Regel halt äh mit dem Konkreten wenig äh zu.
Tim Pritlove 0:14:34
Genau, es gab auch noch einen Hinweis von ähm Pascal Becker per E-Mailähm das Nokia auch tatsächlich an solchen Verkehrsverkehrswarnungssystemen arbeitet, die er halt über eine Infrastruktur gehen, aber auch an der Stelle nicht über eine Internetinfrastruktur, sondern über eine LTE-Infrastruktur.Kann man jetzt sagen, LTE ist ja Internet, weil da ist ja sowieso alles äh IP-basiert, aber äh hier reden wir dann doch eher über Mobilfunk, Verbindungen,Ich weiß nicht, ich habe mir nicht ganz genau durchgelesen, was sie da in ihren, wie heißt das, Liquid Application, da tatsächlich machen. Das Mobilfunknetze, den Verkehrsfluss monitoren, ist ja nichts Neues, also einich weiß nicht, wie groß der Anteil ist, aber schon früh sind Mobilfunkdaten ähm verwendet worden. Ich glaube, zuerst bei Tom Tom,umdie durchschnittlichen Geschwindigkeiten, die auf Straßen gefahren werden, zu analysieren. Das heißt, da hat man sich, glaube ich, ursprünglich mal mit Vodafone zusammengetan. Mittlerweile sind da wahrscheinlich alle in diesem Spiel dabei. Und hat halt einfach ähmgeschaut, natürlich anonymisiert, äh wie ähm mit Mobilfunkgeräten ausgestattete Autos, beziehungsweise.Ausgestattet sind natürlich die Fahrer primär in diesen Autos, aber man kann halt, wenn man diesen, diesen Trafficanalyse machtdiese Bewegungsanalyse machst sehr schön sehen wie Autos durch Straßen fahren und kann natürlich dann eben in Abhängigkeit des Wochentages und der Uhrzeit für Straßen eine mittlere Geschwindigkeiterrechnen und damit natürlich dann auch feststellen, A ok, hier geht's jetzt langsamer voran, als normalerweise und das hat dann eben auch Rückwirkungen auf dieNavigationssystemeäh wenn ich das richtig verstanden habe, ist hier bei bei Nokia im Prinzip nichts anderes dann als die zweite und dritte Stufe davon in Planung, dass man das eben alles mehr oder weniger in Echtzeit macht.
Linus Neumann 0:16:25
Ja, aber sie sagen ja ähm, also sie haben jetzt nicht hier steht nicht äh Verkehrsunfallverhinderung drin. Sie sagen im Prinzip, okay, in LTE, ne, da ist die PlayStation,Ja wieder im Prinzip klüger und fähiger als in den in den als in zwei G und drei G da sagen sie dann bauen wir,Weil wir eine kluge Baystation nah am Kunden haben,Ähm noch weitere Services ein, die sie auf der Funkschnittstelle sprechen soll.
Tim Pritlove 0:16:57
Muss man mal schauen, wie fern sich daraus Standards überhaupt ableiten lassen oder dass nicht nur äh Insellösungen.
Linus Neumann 0:17:02
Genau und der, der, der Entscheidende, das entscheidende Argument ist hier, dass sie sagen, wir können das direkt von der Bastion machen und sparen uns den Umweg übers Internet,Ja, das ist also wirklich explizit steht das hier so drin. Closed Proximity to the Mobile Customer anabelsign. In Time to content und so weiter. Tja, ja.
Tim Pritlove 0:17:25
Hatten wir ja auch drüber geredet, die im äh Otto gespielt werden, über das Internet. Da meintest du, das wär ja alles nicht so wichtig.
Linus Neumann 0:17:32
Das habe ich nicht gesagt. Also da da habe ich gesagt, das Spiel kommt nicht aus dem Internet und es bleibt das Spiel läuft lokalSpiel spricht mit einem anderen Spiel über ein Protokoll, um zu sagen, ich bin jetzt gerade hier lang gegangen und schieße in die Richtung oder so. Aber das Spiel wird selber jetzt nicht irgendwie da breitbandig hingestreamt.
Tim Pritlove 0:17:52
Das gibt's aber auch schon.
Linus Neumann 0:17:53
Anderen darunter leiden.
Tim Pritlove 0:17:54
Das gibt's aber auch schon.
Linus Neumann 0:17:55
Ja, das ist dumm.
Tim Pritlove 0:17:56
Ja, das kann man, aber das gibt's auch.
Linus Neumann 0:17:59
Genau die, die dann das sind ja aber genau die, die das machen, sind ja diejenigen, die in Richtung Netzneutralitätsverletzungen arbeiten. Also diese ganze Argumentation ist so verquer, was ich meine ich auch in der letzten Sendung gesagt habe,das, was er meint, was benachteiligt werden soll, sind diejenigen, die wie die irren Lobbyieren, dafür, dass sie bevorteiligt werden.Aber das hat er noch nicht mitbekommen. So, dann, dann, da kannst du noch die Räte in Europa klarstellen,möchtest oder wir wir verlinken einfach nur auf den Kommentar.
Tim Pritlove 0:18:30
Ich habe versucht, das mal wieder äh einfach zu erklären. Also äh ich wurde darauf hingewiesen, dass ich natürlich den Unterschied zwischen dem Rat der Europäischen Union und dem Europäischen Rat nicht erläutert hatte, sondern nur den Unterschied zwischen dem demEU und äh dem Europarat, ja, also nochmal der Europarat ist ein keine EU-InstitutionUnd tatsächlich gibt es innerhalb der EU zwei ähnlich klingende äh Gruppen, die ich aber im Prinzipin einen Topf geworfen habe, weil eigentlich nur der Rat der Europäischen Union wirklich relevant ist, der nimmt nämlich an diesem Gesetzgebungsprozess teil, gemeinsam mit der Kommissionund im Parlament und dann gibt es halt noch den äh jetzt keinen Fehler machen, den europäischen Rat und das ist wiederum,also die Rater EU äh wird auch Ministerrat genannt, weil da sind sozusagen diese ganzen Minister der Regierungen tätig als Teil des Gesetzes,prozesses. Der europäische Rat ist jetzt sozusagen nur die Regierungschefs, die sich zweimal im Jahr treffen.Das ist nicht so eine dauerhafte äh Institution, sondern das ist mehr so ein Happening,steht man dann halt rum, schön breit aufgestellt, lässt sich fotografieren und beschließt dann halt, was sozusagen der Rat der EU äh dann,in Zukunft mal so alles äh antreiben soll und was auch von der Kommission hält et cetera PP. So ein bisschen das Gipfeltreffen,Muss man auch alles nicht wissen. Wichtig sind vor allem, es gibt ein europäisches Parlament, ihr könnt euch da einbringen, da gibt's Abgeordnete, mit denen kann man reden und die bewirken in zunehmenden Maße immer mehr,Die nehmen vor allem Einfluss auf die Kommission, dass der äh Rat noch mit einbezogen werden muss, also jeglicher Rat, der nicht der Europarat ist, das ist nochmal ein anderes Spiel.
Linus Neumann 0:20:14
Okay. Äh ich habe nix verstanden, aber ich bin mir sicher, dass alle alle Klarheit beseitigt ist an dieser Stelle.
Tim Pritlove 0:20:21
Den Spitznamen geben. Das wäre wahrscheinlich ganz hilfreich.
Linus Neumann 0:20:24
Wir gründen einfach noch einen zur vollständigen Verwirrung des Feindes. Und wenn wir Glück haben, wenn wir Glück haben, können wir dann irgendwas beschließen und die anderen fressen das, weil sie selber nicht mehr checken.
Tim Pritlove 0:20:31
Da müssen wir aber da müssen wir dann aber erstmal Rücksprache halten mit dem Podcast und dem Rat der europäischen Podcaster.
Linus Neumann 0:20:38
Der Europäische Rat hat beschlossen.
Tim Pritlove 0:20:40
Euro-Rad.
Linus Neumann 0:20:42
Eurorat, der Rat, der, der, der Europäischen Ratio. Ja, genau. Keine Ahnung, also okay.
Tim Pritlove 0:20:47
Verband der europäischen Räte.
Linus Neumann 0:20:52
Der Verband, der europäische Dachverband.
Tim Pritlove 0:20:55
Genau, die europäische Retterebung.
Linus Neumann 0:20:56
Das machen wir. Okay, ab jetzt nur noch äh nicht öffentlich äh in die Planungsphase übergehen. So, dann müssen wir uns jetzt mal der Vorratsdatenspeicherung widmen.
Tim Pritlove 0:21:08
Widmen. Denn andere tun das ja auch.
Linus Neumann 0:21:10
Hm, andere tun das auch. Es ging irgendwie damit los, dass dann die Meldung kam, ja, Sigmar Gabriel will jetzt äh Vorratsdatenspeicherung.
Tim Pritlove 0:21:20
Ich fand das, ich fand das so lustig, weil du das letzte Mal ja wirklich noch ausführlich dargelegt hast, wie ja immer wieder diese Debatte hochgehalten wird und immer wieder am Kochen gehalten wird, damit man irgendwie das Gefühl hat. Oder haben wir das? Da haben wir doch letztes Mal drüber gesprochen oder habe ich das nur gelesen jetzt,weiß ich nicht mehr. Ich habe so eine Debatte auf jeden Fall jetzt noch im Kopf. Ja, dass das sozusagen das Wichtig sei, dass ja immer wieder darüber geredet wird, damit man später auch sagen kann, man hätte ja darüber geredet, man hätte es ja schon immer auch gefordert. Ja, das so so ein bisschen eine der Erklärungen, warum diese VDS-Debatte einfach nicht enden will.Und so endet sie eben wiederum nicht und jetzt kommt halt auch so ein bisschen der Dauerbrenner in dieser äh Debatte der Dauer umstürzt Herr äh,Gabriel.
Linus Neumann 0:22:00
Das ist schon das ist schon beachtlich, der Gabriel, das ist schon beachtlich. Hast du das gelesen? Der ist jetzt äh Ehrenmitglied der CDU geworden.
Tim Pritlove 0:22:10
Das war aber jetzt ein.
Linus Neumann 0:22:15
Gabriel setzt sich immer wieder für christlichedemokratische Politik ein und stärkt die Union nachhaltig erklärte Merkel. Dabei lobte sie besonders die Vielseitigkeit, mit der sich der Geehrte sowohl für Wirtschaftsliberale Themenals auch erzkonservative Interessen einsetze. Er kämpft unermüdlich für das Freihandelsabkommen TTIP, er beglückt Privatinvestoren, indem er öffentlich private Partner für öffentlich-private Partnerschaften wirbt,jetzt sorgt er sogar noch dafür, dass die Vorratsdatenspeicherung kommt. Dafür wollen wir uns endlich erkenntlich zeigen. Danach gab's ja auch noch irgendwie die Meldung, dass er vor kurzem diedie nächste Wahl schon mal präventiv als äh verloren äh.
Tim Pritlove 0:22:52
Innen nimmt.
Linus Neumann 0:22:53
Hinnimmt. Also unglaublich.Und,Er trat dann irgendwie auf, ja, das war ja früher alles ganz, ganz, äh, ganz, ganz falsch und so, die die Vorratsdatenspeicherung war früher schlimm. Und deswegen wird er jetzt erklären, wie die Vorratsstaatenspeicherung gut wird,Und ähmIch glaube, die Einschränkung, die er dann so nennt, ist ähm oder die ja der Süddeutschen sagte, ich bin seit langem für die Vorratsdatenspeicherung unter sehr engen Bedingungen. Richtervorbehaltrelativ kurze Speicherfristen und Einsatz nur bei besonders schweren Straftaten.All das war im Gesetz von CDU, CSU und FDP nicht enthalten. Deshalb war es auch verfassungswidrig. Gibt's eine schöne Aufstellung der der TAZ, also es du kannst dir sowas nur noch durchlesen und mit dem Kopf schütteln.Sagt, naja, äh also nochmal, Zitat Gabriel in der Süddeutschen Zeitung. All das war im alten Gesetz von CDU, CSU und FDP nicht enthalten.Tatsache ist,Das Gesetz sofort sagten Speicherung wurde zweitausendacht von der Großen Koalition aus Union und SPD beschlossen federführend war SPD Justizministerin Brigitte Zypries.Danke Herr Gabriel, dass sie also hm? So viel, so viel dazu,das Gesetz hatte damals auch schon einen Richtervorbehalt,Das war nicht der Grund, warum es gescheitert ist. Zitat Gabriel,Richtervorbehalt, relativ kurzes Speicherfristen, Einsatz nur bei besonders schweren Straftaten. All das war im alten Gesetz lala nicht enthalten. Deshalb war es auch verfassungswidrig. Ist nicht richtig. Ähm,Das Gesetz war nicht verfassungswidrig wegen der Speicherfristen oder wegen eines fehlenden Richter Vorbehalts, denn den hatte es und einsatz bei besonders schweren Straftaten war ebenso vorgesehen.
Tim Pritlove 0:24:55
Ja.Wir sollten ihm irgendwie eine Rechnung schicken.
Linus Neumann 0:25:00
Dann, was er auch immer wieder macht, das hatte schon vor vor wirklich vor langer Zeit ähm,Netzpolitik Org auch ähm korrekt bemängelt, dass er sagte, ähm.Dass er, dass er sagt, die Vorratsdatenspeicherung in Norwegen hätte zu einer schnelleren Aufdeckung von Straftaten geführt,Zum Beispiel bei dem Attentat von Herrn Anders Breiwig. Das waren ja, das waren ja äh siebenundsiebzig äh Menschen, die der Mann getötet hat. Ähm.Und zwar auf dieser, auf dieser Insel Utuja. Da war ja dann, glaube ich, auch noch Sozialdemokratische Kind, eine sozialdemokratische,Organisation. Das ist natürlich ein Thema, was den was den äh Gabriel interessiert. Da konzentriert er sich dann auch mehr auf das Thema, als auf die Fakten.
Tim Pritlove 0:25:57
Und.
Linus Neumann 0:26:00
Der wurde ja von einer Antiterroreinheit noch auf festgenommen, der. Da gab's ja noch gar nicht die Möglichkeit, äh Vorratsdatenspeicherung äh zu nutzen, denn die gab es,Damals wie heute nicht in Norwegen. Also.Der Mann ist auf einer auf einer Kampagne, auf einer auf einer Reise für dieses Thema zu werben,Der tritt sich damit ein riesen Ärger mit allen möglichen Leuten ein,Selbst die Netzwirtschaft hier, also die Verbände wie Eco oder so, sind ähm laut dagegen,Und am schönsten finde ich ja die Reaktion von D vierundsechzig,D vierundsechzig. Wir hatten das immer mal wieder erwähnt, ist der die SPD nahe ähm netzpolitische Vereinigung, ja?
Tim Pritlove 0:26:59
Ja, Aktionsgruppe, wie auch.
Linus Neumann 0:27:00
Aktionsgruppe und die hatten den Gabriel, glaube ich, sogar noch auf ihrem auf ihrem Neujahrsempfang am fünfundzwanzigsten FebruarLange Rede von SPD Chef Sigmar Gabriel. Äh Lars Klingbeil und äh Nico Lümmer, der der Co-Vorsitzende und ich glaube Mitgründer ist ähm.Und irgendwie drei Wochen später tritt er den halt in den Rücken,ist auf einmal für die, für die Vorratsdatenspeicherung, ja? Die machen da irgendwie ihre Werbeveranstaltung für den, ne? Es, Netzpolitik in der SPD und jetzt tritt er denen dermaßen ins Kreuz.Entsprechend ist der Nico Lummer auch etwas ungehalten,Die haben also jetzt erstmal natürlich Pressemitteilung rausgegeben in der, denke ich, die zentrale Aussage sehr schön zusammengefasst ist, dass sie sagen, die Vorratsdatenspeicherung ist nicht nur vollkommen wirkungslos.Wenn es um die Verhinderung von Verbrechen geht, die Regierung setzt damit auch ein deutliches Zeichen für Überwachung und gegen Freiheitsrechte,Ja, also was muss der.Wie wie ernst muss dieser Gabriel seine Ehrenmitgliedschaft in der CDU nehmen, dass er jetzt so einen Schaden auf die Partei zieht, ja? Und,Der schlimmste, den schlimmsten Schaden nimmt ja dann unser Freund Heiko Maas auf sich, den ich immer so oft erwähne, weil der Justizminister ist und ähm über den,Wo ich schon fast ein schlechtes Gewissen habe, weil der Mann ja eigentlich in Ordnung war.
Tim Pritlove 0:28:36
Bisher hat er sich auf jeden Fall halbwegs klug geäußert.
Linus Neumann 0:28:38
Bisher hat er sich, hat er sich besonnen gezeigt und hat mein genießt als eines der wenigen Regierungsmitglieder eigentlich mein Vertrauen. Mir ist das nachher irgendwie bewusst geworden, dass ich eurem CCC Jahresrückblick habe ich den öfter herausgestellt, weil er mal was,mal,Blödes gesagt hat, neben vielen klugen Dingen vorher, wo er nix gesagt hat oder wo er einfach nichts gemacht hat, was ja auch in der Regel klüger ist. Ähm,aber,so vermeldet ist Heise vor drei Tagen. Bereits zum Parteikonvent der SPD am zwanzigsten Juni zweitausendfünfzehn soll eine Leitlinie der Sozialdemokraten zur Vorratsdatenspeicherung vorliegen,ähm und,der Heiko Maas möchte in in der ersten Fassung des Entwurfs bereits die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichtsberücksichtigen. Wie gesagt, unter Befürwortern der Vorratsdatenspeicherung ist das natürlich der einzig gangbare und der sinnvolle Weg. Ähm die.Die Urteile, in denen das Mittel als verfassungswidrig eingestuft wird, als Anleitung zu nehmen, um einen Gesetzesentwurf zu schreiben, der dann nicht mehr kassiert wird von von den entsprechenden Gerichten.
Tim Pritlove 0:29:54
Ja, ich verlinke hiermit ähm dann mal in den aber auf den Artikel von Spiegel Online, die haben das nämlich tatsächlich zuerst gemeldet.
Linus Neumann 0:30:01
Das stimmt. Ja, haben sie.
Tim Pritlove 0:30:03
Ja, mal gucken, was dabei rauskommt. Also, man kann sich ganz gut vorstellen, dass äh der Herr Maas da innerhalb der Koalition ganz ordentlich unter Druck ist, immer irgendwie was so machen und,Mal sagen, da warten wir mal lieber mal ab, was das für Leitlinien sind, die er da vorliegt, bevor wir da jetzt abschließend drüber urteilen. Aber die Debatte reist natürlich nicht ab.
Linus Neumann 0:30:22
Wie gesagt, Nico Lümmer sollte man in der in diesem Zusammenhang echt mal im Auge behalten. Der ist ja seit Kurzem auch äh Kolumnist bei Bild DE. Ähm was.
Tim Pritlove 0:30:30
Ähm was was uns jetzt auch ein Bild-Link äh sozusagen hier.
Linus Neumann 0:30:34
Was uns einen Bild-Link einträgt hier. Ähm das fand ich natürlich sehr also das.
Tim Pritlove 0:30:38
Dafür da können wir auch nochmal eine Rechnung rausschicken eigentlich.
Linus Neumann 0:30:42
Stimmt, dürfen wir die überhaupt auf die linken?Vorsichtshalber, schreib mal da Bildlink hin und nimm nicht übernimm nicht den Titel, nicht dass wir nachher irgendwie auf die Fresse bekommen von denen. Apropos, ob.
Tim Pritlove 0:30:51
Ach so, du meinst wegen äh, wissen schon.
Linus Neumann 0:30:54
Apropos auf die Fresse bekommen. Nico Lummer titelt in seiner Netzkolumne bei Bild DE. Die SPD will einfach Kloppe bekommen.Ja, einer musste es tun. Ähm ich bin ganz froh, dass Nico Lummer da seinen seinen guten Ruf opfert und um als Bildkolumnist da ähm.Auch zu besetzen und ähm das für für deren Leserschaft zu tun, das ist ähm ein, denke ich, insgesamt ein von der,ein wichtiger Einsatz, den er bringt. Man kann da natürlich auch wieder irgendwie drauf rumran, für Bild schreiben oder so. Aber ähm ich finde das insgesamt schon ganz gut, dass dass wir da einen Nikolumma haben, der insgesamt das Herz nämlich am rechten Fleck hat, bevor,es irgendwie ein ein Jan Fleischhauer-Äquivalent in der Netzpolitik gegeben hätte, der dann dort.
Tim Pritlove 0:31:48
Ja, na gut, da gibt's dann immer noch genug Leute, die in der Bild-Zeitung schreiben, die das, glaube ich, auch gerne in die andere Richtung dann.
Linus Neumann 0:31:54
Ja, das ist richtig. Aber wie gesagt, die Alternative wäre, es gibt noch nicht einmal eine Stimme, die in der Regel sich sehr, äh, zumindest die richtigen Positionen vertritt.Ähm und deswegen finde ich das ganz gut, dass er das macht.
Tim Pritlove 0:32:10
Ja, wir verlinken trotzdem mal äh mit vollem Titel da drauf und wenn wir dann eine Rechnung kriegen, dann schicken wir die an Nico weiter.
Linus Neumann 0:32:16
Ja. Ja okay, so machen wir das. Ich weiß nicht, ob er deine Rechnung kriegt oder sofort. Ja, aber Rechnung, ne? Lieze Lizenzangebot kriegen wir. Wir kriegen ein Lizenzangebot, das wir nicht ablehnen können. So, so.
Tim Pritlove 0:32:29
Wir freuen uns drauf. Ja, das ist nicht so, dass jetzt Logbuch Netzpolitik keine keine Öffentlichkeit erreichen würde, aber die zusätzlichen zusätzliche Aufmerksamkeit nehmen wir dann gerne mit.
Linus Neumann 0:32:44
Ja. Gut, dann gab's jetzt eine eine Meldung, da gehe ich mal kurz noch in die Vorgeschichte.Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist ja ein ein Amt, das dem,Innenministerium untersteht, was ein Kritikpunkt ist, den wir als Chaos-Computerclub schon öfter angeführt haben. Ich weiß gar nicht, ob die Idee von uns stammt, wahrscheinlich nicht. Ähm denn es gibt auch andere, die,die diese Kritik anbringen und daraus die Forderung ableiten, dass Bundesamt für sich halt in der Informationstechnik möge doch bitte,als eigenständige, unabhängige Behörde aufgestellt werden, so wie es mit der Datenschutzbeauftragten jetzt,kürzlich geschehen ist und sich dann auch herausgestellt hat, dass das nicht besonders gefährlich wurde der Regierung. Diese Frau eigenständig operieren zu lassen, ähm Scherz beiseite.
Tim Pritlove 0:33:43
Warte mal, habe ich da was nicht mitbekommen? Das die Datenschutzbeauftragte untersteht nicht mehr dem Innenminister.
Linus Neumann 0:33:48
Wird und haben wir vor vielen, vielen Folgen drüber gesprochen, ja. Ähm.
Tim Pritlove 0:33:52
Blamiert.
Linus Neumann 0:33:55
Und jetzt die, die Ratio war ja immer, dass die, dass das Bundesamt für sich halt in der Informationstechnik,Als Aufgabe hat den Bürgern zu sichereren Informationstechnischen Systemen zu verhelfen, während das äh Bundesinnenministerium ein,strenges Interesse hat, die Bürger daran zu hindern, derartige Systeme wirklich aufzubauen, zumindest derartige Systeme auf die dann das Bundesinnenministerium und seine,Ermittlungsbehörden, wie die Deutschen Geheimdienste, Bundes- und Landespolizeien, nicht mehr zugreifen können. Das heißt, es gibt,Zentralen Interessenkonflikt zwischen dem dem BSi und seiner übergeordneten Behörde,Und der der äußerte sich ja zum Beispiel in so Sachen wie der Spezifikation von D Mail, wo dann,tief, ein, eine Architektur promotet wurde, die eine Abhörschnittstelle beinhaltet. Ähm.Wo immer was werden noch schöne Beispiele, ja. Wie dem auch sei. Ein wunderschönes Beispiel, was wir jetzt auch noch haben, ist, dass nämlich das BSI bei der,Programmierung eines Staatstrojaners,mitgeholfen hat. Zwar muss man da schon sehr zynisch sein, um zu erkennen, dass das BSI da noch äh den Bürgern dieses Landes einen Gefallen tut,Denn was das BSI getan hat, ist es hat für die den Remote-Zugriff,den ähm ja dann der Start auf den Computer des Opfers hat.Oder der Zielperson hat, mit einer äh wirksamen Verschlüsselung versieht.Und diese die Verschlüsselung dieser Fernkommunikation, die hat das BSI.Ähm empfohlen und ähm implementiert.
Tim Pritlove 0:36:06
Hm. Das weiß man jetzt weswegen?
Linus Neumann 0:36:10
Das hat wurde sind interne Dokumente, die Netzpolitik orggelegt wurden, während,vor kurzem das BSI noch in einer Pressemitteilung sagte, weder das BSI noch seine Empfehlungen und Produkte stehen in Verbindung mit Onlinedurchsuchungen.Das BSI beschäftigt sich mit Trojanern und deren Vorgehensweise ausschließlich mit dem Ziel, solche Angriffe abzuwehren. Das ist eben nicht wahr. Das ist nicht wahr. Denn sie haben,Wie gesagt, Andre ist im Besitz von Dokumenten, in denen das BSI quasi,Abschluss des Projektes Fernzugriffsstelle auf Staatstrojaner.Quasi den Abschluss bestätigt. Und wie man schön sieht, dass BSI arbeitet hiermal wieder gegen die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen. Man müsste, wie gesagt, man könnte jetzt sehr zynisch sagen, nein, nein, sie arbeiten ja für die Sicherheit, weil sie ja dafür gesorgt haben, dass derStaatstrojaner nicht abgehört werden kann, das heißt ähm der Staat hört dich ab, aber du bist natürlich dann noch vor weiteren Kriminellen geschützt, die dich abhören könnten,Ähm aber klar, diese diese Aktivität der Beteiligung an einem.Ermittlungswerkzeug, das in Deutschland ja auch nach aktueller Rechtslage nicht legal ist,das kannst du ja ernsthaft, kannst ja nicht ernsthaft vertreten als Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Insofern,Dem Laden ist einfach grundsätzlich nicht zu trauen, wenn er äh so etwas tut. Und da kann der Laden selber ja noch nichts mal was für. Ähm sie sind ja weisungsgebunden, wenn etwas vom Innenministerium kommt.Da sieht man einmal, ähm wie sich wie sich so etwas dann auswirkt. Finde ich ähm schon ziemlich übel.
Tim Pritlove 0:38:07
Unsicherheit in der Informationstechnik,Oh Mann. Ja, mehr gibt's da nicht zu sagen, oder?
Linus Neumann 0:38:24
Nee, wir, also das da gibt's nicht viel zu sagen. Das das muss man sich nur merken, wenn die das nächste Mal irgendwo in irgendein Thema sich einmischen wollen, ne? Ich meine, reden wir übers äh IT-Sicherheitsgesetz. Da haben wir,Das BSI in einer zentralen Rolle, ne? Da wollen sie ja zum Beispiel, möchte das BSI eben über Angriffe ähm,in der Industrie informiert werden, gehen wir jetzt mal davon aus, dass diese Angriffe schwachstellen betreffen.Dann ergibt sich hier ein Kanal, wie äh die Ausnutzung von Schwachstellen oder die Existenz von Schwachstellen dem BSI mitgeteilt werden,Und jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie geht das BSI mit diesem Wissen um? Mein,Bauen sie das dann in ihre Trojaner ein? Oder sorgen sie dafür, dass äh dass die Bürger vor dieser Schwachstelle,äh gewarnt und geschützt werden. Klammer auf, ähm Angriffe auf Unternehmen, äh aber,gehen selten über über unbekannte Schwachstellen. Ähm das geht,ganz anders, wie man wie man oder viel einfacher als sich jetzt ein ein teures äh Zero-Date zu kaufen um Unternehmen zu hacken, aber dazu sage ich dann später nochmal was, wenn ich mich ausführlich mit dem IT-Sicherheits,Sicherheitsgesetz beschäftige, das werde ich so in den nächsten äh Wochen tun.
Tim Pritlove 0:39:51
Okay. So, dann gibt's auch noch äh Bewegung in der Wirtschaft. Ja.
Linus Neumann 0:39:57
In der Wirtschaft? Ich glaube, du bist du hast ein ein Thema übersprungen, aber es ist nicht schlimm.
Tim Pritlove 0:40:02
Wieso?
Linus Neumann 0:40:03
Es gibt ein Thema in es gibt äh Bewegung in der Beschwerde von Privacy International und dem Chaos Computerclub vor dem britischen Investory Power Stripional,Wir erinnern uns, das ist dieses, das ist das geheim Gericht der,dass die Briten über ihre Geheimdienste gelegt haben. Oder ich weiß nicht, ob es ein Geheimgericht ist, aber das ist quasi das, das nicht öffentlich tagende ähm Gericht,und das eben dafür zuständig ist, die Rechtmäßigkeit der Aktivitäten des GCHQ zu zu regeln. Und das Schöne ist,In dem Dokument, was der CCC und Privace International jetzt veröffentlicht haben, du guckst so komisch.
Tim Pritlove 0:40:49
Ja, weil ich gerade mit deinen Notizen nicht mehr klarkomme, irgendwie steht hier was mit SAP und du bist jetzt irgendwie.
Linus Neumann 0:40:54
Genau, aber schau mal, fettgedruckt ist immer, dass das die Überschrift.
Tim Pritlove 0:40:57
Ja, ich weiß.
Linus Neumann 0:40:58
So und da siehst du in dem Pad.
Tim Pritlove 0:41:01
Ähm ah ja okay, jetzt bin ich auf.
Linus Neumann 0:41:01
Ähm okay. Jetzt hast du das Thema vorweggenommen, so also du hast jetzt gespoilert. Du hast jetzt echt mal gespoilert, Tim.
Tim Pritlove 0:41:09
Sorry. Ja, tut mir leid.
Linus Neumann 0:41:14
Okay, also echt nicht in Ordnung.
Tim Pritlove 0:41:16
Dafür trage ich deine ganzen schlechten Witze mit.
Linus Neumann 0:41:22
Wieso schlecht? Ey, jetzt geht's aber los hier. Also.
Tim Pritlove 0:41:23
Geht's aber nicht. Ich decke dich.
Linus Neumann 0:41:29
In dieser, in diesem in diesem Dokument ist es so, dass der, dass das,IPT sagt, die Hacking-Aktivitäten, die offensiven Angriffsaktivitäten des GCAQ in den letzten zehn Jahren, zum Beispiel, als sie äh den belgischen äh Carrier und Provider ähm,gehackt haben.
Tim Pritlove 0:41:51
Politik berichtete.
Linus Neumann 0:41:52
Lokbuchnetzpolitik berichtete, waren illegal. Unrechtmäßig.Die Regeln, unter denen das Hacking vollzogen wurde, waren, aber bisher nicht öffentlich. Da sie nun aber bekannt gegeben sind, ist es alles ab jetzt legal.
Tim Pritlove 0:42:17
Argumentation. Ah.
Linus Neumann 0:42:19
So die Argumentation. Also, es war illegal, aber es wusste ja auch keiner.Und jetzt wissen's ja alle.
Tim Pritlove 0:42:34
Und deswegen ist es jetzt egal, weil's jetzt alle wissen.
Linus Neumann 0:42:36
Ist es jetzt legal.
Tim Pritlove 0:42:38
Oder wie?
Linus Neumann 0:42:42
So ungefähr. Ich weiß nicht, wie wie man das verargumentieren kann. Ich weiß nicht, wie man das verargumentieren kann.
Tim Pritlove 0:42:53
Also was haben sie denn jetzt sozusagen beschlossen? Also ist das jetzt ein neues Gesetz oder ist das so sozusagen nur eine eine Feststellung oder äh.
Linus Neumann 0:43:02
Das ist eine Feststellung für die für dieses Verfahren. So ist die Argumentation.
Tim Pritlove 0:43:10
Seine Argumentation der Regierung oder dieses Gerichts oder sozusagen eine juristische Feststellung, dass dass es jetzt legal sei, obwohl's eigentlich nicht legal ist.
Linus Neumann 0:43:22
Genau, es war nicht legal, aber ab jetzt ist das in Ordnung, jetzt wissen's ja alle.
Tim Pritlove 0:43:25
Mhm.
Linus Neumann 0:43:28
So ist, ich kann da jetzt nicht, ich kann das jetzt nicht weiter verteidigen.
Tim Pritlove 0:43:31
Ja. Na gut, aber das ist jetzt sozusagen im Rahmen also das ist jetzt sozusagen die Bewertung des, des, dieses IPT, ja?Ja, na gut, das für Geheimgerichte haben, dann ist immer alles total klar. Ich kann, ehrlich gesagt, nicht so ganz folgen, aber das ist, das ist jetzt sozusagen auch der, der erwartete Effekt, den du hier.
Linus Neumann 0:43:53
Ja, was soll ich dazu noch sagen? Ich war.
Tim Pritlove 0:43:54
Ja, weiß ich nicht, es ist das nicht. Ich bin einfach nur ein bisschen verwirrt.
Linus Neumann 0:43:57
So ist das jetzt. Hast du verstanden? So. Nimmst du jetzt so zur Kenntnis und dann kann man zum nächsten Thema.
Tim Pritlove 0:44:02
Okay.
Linus Neumann 0:44:05
Was willst du dazu noch sagen? Also die haben damit jetzt sich selber die weltweiten Hacking äh Befugnisse gegeben. Wir dürfen das alles machen. Es ist ja jetzt auch öffentlich.
Tim Pritlove 0:44:16
Okay. Ignoranz ist.
Linus Neumann 0:44:21
Ja, so läuft das jetzt halt.
Tim Pritlove 0:44:22
Okay, verstehe.
Linus Neumann 0:44:23
Verwunderlich gewesen, wenn sie, wenn sie da zu irgendeinem anderen Ergebnis gekommen.
Tim Pritlove 0:44:28
Ja, schon. So, jetzt schalten wir mal die Börse.
Linus Neumann 0:44:32
Jetzt schalten wir an die Börse, zum zum äh zu der Firma SAP. Ähm SAP,ist den meisten bekannt als ein als ein IT-Unternehmen, das ähm Daten, Banken,Systeme für Unternehmen baut, in denen sich ihre Geschäftsprozesse abbilden lassen. Ich.
Tim Pritlove 0:44:58
Ja, man könnte auch sagen, sie sind definitiv so das Betriebssystem des des gehobenen Mittelstandes und auch äh vor allem größerer Konzerne, gibt,glaube ich, keinen Konzern. Richtig gut kenne ich mich da nicht aus, aber äh es wirdeinfach keinen Konzern, keine kein Unternehmen ab einer bestimmten äh Größe äh geben, die nicht in irgendeiner Form mit SAP Software arbeiten, schlicht und ergreifend, weil sie eben auch mit allen anderen zusammenarbeiten müssen, die auch SAP einsetzen und dort werden halt diese gesamten WirtschaftsprozesseÄhm ja, digital abgebildet und haben sich sozusagen auch als quasi Standard durchgesetzt. Das geht ja schon langeso äh gibt's ja auch Hehrschaden von.
Linus Neumann 0:45:40
Wann war das? In den neunziger Jahren oder wann als oder in neunziger Jahren, wo alle Unternehmen dann umgestellt haben, ich kenne das noch. Dann haben die da musste jetzt alles SAP, dann haben die einmal alles das Groß den großen Umschwung gemacht und jetzt ist das eben alles in SAP.
Tim Pritlove 0:45:54
Genau so SAP Berater wurde auf einmal so ein so ein Berufsbild wie Schreinermeister, das das war dann einfach so. Das das hat,vielen Leuten da äh durchaus eine Beschäftigung äh gegeben, die Leute waren auch sehr gut bezahlt. Ich kenne also einige Leute, die so auch als Quereinsteiger ohne nennenswerte Computerkenntnisseda äh hineingeraten sind und sich halt einfach diese Systeme äh ermächtigt haben und äh ja, ein gutes Leben halten.
Linus Neumann 0:46:19
Genau und jetzt hat die ähm jetzt hat diese dieses Unternehmen natürlich über seine Jahredie Datenbanken in die Unternehmen verkauft und sind so ein bisschen Experte für für Datenbanken geworden, das war halt ihr, das ist das, was sie verkaufen, Datenbanken,Und wenn man dann irgendwann mal so weltweit der der Standard und Marktführer für Enterprise-Datenbanken ist, dann äh muss man sich natürlich auch überlegen, in welche Richtung man jetzt noch weiter ähm wachsen möchte und wie man,auch die Qualität seines Produktes regelmäßig weiter erhöhen kann. Und was jetzt vor einigen Wochen schon,dann im welches wie heißt die Sendung wieder?MDR Fakt, MDR Fakt hat das äh gesendet. Ähm das Ergebnis einer Recherche, wie nämlich SAP. Seit einigen Jahren,sehr aktiv in den Geheimdienstmarkt geht. Spezifisch in den ähm NSA und BND Markt. Auch darüber hatten wir schon berichtet, dass SAP sich nämlich rühmt mit der Datenbank Hanauein das schnellste Datenbanksystem,überhaupt zu haben, insbesondere für eben diese gesamten geheimdienstlichen Sammlungen. Denn.Die Massenüberwachung war technisch nie das Problem. Du konntest immer alles auf den einen oder auf den anderen Weg abhören, was den Menschen zur Verfügung stand. Das Problem war immer, das alles,sinnvoll zu speichern,zu organisieren und durchsuchbar zu machen. Das war die, das ist und bleibt die Herausforderung der Massenüberwachung,und genau dieser Herausforderungen können sich natürlich nur Unternehmen mit besonderen,Besonderer Expertise in Datenbankbaustellen,und selbstverständlich ist SAP da eines der Unternehmen, was an dieser Stelle einen Markt sieht, in dem sie gerne sich hinein entwickeln wollen, insbesondere in den USA,Und da haben sie in den letzten Jahrenverschiedene Unternehmen gekauft, einmal Inside, die eine optimierte Suche für personenbezogene Daten gebaut haben, ähm dannCybese, ein Datenbankhersteller, dessen Hauptkunde die NSA ist. Außerdem haben sie äh zusammen Verträge über die Zusammenarbeit mitund Attency äh geschlossen auch äh Zulieferer der der NSA.Und haben daran gearbeitet, mit einer eigenen Firmengründung,sich auch die die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu erfüllen, um Zulieferer der NSA zu werden, denn ganz so schnell kaufen die ähm kaufen die Amerikaner eben nicht bei einem,bei einem Zulieferer aus einem anderen Land und deswegen gibt es also eine eigenes Unternehmen,in den USA, dass äh aus diesen aufgekauften Firmen äh besteht, wo dann alle Mitarbeiter die entsprechenden Security Clearences haben, um aktiv eben an dem äh schönen, großen Markt, derNSA zu partizipieren.Und dazu wurde ich dann auch mal äh von von Fakt befragt, habe da auch ein bisschen was zu gesagt und ähm jetzt,Ist SAP vor zur Cebit mit einer Pressemitteilung an die,Andi Welt getreten, wo sie sagen unsere Produkte haben keine Hintertüren für die NSA,Die Behauptung ist falsch. Die Behauptung hat nur nie jemand aufgestellt. Was was ganz interessant,Natürlich ähm.
Tim Pritlove 0:50:27
Na hier ist aber die Rede davon, dass es Berichte gäbe.
Linus Neumann 0:50:30
Dass dem diese Behauptung hat keiner ähm aufgestellt.Gerüchte klar, völlig in Ordnung. Äh es ist ja auch also natürlich hat das verschiedene.Stellen sich verschiedene Fragen, wenn so ein Unternehmen aktiv für Geheimdienste arbeitet. Da hast du, da stellen sich einfach bestimmte Fragen. Zum Beispiel.Dann so also.Stellen wir uns mal vor, SAP baut da jetzt ein Produkt für die NSA, irgendwie so eine Hahner Datenbank, die irgendwie besonders schnell ist,Stellen wir uns mal vor, die NSA würde jetzt sagen, ah, das ist aber schon sehr, sehr gut, was ihr da baut,damit wir das abkaufen, müsst ihr aber bitte hier unterschreiben, dass das, was ihr an andere verkauft, mindestens Faktor zehn oder fünfzehn langsamer ist. Stellen wir uns mal.Sowas vor. Völlig hypothetisch jetzt. Wer aber natürlich aus aus Sicht der NSA eine sinnvolle äh Restriktion, um diesen um diesen Handel eben stattfinden lassen zu können.Das Problem ist ja für die NSA, dass dass SAP eben auch an andere Länder verkaufen könnte. Unabhängig davon kriegt die kriegt SAP natürlich von,Den Geheimdiensten eine dermaßene Herausforderung an Daten, die es zu strukturieren und zu speichern und ähm,Zur analysieren gilt, dass der Enterprise Markt danach für sie,Ein lächerlicher Klack sein wird für die nächsten Jahrzehnte. Wenn du sagst, okay, wir können.Personenbezogene Daten und Kommunikation im Internet vollständig erfassen,und sinnvoll durchsuchbar in unserer Datenbank machen, dann ist halt so ein kleiner DAX-Konzern mit seinen paar Verkaufsprozessen oder so. Ist ja dann halt nur noch ein Witz für deine, für deine Anlage.Das heißt, du entwickelst da. Du lernst da natürlich ähm Dinge, die oder du entwickelst da nochmal eine Expertise, die SAP wahrscheinlich ohnehin schon in im besonderem Ausmaß hat. Aber es gibt halt für die nur eine eine Herausforderung, an der sie sich,ähm,An der sie sich stellen können und das wäre eben für die das eben für große Geheimdienste zu arbeiten. Auf der anderen Seite steht natürlich die Herausforderung, wenn andere Unternehmen das machen, dann werden aus den relativ schnell ähm ernstnehmende Konkurrenten für SAP.Und das scheint eben das Management bei SAP auch verstanden zu haben und hat eben seit Jahren,Darauf hingearbeitet in in diesen Markt ähm vorzudringen. Und in diesen Markt zu arbeiten,Gleichzeitig stellen sie sich sind sie sich natürlich nicht zu schade äh äh sich in Deutschland hinzustellen und zu sagen yay wir sind deutsch äh kauft bei uns und nicht äh,Seid gewarnt vor der US-Cloud, kauft lieber äh SAP-Infrastruktur äh made in Germany oder so, ne? Das äh da sind sie natürlich nicht, sind sie nicht zu schade für.
Tim Pritlove 0:53:44
Ich weiß gar nicht, wie sehr in Germany SAP eigentlich noch ist. Also es gibt natürlich hier nach wie vor die äh Zentrale.
Linus Neumann 0:53:51
Wo sind die nochmal in wie heißt die Stadtnummer? Das ist doch so eine SAP hat ja quasi seine eigene Stadt.
Tim Pritlove 0:53:56
Ja, Hoffenheim wahrscheinlich, oder bei Hoffenheim zumindest da rund um den äh Fußballverein herum, Stuttgart. Ich glaube, wir sind in Stuttgart, ne?
Linus Neumann 0:54:04
Ja, die die haben die gehört ja nicht, auch der Verein.
Tim Pritlove 0:54:06
Ja, das ist ja der ehemalige Chef der Gründer vom ähm von SAP, aber mittlerweile, wie ich äh grade hier beim Nachklicken festgestellt habe, wird ja seit vier Jahren.
Linus Neumann 0:54:15
Walldorf ist übrigens die Stadt.
Tim Pritlove 0:54:16
Genau richtig das war's. Das ist da die Gegend. Und ähm äh der Vorstandssprecher von SAP ist einer US-Amerikaner seit vier Jahren fünf.
Linus Neumann 0:54:26
Birmacd Dörmit.
Tim Pritlove 0:54:28
Genau. Ja. Tja. Und jetzt? Also,Jetzt wollen das alle haben, also weil jetzt irgendwie, also wenn ich da nochmal zusammenfassen darf,Also dieses taugt wohl was, so eine In-Melmorie-Datenbank, die ist sehr schnell, also die kann irgendwie braucht wahrscheinlich Systeme, die auch sehr viel Speicher haben,Rechner mit viel Ramm oder SSD zwischen Speicher und Cash und keine Ahnung. Und ist ja, sagen wir mal durchaus so eine äh angemesseneEntwicklung in der Datenbanktechnik, dass man halt sagt, wir müssen die Latenzen äh vermeiden. Früher ging's ja dadrum, die Sachen überhaupt erstmal zu speichern. Da ging's darum, dass große Datenmengen abzulegen.Heutzutage geht's eher dadrum, diese Daten auch möglichst schnell verfügbar zu machen, das war schon bei Google von Anfang an ein Thema, natürlich,ne, für die Suche und äh in zunehmenden Maße ist es natürlich auch ein Thema für die Echtzeitanalyse von von Daten.
Linus Neumann 0:55:22
Mhm.Also die Sache ist, wenn du mit so einer Riesenmenge an Daten zu tun hast, dann baust du dir eigentlich so ein zweistufiges System. Das heißt, du willst einmal im während der Datenstrom quasi vorbeifließt, willst du schon mal,Natürlich den ganzen Mist weghaben,machst du eine Art Vorkategorisierungen nach einem sinnvollen System, das dir nachher wieder hilft Sachen zu finden. Das heißt, du machst irgendwie nimmst was weiß ich, einfach mal die,den Kommunikationspartner, als oder die äh oder ähnliche Sachen, sodass du halt in der Lage bist, einerseits in einem sehr schnellen Speicher,Nach üblichen Suchen schnell zu finden, welche Datensätze bestimmte Suchbedingungen erfüllen,und von dort links du dann auf den typischerweise langsameren Speicher, wo dann von mir aus nochmal die Vollkommunikation ist. Also sowas wie.Ist Kommunikation von Tim? Ist E-Mail Kommunikation?In Deutschland oder so, ja? Und das heißt, das, wonach du suchst, danach wird optimiert in dem schnellen Speicher und den Rest, den kannst du dir dann halt von irgendwelchen SSDs holen, wenn du dann die Vollkommunikation haben willst oder so. Ähnlicheähnliche Sachen. Also da da spricht man quasi davon, ein Datenbankindex,vierte immer darauf optimiert, wie du darin nachher wieder suchst. Also eine Datenbank musst du so bauen, dass sie,Dass du vorher weißt, was du sie fragen wirst. Okay, aber das war jetzt nur so der technische Hintergrund. Ja, also,Man sieht hier also was, da dazu zu sagen ist eigentlich nur ja, alle Unternehmen.Sehen diesen Markt, der Überwachung als als Chance. Und wollen daran natürlich teilhaben.Und ob das jetzt SAP ihre Hahner Datenbank an dem BND verkauft oder an die an die NSA am liebsten verkaufen sie wahrscheinlich einfach an alle. Ja, also es ist halt immer so.Wollen Gewinn machen und derjenige, der diese derjenige, der diese Entscheidung dann irgendwie aus ethischen Erwägungen nicht trifft, müsste erklären.Warum er diese Gelegenheit ausgelassen hat, dem Unternehmen Geld zu verdienen? Und.Es ist offensichtlich dem Herrn McDonald einfacher gefallen.Zu erklären, wie er dem Unternehmen Geld verdient und dann irgendwie eine ähm Pressemitteilung herauszugeben, die nicht zu den eigentlichen, die keinen Bezug zu den eigentlichen Vorwürfen hat.
Tim Pritlove 0:58:16
Gut, wir verfolgen, wir verfolgen das. Haben wir's?
Linus Neumann 0:58:24
Ich denke ja, wir könnten noch ein paar Empfehlungen aussprechen.Es geht los mit einer Empfehlung für unsere Freunde in Österreich, denn dort gibt es keinen Grund zu feiern. Am neunten April zweitausendfünfzehn ab neunzehn Uhr im Depot. Breite Gasse drei,Wien,der AK Vorrat Österreich möchte dort Erfolge der Vergangenheit feiern und Vorhaben für die nächsten Monate vorstellen. Generalsekretär von Amnesty International Österreich, Heinz Patzelt wird die Keynote halten.
Tim Pritlove 0:59:11
Und in äh Berlin einen Hinweis in eigener Sache vom ersten bis zum dritten Mai zwanzig fünfzehn wird es den fünften Podlauf Podcaster Workshop geben. Nicht ganz nett politisch, orientiert, aber äh auch nicht ganz irrelevant, weil ihr wollt ja auch alle Podcasts machen. Da gibt's dann vor allem auch am erstenTag nochmal einen speziellen Developer Day, da folgt ihr einfach mal äh den Link in den Shownotes, da wisst ihr dann mehr dazu.
Linus Neumann 0:59:35
In direkter Folge auf den Podcast der Workshop hat sich strategisch der alljährliche Weltkongress der Social Media Berater positioniert.Dieser findet statt vom fünften bis siebten Mai zweitausendfünfzehn in der Station Berlin.
Tim Pritlove 0:59:51
Und wer nicht genug bekommen kann von tollen Ereignissen, der nimmt sich schon mal Urlaub und zwar vom dreizehnten bis zum siebzehnten August zwanzig fünfzehn, denn da steht das nächste Chaos Communication Camp an, auch das Fünfte im Übrigen,ganz toll im Ziegeleipark Mildenberg anderthalb Stunde von Berlin entfernt und äh wir waren jetzt gerade auf dem Acker und durften feststellentoller Ort, tolles Gelände und das wird äh bestimmt eine tolle Party und wir hätten euch natürlich gerne alle dabei. Ja, Linus,Das war's eigentlich erstmal wieder für diese Woche, ne?
Linus Neumann 1:00:25
Ja, wie immer gilt der Dank den Hörern und Hörerinnen dieses Mal besonders hervorzuheben. Christian und eine unbekannte Person.
Tim Pritlove 1:00:33
Ja genau, das machen wir gerne,Ja und hier äh hattet hoffentlich mal wieder Spaß hier äh mit der Sendung. Wir bedanken uns natürlich auch für alle sonstigen Spender, Unterstützer, Tippgeber und äh auch Kommentarschreiber und finde, das läuft ganz gut so mit dem Feedback, also,mal wieder was aufgefallen ist, was ihr unbedingt mal unbedingt klarstellen muss, weil jemand falsch war im Podcast, dann schreibt.
Linus Neumann 1:00:58
Also ich habe das gerade so so ironisch gesagt, dass er die Kommentare loswerden sollte. Ich kann nur nochmal betonen, dass wir,dass ich keine Seite im Internet kenne mit einer besseren Kommentarkultur als Logbuch Netzpolitik. Muss ich echt sagen,Oder filterst du die ganzen Spinner da so? Eisenhart raus. Nee, wir haben einfach gute Kommentare.
Tim Pritlove 1:01:21
Ne, ich kann das generell für die gesamte Metaebene so bestätigen, also.
Linus Neumann 1:01:25
Nein, wir haben noch besser also im Meterebene Durchschnitt sind wir sogar noch gehoben.
Tim Pritlove 1:01:29
Du liest alle meine Kommentare.
Linus Neumann 1:01:32
Nein, keinen einzigen. Die sind ja alle Quatsch, bis auf unsere.
Tim Pritlove 1:01:34
Verstehe. Na gut. Okay, dann sagen wir tschüss. Das war's. Bis bald.
Linus Neumann 1:01:41
Bis bald, tschau, tschau.

Shownotes

Feedback

Vorratsdatenspeicherung

BSI und der Staatstrojaner

Britische Regierung genehmigt sich weltweite Hacking-Befugnisse

SAP

Termine

LNP134 Da kommt einer von rechts

Feedback — Netzneutralität — Talibanisierung der Politik — Störerhaftung — De-Mail — Vorratsdatenspeicherung

Nach einigen Terminproblemen haben wir nun doch eine neue Folge aufgenommen bekommen. Linus und Tim sind gerade über 5000km voneinander entfernt und durch allerlei Mangel an Netzneutralität im gegenseitigen Zugang behindert. Daher ergänzen wir die dünne Nachrichtenlage auch mit einiger Metadiskussion. Das dürfte Euch gefallen.

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Linus Neumann
avatar
Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann 0:00:02
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:04
Sag mal, du bist doch ein Suchender, habe ich gehört.
Linus Neumann 0:00:10
Eine Suche nach.
Tim Pritlove 0:00:12
Ein Taliban.
Linus Neumann 0:00:15
Oh
Tim Pritlove 0:00:36
Denn hier bei Logbuch Netzpolitik, auch in der hundertvierunddreißigsten Ausgabe sind wir auf der Suche nach Antworten,Ja, ein Suchender oder ein Schüler, das heißt das, Taliban, das wird er ja wohl gemeint haben. Mal was anderes, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.
Linus Neumann 0:00:54
Da kommen wir gleich zu, was der.Ob man, ob der gute Mann überhaupt noch irgendwas meint.
Tim Pritlove 0:01:03
Versteht, beizutragen hat. Ja, ja, es äh äh ist etwas schwierig, so mit der öffentlichen Diskussion und den den Worten, die man so in den Mund nimmt. Wir halten uns ja da immer sehr zurück.
Linus Neumann 0:01:14
Ja, ja. Wir halten uns da sehr zurück und äh wir überlassen das, das meckern ja lieber den den Hörern und Hörerinnen.
Tim Pritlove 0:01:22
Wie wurde gemeckert?
Linus Neumann 0:01:24
Wir haben,Wir haben eine kleinen einen kleinen Hinweis bekommen, dass wir den den von uns in der vorletzten Sendung sehr hoch gelobten Astro TV Heck des äh ausschließlich dem Kollektiv Pengzugeordnet haben und haben einen freundlichen Hinweis darauf bekommen,darauf bekommen, dass äh auch die GEW die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften ähm und von dieser Gesellschaft vor allem die Sektion der Hamburger Skeptiker.Ähm an der Vorbereitung und Durchführung dieses kleinen, lustigen Auftritts des Clowns äh beteiligt war und ähm da wollen wir natürlich,auch darauf hinweisen, dass das so ist.
Tim Pritlove 0:02:15
Genau, Ehre, wem ihre äh Gebühr, ich denke, die Gewobag da vor allem den den sachlichen Beistand äh gewertet, ne? In dem Projekt.
Linus Neumann 0:02:22
Ich wollte gerade, darf man Ehre wem Ehre gebührt sagen oder nicht? Ist oder stand das auch an irgendeinem KZ? Weil bestimmte Sprüche kann man ja deshalb nicht mehr, also die sind ja quasi,also die die kann man dann nicht mehr sagen.Und diese so Ehre hat für mich so ein also Ehre wem Ehre gebührt hat für mich irgendwie so eine komische deswegen habe ich das jetzt gerade nicht gesagt.
Tim Pritlove 0:02:44
Ich gucke mal nach, ob ob das irgendwie noch safe ist oder äh ob man da schon irgendwie durchdreht.
Linus Neumann 0:02:51
Ja, weil meistens die Leute, die über Ehre argumentieren, ne, die haben meistens ähm sonst relativ starken Mangel an an überzeugenden Argumenten.
Tim Pritlove 0:03:00
Ja, das ist in der Tat verbreitet, das stimmt.
Linus Neumann 0:03:04
Wenn man das irgendwie bei Google sucht, steht das auch sofort in in Runen.Doch natürlich, ja klar. Nee, dann also ähm ja klar, der Dritte ist direkt irgend so ein Wehrmacht-Helm oder so was.Meine Güte. Nee, dann habe ich da doch hatte ich das richtige Gefühl, dass ich das lieber nicht sage so.Tim, wenn du möchtest, gibt's hier gerade im Angebot eine Bomberjacke, wo das hinten in Runen draufsteht.
Tim Pritlove 0:03:32
Ernsthaft?
Linus Neumann 0:03:36
Ja, das trägt man doch auch ganz gerne, in Großbritannien habe ich gehört, Bomberjacke ist doch da ähm.
Tim Pritlove 0:03:41
Ach komm, jetzt hier nicht so.
Linus Neumann 0:03:43
Nein, in der Arbeiterklasse ist das doch das.
Tim Pritlove 0:03:46
Also ich habe ja bisher weniger Nazis getroffen als in Deutschland. Das Hotel festhalten.
Linus Neumann 0:03:54
Okay wir ähm wir schweifen ab. Wir müssen nämlich noch einen ähm ein ein Feedback zur letzten Sendung.Mit aufnehmen. Der äh Thomas hat sich gemeldet. Ähm weil du in der letzten Sendung noch angesprochen hattest, äh,wie denn jetzt diese neue FCC-Regulation zur Netzneutralität,im Hinblick auf den Deal, den comcast mit Netflix hat, zu bewerten ist.Und das hat äh Thomas für uns aufgeklärt. Ich zitiere,Nur ein paar kleine Anmerkungen zur Netzneutralität. Es folgt dann ähm größere Papieresrolle. Äh die Netzneutralitätsverletzung im Netflix-Deal bestand in der mutwilligen Drosselung von Netflix Videostreamsim Netz von comcast. Um Netflix in einPaype Agreement zu drängen. Durch die neuen FCC-Regeln wäre eine solche Drosselung nicht mehr möglich, derartige Pay Peering Agreements jedoch schon.Wobei die neuen Regeln auch erstmals den Interconnect-Bereich betreffen, hier aber nur eine Überprüfung durch die FCC erlauben.Das Gremium, das diese Regeln neu beschlossen hat, besteht aus zwei Demokratinnen, zwei Republikanern und dem. Die Demokratinnen haben mit Wheeler eine Mehrheit gebildet, die Republikaner haben versucht zu filibern.Die Aufzeichnung ist empfehlenswert. Was in derselben Sitzung übrigens auch beschlossen wurde und auch zur Sendung passt,ist Community Bray Broad Band. Die FCC hat nämlich früher Regeln erlassen, welche es,verbieten, ihr eigenes Glas zu verlegen und damit der katastrophalen Netzsituation in vielen Gegenden der USA Abhilfe zu verschaffen,Glasfaser in öffentlicher Hand mit funktionaler Trennung und echten Wettbewerb am Exist-Mark,App Excess Markt ist sehr empfehlenswert, erstrebenswert. Ach ja, freuen sollten wir unshier aber nicht in Europa sieht es leider äußerst düster aus. Der Rat hat gerade eine katastrophale Position zum Netzneutralitätsgesetz beschlossen und jetzt ist das Europaparlament mal wieder unsere letzte Hoffnung.Damit nimmt der Thomas schon ein bisschen äh Themen vorweg, die wir gleich auch nochmal kurz behandeln wollen.
Tim Pritlove 0:06:17
Mhm. Also wenn ich das richtig verstehe, äh diese diese Drosselung, die äh Netflix, Entschuldigung, die comcast vorgenommen hat, um Netflix quasi zu erpressen,die wäre nicht mehr äh zulässig, was ja schon mal ganz okay ist. Ein wäre sehr wohl äh,unverhinderbar. Ich meine, wenn ich das richtig verstehe, Peering heißt ja im Prinzip erstmal, dass ich überhaupt zwei Firmen an auf eine explizite Datenübergabe einigen. Das äh umfasst ja dann in der Regel auch technische Maßnahmen und ist ja dann ähm,Ich meine, das ist ja dann sozusagen eine eine Abwägung, wer jetzt hier den größeren Aufwand hat, um dieses Peering durchzuführen.Von daher ist es wahrscheinlich wirklich schwierig zu regulieren. Da kenne ich mich jetzt so äh in den Realitäten des Peerings nicht so richtig äh gut aus. Äh ja, aber so oder so ist es eine Verbesserung der Situation.
Linus Neumann 0:07:12
Auf jeden Fall, ja. Wollen wir, wollen wir uns dieser Woche widmen.
Tim Pritlove 0:07:18
Ja. Wollen wir den da gleich bei dem Thema bleiben oder?
Linus Neumann 0:07:21
Vergangen. Nee, ich habe die, ich habe das jetzt irgendwie andersrum ins Pad geschrieben, aber wie ich kann das, warte, ich kann das ja kurz hochkopieren. Dann bleiben wir bei dem Thema.
Tim Pritlove 0:07:31
Genau, macht's auch vielleicht ganz sinnvoll.
Linus Neumann 0:07:32
Ja alles seine Ordnung haben. Es muss ja alles seine Ordnung haben.Also wir haben eine, wir haben eine Durchsage, also Thomas hat's ja schon gesagt, die EU-Staaten haben sich im Rat auf eine gemeinsame Position zur Verbesserung der Netzneutralität geeinigt.Und zwar gibt es da jetzt ein neues Proposel aus dem,dem Rat, wo sie sagen, ja, Netzwerk, schön und wichtig, wichtig, wichtig, wichtig. Aber Sonderdienste müssten wir dann schon mal erlauben.Du kannst jetzt nochmal sagen, was der Rat ist. Du machst ja mit Fokus Europa den Europa-Podcast. Also weißt du, was der Europarat? Der der EU-Rat oder Europarat, wie ich ja äh verstehe das aber alles nicht. Du kennst dich da besser.
Tim Pritlove 0:08:14
Ja genau, also es ist nicht der Europarat, der hier gemeint ist, sondern hier ist der Rat der EU gemeint. Ja.Der auch Europäischer Rat genannt wird. Also es gibt sozusagen den Europarat,Und es gibt den Europäischen Rat, genauer Rat der Europäischen Union. Der Europarat ist ein äh auch Russland, die Türkei, komplett Skandinavien, Island, also nahezu wirklichähm europäischen Länder, ich glaube nur mit der Ausnahme von Weißrussland,äh beinhaltendes äh Gremium, was halt ja in Fragen von Europa diskutiert. Das ist mir so ein Diskussions äh so eine Diskussionsrunde wie OECD auch. Der Rat der Europäischen Union ist eine der drei Standbeine,des EU des politischen EU-Systems, des Parlamentes, das was gewählt wird, die Kommission ist die, die berufen wird und der Rat ist nichts anderes als die Vertretung der nationalen Regierungen in der EU, das heißt,wenn vom Rat der EU die Rede ist, dann ist von unserer Bundesregierung und anderer Regierungen in Europa die Rede.Also sozusagen das das ist sozusagen der Wille der Regierungen, ne?
Linus Neumann 0:09:33
Tja.Und die wollen aber Netzneutralität jetzt wieder nicht. Und der des Taliban Parlament äh das Europaparlament, in dem sich quasi die ganzen gewählten Tallieb Talibe befinden.Dass ähm das möchte jetzt Netzneutralität wieder in in Reihenform haben, ne?Also da wird auf jeden Fall jetzt grade gezankt und wir haben jetzt schon mehrfach die die Anspielung äh über über die Talibe.Und da können wir jetzt, glaube ich, auch so zu einer der also es gibt ja immer mal wieder, ich glaube so immer mal wieder kommt ein Politiker daher und.Zeigt so wirklich, dass er so richtig gar keine,gar keine Ahnung von dem von dem Themenbereich hat, mit dem er äh äh da, der ihm anvertraut wurde, ne. Das letzte Mal, ich glaube, wo wir so ein Niveau hatten, das war ähm,Ansgar Heveling in seinem Artikel im Handelsblatt, oder? Also so lange ist das.
Tim Pritlove 0:10:38
Ja ja.
Linus Neumann 0:10:40
Netzgemeinde, ihr werdet den Krieg verlieren. Auch so ein also eine ein Mensch.Vielleicht fangen wir da mal an. Ich finde das also unsäglich. Ich finde das unsäglich. Ähm die diese politischen,Auseinandersetzung über die Zukunft unserer Gesellschaft zu diffamieren als ein als ein Krieg. Das schon mal sowieso,unabhängig davon äh bin ich natürlich auch der Ansicht, wie wie sagt man so schön. Äh Politik ist die Fortführung des Krieges mit anderen Mitteln. Insofern müssen wir uns da vielleicht auch nichts vormachen. Natürlich geht es hier auch um Kämpfe,von von Interessengruppen, aber bis jetzt haben sie uns halt noch nicht so weit gebracht, dass wir äh wieder zu den Waffen greifen. Ähm.Günther Oettinger hat jetzt eine eine Rede gehalten zum zur Taliba äh zu zu Netzneutralität.
Tim Pritlove 0:11:36
Total die Bahn.
Linus Neumann 0:11:39
Ich weiß nicht, schaffst du das, die mal kurz einzuspielen oder ähm so muss ich jetzt, bin ich jetzt gezwungen, das zu zitieren.
Tim Pritlove 0:11:45
Ähm wenn du mir mal ein Link gibst, weil ich habe das jetzt hier nicht vorbereitet.
Linus Neumann 0:11:54
Oje. Ähm ja, dann machen wir komm, das machen wir aber trotzdem. Man muss das auch äh wenn du auf Netz Netzwerk Org einfach einmal Oettinger suchst, dann ist da das YouTube Video eingedingst.Findest du das.
Tim Pritlove 0:12:08
Ich bin dabei, leider ist hier mein Netz gerade etwas schwierig dieser Wolf im Schafspelz oder was? Nee.
Linus Neumann 0:12:18
Nein, nein, nein, suche Oettinger OETT INGER. Äh und dann findest du diese RedeIch kann ja in der Zwischenzeit schon mal erzählen, dass dass Andre vor kurzem dann festgestellt hat, dass die öffentlich dokumentierte Version dieser Rede ähm,massiv verändert wurde. Ähm das passiert häufig bei so äh Reden, dass man irgendwie ähm.Dass sie, dass sie verschriftlichte Version dann so um um bereinigt wird und so und das häufig reden ja auch zu Protokoll gegeben werden, aber in dieser wurde jetzt halt rum editiert. Wenn man sie jetzt gleich hört.Äh weiß man auch wahrscheinlich wieso.
Tim Pritlove 0:14:45
Es ist wirklich.
Linus Neumann 0:14:47
Weiß nicht, was man dazu sagen soll. Also.
Tim Pritlove 0:14:49
Also es ist äh wie sagt man so schön? Ja, also es.
Linus Neumann 0:14:56
Aktivistin in diesem Bereich als oder also da überhaupt diesen Begriff Taliban zu verwenden, das äh.Das zeugt wirklich von ähm von absolutem Mangel an.Qualifikation und auch einen absoluten Mangel an an Sensibilität äh für das Thema, ne?
Tim Pritlove 0:15:15
Ja, absolut.
Linus Neumann 0:15:17
Aber wollen wir uns mal, wollen wir uns mal dem widmen, was der, was der gute, gute Mann sagt? Also er sagt.Netzneutralität ist gleich Taliba an.Weil perfekte Gleichmacherei. Er wirft vor, dass man von der bösen Industrie sprechen würde, aber es geht ja gar nicht um die Industrie, sondern um unser Leben.Und jetzt hat er zwei zwei wichtige Beispiele, warum wir uns also von der Netzneutralität verabschieden müssen als Taliban. Und zwar,Telemedizin, also eine Fern-OP, die das Uniklinikum,Weil es ja nicht ausgelastet ist mit seinen Patienten, dann über das Internet ähm noch im im Dorfkrankenhaus macht, nach einem schweren Unfall.Das ist natürlich so ein eine Standardsituation des des,des Gesundheitswesens, ne. Also das kennen wir jeden Tag, ja.
Tim Pritlove 0:16:18
Laufend.
Linus Neumann 0:16:20
Laufend, also ich meine.Unabhängig davon, dass man selbst, egal, wie du das Internet beschneidest und so du dich niemals,mit mit so etwas auf eine reine äh auf eine normale Internet äh Leitung verlassen könntest. Ja, egal, was du da was du da an Prioritäten drin hast und so. Dafür ist eine Internetverbindung einfach nichtgemacht.Und genau deshalb werden solche Fernschaltungen, wenn sie gemacht werden, auch über einfach äh dedizierte äh feste Leitungen gemacht, ne. Da wird also dann da liegt halt ein.Eine Verbindung, über die diese beiden Orte miteinander verbunden sind auf dieser Verbindung läuft nichts anderes und dies nur für diesenZweck eingerichtet. Also es ist absoluter Unsinn, es wäre absoluter Wahnsinn, es mit keinem keiner Form des des kaputtregulierten und kaputt kontrollierten Internets vereinbar ernsthaft,Operationen an Lunge, Herz und Kreislaufgefäßen über das Internet durchzuführen. Ist absolut lächerlich und,nun wirklich auch nicht,Einer der Anwendungsfälle, die wir in dieser Welt ähm heute und in der Zukunft ähm für das Internet sehen werden. Ähm das Gleiche gilt ja für dieses sehr, sehr krude Beispiel, dass ausgerechnet das Internet.Jetzt einen Fahrer darüber informieren soll, dass von rechts jemand kommt.Also auch das ist ja wieder eine Information, ja.
Tim Pritlove 0:17:57
Ist geil.
Linus Neumann 0:17:57
Ich meine, von rechts kommt jemand,Jetzt gibt's natürlich jetzt könnte man überlegen, so jetzt sind wir wir sind jetzt hier Ingenieure und wir sagen, wir möchten etwas bauen, was jemanden davor dafür warnt, dass dass von rechts jemand kommt. So das Nächste, was mir einfallen würde, wäre halt so ein einfaches Videosystem,ähm oder so ein Entfernungsmessersystem, das einfach sagt, von rechts nähert sich etwas sehr schnell, ähm halt an.
Tim Pritlove 0:18:27
Das gibt es auch schon heutzutage in Autos, das heißt einfach Sensoren, die sind direkt in das Auto äh verbaut und nirgendswo anders dürfte das drin sein, weil das Internet, also was auch immer damit äh über das Internet mit einem sprechen könnte, kein anderes,Gerät dieser Welt könnte besser beurteilen, ob da von rechts was kommt als das eigene Auto. Und das ist auch viel äh schneller in der Lage, darauf zu reagieren, nämlichund nicht erst nach irgendeinem und irgendeinem keine Ahnung, ein Rauter, der sich im Kreis dreht und irgendwie die Pakete erstmal fünf Sekunden lang baff hat und so, also das ist halt also das ist sehr interessant, dass dass er das auch einfachdass der das glaubt.
Linus Neumann 0:19:09
Vor allem dat glaubt ihr doch selber nicht. Und schon schaut es doch auch mal schaut mal das.
Tim Pritlove 0:19:16
Klärt und der glaubt das einfach.
Linus Neumann 0:19:19
Das mag sein, das ist ein tragischer Fall, aber schau dir mal das schau dir mal das die Internetversorgung an, ja? Ich meine, du hast irgendwie du wenn du irgendwie mit deinem Auto rumfährst, ja und da kommt einer von rechts, das passiert dir, wenn du Pech hast im Etschland,da ist da hat die Antenne, die da irgendwo in den Karpaten steht, hat überhaupt nicht die Kapazität, die Autos, die da alle langfahren,nur zu pinnen und und eine TCP Verbindung mit ihnen aufrecht zu erhalten,Ja, also da kannst du, da brauchst du jetzt nicht davon zu kommen, dass da dass da irgendwie in Echtzeit dich warnt, von rechts kommt einer. Vor allem woher weiß das Internet das denn? Weil alle da dranhängen oder was? Also es ist eine absolut eine absolut krude,äh ein ein absolut cooles Beispiel, ja. Ähm hinzu kommen ja dann noch diese beiden Beispiele, ja ähm.Der Bengel, das finde ich so schön, ja. Das Kind ist nämlich auch scheiße. Für das Kind hat der auch nichts als als Verachtung über und tituliert es als Bengel, weil es Games spieltja? Der Bengel sitzt hinten rechts oder links und spielt Games.
Tim Pritlove 0:20:22
Ja und da ist es auch,das mal ein paar Sekunden später äh äh seinen Bildschirm aufbaut, ne. Sechzig Fremds pro Sekunde äh braucht ja heutzutage kein Mensch mehr, da reichen ja irgendwie sechzig Bilder pro Stunde. Muss auch ausreichen. Früher hatten wir ja auch nicht mehr, ne? So sein.
Linus Neumann 0:20:37
Welche Spiele kommen denn bitte aus dem Internet? Also das verstehe ich überhaupt nicht.
Tim Pritlove 0:20:42
Na ja, da würde mir jetzt schon einiges einfallen, mein Freund.Bitte dich, Online Games ist ein riesen riesen Ding und gerade kollaboratives Spielen und warum sollte das Kind auf dem Rücksitzäh nicht äh irgendwie, es muss ja jetzt nicht unbedingt ein, aber dass man irgendwie ein vernetztes Spiel mit anderen Leuten spielt und dass er selbstverständlich dann die Reaktionszeiten essenziell sind für die Qualität dieses Spieles und damit auch für die QualitätSpieleherstellers und damit auch für die Qualität dieser der Spielebranche, die im Übrigen eine aufstrebende Branche ist, in dem digitalen,Economy-Bereich, für den Herr Oettinger zuständig ist im Übrigen, ja? Und äh das scheint ja wohl noch nicht so ganz verstanden zu haben, dass er im Prinzip hier genau das Gegenteil von dem sagt, was äh eigentlich seine Aufgabe wäre.
Linus Neumann 0:21:32
Richtig und genau die Spielehersteller sind natürlich diejenigen, die ähm genau deshalb ihre Protokolle, über die die Spiele miteinander reden, ähm so schmal und und schnell wie möglich gestalten.Und sind auch die allerersten,die bereit wären, für eine ähm Bevorzugung ihrer Dienste ähm äh zu bezahlen, ja?Die brauchen um die Qualität ihrer Dienstleistung sicherzustellen, dieses Echtzeit äh Erlebnis und das wären die ersten.Die da rein investieren würden. Die ersten, die sagen würden, ah, es gibt irgendwie garantierte schnellere Pinks oder sowas.Wunderbar. Wir sind die Ersten, die das kaufen.
Tim Pritlove 0:22:20
Hm.
Linus Neumann 0:22:24
YouTube würde eher ähm ähnlich wie äh Netflix überüber Drosselung erpresst werden, um irgendwie für sein Volumendurchsatz zu bezahlen. Ich mein, das sind ja die Beispiele, die wir jetzt sehen, ja? Also ich meine, wir erleben geradeNeutralitätsverletzung durch Musikstreaming-Dienste, wir ähm erleben sie durch,oder gegenüber von Videostreaming-Diensten, die ähm daran gehindert werden, die Daten äh zu den Kunden bestimmter Netzanbieter zu schieben. Das sind genau,diese Fälle, die beobachten wir heute. Wir sehen Netzneutralitätsverletzungen in Mobilfunknetzen, die ihre äh die versuchen, ihre Kunden an der Nutzung von ähm Skype und anderen Voice-over IP Diensten zu hindern. Das sind alles,die aktiven äh die aktuellen Probleme, die wir in diesem Bereich haben.Und die wir auch in der Zukunft haben werden. Keine Sau wird jemals über das Internet eine ernstzunehmende leben, lebensgefährliche Telemedizinoperation machen. Das wird immer über eine dedizierte Leitung gehen, weil alles andereabsolut fahrlässig wäre und keine Sau wird sich Echtzeit,aus dem Internet darüber warnen lassen, dass von rechts jemand kommt. Das Einzige, was eventuell eine Rolle spielen könnte, in in diesem Szenario, ich hatte das vor zwei, drei Folgen mal angesprochen. Wenn demnächst der Googlealle unsere Autos autonom steuert.Dann wird das Internet dafür sorgen, dass niemals mehr ein Auto von rechts in ein anderes Pferdaber nicht über eine Echtzeitleitung, sondern darüber, dass die Autos Stunden im Vor oder Minuten im voraus schon wissen, wie sie fahren müssen, weil sie Buffern, damit sie nämlich genau nicht Echtzeit abhängig sind.Ja, also das ist ähm.Es ist wirklich, es ist sowas von zum, zum, zum Heulen, ja, dass ein Mensch sich auf dieses argumentative und auf dieses inhaltliche Niveau herabbegibt,der eine sehr wichtige Rolle im europäischen politischen ähm Geschehen spielt. Und das istDurch nichts entschuldbar und die Hörerinnen und Hörer, die jetzt darauf gehofft haben, dass ich mich auch nur in die Nähe dieses Niveaus begebe und mich da in irgendeiner Form.Da zurück warnte die muss ich da leider enttäuschen. Also das ist durch nichts mehr zu entschuldigen.
Tim Pritlove 0:24:56
Ja man muss auch sagen, dass das natürlich dieses auch dieses Wort Taliban, ja, also abgesehen davon, dass ich das überhaupt gar nicht so richtig.Ich verstehe überhaupt gar nicht seine seine Gedankenkette erschließt sich mir wirklich nur sehr sehr eingeschränkt, aber was auch immer dazu geführt haben sollte, dassdieses Wort genommen hat, ja? Also was er ja im Prinzip, also erstmal finden auch ein anderes Wort Uris zweifelhaft, nicht nur äh Taliban, ja, das ist ja.Das macht's eigentlich schon wieder so ein bisschen lächerlich, aber genau, diese Gleichmacherei, ja, also äh ist sozusagen auch noch zur Herabzuwürdigung, dass man gleiche Chancen,Chancengleichheit äh äh also dass man das sozusagen fordertdas ist auf einmal ganz furchtbar und zwar furchtbar in einem in dem selben Level, wie es furchtbar ist, Leuten äh den Kopf abzuschneiden oderähnliche vergleichbare Maßnahmen oder Kulturgüter zu zerstören oder so. Ich weiß ja nicht, was er so im im Sinne hat, wenn er irgendwie an die Taliban denkt, aber er muss da irgendwie mal äh tolle Ferien in Afghanistan gehabt haben.
Linus Neumann 0:26:09
Ja, also es äh ist wirklich unmöglich. Ähm,Ich glaube, dass er, also was äh der der Oettinger, der ist natürlich auch in so einem Alter, wo man über Jahrzehnte ähm im politischen und und in wirtschaftspolitischen.Fragen. Ähm.Damit damit arbeiten konnte, dass man eben dann äh Kommunismus, Stalinismus, äh geh doch nach drüben oder so, ne. Das ist ja noch alles so. Das ist so wurde der ja groß, der der Mann.Und ich glaube, dass ihm einfach klar ist, dass er ähm,er hat wahrscheinlich versucht, mit der Zeit zu gehen und und das, was er, was er wie er seit Jahrzehnten,Politik betreibt und Menschen,ja, täuscht über über die tatsächlichen, rationalen seines politischen Engagements, ähm dass er das einfach nur in die heutige Zeit heben wollte und gesagt hat, ja,Gleichmacherei ist Taliban. Fertig. So, viel viel mehr wird ja darüber nicht nicht nachgedacht haben. Ich meine, das sind untragbare Personen, auch schon vorher gewesen. Ähm,aber ja, also ich bin.Politik ist ist wichtig, da werden echt echte Entscheidungen getroffen, die unsere Gesellschaft betreffen und unser Nachhalt, unser Zusammenleben nachhaltig beeinflussen. Und Menschen.Die sich, die nach so vielen Jahren in der Politik ähm noch zu solcher, solchen Ausdrucksformen,Solchen Argumentationsketten ähm greifen. Die haben da wirklich nichts verloren. Die haben da wirklich nichts verloren. Das macht, füllt mich mit großer Sorge.
Tim Pritlove 0:27:49
Genau, also Herr Öttinger, wir sind etwas unzufrieden mit ihrem Statement, um's mal äh ganz politisch auszudrücken.Ja, kommen wir zu ähm erfreulicheren äh Themen. Ach nee, erstmal haben wir noch weniger erfreulichere Themen. Äh die Störerhaftung lässt uns nicht in Ruhe.
Linus Neumann 0:28:12
Das ist auch etwas, was wir, glaube ich, in der letzten äh Folge schon angesprochen haben.
Tim Pritlove 0:28:16
Wir schon, ja.
Linus Neumann 0:28:17
Wo es um den da hatten wir, da haben wir über den Gesetzesentwurf gesprochen äh und da war er aber noch nicht wirklich offiziell.Und jetzt äh haben wir, haben wir den Salat, der äh,Gesetzesentwurf zur Störerhaftung wurde feierlich angekündigt, weil man ja jetzt Rechtssicherheit für äh die Betreiber von WLANs schaffen möchte, nämlich.Wie sie auch im Koalitionsvertrag versprochen war, ne? Da wurde gesagt, wir werden Rechtssicherheit schaffen für äh für die Anbieter von WLANs und das heißt, äh in diesem Fall ja,du kommst recht sicher,in den Knast, wenn du's machst, ja. Das ist jetzt die, die Rechtssicherheit, die da geboten wird und indem man einfach sagt, okay, ähm Personen, die anderen über ihr WLAN Zugang zum Internet gewähren. Ähm.Werden nicht für die Rechtsverletzung dritter haften. Da müsste jetzt eigentlich ein Punkt hin,Aber da ist, kommt jetzt ein Komma. Wenn sie zumutbare Maßnahmen zu Verhinderung solcher Verstöße ergriffen haben. Zumutbare Maßnahmen ist natürlich ein sehr interessanter, interessante Formulierung hier. Ähm, das könnte heißen,Zumutbare Maßnahme ist ähm dass das WLAN ist eben ähm,verschlüsselt und äh du kannst, du musst dich anmelden, das könnte aber natürlich auch heißen, dass man ähm,sich bemüht, Torens zu sperren und ähm einschlägige Webseiten zu sperren.Ähm aber hier wird also in diesem Gesetz wird gesagt, äh man muss den Anschluss verschlüsseln und man darf den Zugang nur solche Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, die zuvor eingewilligt haben, keine Rechtsverletzungen zu begehen.Ja? Okay, ähm das macht man bei den meisten Hotspots. Also für einen Hotspotbetreiber ähm ändert sich nämlich hier gar nichts. Ähm rein private,nicht geschäftsmäßige WLAN-Anbieter. Also, Freifunk. Ähm oder ich oder,Du, wenn du ein offenes WLAN äh bereitstellst, wenn du Gäste hast oder so.Sollen laut dem Entwurf nur dann in den Genuss der Haftungsfreistellung kommen, wenn sie darüber hinaus auch die Namen der Nutzerinnen und Nutzer kennen.Das heißt, sie du musst,du kannst ein freies WLAN bereitstellen, klar, aber du musst bitte die Person, die es nutzen, namentlich registrieren,Damit du nicht nachher sagst, oh ja, das war irgendjemand, der in meinem WLAN war, der hat jetzt da offenbar irgendwas runtergeladen. Na ja, ich bin halt äh Internetprovider.Ich, ich, ich tue den Menschen um mich herum etwas Gutes und ich habe im letzten Jahr, was weiß ich, ähm,Terabyte oder im letzten Monat ein Terra bei Traffic durch mein WLAN geschoben,und offenkundig war da jetzt auch irgendwie fünfzig MB bei, äh die irgendwie die Rechte von Universal Music Music verletzt haben.Ähm das geht eben nicht, ja? Das da da wiegt da wiegt das Interesse von Universal Music hier eine äh Kosten bewährte Abmahnung äh rauszuschicken ähm höher,und aus dem Grunde wird es eben nicht mehr in Ordnung sein, einfach sein Internet mit anderen Leuten zu teilen.
Tim Pritlove 0:31:46
Ich habe ja so ein bisschen die Vermutung, dass diese schwammigen Formulierungen so eigentlich nicht überleben dürften. Das äh ist ja schon wieder so in der Kategorie Leistungsschutz äh äh Recht, ja, wo von so äh geringen Textstellen äh kleinsten wie hieß das noch mal?Kleinstmöglichen Zitaten oder sowaszumutbare Maßnahmen, also es ist halt nicht definiert, die Maßnahmen müssten halt mal definiert werden, weil was was auch immer eine zumutbare Maßnahme ist, äh wer beurteilt, was zumutbar ist. Ja, ich kann ja sagen, also mehr ist mir leider nicht zuzumuten, könnte ich ja auch sagen.Also und äh interessant finde ich auch die Formulierung, dass man den Namen der Nutzerinnen und Nutzer kenntAlso ich meine, kein Problem, wenn die Abmahnung reingeflattert kommt, dann schicke ich ihnen den Namen, ja? Das war eine Rübezahl und Hasibärchen dreiundzwanzig. Die äh haben mir ein bisschen gewütet, aber die äh hat mir auch gesagt, die machen's nie wieder.Sie ist nicht von Identität die Rede. Ich will jetzt hier nicht äh Picking äh betreiben und sagen, äh so ist das ja komplett äh äh sinnlos und das äh ähm könnten wir schon durchaus mal äh einführen lassen. Das geht natürlich in der Form eigentlich überhaupt nichtWeil es halt einfach das eigentliche Problem, was wir derzeit haben, nicht nur nicht löst, sondern eigentlich auch noch verschlimmert. Ja, also derzeit gibt's halt keine Rechtssicherheit, weil man theoretisch nämlich angeklagt werden kann und äh mit dieser Variante ähist es sozusagen auch überhaupt nicht möglich, äh in der gewünschten Formnetz bereitzustellen, nämlich einfach hier, Netz hast du, mach, ja, sondern man ist gezwungenVerkehrsverhinderungsmaßnahmen zu ergreifen, wie halt einfach, da sind wir uns, glaube ich, auch einig, die einfach,sterben haben, ja, ist einfach, es geht einfach gar nicht, dass es die überhaupt gibt. Klar, die werden uns noch eine Weile verfolgen, aber toller macht es sie eben auch nicht,Und ich meine, was soll denn überhaupt dieses man will nicht sofort äh zuvor ein, keine Rechtsverletzungen zu begehen,Hallo, ich meine, wir leben hier in einem Rechtsstaat. Das ist der. Ja, davon,kann ich bei jedem Menschen ausgehen, dass er nicht vorhat, Rechtsverletzungen zu begehen. Ich meine, wenn man irgendwie so daherkommt, da könnte man jetzt auch äh ähauf der offenen Straße die Leute halt auch am laufenden Meter anhalten und sagen, ja sie dürfen jetzt hier leider nicht über die Ampel gehen, bevor sie nicht äh.Gesagt haben, dass sie jetzt nicht in den nächsten zehn Minuten irgendwelche strafbaren Handlungen vollkommen absurd.
Linus Neumann 0:34:06
Du du reist in die USA ein, da musst du jedes Mal sagen, dass du nicht planst, den Präsidenten zu ermorden oder.Also das ist äh das musst du denen schriftlich geben. Was meinst du, dass du bei der Einreise in in verschiedene Länder alles für einen Mist unterschreiben musst? Ja, ähm.Und dann wird, ne, wie wir wissen, der einzige Präsident der USA, der je erschossen wurde, wurde vom Amerikaner erschossen, ne? Egal.
Tim Pritlove 0:34:30
Angeblich.
Linus Neumann 0:34:34
Was hier interessant ist, ist,Abwägung, die da getroffen wird, ne, also schau dir an, was für ein volkswirtschaftlichen Mehrwert du du durch so eine flächendeckende, vernünftige äh Versorgung mit Internet schaffen könntest, ja.Und die Interessen einiger weniger namentlich hier der rechte Inhaber und das darf man nicht vergessen, derjenigen, die mit,Hotspot angeboten, Geld verdienen wollen, ja? Die Deutsche Telekom hat 'ne nicht.Nicht zu verachtende Anzahl von kostenpflichtigen Hotspots im Land verteilt und ähm Kabel Deutschland ebenso.Also wenn die Deutsche Telekom und Kabel Deutschland überall Hotspots hinstellen.Mit denen sie Geld verdienen wollen, dann ist natürlich das letzte, was die wollen, dass auf einmal eine Reihe von Idealisten Eden.Mit ihrer Dienstleistung konkurriert und zwar für umme. Einfach nur aus Idealismus. Ich meine, das Letzte, was du möchtest, wenn du ein Geschäftsfeld beackern möchtest.Ist das irgendjemand kommt und dir kostenlose Konkurrenz macht.So, das ist einmal deren Seite und natürlich die Rechteinhaber QTerrorisieren, das Internet seit es das gibt.Das ist jetzt nix Neues, dass die äh gerne möchten, dass jeder Internetnutzer identifizierbar ist. Und.Interessanterweise muss man da auch berücksichtigen. Die wollen natürlich gar nicht unbedingt ähm,dass jeder äh dass sie jeden Nutzer identifizieren können, damit er keinen Mist mehr baut, sondern die wollen, dass sie jeden Nutzer identifizieren können, damit sie die abmachen können. Ja, also diese dieses,Die Abmahnindustrie trocken zu legen ist überhaupt nicht deren Interesse. Die wollen ja durchaus weiter erhalten. Ist ja ein lukrativer ähm lukrativer Zweig, der ähm der Geld einbringt. Ja,Naja, in diesem, also diesen beiden Interessen wird hier,eben ein ein großes Wohl der Allgemeinheit geopfert. Und ich denke, die Abwägung, die hier an dieser Stelle getroffen wird, ist wirklich eindeutig falsch.So, dann haben wir aber noch einen Teil in diesem in diesem Gesetzesentwurf oder in der in der in der in der in der Debatte, nämlich.Die Hosting Provider. Auf darüber hatten wir gesprochen, ne? Was machen wir mit Cloud-Diensten, wie Dropbox, YouTube? Äh wenn die.Rechtswidrige Inhalte ihrer Nutzer veröffentlichen. Und die aktuelle äh die aktuelle Regelung ist, sie sind dafür nicht verantwortlich, solange ihnen die Rechtswidrigkeit nicht bekannt ist,und sie die Inhalte umgehend entfernen, sobald sie Kenntnis davon bekommen. Also, äh irgendjemand ähm.Schreibt bei Logbuch Netzpolitik ein Kommentar, verletzt damit die Rechte eines anderen. Ähm dann haften wir oder der Tim,nicht dafür,solange Tim davon keine Kenntnis hat. Sobald aber dann der derjenige oder diejenige Partei, deren Rechte verletzt wurden, den Tim darüber in Kenntnis setzt, ab dann.Haftet er und muss,diese rechtswidrigen Inhalte dann entfernen. Und entsprechend haben natürlich auch diese Anbieter dann Schnittstellen, die es ermöglichen, äh die es den Rechteanbietern,nahezu automatisiert ermöglichen, äh Inhalte dort wieder zu entfernen.Und da wird gesagt, na ja okay, hat die Regierung jetzt einen Gesetzesentwurf gemacht, wo sie sagen.Kenntnis soll bei Gefahr geeigneten Diensten künftig vermutet werden. Das heißt, wenn du.Ein Dienstbetreiber, der relativ oft dadurch auffällt, dass dort ähm Urheberrechtsverletzendes Material äh ausgetauscht wird. Dann drehen wir diese.Annahme, diese Unschuldsvermutungsannahme um und sagen, du bist grundsätzlich.Hast du davon auszugehen, dass das, was bei dir hochgeladen wird, illegal ist und dann,ähm haftest du auch sofort? Ähm das heißt.Dienste, die hauptsächlich dadurch genutzt werden, haften, äh die hauptsächlich durch äh die hauptsächlich für illegales Fileshering genutzt werden, haften automatisch, auch ohne Kenntnis. Und das Gleiche soll gelten, wenn sie ähm.Eine geeignete Maßnahme die Gefahr einer rechtsverletzenden Nutzung fördern. Zum Beispiel.Ja, was was ist eine geeignete Maßnahme, die gezielt die Gefahr einer rechtsverletzenden Nutzung fördert? Zum Beispiel, wenn du das so machst, wie äh mega mit ihr mit ihrem neuen Dienst, wo sie sagen,Das, was bei uns hochgeladen wird, wird schon auf eurer Seite verschlüsselt, damit wir nämlich plausible,plausibel leugnen können, dass wir die Inhalte kennen. Und in der Lesart dieses Gesetzes ist genau das eine Maßnahme, die,den Dienst besonders geeignet macht für rechtsverletzende Nutzung. Man könnte sagen, dass er genau das fördert.Ebenso sind Dienste betroffen, wenn sie mit der Nichtverfolgbarkeit von Rechtsverstößen werben? Oder keine Möglichkeit vorhalten, um rechtswidrige Inhalte zu entfernen.Ja? Mit anderen Worten. Also, ne, ich hatte das Beispiel mega. Wenn du dich jetzt hinstellst und sagst, wir unsere Server stehen in Russland und äh wir können euch nicht verfolgen oder garantiert anonyme Uploads oder so. Zack.Sofort auf der Liste.
Tim Pritlove 0:40:50
Ja, dann bist du Apple ja eigentlich auch gleich auf diese Liste kommen, weil die sagen ja im Prinzip genau dasselbe.
Linus Neumann 0:40:56
Ja, Apple.
Tim Pritlove 0:40:57
Ne, somit hier irgendwie, wir können der Polizei nichts geben, weil wir haben nichts, wir können's ja selber nicht lesen so. Stimmt zwar auch nicht so richtig, aber zumindest behaupten sie das.
Linus Neumann 0:41:06
Ja, aber genau klar, ne, in dem Bereich äh äh in dem Bereich geht das. Also hier werden jetzt die Daumenschrauben angezogen und ist natürlich,Natürlich macht das Sinn, wenn du sagst, okay, wenn du aktiv dafür wirbst, dass dein Dienst für Illegale Tätigkeiten.Genutzt werden soll, dann bis dann tatsächlich aktiv und du ziehst da einen kommerziellen Nutzen drausund ähm das geht so nicht. Dann dann wirst du einfach haftbar gemacht und schon lässt du das sein, weil dann kriegst du für jede Datei äh für jede Urheberrechtsverletzende Datei, die bei dir liegt, kriegst du eben die Abmahnungweil du dich eben weigerst, ähm die Nutzer ans Messer zu liefern und ähm damit hast du dem Anbieter natürlich relativ schnell,den Spaß an der ganzen Angelegenheit genommen. Beziehungsweise du hast eben den Spaß daran genommen überhaupt noch irgendwelchemodernen äh Dienste des einundzwanzigsten Jahrhunderts in Deutschland zu betreiben, weil sie natürlich dann einfach derartiger Legislatur einfach entgehen wollen, klar.Also das ist ja wieder nur so ein Punkt, wo du siehst, okay, damit schaffst du eine recht Unsicherheit, beziehungsweise eine.Eine Rechtssicherheit, nämlich du kommst in den Knast, wenn du das machst, für jeden Plattformanbieter und Betreiber,und die werden natürlich dann entsprechend sind dann gezwungen abzuwandern, um um ihre legitimen Geschäftsinteressen ähm durchsetzen zu können und äh für die,die sie dem Markt machen, für die eine Nachfrage besteht, ähm dann eben auch einen einen rechtlichen Rahmen zu finden, indem sie diese Angebote betreiben können.
Tim Pritlove 0:42:56
Ja. Also ich habe so auch so.
Linus Neumann 0:42:59
War das jetzt unser oder.
Tim Pritlove 0:43:01
Ja, das ist hier so ein bisschen unser Leck. Wir haben leider gerade wirklich eine extrem äh schlechte Verbindung, die, glaube ich, auf beiden Seiten von äh mangelhaften äh mangelhafter Netzneutralität äh zerstört wird. Ja.
Linus Neumann 0:43:13
Ich habe aber, ich habe extra ein schönes VPN hier gemacht, diese komischen.
Tim Pritlove 0:43:17
Ja, aber das ist einfach äh die die Provider, die verhalten sich einfach äh talibanartig, ja, indem sie uns hier einfach äh nicht äh priorisieren.
Linus Neumann 0:43:28
Vor allem da wo ich gerade bin, sind die Taliban wirklich nicht fern. Da sollte der äh Oettinger mal äh gucken, wie das hier so ist.
Tim Pritlove 0:43:35
Ja und hier ist es äh ist auch absolut lebenswichtiger Inhalt, der hier äh übermittelt wird und und das ist ja jetzt wohl mal ganz klar, ja, dass,die Bengels in Brüssel, dass ich da mal ein bisschen zurückhalten äh müssen, damit wir jetzt hier unsere äh politischen Forderungen ohne Verzögerung an die Bedürftigen tragen können.So sieht's doch aus.
Linus Neumann 0:43:57
Weil wir ja auch davor warnen müssen, dass hier plötzlich einer von rechts kommt.
Tim Pritlove 0:44:00
Da kommt einer von rechts. So sieht's nämlich aus. Womit wir jetzt haben wir jetzt, ne, haben wir jetzt vor gewarnt.Ach ja.
Linus Neumann 0:44:20
Okay. Ah, jetzt kommen wir, glaube ich.
Tim Pritlove 0:44:23
Jetzt kommen wir noch zu einem kleinen äh Teilerfolg äh auch deiner Aktivität. Ich weiß nicht, ob das immer so gerechtfertigt ist, sei da ähm,äh deinem Tun und Treiben äh jetzt so ohne weiteres äh zuzuschreiben, aber es ist zumindest related und äh es fällt in einen äh Bereich, den du ja schon sehr aktiv äh beackert hast im letzten Jahr, nämlich die E-Mail, woder größte Kritikpunkt, ja, immer derjenige war, dass äh,Die Verschlüsselung, nicht eine Ende zu Endeverschlüsselung ist, sondern dass ja bei den äh Zwischenspeicherern, also da, wo ja sozusagen die Mail vorüber ab äh vorübergehend abgelegt wird, bevor sie dem eigentlichen,Adressaten zugestellt werden kann, dass er dort unverschlüsselt wäre, weil das müsste ja so sein, damit man sie auf Viren prüfen kann, damit das irgendwie alles total,sicher ist und natürlich kann man diesen Providern wunderbar vertrauen, wie gut äh das mit diesem Vertrauen und den Providern,funktioniert. Das haben wir ja nun im letzten Jahr mit den ganzen Snowdenfiles gesehen an dieser Kritik scheint dieses Projekt auch ziemlich äh erstick,u sein, also vielleicht nicht unbedingt nur an der Kritik, es gab ja auch ansonsten relativ wenig Gründe, das zu benutzen. Äh umso interessanter ist es, dass jetzt in der Debatte auf einmalAnkündigungen auftaucht. Ich weiß es gar nicht, wie konkret ist das jetzt schon? Ist das nur so ein Vorschlag oder ist das tatsächlich schon eine Ankündigung des Treibens, dass man ja jetzt irgendwie GPG oder PGP in dieses System hineininizieren möchte, um diese Ende zur Endeverschlüsselung dann doch wieder äh herzustellen?
Linus Neumann 0:45:53
Ja, ja. Alsoum jetzt nicht nochmal diese gesamte D-Mail äh Geschichte auszurollen, war vor allem in der letzten Sendung ja schon drüber gesprochen haben, verweise ich jetzt einfach nochmal auf den äh Vortrag, den ich beim beim dreißig C drei zu dem Thema gehalten habe, da war das jaeigentlich schon ähm ein ein alter Schuh so ein bisschen, da waren dann die Gesetzesänderungen schon durch, in denen,ähm TD Mail als bevorzugtes Mittel für die Kommunikation mit den Gerichten und den Behörden etabliert werden sollte,Wir haben in der letzten Sendung nochmal darüber gesprochen, ähm dass trotz massiver Bewerbung dieses Produkt immer noch keine.Kritische Anzahl an Nutzern erreicht hat. Ähm und jetzt kam am Anfang dieser Woche die Meldung, äh D-Mail,Ende zu Ende Verschlüsselung. So. Ihr habt ihr habt's gefordert, wir richten's einso also die Anbieter haben offensichtlich gesehen so, okay wir schieben den Leuten die Zalando-Gutscheine und die Amazon-Gutscheine und die Lufthansa-Meilen und die Freiminuten und den und den dengib es nicht alles noch für Gutscheine, die man heute irgendwie den Leuten in den Arsch schieben muss und trotzdem kriegen wir einfach die, die melden sich einfach nur an, nehmen den, nehmen den Schuhgutscheinund äh nutzen den Scheiß nicht und wir müssen dieses Ding jetzt irgendwie mal an den an den Start bringen, weil wir haben ja viele, viele Millionen investiert undall das haben wir alles schon besprochen und jetzt hat die Marketingabteilung offensichtlich gesagt, ja ähm hör mal, äh mach doch mal Ende zu Ende.Und dann und dann haben die sich gesagt, ja okay, dann machen wir jetzt Ende zu Ende.Jetzt muss man das so sehen. D-Mail ist, wie gesagt, eine ein sehr langer, großer, eine sehr lange, große Spezifikation, wie man einen E-Mail-Server so, so sicher wie möglich,konfiguriert, den Server wohlgemerkt.Und dann auch noch in kompatibel Macht mit allen anderen E-Mail-Servern, obwohl das eigentlich nicht notwendig wäre. So, dann.Und in dieser riesigen Spezifikation steht eben nichts von einer Ende zu Ende Verschlüsselung.Und der Hinweis, den ich damals immer gebracht habe und der Hauptkritikpunkt war, dass ich gesagt habe, Freunde,Wir leben in einer Welt, in der es seit seit vielen Jahren bald ein Vierteljahrhundert, ja, ich ich springe da, ich überspringe jetzt zwei Jahre, also PGP ist jetzt, glaube ich, so dreiundzwanzig Jahre alt. Bald ein Vierteljahrhundert gibt es diese schöne Technik.Und sie findet keinerlei Verbreitung, weil,sie nicht als Standard in unsere Kommunikationssysteme integriert ist. Wir müssen uns immer nochmal ein Plugin,in unseren van bauen, wir müssen uns ein Plug-in in unser Apple Mail bauen wir.Wir bekommen einfach keine standardmäßige Ende zu Endeverschlüsselung ab Werk. Das hat.Einerseits auch ganz gute Gründe, weil die Idee einer Ende zu Endeverschlüsselung natürlich ist, dass sie,abhängig, unabhängig ist von dem Medium, über das man sie spricht,Ja, also D-Mail konnte schon immer Ende zu Ende verschlüsseln, genauso wie jedes andere Kommunikationsmedium auch, ja? Ich kann Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten,übers Telefon austauschen oder über ein Brief. Es ist nur sehr umständlich.Und deswegen sind die meisten Briefe, die wir schicken, eben auch nicht Ende zu Ende verschlüsselt, weil es sehr schwierig wäre, dass äh einmal zu zu implementieren und zu standardisieren. Was jetzt in den letzten Jahren geschehen ist.Ist das ähm uns Systeme geschenkt wurden, die in den Clientschon einfach eine Ende zu Endeverschlüsselung eingebaut haben. Schöne Beispiele ist also dieses äh Textsecure und das in Deutschland ja auch sehr beliebte Threema, wo im Prinzip einfache Instant Messenger-Systeme.Laufen und in dem Client automatisch,die Fähigkeit zu Ende zu Ende Verschlüsselung integriert ist, während die Fähigkeit nicht Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten zu versenden, gar nicht erst existiert.Und,somit brauchst du kein Plugin mehr und das ist genau das, wofür ich seit Jahren plädiere, baut die Systeme bitte so, dass es den unverschlüsselten Fall gar nicht mehr gibt.Aus einer technischen Perspektive muss ich jetzt natürlich schon anmerken, es ist schon wichtig, dass die.Der Teil, der die Ende zu Endeverschlüsselung macht, aus einer von der Plattform unabhängigen Instanz kommt.Die vor allem quell offen ist, damit du sichergehen kannst, dass nicht der Schlüssel äh nochmal gelegt wird oder so. Aber von genau dieser reinen Lehre, ich hatte vor ein paar Sendungen schon mal davon gesprochen, müssen wir uns, glaube ich, einfach nach,fast einem Vierteljahrhundert jetzt mal ähm lossagen.Und sagen, okay, was wir wollen, was wir brauchen, ist Ende zu Ende Verschlüsselung in die Breite. Und für alle,indem wir sie einfach zum Standard erheben. Und da kommt es jetzt auch nicht mehr darauf an, dass diese Ende zu Endeverschlüsselung so implementiert ist, dass wir damit einen Edward Snowden schützen können, denn wir wollen einfach erstmal die Grundbevölkerung,die Basisbevölkerung schützen, die ähm äh einfach mal.Verschlüsselt und sicher kommunizieren kann. Vertraulich kommunizieren kann, ohne dass sie einigermaßen Überwachung verschiedener internationaler Geheimdienste äh zum Opfer fällt,Und das war genau mein Argument immer bei der D-Mail, dass ich gesagt habe, baut das bitte von vorneherein ein. Haben sie nicht gemacht? Haben, ist ihnen das Ding auf die Füße gefallen und jetzt gehen sie hin und sagen, okay.Wir bauen Ende zu Ende Verschlüsselung ein. Und jetzt ist natürlich die Frage, wie? Und zwar nehmen sie ein,Ein Plug-in für den Chrom Browser, das ähm.Quasi im Browser ein ein Plug-in ist und das dann auch mit D-Mail funktioniert.Dieses, dieses Plug-in ist äh geschrieben von ähm Thomas äh Thomas Obernörfer. Ähm,Angefangen hat er damit zweitausendzwölf. Ich kenne den Thomas auch, falls er uns zuhört, äh schöne Grüße, guter Mann. Der entwickelt seit ähm einiger Zeitan diesen, an dieser Open Extension äh für den für den Browser. Was keine schlechte Idee ist.In einer Welt, in der deine ähm deine Anbieter.Ende zu Endeverschlüsselung nicht unterstützen. Und er hat zum Beispiel dieses Plug-in halt so geschrieben, dass, wie gesagt, ist ein Chrome Plugin, da ist ein ist ein kompletter PGP-Stick drin undGleichzeitig erkennt dieses Plug-in zum Beispiel, wenn du jetzt auf einer Gmail-Seite bist, auf einer Jahu-Mail GMX Outlook Dot com Seite, erkennt es dann schon mal die,Webseite und versucht sich so schön wie möglich da rein zu integrieren. Also hier eine eine Lösung, die.Elegant ist, die in Ordnung ist, aber deren einzige Notwendigkeit ähm daher existiert, weil wir eben nicht.In den Kommunikationsdiensten, die wir nutzen, von vorneherein diese Möglichkeit finden.Also, sie fallen jetzt genau auf dieses Problem zurück, dass wir, dass die Nutzer, die über eben über D-Mail Ende zu Ende verschlüsselt kommunizieren wollen, ein Plug-in installieren müssen in ihrem Browser.Was der größere Teil der Nutzer nämlich nicht tun wird und der Teil der Nutzer, der es tut, kann dann wieder nicht mit allen kommunizieren und lässt es dann eben auch sein.Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob und wie sie.Die ähm die Schlüsselverwaltung machen, also ob sie wenigstens sich die Mühe gemacht haben, in ihre D-Mail-Oberfläche sowas wie eine,Vertraute Instanz für PGP-Schlüssel zu,einzubauen, die automatisch sagt, ey, du schreibst jetzt grade äh eine E-Mail an den an den Thomas. Äh wunderbar. Dann nimmst du direkt den Key hier,und schickst die Nachricht raus. Meine Vermutung ist, aber da kann ich, wie gesagt, nur sagen, dass ich da jetzt grade vermute.Wenn sie schon sich an einer Open-Source-Lösung äh bedienen, die übrigens von verschiedenen äh.NGOs und ähm GOs äh gefahndet wurde, ähm um quelloffen äh eben der der Menschheit zur Verfügung zu stehen, dann werden sie sich auch nicht die Mühe machen, die noch großartig anzupassen. Ähm,Das heißt, sie haben da jetzt gesehen, ach da gibt's ja was, äh von von Open Source, was ja auch nicht verkehrt ist, wie gesagt, wir wollen ja auch äh was haben bei dieser Krypto, aber der das Problem, was sie hier haben, es ist halt so eine,von hinten durch die Brust ins Auge lösung, die.Für das Problem, was sie löst, sehr elegant ist, aber eben nicht das Problem löst, dass wir dass die äh die Nutzung der Ende zu Endeverschlüsselung,an der mangelnden Verbreitung krankt. Und das heißt, ähm letztendlich,bedienen Sie sich hier an einem an einem Open-Source-Projekt, der der Community ähm hacken das irgendwie zurecht, dass es äh dass es in Ihr System integriert werden kann, das ist vielleicht einein paar Tage bis in ein paar Wochen Arbeit, wenn man dann noch die Testzeiten mit dazu nimmt äh und haben dann äh die Hoffnung,dass eben überall dieser Einwand der fehlenden Ende zu Ende Verschlüsselung ausgeräumt ist.Und die Piratenpartei hat da eine sehr schöne äh Pressemitteilung zu ich wurde natürlich, weil ichwenn man den Namen und Ende zu Ende googelt, dann kommt, fällt da relativ schnell mein Name äh und auch der des Compost Computerclubs. Ich würde da auch von äh einigen,Journalisten zu interviewt.Habe da eben auch meine ähm meinen Teil dazu gegeben, deswegen zitiere ich natürlich jetzt äh an dieser Stelle mal die Piratenpartei, äh die gesagt hat,D-Mail bleibt eben auch,mit Ende zu Ende Verschlüsselung ein ein totes Pferd, weil sie eben nicht pertiphaltrin ist, ja? Das heißt, dieser schöne, dieses schöne Beispiel,ähm ähm wie war das, wie war's nochmal.Jetzt fällt mir das Beispiel nicht ein. Egal, stattdessen zitiere ich einen sehr schönen Tweet, den ich im im Internet gelesen habe, wo jemand sagte, ähm du kannst auchüber eine Brieftaube endet zu Ende verschlüsselt, kommunizieren, aber dann ist es halt kein Feature der Brieftaube,und genau das ist hier äh jetzt mit dem mit der mit dem Anbieten eines eines Open Force Plug-ins zur zur freien Installation in dein D-Mail eine äh genau der Fall.
Tim Pritlove 0:57:44
Ja, ist das wirklichabsurd, ja, also jetzt hat man wirklich nach einer vielen, vielen Jahren das Offensichtliche zur Kenntnis genommen, ja, was ihn auch schon tausendmal äh um die Ohren gehauen wurde, was sie aber bisher immer getrost ignoriert haben, weil irgendwie war das ja nicht so wichtig. Jetzt nach dieser ganzen öffentlichen Debatte und vor allem, nachdem sich äh weiter einstellenden äh Gesamtversagen dieses,und der mangelnden Attraktivität so, vor allem, ne, jetzt wo die ganzen Zalando-Gutscheine weg sind,wollen sie vielleicht auch mal wirklich User sehen, die das System benutzen? Ich weiß nicht, ob da überhaupt irgendwelche Zahlen schon bekannt geworden sind, aber ich habe so ein bisschen die Vermutung, würden diese Zahlen bekannt werden, dann wär's nochmal so ein richtiger Schenkelklopfer, weil ehrlich gesagt, kann ich mir nicht vorstellen, dass das überhaupt,irgendeine nennenswerte Aktivität hat dieses Netzwerk. Also wenn da schon vier, wenn die schon vierstellige Nutzerzahlen haben, dann wäre ich schon echt überrascht.Echt überrasch.
Linus Neumann 0:58:33
Also na ja, sie haben ja Nutzerzahlen haben sie. Äh da da war ja letztens diese Zahl von einer Million, die ja schon lächerlich.
Tim Pritlove 0:58:40
Angemeldete Accounts.
Linus Neumann 0:58:42
Ja, genau. Theoretisch durch DML erreichbare.
Tim Pritlove 0:58:44
Ne, ich rede jetzt wirklich verschickte E-Mailsja? Beziehungsweise wie wie viele Menschen sozusagen, wie viele einzelne Menschen mindestens eine äh die E-Mail verschickt haben, die nicht irgendwie eine Test-Mail war. Sondern die wirklich so ein, ich kommuniziere mit meinem Finanzamt oder was auch immer.Das Absurde ist ja, dass man,Was wollte man denn eigentlich haben? Man wollte einen verbindliches System, was irgendwie sicher ist, ja, was die Leute auch benutzen, damit man irgendwie mit den Behörden kommunizieren kann. Und wäre ja auch toll,Jetzt sozusagen stellt sie zusätzlich noch die Erkenntnis ein, da wäre auch noch ganz super, wenn das sozusagen äh nicht nur die Identität sicherstellt, sondern äh äh wenn's auch noch verschlüsselt wäre, weil wir haben jetzt irgendwie äh genug in den Computerzeitschriften gelesen, dass es doch wohl an sich eine ganz tolle Idee wäre.Da kann ich nur sagen, wozu habt ihr diesen Scheißdreck überhaupt erfunden? Das gibt's alles schon. Ja, es gibt irgendwie.
Linus Neumann 0:59:36
Ja natürlich. Da ist ja auch nichts erfunden.
Tim Pritlove 0:59:37
Es gibt Mailsystem, das existiert seit dreißig Jahren. Da ist irgendwie äh äh vor allem Verschlüsselungs- und Identifizierungsmechanismus, den man problemlos jetzt äh hätte kombinieren können. Warum gehe ich nicht zu meinemBürgeramt oder was auch immer, lege da meinen äh meinen Pass oder mein mein Perso auf den Tisch und dann kriege ich halt äh ein entsprechendesZertifikat zugeteilt. Das installiert man irgendwie in seiner Software und die Sache ist irgendwie fertig.
Linus Neumann 1:00:05
Es wäre ja vor allem möglich gewesen. Es wäre ja sogar möglich gewesen. Du kannst ja so ein in den.
Tim Pritlove 1:00:08
Aber ja, aber stimmenst du mir nicht zu, dass das im Prinzip schon ausgereicht hätte?
Linus Neumann 1:00:14
Es natürlich, das war auch einer der einer der Vorschläge, die ich damals gemacht habe, habe gesagt, haut doch einfach schöne, schöne Zertifikate in die neuen Personalausweise, ja, dann habt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe, dann können eure Nutzer,richtig schön mit ihrem Personalausweis signieren. Überlegt mal, was das alles für ein was das alles für ein ähm,für einen Gewinn gebracht hätte, ja, dann könntest du dir äh wenn du da irgendwiewas ist, wenn man eine Kreditkarte beantragt oder so oder ein Konto, dann muss man doch immer dieses Post-Ident-Verfahren machenDas hättest du dir alles sparen können, da hättest du sagen können, okay und jetzt nehmt ihr das PDF hier mit euren Daten drinäh und äh signiert das einmal mit eurem Perso und äh geschenkt ist so und dann ist gut. So, dann hast du also da, da könntest du richtig geilen Scheiß machen undvor allem haben sie ja sogar die Gesetze dafür schon, weil sie dieses Signaturgesetz damals geändert haben und es gibt ja Signatur Karten,dummerweise ähm hängen da natürlich auch wieder Personen oder oder Interessengruppen drin, die sagen, ah wunderbar, da wollen wir aber gerne Geld mit verdienen.Ähm und du kannst zum Beispiel, wenn ich das jetzt recht entsinne, theoretisch zur zur Sparkasse gehen und dir auf dem auf dem Smartcard-Chip deiner EC-Karte äh ein Signatur-Zertifikat-Zertifikat deployen lassen,Das geht. Und damit kannst du dann mit so einem Kartenleser äh dann äh signieren.Das geht. Machen einige einige äh Rechtsanwälte und Notare wohl. Äh weil sich das auch nur Rechtsanwälte und Notare leisten können, wenn Schweinegeld kostet. So, aber du, ne, schön wäre natürlich gewesen, okay.Alle Bürger kriegen das und können Ende zu Ende verschlüsseln. Als Empfänger und signieren als Absender. Schönes zerrt oft auf dem Perso Thema erledigt, ja.
Tim Pritlove 1:02:04
Genau, vor allem bei S-Bahn muss man noch nicht mal groß was lernen, ne? Das Zertifikat da ist, wird das halt einfach benutzt. Und auf einmal wäre auch die gesamte private Kommunikation äh der Menschen untereinander ganz automatisch einfach mal so eben verschlüsselt.
Linus Neumann 1:02:18
Wer äh also das ist ähm einer der Punkte, warum ich natürlich auch immer äh,plädiere, wenn es um um Ende zu Ende Verschlüsselung bei E-Mail geht. Aber vielleicht wollen wir da jetzt nicht nicht in die Details nochmal gehen.Ähm ich habe so viel über über E-Mail-Verschlüsselungen in den letzten Tagen wieder gesprochen,Wie gesagt, das Traurige ist, es ist wieder nur ein Marketing-Gag und es ist halbherzig umgesetzt, ja und ähm das ist halt bei diesem Produkt so. Und äh sie hatten aber auch keine andere Gelegenheit mehr, ja. Also ich meine, das Ding ist durchgespeckt. Essteht quasi dran, worauf der, der, der, der freundliche Herr vom BSI achtet, wenn er deinen dein D-Mail-System abnimmt.Und ähm so ist es halt. Und das genau deshalb greifen sie ja jetzt auch auf so eine äh auf so eine äh Plugin-Lösung zurück und das tun ja auch, okay, jetzt war das nicht so schwer, da mussten sich halt alle,D-Mail-Anbieter in Deutschland zusammentun und sich darauf einigen, dass sie das machen. Alle sind in dem Fall, glaube ich, drei. Also ist, glaube ich, Telekom Telekom,eins und eins und United Internet oder so.
Tim Pritlove 1:03:29
Weil ein Gipfeltreffen.
Linus Neumann 1:03:31
Gipfeltreffen der DMA. Ja, es ist echt ja. Andererseits, ja,habe ich auch drüber nachgedacht. Es ist halt äh ein,vielleicht ein einer meiner ersten oder meiner eindringlichsten politischen, politischen Erfolge, dass das, dass ich mich jetzt zurücklehnen kann und sagen kann, seht ihr, habe ich euch doch gesagt.
Tim Pritlove 1:03:57
Genau. Und eine zwei äh zwei Jahre machen sie vielleicht sogar genau das, was du sagst.
Linus Neumann 1:04:01
Was was passieren wird, ist folgendes. Ähm das möchte ich jetzt noch schnell vorwegnehmen.Ein paar Leute werden dieses Plug-in installieren, die anderen nicht, weil es ihnen zu kompliziert ist. Die wenigen Leute, die es installiert haben, werden dann damit niemanden erreichen können.Und werden es sein lassen. Und dann werden sie auf Nachfrage in einem Jahr ähm eine Statistik rausgeben,und sagen, seht ihr, haben wir doch immer gesagt, die Nutzer wollen kein Ende zu Ende, weil es zu kompliziert ist. Gut, dass wir nicht auf den Neumann gehört haben und das zum Standard gemacht haben.Und das ist natürlich genau das Verquere, ja, also es schaut man muss sich die Dienste anschauen, dies die vernünftige Clans gebaut haben, die es von vornherein eingebaut haben und die erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie ist nutzerfreundlich und einfach gemacht haben.
Tim Pritlove 1:04:53
Ja GPG ist an der Stelle halt auch problematisch. Ich meine, das mag einen, ein lange etablierterDienst sein, aber er ist halt bis heute eigentlich nur für Leute wirklich nutzbar, die genau wissen, was sie tun und die vor allem äh diese Schlüsselaustausch äh Prozedur in irgendeiner Form beherrschen. Und das ist halt so dieses dieses Kernproblem. Es gibt ja auchich will das jetzt auch nicht weiter vertiefen, aber die Frage ist ja hier auch, wo kommt denn jetzt bitte der Schlüssel her? Ja.
Linus Neumann 1:05:19
Da bin ich natürlich noch sehr gespannt.
Tim Pritlove 1:05:21
Wie komme ich irgendwie überhaupt an diese öffentlichen Schlüssel mit denen ich da kommunizieren muss, weil die müssen ja irgendwie auf meinen Computer übertragen werden, also muss es irgendeinen Keyserver geben, wer betreibtden, ja, wo es da jetzt wiederum die äh das das Vertrauen begründet, dass dass mir da nicht falsche Schlüssel untergeschoben werden, alsovöllig unklar.
Linus Neumann 1:05:40
Das, das ist da bin ich gespannt, wenn dann irgendwann mal jemand mir berichten wird, wie sie es umgesetzt haben, aber äh was noch ganz witzig ist,Sie sie schießen sich da an einer Stelle relativ übel in den Fuß und zwar gilt ja die D-Mail als zugestellt. Ähm.Hatte ich auch ausführlich erklärt, so so eine D-Mail wird abgesandt und wenn der, damit gilt sie als zugestellt. Thema erledigt. Es gibt die, du musst halt quasi dein D-Mail-Postfach regelmäßig lesen, weil wenn du darüber irgendeine Anwaltsbekommt. Und das ist ja das einzige, was wir darüber am Ende wirklich bekommen wirst, irgendwelche Post, die zu deinem Nachteil gereichtJa, da wirst du ja nicht irgendwie äh gute Nachrichten drüber bekommen, sondern eben irgendwelche Gerichtsscheiße, die mit mit äh.
Tim Pritlove 1:06:29
Reagiert sie sofort, sonst du.
Linus Neumann 1:06:31
Reagieren Sie sofort, sonst fänden wir Ihr Pferd oder so, ne? Und ähm,oder wir nehmen ihnen ihr Geld weg oder wir kommen rein und kleben irgendwie einen Kuckuck auf ihren Fernseher oder so, ne. Sowas kriegst du ja nachher.Äh aber jetzt kommt der Witz. Wenn die jetzt Ende zu Ende verschlüsseln, ja? Und sie haben.Sehr stark beteuert. Ich habe dann auch allen Journalisten gesagt, fragt mal, was passiert, wenn man das Passwort zu dem Kiefer gibtweil das wäre natürlich jetzt schön, ja? Also ich meine, was passiert dann, wenn wenn dann sagt, na ja, dann, wenn ihr das Passwort zu dem Kiefer äh vergesst, dann kriegt ihr halt einen Neuen, jaÄh neues Passwort, dann weißt du, wie wie gut die Ende zu Endeverschlüssung ist. Wenn sie aber sagen, dein Schlüssel ist dann, dein Kies dann eben verloren, dann brauchen sie eine Roll-over-Prozedur dafür, dass sie dir einen neuen Key geben, den Alten irgendwie revoken,und so weiter, was für sie natürlich mitm mitm kleinen Problem einhergeht. Und jetzt stelle dir einen Nutzer vor, der Ende zu Ende verschlüsselt, eine ähm,eine Nachricht kriegt, die gerichtsfest als zugestellt gilt, er aber den Schlüssel,das Kennwort zu dem Schlüsselpass vergessen hat und deswegen diese Nachricht nicht lesen kann.
Tim Pritlove 1:07:47
Selber schuld.
Linus Neumann 1:07:49
Bin ich.Aber diese Fragen werden sich halt nie stellen, weil das wird halt das wird halt keine Verbreitung finden und deswegen sind das jetzt hier wirklich äh theoretische.
Tim Pritlove 1:08:04
Äh ja, was heißt denn hier? Sie wussten nicht, dass ihr Planet zerstört wird. Die Pläne hingen noch mehrere Jahre, nur wenige Lichtjahre entfernt aus. Also.
Linus Neumann 1:08:16
Ach ja.
Tim Pritlove 1:08:16
Gott. Ja, es ist wirklich, es ist, es ist wirklich hanebüchen und ich.Schau doch auch immer wieder, ob dieser geballten, Inkompetenz in in Führungsetagen. Das ist, glaube ich, auch überhaupt so ein Problem. Ist ja nicht so, dass wir niemanden hätten in Deutschland, der irgendwie diese Sachen versteht.Ist ja nicht so, dass es niemanden gibt, der irgendwie das schneit. Aber diese Leute befinden sich einfach nicht an den Stellen, wo solche Maßnahmen dann auch wirklich strategischbeschlossen werden. Ich sage jetzt nicht irgendwie Politik, aber es würde ja vielleicht auch schon mal reichen, wenn in den Unternehmen so wie Telekom oder so.So etwas Gewicht hätte, dass man, dass man, dass man auch eine ähm, wie soll ich sagen, so eine Art.Technologie-Verifikationsprozedur äh hat oder so eine Instanz hat, dass man sich sicher ist, dass man da keine Scheiße erzählt.Das findet offensichtlich irgendwie nicht statt. Wenn ich mir das übertrage, stell mal vor, Google oder Apple würde mit.Diesem Grad an Professionalität agieren und ihre Systeme zusammenschrauben. Da würde doch nichts laufen.Nichts. Diese ganze Infrastruktur all diese ganzen Datacenter weltweit, die sie da betreiben,Es würde einfach alles explodiert und ihre ganze Sicherheit ist ist klarer, ja? Einzige Vergleich, den mir da noch einfällt, also der so ähnlich katastrophal ist, sind hier so so Sachen wie Lenovo, ne, mit ihrer mit ihrer Spyware. Wo man sich irgendwie so fragt,wie kann sowas überhaupt auf einem,Entscheiderlevel überhaupt auch nur erwogen werden, dass man so etwas macht. Weil die natürlich ganz offensichtlich von diesen ganzen Konsequenzen keine Ahnung haben und und da herrscht irgendwie noch so eine,eine Dummheit, ich meine, dass jemand, der jetzt ein Unternehmen managt,darüber jetzt im Detail kein technisches Know-How haben kann oder muss,geschenkt. Aber man muss Prozeduren haben, wie man die Leute, die die das wirklich bewerten können und dafür irgendwie auch ihre Hand ins Feuer äh legen,man die in solche Entscheidungsprozeduren auch mit einbindet, nachvollziehbar einbindet,Das findet irgendwie nicht statt. Und da da fehlt es irgendwie einfach auch an an Basis in diesem Land.
Linus Neumann 1:10:39
Das stimmt, ich muss nur nochmal kurz darauf hinweisen, also D-Mail ist halt ein relativ fest definierter Standard und sie konnten da jetzt, also es gab jetzt auch keine elegante Lösung mehr, das da irgendwie vernünftig reinzubauen. Das geht halt nicht.
Tim Pritlove 1:10:53
Nee, aber das ist aber, ja, aber schon schon am AnfangHätte man sagen sollen, ja. Stattdessen standen sie da alle so Förderkohle, Förderkohle, geil. Aber die die langfristigen Auswirkungenauch für einfach für den Standort. Deutschland, für Europa, irgendwie letzten Endes auch für die Beteiligten Unternehmen. Ich meine, jedes Unternehmen, was an diesem ganzen dem Kasperkram äh mitgemacht hat, die haben sich doch einfach, die blamieren sich doch einfach,X und so was.
Linus Neumann 1:11:20
Blamage ist den.
Tim Pritlove 1:11:21
Nehme ich doch einfach nicht ernst diese Läden.
Linus Neumann 1:11:24
Das stimmt, aber Blamage ist für die, glaube ich, das kleinere Problem. Ich glaube, die sind alle jetzt auch relativ traurig, weil äh das schöne Geld weg ist,auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Aber okay, wir müssen mal äh uns den den nächsten traurigen Botschaft ähm äh zuwenden.
Tim Pritlove 1:11:41
Gut, äh machen wir das so. Äh ich meine noch vielleicht eine Sache mit das schöne Geld ist weg, aber der Punkt ist,Das nächste bekloppte Förderprojekt der Bundesregierung ist doch nur eine Frage der Zeit.Dieser Prozess, der geht auch immer wieder von vorne los. Jetzt kommt wird irgendwas wird jetzt wiederwas auch immer die die Sau ist die als nächstes durch die Straße getrieben wird, ja? Keine Ahnung, irgendwann merken sie das mit dem Glasfaser, Breitbandausbau lässt sich jetzt dann doch nicht vermeidenDie ganze Zeit haben sie irgendwie Kupfer und bla und irgendwann stellen sie fest, ach wir hätten eigentlich schon immer mal Kabel irgendwo äh Glasfaserkabel verbuddelt sollen. Die Schweizer machen das schon irgendwie seit über zehn Jahren, läuft superjetzt machen wir das auch. So und dann geht's los und dann dann kommen wieder diese ganzen großen Firmen, ah, schwierig und so weiter, da müssen wir ja erstmal nochmal uns was ausdenken und so, weißt du und dann wird wieder irgend so ein Fördertopf aufgemacht, da wird wieder irgendeine,beschissene technische Lösungen gemacht werden, die am Ende überhaupt nicht funktioniert, wo Millionen verballert werden, anstatt einfach mal es macht mich einfach glücklich,fertig, ist schlimm.
Linus Neumann 1:12:46
Ja, die Dinge werden nicht richtig gemacht.
Tim Pritlove 1:12:49
Okay, nächstes und letztes Thema, ja, ne?
Linus Neumann 1:12:54
Ja, ähm es mehren sich die Meldungen. Also es gab's irgendwie erstmal vor ein paar Tagen schon auf Spiegel Online äh dann wurdewidersprach Heiko Maas, dem aber wieder im Spiegel war das ähm dann widersprach, Heiko Maas, dem aber,Fakt ist wohl.Dass ähm der Thomas de Maizire, unser Innenminister, ähm inzwischen wieder in Gesprächen ist mit unserem Justizminister Heiko Maas. Ähm wie man denn.Konstruktiv und zielorientiert ähm auf eine Vorratsdatenspeicherung hinwirken könnte. Die Rheinische Post,sagt, das generelle Nein der SPD zur Speicherung von Kommunikationsdaten sei schon vom Tisch. Ähm,Sigmar Gabriel bezeichnet die Vorratsseitenspeicherung schon als ein unter Umständen geeignetes Instrument. Ähm Union hat ein bisschen mit dem Abspecken ihrer Förderung, äh ihrer Forderungen begonnen und ähm,beide Seiten beschimpfen sich da in der Öffentlichkeit nicht mehr so sehr. Das heißt, es sieht danach aus, dass sie sich jetzt halt irgendwie langsam äh einigen wollen. Ähm.Ich bin mal gespannt, was da am Ende draus wird. Ähm.In den Berichten wird davon gesprochen, dass sie sich darüber Gedanken machen würden,ähm die Anlässe des Zugriffs äh irgendwie genau zu definieren und,vor allem irgendwie ausnahms ausnahmsregelung für äh herausgehobene Berufsgeheimnisträger äh,zu definieren, wie zum Beispiel für Anwälte, Ärzte und äh Priester. So dass die irgendwie quasi ein äh ein,sagen können, hier äh ich bin Anwalt, hier ist meine meine Urkunde, ähm mein mein Anschluss bitte ohne Vorratsdatenspeicherung oder so.
Tim Pritlove 1:15:04
Journalisten nicht.
Linus Neumann 1:15:06
Äh Journalisten, ich weiß nicht, ob Journalisten als äh Berufsgeheimnisträger gelten, ich glaube nicht, oder?
Tim Pritlove 1:15:13
Naja, was schwierig ist ja schon die Definition eines Journalisten. Das ist ja nun mal kein geschützter Beruf. Journalist kann sich ja äh jeder äh äh nennen, sogar wir, würden wir ja dann auch, aber äh genauer darum.
Linus Neumann 1:15:26
Fallen die wahrscheinlich hinten runter.
Tim Pritlove 1:15:27
Ja, aber genau darum geht's ja nun gerade, ne?
Linus Neumann 1:15:31
Aber es gibt halt da jetzt nix, nix wirklich Konkretes, ja, also ähm Heiko Maas hat dann irgendwie das dementiert und hat gesagt.Deutschland, Deutschland plant kein nationalen Alleingang bei der Vorratsdatenspeicherung. Ähm.Und es gibt keine äh Verhandlung zwischen Justiz und Innenministerium. Äh er würde seit einem Jahr über mehr als einem Jahr mit Thomas de Maizire regelmäßig reden. Ähm und es gäbe nichts Neues.Ja. Tja.
Tim Pritlove 1:16:05
War's dann auch schon.
Linus Neumann 1:16:06
Verweist äh auf die EU-Kommissiondie ja erstmal evaluieren will, ob es äh zu einer neuen EU-Richtlinie kommen kann, das ist ja auch ein ein ewiges Hin und Her, ja, also ich meine, dass, wenn man einfach mal nur Vorratsdatenspeicherung in letzter Zeit auf Netzen oder Netzpolitik org ähsucht, dann findet man echt, dass es jede Woche ist dann irgendwie so EU-Rat.Oder EU-Kommission will wieder.EU will erstmal keine Vorratsdatenspeicherung, Parlament will so und so Vivian Reding oder also da das geht ja die ganze Zeit hin und her, das ist glaube ich so eine so eine klassische ähm.Klassische Verwirrungstaktik. Also das ist, glaube ich, auch keine schlechte Taktik, dieses Thema mit.Also das Thema ohne Neuigkeiten in der Presse zu halten, auf das die allgemeine äh Öffentlichkeit des Themas überdrüssig wird, weißt du?Also mach's einfach die ganze Zeit, ja, jetzt, oh, hier wieder Vorzeitenspeicherung, nächsten Tag treten alle vor die Presse und sagen, nee, wie, hä, stimmt nicht. Dann machst du fünfmal,bis sich keiner, bis sich keiner mehr ernst nimmt und dann wartest du, bis irgendwie kurz vor den Sommerferien und knallst den Leuten das um die Ohren. So, also ist jetzt,Ne, wäre jetzt nicht das erste Mal, äh dass das ein Thema auf auf die Weise ähm durchgesetzt wird in der Öffentlichkeit.
Tim Pritlove 1:17:34
Ja, richtig, ne, anderer, man könnte natürlich jetzt auch etwas softer formulieren, dass sozusagen sie überhaupt diese ganze Debatte äh als solche erstmal im Raum halten wollen. Allein um dann im richtigen Moment immer dieGelegenheit zu haben, na ja, wie man ja äh merkt, wir hatten ja unzählige Versuche unternommen und es wurde ja immer wieder ähniedergestimmt und äh ihr verhindert ja hier die äh erfolgreiche Verbrechensbekämpfung und der übliche Schmerz.Also mit anderen Worten, es ist eigentlich nichts passiert an der Vorratsdatenspeicherungsfront, sondern es wird einfach nur fleißig äh dementiert.
Linus Neumann 1:18:12
Ja, aber ich bin da mal gespannt. Also ich ich es würde mich jetzt wundern, wenn da nix käme.Ja, natürlich. Also irgendwas kommt immer. Ob das jetzt am Ende mit der Meldung zu tun hat oder nicht, aber äh,Es gibt jetzt echt keinen Anlass davon auszugehen, dass dass wir nicht in nächster Zeit wieder mit irgendeiner Vorratsdatenspeicherung.
Tim Pritlove 1:18:35
Du meinst einfach Holzauge sei wachsam, äh eine dieser Meldungen könnte die Richtige sein, nur weil er jetzt die ganze Zeit einer Löwelöwe schreit. Ja, okay, das äh ist natürlich.
Linus Neumann 1:18:45
Wie so beim Hütchenspiel, weißt du? Ah, weißte? Wo ist der Gesetzesentwurf? Wo ist der Gesetzesack?
Tim Pritlove 1:18:55
Stimmt. Wie auch immer, wir werden jetzt hier mal äh das Ende einleiten und hast du noch da ähm Wünsche zu verteilen.
Linus Neumann 1:19:08
Ja, ich ähm danke an dieser Stelle äh Mariano und Hannes und muss eine Person vertrösten, weil ich den Namen grade nicht mit dabei habe.Bin ähm ja grade nicht zu Haus. Ja.
Tim Pritlove 1:19:25
Ja, bist nicht im Heim. Ich bin auch nicht im Heim. Das war wieder eine Fernaufnahme von äh Lok,Politik heute auch nochmal mit äh besonderen äh Netzschmerzen, mangels Netzneutralität und ähm zuverlässigen Zugängen. Äh ich hoffe, das wird sich dann innerhalb der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre verbessern.Solange bleibt ihr uns ja sicherlich treu.
Linus Neumann 1:19:50
Also ich schon.
Tim Pritlove 1:19:51
War ein Jahr. Ja, ich auch. Wir sagen tschüss.
Linus Neumann 1:19:56
Tschau, tschau.

Shownotes

Feedback Astro-TV Hack

Feedback FCC-Regelung Netzneutralität

Netzneutralität Taliban

Störerhaftung: WLAN & Hosting-Provider

De-Mail am Ende-zu-Ende

Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung?

LNP133 Staatsbegräbnis in purem Gold

Nachlese: SIM-Karten, Gemalto, Superfish — FCC regelt Netzneutralität neu — Zwangsrouter — Störerhaftung — DE-Mail — Citizenfour

Ihr dürft Euch freuen, denn in dieser Ausgabe gibt es mindestens drei gute Nachrichten, doch legen wir, um den Schock nicht zu groß werden zu lassen auch noch einen Downer mit dazu. Das alles und noch viel mehr in Eurem wöchentlichen Update rund um das Top-Thema Netzpolitik, dem Lifestyle-Aktivismus von heute!

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Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann 0:00:00
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Fühle mich jetzt auch schon viel besser an die Nuss.
Linus Neumann 0:00:06
Das ist schön. Dein Akzent ist auch wieder normal.
Tim Pritlove 0:00:30
Buch, Netzpolitik, die äh ja ähm.
Linus Neumann 0:00:34
Hundertdreiunddreißigste.
Tim Pritlove 0:00:35
Hundertdreiunddreißigste Folge, so sieht es aus und ähm da sind wir wieder.Linus. Ja, es hallt hier noch ein bisschen. Ich äh habe ja noch nicht die Akustik so im Griff, wie ich das äh gerne hätte.
Linus Neumann 0:00:49
Hast du hast du dein Haus noch nicht vermeter ebnet.
Tim Pritlove 0:00:52
Nee, aber das äh findet bald statt. Ich glaube schon, ich ich habe schon einen Plan.
Linus Neumann 0:00:55
Okay, wunderbar. Da wird sich der Vermieter freuen, wenn du da erst mal deinen ganzen Kram an die Wand geleimt hast.
Tim Pritlove 0:01:01
Genau, ohne Basotek ist ja nicht, ne?Nee, diesmal klingt das besser.
Linus Neumann 0:01:10
Was macht man denn vielleicht ganz kurz, ähm was mache ich denn, wenn die, wenn die Bude halt? Möbel reinstellen, Teppich äh äh.
Tim Pritlove 0:01:17
Alles, alles, was den, was den Schall bricht, ist äh hilfreich und äh den Schall brechen halt Bücherbände, wunderbar. Alles, was souneben ist, nicht glatt, also problematisch sind glatte Wände, Fenster, alles, was irgendwie glatt ist.Gastische. Und ähm Teppich hilft, Vorhänge helfen. Sind allerdings,nicht so absorbierend, wie man's vielleicht ähm vermuten möchte. Und äh es gibt natürlich dann so verschiedene Schaumstoffe,und ähm dieser Basottext ist halt der mit Abstand teuerste, aber halt auch mit Abstand der der Beste. Das ist halt auch das Zeug.
Linus Neumann 0:01:58
Mit Abstand der einzige, den du kaufst.
Tim Pritlove 0:02:01
Ja, ich kaufe halt immer nur das Beste.So bin ich.
Linus Neumann 0:02:06
Der Tim.
Tim Pritlove 0:02:07
Ja, na ja, ist halt auch irgendwie gleich B eins, hat keine Brandlast und so. Das ist so das Zeug, was auch so in äh Motorhauben und so weiter äh landet, ne, zurReduktion, also das ist halt so ein Universalstoff, der einfach sowohl den Brandanforderungen genügt, als auch farblich bleibt, als auch formstabil ist, als auch,extremen Sound schluckt. So ein ein Wundermittel der chemischen Industrie.
Linus Neumann 0:02:32
Wie ist immer der, wie ist dieser die alte Weisheit? Äh billig kann ich mir nicht leisten, weil wer billig kauft, kauft zweimal oder sowas in.
Tim Pritlove 0:02:40
Ja, so sieht's nämlich aus. Da, glaube ich, fest dran. Außerdem teuer äh teuer gekauft, das kriegt man meistens auch noch teuer verkauft.Kannst du eigentlich nur wegschmeißen.
Linus Neumann 0:02:53
Es stimmt, es stimmt, ich ich hätte wir müssen zu Themen kommen, wo ich dir widersprechen kann oder wo ich.Wo ich mehr weiß. Äh SIM-Karten zum Beispiel.
Tim Pritlove 0:03:04
Ein bisschen weiß ich ja auch was.Mal gucken wie viel.
Linus Neumann 0:03:09
Du hast auf jeden, nee, also wenn ich unser Repertoire mit mit rein, dann hast du nicht mehr als ich, aber in in aktiver Nutzung hast du auf jeden Fall mehr als ichIch wollte eigentlich nur noch zur letzten Woche kurz einen einen Nachtrag machen. Wir hatten ja lange über die Angriffe, die über das die durch die Kenntnis des KI äh möglich sind, gesprochen.Du erinnerst dich. Und ähm dann äh ist mir nachher noch so eingefallen, dass es ja noch andere Keys auf der SIM-Karte gibt, die zu haben ähnlich interessant ist,Und äh zwar sind das die Unterschlüsse. Da hatte ich,auch schon mal was erklärt, vor allem in der Sendung mit dem Ulf Buhrmeier, das müsste irgendwie Lokbuch Netzpolitik hundert sonst was gewesen sein.
Tim Pritlove 0:03:49
Wie heißt der Schlüssel? Rothaar.
Linus Neumann 0:03:51
Uta. Also oder ich weiß nicht, ob die Keys wirklich die heißen, das sind eigentlich Keysets, die auf Tars sitzen und die SIM-Karte hat viele Tars und,so eine zweistellige Anzahl Kiesetsaber oder bis zu eine zweistellige, aber der entscheidende Punkt ist, dass OTA steht für Over VR. Nämlich ähm Konfigurations-Updates oder äh Java-Applets, die du auf die SIM-Karte äh schicken kannstUnd auch da kommt so eine symmetrische Krypto zum Einsatz und wenn du diesen, also quasi ein äh Verschlüsselungs und Signaturkey, der auf,Server und Seite in dem Fall die SIM-Karte gleich ist. Und ähm damit kannst du quasi ähm kleinere Java-Applikationen auf die SIM-Karte laden. Ähm,und der Luca und Luca Melette, Carsten Nohl haben das beim.Dreißig C3 präsentiert ähm eine SIM-Karten-Mywed, die so folgendermaßen funktionierte. Die schickte einfach alle äh alle Endzeitabstände.Eine ähm SMS mit den Geokoordinaten an die Zielrufnummer, ja? Und.Solche Scherze kann's halt mit Simone machen, auch noch ganz andere Sachen, wie zum Beispiel den KI Clown oder so, aber das braucht die NSA ja nicht zu machen. Und in diesem Snowden League findet sich so ein kleiner Hinweis, ah, wir können übrigens Billing Records löschen,Ähm und das ist natürlich spannend, weil das heißt, du kannst ähm.Du kannst quasi, wenn du die NSA bist, eine Myware auf einer SIM-Karte installieren, diese Malware zum Beispiel ähm an eine kostenlose Nummer, die ganze Zeit SMS schicken lassen,Und da du ja äh.Ähm wie der Frank das so schön im NSA Untersuchungsausschuss nannte, äh dank einer strategischen Deregulierungspolitik,äh dafür gesorgt hast, dass die dass die meisten Mobilfunknetze ihr Billing ähm outgesourct haben zu deinen Dienstleistern,kannst du dann äh Einträge von der Rechnung löschen. Das äh ist übrigens was, was ähm auch im Rahmen des natürlich teilweise notwendig wirdwenn die dafür sorgen, dass halt immer so zweite Verbindungen sind. Du erinnerst dich an den Fall, dass wir vor ein paar Jahren, dass da irgendwie einer plötzlich die ganze Zeit Verbindungen nach Pullach auf der Rechnung hatte,mal, wenn er einen Anruf gemacht hat und das war halt eine eine TKÜ äh Schaltung, wo die vergessen hatten, ihm diese ganzen Verbindungen wieder aus dem Einzelverbindungsnachweis.
Tim Pritlove 0:06:30
Wie viele, wie.
Linus Neumann 0:06:31
Lange, lange her, der.
Tim Pritlove 0:06:32
Viele Dienstleister gibt es denn da, äh die für die großen Provider diese Tätigkeit übernehmen, diese belegen?
Linus Neumann 0:06:39
Und genau das habe ich ähm habe ich nicht habe ich nie wirklich recherchiert, da bin ich aber öfter von Journalisten drauf angesprochen worden,Da gibt's irgendwie ein Paar. Es gibt auch einen israelischen ähm.Die sagen also, dass das, ich meine, du kannst dir natürlich vorstellen, Billing in so einem Telko,Invironment ist echt krass. Du hast Millionen von Kunden, die Millionen mit Millionen von anderen Kunden telefonieren, das jeweils zu anderen Tarifen machen, wo der eine sagt halt, okay, die erste Minute wird vollbezahlt, bei dem anderen Kunden wird das so, der andere hat eine Flatrate,Das sind relativ komplexes Ding, wofür du halt irgendwie auch Computer und so weiter brauchst.Und äh das äh ist natürlich ganz gerne mal outgesourct und wenn die NSA sagt, lieber Dienstleister, der das outsourct, wir wissen, das ist ein teures Geschäft, aber wir haben Interesse, dass du dieses ChefGeschäft betreibst, unterbiete doch mal alle anderen, wir machen das dann trotzdem noch lukrativ für dich. So wäre ja jetzt die gängige Verschwörungstheorie. Ähmdann kommst du eben zu solchen Punkten, dass du sagen kannst, ach so und äh Verbindung zu unseren Nummern werden übrigens grundsätzlich nicht ausgewiesen. Und dann macht halt so Sim, Myware äh Sinn. Weil wir die früher vorher die Angriffsszenarien, die wir ausgemalt haben, waren immer nurdass du halt die SIM-Karte premium SMS schicken lässt.Und dadurch äh dann irgendwie monetären Gewinn machst, weil wir eben nicht wirklich wussten, ähm wie man denn so billigen Records löschen könnte, ne? UndDas ist halt nicht unser Forschungsgebiet.
Tim Pritlove 0:08:05
Ja, das ist definitiv das Forschungsgebiet der NFA und anderer äh Unternehmen in dem Bereich, die dann sehr wohl eben einfach durch Hacking-Maßnahmen sich oder eben auch durch andere Deals äh dieser billigen Rekords dann entledigen.
Linus Neumann 0:08:19
Aber alles ja äh alles ohnehin egal, weil hat ja jetzt ähm bekannt gegeben, ähm sie wurden ja gar nicht gehackt.Beziehungsweise schon gehackt, aber sie sagen.Also hat gesagt, ja, die haben ja nur unsere Office-Netze gehackt und das ist ja in unserem, unserem Security-Perimeter der äußerste, ja, also da gibt's ja noch viel, viel kritischere Sachen. Da haben die sich ja gar nicht reingehackt. Ja, was sie natürlich vergessen ist, dass aus ihren Office-Netzen in diesen Office-Netzen natürlich auch die Administratoren hängen, die dann weiter gehacktwurden, ne? Das also, das warenschlechte, schlechtes Tennis, was äh da probiert hat und das Tennis wurde noch schlechter, weil sie nämlich sagten, durch den Diebstahl, der,der wären drei G und LTE-Karten nicht verwundbar.Und ähm das stimmt nicht. Ähm und der die Telekom sagte dann so, ja äh wir haben ja sowieso eine,proritäre Schiffe verwendet und dies auch nicht abhörbar das ist natürlich auch so ein bisschen.
Tim Pritlove 0:09:26
Standardverschlüsselungsmechanismus benutzen.
Linus Neumann 0:09:29
Es gibt äh genau besser werden sie, besser werden sie dran, wenn sie den den Standard äh Mechanismus benutzen würden. Aber du kannst natürlich, du kannst tatsächlich so ein bisschen an diesen Algorithmen rumtricksen, die dann den KC bauen oder sowas. Ähm,in der Regel ist das aber natürlich nicht klug. Hm, das zu tun,Weil ähm Standard gibt's schon nicht ohne Grund und das einzige, was die Telekom, also die Telekom sagt, bei uns,hat der Angriff so nicht sofort zum vollen Erfolg gefühlt, weil gefühlt weil wir noch so einen kleinen Strohhalm des Security nochmal hinten dranhängen haben.
Tim Pritlove 0:10:07
Aber was war denn jetzt ihre Argumentation, warum jetzt ausgerechnet drei G und LTE-Karten nicht verwundbar gewesen sind.
Linus Neumann 0:10:14
3G und LTE ähm die die ähm,die Generierung des KC aus dem KI, also die Session Verschlüsselung aus dem Hauptschlüssel äh ein bisschen komplexer ist, aber es ist, es ist stimmt einfach nicht, dass du ähm,dass du das nicht bräuchtest. So, also das es stimmt, es ist einfach nur schwieriger und ein anderes, ein anderes, du musst was anderes implementieren, als bei 3G,aber es ist trotzdem äh genauso möglich. Ähm interessanterweise, Entschuldigung, dass ich da immer wieder drauf verweisen muss,auch dreißig C3 gewesen sein als Karsten und Luca in dem gleichen Vortrag, dass eben auch demonstriert haben. Und äh da hat allerdings andersrum, nämlich da haben sie ein KI gestohlen.Und dann auf Basis des mit diesem Telefon Telefonat durchgeführt, ja?Das ist das ist am Ende genau das gleiche, ne? Also ob du ein Telefonat durchführen kannst, das heißt die komplette Authentifizierung und Verschlüsselung selber durchführen kannst oder ob du mit mit sniffen kannst, ist ist in dem Fall das Gleiche.Naja, also spielt da äh keine Ahnung. Ich habe da, ich habe mir das ungefähr so vorgestellt. Die Leute haben bei der NSA angerufen,Haben gesagt hallo, ähm Jungs, sag mal, wenn wir jetzt sagen, ihr seid gar nicht bei uns eingebrochen, ne? Würdet ihr dann öffentlich widersprechen,Sagt die NSA, nein, natürlich nicht, wir wir behaupten immer überall nirgendwo reingebrochen zu sein und da hat Jemato gesagt,Okay, tschö! Und hat ihre Pressemitteilung veröffentlicht. Also so so scheint mir das da gelaufen zu sein. Ähm.
Tim Pritlove 0:11:56
Aber sie hatten wirklich auch überhaupt keine Ahnung, ne. Also es ist so.
Linus Neumann 0:12:00
Ja, genau, also es ist halt supergeil, ne. Die die merken das über Jad über Jahre nicht und können dann innerhalb von fünf Tagen sagen, nö, nö, gar nicht.Also das ist ne so so das äh da müssen wir da müssen mal ein paar Leute rein, die die äh müssen mal ein paar Berater rein. Ähm,Egal, wir sind ja noch nur in der Nachlese zur letzten Sendung. Microsofts äh dieser Virenscanner, den Microsoft eingebaut hat. Äh wie heißt der denn überhaupt Defender oder so, keine Ahnung. Der Standard Microsoft, der beibei ähm der bei bei Windows mit.Ausgeliefert wird, der entfernt jetzt den Superfisch. Diese. Ähm das fand ich auch sehr.Sehr amüsant. Ich meine, wenn Microsofts wenn Microsofts Virenscanner dein Produkt als als schadhaft entfernt, dann hast du wirklich ins Klo gegriffen,Der irgendwo gab's aber auch die Meldung, dass die dass dieser CTO von Lenovo wirklich sich persönlich für diesen Bockmist äh entschuldigt hat, dass ähm.
Tim Pritlove 0:13:02
Das muss er auch.
Linus Neumann 0:13:02
Das muss er auch und äh das ist äh ist jetzt die Frage, ob man es ihm verzeiht oder nicht. Vielleicht kann man auch sagen, das war einfach mal ähm witzig,ja? Witzigund wenn vielleicht sagt man einfach witzig und weiter geht's oder man sagt seid ihr beknackt. Also das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe ein Lenovo Laptop gekauft. Fand ich gut. Aber ohne super Fisch.
Tim Pritlove 0:13:23
Sicher?
Linus Neumann 0:13:29
In den in den USA gibt's gute Nachrichten. Aus den USA gibt's gute Nachrichten. Ja, kein Scheiß.
Tim Pritlove 0:13:35
Man mag's nicht glauben.
Linus Neumann 0:13:36
Ähm und zwar hat die äh FCC jetzt den ähm die Netzneutralität geregelt.Wir erinnern uns an die Vorgeschichte. EsEs gab eine Netzneutralitätsregulation der FCC, es gab dann eine Klage dagegen, dass die FCC keine Grundlage hätte. Dann hat die FC das Internet irgendwie als Universaldienst äh ähm definiert und jetzt wieder neu reguliert.Und die Netznetralitätsregelungen der FCC besagen ähm oder untersagen es, legale Inhalte, Anwendungen oder Dienste zu blockieren oder auszubremsen.Ähm.Es gibt halt noch dieses legal da drin, damit wollen sie sich natürlich das ihre DMCA-Sache offen halten. Äh das heißt, sie wollen ähm Domains äh sperren dürfen. Die äh,Urheberrechtsverletzen oder oder äh oder Terror über uns bringen und ähm,sie wollen sie verbieten es also diese Einschränkungen, ich meine, die wirst du bei keiner Regulation wirklich rauskriegen, dass man sagt, okayauch illegale Inhalte dürfen nicht blockiert werden. Das wäre zwar sehr schön, aber ähm ja passieren wird's nicht. Ähm.
Tim Pritlove 0:14:55
Also Raubkopien gibt's auch weiterhin, aber langsamer.
Linus Neumann 0:14:58
Langsamer oder halt nur durch irgendwelche Anonymisierungs- und.
Tim Pritlove 0:15:04
Dieses Musikvideo wird hier leider nur in halber Geschwindigkeit präsentiert.
Linus Neumann 0:15:07
Genau. Dann äh verbietet die FC äh Mautstellen auf der Datenautobahn.
Tim Pritlove 0:15:13
Das haben sie nicht genau so formuliert, oder?
Linus Neumann 0:15:15
Naja, aber wir wir haben ja diese, wir haben ja jetzt nur mal diese Analogien, da geht's also, wo man sagt, wo man sagt, Internetverkehr geht gegen Entgelt auf eine Schnellspur, ja? Das ist im Prinzip,Wenn man sich das überlegt, ja nur der, das umgekehrte von von Ich Drossel anderes, ja, wenn ich etwas an, wenn ich wenn ich,Verbindung A auf die Schnellspur begebe, dann heißt das, ähm Verbindung B wird dadurch gebremst, weil.Das Kabel wird ja nicht dicker. Die Verbindung wird hier nicht besser. Das aber das heißt, da sagen sie also auch.Gegen Entgelt etwas schneller zu befördern, ähm ist auch verboten. Ähm.Allerdings sagen sie natürlich angemessenes Netzwerkmanagement zur L Optimierung des Durchsatzes ist erlaubt, also dieses dieses klassische ArgumentNa ja, warum soll deine E-Mail das HD Video des Nachbarn langsamer machen, was auf vielen Ebenen totaler Unsinn ist. Ähm.Wird damit natürlich also wird damit dem wird damit Rechnung getragen, weil,Sie sagen, natürlich musst du zu bestimmten Zeiten, sage ich mal, zeitlich unkritischen Traffic vielleicht depriorisieren, um zeitlich kritischen Traffics ähm,in der Dienstgüter anzubieten, die dein Kunde haben möchte, sagen sie ist völlig in Ordnung. Du darfst das aber nicht tun, dieses Netzwerkmanagement, um dein Geschäft äh zu optimieren. Also Durchsatzoptimierung gerne, aber nicht Geschäftsoptimierung.Also zum Beispiel, wenn du eine,unbegrenzte Flatrate anbietest und dann irgendwann drosselst, dann ist das eine ein Netzwerkmanagement zur Optimierung deines Geschäfts und nicht eine eine Optimierung,ein Netzwerkmanagement zur Optimierung des Durchsatzes, ja?
Tim Pritlove 0:17:06
Also kurz gesagt hat, da du darfst äh durchaus quasi äh auf Routingebene hin und her optimieren und solche Feineinstellungen machen, aber es darf dann die meisten eine Rechnung für gestellt werden an irgendjemanden, weil irgendwas so und so gemacht wurde.
Linus Neumann 0:17:20
Genau. Und diese äh ja prinzipiell genauso. Also wenn du sagst, wir müssen die Videos besser zu unseren Kunden bringen, ist völlig in Ordnung, aber dann muss das eben so machen,und dass das für alle Videos gilt und nicht nur für die von deiner Streaming-Farm. Ähmund dann noch der äh dann haben sie noch für die größeren Provider äh Transparenzverordnung, dass sie ja sagen, sie müssen überanfängliche Werbepreise, Gebühren, Aufschläge und Bandbreitenbegrenzungen Auskunft geben und sie müssenden Verlust von Datenpaketen bekannt geben, weil äh wie wir wissen, in IP die Leistungsfähigkeit des Netzes daran mess- und vergleichbar wird, äh wie viele Datenpakete du verlierst.Ähm das ist also in meinen Augen eine sehr gute Netzneutralitätsregulation ähm angemerkt sei, was sie nicht getan haben,Das ist das Vorschreiben von Tarifen, wäre ja auch eine Möglichkeit gewesen, dass man sagt, dein Tarif darf nicht so, so teuer sein.Oder du musst einen Tarif zu dem und dem äh,zu der und der Güte und und Preis anbieten. Ähm sie haben auch nicht reguliert die Pflicht Zugang zur letzten Meile zu geben und das heißt, diese sie,Das heißt im Prinzip, sie erlauben es dafür, den Netzbetreibernihre Monopole zu behalten. Wenn du sagst, ich wir schreiben dir nicht vor, was du nimmst und wir schreiben dir nicht vor, dass du die Infrastruktur diese letzte Meile mit irgendjemandem teilst, während.Natürlich die meisten ähm Kunden in den USA nur eine Möglichkeit haben, Internet zu bekommen.Dann ähm heißt das, du darfst dafür dein Monopol behalten.
Tim Pritlove 0:19:01
Also mit anderen Worten, das würde ich mal so als die comcast-Regelung bezeichnen,betrifft nicht nur in anderen Gebieten sind es andere Betreiber, aber Kongress ist ja besonders bekannt äh dafür in den USA,nur schlechte Dienstleistungen zu bieten, sondern eben auch an vielen Stellen der einzige Anbieter zu sein, über Kabel und dort auch sehr viel Eingriffe,äh ins Netz vorzunehmen, uns mit vornehmen zu wollen. Heißt das eigentlich damit, dass dass jetzt dieser Deal, den comcast mit ähm.Netflix geschlossen hat, hinfällig ist.
Linus Neumann 0:19:33
Ähm jetzt musst du mir kurz auf die Sprünge.
Tim Pritlove 0:19:36
Das hatten wir, glaube ich, vor so einem halben Jahr. Es gibt nämlich so einen Durchleitungsdeal von Netflix, wo.
Linus Neumann 0:19:41
Ach so wohl, ja.
Tim Pritlove 0:19:42
Geeinigt haben und wenn ich das jetzt mal so richtig lese, müsste ja das eigentlich, damit dann auch illegal sein, ne, nicht zu lässig oder wie auch immer.
Linus Neumann 0:19:50
Würde ich jetzt spontan so verstehen. Ähm.
Tim Pritlove 0:19:53
Mal ganz interessant sein zu sehen, was ich aus dieser Regelung jetzt äh ergibt, ob,quasi diese Neuregelung der FCC auch tatsächlich auf diese Einigung konkret eine Auswirkung hat, weil dann würde ich sagen, greift es und ansonsten ist da vielleicht unter Umständen noch irgendein Schlupfloch drin, was man bisher nicht sieht.Aber ähm ja, okay. Einen Punkt hast du, glaube ich, noch, ne?
Linus Neumann 0:20:14
Ja da also es gab das war in der US-Debatte, das haben wir hier nie so behandelt, weil es ein bisschen detail aus meiner Perspektive war. Ähes gibt keinen Universaldienstfonds, das war auch mal so eine so eine Idee oder Drohung, äh die dieFCC irgendwie hatte, dass wir sagten, dass sie gesagt haben, okay, wir müssen irgendwie so eine Universal, also eine, wir müssten die Netzbetreiber müssen in einen Fonds einzahlen, der dafür verwendet wird, alle ans Netz anzuschließen über separate Lösungen.Also mit anderen Worten, sie müssen äh zur Grundversorgung irgendwie beitragen, da das wurde auch gestrichen,für diese Regulation haben jetzt die drei Demokraten in der FCC gestimmt und die zwei Republikaner in der FCC waren dagegen. Ähm die Meldung ist noch relativ jung. Es gibt erst erste Einschätzungen. Ich bin mal gespannt, was sich da ähm.Was da jetzt noch an Teufeln aus den Details gezogen wird.
Tim Pritlove 0:21:10
Weil ich meine diese, dieser Kampf um die letzte Meile, der wird ja für meinen Geschmack einfach noch zu wenig geführt so, ne? Also ich ähm das da daran krankt wirklich das System und es mag da viele gute Argumente geben, aber ich,also auch sagen wir mal dagegen, ja, was für Investitionen et cetera äh betrifft, aber über kurz oder lang wäre es wahrscheinlich einfach das, was ähm unsviel offeneren Markt geben würde, wenn also jeder in der Lage wäre, dort Dienstleistungen anzubieten und der Zugang zu dieser letzten Meile diskriminierungsfrei wäre, dann ähmwürde sich da mittelfristig sicherlich ein sehr viel ähm blumigeres Internetlandschaftsbild ergeben, als wir das derzeit haben oder was auch derzeit auch nur im Ansatz eine Aussicht steht.
Linus Neumann 0:21:58
Wir kommen nachher nochmal in im Rahmen einer anderen Meldung zur zuletzten Meile. Vielleicht könnten wir die sogar vornehmen. Ich schaue mal ganz kurz.Nicht so wirklich. Oder sollen wir das mal machen? Doch, machen wir. Wir wir nehmen jetzt eine wir nehmen eine eine andere Meldung mit herein jetzt. Die nehmen wir vor, weil da geht's auch ein bisschen um die äh um die letzte Meile. Sollen wir das machen, Tim.
Tim Pritlove 0:22:21
Du meinst den Zwangsrater? Genau. Mhm. Machen wir das einfach mal.
Linus Neumann 0:22:27
Genau, es gibt nämlich, es gibt noch eine noch eine ganz gute Nachricht.
Tim Pritlove 0:22:31
Zwei gute Nachrichten in einer Sendung.
Linus Neumann 0:22:34
Ja, keine Sorge, es kommen gleich noch schlechte. Es kommen gleich noch schlecht.
Tim Pritlove 0:22:37
Puh.
Linus Neumann 0:22:39
Ähm äh lass mal gucken. Ja, kaum noch schlechter. Der äh der äh das.
Tim Pritlove 0:22:47
Wirtschaftsministerium.
Linus Neumann 0:22:50
Wirtschaftsminister.
Tim Pritlove 0:22:50
Wirtschafts ja BMW.
Linus Neumann 0:22:53
Einen Gesetzesentwurf jetzt endlich fertig, wo sie sagen, wir wollen,uns gegen die Zwangsrouter wenden. Das ist ein Thema, das haben wir schon öfter behandelt, aber ich wiederhole das nur mal kurz, im Moment definieren die Netzbetreiber den Router, den sie dir geben, als den Netzabschlusspunkt.Ähm und damit als etwas, was ihnen gehört und was Teil ihrer Infrastruktur ist.
Tim Pritlove 0:23:22
Also nicht alle machen das, aber.
Linus Neumann 0:23:25
Genau und,wodurch sie dafür sorgen, dass sie, also sie sagen, wir möchten nicht, dass du einen anderen Router benutzt, als den, den wir dir geben. Und aus diesen Gründen geben wir dir nicht die Daten, die du bräuchtest, um einen anderen Router zu konfigurieren.
Tim Pritlove 0:23:42
Also gutes Beispiel sind sowohl jetzt hier die ganzen ähm Internet über,Anbieter, aber auch im DSL-Bereich, zum Beispiel Aqua macht das auch sehr gerne, dass sie da nichts rausrücken und dir einfach so eine komische Box hinstellen, die einfach nix kann.
Linus Neumann 0:23:59
Ja und vor allem und und Löcher hat ohne Ende, also das ist ja echt diese easy easy Boxen heißen die von.
Tim Pritlove 0:24:07
Genau. Ja, easy, easy tot. Würde ich sagen, ne.
Linus Neumann 0:24:10
Das sind das sind Vollkatastrophen, das sind richtige Vollkatastrophen, diese Dinger. Na ja, okay. Ähm.
Tim Pritlove 0:24:17
Das ist auch schon mal eine interessantes Argument gegen Zwangsrater, ne. Ich meine äh die Betreiber argumentieren mit, ja, wie sollen wir denn da so ein Sicherheits-Updates einspielen, aber so kann man auch sagen, es gibt da irgendwie nicht ausreichend Wettbewerb bei euchdass ihr euch dadrum kümmert und euch sind dann die Kunden eigentlich am Ende egal und äh ja, ihr seid nicht in der Lage, diese Sicherheitsgarantien auch zu bieten.
Linus Neumann 0:24:38
Also ganz, ganz klarer Fall äh hinzu kommt, dass ja diese Routerbeschränkungin der Vergangenheit auch gerne dazu benutzt wurden, um bestimmte Beschränkungen irgendwie durchzusetzen. Ich erinnere mich also, es ist jetzt schon länger her, das gibt's, glaube ich, heutzutage nicht mehr, aber es gab irgendwie bei Alis diesen Fires, der dass das WLAN auf zwei Nutzer beschränkt war oder so was,dass sie, dass sie quasi Einschränkungen in dein Heimnetz gebracht haben, mehr oder.
Tim Pritlove 0:25:04
Oder das Wort erstmal gar kein WLAN da ist und du dann nochmal extra mag, extra Fleisch, dass das dann irgendwie überhaupt erst freigeschaltet wird, dieses Feature, ne, also das ist sozusagen Dinge, die irgendwie eigentlich ohnehin schon da rumstehen, dann überhaupt erst eingeschaltet werden. Genau.
Linus Neumann 0:25:17
Okay, Ende vom Lied dagegen waren natürlich die Verbraucherschützer und die Routerhersteller,Äh und die haben gesagt, der Netzabschlusspunkt ist doch wirklich wohl die Dose, wo das ganze Ding am Ende reingesteckt wird. Und jetzt gibt es einen Entwurf über das Gesetz, über Funkanlagen und Telekommunikationsenteinrichtungen.Äh von dem ein Referentenentwurf am Mittwoch vorgestellt wurde, dass außerdem eine EU-Richtlinie für Wettbewerb auf dem Markt für Telekommunikationsenteinrichtungen umsetzen soll und,auch die Vereinbarung des Koalitionsvertrags, denn die Aufhebung des Roter Zwanges stand im Koalitionsvertrag. Ähm.Und dieses Gesetz soll eben äh.Im Telekommunikationsgesetz den Zugang als passiven äh Netzabschlusspunkt definieren. Ähm und das heißt im im Ende im Endeffekt, dass die.Netzbetreiber dazu verpflichtet werden, die notwendigen Infos mitzuliefern, die du benötigst, um einen Router deiner Wahl in Betrieb zu nehmen.Das ist eine gute Nachricht. Ähm.Wenn auch, ich meine, ja, das ist halt das ist halt so ein typisches Verbraucherschutzthema, ne? Ist superspart uns den Ärger, diese dämlichen Easy-Boxen aufzumachen und da die Daten rauskratzen zu müssen,wobei bei bei ähm bei Vodafone weiß ich gar nicht genau, ob das noch so ein Problem war, dass sie die Daten nicht mehr rausgerückt haben. Im Moment, ich bin da gar nicht so im Bilder, äh welcher.
Tim Pritlove 0:26:52
Ich kenne mindestens einen Anschluss, die sich da noch irgendwie zicken.
Linus Neumann 0:26:56
Okay, das ist also jetzt vorbei. Ähm.
Tim Pritlove 0:26:59
Na, noch ist es nicht vorbei. Ich meine, das ist ja zunächst einmal nur ein Gesetzesentwurf, ne.
Linus Neumann 0:27:04
Ja, das stimmt,Ich bin mal gespannt, es gibt wirklich wenig sinnvolle Argumente dagegen, ne. Insofern habe ich Hoffnung, dass das äh dass man das durchgesetzt bekommt. Ähm.Dann haben wir,in diesem Zusammenhang die Meldung, dass die Bundesnetzagentur die Telekom zu fünfundsiebzigtausend Euro Strafe wegen Verschleppung bei Anschlussumzügen verdonnert hat. Das war das, wo ich gerade auch so ein bisschen auf die letzte Meile noch zu sprechen.
Tim Pritlove 0:27:35
Ja. Bei einem einzigen speziellen Anschluss äh Umzug oder generell.
Linus Neumann 0:27:40
Generell, denn es gab fünftausend offizielle Beschwerden im Jahr zweitausendvierzehnecht krass ist, oder? Also fünftausend offizielle Beschwerden, die bei der Bundesnetzagentur gelandet sind, wo Leute gesagt haben, ey, ich ziehe von der Telekom wegbin seit Monaten äh seit Wochen oder Monaten von meiner äh von meinen Telekommunikationsdienstenschottet. Ähm und ich äh zeige hier eine Verschleppung an. Das ist krass. Ich meine, ich wäre nie auf die, also ich meine,Selbst wenn du da sechs Wochen in in der Geiselhaft bist, ja, da da wär selbst ich nicht auf die Idee gekommen, meine Beschwerde zu durchdringen zu lassen,umso krasser ist es, weißt du, wenn also das ist ja nur die Spitze des Eisbergs, das sind die Leute, die am Ende so terrorisiert wurden.Dass sie sich nicht mehr anders zu helfen wussten als das bei der Bundesnetzagentur zu melden.
Tim Pritlove 0:28:32
Ja.
Linus Neumann 0:28:35
Ja? Immer, jetzt sagt die ähm da kann man bis zu hunderttausend Euro Strafe verhängen, was net, ich meine, fünfundsiebzigtausend Euro ist ja ein Klacks, ne. Aber.
Tim Pritlove 0:28:45
Ja, ist ein Klacks und das sind fünfzehn Euro pro Beschwerde, also vieles ist jetzt nicht, ne.
Linus Neumann 0:28:49
Und die die kommen kann sich dafür für die fünfundsiebzigtausend Euro kriegt sie, dass jeder dir sagt ähAnbieterwechsel, oh, oh, oh, oh, Vorsicht, Vorsicht. Bloß nicht Anbieter wechsel, da bist du sechs Wochen lang in einer Diaspora oder so, ne? Das ist jetzt, also das ist eigentlich relativ günstig für dieses äh für diesen Werbeeffekt.Ähm aber äh es wurde die die fünfundzwanzigtausend Euro Rabatt zu einhunderttausend Euro Höchststrafe hat die Telekom dafür bekommen, dass sie sich in letzter Zeit wohl aktiv engagiert hätte.In Richtung ein dafür zu sorgen, dass Besserung eintrete und so,sprach dann auch der Telekom-Sprecher von einem schwierigen Prozess, der in der Regel aber problemlos äh funktioniere und für den man bald ähm mit einer äh automatisierten Schnittstelle,eine Lösung hätte. Vielleicht mal vorsichtig,So, ich meine, diese Telekom ist seit Jahrzehnten organisch gewachsen,Und das ist äh sicherlich ein sehr uneinheitlicher Haufen. Allein die Dokumentation dieser ganzen Kupferkabel, die die irgendwie rumfliegen haben, ist sicherlich ähm eine eine Herausforderung von epischem Ausmaß undsicherlich auch nicht von heute auf morgen geleistet. Das würde ich dann zu deren Entschuldigung schon mal,anbringen und aber gleichzeitig auch anmerken, dass der Effekt nämlich, dass es dann langsamer läuft, natürlich in deren wirtschaftlichen äh Interesse ist und das ist natürlich dann problematisch. Insofern,ist es sicherlich positiv, dass da jetzt 'ne 'ne Maßnahme ergriffen wurde und wir werden.Sehen, wie sich das weiter entwickelt, aber fünfundsiebzigtausend ist natürlich auch echt ein Klacks. Also das ist ein das ist ein Business Case, ja. Wenn wenn alle dich dafür davor, wenn alle davor warnen.Wenn alle deine Kunden davor waren, von dir wegzugehen und alles, was du dafür bezahlen musst, sind einmal fünfundsiebzigtausend, das ist echt äh das ist super,das würde ich auch machen, anstelle der Telekom. Würde ich, würde ich aufrunden, würde ich sagen, komm, hunderttausend, lass gut sein.
Tim Pritlove 0:31:03
Genau, die fünfundzwanzig, die legen wir einfach noch drauf, kein Problem.
Linus Neumann 0:31:09
Kommt in die Kaffeekasse, ne? Ihr macht ja einen, ihr macht ja einen guten Job.
Tim Pritlove 0:31:13
Macht euch mal. Macht euch mal einen schönen Tag. Macht mal früher Schluss heute.
Linus Neumann 0:31:17
Schreibt man schreibt mal eine große Pressemitteilung so damit.Erzählt die Geschichte. So.
Tim Pritlove 0:31:27
Oh je,Ja gut, aber grundsätzlich sind das schon mal ganz gute Tendenzen. Ich finde das auch interessant, dass das Bundeswirtschaftsministerium an der Stelle auch wirklich,Ja, ich meine einerseits so ein bisschen, man könnte sagen eine Position des Verbraucherschutzes einnimmt, ja, man könnte natürlich auch sagen, ähm.
Linus Neumann 0:31:49
Eine Position der Deregulierung.
Tim Pritlove 0:31:51
Deregulierung oder sagen wir mal auch so Unternehmen wie AVM und ähnlichen Herstellern dann auch äh,einräumt, dass sie da auch einen Markt brauchen, so ja, der sonst äh sträflich entzogen worden wäre und ich muss sagen, man kann mh,und jetzt hier groß irgendwie Hersteller äh loben zu wollen, aber es ist durchaus so,Es gibt halt einfach Hersteller, die bemühen sich einfach noch, in diesem Endgeräte ähm Markt auch wirklich ähm neue Qualitäten und Features zu schaffenJa, da passiert richtig was. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie es wäre, wenn diese Boxen wirklich nur noch vom Provider kommen. Das das wäre der der ewige Stillstand.
Linus Neumann 0:32:29
Ja, vor allem, weil die Provider natürlich äh sich möglichst den wirklich den Schrott.Irgendwo zusammen kaufen und da wirklich, das ist also kann da jetzt nicht so sogenau ins Detail gehen, aber wir haben uns mal ein paar solcher Kisten angeschaut und ähm da kannst du wirklich ähm die Hände äh überm Kopf zusammenschlagen, was da ähm.Was da den Leuten ins Wohnzimmer äh gestellt wird, ne. Und diese Geräte sind wirklich in der Regel eine Katastrophe, weil natürlich die die Providerauch da Geld sparen wollen, ne, für die ist wichtig, dass sie eine schöne Meldung haben, in der drinsteht, ja äh.Hier, ne, Tauf, da, der, der so und so Box X dreitausend oder so mit mit TurboDSL oder so, natürlich nicht, dass du da wirklich eine vernünftige Kiste nachher zu Hause stehen hast.
Tim Pritlove 0:33:28
Ja und habe auch das Interesse, sagen wir mal, jetzt so besonders gut funktionierende Geräte zu haben, ist ja auchgar nicht da, weil das werden ja neue Features, dann wollen die Kunden das auch noch haben, dann muss man das auch noch einbauen und so. So kannst du halt immer noch sagen, hier meine neue shiny shiny super äh Bock kann ja irgendwie das, das, das und das. Wieso äh bietet ihr mir das nicht? Auf meiner Seite wäre doch alles in Ordnung.Ein Trauma.
Linus Neumann 0:33:51
Drama, ja.Kommen wir, kommen wir zu den schlechten. Kommen wir zu den schlechten ähm Beispielen. Ich glaube auch ein Gesetzesentwurf aus dem äh Bundeswirtschaftsministerium. Ich bin jetzt gerade verzweifelt am Googlen, wo der überhaupt genau herkommt. Ähm.Aber ich glaube, wo kommt der her?
Tim Pritlove 0:34:14
Sind wir jetzt bei der Störerhaftung? Genau. Mhm.
Linus Neumann 0:34:17
Wir erinnern uns an das alte Problem des Provider Privileges ähm was äh heißt, wenn.Wenn ich mein WLAN aufmache und da jemand reinkommt und der macht dann Mist. Und äh die Tele, die die Telekom, stellt dann nachher fest, das war vom Anschluss von dem Neumann aus. Dann äh bin ich dafür haftbar,und ein, weil ich quasi als Störer diesen dieser Person Zugang zum Internet verschafft habe und das hätte ich nicht tun dürfen. Ähm,Provider jedoch sind davon ausgeschlossen, Internet Provider und der eigentliche Gesetzestext, den man heute liest,lautet ja sogar eigentlich, dass jeder, der irgendjemanden Zugang zum Internet gibt,davon ausgeschlossen ist, dafür zu haften, die gängige Rechtsprechung ist aber eine andere.So wie die Zusammenfassung des bei Lokbuchnetz Politik immer wieder eterierten Problemes. Und ähm.Jetzt hatte uns ja auch der Koalitionsvertrag versprochen, dass man sich des Problemes annehmen würde, nämlich diese Rechtsunsicherheit auflösen, indem man eine klare,Regelung schafft in diesem Bereich. Und die Hoffnung war natürlich die Abschaffung der Störerhaftung, wir erinnern uns, da gibt's vom digitale Gesellschaft,vom Verein digitale Gesellschaft sogar ein Gesetzesentwurfsvorschlag, in dem gesagt wird, alles klar, schreibt einfach so das Gesetz dahin, dann sind alle, dann ist die Störerhaftung weg, dann kann jeder ein offenes WLAN anbieten, alles ist gutähm da diesem diesen Vorschlag ist die Bundesregierung jetzt nicht gefolgt, sondern hat gesagt, okay für Hotspot Anbieter.Wollen wir feststellen, dass sie Providern gleichgestellt werden, wenn,Sie zumutbare Maßnahmen ergreifen, um Missbrauch zu vermeiden.Als zumutbare Maßnahme sehen sie, dass in der Regel durch Verschlüsselung sichergestellt wird, dass keine unberechtigten Zugriff auf dieses Netz oder diesem Netz Zugang bekommen,Und der soll also in der ähm,Resultat dann sowas sein wie eine Anmeldung zusammen mit der Erklärung, dass man keine Rechtsverletzung begehen würde.
Tim Pritlove 0:36:44
Also.
Linus Neumann 0:36:48
Genau, so so ähm mit,Im Zweifelsfall namentlicher Registrierung. Und jetzt gibt es einen, gibt es darin einen Paragrafen, der in diesem geliebten Entwurf oder irgendwie veröffentlichten Entwurf noch in Klammern steht, wo man sagt.Ein Anbieter, der einen Zugang nicht,anlässlich einer geschäftsmäßigen Tätigkeit oder als eine öffentliche Einrichtung zur Verfügung stellt,muss den Namen des Nutzers kennen.
Tim Pritlove 0:37:22
Namen oder die Identität.
Linus Neumann 0:37:25
Die Identität würde ich also Namen kann man ja mit Identität übersetzen. Ich habe das jetzt nur äh eben in den in den ähm in in den Sekundärquellen äh geforscht. Ähm.Das heißt, das ist der Todesstoß für Freifunk oder das wäre ähm der Todesstoß für Freifunk,Freifunk sagt ja, zack, offenes Wlan, alles durch irgendeinen VPN gerutet. Ähm das, was am Ende rauskommt, äh ist ein äh beim Ribe eingetragener ISP. Damit ist er von der Störerhaftung befreit und alle sind glücklich.Ähm und natürlich dann noch äh auf zweiter Ebene die Mesh Netzwerke und so. Also diese ganze tolle Infrastruktur, die Freifunnker äh für uns gebaut haben.Soll damit im Prinzip in der Form verhindert werden, dieses anonyme, freie, offene Netz für alle,ohne Anmeldung, ohne alles. Einfach sagen, Infrastruktur brauchst du, bitteschön. Hier hast du im Netz ist wichtig, hol deine E-Mails ab oder was auch immer du machen möchtest, ähm, freies Internet, wir teilen. Ähm, dieser Ansatz,soll hier also oder würde mit diesem Absatz, der eben jetzt noch in Klammern steht, ähm vollständig,äh Abgesicht werden,und natürlich auch in dem, was ich vorher gesprochen habe, wo man sagt, okay, ein Provider äh wird ein Hotspot-Provider wird gleichgestellt, wenn er durch Verschlüsselung äh sicherstellt, dass keine unberechtigten Zugriff bekommen. Das heißt ja auch, da wird ähm.Explizit Freifunk wieder ausgeklammert, ja? Also es man liest hier die Handschrift, dass sie verhindern wollen, dass Menschen WLANs aufmachen.Und die einfach teilen. Und dann äh keine keine Störerhaftung ähnicht mehr in Störerhaftung genommen werden, weil das wäre natürlich ein Ende des Abmahnwesens, wenn äh wenn einfach alle hier WLAN aufmachen, kannst du keinem mehr äh nachweisen.Dass er äh diese diese rechte Verletzung durchgeführt hat, weil eben jeder sagen kann, ey, das ist hier ein offener Netzpunkt, den ich betreibe, weiß ich doch nicht, wer da drin hing. Ähm was natürlich eigentlich.Man kann man natürlich sagen, das wäre jetzt schade, da würde ein ein sehr lukrativer Geschäftszweig ähm in unserem Land wegbrechen, der aber bis jetzt irgendwie wenig,Beitrag geleistet hat, unsere Gesellschaft irgendwie voranzubringen,freier, vernünftiger Netzzugang für alle, überall, das wäre etwas, was unsere Gesellschaft voranbringt, insofern bin ich da natürlich persönlich auf der äh auf der Position, dass ich das dieses diese Störerhaftungsgeschichte.Ähm gerne dem natürlich opfern würde.Ähm mächtigere Lobbyisten sind da anderer Meinung und ähm haben mit diesem, in diesem Gesetzesentwurf echt krass,ihre Handschrift unterbringen können,Außerdem wurde angekündigt, dass man sagt, man möchte im Paragraph zehn Telemediengesetz die Haftungsfreistellung für ähm,Anbieter ähm aufweichen. Also im Moment ist das so, wenn ähm,Wenn ich einen Dienst wie wie Dropbox oder ähm,mega Upload oder pasted oder was gibt's noch für Scherze, wenn ich irgendwas betreibe mit Usergenrated Content.Dann hafte ich nicht dafür, was die Leute dadrauf laden oder was die Leute da eintragen, bis zu dem Zeitpunkt, dass ich darüber in Kenntnis gesetzt werde. Also ähm nehmen wir irgendwiemein Refi für da, was ich da früher mal betrieben habe. Wenn da jetzt jemand etwas äh bösartiges getan hat, dann,habe ich nicht dafür gehaftet. Ja, ich habe aber sehr wohl ab dem Moment dafür gehaftet, wenn es mir angezeigt wurde. Also, wenn jetzt ähm.Wenn jetzt.
Tim Pritlove 0:41:31
Gesagt hat, hier blöde Nazibeleidigungen, was weiß ich, persönliche Beleidigung, sonst irgendwas.
Linus Neumann 0:41:37
Dann hätte und diese Person hätte dann gesagt, hier ähm Neumann auf deiner Seite äh wird das hier verbreitet. Du bist,es steht in deiner Macht, das zu löschen, tu das, du bist jetzt darüber in Kenntnis, dann ähm ab dem Moment.Ich dann in der in der Löschverpflichtung, ja? Weil, oder, oder, muss ich eben sagen, OK, nee,Nazibeleidigung, die eigne ich mir jetzt an. Ich übernehme die Verantwortung, die weiterhin in die Welt zu setzen. Äh und das ist ja eigentlich eine ganz vernünftige Regelung und das das führt natürlich dazu, dass ähm,bestimmten Diensten, wo häufig Urheberrechtsverletzendes Material hochgeladen wird. Ähm ein möglichst,Also ein, ein, ein langer oder ein ausgiebiger, ein Aufgeber,ein ausgiebiger Prozess des Anzeigens von solchen von von Rechteverletzungen und der darauffolgenden Löschung stattfindet, also so ein Notes und Take-Down-Verfahren, ne, also ähm im Prinzip kann man sagen,was weiß ich, so ein so ein Rapid Share ähm.Da wird immer wieder äh illegales Material hochgeladen und dieses illegale Material wird immer wieder angezeigt und die sagen, oh Scheiße, sorry, müssen wir löschen, dann wird der Link gelöscht. Ja?Und böse Zungen könnten natürlich jetzt behaupten, dass dadurch dass,Eigentlich nur dafür da ist, genau diesen Dienst anzubieten, nämlich Urheberrechtsverletzendes Material äh in Umlauf zu bringen.Und deswegen soll jetzt im Paragraph zehn Telemediengesetz die Haftungsfreistellung, die Rapid Share genießt bis zum Zeitpunkt der in Kenntnissetzung für besonders Gefahr geeignete Dienste aufgelöst werden.Mit anderen Worten, Rapid Share steht da und sagt, ah, wunderbar, hier, irgendwas hochgeladen. Ähm, hm, verbreiten, verbreiten, verbreiten, Oberbeschwerde löschen und handelt im Rahmen des Gesetzes. Ähm.Wenn man jetzt sagt, ist ein besonders gefahrgeeigneter Dienst, dann könnte also gesagt werden, pass mal auf, bevor du irgendetwas verbreitest, bist du in der Pflicht zu prüfen, ob das nicht andere Leute Rechte verletzt.Und wenn das andere Leuts Rechte verletzt, dann bist du dafür in Haftung. Das heißt, da würde natürlich ähm relativ schnell einfach zumachen müssen, weil sie das nicht leisten könnten.
Tim Pritlove 0:44:04
Ja gut, ich meine macht jetzt sowieso in einem Monat dicht, von daher ist das äh wahrscheinlich jetzt nicht das Allerbeste. Ja, die haben äh Auflösung zum einunddreißigsten März angekündigt.
Linus Neumann 0:44:14
Okay, ich äh ich meine.Solche die.
Tim Pritlove 0:44:18
Musste das jetzt erwähnen, weil sonst sind die Kommentare wieder voll damit. Ja, wir haben zu Kenntnis genommen, das eh nicht mehr lange da ist, aber äh Fall äh Uploader hier, ne. Ich äh.
Linus Neumann 0:44:30
Und aber ich will noch ganz kurz an der Stelle loswerden. Solche Pfeil-Upload-Services nutzen ist eben eh schlechter StilJa, also das ist äh ob das jetzt mega oder Rappet, oder wie die alle heißen, das ist einfach schlechter Stil, ja? Ich meine, die machen die haben ja tatsächlich ein Geschäftsmodell dahinter, nämlich, dass sie eben diese äh diese Volumenbeschränkungen haben und sagen, okaygib äh zehn.Ergibt zehn Euro im Monat, dann kannst äh schneller und mehr runterladen oder so. Ähm und das heißt, dass sie natürlich da abzielen auf große Dateien und große Dateien sind eben äh Videos undwir erinnern uns an diese Probleme, die es dabei Kino TO gab und bei dass da ebenbandenmäßiger Urheberrechtsverletzungen,äh Betrieb dahinter hing, um irgendwann am Ende mit so einem Halbliga mit einem legalen Geschäftsmodell am Ende Geld äh zu verdienen, ähm aber auf,illegalem Wege dieses Geschäftsmodell besonders attraktiv zu machen.Ähm das sind jetzt echt nicht die die Freiheitskämpfer, mit denen du dich assoziieren möchtest. So. Gleichzeitig ist aber natürlich, wenn du, wenn du.Wenn du das jetzt umkehrst, ich meine es gibt immer es gibt immer Freiheiten in dieser Welt, äh die Menschen,ausnutzen. Und auch zum zum großen Maße und da müssen wir uns als Gesellschaft fragen, wollen wir, weil diese Freiheit von einem,Anteil der Menschen ausgenutzt wird, wollen wir uns als Gesellschaft von dieser Freiheit verabschieden. Und da muss man sich eben überlegen, wenn wir das tun, welcher Schaden entsteht dann für uns als Gesellschaft? Und wenn du jetzt sagst, jeder, der irgendwie was im Internet einen Dienst anbietet,ähm wo Nutzerinhalte einstellen können, haftet dafür plötzlich, dann kannst du dir vorstellen, was dann los ist, das kann man sich dann einfach,irgendwann nicht mehr leisten. Dann kannst du dir nicht mehr leisten einen Blog mit Kommentarspalte zu haben, weil du Angst haben musst, dass irgendein Spacken da einen Link zu irgendeinem Material oder was auch immer und du auf einmal dafür haftest.Das heißt, am Ende wäre, wenn man dieses, wenn man dieses, ähm, diese Haftungsfreistellung auflöst, wäre das Ergebnis,so eine Art Vorauseilender Gehorsam.Der Dienste, Anbieter und auch der kleineren äh Firmen und damit so eine Komplettauflösung irgendwie ähm.Von Dienste an Dienstleistern, die irgendwie halt auch die die Gesellschaft voranbringen und einen freien Austausch ermöglichen.
Tim Pritlove 0:47:02
Ja, es ist alles auch irgendwie extrem schlechter Stil. Also allein der Gedanke, dass diese ganzen KeptePortals, die eigentlich mich schon so schon am ersten Tag, als sie in mein Leben kam,dermaßen aufgeregt und ärgerlich gemacht haben, dass die jetzt irgendwie gegebenenfalls sogar noch gesetzlich festgeschrieben werden, also denn diesen Gedanken kann ich mich überhaupt nicht gewöhnen,die ganze Zeit, was das so für Konsequenzen hat, für die Bereitstellung von WLAN auf Konferenzen zum Beispiel, ja, so Kongress, meine, man kann natürlich jetzt hier geschäftsmäßige Tätigkeit, also im Falle des äh Kongresses kann man das vielleicht sogar nochäh neAlso könnte man das sozusagen noch äh als Argument herausziehen, aber da gibt's sicherlich genug Grenzbereiche, wo jetzt äh irgendwelche Veranstaltungen halt einfach mal ein WLAN aufmachenwo jetzt nur ein Verein dahinter steht, dem keinegeschäftsmäßige Tätigkeit nachgesagt werden kann oder diese nicht für sich in Anspruch nehmen kann, um dieser Regelung zu entfliehen und das ist irgendwie alles ganz wild.
Linus Neumann 0:48:01
Also das, das, das ist das Ziel ist hier ganz klar. Es geht immer darum, dass die sowohl die Bundesregierung als auch diese Rechte Verwerterlobby, die wollen, dass einfach niemand im Internet mehr,identifizierbar ist. So, sie wollen im Prinzip, ne, das sagen sie auch immer so, ähm äh,hier Ausweispflicht oder sowas, ne? Es kommt ja immer wieder hoch. Und wenn der nächste,Jetzt wird gerade wieder das tolle das tolle Thema behandelt. Äh das kann ja nicht sein, dass irgendjemand anonym irgendeinen Stuff über irgendjemand anderem im Internet,Seite fünf in der Kommentarspalte behauptet. Das wird immer wieder hochgerollt und es geht immer wieder darum, diese Anonymität im Internet abzu ähm.Abzuschaffen. Und das Krasse ist, du siehst halt hier an in diesem ähm in diesem Bereich ähm,die Zukunftsvision der Regierung. Kannst du sehr genau da ablesen. Nämlich, erstens, alle sollen keine Anonymität im Netz,und und diejenigen, die frei und gratis und ehrenamtlich Infrastruktur für alle Leute, die sich in der Bundesrepublik befinden, unentgeltlich bereitstellen, ja? Die bekommen auf die Fresse,Die bekommen auf die Fresse, weil sie andere daran hindern, Geld zu verdienen. Und das ist echt ähm,Also da das siehst du an nichts schöner als an diesem Gesetzesentwurf, ja? Also wirklich diese Gesellschaft einfach mal voranzubringen, ähm infrastrukturfrei zur Verfügung zu stellen, auf das,alle davon partizipieren, auf das Mehrwert geschaffen werde, ja? Das soll äh verhindert werden. Es geht denen darum, irgendwieHotspotbetreiber, das ist eine Dienstleistung, da kann man Geld verdienen, das ist Infrastruktur, die wird jetzt hier von Kabel Deutschland, weiß der Geier ausgerollt und dafür muss Geld verlangt werden. Und wer wer da irgendwie aus Idealismus ehrenamtlich dieses Geschäftsmodell kaputtmacht, denden Kloppen war kaputt. Und das ist ähm das ist natürlich bedauerlich. Das ist sehr bedauerlich.
Tim Pritlove 0:50:00
Ist die Frage, was ich äh jetzt noch dagegen tun.
Linus Neumann 0:50:06
Na ja, da da also gegen diesen Gesetzesentwurf, da müssen wir halt irgendwie drauf kloppen, ne? Hilft jetzt nix. Da müssen halt jetzt irgendwie müssen wir unsere Lobbyanstrengungen.Verstärken und dafür sorgen,dass das eben nicht durchkommt in der Form, weil das eben, das ist ja so ein Rückschritt wieder, ne, ist das einfach nur Rückschritt in äh in in die schlechte Zeit.
Tim Pritlove 0:50:33
Dunkle Zeiten.
Linus Neumann 0:50:36
Naja, ich habe noch eine kleine Meldung. Die fand ich ganz lustig und weil weil ich ja immer wieder noch auf diese Demeld Sache angesprochen werde, habe ich mir gedacht, dass das ähm erzähle ich jetzt mal an der.
Tim Pritlove 0:50:48
Das ist doch gar nicht so ein großer Erfolg geworden, wie alle gedacht haben, oder?
Linus Neumann 0:50:52
Nee, ist gar nicht so ein großer Erfolg geworden. Ähm äh es.
Tim Pritlove 0:50:58
Ein Wunder.
Linus Neumann 0:50:59
Es gab jetzt eine Unterrichtung durch die Bundesregierung.Und die Bundesregierung hat dann eben einen äh einen Zwischenbericht abgegeben, äh zu dem sie verpflichtet ist, im Rahmen des D-Mailgesetzes, wo eben drin steht, die Bundesregierung unterrichtet regelmäßig über den Fortschritt bei dieser ganzen Geschichte.Und ähm in diesem, es gibt bis jetzt circa eine Millionen identifizierter Privatanwender,und eine hohe fünfstellige Zahl von identifizierten Organisationen, die einen D Mail äh.
Tim Pritlove 0:51:33
Account haben, nicht benutzen haben.
Linus Neumann 0:51:37
Benutzen haben, ja? Ähm Deutschland hat achtzig Millionen Einwohner ungefähr, ne? Das heißt, du bist irgendwie bei etwas über einem Prozent der Bevölkerung, die du bis jetzt durchdrungen hast. Und das.
Tim Pritlove 0:51:47
Finde ich aber schon ganz schön viel.
Linus Neumann 0:51:50
Also Konstanz halt irgendwie da kreide ich mal einen Fehler. Ein Konstanz hat auf Netzpolitik org geschrieben, es werden irgendwie zehn Prozent, was nicht stimmt. Wir haben leider viel mehr Deutsche als wir, als uns vielleicht lieb sein mag. Aber ähm,die die ähm äh,Ich meine, wenn du mal überlegst, was die sich angestrengt haben, ja, ich meine, du konntest irgendwie, was haste nicht alles bekommen für einen D-Mail-Anschluss? HierSchuhgutschein von Zalando. Inzwischen sind die bei der Lufthansa auf fuffzehntausend Meilen hoch. Das mache ich fastalso für fünfzehntausend Meilen war, bin ich schon echt, dafür kannst du irgendwie einmal gratis nach oder nicht gratis, aber da hat er mit fünfzehntausend Meilen kannst du schon was machen. Ähm,die hauen dir da wirklich die den Zucker äh mit dazu, ja? Und versuchen alles, um dieses Ding irgendwie äh zu zu Verbreitung zu bringen.Und es gelingt ihnen nicht. Ähm ich wurde da von dem ähm Rudi Weiß, Rüdiger Weiß, Professor Rüdiger Weiß, ähm,Gründungsmitglied, digitale Gesellschaft, ähm altes Haus im CCC. Ähm.Letztens auch gelobt, dass ich mir diesen Erfolg auch ein bisschen äh dass ich zu diesem Erfolg, zu diesem Misserfolg durchaus auch beigetragen hättegelobt. Das war, da habe ich mich drüber gefreut. Ähm ich glaube aber, dass das das Ding halt auch so äh sowas von so dämlich genug ist, dass es halt auch ohne mein Zutun ein Rohrkrepierer ist. Aber natürlich freue ich mich,dass ich auch dazu einen bescheidenen Beitrag leisten konnte. Aber jetzt pass mal auf.
Tim Pritlove 0:53:23
Teile ich die Einschätzung, aber also beide Einschätzungen teile ich.
Linus Neumann 0:53:26
Das Schöne ist richtig geil. So, jetzt haben sie ihren Rohrkrepierer, da kriegen den nicht zu Verbreitungen und dann wird halt gesagt, ja und ähm.Die Verzögerung, es gab auf Bundesebene Verzögerung durch ein Nachprüfungsverfahren eines WettbewerbersBei der Ausschreibung eines D-Mail-Anbieters für die Bundesverwaltung. Das heißt also, die,die Bundesregierung hat ausgeschrieben wir brauchen ein Dienstleister, wir müssen ein Demail-Dienstleister für die Bundesverwaltung haben der muss folgendes können.Ähm und dann musste sowas ja irgendwie Deutschland oder EU weit ausschreiben äh und dann dann können alle darauf pitchen und dann geht die, geht die Bundesregierung hin, vergleicht die Angebote und entscheidet sich für einen Dienstleister und der macht das dann.So und jetzt ist das passiert und dann hat eben ein,Ein Wettbewerber, der den Zuschlag nicht bekommen hat, ein Nachprüfungsverfahren angestrengt und das heißt, die Bundesregierung, die Bundesverwaltung, äh die Bundesregierung verklagt, dass sie bei der Vergabe dieses Auftrages nichtähm sauber vorgegangen sei. Und dadurch musste dann, hat sich die Bundesregierung dann vom äh vom Oberlandesgericht Düsseldorf wiedergefundenund musste irgendwie erstmal einen Rechtsstreit über die Vergabe dieses Auftrages gewinnen, was letztendlich zu einer Verzögerung bei der beim Ausrollen dieses dieses D-Mails auf der Verwaltungsebeneäh geführt hat. Und da kann ich nur sagen, sowas kommt davon, wenn man so eine Wirtschaftsförderungsmaßnahme ergreift, zu Recht,Zu Recht sind die da verklagt worden,leider natürlich zu Unrecht, wie das Oberlandesgericht Düsseldorf am Ende entschieden hat, aber natürlich passiert dir genau sowas. Wenn du da irgendwelche obskuren Standards definierst, die ein sehr eingeschränkten Nutzerkreis haben, aber eine große.Ähm eine große Wirtschaftsförderung für die Anbieter bedeuten,die diesen Dienst dann implementieren, weil letztendlich Wunder halt ein paar Millionen in die Hand genommen, um diesen Demeildiensteanbieter zu bauen. Es war klar, dass den am Ende keine Sau nutzen wird,Ja, also ich meine, das war jetzt der Dienstanbieter für die Verwaltung. Das heißt, da musste jetzt erstmal dafür gesorgt werden, dass die Verwaltung eben diese E-Mail, D-Mails überhauptbekommen kann, ja? Und da wird das ist ja ein riesiges Ding, da kann das ist ja ein Millionenauftrag, ne? Und da setzt du halt ein paar Drittklassige, Programmierer dran oder vielleicht auch ein paar gute Programmierer, um diesen ganzen Scheiß zu implementieren und das ist halt ein dicker Auftrag, das über Jahre lang,über Jahre ausgesorgt, weil es ja Jahre dauert den ganzen Scheiß zu bauen. Und ähm.Wäre das jetzt halt irgendwie was vernünftiges gewesen, dann hätten halt wäre es halt günstiger gewesen und und es hätten mehr darauf pitchen können, ne? Und,Ich meine, wie gesagt, wenn du wenn du Wirtschaftsförderung betreibst, wenn du klare Gesetze machst, dein Ziel es ist, in Deutschland Anbieter zu schaffen, die damit Geld verdienen, dannmusst du dich nicht wundern, wenn du im im Vergabeverfahren auf einmal Querulanten hast, wenn er den Zustand nicht bekommt. Sowas kommt von sowas.
Tim Pritlove 0:56:29
Vor allem wäre es sehr viel sinnvoller gewesen, diese ganzen DE, Mail Mumpels einfach von vorne rein sein zu lassen und das ist einfach äh konsequent auf den existierenden und auch genutzten Internetdiensten aufbauen zu lassen, einfach,Projekte zu fördern, die es schon gibt, Standards zu fördern, die es schon gibt, sich auch vielleicht mal da einzubringen und vielleicht mal ein bisschen auch eigenes Know-How aufzubauen auf Bundesebene,Das ist alles etwas, was einfach sträflich unterlassen wird und was vor allem jetzt nach diesem ganzen DE-Mail, Desaster, was ich ich weiß nicht, wie du das gesehen hast, aber als ich das erste Mal von die E-Mail gehört habe, dachte ich mir nur so.Glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass sie als Bundesregierung im Internet einen Standard durchsetzen könnt. Ja, also äh.
Linus Neumann 0:57:14
Ja vor allem, vor allem, dass, also der Witz.
Tim Pritlove 0:57:18
Der Gedanke allein schon, das ist wirklich absurd.
Linus Neumann 0:57:20
Der Witz ist ja demel in seiner jetzigen Form, ist eigentlich nur wie mache ich E-Mail,mit allen Best Practices. Es ist nicht darüber hinaus gedacht, es ist einfach nur so, was wie kann ich den besten E-Mail-Anbieter schaffen,Aber nicht, wie kann ich über das, was jetzt schon die Besten der Anbieter machen, hinausgehen und irgendwie etwas Sichereresmachen, als das, was es jetzt schon gibt. Das heißt, sie nehmen im Prinzip einen Status quo, da wird nichts drin definiert, was es nicht schon irgendwo auf der Welt gegeben hätte und trotzdem gehen sie hin und sagen, jetzt gehen wir noch bewusst hin, obwohl wir nur dendie Best Practices umsetzenund machen das nochmal bewusst inkompatibel, damit es nämlich ein lukratives Geschäftsmodell für die Anbieter wird. Und das ist halt ein totaler, also das ist ein totaler Scheiß so. Und jetzt fällt ihnen das nämlich auch genau auf die Füße. Wunderbar, jetzt ist es nämlich richtig geilJetzt kommt nämlich bald die EIDAS VO, die.Die EU Verordnung für elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt,Und jetzt pass auf, jetzt kommt jetzt kommt köstlich, es ist so schön, dass ich das nicht schon viel früher vorhergesehen habe, ja.Die die Bundesregierung geht hin und sagt, wir machen jetzt mal hier Demel. Ja? Wir nennen das Demeil, wir machen das bewusst, inkompatibel und wir machen da irgendeinen obskuren Scheiß.Und das ist dann am Ende für die für den Gerichtsverkehr mit äh mit der für den für den rechtssicheren Verkehr mit der Verwaltung und den Gerichten,dann denken sie das Ding nicht zu Ende und machen das ganze Ding kaputt und müssen dann in der Folge, darüber habe ich ja lange genug erzählt in meinem Vortrag da, müssen dann das bestehende Sicherheitsniveau.Absenken, also das Bestehende verlangte Sicherheitsniveau für Kommunikation.
Tim Pritlove 0:59:18
Also wie ich das äh nicht das technisch implementierte Sicherheitsniveau, sondern die Anforderungen an das Sicherheits.
Linus Neumann 0:59:23
Forderung an das Sicherheitswo, damit man kritische Daten darüber übertragen darf, müssen sie absenken. Das heißt, wir haben unsre, wir haben uns einen schlechten Standard geschrieben und mussten dann unsere Gesetze umschreiben, damit sie diesen schlechten Standard überhaupt zulassen, wie lächerlich ist das denn überhauptJetzt haben sie das Ding, ja und jetzt kommt eben die EU-Verordnung über die Harmonisierung des Binnenmarktes.Wo gesagt wird, na ja ähm und das ist ja klar, diese EU äh Anforderungen sind ja immer das Gleiche, sagen naja der Binnenmarkt muss harmonisiert werden, das geht nicht, dass Deutschland da irgendwie so ein allein Alleingang implementiert,deshalb äh muss D May dieses gesamte D-Mail-Verfahren jetzt.In Anbetracht der kommenden elektronischen Identifizierung von Vertrauensdienste, für elektronische Transaktionen im Binnenmarktverordnung der EU muss dem entweder dafür sorgen, dass sie im Rahmen dieser,Verordnung zum Standard werden.Oder dass sie mit dieser Verordnung, wie auch immer sie lauten mag, interoperativ werden. Und wenn das nicht, wenn ihnen das, wenn ihnen nicht eins von beiden gelingt, dann hast du demnächst irgendeine EU-Klage,D Mail, weil D Mail nicht mit der EIDASVO ähm interoperabel ist.Habe ich das klar ausgedrückt? Ich meine, ich also mit anderen Worten,Es gibt bald eine EU Verordnung und wenn D-Mail dieser EU Verordnung nicht entspricht, dann muss Demel geändert werden, auf das ist dieser EU-Verordnung entspreche,und oder es muss jetzt dafür sorgen, dass die EU Verordnung so angepasst wird, dass sie dem entspricht.Und das heißt, entweder macht die Verordnung D-Mail kaputt oder diese D-Mail-Scheiße macht uns jetzt auch noch die EU Verordnung kaputt,nachdem sie uns irgendwie die die ähm Gesetze irgendwie äh Strafprozessordnung und was nicht alles für Gesetze kaputt gemacht hat und da das Sicherheitsniveau abgesenkt hat. Denn das, was geschehen ist, ich wiederhole das.Schön und gut, aber das Schlimme ist, der der Flurschaden bei den Gesetzen, die wir hatten, die nämlich jetzt im Sicherheitsniveau abgesenkt wurden. Im Jahre zweitausenddreizehn oder vierzehn, ja.Also, das wird entweder wird D-Mail, ich hoffe natürlich, dass D-Mail irgendwann von der EU weggeklagt wird. Ähm auf oder also,platt gemacht wird durch eine Verordnung, der es dann eben nicht mehr entspricht. Und dann gibt's da eben diese Verfahren oder so, ne,ja und die die schlechtere Lösung wäre eben, dass jetzt diese EU Verordnung kaputt aufgeweicht wird durch D Mail und dann wäre also der Flurschaden durch D-Mail hätte dann eben nicht mehr nur ein ein nationales Niveau,sondern ein internationales Niveau, weil wir dann durch eine EU Verordnung den Schaden, durch D-Mail in alle anderen Länder exportieren würden. Also das ist eine Katastrophe von biblischem Ausmaß.Na ja und außerdem sagen außerdem drohen sie an in diesem Zwischenbericht, dass sie jetzt durch die im Rahmen der digitalen Agenda.Die flächendeckende Einführung der Demer beschleunigen wollen,indem sie eine gemeinsame Einarbeitsgruppe mit der Wirtschaft einrichten wollen, in der Erfahrung ausgetauscht und identifizierte Hürden zeitnah adressiert werden.Diese Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit mittlerweile aufgenommen. Das heißt, da wird jetzt von den Abendschweinen aus der Wirtschaft, die auf dieses tote Pferd gesetzt haben, noch irgendwie ressourcen verbrannt und von unserer schönen Regierung, die echt Probleme hat, die sie lösen muss,Ressourcen verbrannt im Rahmen einer Arbeitsgruppe. Ja, hast du nicht diesen schönen Spruch über Arbeitsgruppen?
Tim Pritlove 1:03:18
Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis.
Linus Neumann 1:03:23
Unglaublich und das ist halt das also man sieht hier,Ein wunderschönes Beispiel für den Fall, too much investit to quid, ja? Du kannst, du hast zu viel investiert in dieses tote Pferd, um es jetzt einfach in der Wüste liegen zu lassen. Sondern du musst.
Tim Pritlove 1:03:40
Dabei ich meine, uns ist doch klar, da wird das dieses Pferd wird da sowieso enden. Also ich meine, es kann mir keine Zukunft vorstellen, in in der ist die E-Mail gibt.Einfach es wird einfach nicht stattfinden. Ich meine, sie können jetzt gerne noch beschließen, noch weitereJahre darauf zu bestehen, dass das ja eigentlich eine gute Idee war und man das ja jetzt nicht sein lassen könnte und überhaupt nur, man müsste ja nur noch mal einen weiteren Arbeitskreis gründen, noch mal drüber reden.
Linus Neumann 1:04:06
Zu
Tim Pritlove 1:04:07
Aber es wird einfach am Ende äh verändern, ja, weil diese Wüste endet nicht, ja? Kannst du noch so viel ähversuchen dieses Kamel irgendwie durch die Füße zu treiben, ist das wird einfach wird einfach, das ist einfach eine Fata Morgana, der hier.
Linus Neumann 1:04:24
Also dieses Kamel ist tot, aber es kriegt jetzt halt so ein Staatsbegräbnis in purem Gold. Und es wird.
Tim Pritlove 1:04:28
Genau.
Linus Neumann 1:04:33
Wer was ist echt fürchterlich, also diese dieser Dilettantismus, ja und wenn man sich jetzt mal überlegt, es ist ja nicht so,Also stell dir mal vor, welche wenn man jetzt mit dem ganzen Geld, was da jetzt schon verbrannt wurdeeinen schönen Weg gegangen wäre, ne, dann hätte man so einen richtig geilen Standard geschrieben, da hätte man vielleicht noch dafür sorgen können, dass die Smartcard-Hersteller,Naja,dass man halt irgendwie einen richtig geilen, vernünftigen Sicherheitsstandard umsetzt, den irgendwie auf EU-Ebene exportiert und zu so einem richtigen Wettkampf, der der Implementierer und der Open Sourcecoder und so weiter ähm.
Tim Pritlove 1:05:13
Ja, ich glaube, das, das ist das ist auch schon irgendwie das, was sie auch gerne wollen, ne? Nur, dass sie sich das ähm so ein bisschen so vorstellen wie Früheier, ja. Man macht das Ganze so auf so einer nationalen Ebene und ignoriert einfach den Rest und dann wird das schon irgendwie klappen, wenn da mal nur genug äh Kohle reingepumpt wird. Und.
Linus Neumann 1:05:27
Also ich muss sagen, deren Interesse ist schon immer dafür zu sorgen, dass wenn sie irgendwelchen Sicherheitskram machen, dassdie äh die deutsche Wirtschaft davon profitiert und dann kommt eben genau sowas raus, wo man irgendwie fünfhundert Seiten Implementierungsregeln schreibt, die da einfach mal dafür sorgen, dass es auf weiter Flurkeine Konkurrenten gibt, weil wer auch immer damit konkurrieren möchte, erstmal irgendwie ein paar Millionen aus der Tasche holen muss, um diesen verrückAnforderungen allen gerecht zu werden, umirgendwann vom BSI zertifiziert zu werden. Ja und das ist das ist eine letztendlich eine Markteintrittsbarriere, die da entsteht und das ist einfach nurganz klare Wirtschaftsförderung. Und das siehst du natürlich auch bei dem IT-Sicherheitsgesetz, dass da natürlich die bestehenden PlatzPlatzhirsche sagen. Okay, ihr könnt da was machen, aber.Bitte vergesst nicht, am Ende muss da für uns ein Geschäftsmodell stehen. Und ähm das ist.Das ist halt immer das Gleiche. Und wenn du dich einmal auf diesen Mist einlässt, dann weißt du, wo du am Ende landest, ja? Und nämlich bei sowas, dass dass du am Ende von einer EU-Verordnungplatt gemacht, wie es Millionen verbrannt hast und und irgendwie äh fuffzehntausend Lufthansa Meilen irgendwie auf jeden Kunden werfen muss. Äh,den du irgendwie, den du da hintreiben musst, mit so einem Elektroschocker, dass der wenigstens diesen Dienst äh,dass der wenigstens dieses scheiß Dienst einmal sich da anmeldet und am Ende keine einzige D-Mail verschickt, das ist alles, ne.Doch erzählt oder? Als der,Wie war das denn, als da kam noch irgendwie Morgenmagazin oder so was, war hier als D Mail Dresden. Nee, Dresden wurde DMEL City. Und dann saß hier so dieser Kameramannoder war das der Tonmann? Auf jeden Fall, als ich das alles erzählte, dann dann unterbrach der quasi den Dreh und sagte irgendwie so, boah wat,weil der weil der irgendwie am Tag vorher so ein Ding abgeschlossen hatte, weil er sagte, na ja, so ein Amazon-Gutschein für, weiß ich nicht, wie vielviel das inzwischen war, wie hoch die inzwischen im Kurs standen, den lasse ich mir ja nicht entgehen, der wurde Kreideblech na ja, okay, wir reden schon wieder viel zu lange von äh du sagst, das ist, du sagst richtig, es ist ein totes Pferd undDeswegen rede ich eigentlich auch nicht mehr so gerne darüber, weil mir das ja auch ein bisschen peinlich ist, ne. Das das, dass ich da immer wieder auf dieses immer sagen muss, ja, siehet her,Das ist ein totes Pferd. Hört auf, es zu reiten. Ja und irgendwann, na ja.
Tim Pritlove 1:08:06
Hören wir jetzt auch mal auf das äh Pferd zu reiten, was was meinst du und kommen mir vielleicht mal langsam so zum Ausklang äh der Sendung. Da gibt's ja auch noch ein paar ganz gute Nachrichten.
Linus Neumann 1:08:17
Ja genau, es gibt es gibt so eine es gibt eine sehr schöne Kurzmeldung noch zum Abschluss. Ähm nämlich dass der Film Citizen Four einen Oskar gewonnen hat als beste äh Dokumentation. Das ist etwas, was ich ähm.Erstaunlich finde, weil das natürlich eine ähm,politische Message der Academy ist, die hier geäußert wird. Ähm das ist doch äh ist doch sehr schön und natürlich auch sehr ähm,Das ist natürlich eine späte Veredelung auch der der Arbeit von die sich ja immer im im im.Dienste der Sache persönlich in den Hintergrund gestellt hat, ja? Laurer war nie irgendwie so eine Dampf äh Plaudererin, die sie irgendwie in erster Reihe da äh mit diesen Snow-Dokumenten hausieren gegangen ist,äh würde ich das übrigens auch nicht unterstellen. Ähm aber sie hat nämlich eine sie hat da ordentliche Arbeit geleistet im Hintergrund und hat dann irgendwann sehr spät und,ihren Film rausgebracht, der dann eben sehr gut war und der nur in wenigen Kinos am Ende dann gezeigt wurde und,in dem dann eben porträtiert wurde, eben auch dieser persönliche Teil. Und ja, am Ende hat sie eben,noch die diese höchste Anerkennung bekommen, die einen Filmemacher bekommen kann. Und das ist natürlich eine das ist natürlich toll,Großartig, freue ich mich wirklich drüber. Ähm,gleichzeitig hat sie dann auch noch irgendwie eine Strafanzeige bekommen, weil irgend so ein Ex-Merin meint, da würden jetzt Staatsgeheimnisse in dem Film verraten, herzlichen Dank, vielleicht wird das nochmal zu dem, zu einem größeren kommerziellen Erfolg äh dieses Filmes beitragen.
Tim Pritlove 1:09:57
Na ja, vorher hat's erstmal dazu beigetragen, dass dieser Film äh kostenlos zum Download im Internet äh verfügbar war.
Linus Neumann 1:10:04
Wie denn jetzt genau? Ist das von ihr ausgegangen? Also ich habe ähm ich weiß, dass John Jan den schon vor ein paar Monaten auf geladen hat.
Tim Pritlove 1:10:11
Ach so und vor ein paar Monaten schon. Ich da.
Linus Neumann 1:10:12
Oder vor ein paar war das vor ein paar Wochen.
Tim Pritlove 1:10:14
Ich habe das ähm ich muss zugeben, ich bin gerade generell schlecht informiert, weil dieser ganze Umzug äh mich hier noch sehr unter Strom hält, aber ähm Tatsache ist, dieser Film äh liegt im Internet äh vor auf Crypto Punkt äh org, was auchals das so ein bisschen rumging, dafür gesorgt hat, dass Kultur mal schlecht zu erreichen war,das passiert eigentlich selten. Und ähm wenn ich das richtig mitbekommen habe, gab es eben ähm einegerichtliche Anordnung, dass dieser Film als offizielles Beweismaterialaufgenommen wird im Rahmen dieser Verhandlung und äh es gibt halt mittlerweile diese Gesetzeslage, dass das alles, was sozusagen, zumindest in dieser Art von.Klage, die da jetzt waren, die ich jetzt grad nicht benennen kann, ähm muss das alles auch digital öffentlich vorgehalten werden und das gilt dann in dem Fall halt auch für diesen Film,mit dem Ergebnis, dass dieser Film irgendwie im Netz ist.
Linus Neumann 1:11:07
Okay, ich, also sorry, das habe ich nicht, habe ich nicht verfolgt. Ähm kann ich nicht kann ich nicht genau was zu sagen. Ich habe erst gedacht, was ist der John für einen Arsch, dass er das äh hochlädt, weil das natürlich äh unter Umständen mit den,legitimen, finanziellen Interessen von Laura Pointers kollidiert.
Tim Pritlove 1:11:25
Na, ich glaube nicht, dass das irgendeine ÄnderungIch meine, dass das wird äh eher dem entgegenteiligen äh Effekt haben, weil ich meine, die Nerds, die sich das irgendwie ziehen und anschauen, weißt du, es trete ja nur dazu bei, dass dieser Film nochbekannter wird. Ich meine, jetzt hat er auch noch einen Oscar. Also ich denke nicht, dass der irgendein Mangel an an Einnahmen ähm.
Linus Neumann 1:11:43
Ich denke auch nicht, dass das irgendwie äh oder ich ich hoffe, dass wir in einer Welt leben, in der Laura Portras äh bis ans Ende ihres Lebens nicht mehr um ihre Existenz fürchten muss. Und ich weiß, dass hier auch sehr ähsehr liberal mit ihren äh Rechten an diesem Film umgeht, zum Beispiel eine öffentliche, kostenlose Vorführung mitanschließender oder vorangehender Fragerunde beim einunddreißig C3 veranstaltet hat undwenn ich mich recht entsinne, haben wir auch mal eine öffentliche Vorführung im äh CCCB äh gehabt,Äh da ist sie sicherlich Idealistin, die jetzt nicht äh traurig ist, dass dass ihr Geld entgeht, ne.Das kann man, kann man teilen, ja.Ich persönlich muss sagen, ich hab's ja diese Woche bis heute nicht gesehen. Ich habe mir gedacht, ich spare mir das auf bis zum einunddreißig C drei und dann da bin ich natürlich nicht reingekommen, weil äh Saal voll,und ähm.
Tim Pritlove 1:12:38
Soll ich dir was sagen? Ich habe ihn auch noch nicht gesehen, aber ich habe ihn schon runtergeladen.
Linus Neumann 1:12:44
Seit längerer Zeit hier,auf. Äh als nächstes gucken, aber diese Zeiten, wo ich auf irgendwie Filme gucke, sind.
Tim Pritlove 1:12:51
Ja, ja, dünn gesät. Äh weißt du was? Wir schauen uns den einfach beide mal in dieser Woche an und dann können wir uns das nächste Mal unterhalten.
Linus Neumann 1:12:57
Ich, ja ich, ich, ich, ich versuch's, ich versuch's. Ich bin nächste Woche wieder unterwegs, aber.Es ist sowieso auf dieser nächster illegaler Download, der ja geguckt werden muss, Liste und.
Tim Pritlove 1:13:13
Na dann. Na dann, bleibt uns eigentlich nur noch tschüs sagen.
Linus Neumann 1:13:19
Wir müssen wir müssen äh danke und tschüss sagen. Ich danke ganz herzlich äh am Ende dieser Sendung, dem Clemens und der Tanja. Und ähm natürlich auch dir lieber Tim.Für deine für dein Engagement in diesem in diesem Bereich hier.
Tim Pritlove 1:13:37
Ja, ich äh muss dir auch danken, Linos, uns heute alle lieb.
Linus Neumann 1:13:42
Ich habe mir, ich habe mir ja schon indirekt hier gedankt, indem ich das Lob von von Rüdi äh weitergegeben habe. Das Ding ist Rüdiger Weiß äh lobt einfach nicht. Es ist also so ein so ein in der Matrix, dass er halt da ein Lob ausgesprochen hat.
Tim Pritlove 1:13:54
Finster? Ach.
Linus Neumann 1:13:56
Doch der lobt schon, aber es er lobt spärlich und äh umso bedeutsamer ist das.
Tim Pritlove 1:14:01
Okay, hat dich stolz gemacht. Na schön. Linus, das war's.
Linus Neumann 1:14:07
Tim, ich danke dir und wir hören uns nächste Woche. Ciao, ciao.
Tim Pritlove 1:14:10
Genau, bis dann.

Shownotes

Nachlese: SIM-Malware

Nachlese: Gemalto wurde gar nicht gehackt

Nachlese: Microsofts Virenscanner entfernt den Superfisch

FCC regelt erneut Netzneutralität in den USA

Gesetzesentwurf gegen Zwangsrouter

WLAN-Gesetzesentwurf

De-Mail noch ohne kritische Masse

CitizenFour erhält einen Oscar

LNP132 Prinzessin Lillifee

SIM-Karten – Festplatten-Trojaner – Superfish – Babar – Abmahn-Wochen – Verfassungsschutz-Gesetz

Tim lebt sich gerade in seiner neuen Heimat Bristol ein, lässt sich aber natürlich nicht davon abhalten, auch weiterhin die deutschen, europäischen und internationalen Entwicklungen in der Netzpolitik kritisch zu begleiten. Wir widmen uns zunächst den mannigfachen neusten Höhepunkten der Security-Apocalypse, die dieses Mal über SIM-Karten und Festplatten hereinbricht. Ebenso hereingebrochen ist eine Abmahn-Welle über Berlin, die wir ausführlich belächeln, bevor wir uns schließlich dem Ausbau des Überwachungswahns durch neue Kompetenzen für BND und Verfassungsschutz widmen.

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Linus Neumann
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Tim PritIove

Shownotes

SIM-Karten-Hack von GCHQ und NSA

NSA-Wanze auf der Festplatte – Equation Group

Lenovo Superfish

Babar, der … Staatstrojaner aus Frankreich

Abmahn-Wochen in Berlin

Belohnung für Verfassungsschutz und BND

LNP131 Internet der kurzen Wege

TTIP — FCC und Netzneutralität — Telekom und DE-CIX — BND trollt Ausschuss

Heute gibt es mal wieder eine kompaktere Ausgabe, denn die Themenlage ist dünn. Daher fügen wir auch ein wenig Metacontent mit ein, muss ja auch mal Viel Feedback, einige Nachmeldungen zu Themen der letzten Woche und zwei wirklich neue Themen. Viel Spass damit.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann 0:00:02
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Ich habe mir überlegt, vielleicht sollten wir auch mal unsere Kapazitäten am DEzix äh steigern.
Linus Neumann 0:00:11
Ja, ich finde, so eine Verzwanzigfachung und der Kapazitäten würde uns gut zu Gesicht stehen.
Tim Pritlove 0:00:38
Politik, eins, drei, eins, heute habe ich's richtig gesagt.Ich bin's, Tim und äh ich begrüße euch äh alle hier beim Zuhören von Logboot Netzpolitik, eurem Lieblingspodcast. Da, wo die Dystopie noch äh Spaß macht,Und Lidos, wie geht's dir so?
Linus Neumann 0:00:57
Es geht mir voran. Ich bin ein bisschen müde, ja.
Tim Pritlove 0:01:00
Bist du müde bist du? So früher, so früh am Morgen. Ja, wir nehmen.
Linus Neumann 0:01:05
Ja, ja, bei dir ist noch früh, das stimmt, ja.
Tim Pritlove 0:01:07
Ja, stimmt.
Linus Neumann 0:01:10
Bei mir ist die Woche ja schon vorbei.
Tim Pritlove 0:01:12
Ja, ja, so ist das. Mit ein bisschen Feedback anfangen.
Linus Neumann 0:01:18
Ja, sollen wir äh haben wir aber also ich habe überlegt zu dem Feedback am Anfang so Musik, wer noch zu früh, ne, weil wir kurz davor ja schon Musik hatten.
Tim Pritlove 0:01:29
Ja das hängt ja auch immer was vom Feedback ab, ne, ähm ob man dann so eine.
Linus Neumann 0:01:31
Also so so ein Gitarrenriff, was dann so in Feedback übergeht so ist schlecht, ne.
Tim Pritlove 0:01:38
Keinen Gitarrenriff, das machen nur amerikanische,Die müssen die ganze Zeit immer so Rock'n'Roll spielen und überhaupt so Gitarrenmusik und und und Radio-Jingles echt nicht. Sind ja hier in Deutschland. Wir machen Techno äh da habe ich aber jetzt gerade nix äh nix parat.
Linus Neumann 0:01:54
Techno habe ich, da könnte man was machen.
Tim Pritlove 0:01:55
Da müssen wir, müssen wir halt mal unsere äh kreative Hörerschaft, die in der Lage ist, da passendes äh Klanggewitter zu erzeugen, vielleicht mal bitten, gute Ideen zu haben. Wobei ich jetzt auch nicht,dass wir die Sendung total überladen sollten mit dem ganzen Kram.
Linus Neumann 0:02:11
Nee, ich bin also ich bin echt nicht, weil das das wäre halt einfach zu nah an dem an dem Intro. Ich glaube, so am Anfang und am Ende mal ab und an mal ein bisschen Musik kann man machen, aber irgendwie so bei jedem Themenwechsel irgendwie so eine.
Tim Pritlove 0:02:23
An Thementrainer, noch so ein.
Linus Neumann 0:02:26
Du ja einmal hattest, das fand ich sehr schön. Da war dir bei, bei Raumzeit, da da hattest du, hast du ja auch immer auf der Remote irgendwie so einen Knopf gedrückt, wenn das Thema sich.
Tim Pritlove 0:02:37
Dann habe ich so einen so einen Schneideton äh gehabt und den habe ich dann irgendwie in die Sendung mit rausgerinnert.
Linus Neumann 0:02:43
Gar nicht so verkehrt.
Tim Pritlove 0:02:45
Ja
Linus Neumann 0:02:46
Ton war nicht schlecht.
Tim Pritlove 0:02:47
Ja, der Ton, den habe ich, das habe ich deshalb gemacht, damit ich, wenn ich die Sendung abhöre,merke, wenn 'ne Stelle kommt wo ich 'ne Kapitelmarke gesetzt habe, dass ich die nicht verpasseSonst ja die ganze Zeit hingucken muss. Ja genau und dann wie das immer so ist mit diesen Workflows da, das muss ich alles erstmal fünfmal muss das gegen die Wand gefahren werden, bevor das sitzt und das war dann halt so ein,die Wand fallen. Ich hab's dann auch gleich beim nächsten Mal nochmal gemacht, also.
Linus Neumann 0:03:13
Super, wie hier, hier schneit es ja auch regelmäßig.
Tim Pritlove 0:03:17
Wie die Profis hier. Ja.
Linus Neumann 0:03:19
Ja, vergiss bloß nicht gleich das äh wegzuschneiden, wo wir über die Musik drüber gelabert haben.
Tim Pritlove 0:03:23
Das wird sowieso grade wieder beklagt, wie niedrig doch die äh Podcastqualität in Deutschland ist und gelabert wird.
Linus Neumann 0:03:32
Soll man Musik-Podcast machen oder was?
Tim Pritlove 0:03:34
Ja, keine Ahnung. Es muss alles jetzt irgendwie geschnitten, gefeatured und und und völlig überdreht sein. Ich ich äh halte mich da jetzt mal zurück. Ichkann in dem Zusammenhang nur auf eine Folge in einem äh anderen meiner äh Podcasts verweisen, die vielleicht manche schon gehört haben. Jetzt darf ich hier auch mal wasPlaggen und zwar die letzte Sendung äh ähm der Lautsprecherpodcast Nummer fünfzehn, LS null fuffzehn, der Sender bin ichwo ich mich mit Podcast Veteran, Philipp Banso unterhalten habe. Und das ist äh sehr interessant, weil ja da auch sehr viel über wie USA das macht und und und was was so hier in Deutschland gehen könnte, unterhalten habenKann ich nur jedem ans Herz legen, wer so ein bisschen Interesse hat auf der Meterebene der Meter eben zu surfen.
Linus Neumann 0:04:21
Also das finde ich ja lustig. Also Philipp und du sind ja wirklich die Podcast-Veteran, wo auf wen von beiden habt ihr euch denn geeinigt, wenn der Titel nur der Podcast bin ich? Äh ist, lautet oder geht das Unentschieden aus oder.
Tim Pritlove 0:04:35
Podcast der Sender bin ich.
Linus Neumann 0:04:36
Der Sender, ja, bist ja trotzdem.
Tim Pritlove 0:04:38
Wir haben ja jetzt keinen Battle gemacht.Aber ich habe noch nie, ich hatte, ich hatte noch nie Philipp zu Gast. Also er hatte mich zwar schon dreimal zu Gast und auch mal als Co-Moderator und wir haben ja auch Projekte zusammen gemacht, aber ich hatte ihn selber noch nie zu Gast. Das war jetzt insofern ein Novum nach zehn Jahren,Und das Ganze habe ich halt deshalb gemacht, weil er ja gerade dieses neue Projekt startet, der Sender und das war dann,sozusagen der, der, der Anlass, mal auch ein Review zu machen überA, was er halt überhaupt gemacht hat, weil ich glaube, das wissen viele auch gar nicht. Und Bauch äh so seine Erkenntnisse äh über das Format, zumal er ja eben auch tiefe Einblicke hat, in wie es im normalen Radio, also Deutschlandfunk und Deutschlandradio et cetera äh abläuft und,Darüber hinaus eben jetzt auch noch eigene ähmverfolgt mit dieser Genossenschaftsidee für so ein Sendeinstitut. Also alles sehr interessant, schönes Gespräch.
Linus Neumann 0:05:36
Da freue ich mich drauf. Das ähm das möchte ich, da da bin ich wirklich dran interessiert, da freue ich mich drauf. Das ist schön, den höre ich mir heute Abend an. Da freue ich mich drauf.
Tim Pritlove 0:05:45
Schön.
Linus Neumann 0:05:45
Ja, der äh Küchenradio ist ja da noch an der Stelle zu erwähnen, finde ich ja auch ein sehr, sehr geiles äh Podcastformat von Phillip. Das ist auch, glaube ich, der der Podcast mit den meisten,Folgen überhaupt in Deutschland, oder?
Tim Pritlove 0:05:59
Das weiß ich nicht so genau, aber ist auf jeden Fall äh wenn's eine Top Ten gäbe, ist der auf jeden Fall da drin. Also die letzte Folge ist dreihunderteinundachtzig. Das haben jetzt soviele nicht hinbekommen. Es gibt natürlich auch so ein paar Podcaster und so, die auch schon absurde Zahlen erreicht haben. Wobei ich denke, wenn man das mal nach Stunden rechnet und soAlso wer hat sozusagen am meisten Stunden Podcast produziert? Da könnte ich mir dann wiederum ganz äh gute Plätze vorne ausrechnen.
Linus Neumann 0:06:29
Das auf jeden Fall. Das auf jeden Fall. Aber da ist Philipp auch ein harter Konkurrent.
Tim Pritlove 0:06:33
Ist er auf jeden Fall immer gewesen und äh wir haben auch immer gegenseitig gegenseitig unsere Messer aneinander geschärft.
Linus Neumann 0:06:39
Ja, super, also ja, macht ihr schärft ihr mal weiter, Hauptsache ich komme dabei nicht unter die Räder, um mal noch weiter die die äh Metaphern hier zu.
Tim Pritlove 0:06:50
Genau und äh für für die geneigten Logbuch äh Netzpolitikhörer, die äh sich jetzt ohnehin schon wundern, warum wir uns irgendwie über sowas unterhalten, gebe ich dann gleich mal einen Küchenradio-Tipp, auch wenn ich die selber noch nicht gehört habe, aber hier ein äh das unserer Sendung, nämlich der Ulf Bürmeier, der war auch äh jüngst bei Küchenradio zu Gast Küchenradio.
Linus Neumann 0:07:07
Ein halbes Jahr her.
Tim Pritlove 0:07:08
Achtundsiebzig, na, ist ja egal, haben wir noch nie erwähnt. Äh mit.
Linus Neumann 0:07:14
Bei uns mal zu Gast. Sebastian.
Tim Pritlove 0:07:16
Man spricht das Burmeier aus, aber er schreibt sich egal.Natürlich war Roll zu Gast, das habe ich ja gerade gesagt, aber äh deswegen, ja, der Bezug, ja, aber da erzählt er halt überhaupt was anderes, nämlich wie so seine Zeit in den USA war, darüber hat er ja bei uns nicht gesprochen.
Linus Neumann 0:07:31
War auch eine ganz nette Sendung.
Tim Pritlove 0:07:34
Genau. Gut, genug. Feedback-Time.
Linus Neumann 0:07:39
Nö. Nö, ich finde, man kann noch mehr planken.
Tim Pritlove 0:07:42
Hast du noch was zu.
Linus Neumann 0:07:44
Ja, ich habe ein ein sehr interessanten Podcast gehört, darauf bin ich aufmerksam geworden, weil äh mich weil auf Twitter Leute erwähnt haben, dass äh dass einer der Sprecher dort so klingen würde, wie ich,Was? Was was tatsächlich stimmt, ja? Der hat eine sehr ähnliche Stimme, aber äh mit dem habe ich nichts zu tun. Ähm und zwar ist das ein Podcast von ähm Metronaut.Aber der Podcast heißt Metrolaut und die hatten den Frank zu Gast und haben sich über ähm äh über Verschwörungstheorien unterhalten,Das war, fand ich auch ganz äh ganz interessant, das Gespräch. Die haben sowieso äh immer ganz, ganz gute Podcast. Metrolaut erscheint nur sehr selten, aber so meine Lieblingsfolge davon ist es jetzt auch schon bald ein Jahr alt mit dem,wohlklingenden Titel Züge anlacken,Fand ich sehr schön, mitm Graffiti-Sprüher. Das hat mich die hat mich nachhaltig äh auch äh interessiert die Folge,Damit können wir jetzt auch echt die aufhören weiterzuempfehlen, oder?
Tim Pritlove 0:08:50
Denke ich auch. Jetzt aber Feedback.
Linus Neumann 0:08:54
Aber wusstest du, dass die Amis gar nicht auf dem Mond gelandet sind?
Tim Pritlove 0:08:57
Oh Mann, dazu habe ich auch schon einen Podcast gemacht, soll ich denn jetzt auch nochmal placken?
Linus Neumann 0:09:09
Also, na, kommen wir zum Feedback,man darf aus der Ur-Haft straffrei ausbrechen. Man darf, glaube ich, sogar aus dem Knast straffrei ausbrechen, solange man auf dem Weg keine Werte umnitet, schrieb dir Marius via E-Mail, haben wir aber auchmehrere Kommentare gehabt. Ich habe nämlich in der letzten Folge gesagt, wenn ich aus dem Knast ausbreche, wird meine Aufenthaltsdauer dort auch verlängert.Stimmt nicht. Also eigentlich cool, ne? Ähm.Das Bedürfnis nach Freiheit wird in Deutschland als grundlegendes, menschliches Bedürfnis und damit Grundrecht eingestuft. Eine Flucht aus dem Justizvollzug ist daher nicht strafbar.Um dies dennoch justiziabel zu bekommen, werden Begleitumstände verfolgt, zum Beispiel der Diebstahl von Anstaltskleidung, Sachbeschädigung von Gittern, Widerstand gegen äh Bedienstete oder Körperverletzung. Also man kommt man muss schon irgendwie sehr slick seinum da wirklich vollständig straffrei rauszukommen, aber da rauszukommen. Also sich steht erstmal nicht unter Strafe.Wer sich äh wer sich nackt durch Gitter zwängt und heimlich entkommt, handelt rechtskonform.Außer, dass er dann nachher nackt auf der Straße steht und da dann wahrscheinlich gegen irgendeinen Jugendschutzgesetz oder sowas verstößt, die haben ja in der Regel haben wir das das öffentliche Leben ganz gut abgedeckt mit Gesetzen ähm,aber OK das war ein Hinweis, dann die Videos von Barrett Brown gibt's nochund sie sind sehr langatmig, das könnte aber auch sein, dass ich mir das einfach nur als Notiz hingeschrieben habe, weil ich habe mir das dann mal angeguckt und das heißt also ein sehr ähm.Ja, also man kann sich diese Videos anschauen von Barrett Brown, wie er dannvon jahrelanger Heroinsucht erzählt und und in mehreren Folgen dann eben von von seinem Hass auf diesen FBI Beamten und allen anderen Mist in seinem Leben irgendwie redet, ähm das finde ich schon sehr, sehr ähm.Bedenklich wiederum überhaupt, dass man.Menschen für so was bestraft, der sich da wirklich äh ein Karriereende herbeigeredet hat und ähm ja, das ist also das kann man sich eigentlich auch gar nicht angucken. Ja, aber äh fand ich ganz hm.Ja, äh also die gibt's noch, weil ich ja gesagt habe, die werden wahrscheinlich aus dem Internet verschwunden, aber das äh aus dem Internet verschwindet nichts.Und.
Tim Pritlove 0:11:39
Nicht das, von dem man möchte, das ist äh verschwindet.
Linus Neumann 0:11:43
Ja, ich habe jetzt gerade noch mal irgendwie sowas zu diesem äh Recht auf Vergessen. Das war so eine der letzten Meldungen, die es nicht mehr in die Sendung geschafft haben, weil wir die Sendung jetzt machen, ähm gelesen.Wer weiß, vielleicht verschwinden doch mehr Sachen,aus dem Internet als man will oder die, die man möchte, dann doch oder kommt ja auch immer drauf an, wer was will. Keine Ahnung,Na und dann gab's noch ein äh ein noch eine,Debatte in den Kommentaren, ob denn nun ähm so äh quasi.Man Anbietern vertrauen soll, die Ende zu Ende Verschlüsselungsmethoden anbieten, die man nicht vollständig selber unter Kontrolle hat. Alsodarunter fallen dann natürlich, weil man da mit keiner Form in keiner Form in Kontakt mit dem Schlüssel kommt, äh darunter fällt, wenn Google es denn umsetzen wird, wovon ichwo wo im Moment noch die Zeichen draufstehen, solche Java Skript äh ähmZaubereien, um irgendwie ähm Ende zu Endeverschlüsselung da rein zu bringen. Ähm ja, das also um da kurz zu,da ist eigentlich nur das zu zu sagen, was ich eigentlich letzte Woche schon in der Sendung gesagt habe, die reine Leere der IT-Sicherheit, die vertreten wir jetzt irgendwie als ähaufgeklärte Community irgendwie seit zwanzig Jahren und man kann sehen wohin uns das gebracht hat,worum es hier aber geht, ist eben Methoden auch für Anbieter, die Niability zu geben für,vergangene Nachrichten oder für zukünftige Nachrichten richten. Und vor allem darauf zu sorgen, dass dafür zu sorgen.Dass irgendwie ähm Geheimdienste nicht mehr einfach irgendwo ein Kabel dran halten und sofort alles haben.Und natürlich kann man sich dann da hinstellen und sagen, nee, nee, nee, aber wenn Google dann irgendwie einen anderen äh Java Skript und so, dann kann man das ja immer noch brechen, ja, kann man. Aber äh das finde ich auch ein sehr, sehr mutige,Äußerung von jemandem, der irgendwie einen Computer benutzt, der sowieso irgendwie von zwanzig äh Geheimdiensten der Welt geordnt werden kann. Ähm plus von dem Werbenetzwerk und man sowieso irgendwie jeden Scheiß darauf installiert. Also man kommt bei IT-Sicherheit,vom hundertsten ins tausendste und das ist ja auch, ich meine, genau diese Gedanken zur Anwendung zu bringen ist ja das, was ich auch jeden Tag beruflich tue,Ähm und da bringe ich natürlich auch genau diese Einwände zur Sprache. Man muss nur aufpassen, dass man sich eben,man dann nicht irgendwie im Nichtstun verharrt, sondern dass man sich eben die Schritte äh raussucht, die ähm signifikante Verbesserungen für äh große Angriffsflächen ähm.Bieten. Und da gehört's natürlich zu, wenn solche Anbieter solche Verfahren jetzt an anbringen, ja? Wenn sie die jetzt wieder back dorn oder dann auf auf Straf äh,auf auf irgendwelche Warrens oder Befehle dann doch wieder Einzelpersonen angreifen oder die die Schlüssel rausrücken schön und gut. Das Entscheidende ist aber, dass man erstmal die Masse der Bevölkerung schützt und deswegen sind solche Initiativen,natürlich zu bevorzugen und zu und gut zu heißen, vor allem weil sie Nutzer überhaupt mal äh überhaupt erst mal in die Richtungdieser Thematik bringen, ja? Also dieses mit dem wir bringen PGP bei und alles andere ist Quatsch, da kann man, glaube ich, ähm bis auf die Wenigen,ähm.Beachtlichen, aber immer noch sehr äh zahlenmäßig sehr geringen Erfolge der Kryptopartys äh sagen, dass es jetzt,wirklich die letzten zwanzig Jahre uns, uns nicht an den Punkt gebracht haben, an den wir eigentlich hätten kommen sollen als als Gesellschaft. Und insofern denke ich,äh muss man sich von dieser fundamentalistischen Position, äh in der man sich ja weigert, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, leider verabschieden,ohne sie aus den, aus den Augen zu verlieren, aber ähm,wie gesagt, so diese reine Leere habe ich hier in den Shownotes auch äh absichtlich mit zwei E geschrieben, statt mit EH.
Tim Pritlove 0:16:04
Ja, ist auch so ein bisschen so, als als als ob man immer von jedem erwarten würde mit so einer ähmHimalaya tauglichen, winderausrüstung vor die Tür zu gehen, wenn's mal kalt ist, weil äh nur das kann einen wirklich in allen Situationen vor dem Erfrieren schützen, aber wenn die Alternative ist, draußen nackt rumzulaufen, dann ist da vielleicht so ein normaler Wintermantel vielleicht auch schon mal ganz hilfreich und ich glaube, darum geht's so ein bisschen.
Linus Neumann 0:16:27
Genau, das ist ein sehr schöner Vergleich, den werde ich in meinen in mein kleines Buch der guten Vergleiche schreiben, die ich irgendwie andauernd bringen muss zu jedem Thema. Das finde ich ein guter, ist ein guter Vergleich. Komm mal ein kleines Buch der Vergleiche. Habe ich.
Tim Pritlove 0:16:39
Freut mich. Und durch mein Feedback.
Linus Neumann 0:16:45
Es sei denn, du hast noch Feedback.
Tim Pritlove 0:16:47
Nee, ich habe kein Feedback. Also keins, was du nicht schon erwähnt hättest, sagen wir es mal so.
Linus Neumann 0:16:53
Vielleicht hast du einen Nachtrag.
Tim Pritlove 0:16:54
Nö, ich habe den jetzt, also ich hatte ja schon einen Nachtrag.
Linus Neumann 0:17:00
Aber das nächste Thema hast du mit Nachtrag überschrieben.
Tim Pritlove 0:17:02
Ach so, äh ach so, ja, den äh Nachtrag, Entschuldigung, jetzt habe ich die Brücke natürlich nicht so ganz mitbekommen, weil ich hier das falsche Fenster offen hatte,Genau, der Nachtrag ist also, wir hatten ja äh letzte Woche das schöne äh Gespräch mit äh Katar ähm über äh TTIP,Ein längerer SchwerpunktWürde das ja immer ganz gerne äh machen. Da gibt's jetzt auch nicht so sehr viel Neues. Wir sind nur im im Nachgang ein paar äh Artikel aufgefallen, die äh in dem Zusammenhang äh vielleicht nochmal bemerkenswert sind.Einerseits berichtete der Tagesspiegeldrüber, dass die USA halt dann doch ähm so ein bisschen äh beunruhigt äh ist und diese ganzen Trend zur äh Offenlegung von Verhandlungsdokumenten versucht zu torpedieren, wie es nur äh irgendwie möglich ist. Also,auch so direkt zuständige Mitarbeiter der EU-Regierung sollen also nur so ein Ausnahmefällen, da äh Zugang bekommen. Man fragt sich halt wirklich, was das was das soll. Und ist ja auch sehr interessant zu sehen, dassauch genau das derzeit also nicht nur das, aber dass das so eine der Sachen ist, die in der Öffentlichkeit auch tatsächlich mit ähmzunehmenden Naserümpfen,zur Kenntnis genommen werden, weil es gibt ja verschiedene Ebenen der Debatte. Viel geht's in diesen ganzen Lebensmittel, Verbraucherschutz rein, weil wir wissen, dass ne, das äh bringt ja die Gemüter mehr in Wallung, als wenn man sich jetzt über Netzpolitik oder Urheberrecht unterhält.Und ähm ja, was ja auch äh passiert ist, ist, dass in Griechenland ähda neue linke Popstars in die Regierung äh gekommen sind, die ja schon eine ganze Menge Welle gemacht haben und wo es halt äh derzeit ja im Wesentlichen um die,neue,oder möglicherweise neue Aushandlungen der Modalitäten der äh griechischen Konjunkturgesundung und Schuldentilgung äh geht. Ähmmeldet Euro aktiv DE, das ist so ein europäisches äh Nachrichtenmagazin, also was ich konkret auf Brüsselkonzentriert, was wir im Übrigen hier auch mal erwähnen sollten, weil was ich mit immer gemacht habe, ist das ja auch so immer mal so Quellen genannt habenDa war auch eure Aktiv mal dabei, weil die äh veröffentlichen nämlich alles auf Englisch, auf Französisch und Deutsch.Das heißt, selbst wer jetzt so europäische Nachrichten mal verfolgen möchte und dann immer das Problem hat, dass wenn man was Deutsches gelesen hat, dann das nicht so auf Englisch oder in anderen Sprachen teilen kannDa ist man also bei auch aktiv äh ganz gut unterwegs, die sind recht informiert, die fokussieren halt auf Europaund äh da kommt halt auch dieser Artikel her und der meint halt, das hat einer der Minister, ich weiß jetzt gerade gar nicht, äh wer das jetzt genau war, auf jeden Fall meinten sie halt so, ja, also sie würden auf gar keinen Fall.Für TTIP stimmen. Weil, weil sie da halt einfach, und das haben wir ja hier ausreichender wiegt einfach da das nicht sehen, ne? Ist ja so eine neue linke Welle, die da jetzt so ein bisschen äh scheint,getreten worden zu sein. Man weiß noch nicht so richtig, wie weit das trägt.Ob die jetzt überhaupt soweit ähm erfolgreich sind. Aber äh so oder so, ich bin mir nicht ganz so sicher, wie das auf der Abstimmungsebene läuft, aber ich glaube, so eine gewisse Veto äh Macht haben sie schon,noch sind sie ja Mitglied. Muss man sehen.
Linus Neumann 0:20:27
Ja. Das haben sie das haben sie noch nicht abgesagt, ne. Sonst haben die eigentlich, die haben ja echt mal ganz gut reinen Tisch gemacht da in Griecheland.
Tim Pritlove 0:20:36
Ja, mal gucken. Ich meine, ein Schäubler, dass ich äh ja eine eine blutige Nase geholt, aber ich habe so den Eindruck, dass diedass sie ganz populär sind derzeit noch äh in in Griechenland, weil sie halt nicht einen anderen Ton setzen, ne? Also ich meine, jetzt haben sie als erstes mal so die ganze Ministerutoflotte verkauft,Unter anderem sind siebenhundertfünfzigtausend Euro, BMW und so und fahren halt irgendwie Taxi, Straßenbahn und äh der Finanzminister fliegt halt Economy class durch Europa, so.So ein schönes Foto oder so in der Economy Class umringt von Journalisten irgendwie sitzt, aber halt so ganz normal.
Linus Neumann 0:21:14
Oder am Rand?
Tim Pritlove 0:21:16
Am Gang. Nee, aber das ist schon ist schon eine coole Sau. Der fährt ja auch immer irgendwie mitm ähm,Motorrad durch die Gegend kann ich übrigens sehr empfehlen. Ich habe die letzten Tage ähm mir mal so auf YouTube ein paar Vorträge von ihm angeschaut, weil äh noch so aus einer Zeit, wo nicht absehbar war, dass er mal äh griechischer Minister äh nicht Präsident, aber Minister werden würde,und der hat ja schon wirklich eine sehr dedizierte Meinung zu diesem gesamten äh Komplex und äh,kann auch sehr gut argumentieren, spricht auch hervorragend Englisch, also eine eine spannende Personalie, ja, ich bin da äh,will da jetzt gar nicht irgendso eine hm,bin da jetzt nicht Fanboy, ich finde das nur nur spannend, ähm wie jetzt auf einmal diese ganzeäh Diskussion auch um Gerechtigkeit innerhalb Europas und Solidarität da äh neu aufbricht und äh gerade Deutschland halt ein bisschen schlecht da steht. Wir sehen aber auch, dass halt EZB,und andere Kanäle jetzt natürlich auch ordentlich dagegen hauen und äh ist so ein bisschen Clash of the Cultures an der Stelleund ähm ja, ist äh zumindest mal eine Debatte, die ja von so Gruppen wie Attack, et cetera im Prinzip ja schon seit Jahrzehnten geführt wird, aber die jetzt auf einmal auf so eine äh politische Ebene gehoben wird undDas kann nur gut sein, diese Diskussion auch mal zu führen.
Linus Neumann 0:22:37
Ja, ähm ich weiß zwar nicht, ob die gerade wirklich eine Diskussion führen oder ob das, ob da nicht schon der offene Krieg ist, aber äh ich werde, ich bin da auf jeden Fall auch sehr gespannt, äh ob der Entwicklungen.
Tim Pritlove 0:22:52
Genau,Andere Entwicklungen gibt es in den äh USA und zwar steht da demnächst nämlich die Abstimmung über Netzneutralität äh innerhalb des äh FCC an,Ich weiß gar nicht, wie übersetzt man den FCC am besten.Ja, aber das ist hier so ein bisschen wie unsere ähm wie heißt denn das hier bei uns in Deutschland.
Linus Neumann 0:23:18
Bienetz A.
Tim Pritlove 0:23:20
Den Bundesnetzagentur, genau, die übernimmt so ein bisschen die Rolle. Also sozusagen da, wo es eben darum geht, konkret die Regeln aufzustellen für die TelekommunikationsunternehmenUnd da äh ging's ja schon lange hin und her, da gab's ja auch viele äh böse Vorwürfe, dass der Chef ja da irgendwie von comcast äh kam er sogar daher oder ich weiß es ja immer so ganz genauund ähm das ist lange Zeit einfach nicht danach aussah, als ob sich das äh zum Guten entwickeln äh würde, ja?
Linus Neumann 0:23:49
Ich finde nur noch ganz kurz äh die Geschichte fing ja noch früher an, wenn ich das noch kurz einwerfen darf,denn es gab in den USA ja schon mal von der FCC eine Netzneutralitätsregulation,und die wurde zweitausendvierzehn Lokbuchnetzpolitik berichtete von Horizon vor einem Berufungsgericht weggeklagt.Und der äh der das Argument der von Horizon, mit dem sie vor diesem Berufungsgericht Recht bekommen haben, war, dass die rechtliche Grundlage,für ein Einmischen der FCC gefehlt habe in diesen in den Bereich des Internets. Die haben also quasi,also deren Argument war, ihr dürft die gar nicht hier, Internet, habt ihr nichts mit zu tun.
Tim Pritlove 0:24:35
Wo kommen wir denn da hin?
Linus Neumann 0:24:37
Genau darauf, deswegen habe ich dich an der Stelle gerade unterbrochen, auf genau darauf will der Wheeler jetzt reagieren, indem er sagt, ja okay, dann stellen wir das Internet rechtlich dem Telefonnetz gleich.Und damit ist es dann ein Universaldienst, der unter eine strikte Kontrolle der FCC gehört.Sorry und darüber wollen Sie jetzt am sechsundzwanzigsten Februar abstimmen.
Tim Pritlove 0:25:03
Mhm,Ja, da gibt's dann auch entsprechende äh Aufmerksamkeitsgenerierungen. Die IFF hat so einen Internetcountdown gestartet. Das ist jetzt zum aktuellen Zeitpunkt gerade nochmal zwanzig Tagealso am sechsundzwanzigsten Februar findet das Ganze statt und parallel entwickelt sich dazu natürlich auch 'ne entsprechende Debatte hier in Europa,Inwiefern das da direkt davon getriggert ist. Mir ist allerdings was Interessantes aufgefallen und zwar unser äh Vizepräsident, der äh europäischen,und äh außerdem der äh zuständige,Kommissar für digitalen Binnenmarkt, ja?Also nicht hier Herr Öttinger, sondern der Andros äh ein Estnischer äh Politiker und übrigens auch Chemiker.Also Wissenschaftler, darauf wollte ich hinaus. Ähm der äh ist ja schon so am Anfang ein bisschen aufgefallen,Als äh ihn da Julia Reeder äh früh ähm dazu gebracht hat, da äh ich glaube so was war das äh auf Twitter irgendwie äh Stellung zu nehmen et cetera und das hat er irgendwie alles ganz gut.Angenommen und machte früh den Eindruck, dass er ähm sagen wir mal ein ein der Debatte recht empfänglicher Mensch zu sein scheint,und der hat auch einen Blog.Und besonders bemerkenswert fand ich, dass er auf diesem Blog jetzt äh einen Gastkommentar hat von äh niemand Geringeren als,Bekannt natürlich als der Erfinder des World Wide Web, worin sich ebenIst nicht anders zu erwarten war absolut hintereine klare Netzneutralitätsregelung gestellt hat, also er möchte natürlich weiterhin, dass das Web äh offen ist und so neutral wie es nur irgendwie geht undNa ja, das ist ähm schon eine interessante Positionierung an der Stelle. Man könnte es dir vorstellen, dass in äh Frau Merkels Blockwas es nicht gibt. So ein Gastkommentar erscheinen würde, so,Nee, können wir nicht, aber findet statt und das fand ich äh bemerkenswert. Link ist in den Shownotes.
Linus Neumann 0:27:19
Genau und nochmal auf die USA zurückzukommen, dass wir also dass dieser Umschwenker des äh Herrn Wheeler ähm,den hiftet sich jetzt, die heftet sich, die IFF wahrscheinlich auch zurecht. Ähm,als einen großen Erfolg des der Community an. Team Internet beginnt der Artikel, ähm denn es ist schon so, dass also was USA und Netzneutalität angeht. Da wurde jetzt echt so dieses gesamte letzte dreiviertel Jahrwirklich die Trommel gerührt. Die haben das Thema echt ähm aufrecht erhalten, ne,und ähm auch diese den Weeler da in seiner Position ähm bekehrt. Ähm er sagt,oder er kündigt an, also,ich will dafür sorgen, dass wir regulatorisch zuständig sind, darüber stimmt dann die Kommission aus irgendwelchen Gründen selber ab und dann sagt er ähm,Das und dann sagt er, dann kommen wir mit unseren Regeln, ja? Und Internet Protection, die FCC.Ähm und zentral wird es ihm natürlich dann darum gehen ähm.Dafür zu sorgen, dass ähm,keine Beeinträchtigung oder Blockierung von rechtmäßigen Inhalten durchstattfinden darf. Rechtmäßig haben die da immer noch drin stehen, das ist am Ende alles, was die äh was dann die die Urheberrechts,verwertenden Industrien wirklich interessiert, ne? Rechtmäßig heißt, ein nicht rechtmäßiger Inhalt kann natürlich trotzdem noch blockiert werden,Da will sich die FCC nicht einmischen. Also so diese ganzen Uhr hierbei rechtssperren und so was sind sind ausgenommen, Terror, Propaganda, Videos oder was man sonst noch irgendwie verbietenkann, ähm Ausbruchanleitung aus der Urhaft, nein, war ein Scherz, aber äh also man kann irgendwie ähm sie wollen quasi illegale Inhalte immer noch äh verbieten können, aber für diesen,für das zentrale Marktargument des des Ausbremsen von Konkurrenten oder des des Erheben von doppelten äh Brückenzollzwischen Anbietern und Konsumenten sollte dann schon ein entscheidender Riegel vorgeschrieben äh vorgeschoben sein.Und wenn ich mich nicht täusche, sogar für äh für äh Kabel und kabelloses Internet.Das war weil da bin ich jetzt vorsichtig, das ist eine Sache, wo ich mir nicht hundertprozentig sicher bin.
Tim Pritlove 0:30:00
Ja, vom Saulus äh zum Paulus äh in dem Zusammenhang können wir auch noch erwähnen, dass ja sogar unsere Datenschützerin, nachdem sie jetzt zwei Jahre darüber nachgedacht hat, wohl der Meinung ist, dass sie Vorratsdatenspeicherung nicht so eine tolle Idee ist.Also überhaupt so die erste Wortmeldung, die so von ihr äh bekannt geworden ist, seitdem sie in diesem Amte ist, aber äh immerhin, ne? Also das scheint durchaus zu funktionieren noch, dass man manche Leute mit Argumenten äh erreichen kann. Das äh ist,gewisser Hinsicht Schocking, aber schön auch.
Linus Neumann 0:30:33
Ja, kurz, ich kann das kurz bestätigen, also es soll vor allem auch für mobiles Breitband, also vom vom für, sorry, für äh Mobilnetze gelten,Bei der ersten Netzneutralitätsregulation war das nämlich nicht so. Da haben sie eine große Netzneutralitätsregulation hingeschrieben und haben gesagt, alles hier, Internet und so weiter.
Tim Pritlove 0:30:55
Aber mobil ist ja nicht Internet.
Linus Neumann 0:30:58
Mobil bei Mobilgeld eine andere Anforderung und daher diese ganzen Regeln nicht. Wenn man das im Hinblick auf die Zukunft betrachtet, ähm ist es natürlich,Problem, wenn mobile Netze ausgeschlossen werden. Denn man sieht ja schon, dass sich das alles zu diesen mobilen Netzen hinbewegt. Ja, in.
Tim Pritlove 0:31:19
Ja, bestes Beispiel, der neue Telekom-Hybrid-Anschluss, der so eine Melange aus DSL und äh LTE ist, also die Unterschiede, die sind.
Linus Neumann 0:31:27
Und andere Länder,in denen die Entwicklungen nicht so schnell vorangegangen ist, wie in in westlichen Staaten, die überspringen ja im Prinzip diese gesamte Zuhause, Internet und ein,PC haben Phase und landen jetzt so im Zeitalter der äh Tablets und äh,und Smartphones,ja? Da gibt's, da gab es nie Landline Internet. Gut, die sind jetzt auch nicht von der US-Netzneutralitätsregulation betroffen, aber ähm die Entwicklung Mobile ist the future, ja, kann ich.
Tim Pritlove 0:32:04
Ja, Afrika vor allem, ne, also wo auch,wo auch Landline, also wo das auch durchaus mal probiert wurde, ist aber einfach keinerlei ähm Zukunft hatte, weil jedes Stück Kupfer, was da in irgendeiner Erde vergraben wird, einfach zehn Minuten später wieder ausgebuddelt wurde. ÄhmDa hätte dann theoretisch zwar Glasfaser mehr geholfen, weil das kann man eben nicht so gewinnbringend verkaufen wie Kupfer, aber äh daran war halt dann zu dem Zeitpunkt noch nicht dran zu denken. Und jetzt ist natürlich mit LTE und dann eben auch so mit Fift GenerationInternet sieht halt niemand die Notwendigkeit, auch wenn's die natürlich für urbane Ballungsräume wie bei uns definitiv nach wie vor gibt,siehe dazu auch unsere Debatten in der Freakshow.
Linus Neumann 0:32:46
Ist übrigens auch, äh also was, äh ich weiß ja nicht, ob sie es wussten, aber in deutsche Mobilfunknetze oder einige deutsche Mobilfunknetzer setzen zum Beispiel auch auf so bis zu siebzig Prozent einfach MikrowellenverbindungenAlso die haben gar keinen Kupfer. In der Erde liegen und diese Netze in in vielen anderen Ländern auch nicht. Und wir haben uns da malmache ja äh ein bisschen mit Mobilfunksicherheit. Äh da haben wir uns mal äh bei so einem,Test in einem Land über Zugänge am an so 'ner Mobilfunk-Vasisstation Gedanken gemacht und da Sicherheitsvorschläge zu entwickeltUnd äh da wurde dann auch gesagt so, äh warte mal, wenn wir von der Sicherheit der Mobilfunkstation sprechen, dann sprechen wir eigentlich ähin der Regel von Kupferdiebstahl, weil der größte Sorge war halt, dass die ganze Mobilfunkstation einfach weggetragen wird. Ähm und nicht so sehr, dass da jetzt einer,das Ding hackt und so oder sich dann irgendwie in den LTE-Chor vorkämpft oder was auch immer. Na ja, ähm wir schweifen ab. Ähm,was was wird passieren, wenn die FCC das macht? Wie gesagt, Horizon hat's zweitausendvierzehn schon mal weggeklagt, dass die FCC ihn da reingefunkt hat und ähm ATNT Horizon äh Wetzen natürlich jetzt auch schon die Messer.Sind aber einigermaßen besorgt, weil ja Obama vor ein paar Monaten schon gesagt hat, dass genau die Entwicklung, die da jetzt stattfindet, von ihm politisch gewünscht ist. Aber der ATNT weiß Präsident Of Regulations,der Herr ähm,ist nach wie vor sicher, dass die FCC nicht das Recht hat, ohne das Internet, ohne vorherige Eingehende Marktanalyse,Universaldienst zu.
Tim Pritlove 0:34:35
Oh Gott.
Linus Neumann 0:34:38
Zumal das Netz, das ist interessant, zumal das Netz eher ein Informationsdienst sei, als ein Telekommunikationsdienst.
Tim Pritlove 0:34:46
Aha. Deswegen sperren sie auch immer alle.
Linus Neumann 0:34:48
Ist, dass er das als,Also dass er das überhaupt als Teams bezeichnet.
Tim Pritlove 0:34:52
Ist geil.
Linus Neumann 0:34:53
Wenn die FC,Die unklassifizierung vor einem Berufungsgericht verteidigen muss, wird sie sich mit diesen und anderen Argumenten auseinandersetzen müssen. Mit anderen Worten äh,das,ihr landet damit sofort wieder vor vom Berufungsgericht klar. Ja? Das lassen wir uns nicht gefallen. Das ist ein Markthemmnis. Wobei uns ja in den Kommentaren gesagt wurde, wir sollen nicht mehr von Markthemnissen sprechen, sondern von Allgemeinheitsschutz.Sagte der Peter.
Tim Pritlove 0:35:24
Sagt der das. Warum?
Linus Neumann 0:35:25
Ja, also das wäre dann ein Netzneutralität wäre ein Allgemeinheitsschutz,und ein Markthemmnis und da hat natürlich der äh der Cheflobbyist gegen Regulierung bei ATNT natürlich ähm was gegen und ein Anwälteteam dran gesetzt, ist klar.
Tim Pritlove 0:35:44
Die USA. So ist sie. Ja, sonst äh.
Linus Neumann 0:35:48
Beste Demokratie.
Tim Pritlove 0:35:49
Ja, aber äh unsere Telekommunikationsanbieter sind ja auch mit allen Wassern äh gewaschen und gehen mit dem,mit dem Trend. So auch die Deutsche Telekom, die äh freudig verkündet hat, dass ihre Kapazitäten am deutschen Internetknoten DECICS,erhöht hat, wenngleich da wohl auch ein wenig mit der Nase gerümpft wurde, weil so das Maß an Kapazitätserhöhungen eher überschaubar war.
Linus Neumann 0:36:17
Tim, verzwanzigfacht.
Tim Pritlove 0:36:21
Das heißt halt nix. Wir waren ja vorher quasi nicht da.
Linus Neumann 0:36:24
Sie hatten äh sie hatten einen Gigabit Port da liegen. Was erzählt Clemens immer, dass das hat sie irgendwie in Skandinavien hat das jeder zu Hause, ne?
Tim Pritlove 0:36:32
Ja, genau. Jetzt haben sie zwanzig Gigabiten alle so lustig. Wir schieben hier durch die Gegend. Was was wollt ihr denn eigentlich?
Linus Neumann 0:36:40
Also die Deutsche Telekom, wir erinnern uns, sie, die Deutsche Telekom äh begreift sich als Big Player.Im Netz und äh und ein Big Player, ein ein Tier eins, ein Tier One,ähm der piert natürlich nur mit seinesgleichen.
Tim Pritlove 0:37:01
Die gibt's ja nicht.
Linus Neumann 0:37:03
Naja, es gibt ja schon noch drei oder sowas, ne, aber äh die die dipieren also nur mit den mit den ganz, ganz Großen,und von den anderen, von den anderen verlangst du halt Transit, den von denen nimmst du Geld ab. Und wir erinnern uns, als diese ganzen NSA Geschichte losging, da war ja dann die Rede von von Schlandnetz und Schengenrouting.Das waren ja die Stichworte. Die wurden ja auch von von der Telekom damals so reingebracht, weil die Telekom man sagte, ja. Das wäre doch super, wenn wir einfach innerdeutsch ruten, weil,Wir erinnern uns, dass auch das hatten wir damals ausführlich erklärt. Clemens hatte das erklärt. Ich hatte das beim dreißig C drei auch in meinem Vortrag nochmal ein bisschen. Ähm,behandelt. Die Datenpakete gehen ja nicht aus Deutschland raus und wieder nach Deutschland rein, weil da kein Kabel lege,sondern weil die Deutsche Telekom einfach zu viel für die Benutzung davon dieser Kabel haben möchte, dass es den Leuten zu schwer macht, die zu benutzen. Also passiert, dass deutsche Anbieter.Sich das Ganze billiger bei Level drei oder bei anderen äh großen äh organisieren,Das Internet, die Verbindung mit dem Restinternet und dann bezahlst du natürlich nur einen dieser großen ähm,Ähm das heißt, was weiß ich, ich ich als kleiner Deutscher,Internetanbieter muss irgendwie zusehen, dass ich auch das ganze Internet erreichen kann. Also kaufe ich mir Kapazität oder Transit oder was auch immer bei Level drei und dann komme ich überall hin.Und die Deutsche Telekom macht mir ein Konkurrenzangebot, das ist aber teurer und deswegen nutze ich das nicht. Und,Ist natürlich für die Deutsche Telekom entgangener Gewinn und deswegen wollen sie natürlich eigentlich schon ganz gerne ähm dass,die Leute bei ihnen irgendwie sich anschließen,die gleichzeitige Entwicklung war aber natürlich die des DCX als inzwischen, glaube ich, weltweit größten Internet Exchange oder ist es immer noch nur Europas,Internet Exchange.
Tim Pritlove 0:39:09
Dezix ist jetzt wohl der größte ja weiß ich nicht wie das in Asien aussieht. Ich glaub sie sind die Größten. Aber also sie spielen auf jeden Fall ganz oben in der ersten Liga mit. So viel ist klar.
Linus Neumann 0:39:23
Und da sich dann was dann passiert ist, da haben sich einfach alle dahin gelegt und beim Dezix einmal bezahlt und dann stecken sie da an,So vorstellen, ne, an einem großen,Netz, also wie so ein großer Router, ist natürlich sind natürlich ganz viele Switches, aber sie stecken halt an die stecken da jetzt wenigstens mal dran und dann können sie sich mit den, mit allen, die da dran stecken,auf äh einigen. Und da hat die Telekom auch ein Kabel liegen und.Dass dessen Kapazität wurde jetzt halt von einem ein Gigabyte-Kabel Gigabit-Kabel auf zwei zehn Gigabit Ports äh erweitert. Und ähm.Jetzt sagt die,Telekom sehr stolz dazu, in einer Pressemitteilung. Da das Netz der Telekom mit fast allen großen Netzbetreibern direkt zusammengeschaltet ist, benötigte sie die größere Präsenz am Dezix eigentlich nicht,Haltung früher. Allerdings hatten andere Anbieter eine verstärkte Nutzung des Netzknotens als Voraussetzung für die Realisierung des Internets der kurzen Wege definiert.Mit anderen Worten, die die haben halt gesagt, wir liegen am Dezex. Wenn ihr euch da auch hinlegt, dann können wir uns verbinden und dann ist gut. Und das Alternativangebot der Telekom war ja, ja, wir haben ja unser Internet liegt ja woanders,Aber das Kabel dahin, das kannst du bei uns mieten. Gar kein Problem. Dann können wir im Internet der kurzen Wege hier bei uns,bei der Telekom machen. Und da haben die anderen Anbieter natürlich gesagt, nee, komm, hier, mach mal,Aber ist sehr schön, wie sie das da so andere das jetzt definiert. Ja, gut, dann beugen wir uns dem natürlich. Die Telekom schlägt jetzt vor, dass sich alle Anbieter darauf,Selbstverpflichten, also Selbstverpflichtung, habt ihr Zahl so dazu geschrieben. Daten ohne Umwege durch andere Rechtsräume vom Sender zum Empfänger zu leiten.Im Netz der Telekom ist das Internet der kurzen Wege schon heute realisiert,Die Telekom will weitere Partner für dieses Modell gewinnen. Es ist so geil, wie dieses Schild, ja? Im im Netz der Telekom ist das Internet der kurzen Wege schon heute realisiert. Natürlichin jedem bei mir zu Hause ist das Internet der kurzen Wege auch realisiert. Wenn mein mein Server mit meinem oder mit meinemiPad oder hat der Geier was gesehen redet, dann ist das Internet der kurzen Wege. Vom Wohnzimmer über den Flur ins Schlafzimmer,Also das ist echt geil, was also das ist ein ein PR-Sprich. Ähm wunderbar. Die Telekom will weitere Partner für dieses Modell gewinnen.Und wenn man sich anschaut, was sie denn da beim Dezix äh stehen haben, da steht dann Pearing Policy. Ähm mit anderen Worten, sie werden wahrscheinlich da jetzt ähm,weiter versuchen, irgendwie Geld zu verlangen. Ja, also ich glaube nicht, dass sie da jetzt halt offen pionieren mit allen und sagen, hey, die Daten müssen frei sein. Denn steht in dieser Pressemitteilung überhaupt nichts drin, da steht nurJa, Verzwanzigfachung der Kapazitäten und gegen die Abhörbarkeit und hier äh,Internet der kurzen Wege. Also das ist schon echt ähm ja.
Tim Pritlove 0:42:52
Internet kurzen Wege.
Linus Neumann 0:42:55
Unglaublich, ja? Also weil Lichtgeschwindigkeit, Lichtgeschwindigkeit, Freunde, wir können die wir können das Glas echt dreimal ohne den Äquator legen, das ist uns völlig egal, ja. Na ja, okay.
Tim Pritlove 0:43:09
So sind sie.
Linus Neumann 0:43:12
Es ist es ist natürlich nicht schlecht, aber wir müssen halt mal schauen, was die jetzt daraus machen und wie sie jetzt versuchen, die anderen, die am liegen, irgendwie äh zu melken. Äh wenn, weil nichts anderes wird die Telekom letztendlich,damit vorhaben. Wer jetzt mal so meine bösartige Unterstellung.Aber vielleicht belehrt sie uns da auch eines Besseren. Vielleicht wird das Internet der kurzen Wege dann äh bald äh Realität.
Tim Pritlove 0:43:39
Kommen wir ähm zur Innenpolitik.
Linus Neumann 0:43:47
Ja, da gab's eine eine sehr interessante,Ein sehr interessantes Vorkommnis im BND Untersuchungsausschuss. Ähm diese Woche war das, glaube ich, ne, diese Sitzung. Und zwar tauchten da auf der Gerhard Schindler, der Chef des BND.Und der Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt Claus-Dieter Fritsche.Die beiden waren im BND Untersuchungsausschuss. Äh im im äh NSA und Geheimdienst und BND Untersuchungsausschuss. Und haben sich dann da hingesetzt und haben,freimütig, so steht es geschrieben, über eine bisher unbekannte Operation Ads äh berichtet.Und das in einer erstaunlichen Detailtiefe bisher war man ja äh dann gewohnt, dass irgendwelche.
Tim Pritlove 0:44:40
Reden wir jetzt von der öffentlichen Sitzung oder reden wir von einer nichtöffentlichen.
Linus Neumann 0:44:43
Muss das muss die war eine nicht der nichtöffentliche Teil der Sitzung. Ähm bisher kannte man ja nur die ähm,Die Techniker, die dann in der öffentlichen Sitzung oder die die Abteilungsleiter, die dann in der öffentlichen Sitzung immer gesagt haben, ja, da habe ich aber leider jetzt grade gar keine Aussagegenehmigung zu dem Thema, über das wir hier die ganze Zeit sprechen,und was auch.
Tim Pritlove 0:45:07
Nicht öffentlich.
Linus Neumann 0:45:09
Öffentlich, genau.
Tim Pritlove 0:45:10
Nö. Da sage ich nur zu nö.
Linus Neumann 0:45:17
Und jetzt setzten sich also ähm Fritsche und Schindler,in die nichtöffentliche Sitzung und berichte in den erstaunlicher Detailtiefe von einer Operation, von der der NSA BND Untersuchungsausschuss noch gar nicht wusste,Hatten die nie von gehört.
Tim Pritlove 0:45:35
Mhm.
Linus Neumann 0:45:36
Und diese Sitzung war auch nicht vorher als geheim eingestuft worden,Was dazu führte, dass so die Mitarbeiter der Abgeordneten im Raum saßen, mit dem Raum saßen und auch die, die nicht die sonst erforderliche Sicherheitsprüfung hinter sich.Kurze äh kurze Anekdote,Wenn man in diesem Untersuchungsausschuss sitzt oder in dieser Untersuchung in Ausschüssen grundsätzlich, sitzen an einem runden Tisch, sitzen die.Die Politiker, die Mitglieder dieses Ausschusses sind, was weiß ich, ne? Da sitzt dann Konstantin von Notzda und ähm in der Regel so hinter denen,sitzen dann die Mitarbeitern,ein, zwei Mitarbeiter oder halt der Mitarbeiter, den sie mit dem Thema betraut haben. Und das ist dann, das sind dann diejenigen, die äh natürlich einen großen Teil der, der politischen Arbeitdes Abgeordneten im Hintergrund dann erledigen, ne? Dessen, dessen direkte Mitarbeiter. Die sitzen da,So, wenn diese Mitarbeiter jetzt in die geheime äh in die,nichtöffentlichen Teile oder indiger als geheim eingestuften Teile der Sitzungen des Ausschusses möchten, müssen sie vorher eine Sicherheitsüberprüfung über sich ergehen lassen, die durchgeführt wird, wenn ich mich nicht täusche vom Verfassungsschutz.
Tim Pritlove 0:47:00
Also der muss mindestens noch auch nochmal sein äh Senf dazu abgeben. Ich weiß nicht, ob die allein nicht zuständig sind.
Linus Neumann 0:47:07
Dann bekommen sie halt stimmt, das ist ein längerer Prozess, aber dann bekommen sie halt irgendwann Clearens.
Tim Pritlove 0:47:13
Oder auch nicht.
Linus Neumann 0:47:15
Oder auch nicht. Und das kann sich natürlich auch mal hinziehen. Und das ist natürlich auch ein politisches.Der bietet sich natürlich auch die Möglichkeit eines politischen Mittels da vielleicht diese Prüfung,hinzuziehen und dann nochmal die Leute dahin zu bestellen oder Einwände irgendwie ausräumen zu lassen oder so,Und das hätte natürlich zur Folge, wenn man das jetzt mit jemandem machen würde, dass diese Person eingeschränkt arbeits,fähig wäre, für für ihren Einsatzbereich. Und das hätte natürlich dann auch zur Folge, dass die Arbeit der Abgeordneten an dieser Stelle ähm eingeschränkt würde, ne.Aber es dient ja der Sicherheit. Ich erzähle das nur mal hier äh so am Rande. Das ist das ist das, dass es da auch so theoretische Fälle geben könnte. Ähm.Und diese alle, also auch Leute ohne Sicherheitsüberprüfung sitzen da jetzt am,am Tisch und hören das alles. Und dann schließen der liebe Herr Fritsche und der liebe Herr Schindler ähm,damit, dass sie sagen, oh und das, was wir euch jetzt gerade erzählt haben, das darf unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit, unter keinen Umständen darf das an die Öffentlichkeit geraten.Das ist so brisant. Da äh da hört der sofort auf mit uns zusammenzuarbeiten. Und dann sind wir blind,hier die die Selbstmordattentäter demnächst. Unter keinen Umständen darf davon irgendwas an die Öffentlichkeit geraten. Tschü.Und so sitzen halt dann die die Abgeordneten da,die nicht sicherheitsüberprüften Mitarbeiter und die Sicherheitsüberprüften Mitarbeiter und haben jetzt gerade von einer Operation gehört, von der sie nie zuvor gehört haben.Jetzt ist die Frage, haben sie sich diese Operation einfach nur ausgedacht, um dann Testballon zu starten? Oder war die Operation vielleicht doch nicht so brisant, wie sie es geschildert haben? Weil sie mussten ja damit rechnen,da irgendwas rausliegt aus dieser Sitzung. Und die Vermutung ist jetzt, dass auch genau das ihre Absicht war oder ihre Erwartung war, dass da was rausliegt und dass sie jetzt ähm.Quasi Material sammeln von einem Hinweis auf die.Auf die Gefährdung der geheimdienstlichen Tätigkeit durch diesen Ausschuss. Denn was als nächstes passierte, der Fokus.Hat über diese Operation geschrieben. Fokus ist dieses.
Tim Pritlove 0:50:16
Ehemalige Magazin.
Linus Neumann 0:50:18
Das war noch zu keinem Zeitpunkt jemals ein Nachrichtenmagazin. Das ist ein also ein absolutes also das ist wirklich die,Bildzeitung unter den BravosDas ist ein ein wirklich ein ganz fürchterliches Hetzerblatt, was regelmäßig gegen ähm gegen Ausländer und ähm für irgendwie verstärkte Sicherheit und was nicht alles hetzt, ja? AlsoähmIch muss leider regelmäßig diesen Titel sehen, weil die das immer am Flughafen an der in der Auslage haben. Dieses dieses Magazin. Ich habe irgendwann mal den Fehler gemacht beim Flug inUrlaub mir das mitzunehmen mit fürchterlicher Stimmung im Urlaub angekommen. Aber das nur am Rande. Also der Fokus, der nun wirklich ähm,von jedem Verdacht befreit ist, irgendwie ein investigativ arbeitendes, aufklärerisches Magazin zu sein, ausgerechnet der tut jetzt quasi,so ist die Form, so ist die Verschwörungstheorie. Ähm dem BND,und dem Bundeskanzleramt den Gefallen dem Ausschuss zu attestieren, dass er nicht,dicht halten könne. Und es steht jetzt der Verdacht im Raum.Dass das ein abgekartetes Spiel war und vielleicht sogar diese Informationen gezielt von Bundeskanzleramt und oder BND an den Fokus gelangt sind.Damit darüber berichtet würde, auf dass man Argumente für eine Einschränkung oder Beschränkung dieses Ausschusses haben könnte.
Tim Pritlove 0:52:01
Das heißt, sie haben sozusagen ein eine Operationsinformation geopfert, um hier einen Testballon steigen zu lassen. Das ist die Vermutung.Wäre aber schon ein bisschen heftig, wenn's äh so wäre. Weil die Wahrscheinlichkeit, dass sie einfach das nur verkackt haben und irgendwie äh dachten, das wäre jetzt alles sicher, aber war's nicht. Das ähm kannst du das ausschließen? Nein, kannst du auch nicht.
Linus Neumann 0:52:29
Dass dass es genauso ist, wie sie gesagt haben, wir dass sie ein Geheimnis erzählt haben und jemand das dem Fokus geliebt hat, halte ich für unwahrscheinlich,Wenn es jetzt in der Tat gestanden hätte oder auf Netzpolitik org, ja, dann hätte ich halt gesagt, na ja okay, aber bei.Ausgerechnet beim Fokus, ich meine, unter dem Hinweis, unter dem Hinweis darüber.
Tim Pritlove 0:52:55
Vor Ort gehabt.
Linus Neumann 0:52:57
Das weiß ich nicht. In der in der nichtöffentlichen Sitzung natürlich nicht.
Tim Pritlove 0:53:01
Ja
Linus Neumann 0:53:02
Aber also ein ein kleiner ähm Hinweis so auf die grundsätzliche Position des Fokus in dieser Angelegenheit. Unter dem Hinweis auf diese Geschichte verlinkt der Fokus ähm,dieses Video erklärt,wie Geheimdienste uns vor Terroristen und kriminellen Ausländern schützen, so ungefähr, ja? Also der Fokus ist da absolut auf Seiten der der äh der Geheimdienste, Sicherheitspolitiker und Bundesregierung.Dass deswegen ist diese also wie uns Geheimdienste vor Terrorwaffen und Rauschgift schützen.
Tim Pritlove 0:53:43
Ausgeknüpft.
Linus Neumann 0:53:44
Rauschgift. Weißt du, wusstest.
Tim Pritlove 0:53:46
Die sagen immer noch Rauschgift, oh Gott. Oh Mann oh Mann.Allein dieses Wort.
Linus Neumann 0:53:58
Chillen, Geheimdienst, Eklat. Briten drohen mit Abbruch aller Kontakte zu Deutschland.
Tim Pritlove 0:54:05
Deswegen jetzt oder was? Was war denn, was war denn das überhaupt für eine Operation, von denen sie da erzählt haben? Also da noch.
Linus Neumann 0:54:11
Bin doch nicht verrückt und verbreite die jetzt. Es ist also die zu verbreiten ist ja, also sorry, die zu verbreiten,Würde ja nur in deren Hände spielen, ja, also das,So oder so wär's so, ne. Sie haben darum, sie haben gesagt, das muss geheim bleiben und sie haben selber ihre, ihre Opsek äh Regeln massiv verletzt, indem sie das in einer nicht geheimen Sitzung veröffentlicht haben. Aber da tue ich ihnen jetzt nicht den Gefallen, ihnen das,Argumente dafür zu liefern, warum.Eine ähm derartige Bericht, warum die Öffentlichkeit dieses Ausschusses weiter beschränkt werden müsse. Abgesehen davon stehen diese Informationen nur im gedruckten Fokus und den fasse ich mit der Kneifzange nicht an.
Tim Pritlove 0:54:59
Mir kann's, mir kannst du's doch sagen, weil doch keiner zu hier. Machen wir dann nachher.
Linus Neumann 0:55:08
Machen wir nachher. Ähm genau.Das ist gleichzeitig stellen wir fest, dass es ja immer wieder äh unmissliebig,Äußerung der Missliebkeit darüber gibt, dass Netzpolitik ORG diese Live Block äh Nummer macht aus dem aus dem Ausschuss. Sie sagen, ja, das kann ja nicht sein, dass das immer wieder alles in der Presse landet. Also sie.Machen da immer weiter. Also sie wollen das einschränken. Und dann fragt man sich natürlich, warum sie ausgerechnet ausgerechnet die höchsten,ähm.Tiere daraus marschieren und und irgendwie mal frei aus dem Nähkästchen plappern. Und am Ende sagen, ach äh übrigens, psst! Das riecht schon ein bisschen.
Tim Pritlove 0:55:58
Riecht ein bisschen. Nino, was ham wir's? Für die Woche.
Linus Neumann 0:56:04
Wir haben's, weil ja die nächste Sendung relativ bald kommt und wir dann da nochmal ein bisschen was da was zu machen.
Tim Pritlove 0:56:11
Genau. So sieht's nämlich aus. Also haben wir euch.
Linus Neumann 0:56:14
Schade, dass du nicht auf diese schöne Verschwörungstheorie so eingesprungen bist, wo doch alles diese Woche im im Namen der Verschwörung steht.
Tim Pritlove 0:56:22
Ist das so?
Linus Neumann 0:56:24
Ja, wegen dieser Metrolaut äh mit Frank.
Tim Pritlove 0:56:26
Irgendwie ihre dreiundzwanzig ich habe ja meine dreiundzwanzigste Sendung schon äh ist ja schon eine Weile her. Da kann ich auch nochmal was.
Linus Neumann 0:56:33
Ja, du hast Recht, das waren, das hätte man noch dazu sagen müssen. Äh, Kalle Kornblumen und John F Nebel haben sich der Verschwörung gewidmet, weil sie die dreiundzwanzigste Folge ähm produziert.
Tim Pritlove 0:56:44
Ja, das ist ja ein altes Meme, das äh hatten wir ja schon bei Chaos-Radio. Ich weiß nicht, ob du mit Kausradio dreiundzwanzig vertraut bist, wo wir heute schon so fleißig am Pluggen äh sind, von allen Ausgaben. Ich finde, das war eine Meisterleistung. Da waren wir noch richtig gut drauf. Da waren wir noch jung, da wollten wir noch was.
Linus Neumann 0:57:01
Radio dreiundzwanzig muss verlinkt werden.
Tim Pritlove 0:57:03
Machen wir. Könnt ihr euch mal anhören, wenn ihr das noch nicht kennt. Das ist äh sehr verwirrend. Die Leute sind auch wirklich auf dem Zahnfleisch gelaufen und waren echt kurz vorm Durchdrehen.Mir seitdem doch nicht wieder gelungen ist. Mal schauen, sollte ich vielleicht dran arbeiten.
Linus Neumann 0:57:19
Können wir noch was empfehlen? Nee, jetzt hören wir auf mit.
Tim Pritlove 0:57:22
Wir können eine Menge empfehlen, aber jetzt hat sich's erstmal aus äh empfohlen, denn wir müssen ja diese Sendung auch noch aus hier unserem Private in den äh Großeltern bringen, ne?
Linus Neumann 0:57:31
Ja. Und man könnte unsere Sendung ja mal empfehlen. Ja, könnten, könnte ja auch mal jemand machen.
Tim Pritlove 0:57:39
Du meinst, es blockt ja keiner über uns?
Linus Neumann 0:57:41
Wie sollen wir denn unsere Zwangs unsere Kapazitäten am zwanzigfachen.
Tim Pritlove 0:57:46
Das stimmt allerdings. Genau.
Linus Neumann 0:57:48
Da ist jetzt, da ist jetzt richtig Platz. Das haben wir übrigens gerade nur am.
Tim Pritlove 0:57:51
Genau, wir müssen das jetzt alles mit Logbuch Netzpolitik füllen, was jetzt da an neuen Kapazitäten bereitgestellt.
Linus Neumann 0:57:59
Mit unseren kleinen Fritzboxen.Ähm du hattest das, glaube ich, kurz.
Tim Pritlove 0:58:05
Leute ja auch äh uns immer gerne äh unterstützen und äh jenseits der Amazon äh äh Wunschlisten und sonstigen äh Spendenkanälen kann ich auch einfach nur sagenempfehlt uns doch einfach mal weiter.So, also äh schreibt doch mal dadrüber, äh twittert es, keine Ahnung, was auch immer eure Kanäle sind oder empfehlt auch nur anderen äh Freunden doch mal sich hier äh einzuklinken. Denn hier finde ich, ist es ja durchaus informativ und unterhaltsam.
Linus Neumann 0:58:34
Bei informativ gebe ich mir Mühe, bei unterhaltsamen auch, war stets bemüht.
Tim Pritlove 0:58:37
Ja, ich auch. Ich sage tschüss. Bis bald.
Linus Neumann 0:58:45
Tschau, tschau.

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