LNP013 L’Entartement du Monde

Mit ein wenig Verzögerung bringen wir Euch wieder eine neue Ausgabe des Logbuchs. So richtig viel war nicht los, aber wir finden ja immer irgendwas, worüber wir reden können. Und wenn es nur Schwarzwälder Kirsch ist.

Dauer: 0:43:45

On Air
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ACTA in Osteuropa

Die Massenproteste gegen Acta zeigen in Osteuropa Wirkung: In mehreren Ländern wird die Ratifizierung ausgesetzt.

Berufungsanhörung Julian Assange

Am UK Supreme Court fand die zweitätige Anhörung zum Berufungsantrag Julian Assanges gegen seine Auslieferung nach Schweden statt. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet.

Bradley Manning wird vor ein Militärgericht gestellt

Wie zu erwarten war, wird Bradley Manning sich einem Militärgericht stellen müssen. Die Anklage wird am 23. Februar verlesen.

Das Urteil gegen die Piratebay-Gründer ist rechtskräftig

Der Oberste Gerichtshof Schwedens hat den Berufungsantrag der Piratebay-Gründer Fredrik Neij, Peter Sunde und Carl Lundström abgelehnt. Sie sind damit rechtskräftig verurteilt zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen und einer Zahlung von mehreren Millionen Euro.

Telecomix, Guttenberg und die Torte

Beim Treffen mit einem Telecomix-Aktivisten wurde KT zu Guttenberg von digitalen Konditoren und Anonymous getortet. Wir erläutern die Hintergründe der Aktion.

13 Gedanken zu „LNP013 L’Entartement du Monde

  1. Ich möchte hier mal ein allgemeines Lob und eine konkrete Kritik loswerden.
    Insgesamt mag ich eure Sendung sehr gern, weil sie nicht nur die aktuellen netzpolitischen Themen aufgreift sondern auch die, die länger am Köcheln sind und vielleicht nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit in den Medien bekommen, z.B. Wikileaks und Julian Assange. Und ich muss nicht jedes Thema ständig verfolgen und bin trotzdem informiert. Vielen Dank dafür.

    Konkret zu dieser möchte ich aber kritisch anmerken, dass die Tortung von Guttenberg und die moralische Zwickmühle von Stephan Urbach viel Raum bekommen haben (was auch recht interessant war), aber ein paar grundlegende Dinge gar nicht angesprochen wurden: Ist die Tortung das Ende des Gesprächs gewesen oder nicht? Oder waren die beiden sowieso schon fertig? Gibt es Infos darüber, was die beiden besprochen haben? Weiß man wie es weitergeht? Oder gibt es über all das gar keine Infos? Das hätte mich letztendlich dann doch mehr interessiert als die etwas ausufernde Debatte über die Torte.

  2. Zum Herrn-Urbachschen Dilemma: Ich sehe es nicht wirklich. Offenheit, ja gut, aber jemandem vorzuwerfen, dass er sich mit der anderen Seite auf ein Gespraech trifft, kann ich nicht ernsthaft nachvollziehen. Was glaubt ihr denn? Die Leute, die grundsaetzlich vier-Augen-Gespraeche ablehnen stellen sich vielleicht vor, dass die einzige legitime Diskussion Guttenberg vs das Plenum eines Bundesparteitags der Piraten ist, mit unlimitiertem Rederecht fuer alle inklusive des letzten Bilderbergverschwoerungstheoretikers und Geschaeftsordnungsantraegen zur Behandlung von Geschaeftsordnungsantraegen. Get real. Warum regt sich eigentlich keiner ueber die mangelnde Transparenz der total undemokratischen Metaebene auf, hier duerfen auch nicht alle mit ins Studio und die Themen werden nicht in einem oeffentlichen Etherpad vorbereitet. Das riecht mir sowas von nach Zensur!1!!

    Zum Prinzip Tortung: Hier bin ich eher hin- und hergerissen. Einerseits als Signal einer Verslapstickung sehr deutlich, andererseits das sichere Ende jedes inhaltlichen Gespraechs und dann sitzt mir meine “mit dem Essen spielt man nicht”-Erziehung doch sehr tief drin.

      • Du hast genau richtig gehandelt. Lass dich nicht von ein paar verstrahlten unter Druck setzen. Nur weil jemand eine andere Meinung hat und von der Gegenseite ist, ist das kein Grund nicht mit ihm zu reden. Wo kaemen wir denn da hin. Und nein, nicht jeder muss bei jedem Gespraech dabei sein duerfen.

  3. Zum Thema Polen fand ich sehr spannend, dass zu der gleichen Zeit wo gegen ACTA protestiert wurde ebenfalls die Benzinpreise nahezu explodierten. Das hängt in so fern zusammen, als das natürlich sehr viel mehr Leute auf die Straße gegangen sind. Nicht nur wegen ACTA halt. Ein Teil meiner Familie wohnt in einer Kleinstadt zwischen Krakau und Warschau. Die gaben halt noch zu bedenken, dass die kommunistische Zeit noch nicht sooo lange her ist. Die Panik vor Zensur, die mit acta in Verbindung gebracht wird, ist noch um einiges höher als hierzulande. Vielleicht hatte acta daher die durchschlagende Wirkung.

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