LNP060 Näheres regelt ein Bundesgesetz

DRM in HTML5 — Filesharing — Abhörmaßnahmen des BND — re:publica 13

Zur 60. Sendung kehrt ein wenig Ruhe ein, da der Gesetzgeber ausnahmsweise mal kein weiteres Grundrechte verletzendes Gesetz beschlossen hat und so kümmern wir uns um ein paar andere Aufreger. Den Schwerpunkt macht dabei die Debatte um DRM im Web aus. Wir diskutieren die Risiken, die in der Verabschiedung entsprechender Empfehlungen durch das W3C lägen und ob DRM-Techniken sich nicht sogar für den Schutz von Privatspähre nutzen ließe. Neben ein paar Kurzmeldungen zu Filesharing und BND wagen wir dann noch einen Blick auf die kommende re:publica 13, auf der wir beide einen Vortrag halten werden.

avatar
Linus Neumann
avatar
Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen. Guten Morgen, Tim.
Tim Pritlove
Ich glaube, letztes Mal haben wir uns so verausgabt. Heute wird das nicht so umfangreich, oder?
Linus Neumann
Ja, vor allem nicht die Cocktails danach.
Tim Pritlove
Cocktails? Wo gab's denn Cocktails?
Linus Neumann
Soll ich da jetzt Werbung machen für Cocktails? Die waren aber.
Tim Pritlove
Meine wer wer also ich hab keine gekriegt. Ach so stimmt.
Linus Neumann
Nee, du wolltest ja nicht mehr mit. Du du bist ja schon nach Schnitzel und Bier gegangen.
Tim Pritlove
Ja, ich hatte noch nicht mal Schnitzel.
Linus Neumann
Auch nicht, ich bin ja Vegetarier.
Tim Pritlove
War auf jeden Fall eine recht äh epische Ausgabe letztes Mal und äh gleich danach ist die Nachrichtenlage dann doch deutlich ausgedünnt.
Linus Neumann
Zum Glück.
Tim Pritlove
Ja, immerhin nicht so viele negativ Schlafzeilen. Weiß der Geier. Jetzt müssen sie sich die Ausschüsse erstmal wieder neue Bösartigkeiten ausdenken, über die wir dann berichten können. Aber das heißt ja nicht, dass nichts äh zu berichten wäre. Ähm, Ja, womit fangen wir denn mal an? Also zumindest äh eine eine Bösigkeit äh steht im Raum. Und zwar schreit, das IFF und ähm mit dem IFF, die äh Gruppe, wie heißt sie noch gleich so schön, ähm Defective by Design, die sich ja schon vor längerer Zeit äh gegründet hat, und äh verweisen auf einen ja, einen Entwurf für einen W3C-Standard zur Erweiterung von äh HTML oder HTML fünf, um genauer zu sein, Um diese Media-Elemente, Audio- und Video, um äh ein Abi zu erweitern, was den Austausch von Verschlüsselungskies, erlauben würde, beziehungsweise definieren würde, wie ein solcher Austausch konform zu erfolgen hat, Und äh damit es natürlich auch absehbar, wofür das gedacht ist, äh nämlich zur Implementierung von DRM, Datenströmen, also verschlüsselten Audio oder Videocontent, der dann erst beim User, also im Browser entschlüsselt wird.
Linus Neumann
Ja, um dann vielleicht noch kurz das nochmal genauer zu erklären. Der Punkt ist nicht, dass die, Verschlüsselt stattfindet, zum Schutze des Users. Das wäre ja mit einer mit einer SSL-Verbindung ähm sehr, schön lösbar, sondern es findet eine Verschlüsselung statt, statt zum Schutz vor dem User, Ähm also der Inhalt dieses dieses man hat quasi man hat seine Verbindung aufgebaut und dann steht in dem HTML steht dann, guck mal hier kommt jetzt ein Video. Und dieses Video ist ähm übrigens mit einem Schlüssel versehen und diesen Schlüssel und und die Entschlüsselung, regelst du von mir aus mit dieser oder jener Funktion oder diesem und je im Plugin und äh weiß schon Bescheid. Ähm, Warum sie das jetzt in dem HTML selber drin haben wollen ist, damit sie, also sie könnten ja auch sagen, man braucht einfach von mir aus einen Player dafür oder so. Aber warum sie das in einem RTL drin haben wollen, ist damit ein normaler Browser dann auch den entsprechenden Federkode auswirft und sagt, ja dieser Inhalt ist mit Rechten versehen oder oder zum Ansehen dieses Inhalts benötige ich Rechte und die habe ich nicht.
Tim Pritlove
Es geht nicht nur um die Fehler mehr, es geht natürlich generell dadrum, auch die Applikationsmodelle der Zukunft webbasiert zu gestalten.
Linus Neumann
Genau und jetzt aber um ganz kurz noch zum Abschluss zu bringen, wie wie das genau funktioniert. Das heißt, da kommt ein kommt also dieses Video kommt bei mir an ist nochmal verschlüsselt, aber es ist vor mir verschlüsselt, so dass ich nicht in der Lage bin, das zum Beispiel mit jedem Player, den ich möchte, abzuspielen, sondern in meinem Browser sitzt jetzt ein Plug-in, was sich von einem zweiten Server von einem Lizenzserver, den Schlüssel zur Entschlüsselung dieses Videos holt. Das also auf einem anderen getrennten Kanal und dieser Austausch findet so statt, dass es mir möglichst erschwert wird, diesen Schlüssel irgendwie mitzuschneiden. Das heißt also, in der Regel ist das so ein HTTPS. Das also Ich habe ein Modul auf meinem Rechner, das erstmal guckt, ob es mit dem richtigen Server spricht, der eben mit dem richtigen Schlüsselserver und dann sagt, guck mal, ich bin hier der Nutzer und so und so und dann entscheidet der Lizenzserver, ob er diesem Modul auch den Key für dieses Video gibt oder nicht. Und dieses ganze Modul muss möglichst so gebaut sein, dass es sich vor dem, dass es sich einer, ähm einer äh Dissassenplierung oder einer einer einer Untersuchung durch den Nutzer ähm. Entzieht, sodass es, weiß ich nicht, den Schlüssel nicht irgendwie einfach so in den Rahmen schreibt, sondern nochmal irgendwie manipuliert und allen möglichen Kram macht, der verhindern soll, dass Hacker ähm dieses Modul dann halt analysieren um ihm wiederum den Schlüssel zu entziehen und dann beispielsweise von von diesem gestreamten Video ähm eine Kopie anzufertigen, sondern es soll halt dadurch sichergestellt werden, dass der Nutzer immer nur so immer nur dann das Video, sehen kann, und wiedergeben kann, wenn ihm vorher das Recht dazu, von dem äh von dem Lizenzserver eingeräumt wurde. Und dieser Lizenzer kontrolliert ähm ja vermutlich dann Bezahlungseingänge oder.
Tim Pritlove
Ja, wobei jetzt über diese konkrete Sicherheit dieser Applikation, diese Spezifikation nichts aussagt, könnte auch sehr unsicher sein, was es aber überhaupt erstmal erlaubt ist äh die Trennung der Auslieferung, der eigentlichen Videodaten und eben das Entschlüsselungscodes Das heißt, man kann auf einem ganz normalen CDN Mediendateien offen per HTTP zugreifbar ohne gesonderte Sicherung und ohne große Autorisierung vorhalten und natürlich dann auch entsprechend replizieren und möglichst nah an die User ranbringen, ja? Äh, und dann eben der eigentliche die eigentliche Berechtigung, diesen Content auch zu äh erlangen wird dann eben über diesen Weg, hergestellt.
Linus Neumann
Und das ist aber, es gibt keinen sinnvollen Grund, dass also Es gibt keinen anderen Grund, das zu tun, außer digitales Recht im Management, weil ich könnte genauso gut mein CDN mitm Zugriffsschutz versehen Nutzer quasi auf der HTML-Seite dann sagen OK und wenn du dir das jetzt vom CDN holen möchtest, dann nutze bitte diese Zugangsdaten dafür.
Tim Pritlove
Ne, also das ist keine also das ist keine andere denkbare Anwendung gibt, das würde ich jetzt nicht so sehen, also.
Linus Neumann
Nenne mir eine.
Tim Pritlove
Die sind jetzt vielleicht etwas weit hergeholt, weil natürlich äh also wenn wir von DRM reden, reden wir ja auch vor allem äh primär von Vermarktung von Audio und Video, also Fernsehen und Filmen, ja? Aber Video muss ja nicht unbedingt jetzt immer ein Hollywood-Movie sein, sondern das könnte ja zum Beispiel genauso gut auch irgend so ein, Webcam, Überwachungskameras, Stream sein zum Beispiel. Dessen, wo der Zugriff da drauf, dass du das sehen darfst sozusagen, von dem eigentlichen Strom entkoppelt sein könnte.
Linus Neumann
Ja, aber dann würdest du halt ähm.
Tim Pritlove
Das könnt ihr dann auch sehr wohl in einem Browser äh passieren, wo das eben nicht nochmal gesondert gesichert ist.
Linus Neumann
Verstehe ich nicht. Also ich könnte also okay, na, sagen wir diese Webcam. Ähm.
Tim Pritlove
Ist als Beispiel nicht sehr gut zu dem äh zu der Voraussetzung, dass dann die Mediendateien von einem CDM kommen, aber es ist halt grundsätzlich erstmal getrennt, wo verschlüsselst nicht für den einen User das ganze Video, sondern es ist sozusagen generell, und du kriegst dann aus der anderen Stelle halt den Key, um das eben äh auslesen zu können.
Linus Neumann
Genau, ich kriege den Key aber und das ist halt der, das ist halt das Geheimnis hier, ich kriege den Key so, dass ich ihn, eigentlich nicht bekomme, sonst wäre ja das Problem, ähm sonst könnte ja jeder einmal den Key haben. Und dann einfach das Video entsprechend umkurdieren und auf werfen oder so. Oder den den Key einfach twittern und jeder könnt's von Netflix dann gucken, Ähm genau das soll eben nicht passieren, sondern ich bekomme den Key eben nicht. Sondern es wird versucht auf meinem Rechner etwas zu zu konstruieren, was ich vollständig meiner Kontrolle entzieht. In Software geht das verständlicherweise nur bis zu einem gewissen Grade, also alle DAM-Softwaremaßnahmen wurden ja dann doch früher oder später mal ähm auseinandergenommen Deswegen ist die aktuelle Entwicklung dahin, diese DRM-Teile sogar in die Hardware mit reinzugießen. Sodass das quasi dann ein ein DRM-Modul sagen wir auf der auf dem auf dem Mainboard oder auf der Grafikkarte gibt, in dem dann relevante Teile ähm vom Nutzer versteckt, entschlüsselt werden in in sicheren Bereich.
Tim Pritlove
Sagen, den den die verschlüsselten Mediendaten einfach direkt in die Hardware rein, tut noch den Kita zu und dann kommt da irgendwie erst ein Bild bei.
Linus Neumann
Aber der Kies, der Kies, dann wiederum in der Hardware so drin, dass der Nutzer gar nicht mehr drankommt.
Tim Pritlove
Ja. Na ja, also das äh ist sozusagen hier ganz klar äh das das Ziel, ja, wenn man sich auch mal anschaut, wer diese Spezifikation macht, ist auch sehr interessant Da ist nämlich einerseits Google äh vertreten mit einem Mitarbeiter Microsoft und die Firma Netflix in USA ja einer der größten, wenn nicht sogar der größte Anbieter von ähm, Videostreaming von Fernsehserien äh beziehungsweise Filmen. Und also quasi so eigentlich das Äquivalent zum Videoverleih äh auf digitaler Basis, Die natürlich äh den Content von Hollywood eben nur mit der Auflage bekommen, dass sie entsprechende ähm. Mechanismen auch sicherstellen.
Linus Neumann
Also es sind dann diese Scherze wie man darf das nur so und so. Man darf halt nur einmal gucken oder so, ne, solche.
Tim Pritlove
Ja, beziehungsweise du mietest es halt und hast dann eben die Möglichkeit, das nur über einen bestimmten Zeitraum, hinab zu werfen. Ich meine, man kann sich jetzt lange darüber streiten, ob's ob solche Modelle grundsätzlich verwerflich sind. Ja, da gibt's sicherlich äh verschiedene Meinungen dazu, Weil wenn du sozusagen die Möglichkeit bietest, eben auch mit so einem Verwertungsmodell, dann kannst du natürlich auch ganz andere äh Preise realisieren. Ja, um Kosten wieder einzuspielen. Ähm, So oder so, gibt es aber jetzt äh Widerstand dagegen ähm von eben, wie gesagt, von der IF äh ausgehend und durchgeführt jetzt hier im Rahmen einer Petition von den Defective Bye Design, genau ähm die halt der Meinung sind, sowas habe halt grundsätzlich in Vita drei C Standards nichts zu suchen.
Linus Neumann
Es hat halt in dem in dem HTML-Standard nichts zu suchen und da bin ich ähm also ich. Wie gesagt, was sie im Prinzip, das schreiben sie, auch das hat hier überhaupt nichts mit DRM zu tun, das ist richtig, was sie eigentlich nur für äh also das Ganze nennt sich ja Incrypted Media Extensions, das heißt für der Teil der Boateam L betroffen ist, ist hauptsächlich ähm dass. Dass es zum HTML-Standard gehört eine adäquate Fehlermeldung rauszuwerfen, wenn man ein, wenn man nicht den Kie hat für dieses Video. Das heißt, ähm, Also das wäre das, das ist quasi der der der Standard, der hier fehlt, weil nichts hindert mich da schon heute daran, meine Videos verschlüsselt an den Nutzer zu werfen und von einem Browser Plugin zum Beispiel dafür sorgen zu lassen, dass sie entschlüsselt werden. Das Problem ist, dass der Nutzer ähm dann irgendeine Fehlermeldung von seinem Player bekommt, dass diese Datei kaputt ist, weil.
Tim Pritlove
Aber es geht natürlich auch dadrum dann das eben sozusagen für solche Systeme, die eben diese Methodiken nutzen, dass die äh auch eine klare äh also es hier lässt sich ja aus dieser aus diesem Vorschlag lässt sich ja auch eine bestimmte Architektur ableiten, das ist ja auch Teil dieser Spezifikation, wenn man in den Traft da reinschaut, gibt's da irgendwie eine schöne, dicke, äh große Grafik, wo das eben schön aufgeteilt wird, äh wo die eigentlichen Kern Mediendaten herkommen und dann eben getrennt, der Leistungsserver quasi nochmal als Kelle äh Quelle für den Key und äh die eben diese ausgelagerte Applikation, die den Browser ergänzt, ja, also ob das nun als Plug-in oder als separate Applikation mit der kommuniziert wird, da noch realisiert wird, seien wir da hingestellt wie auch eben das die Modul, was auch nicht so. Zwangsläufig Teil des Browsers sein muss, sondern eben Hardware-Software, was auch immer sein kann. Also diese Architektur, die zwar, wenn man jetzt draufschaut, offensichtlich ist zur Implementierung von der eben aber immerhin ist ihm mal klar definiert plus eben des konkreten äh Eventverlaufs, der sich ergibt aus dieser Api-Spezifikation, wie sie eben jetzt hier in diesem Dokument mit drin steht. Und damit ist halt klar auf welche Architektur man sich stürzt, weil natürlich diese ganzen Unternehmen ein Interesse daran haben. Ich meine, wenn man sich's anschaut, was die Interessen sind, bei Netflix ist es klar, das ist halt jetzt heute schon äh ihr äh äh Business. Und ähm interessant finde ich natürlich auch Google ja, die dann äh dieser Spezifikation auch gleich so ein äh sogenanntes Non-Normittive Amantment hinzugeschrieben haben, was äh den Web M Standard betrifft, der ja noch vor kurzem als die äh Lösung der Freiheit im Internet äh bejubelt wurde. Übrigen genau von diesen Gruppen, die sich jetzt sozusagen äh dagegen wenden, also gegen diese Spezifikation wenden, nicht unbedingt gegen Web M. Sprich äh, Google möchte gerne dann eben auch nebenbei gleich auch mal definieren, wie denn das ganz konkret aussehe, wenn halt hier Web M mit ins Spiel kommt. Äh gibt dann auch noch einen anderen, äh anderes Emmentment, was hier auf irgend so einem obskures Isomedia Base-Fallformat bezieht, was von dem ich noch nie was gehört habe, auffällig abwesend äh zum aktuellen Zeitpunkt in dieser Spezifikation des ja? Wahrscheinlich zu neunundneunzig Komma neun neun neun Prozent des Medienformates, in dem äh DRM-Content heutzutage ausgeliefert wird.
Linus Neumann
Ja, aber da will ich halt nochmal kurz einhaken, weil so wie ich das sehe, ist das eigentlich völlig egal, was ich dann nachher in dieses Media-Element werfe weil der Standard so ist, dass einfach gesagt wird, okay, das, was auch immer da kommt, muss einmal äh irgendwie durch das Content äh die und so würde ja auch so, so muss ja auch die Spezifikation in HTML sein. Das ist nämlich erstmal völlig egal ist, was da was da durchkommt und der Browser muss einfach nur wissen, was da ankommt, bevor ich das irgendwann irgendeinen Player gebe, muss ich das einmal durch das Model werfen, beziehungsweise hier als Anmerkung das Content äh Decription Modul kann auch schon der Player sein, der muss gar nicht vom Player getrennt werden. Ähm was auch was auch so sinnvoll ist. Das Entscheidende ist, warum, Also in dem in dem in dem in der, gab es bisher keinerlei derartige Ideen. Es gab zu sagen, okay, wir können da irgendwie ein Flash-Element reinbauen und dieses Flash-Element konnte dann wieder allen möglichen Kram machen, ja?
Tim Pritlove
Also nur weil's das bisher nicht gab, heißt das ja nicht, dass es das nicht geben könnte.
Linus Neumann
Ja genau, ist richtig, aber es es die Idee ist doch, dass es der ganzen Idee HTML oder der Punkt ist doch, dass er der ganzen Idee HTML widerspricht. Wenn du irgendwie als wenn du hingehst, ja hier, man kann linken und den Inhalt einfügen und HTML zum Beispiel, die haben sich ja auch nie dagegen gewehrt, zu sagen, man man bindet zum per Eye Frame oder sonstwas, holt man sich Inhalte von einer anderen Domain oder sonstwas. Das war alles immer völlig offen. Und jetzt.
Tim Pritlove
Moin moin, also das ist auch ein klassisches Zusammenwerfen, ja, also HTML selbst sagt zum Beispiel über die Medien selbst gar nichts aus, Das ist ja auch Teil gerade dieser Mediadebatte immer gewesen, ja, soll zum Beispiel äh definiert werden in diesem Standard, was der Inhalt ist und äh bis heute ist es halt so, nein, es gibt kein, Format, was irgendwie als der Standard genannt wird. Also egal, Ob es Opus oder Worbis oder äh was auch immer ist, auch Impact vier hat diesen Status nicht. Nichts ist sozusagen da definiert und das bleibt ja hier auch so.
Linus Neumann
Richtig, deswegen ist es ja deswegen aber das.
Tim Pritlove
Man sagt nur, dass es eben dann auch spezifiziert wäre, wie man an einen Key rankommt, wenn die Medieninhalte einbräuchten. Jetzt können wir natürlich noch darüber diskutieren, Ob das jetzt generell evil ist, sowas zu spezifizieren, ja und ob das nun wirklich schon der Türöffner ist, wie es jetzt hier äh im Rahmen dieser Petition, dargestellt wird.
Linus Neumann
Ähm.
Tim Pritlove
Hängt es ja von den Implementierungen ab und von der Verfügbarkeit und so weiter.
Linus Neumann
Die Spezifikation geht aber noch nicht mal soweit zu sagen, wie der Nutzer jetzt an den Key kommt. Das ist nur, also was du hier als.
Tim Pritlove
Ist eine AP.
Linus Neumann
Ja, aber das ist ein Beispiel. Also kannst natürlich auch komplett anders machen. Das kann ja auch von mir aus kann das halt über den, über deinen, von mir aus, über deinen, deinen neuen Personalausweis gehen, den Magnetkartenleser ziehst oder Also da gibt's ähm aber das Entscheidende ist, dass im HTML-Standard eine Funktion vorgesehen ist, die es unterstützt ähm eben nicht offen zu sein. Und wie gesagt, wenn man sagt, es geht um Verschlüsselung, das soll irgendwie sicher sein, dann äh ist das einfach auf dem falschen Layer Und ähm die der einzige sinnvolle Anwendungsfall, also auch eine eine Zugangsbeschränkte beschränkte Webcam würdest du halt anders lösen, nämlich über den, über eine Zugriffsbeschränkung auf die Webcam und nicht durch den, den Zugriff auf das Video. Das Problem wenn ich jetzt sage, okay, ich habe hier eine Webcam und man braucht Zugangsdaten dafür, ist wenn ich die irgendwie bei HTML übermittle, kann jeder diese Zugangsdaten nehmen und jedem anderen geben. Und genau das muss ja bei DRM verhindert werden, deswegen ist der einzige Anwendungsfall für dieses Encrypted Media Element eben zu sagen ich will das unter Umständen gegen den Willen selber machen, möchte den Nutzer damit dabei einschränken, äh wie er mit dem Inhalt, den ich ihm überschiebe, umgeht und das ist bei HTML etwas komplett neues.
Tim Pritlove
Naja, also ich fand ein anderes Beispiel ganz gut, ja, äh dieses äh wie verhindere ich das jetzt mein Video Telefonat nicht aufgezeichnet wird.
Linus Neumann
Genau, das hatten wir gerade. Ich weiß gar nicht, warte, glaube ich, noch im Vorgespräch. Ja.
Tim Pritlove
Ne, ich meine, der Zugang zu dem eigentlichen, Videostrom, ja? Äh klar kann ich den irgendwie sichern, aber das heißt lange nicht, dass äh so eine Büchse nicht auch nochmal irgendwie aufgehackt wird und du kannst dann halt sozusagen, du erhältst dann eben einen unverschlüsselten Videostrom und kannst den einfach wegschreiben. So, wenn der jetzt erstmal so ist, machst du halt irgendwie Wege, hast die Zugriffsdaten, dann, ist es sozusagen schon fertig und du kannst sofort restropieren. Wenn halt so ein DRM-artiges, Verschlüsselungs äh äh System aktiv ist, wird dir das ja erschwert. So, man könnte jetzt argumentieren und das ist ja ich will jetzt hier weder, Äh den, wie heißt das, äh Avocados, äh Diaboli, äh aktiv spielen, ähm noch hier irgendwas ähm. Glorifizieren, was diese Lorifikation nicht äh verdient hat. Ich möchte nur mal bisschen versuchen, über die Box hinauszudenken, weil ja das, was DAM ermöglicht, könnte grundsätzlich auch an vielen Stellen Privatsphäre sichern. Das gilt ja zum Beispiel auch so für dieses meine Daten in den Händen anderer, Ja, also wir sind immer besorgt dadrüber, wie ja unsere Daten, wie dann denn damit äh, umgegangen wird, wenn sie woanders gespeichert werden, ja? Würde man sozusagen so ein DRM, so ein Privacy äh DRM auf diese Daten drauflegen, nach dem Motto, ja, du darfst diese Daten der Kunden haben, darfst ja auch vorhalten, aber sie müssen äh verschlüsselt sein und wenn eine Applikation darauf zugreifen will, dann muss diese Applikation auch einen entsprechenden Key haben und verstehst du? Also sozusagen Zugriff erhalten.
Linus Neumann
Du siehst, du siehst einen Anwendungsfall für die ähm. Das liest sich damit auch machen, die Ende zu Ende verschlüsselte Web-Grußbotschaft. Also für die Webmailer, Videosbotschaft Ende zu Ende Verstöße. Das wird, glaube ich, damit irgendwie funktionieren.
Tim Pritlove
Ja, stell dir mal vor, wir hätten jetzt so ein, so ein, so ein, so ein Skype, Video, Skype irgendwie, was jetzt diese Technologie äh Skype ist vielleicht das falsche Beispiel, aber sagen wir mal so, basierte Telefonie, das werden wir in Zukunft haben, ja, das wird irgendwann äh da sein und ich glaube, Da sind wir auch gar nicht so weit von äh entfernt, diese Standards entstehen jetzt alle gerade und der Bedarf ist ohnehin schon da. Also du kannst im Web äh jederzeit Leute anrufen, auf Facebook werden sich die Leute sozusagen direkt nicht nur äh bechatten, sondern eben auch per äh Telefonie und Videotelefonien miteinander verbinden und das ist alles sehr hoch privat.
Linus Neumann
Ja, aber das ist, dafür würdest du halt dran auf einen Transportlehrer gehen und SSL machen und ich glaube kaum.
Tim Pritlove
Ja, aber das ist sozusagen nur der Weg, ja, aber dass die Daten auch noch bei dem Gegenüber dort ankommen und dass man zumindest versucht.
Linus Neumann
Verhindern, dass der das.
Tim Pritlove
Weiterreichend, genau. Äh zu verhindern, ja, dass man das nicht total sicherstellen kann. Das ist das eine, aber das man doch erheblich erschweren kann, das ist das andere und an der Stelle muss man darüber zumindest mal nachdenken, bevor man gleich wieder die Empörungsflagge hisst und sagt, äh das ist äh alles böse und riecht nach Lulu, äh, das darf nicht sein, weil es nicht sein darf, weil am Ende hängt's nicht von dieser Spezifikation ab, ob wir solche Technologien bekommen, sondern äh wie es letztlich umgesetzt und akzeptiert wird.
Linus Neumann
Ja, ich, äh, das, wir haben hier grade kurz darüber gerätselt, warum ist Google da drin? Das wäre so eine so eine Beispielanwendung wäre das, Google sagt hier, also ich glaube, es gibt dieses Google-Hangout und das ist hier irgendwie webbasierter webbasierte Videokommunikation und Google könnte jetzt theoretisch hingehen und sagen, wir machen da, wir werfen da irgend so ein DRM drüber, um zu verhindern oder um um eine Maßnahme zu ergreifen, die den, deinem Gesprächspartner erschwert das Gespräch aufzuzeichnen.
Tim Pritlove
Das Gespräch.
Linus Neumann
Damit du sagen kannst, wir führen zwar hier ein kurzes Videogespräch über Google, ähm trotzdem. Achten wir dabei darauf, dass dass das Gespräch irgendwie unter uns bleibt und ich nicht aufgezeichnet bin bei dem Gespräch. Das wäre so ein Beispiel, massiver Overhead für Google den ganzen Scheiß nochmal äh individuell DRM zu äh mit DRM zu versehen, um nur um zu verhindern oder nur zu um zu erschweren, dass dein Gegenüber das aufzeichnet, der, App, das du sowieso dann wieder hinkriegst.
Tim Pritlove
Nee, nee, der Aufwand ist jetzt nicht enorm. Der Aufwand ist eigentlich relativ gut zu vertreten, weil mir ja sowieso für eine sehr kleine Gruppe äh äh von Leuten auf einem Rechner der Aufwand getrieben wird, dieses Video überhaupt erstmal zu erzeugen, ist dann dann auch gleich noch mit zu verschlüsseln, ist jetzt nicht so das Problem.
Linus Neumann
Ist aber irgendwie nicht Googles Hauptinteresse.
Tim Pritlove
Ich meine, jetzt können wir natürlich gleich auch wieder die Gegenkeule rausholen und sagen, wenn ich das aufzeichnen will, dann stelle ich halt eine Kamera vor meinen Bildschirmen und äh nimm den Ton auf und äh fertig ist die Laube.
Linus Neumann
Dann haben wir demnächst, dann haben wir demnächst auf nicht mehr die, sondern die Screenrips, wo die Leute ihre Webcam so im perfekten Abstand vor ihren iMac positionieren und das Video wieder abfilmen, das wird spannend.
Tim Pritlove
Das ist schon noch immer eine eine andere Dimension. Trotz alledem ähm die, Diese Debatte Privatsphäre von also Privatsphäre oder sagen wir mal äh Privacy trifft's glaube ich irgendwie besser oder? Ich weiß nicht, also so sensitive persönliche Daten, das ist das, was ich meine, ja? Sozusagen die Verarbeitung derer, wenn sie woanders gespeichert werden müssen, wenn es sozusagen erforderlich ist oder man sich zumindest drauf geeinigt hat, das zu tun, an der Stelle eben mit äh DAM-ähnlichen Maßnahmen den Umgang damit äh zu steuern in einem Rahmen oder sagen wir mal die beliebige Nutzung zu erschweren oder zumindest besser zu kontrollieren. Ähm die würde ich gerne mal geführt sehen.
Linus Neumann
Ja, wie gesagt, ich sehe da den einzigen Unterschied ist, also der Unterschied zwischen einer Privatsphäre, Maßnahme und einer DM-Maßnahme ist eben, dass ich bei der Privatsphäremaßnahme den Schlüssel kenne und bei einer DAM Maßnahme nicht, aber ich erkenne an, dass es eine ähm. Das ist sehr ähnliche Technologien sind, nämlich beide Male, beide Male eine Verschlüsselung und das ist unter Umständen es für den zu einer einfacheren zu einer vereinfachten Nutzung für den, Für eine vereinfachten Anwendung für den Nutzer führen könnte, Wir sind es aber glaube ich auch beide darüber einig, dass das vermutlich nicht das ist, was den den Schreibern dieses Standards als erstes in den Sinn gekommen.
Tim Pritlove
B, das glaube ich jetzt auch nicht unbedingt. Also das Netflix jetzt so an der, front äh der äh Privatsphärenbewegung arbeiten würde, das wäre dann äh Neuigkeit für mich, Google zumindest hat äh gerne mal den Eindruck äh erzeugen lassen. Microsoft ist da, glaube ich, auch verdachtsfrei.
Linus Neumann
Ganz kurz noch, ähm weil wir, weil wir ja viel darüber gesprochen haben, was es was es noch für andere Möglichkeiten gibt. Ein Argument, was man da, glaube ich, auch noch mit äh einführen muss, äh mit anbringen muss, Argumente einführen, dass ähm. Dass das durchaus äh schon auch eine Maßnahme sein kann, um HTML in seiner Relevanz zu halten, um nicht um halt zu vermeiden, dass jeder jetzt irgendwie seinen eigenen bastelt, Das ist also, dass man also sagt, ey Jungs, wenn wir unser HTML hier, Wenn wir die Relevanz von HTML für das Internet äh sichern wollen, dann müssen wir nun mal dieses Problem jetzt auch adressieren. Und wenn wir es schon nicht für Text machen. Dann machen wir's zumindest mal für Media Element. Ich bin ganz froh, dass das erstmal nur für Media Element ist, weil das Gleiche können sie selbstverständlich auch als Extension sagen, für was weiß ich das Paragraph Element in HTML und sagen der der Inhalt dieses ähm dieses Absatzes kommt nur verschlüsselt, und da brauchst du halt das, da ist halt dann das DLM hinter von Springer, dass du überhaupt diesen Artikel lesen kannst, relativ frei von Sinn, weil äh ich dann halt die Möglichkeit habe zu copy passen oder so, ne. Aber vielleicht kann man das ja.
Tim Pritlove
Ja gegebenenfalls auch noch verhindert werden könnte. Nur der Punkt ist, an der Stelle da. Das ist auch der Grund, warum ich jetzt nicht hyperventiliere.
Linus Neumann
Ich auch nicht, aber.
Tim Pritlove
Äh der wir wissen alle, dass in dem Moment, wo man sein Angebot im Web, was ja immer in Konkurrenz steht zu allem anderen. Äh so weit reduziert, dass es irgendwie fast nicht mehr brauchbar ist, dass es dann einfach dazu führt, dass die Leute das nicht benutzen.
Linus Neumann
Das das.
Tim Pritlove
Gerade bei Video äh und und ne.
Linus Neumann
Mir fällt nur noch ganz wichtig ein, dass halt äh du hattest ja auch gerade schon den den Vorgespräch. Den ihr seht, wir Tim und ich diskutieren ja schon länger drüber, die die digitale Rechte Minderung wie wie DRM ja übersetzt wird, dass es insgesamt ein ein schlechten Beigeschmack hat, gerade in so einem offenen Standard wie HTML. Ähm, Extensions hinzuzufügen, die dem Nutzer äh oder die die deren Haupt darin besteht, dem Nutzer die Kontrolle über das, was da geschieht, zu entziehen. Und diese, nicht nur aus aus der aus so einer Anti-Urheberrechtsperspektive und aus einer Verbraucherschutzperspektive einen schlechten Ruf, sondern eben auch aus Sicht von ähm, von sagen wir mal Leuten, die auf auf, auf eine gewisse äh Hygiene acht geben bei der bei der bei der Nutzung ihres Gerätes, dass man eben da die Sachen unter Kontrolle haben möchte. Und das ist ein offener Standard sich eben nicht vor mir versteckt und mich zwingt irgendwie da Sachen zu. Und das, das ich also immer unter Kontrolle habe, was in was mit meinem Gerät.
Tim Pritlove
Ein offener Standard. Und eine Implementierung von etwas und ob es Open ist oder nicht, also ob insbesondere ist oder nicht oder ob's von mir veränderbar ist oder nicht, sind schon nochmal ein paar andere Sachen und ich finde, du hast schon einen ganz guten Punkt gebracht, so dieses äh, will man jetzt sozusagen fördern, dass äh noch mehr Systeme am Web vorbei äh entwickelt werden oder ähm schaffen wir sozusagen einen Weg. Ich meine, die Realität ist auch, das Internet, alles, ja? Und äh äh will alles abdecken und vor allem will das Web eben einen Großteil davon abblicken, zumal eben das Web einen zunehmenden Maße, das ist ja auch nichts Neues, Ort ist, auf dem unsere Anwendung basieren, Programme sprechen, Web, um alles mögliche zu tun und äh natürlich, auch dieser Videoteil und warum soll man dann nicht irgendwie diesen Quatsch, auch wenn man ihn ablehnt, da einfach spezifizieren, ja, damit das zumindest von seinem Verhalten her klar ist.
Linus Neumann
Aber du du sagst ja schon, okay.
Tim Pritlove
Verwendet wird, ist dann immer noch eine andere Sache.
Linus Neumann
Programme sprechen, Web, du meinst, also Programme sprechen, HTTP oder Programme sprechen HTML oder XML äh um um über ihre äh zu kommunizieren und das war ja immer das Spannende, das ist alles offen, dieses Web und der da die große, Die ganz große Sache, in meinen Augen war, äh, war nicht, nicht HTML, sondern eben RSS. Ja, da, dass man sagt, okay, wir trennen ähm oder eigentlich. CSS und und RSS, so die beiden Sachen, nämlich Cascating Stylesheets, wir trennen einmal den Inhalt vom vom Design und er ist wir trennen wirklich mal vollständig den wir nehmen nur den Inhalt und machen ihn Maschinen lesbar, ja? Und es gibt dann konkret auf der anderen Seite, dass das CSS, so dass ich aus dem ESS fehlt mir die die Webseite meines Interesses im komplett anderen Design bauen kann, ja? Das war das war so die Freiheit. Und dann gab dann gab's diese und da haben konnte man dann sogar noch eine App drum rum machen, um diesen Inhalt und musste sich noch nicht mal mehr auf die Restriktion Webseite äh beziehen. So, genau, was passiert? Äh, Twitter verteilt über ihre verteilen über ihre Application Keys und ähm und wir haben auf einmal alle oder einen Podcast, der die ganze Zeit nur noch von App dot net redet. Ja, aber da wird wird quasi diese schöne, Webtechnologie, die so offen und frei ist und was ja auch die Stärke war, nach und nach eben, eingeschwächt ja und eingeschränkt. Und wie gesagt, die die Apis werden zugemacht oder kontrollieren und es werden immer längere äh Bedingungen geschrieben dafür, dass die APD überhaupt noch antwortet, und jetzt auch noch DRM im äh Dingens und.
Tim Pritlove
Würde nicht sagen.
Linus Neumann
Keine tolle Entwicklung.
Tim Pritlove
Also ich meine jetzt machst du nochmal ein anderes Fass auf mit dieser ganzen äh AP-Debatte, das ist auch sehr interessant, muss man vielleicht auch nochmal führen. Ähm nur sehe ich das jetzt nicht unbedingt so, dass Twitter, das Web einschränkt, weil das Web erstmal davon vollkommen, unbeleckt ist. Ja, also du bist in dem Moment äh trittst du in einen Scheißetopf, wenn du dich halt mit Twitter einlässt. Ja, aber das beeinflusst ja keine andere Webseite. Es findet halt nur über dieselben Standardswege und ähnliche Protokolle statt, was eben viele, viele Vorteile hat, Vorteile für deine Netzwerkkonfiguration, Vorteile für äh die Entwickler, Ich sehe das nicht, dass das eine das andere sofort äh äh platt macht und ich sehe halt auch nicht, Dass diese Spezifikation jetzt das größte Problem ist, äh was wir haben. Ja, weil die, Präsenz dieser Spezifikation erstmal gar nichts ändert. Ja, sondern du hast dieselbe Software, die es jetzt heute auch schon gibt und dieselben Businessmethoden, die es heute auch schon gibt, dann eben äh. Auf HTML aufsetzen. Gut, ändert nichts da dran, ja? Derzeit ist es halt nur eine ab in deinem Gerät. Na ja, also wir lassen das mal offen und da freuen wir uns auch über ähm Kommentare und andere Sichtweisen, weil ich glaube, das ist schon mal so auch eine Diskussion, die muss man mal ähm führen und. Wir hatten uns ja mal vorgenommen, hier sehr unaufgeregt äh an die Themen ranzugehen. Ich bin mir nicht so sicher, ob uns das im letzten Jahr immer so äh.
Linus Neumann
Jetzt eigentlich relativ unaufgeregt, aber man muss sie.
Tim Pritlove
Sehr unaufgeregt, das wollte ich nämlich auch gerade sagen, also jetzt kommen wir sozusagen mal wieder hier zu unserem Ursprung äh zurück kurz bevor wir hier anderthalb Jahre vollmachen. Ähm, und Regen auch äh entsprechend unaufgeregte äh Diskussionen an. Hoffentlich.
Linus Neumann
Jo. Nächstes Thema.
Tim Pritlove
Super. Nächstes Thema. Genau, nächstes Thema. Ist was? Hammer?
Linus Neumann
Filesharing for the Greator good. Das ist nur eine Kurzmeldung. Ähm inzwischen gibt's ja so viele Studien, ähm, Die den äh die den, fürchterlichen äh die Kultur erodierenden Effekt des illegalen nicht nachweisen können und ähm, Diesmal war's eine Studie der EU-Kommission, wo also offensichtlich die Autorin das Memo nicht bekommen haben, Und äh da hat die äh gemeinsame Forschungsstelle der EU Kommission äh eine Ja, wie auch immer. Da gibt's jetzt irgend so ein sieben Institute, haben da irgendwie technologische Zukunftsforschung und Pipapo. Und sagen, okay, wir haben jetzt eine Studie über äh den Konsum digitaler Musik im Internet veröffentlicht, haben irgendwie ganz viel Surfverhalten, Angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass die Ergebnisse darauf hindeuten, dass die äh sechzehntausend Probanden ähm. Überwiegende Mehrheit der Musik nicht legal gekauft hätten, wenn sie sie nicht vor, wenn sie sie nicht vorher hätten illegal herunterladen können. Es ist also genau dieses Argument.
Tim Pritlove
In Anführungsstrichen.
Linus Neumann
Illegal in Anführungsstrichen, ja. Weißt du, also genau dieses Argument, dass.
Tim Pritlove
Preview.
Linus Neumann
Genau, dieses dieses Recht auf Preview und dieses diese Verkaufsförderung von Pirate Bayer. Ich weiß nicht, ob Pirate das immer noch macht, aber die hatten auch längere Zeit, um als ihr Logo dieses ähm The Promo-Bay. Dass sie, wo sie also gesagt haben, e. Eier haben sie immer noch, ja, in in irgendwelche.
Tim Pritlove
Seit ein paar Wochen, ne? Hm.
Linus Neumann
Ja, hatten sie schon mal früher, aber wie auch immer. Ähm sie bezeichnet sich also als und sagen, ja klar, wo wo hören denn die Leute eure Mucke? Ja, nirgendwo anders. Die können sie ja nur bei uns hören, weil ihr ja mit eurem DRM, ne. Okay, lassen wir das. Aber ähm.
Tim Pritlove
Wobei sie dann YouTube-Videos einblenden, also es kann man schon auch noch woanders äh tun, ne.
Linus Neumann
Das ist schon genau das da kann man dann kritisieren.
Tim Pritlove
Ja, aber es äh das ist schon ich meine, ich habe.
Linus Neumann
Interessant.
Tim Pritlove
Das ist nicht die erste Studie, die zu diesen Ergebnissen kommt. Ich habe ehrlich gesagt noch nie äh was anderes, die jetzt nicht unmittelbar von der Rechteindustrie selber äh forciert worden wäre.
Linus Neumann
Ist Google damit drin, wegen YouTube. Weil YouTube doch auch in das Fernsehgeschäft gehen will und die Live-Übertragung und so. Das war mir nicht klar, ich du hast mich mit deinem Google Hango Privatsphäre Argument komplett äh.
Tim Pritlove
Ja, natürlich ist das das Ding und Google, äh, ich meine, ich ich.
Linus Neumann
Na ja, genau, YouTube gibt's auch noch.
Tim Pritlove
Ich habe mich damals schon immer gewundert, so als als YouTube von Google gekauft wurde. Ja, gab's auch so, ja, was wollen die denn damit? Ich so, Leute, das, Fernsehen, das ist das Fernsehen der Zukunft und die machen sich einfach zum größten Fernsehsender der Welt und genau das ist es halt auch äh äh geworden, ne? Und äh man sieht ja auch, wie sehr YouTube davon profitiert hat, dass man da alles sehen kann, Ja? Und wir haben uns auch schon extrem daran gewöhnt und das ist ja hier auch in dieser GEMA-Debatte immer das Problem, ja? Ich meine, irgendwie das nicht akzeptiert. Dass man diesen Content nicht erst mal sieht. Ja? Und äh das nicht unbedingt sozusagen auch sofort so als kommerziellen Vorgang empfindet. Genauso ist so dieses erstmal reinhören. Ich meine das ist so ein bisschen was machst du, wenn du in eine Bücherei gehst? Und dir ein Buch äh aussuchst, guckst du ja nur das Cover an, denkst du schönes Cover.
Linus Neumann
Ich gehe zum Kopierer.
Tim Pritlove
Das kaufe ich jetzt mal. Nee, du fängst anderen zu blättern, ja. Du liest da ein bisschen was und und äh. Auch so ein Fotobildband blätterst du durch, hast wahrscheinlich jedes Foto irgendwie schon mal gesehen und dann war's das oder was? Und dann gehst du irgendwie jeden Tag in die in die Bücherei und blätterst die Fotobände durch und dann hast du was. Nein, das ist ein anderes Produkt. Das Produkt heißt hier kannst du's auch, Mit nach Hause nehmen und dann kannst du da immer drin blättern. In dieser spezifischen Form so, ja?
Linus Neumann
Ja, also was, was bei dieser ganzen Musiksache eben die Rolle spielt, ähm ich kaufe ja äh mir sehr, sehr selten Musik, Und wenn, dann ähm kaufe ich die, kaufe ich sie dann auch auf Vinyl oder so. Deswegen begrüße ich zum Beispiel dieses Angebot, dass Amazon jetzt irgendwie sagt, kaufst du Vinyl, kriegst du MP3 dazu, finde ich super. Ähm aber. Was dieses Preview-Argument angeht, ne, ähm dass man sagt, okay ähm ne, bei Pirate Bay runtergeladen und dann gekauft, ja, oder dass ja auch der. Bei Pirat Bay kannst du es ja schöner äh schöner Weise diese Lengschnittstudien machen. Das heißt, du kannst quasi sehen, du hast einmal die Zeitleiste der Verkäufe und dann hast du die Aber gleichzeitig kannst du live auf sehen, wie viele äh wie beliebt das ist. Und es ist ja so, dass es beliebt wird und dann gekauft wird, ja? Das heißt also, du hast da, kannst da tatsächlich durch die zeitliche Abfolge äh zumindest ein äh ein Zusammenhang naheliegend sehen.
Tim Pritlove
Muss auch nur hier auf Torent Freak äh gucken, ja, dieses äh Blog, was ich so Torentnews äh immer mehr, die haben dann immer so diese Statistiken, so Most Tower Stuff im Monat sowieso oder im Jahr auch, äh, und habe mir das jetzt nicht jedes Mal akribisch äh angeschaut, aber mein Eindruck war bisher immer das, was da, Am meisten kopiert wird, ist auch das, was am meisten kommerziellen Erfolg hat.
Linus Neumann
Ja, aber das ist ähm das ist ein Argument, was ja von Seiten der Rechteinhaber sehr äh leicht zu widerlegen ist, dass sie sagen, ja klar, wenn die Leute das viel kaufen.
Tim Pritlove
Kein Argument der Gerichte inhaber.
Linus Neumann
Oder doch natürlich, so genau das, sie nehmen genau diesen, diesen Sachverhalt und sagen, klar, wenn das viel wenn das viel gekauft wird, wird's auch viel geklaut.
Tim Pritlove
Hätte es ja noch mehr verkauft werden können. Genau. Sozusagen. Ja gut, aber die Argumentation muss andersrum laufen.
Linus Neumann
Na ja, darüber streiten sie sich jetzt seit vielen, vielen Jahren. Das das Interessante ist also diese man muss den zeitlichen Zusammenhang sehen. Ja, geht's erst bei Pirate Bay hoch und dann die Verkäufe oder geht das zeitgleich hoch oder. Und dann die Pirate Sachen.
Tim Pritlove
Dass äh wenn etwas überhaupt äh per Fallsharing verfügbar ist, dass es dann dazu beiträgt, dass man damit kein Geld mehr verdienen kann. So und das kann man eigentlich diesen Statistiken auch schon sehr gut entnehmen.
Linus Neumann
Das ist nicht äh ja.
Tim Pritlove
Vor allem auch, dass äh wenn jetzt mal so independent Filme, wie es noch gleich hier dieser südafrikanische äh Science Fiction, äh der mal so total oder so.
Linus Neumann
Keine Ahnung. Nee.
Tim Pritlove
Kennst du gar nicht? Ja, so, weißt du, so ich meine, Science-Fiction aus Südafrika, dreht sich auf der Straße jetzt keiner äh um, wenn du irgendwie sagst, äh äh das könnte man sich doch auch mal anschauen, ne? Nein, komme ich gerade nicht drauf. Und ähm. Der ist halt im Netz entdeckt worden, quasi. Dadurch ist der so äh bekannt geworden und ist dann in der Folge eben auch ein kommerzieller Erfolg geworden, weil es einfach das Ganze verstärkt hat.
Linus Neumann
Hm, ja.
Tim Pritlove
Gucken, ob ich den Namen richtig habe. Ich bin durcheinander.
Linus Neumann
Also die die Studien auf jeden Fall sagen äh oder es ist ein eine erneute Studie, da gibt's ja schon mehrere äh, die also sagen, okay, diese ähm dieses Argument, dass das dass da irgendwie wirklich wirtschaftlicher Schaden entsteht und so, dafür finden wir einfach keine Grundlage und das ist auch nicht die erste Studie, die das so sagt. Ähm, Spannend ist, dass dann natürlich hier äh äh Spotify sich dann zu Wort meldet und sagt, äh ja ähm Aber was ist denn hier mit mit unserem Service, ne? Weil eigentlich könnten wir doch diese ähm könnten wir mit unserem legalen äh Angebot ja ähm. Diese Promo-Funktion von Pirate Bay ersetzen und möchten die gerne für uns reklamieren. Interessanterweise da äh wird da also ähm, Spotify ähm auch, spannenderweise dann so zum Gegner der der Fall, ne? Und wollen also sagen, hier genau diese Promofunktion, das ist doch eigentlich unser Argument, und die geringen Lizenzgebühren von den Labels haben wollen. Also auch Spotify hat kein Interesse mehr daran. Äh da eine eine Konkurrenz zu haben, die ein besseren, besseren Service anbietet. Es bleibt auf jeden Fall spannend und, Ich find's auf jeden Fall zumindest so viel können wir festhalten, dass es wichtig äh.
Tim Pritlove
Bei den Schwierigkeiten für Spotify äh jemals Geld zu verdienen, wundert mich das auch nicht.
Linus Neumann
Ja okay.
Tim Pritlove
Weil die werden wiederum von den Rechteinhabern so kurz gehalten, dass also die Wahrscheinlichkeit, dass das wirklich mal zum Erfolg äh geführt wird, eigentlich naja, gering ist.
Linus Neumann
Machen wir jetzt auf jeden Fall großes Fass aufmachen, aber wie gesagt, merkt euch, es gibt viele Studien, die äh widerlegen dass das in großartigen wirtschaftlichen Schaden hervorruft und dass sind dann meistens die Studien, die methodisch sauber durchgeführt wurden und von unabhängigen Forschern und wo nicht irgendwie ein Beratungsunternehmen hinter sitzt, äh was im Auftrag eines äh eines äh Content äh einer Content Konglumerates da diese Studie in Anführungszeichen durchgeführt in Anführungszeichen, hat in Anführungszeichen.
Tim Pritlove
Genau, wir waren nämlich schon immer, wir waren nämlich noch nie im Krieg mit Oasien. So, weiter geht's.
Linus Neumann
Ja, nur eine ganz kurze Meldung, da gibt's eigentlich nur kurz Zahlen. Äh der Bericht über Abhörungsmaßnahmen des Bundesnachrichtendienstes wurde mal wieder vom Parlamentarischen Kontrollgremium, veröffentlicht und ähm da gab's da gibt's eine schöne Zahl ähm und zwar muss man sich das so vorstellen, es gibt dieses Artikel zehn Gesetz, das Gesetz zur Beschränkung des Brief, Post und Fernmeldegeheimnisses ähm.
Tim Pritlove
Von.
Linus Neumann
Ich weiß nicht genau, äh muss ich jetzt gucken, woher, ne? Es heißt Artikel zehn Gesetz und es ist der Artikel, Es heißt tatsächlich die Artikels hingesetzte, selbst sogar auf ähm auf welcher Hand? Artikel zehn Gesetz. Gesetz zur Beschränkung des Briefpost- und Fernmeldegeheimnisses. Artikel zehn gesetzt, ja. In dem es dann eben darum geht, unter welchen äh Bedingungen äh Verfassungsschutz.
Tim Pritlove
Also es bezieht sich auf Artikel zehn des der Verfassung. Ja, genau. Ja, okay. Mhm.
Linus Neumann
Ja, genau. Ähm.
Tim Pritlove
Näheres regelt ein Bundesgesetz.
Linus Neumann
Und äh da dieses sagte also unter welchen Bedingungen Verfassungsschutz äh militärischer Abschirmdienst, Bundesnachrichtendienst und so äh auf Telekommunikation und äh die dem die dem Brief und Postgeheimnis unter Licht zugreifen kann. Darf. Und was sie haben, ist ja, Schon die Schnittstellen bei den äh bei den Providern oder den größeren Providern, ähm ganz klar, geben sie darüber auch keine Auskunft, wo sie die genau haben, wobei da äh wie gesagt sich durchaus ähm, Hinweise dass das, das Wissen eigentlich schon durchaus auf der die Spatzen pfeifen ist von den Dächern, sagen wir mal wo diese äh wo diese Geräte stehen. Ähm und was sie da haben, ist so eine, sie haben irgendwie so eine Art Höchstgrenze und bekommen, automatisch nehmen sie dann zufällig einen gewissen Anteil der Kommunikation raus und schmeißen den durch so eine automatische Texterkennung und die wiederum äh, schmeißt dann äh am Ende was waren das jetzt dreihundert Millionen nee, drei Millionen äh E-Mail-Verkehre raus. Im Jahr zweitausendelf und ähm. Da steht dann irgendwas drin, nach irgendwelchen Regeln, die die natürlich nicht öffentlich sind und ähm dann gibt's eine weitere Untersuchung ähm. Ob das jetzt auch nachrichtendienstlich relevant ist. Und das ist also wirklich so eine fast drei Millionen, wurden abgehört, dass es einer alle fünf Sekunden, ähm und dann wurde es irgendwie dann, denkt man, also entweder ist das internationaler Terrorismus, Verdacht auf internationalen Terrorismus, Verdacht auf äh Prolieferation und konventionelle Rüstung oder Verdacht auf illegale Schleusung, das sind so die Themenbereiche um die, die sich kümmern. Und am Ende gibt's dann irgendwie null Komma null eins Prozent, also zweihundertneunzig.
Tim Pritlove
Rüstung, Schleusung, was war das Erste?
Linus Neumann
Terrorismus. Ähm und da gibt's am Ende zweihundertneunzig, die sie als nachrichtendienstlich relevant einstufen. Dafür haben sie halt diese gesamten diese riesige Überwachungsinfrastruktur.
Tim Pritlove
Zweihundertneunzig relevante von ungefähr zwei Komma neun Millionen.
Linus Neumann
Die sie abgeschnorchelt haben.
Tim Pritlove
Das heißt, so ein Verhältnis von eins zu äh zehntausend, wenn ich das jetzt richtig.
Linus Neumann
Ja, aber du musst ja dann noch gucken, dass ähm, Anteil, naja okay, muss man dann überlegen, aber es ist unklar, wie sie, warum sie die drei Millionen abgehört haben, ja oder, Und diese irgendwie durch ihren Wortfilter und so. Da geben sie natürlich keine genaue Auskunft drüber. Was was man also auf jeden Fall scheint die Auswahl eher ihnen zu obliegen. Auch technisch, was sie sich jetzt genauer anschauen. Mit anderen Worten, wenn diese Auswahl ihnen obliegt, dann bekommen sie erstmal alles.
Tim Pritlove
Genau, das heißt, es gibt eigentlich keine Kontrolle im eigentlichen Sinne.
Linus Neumann
Nicht wirklich, außer halt einen Bericht, der dann eben anderthalb Jahre später erscheint und wo gesagt wird, ja, drei Millionen.
Tim Pritlove
Millionen. Also so zehntausend Abhörmaßnahmen pro Tag.
Linus Neumann
Ja, Fun fact, ähm es gibt ähm, Es gibt eine es gab einen Peak irgendwie im Jahr zweitausendzehn, da waren das irgendwie sehr, sehr viel mehr, nämlich dreimal so viele Ähm da hatten sie ihre Auswahl Algorithmus irgendwie nicht ganz im Griff und haben relativ viel Spam äh.
Tim Pritlove
So so.
Linus Neumann
Ja OK also man kann da jetzt wenig mit anfangen, dass in ich denke was man sich merken muss ist es gibt natürlich diese diese automatisierten Schnittstellen wo die die Dienste wie man so schön sagt dranhängen und es gibt relativ wenig Kontrolle darüber, nach welchen Kriterien die eure Kommunikation durchwühlen und ähm.
Tim Pritlove
Spamen wir auch mal eine schöne Idee. Also wenn man sozusagen ohnehin das Gefühl hat, man würde überwacht werden, dann kann man ja dann sozusagen seine überwachten Kommunikationsleitungen. Die ganze Zeit im Betrieb halten, mit so fertigen CDs oder so, Ja, also stell dir mal vor, du telefon lässt einfach dein Telefon, telefonieren und spielst dann so Werbebotschaften darüber ab.
Linus Neumann
Ja, mal gucken, wie lange äh wie lange der wie lange du das machst, bis dir das keinen Spaß mitmacht. Also ich.
Tim Pritlove
Die Frage ist, wie lange ist denn BND dann noch macht, bis denen keinen Spaß mehr macht.
Linus Neumann
Im Zweifelsfall einfach nur als Argument nehmen, sich eine dickere Anlage dahinzustellen, ne?
Tim Pritlove
Ja und dann müssen sie Spam-Filter installieren muss. Na ja, man man schafft halt sozusagen mehr Neues.
Linus Neumann
Schreibt eure.
Tim Pritlove
Dann so.
Linus Neumann
Eure Terror-Emails über äh übers Open Spam Relays, ja? Die werden dann also, Interessanter Punkt ist eigentlich diese Zahlen, die sind sowieso jenseits von Gut und Böse und ähm ich denke, die einzige Information, die man da, raus, die man ja rediabel rausnehmen kann ist, dass diese Infrastruktur existiert, dass sie keiner nennenswerten Kontrolle unterliegt und dass selbstverständlich bei jedem größeren Provider. Auch die entsprechenden Gerätschaften im Schrank stehen, ja, um genau das zu ermöglichen. Und ähm, Das äh muss dann jeder für sich selber wissen, wie wie da wie man damit umgeht. Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass eine äh die Nutzung von Ende zu Ende Verschlüsselung da ähm nach wie vor, eine äh entscheidende Rolle spielen sollte für jeden, äh der sich in Sachen, Privatsphäre interessiert oder eben im internationalen Terrorismus und konventionelle Rüstung oder bei in illegaler Schleusung sein Geschäftsmodell in dieser unserer Gesellschaft sieht.
Tim Pritlove
Gut, damit sind wir eigentlich auch schon fast äh am Ende. Vielleicht sollten wir noch einen kleinen Ausblick äh auf die äh uns doch zumindest vielfältig beschäftigen beschäftigende, Veranstaltungen, Republika äh werfen, Nummer dreizehn, haben jetzt noch ein paar äh Ausgaben hier unserer Sendung, bis es dann soweit ist, aber es macht zu den Eindruck, als ob das Programm jetzt halbwegs also es ist, glaube ich, noch nicht komplett, ziert, aber äh es es füllt sich. Ähm wer das also noch nicht getan hat, sollte dann nochmal draufschauen und mal erwägen, da vielleicht hinzukommen, warum abgesehen davon, dass viel zu viele Leute, mit denen wir irgendwie mehr oder weniger regelmäßig irgendwas zu tun haben, da mehr oder weniger vollständig herumlaufen, fand ich die Entwicklung der Republika in den letzten Jahren an sich, sehr gut. Ähm ist wirklich 'nen. Spannendes ähm Ereignis. Einerseits vom Vortragsprogramm her, wo man jetzt nicht alles mögen äh äh kann und muss ähm, wo aber auch immer wieder gute Sachen dabei sind, also auch deshalb lohnt es sich, aber es ist natürlich vor allem ein Treffpunkt, wie das bei allen Veranstaltungen ist, mit einem sehr hohen Quote an interessanten Leuten. So sehe ich das. Siehst du das ähnlich?
Linus Neumann
Ja ähm sowohl unter den Vortragenden als auch unter den Anwesenden.
Tim Pritlove
Genau, also da ist viel zu holen und von daher wollen wir euch da auch ermuntern, drüber nachzudenken, daran teilzunehmen. Wir werden da sein, wir werden äh sicherlich immer ansprechbar sein, Also für die Linus dann nochmal ein Bier ausgeben will, da ist auf jeden Fall, Gelegenheit, Kinderhorn, solange er noch gehen kann, ja, schiebt ihn wieder zur Bar zurück. Das wünscht mir doch immer.
Linus Neumann
Ja, inzwischen äh äh ist.
Tim Pritlove
Könnte es auch mal was anderes sein, also auch Müsliriegel sind gern gesehen.
Linus Neumann
Zwischendurch könnt ihr mir mal ein Wasser bringen, Nee, genau, also Republika, feine Sache, wird wird schön und ähm ich.
Tim Pritlove
Talken.
Linus Neumann
Ja, ich habe ich habe einen äh einen kleinen kurzen Vortrag, den ich da halten werde. Äh überhaupt nichts mit Netzpolitik zu tun. Und zwar äh werde ich ähm über Refi versprechen, Ähm der Vortrag hat den Titel Refi für Erkenntnisse der empirischen Treuforschung und da konnte ich äh den Michael Krey von Open Data City als äh mit Vortragenden gewinnen und auch noch, weitere Personen, mit denen wir gerade die ganzen Sachen anschauen und ähm.
Tim Pritlove
Muss vielleicht mal kurz sagen, was Rehpfiffe ist.
Linus Neumann
Ach muss ich das echt erzählen? Nee, dat.
Tim Pritlove
Äh weiß nicht, ob das jeder weiß. Das, ich vermute, dass das nicht jeder weiß.
Linus Neumann
Refiff ist eine eine Plattform, die äh das Blog von Fefe mit, einer Kommentarfunktion versieht und ist erreichbar unter Blog Punkt ReFE Punkt DE und ähm zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass ich äh glaube ich, seit ich sie gebaut habe, vielleicht äh. Eine einstellige Anzahl an Kontrollen vorgenommen habe, was da so kommentiert wird und ähm deshalb, glaube ich, bei vielen Leuten als sehr äh frei, gilt, was äh sie da so an Meinungen kundtun können. Und das äh wirkt sich durchaus auch auf die äh Kommentarqualität dort aus. Ähm.
Tim Pritlove
Mhm. Ähm gibt's schon einen Termin für den Talk?
Linus Neumann
Ich habe den jetzt im Fahrplan noch nicht gesehen, aber ich habe die äh es wurde auf jeden Fall angenommen. Also kann man sich mal anschauen unter Blog Punkt Refi DE, wer da einmal irgendwo in die äh Kommentarspalte schaut, wird schnell sehen, dass sich da durchaus einige, Sachen zu sagen lassen, durchaus vielleicht also wenn der interessanten Kombination aus psychologischer Perspektive und aus der Perspektive einer Person, die sich mit sehr mit großen Datensätzen auseinandersetzen kann, denn Refi verfügt inzwischen, glaube ich, über so irgendwas hundertfünftausend Kommentare, die da äh angefallen sind bisher. Und ich glaube, dass wir da äh einige lustige Analysen äh haben die wir äh mit dem Publikum teilen werden, wofür uns vom republika Team dreißig Minuten eingeräumt wurden. Dir wurde ein ganzer Raum gegeben für vier Tage oder so, habe ich gehört.
Tim Pritlove
Nee. Ich bin, nee, ich bin noch nicht mal, äh ich bin noch nicht mal in Saal eins, was mir ehrlich gesagt ganz recht ist.
Linus Neumann
Noch nicht mal in Salat.
Tim Pritlove
Letztes Jahr war ich da. Letztes Jahr war ich der war ich sozusagen der äh eingestellt äh, Leute aus dem Bett holen, erster Talk des zweiten Tages das kann ich jetzt so schlecht nicht gemacht haben, weil ich bin wieder der erste Talk des zweiten Tages, allerdings dann halt im im Saal zwei, das ist mir ehrlich gesagt äh schnurz, ich fand den Saal als auch etwas, sehr groß.
Linus Neumann
Ich weiß gar nicht, wer was jetzt seit zwei oder Saal eins ist oder.
Tim Pritlove
Ja, Sat1 war dir da ganz ganz hinten.
Linus Neumann
Ja genau, aber ich mache nie die Aufteilung wieder gleich.
Tim Pritlove
Das weiß ich nicht so genau, aber ich gehe mal davon aus, dass ich in dem Vortragsraumkonzept zumindest was die großen Säle betrifft, nicht viel ändert, weil da wirst du jetzt nicht sehr vier Varianz äh einführen können, so wie das Gebäude dort ist. Äh keine Ahnung, ich lasse mich überraschen, ist mir auch egal. Äh ich bin ganz zufrieden mit dem Slot, finde das gut. Zweiter Tag früh ist äh ein guter Kompromiss, weil gleich als allererstes starten ist auch immer doof, weil man dann ähm so recht die Atmosphäre des äh Events noch nicht so eingeatmet hat, auch selber noch nicht so äh also mir geht es zumindest so, ich muss das irgendwie alles erstmal so ein bisschen verdauen.
Linus Neumann
Ist der zweiter Tag morgens ist der beste Slot, weil da kommen dann auch alle.
Tim Pritlove
Das weiß also da bin ich mir nicht so sicher, weil eigentlich schon ab ersten Tag geht das ja los mit diesen Diskussionen bis äh Ende. Letztes Jahr war ja so super Wetter, weißt du, bis da standen sie ja noch bis dreiundzwanzig Uhr noch aufm Hof rum. Meinst du.
Linus Neumann
Aber gutes Wetter gibt's ja dieses Jahr nicht. Gut, ach gutes Wetter. Es wird dieses gesamte Jahr.
Tim Pritlove
War fast immer gutes Wetter.
Linus Neumann
Ja, aber zweitausenddreizehn gibt's einfach kein gutes Wetter. Das hat jetzt nichts mit der Republika zu tun, aber Wetter äh fangen wir nicht mit dem Wetter an. Also Wetter ist scheiße.
Tim Pritlove
Ja, ein Wetter.
Linus Neumann
Wenn wir Glück haben, regnet's nicht.
Tim Pritlove
Wetter-Podcast. Das ist noch eine echte Marktlücke.
Linus Neumann
Fragen.
Tim Pritlove
Ja. Komm hier, ich komme. Wir machen das mal. Ah, ich glaube, der ist äh ausreichend medienvoll. Wie auch immer, ähm ja.
Linus Neumann
Ja. Aber was ist denn jetzt mit deinem Raum? Du hast doch einen ganzen Raum da.
Tim Pritlove
Ach so, ja, vielleicht noch mal kurz zum Talk, also äh ich rede, wie es nicht anders zu erwarten war, über Radio, Und ähm will mal so ein bisschen äh zusammenfassen, was im letzten Jahr so aus meiner Sicht äh sich bewegt hat, ansprechen, aber auch generell mal eher so eine Vision darstellen, wie ich mir das eigentlich alles so vorstelle mit dem Radio, und der Zukunft und im Internet und der Gesellschaft und und der Community und all dem. Äh ja, und ansonsten mache ich ja am Wochenende vorher, ist schon ausgebucht äh so ein Podcaster Workshop das heißt, es werden sowieso viele Podcaster aus Deutschland so nach Berlin kommen und ich hoffe, dass viele dann auch die Gelegenheit nutzen werden, dann gleich bei der Republika auch zu sein, Ähm und äh wir werden dann sozusagen vom Projekt her ähm. Auch einen permanenten Workshop Raum haben auf der Republika, wo man dann, das muss jetzt im Detail alles noch geplant werden, aber wo die Idee ist, dass man da eben auch Sendungen aufnehmen kann, also es ist einfach so ein so ein Ort gibt, wo man. Machen kann, also wo man wirklich publizieren kann, wo man von dieser Veranstaltung her berichten kann, also wenn Podcast da vor Ort sind, müssen die dann nicht ihr eigenes Equipment mit Rumtragen, das können sie natürlich auch gerne tun, wenn sie mehr so mobil aufzeichnungs business unterwegs sind, weil da sozusagen so ein Tisch bauen eben allen ermöglicht, da mal eine Sendung aufzunehmen, und auch überhaupt äh ein Anlaufpunkt zu sein für Leute, die da einfach Interesse haben und was machen wollen. Das werden wir jetzt in der nächsten Zeit, in den nächsten Wochen noch ein bisschen ausarbeiten und, bekanntgeben, als das bisher bekannt ist, ist jetzt gerade erst frische Nachricht, dass dieser Raum überhaupt zur Verfügung steht.
Linus Neumann
Ja und ansonsten auch bei schlechtem Wetter äh ist das bei der Republika sicherlich ganz nett. Ich habe die ähm. Als ich die Republik hat schon irgendwie inzwischen eine enorme Bedeutung so erlangt, ne? Es ist echt äh.
Tim Pritlove
Na klar, ich meine, was gibt's denn sonst? Die meisten anderen Veranstaltungen sind immer so merkwürdige äh Sesselpupser wichtig Tour Events, ja, wo du zwar viel Geldes Haar hast, aber ansonsten relativ wenig äh, Butter bei Fische. Mal so ein bisschen mein Eindruck und ich finde grad so diese Dualität mit der Republika und dem Kongress im Jahresverlauf ganz interessant, ne? Also der Kongress so im tiefen Winter, Republika, äh eher halt so äh, wenn der wenn der Frühling sich zeigt ähm mit signifikanten Abstand, sind ja jetzt vier Monate dazwischen. Ähm, Markieren so markiert so die beiden Momente, wo einfach so eine gewisse Netzbewegte Szene sich auch einfach trifft. Und ist jetzt nicht nur um Business geht. Beim Kongresse eigentlich gar nicht. Bei der Republika ist es halt so eine Mischung, aber ich finde die Mischung bisher, fand ich sie immer erträglich, ja? Muss man jedes Mal wieder äh neu abwägen. Gibt ja Leute, die sind überhaupt schon äh abgetörnt, wenn irgendwie eine Veranstaltungsponsoren hat. Aber ist natürlich auch klar, dass die Republika nicht so wie der, Club von so einer Community getragen wird. Also es gibt da zwar eine Community, aber das ist jetzt anders, als im äh Club, wo die ganze Community so aus sich heraus für sich diesen Event baut. Und damit natürlich auch mit ganz anderen ähm, Chancen äh der Finanzierung lebt, weil sie einfach vieles nicht bezahlen muss, wo eine Republica da in die Vollen gehen muss, klar. Und äh dementsprechend muss da mehr Geld äh erzeugt werden, das will und kann man nicht alles über Tickets machen, Also es ist ja auch jetzt keine Konferenz, weiß gar nicht, was sind die Regelpreise bei der Republika? Ist aber auch so alles so im im. Um die hundert Euro und weniger Bereich gewesen, oder? Bin auch schon mal nach, bevor ich hier äh Quatsch erzähle. Auf jeden Fall Konferenzen dieser Art. Ja, fressen ja sonst im Businessbereich auch gerne mal vierstellige Summen.
Linus Neumann
Also, ja, drei Tage Ticket, hundertfünfzig Euro. Das ist jetzt nicht geschenkt, aber.
Tim Pritlove
Es ist auch nichts.
Linus Neumann
Wer wer da war, wird da am Ende sein Geld nicht böse sein.
Tim Pritlove
Nee, zumal, wenn du mal rechnest, was du für einen Aufwand hast, um um überhaupt an so einer Konferenz teilzunehmen. Ich meine, da hast du drei Tage Übernachtung und eine Anreise, also da ist einfach der, der Eintrittspreis wirklich noch das geringste Problem. Also wer sich davon abschrecken, dass der hat andere Probleme.
Linus Neumann
Ja gut, ist trotzdem für einige natürlich eine signifikante äh signifikante Ausgabe aber dann zum Beispiel auch dadurch, dass man da äh also auch die Republika sucht nach Helferlein, die dann da irgendwie beim Einlass helfen oder was nicht alles äh und dafür ein äh entsprechendes Ich glaube, ich weiß nicht, ich glaube, ganz umsonst oder oder wie auch immer, äh kein, kann ich nicht genau sagen, aber auch da gibt's also Möglichkeiten, irgendwie mit unterstützen möchte, weiß das nicht ganz genau, wie das da läuft. Ähm. Und was ich letztes Jahr auch sehr spannend fand, sie haben ja tatsächlich einen Teil dieser Veranstaltung, nämlich diesen Außenbereich, der jetzt dieses Jahr wegen des äh Eissturmes äh nicht nutzbar sein wird, Da konnte man auch äh letztes Jahr in dem Bereich konnte man also auch ohne Ticket, das war da waren also einfach so, dieser Community-Bereich war dann auch äh einfach auch so zugänglich, was dann auch dazu geführt hat, dass da äh einige Leute, die vielleicht äh aus beruflichen Gründen dann sich nicht da die.
Tim Pritlove
Der nicht überdachte Bereich.
Linus Neumann
Der nicht überdachte Bereich war eben auch frei und das ist, glaube ich, auch dieses Jahr wieder so.
Tim Pritlove
Sich, glaube ich, da auch gar nicht anders machen.
Linus Neumann
Ah, doch, du könntest, aber egal, ne, also äh das ist schon äh ja.
Tim Pritlove
Also wer jetzt voll knauserig ist, aber eh in der Gegend, der kann dann zumindest da draußen rumlungern und immer noch viele interessante Leute treffen.
Linus Neumann
Genau und äh da das war da sicherlich auch der sehr netter Bereich. So ansonsten kann man, wir müssen jetzt mal langsam hier äh zum Ende kommen, Tim. Ähm man kann auf der ähm auf der Seite dann auch einige sehr ähm, erlesene Speaker sehen, also werden auch durchaus einige sehr interessante Personen auch aus dem, aus dem Ausland dann einge äh flogen. Ähm.
Tim Pritlove
Ich denke, wir werden auch in den nächsten Wochen uns das nochmal ein bisschen genauer anschauen und euch dann gegebenenfalls selektiv noch auf ein paar Vorträge hinweisen und nicht nur auf unsere eigenen. Aber da dürft ihr natürlich auch kommen. Genau, das war's. Bis bald.
Linus Neumann
Bis dahin. Ciao, ciao. Ich muss los.

Shownotes

DRM in HTML5

Filesharing for the greater good

Bericht über Abhörungsmaßnahmen des BND

re-publica

LNP040 Realitätsanpassungsgesetz

Themen: Tagesschau-App; Depubikation; Computer-GEZ; OpenPlanB; LSR-Petition; Filesharing in Europa

Wir sind beide etwas müde, raffen uns aber trotzdem auf, die vierzigste Iteration unseres Informationsvermittlungsprojekt halbwegs anständig über die Bühne zu bringen. In dieser Ausgabe treffen wir wieder viele alte Bekannte. Ein Schwerpunkt liegt auf der Diskussion der kniffligen Regelungen des öffentlichen Rundfunks.

avatar
Linus Neumann
avatar
Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus. Guten Morgen. Wie geht's?
Linus Neumann
Guten Morgen Tim. Wie geht's? Ganz ganz gut. Bin müde. Bin bisschen müde, ja.
Tim Pritlove
Bisschen müde. Ja. Ist auch nicht schlecht. Hast du deine Schlafzimmerstimme sozusagen wieder am.
Linus Neumann
Ja, ja, ja, ja, ich habe ja hier auch schon wieder ordentlich club Mate äh rein äh Mess.
Tim Pritlove
Fehlt mir noch.
Linus Neumann
Holst du dir Club Mathe, wir können ja mal hier äh holen. Ja. Ja, wenn wir eine mitbringst.
Tim Pritlove
Ja, darf ich? Du hast doch noch eine.
Linus Neumann
Ja, warte mal, lange Sendung hier vor uns. Ja.
Tim Pritlove
Okay, dann bereite ich mich mal äh drauf vor. Du kannst ja schon mal äh das erste äh Thema einleiten.
Linus Neumann
Ja äh Thema, auf also ganz alleine, ja okay, ich versuche mal, also, Nee, ich kann das nicht alleine. Wir müssen jetzt, äh, ich erzähle was anderes. Und zwar, ähm, hat der Tim mir grade erzählt, ähm, von seinem neuen iPhonekabel, Das ist ein ganz tolles Kabel. Das ist ähm das hat einen neuen Stecker und äh kostet zwanzig Euro und das ist äh einfach ein Bombenpreis für so ein tolles Kabel.
Tim Pritlove
Ja, ist einfach eine super Strafgebühr. Ich finde, man muss auch, man muss auch leiden für seinen Luxus.
Linus Neumann
So Thema Nummer eins. Die Tagesschau-App. Tagesschau-App hier für dein iPhone, insofern habe ich jetzt erst, ne, von dem Kabel äh zum iPhone, Die Tagesschau-App herausgegeben von der ARD und eine App für das für das iPhone, äh wurde vom Landgericht Köln ähm für äh Verboten erklärt. Und zwar in in einer Version vom fünfzehnten Juni äh zweitausendelf. Der Hintergrund ist, dass die Zeitungsverlage, gegen die ARD geklagt haben.
Tim Pritlove
Sind denn die Zeitungsverlage eigentlich in dem Zusammenhang?
Linus Neumann
Ähm oh, das sind siebenundzwanzig Stück.
Tim Pritlove
So einzeln zusammengetan haben oder hat da einen Verband geklagt, also.
Linus Neumann
Ich ähm ich bin mir relativ sicher, dass es der BDZ V war.
Tim Pritlove
Mhm.
Linus Neumann
Aber wir schauen jetzt nochmal ganz schnell.
Tim Pritlove
Genau.
Linus Neumann
Äh Tagesschau.
Tim Pritlove
Die hier jetzt schon wieder mit dem mit der Nachfrage, ne?
Linus Neumann
Ja, du. Zeitungsverlagen, ja, da also ich weiß, dass da unter anderem der süddeutsche, zugehört hat und viele, viele andere, die dann auch entsprechend gejubelt haben. Ja genau, der BDZV, der Bundesverband Deutscher Zeitungsverlage, ähm zu den Klägern gehörte Axel Springer Süddeutsche FAZ und die WAZ-Mediengruppe, Äh ich weiß gar nicht, ob's jetzt genau siebenundzwanzig waren, das war jetzt so meine Grob, gefühlt siebenundzwanzig Verlage, haben sich da zusammengetagt und fanden die war die Tagesschau-App nicht in Ordnung. Ja, Tagesschau-App kennt man, ist eine eine schöne App, Sie äh läuft auf dem auf dem iPhone und ähm ab und zu macht das iPhone dann den Tagesschau Gong, Per Push-Mitteilung und dann steht da, weiß ich nicht. Ähm jetzt zum Beispiel letzten Stand Türkei ähm greift Ziele in Syrien an oder so.
Tim Pritlove
Tagesschau Gong macht es. Dong. Ah, ist das nicht ganz schön teuer? Da muss man doch auch wieder Unmengen an.
Linus Neumann
Ich weiß nicht, wer den Gong, ich weiß nicht, wie die GEMA, wie die rechtliche Situation um den Gong ist.
Tim Pritlove
Immerhin eine ganze Note, ja, also.
Linus Neumann
Ja, also ist auf jeden Fall Schöpfungs. Auf jeden Fall ähm, Und da was es dort gibt sind natürlich sehr viele textbasierte Artikel, und ähm da beschwert sich dann der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger oder diese die klagenden Verlage und sagt, unter den Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrag ist das, unzulässig, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk dort mit dieser Tagesschau-App betreibt. Und ähm zwar ist es deshalb uns unzulässig, weil es einen Wettbewerbsverstoß darstellt ähm, da der öffentlich rechtliche Rundfunk ja öffentlich-rechtlich finanziert ist. Und was sie dort machen, ist quasi ein sie bauen etwas, was als Ersatz für die Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften. Dienen kann, Etwas, das eine Informationsdichte hat, die an herkömmliche Presse äh Erzeugnisse heranreicht und nicht mehr als äh quasi Begleit-App zum Fernsehen zu werten ist. Die Tagesschau-App hat, weiß, dass sie auch sehr gut funktioniert, ohne dass man die ARD eingeschaltet hat, äh nämlich sogar besser, wenn man nicht nebenbei fernsieht. Ähm und weiß dann, womit gemeint ist. Äh was was damit gemeint ist. Ähm, Was das die App sich im großen Rahmen bemüht, die Artikel immer mit Hörfunk und Fernsehbeiträgen zu verbinden, zu verknüpfen, ähm ändert eigentlich daran nichts, dass hier hauptsächlich Text äh und Bilder darstellt, Laut Argumentation des Gerichtes und das wäre außerdem sowieso nicht in ausreichenden Maße der Fall. Also es ist nicht wirklich immer sendungsbezogen, was in dieser Tagesschau-App, zu lesen ist. Es stimmt auch, ich sehe die äh App äh ungefähr auf einem äh Niveau mit Spiegel Online, wobei Spiegel Online noch ein bisschen weniger äh Videos hat, ja? Ähm.
Tim Pritlove
Na ja, also ich meine, im Wesentlichen ist es eigentlich derselbe Inhalt wie die Webseite und ich sehe da gar keinen großen nennenswerten, inhaltlichen Unterschied. Es ist für ein funktionaler Unterschied, aber es ist kein inhaltlicher.
Linus Neumann
Ist richtig, ich glaube der Grund, warum sie sich über die, warum sich mit der App anlegen wollten, war das ähm dass man natürlich mit den Apps irgendwie anscheinend äh wirklich einen Markt hat, wo etwas vertrieben wird, während diese Webseiten irgendwie nochmal ein bisschen unter einen anderen Rahmen fallen oder so. Ne, also die.
Tim Pritlove
Weil sie die eh nicht äh vermarktet bekommen oder was, aber ich meine, da haben sie ja auch ihre Werbung, das ist doch alles total absurd.
Linus Neumann
Also genau, ich ich find's auch wirklich, ich find's wirklich äh äh sehr bedauerlich, dass es den Zeitungsverlagen möglich ist, sich ähm, sich zu so einem Urteil zu verhelfen, ja? Also dass du ein öffentlich-rechtlich, finanziertes, System dort mit dieser App, dass es dass es überhaupt irgendein Verlag gibt, der irgendeine irgendeine Handhabe hat sich dagegen sich dagegen zu wehren. Aber sie feiern das natürlich alles als Sternstunde der Demokratie, weil durch die Monopolstellung der ARD, die dürfe sich jetzt nicht auch noch, auf den, auf die Freie Presse.
Tim Pritlove
Monopolstellung.
Linus Neumann
Ausweiten, ja so ungefähr oder so irisch ihre, ja doch, also ihre starke staatlich finanzierte wettbewerbsverzerrende Stellung ja? Dadurch dass sie durch diese Gebühren unabhängig sind und ja also das dürfte sonst hätten wir nämlich so 'ne also die die Pressverlage schreiben in ihren Artikeln dann so etwas herbei, wie so die die Einheits ähm, Es droht quasi die das sozialistische Einheitsmedium in Form dieser Tagesschau-App, und äh die äh äh Speerspitzen der demokratischen äh freien Presse haben, die sie jetzt in ihre Schranken gewiesen, So, das ist also die offizielle Geschichteschreibung, zumindest in den äh Publikationen jener Verlagshäuser, die äh sich an dieser Klage beteiligt haben.
Tim Pritlove
Bildzeichen wird sozusagen in ihrer basisdemokratischen Grund.
Linus Neumann
Genau, ja, ja. Ähm, Also um nochmal ganz kurz äh die Argumentation des Gerichtes äh schließt also damit, dass diese diese App in der Form verboten ist. Äh.
Tim Pritlove
Aber das bezieht sich nur auf die Version vom.
Linus Neumann
Ja Moment, Moment, ich will, komme ich ja gleich, komme ich ja gleich zum.
Tim Pritlove
Okay.
Linus Neumann
Weil die Presse ähnlichen und nicht Sendungsbezogenen Beiträge einen breiten Raum einnehmen. Das Angebot optisch dominieren und den Gesamteindruck wesentlich mitbestimmen. Das heißt also die ARD darf keine Presseerzeugnisse machen und diese App geht dem zu nahe dran. Er kommt dem zu nah? Aus irgendwelchen Gründen vermutlich weil es irgendwie nur ein kleines Landgericht ist, bezieht sich das jetzt nur auf die Tagesschau vom fünfzehnten Juni zweitausendelf, die da geprüft wurde, diese Version, Ähm. Mir ist nicht ganz klar wieso, wahrscheinlich gab's einfach eine Prüfung an dem Tag von dieser App-Version und fertig war die Laube so.
Tim Pritlove
Na, das war dann sozusagen die App, die in den äh in den Akten abgeheftet wurde und äh spätere Updates haben's da halt nicht mehr reingeschafft. Das war dann sozusagen nach Redaktionsschluss.
Linus Neumann
Ungefähr so war das, ja. Ähm. Allgemeine allgemeine allgemeine Einschätzung der der der Juristen ist, dass dieses Urteil im Zweifelsfall kein, Bestand haben wird und ähm die ARD prüft natürlich auch irgendwie eine Berufung äh dagegen, Aber es ist erstmal für die Verleger ein Etappensieg, die es ernsthaft, also die die Verleger, die uns jetzt ernsthaft die Tagesschau-App vom vom iPhone klagen wollen. Aber, wie gesagt, ähm, ARD prüft äh Berufung dagegen. Aber wir haben echt auch wirklich Leute, die ähm die dieses Urteil ähm, begrüßen. Ja, sagen sie die die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, sagt zum Beispiel der äh Medienbeauftragte der Bundesregierung, Bernd Neumann, ähm Jan Eumann Medienstaatssekretär der Nordrhein-Westfalen, sieht das anders, es gibt weder Gewinner noch Verlierer und es muss jetzt irgendwie ein Dialog her, aber man fragt sich natürlich ohnehin, warum? Also mir ist nicht ganz klar, was das soll, ne. Also warum warum beschränkt man die warum beschränkt man die ARD. Und.
Tim Pritlove
Für ein kostenloses Angebot. Also es ist ja, ist mir auch vollkommen. Mir sind mehrere Sachen vollkommen unklar. Also erstmal, wie ein Gericht überhaupt auf die Idee kommen kann, dass jetzt äh dieselbe Information, wie sie auf der Webseite ist, verpackt in eine Software irgendwas anderes ist in der Informationsdarreichung als diese Webseite, weil nach der Logik müsste man ja auch die Webseite äh vom Stand fünfzehnter Juni zwanzig elf äh schließen, ja? Das könnt ihr sie auch gleich noch mit anweisen. Was auch irgendwie keinen Sinn macht und ich meine, das, Macht die Tagesschau jetzt solche Beiträge, seit wie viel Jahren gibt's Tagesschau DE lange? Oder.
Linus Neumann
Relativ lange, ja, ich weiß nicht ganz genau, seit wann.
Tim Pritlove
Und ich meine, das will doch wohl keiner ernsthaft behaupten, dass die Tagesschau äh nicht mit einem vergleichbaren Angebot äh im Internet sein sollte, wie zum Beispiel die BBC.
Linus Neumann
Ja, äh das also das Problem ist, es gibt natürlich eine rechtliche Grundlage dafür für diese für dieses Urteil. Ja, das haben die äh haben ja nicht nicht einfach so gemacht. Und zwar, das wollte ich eigentlich auch im nächsten, äh beim nächsten Thema dann ansprechen, ist Rundfunk ein linearer Informations und Kommunikationsdienst, Er ist für die Allgemeinheit und zum Zeitgleichen, Er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltungen und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen. Das Wichtige ist hier, dass es linear ist, ähm zeitgleich und dass es Bewegtbild oder Ton ist.
Tim Pritlove
Linear im Vergleich zu also was ist es, wenn es nicht linear ist? Nicht linear.
Linus Neumann
Dann ist es das zumindest schon mal nicht mehr. Da kommen wir beim nächsten Thema zu. Es ist schon mal kein Rundfunk mehr. Ähm.
Tim Pritlove
Nicht lineare Informationsausstrahlung. Ah.
Linus Neumann
Podcasts sind kein Rundfunk nach der Definition, weil die kann sich jeder herunterladen, wann er möchte. Und im äh Rundfunk äh Staatsvertrag. Ähm ist das eben als Rundfunk definiert. Und der ARD wird gesagt, ihr macht Rundfunk.
Tim Pritlove
Ja, das heißt, wir müssten eigentlich auch konsequenterweise den Tagesschau-Podcast äh verbieten.
Linus Neumann
Tim, du nimmst das nächste Thema vorweg. Insofern springen wir jetzt einfach mal äh zum nächsten Thema. Und zwar ähm.
Tim Pritlove
Also komplett zu einem neuen Thema, meinst du jetzt? Oder zu einem neuen.
Linus Neumann
Naja, du du nimmst grade so ein bisschen die die die Reihenfolge, wie ich die Geschichte erzählen will, machst du gerade.
Tim Pritlove
Entschuldigung, ich halt's Maul jetzt. Ich bin ruhig, aber ich versuche ja nur mitzudenken.
Linus Neumann
Nee, ist, also es, ist, ist, ist, äh, du springst so ein bisschen zu schnell. Deswegen, wir wir machen mal noch mal einen Schritt zurück. Also, fest, fest steht, es gibt eine Definition von Rundfunk nach dieser hat die ARD und die ZDF äh ZDF und so zu arbeiten und wenn sie diese Definition, wenn sie sich dieser äh von dieser Definition entfernen, dann haben sie keinen rechtlichen Rahmen dafür und dann.
Tim Pritlove
Ja auch nachvollziehbar.
Linus Neumann
Zu solchen Urteilen.
Tim Pritlove
Ja, man will ja auch nicht, dass jetzt irgendwie Dating-Hotlines starten und so weiter.
Linus Neumann
Seit wann heißt der äh heißt der, genau, du willst zum Beispiel nicht, dass sie eine Dating-Hotline oder eine Online-Community oder irgendwie sowas betreiben. Warum gibt es das? Ja, das geht zurück auf ähm.
Tim Pritlove
Online-Community hätte ich nichts.
Linus Neumann
Dürfen sie aber auch nicht, So und zwar geht das zurück auf zweitausenddrei. Wir werfen jetzt die ganzen Themen zusammen. Zweitausenddrei ähm ging es los mit einer Beschwerde des Verbandes privater Rundfunk und Telemedien. Das sind dann so die Privatfernsehenanbieter, Ähm und die beschweren sich bei der EU Kommission und sagen ähm, die deutsche Rundfunkgebühr GEZ ist eine unzulässige staatliche Beihilfe, ähm und verstößt damit gegen irgendwie Artikel siebenundachtzig äh des Vertrags zur Gründung der europäischen Gemeinschaft, weil es eine wettbewerbszerrende Finanzierung ist und Privatunternehmen benachteiligt. Ähm. Und haben sich hauptsächlich darüber beklagt, dass die Rundfunkanstalten keinen engen begrenzten Funktionsauftrag hatten. Das heißt, zu diesem Zeitpunkt haben die Zeitungsverlegerargument äh die die äh Privat-TV-Anbieter argumentiert. Die ARD kann mit dem Geld, was Sie über die GEZ einzieht, im Prinzip alles machen. Und ähm da muss was muss was gegen getan werden. Dann hat die ARD zweitausendsieben, ihre neue Onlinestrategie vorgestellt und gesagt, guck mal hier, wir machen jetzt äh noch sehr viel, sehr viel spannender mit Internet und äh wir schreiben noch einen schönen Artikel und wir stellen uns ein paar Journalisten ein, Das war also zweitausendsieben und dann war auch der Bundesverband der deutschen Zeitungsverlage äh am Nörgeln. Das heißt, dann hatten sie sich nicht nur mit dem Privatfernsehen angelegt, sondern auch mit dem äh mit den Zeitungsverlagen. Und dann wurde zweitausendsieben ein Urteil gesprochen des Bundesverfassungsgericht, ähm dass der dass der ARD zugesprochen hat, dass sie überhaupt irgendwie was im Internet machen darf, Ja, dass also es ging quasi echt so darum, dass sie, dass sie die quasi schon die ARD eigentlich fast aus dem Internet rausklagen wollten. Da hat das Bundesverfassungsgericht aber gesagt, naja die darf erstmal grundsätzlich dürfen die Rundfunk veranstalten wo sie wollen aber es muss ein Beihilfe-Kompromiss geschlossen werden, dass nämlich bis zweitausendneun das geregelt wird im Rundfunkänderung, Staatsvertrag, dass es eine engere Definition dessen gibt, was Rundfunk ist, Und damit haben sie das EU-Verfahren äh, abgewendet. So und dann kam eben im zweitausendneun im Rundfunkänderung Staatsvertrag. Diese Definition zustande, wo man also sagt, Rundfunk ist zeitlich linear Bild und Ton. Und Sie dürfen zum Beispiel nicht irgendwie eine Online-Community betreiben, also irgendein Facebook oder so. Sie dürfen keinen großartigen Tralara mit äh User Generation Content machen und es muss zeitlich begrenzt werden. Und dabei kam es zu dieser völlig beknackten Regelung Publikation. Die war eine Folge von diesem Rundfunkänderungsstaatsvertrag, Depublikation, ein großes Ärgernis war, glaube ich, Thema so um zweitausendzehn, als es dann wirklich losging mit der Depoliziererei. Er wurde nämlich gesagt, okay, die ARD unterhält da ihre äh ihre Mediathek und so, und da sind Beiträge drin, die sind teilweise ein Jahr alt. Und da aber äh Rundfunk zeitlich linear begrenzt, entlang Sendeplan und so weiter sein muss, dürfen die halt gar nicht, müssen ihre Inhalte nach einer Zeit wieder herausnehmen, dürfen die nicht dauerhaft online stellen. Und das ist allgemein eine Dauer von sieben Tagen. Die, die ihren Kram da online stellen dürfen. Ähm bei Fußballspielen sind es nur vierundzwanzig Stunden, Weil da irgendwie ist halt so, keine Ahnung, weil vermutlich weil die Rechte für sieben Tage viel zu teuer wären beim Fußballspiel, und bei bestimmten Bildungs- und Kultursendungen kann sich das mal auf ein Jahr ausweihen, Ähm wie lange sie also diese diese Sendung dort vorhalten dürfen. Ähm.
Tim Pritlove
Ja, so ist die Regelung und so leiden wir äh alle da drunter und das war sozusagen die Kröte, die sie äh geschluckt haben, um sozusagen überhaupt äh erstmal ins Internet gelassen zu werden. Kann man sich durchaus vorstellen, dass das nicht so.
Linus Neumann
Na ja, sie, dass das nicht zu, sie waren zu dem Zeitpunkt schon schön im Internet drin. Äh es ging dann äh.
Tim Pritlove
Vorbehalt, dass es eben neu geregelt werden muss und dann kam diese Neuregelung und die hat dann halt gesagt, so ja okay, jetzt dürfte er auch bleiben, aber äh hauen euch halt ein bisschen auf die Finger und dann haben sie irgendwie glaube ich nicht so richtig verstanden, dass das an sich eine Schnapsidee ist. Auch wenn ich durchaus sehe und äh, Da kämen jetzt sicherlich auch gleich die Kommentare dazu, wenn man diesen Aspekt nicht aufgreifen würde dass das Ganze alles an unglaublicher Rattenschwanz an an rechtlichen Konsequenzen ist mit dieser ganzen dauerhaften Publikation im Netz. Weil so Modelle für Autoren et cetera, die natürlich auch alle gleich den Finger heben Früher kriechtest du oder ist ja auch immer noch so, wenn du nochmal eine Neuausstrahlung hast, dann gibt's ja dann auch wieder äh entsprechende Ausschüttungen, äh was ist, wenn jetzt so ein Tatort, Forever im äh äh Internet steht quasi zum Download äh ja, man muss dann dann auch mehr gezahlt werden, kann man sich das überhaupt leisten? Wie ist das überhaupt rechtlich, Urheberrecht et cetera, Widerspruchsrechte? Das fällt da alles mit rein.
Linus Neumann
Was ähm nicht zu Verachtnisse sind, aber die Kosten, die die ARD dadurch hat, diese Depublikation zu betreiben. Ähm wir hatten erstmal einen Riesenärger und haben Ewigkeiten gebraucht, ihr bis dahin, Äh vorhandenes Archiv aufzuräumen. Dieses Archiv ähm, Er musste quasi durch alle Sendungen durchgeschaut werden, musste die Sendung kategorisiert werden. Depubliziert werden oder einige eben vielleicht was 'ne Kultursendung, die konnte dann noch hatte vielleicht noch sechs Monate Frist, die sie online bleiben könnte, und sie haben jetzt eine ganze Menge Personen angestellt, die die sich nur darum kümmern, weil sie eben dann auch noch zu allem Überfluss diese unterschiedlichen Fristen haben für verschiedene. Ähm für verschiedene Sendungen. Es war damals so ähm dass, auf magische Weise ein komplettes Sendungsarchiv der Tagesschau und so auf äh The Pirate Bay auftauchte. Ähm es tauchte dann die Webseite, Punkt org glaube ich auf äh bei der äh Terabyte Weise ARD-Material äh zu finden war, was äh so die Legende vor der Republikation von einem äh findigen Downloader alles von der ARD-Seite geholt wurde, geholt worden war. Ähm. Das Problem und da kommen wir ja jetzt zu, ist der der Grund, warum sie es herausnehmen müssen, ist, weil sie öffentlich finanziert sind durch eine Zwangsabgabe, die auf Mensch, die den Menschen aufgebürdet wird, nämlich die GEZ, GEZ-Gebühr die Gebühren, Einzugszentrale Gebühr, die äh wir alle entrichten müssen. Ähm da gab's quasi der Grund, dass sie zwangsfinanziert sind, ist oder äh dass sie depublizieren müssen. Der Grund dafür ist, dass sie zwangsfinanziert sind. Und gleichzeitig würde man ja sagen, wenn sie schon öffentlich zwangsfinanziert sind, dann soll doch wenigstens auch der Kram da bleiben. Er wurde ja schließlich bezahlt. Er ist ja vergold, Ja, das also, das ist eigentlich das das Dramatische an dieser Geschichte, ja, dass du dass dass uns quasi Geld abgenommen wird als Bürger, um uns einen einen öffentlich rechtlichen Rundfunk zu gönnen. Das ist eine ganz tolle Sache. Ich meine, man kann auch, ich verstehe auch nicht wie privat, Fernsehen ernsthaft behaupten kann, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk für sie eine Konkurrenz darstellt. Die beackern doch ein komplett anderes Feld einzige, der einzige Punkt, wo ich sehe, dass die konkurrieren, ist, wenn's um Fußball geht. Das wollen die die Rechte wollen die immer beide haben, und ärgern sich, wenn der, wenn wenn der andere sie hat, ja? Aber ähm.
Tim Pritlove
Es geht auch um Einnahmen, ja, weil äh letztlich äh sind die Öffentlichen halt auch in im Werbung und Sponsorengeschäft unterwegs, was ich auch äh. Na ja, zumindest für fragwürdig äh halte. Kann man auch so oder so sehen.
Linus Neumann
Genau, der deswegen gibt's ja auch, also da gibt's ja sicherlich auch alle möglichen Klange, beziehungsweise die habe ich den Eindruck, sind schon gefühlte Jahrzehnte her. Das zum Beispiel im öffentlich-rechtlichen nach äh zwanzig Uhr, glaube ich, keine Währung mehr laufen darf oder läuft.
Tim Pritlove
Nee, das regelt ein Bundesgesetz, also ich meine bei Fußballweltmeisterschaft et cetera, da hast du dann auch immer gleich dein Bierchen direkt äh in der Halbzeitspause noch aufm Schirm.
Linus Neumann
Ach stimmt ja, da haben sie auch nach dem Tatort kommt auch nochmal kurz Krombacher oder sowas, ne? Ja.
Tim Pritlove
Das weiß ich nicht, aber das ist äh mindestens aufgeweicht, aber ist natürlich eine grundsätzliche Frage. Wenn wir jetzt sagen, wir wollen einen unabhängigen Journalismus haben, dann möchte man natürlich eigentlich auch äh diesen Journalismus von solchen Werbezwängen, so ein Drittmittel generierendes Element, würde man ja eigentlich gerne rausnehmen. Das würde dann beim Fußball zwangsläufig dazu führen, dass die äh Lizenzkosten, um sowas nur noch von privaten getragen werden könnte. So, wo ich auch sagen muss. Ja, okay, ja. Andererseits müsste die Rechtslage auch sagen, Dinge, die eben von einem großen öffentlichen Interesse sind, Da muss auch drüber berichtet werden können, ja. Gut, dann ist es halt so mit den Recht auf Bild und wer dacht, da filmen und so weiter, das ist halt einfach auch generell ein ein Minenfeld, Und von daher ist die ganze Diskussion äh nicht einfach, aber es würde langfristig schon dazu führen, dass äh das öffentlich-rechtliche Programm, bestimmten Bereichen eben so nicht mithalten könnte mit den privaten Angeboten. Aber man muss auch die Frage stellen, Müssen sie das unbedingt, ja? Ist es wirklich erforderlich.
Linus Neumann
Im Moment ist, also ich weiß, was du was du gerade sagst, aber im Moment sieht die Lage echt anders aus, also was was vor Gericht argumentiert wird, sagen die Privaten, sie könnten nicht mit den, mit dem Öffentlich-Rechtlichen mithalten.
Tim Pritlove
Ja, in welchem Bereich.
Linus Neumann
Na ja, in in in dem Bereich, wo sie überall gegen die klagen, ja, also wo sie, wo sie dann sagen, macht, macht eure Apps aus, äh.
Tim Pritlove
Ja, ist ja nicht so, dass jetzt irgendwie von den Privaten besonders viel Artikel im äh äh Netz erscheinen würden, so. Also genau das, was.
Linus Neumann
Da war's ja, da waren's ja die Zeitungsverlage. Also es gibt Zeitungsverlage und privat.
Tim Pritlove
Das habe ich jetzt durcheinander gebracht. Da hast du natürlich recht. Ja gut.
Linus Neumann
Aber vielleicht nochmal nochmal zurück zur oder nochmal jetzt zur GEZ-Gebühr, ja? Also es wird also zwangserhoben die GEZ-Gebühren. Da gab's auch jetzt ein sehr schönes, sehr schönes Urteil in der letzten Woche. Und zwar ist ja seit einiger Zeit so, dass die GEZ-Gebühr auf Computer ausgeweitet wurde. Und man momentan äh meine ich, äh fünf Euro noch was, GEZ-Gebühr für einen Computer zahlt im Monat. Ähm sofern er internetfähig ist, ähm muss man muss man diese diese Gebühr entrichten. Ich kenne mich da zugegebenermaßen im Detail nicht so genau aus. Auf jeden Fall, hat jemand dagegen geklagt? Und vor allem hat er klagt er deswegen, weil auch in Büros, wenn du dort Rechner stehen hast, äh fällt dafür eine GEZ-Gebühr an. Und dagegen hat sich ein Rechtsanwalt zur Wehr gesetzt, der sagte, ich habe hier Internet, Ich habe hier Computer, sind multifunktionale Geräte, die hier in einem Büroalltag zum Einsatz kommen und die dienen nicht vordergründig dem Rundfunkempfang, sondern werden beruflich äh überhaupt nicht genutzt zum Rundfunk Sendung Empfang, sondern um damit zu arbeiten. Und ähm da hatte diese Klage hat er bis zum Bundesverfassungsgericht hochgetragen und das Bundesverfassungsgericht sagte, naja, so kannst du leider nicht argumentieren, weil wenn wir dir diese Argumentation zulassen, dann schaffen wir ein äh Schlupfloch, zum Entkommen aus der äh Rundfunkgebühr, Und äh deswegen darfst du so nicht argumentieren und deswegen ist es völlig ist es eine funktionsadäquate Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Wenn wir für jeden internetfähigen Computer diese Gebühr erheben. Und interessant ab zweitausenddreizehn, ändert sich die Gebühr ohnehin in einer Haushaltsabgabe. Im Moment ist die Gebühr ja noch daran gebunden, dass sich im Besitz eines Empfangsgerätes bin, also es gibt ähm Radio oder neuartige Empfangsgeräte? Neuartiges Empfangsgerät ist ein Computer mit Internetanschluss. Äh es gibt TV, Dann gibt's noch irgendwie Autoradio und so weiter und je nachdem, was du hast, musst du dann unterschiedliche Gebühren zahlen. Vollgebühr ist irgendwas siebzehn Euro, noch was für diejenigen, die noch irgendwie einen Fernseher in der Wohnung stehen haben. Und jetzt gibt's ja diesen schönen, gibt's ja diese diese ähm, Diese Jungs von der GEZ, die irgendwie dann anklingeln und irgendwie so äh Leute irgendwie verdonnern und Nachzahlung, die schwarz sehen, die die nicht die GEZ-Gebühr zahlen, ja, ist ja lange Jahren gibt's ja diese Kampagnen dann schon GEZ gezahlt und und pipapo und immer mal wieder äh hörst du einen, der erwischt wird äh von der GEZ und dann ein paar hundert Euro nachzahlen muss, weil er irgendwie zehn Jahre alten Fernseher hat und, sagen dann, okay, jetzt musst du für die ganze Zeit nachzahlen. So und ab zweitausenddreizehn soll das alles ein Ende haben, So die positive äh äh Geschichteschreibung von Seiten der GEZ, denn dann gibt's eine Haushaltsabgabe und zwar pro Wohnstätte, egal was drin ist. Also egal, ob da ein Computer drin steht oder nicht, jeder Haushalt zahlt eine Zwangsabgabe für äh den öffentlich rechtlichen Rundfunk, Gleichzeitig sehen wir uns einer äh Situation gegenüber, wo dieser Zwangsfinanzierte notwendige öffentliche Rundfunk, der das einzige ist, was noch irgendwie ein halbwegs, annehmbares äh Rundfunkprogramm äh in diesem Lande produziert. Gezwungen ist, Ähm Inhalte herauszunehmen, seine Apps zu beschneiden, ähm und das aus dem Grunde, weil er öffentlich finanziert ist, ne, ist schon relativ paradoxe Situation, wenn ich das mal so sagen darf.
Tim Pritlove
Ja. Äh so oder so, es ändert sich halt jetzt zwanzig, dreizehn dann doch äh grundsätzlich, ich muss sagen, dass ich den, generell, also viele weinen natürlich jetzt, weil sie keinen Fernseher haben und irgendwie an diesem ganzen Spaß Spaß nicht äh äh teilhaben, ohnehin schon nicht, ne? Ich weiß nicht, es gibt da noch keinen Unterschied mehr zwischen Radio und Fernsehempfang et cetera, ne, sozusagen so jeder hat seinen Beitrag zu entrichten womit das Ganze ja eben so ein bisschen mehr wie so eine Steuer ist, wenn eben auch auf Haushaltsebene und nicht auf Personenebene.
Linus Neumann
Ja, es ist, es ist wie eine Steuer, aber es äh rechtlich gesehen ist es äh etwas ganz anderes. Das wird irgendwie immer betont. Ich habe.
Tim Pritlove
Na klar, weil es halt keine Steuer ist, so, das ist halt, das heißt halt anders. Das ist halt ein Rundfunkbeitrag und ähm ich muss sagen, persönlich finde ich das ja an sich gut, ja. Ich finde bloß eben, wie du auch, Die Rahmendaten und die Rahmenbedingungen, unter denen eben die öffentlichen dann mit ihren Inhalten umgehen, unangemessen und ich denke, diese Diskussion wird auch noch weitergehen.
Linus Neumann
Ja, also ich bin mir relativ sicher, dass die ARD sich zumindest gegen dieses App-Urteil da jetzt äh zur Wehr setzen wird. Ähm aber äh wenn wir uns den den Text des äh Rundfunkänderungsstaatsvertrages, was die Definition, von Rundfunk angeht, ähm durchlesen, dann sieht es erstmal so aus, als wäre die aktuelle Gesetzeslage da, tatsächlich zum Nachteil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Tim Pritlove
Ja, da muss halt dieser äh Rest, wie heißt der? Rest Rundfunkänderung, Staatsvertrag, dann muss.
Linus Neumann
Geändert werden, brauchen wir einen neuen, ja?
Tim Pritlove
Genau, muss das ein äh Rundfunkänderung, Staatsvertragsänderungsgesetz geben. Mhm. Was das halt äh Realitätsanpassungsgesetz.
Linus Neumann
Ist ein riesen ist ein riesen äh riesen Act, ne, weil den der muss auf das ist ein, also Staatsvertrag, weil es ein Vertrag der Bundesländer ist, ist genau wie der Jugendmedienschutzstaatsvertrag, der dann von jedem einzelnen Bundesland ratifiziert werden muss. Das heißt, da kann nicht irgendwie mal einer hingehen, der äh eine Minute nachgedacht hat und sagen, so, jetzt machen wir mal ordentlich hier sondern die müssen die Länder dann da untereinander aushandeln, ne? Wir haben Ewigkeiten dauern.
Tim Pritlove
Ciao. Dann warten wir mal, bis das Realitätsanpassungsgesetz äh durch ist, Bundestag. Bis dahin können wir uns ja noch mit weiteren äh Themen beschäftigen. Unser Gast von vor zwei äh Sendungen, dem Michael Krey.
Linus Neumann
Hat Post bekommen.
Tim Pritlove
Post bekommen. Sie haben Post.
Linus Neumann
Wir haben, wir haben einen offenen Brief.
Tim Pritlove
Sie haben einen offenen Brief bekommen. Genau.
Linus Neumann
Schöner, offener Brief kann ich jedem nur zu zu lesen nahelegen ein offener Brief der deutschen Bahn an das Projekt Open Plan B, ähm und haben sie dann. Die Deutsche Bahn ähm schreibt also äh an an Michael Krey ähm dass sie im Wiederholungsfall ihn ähm wieder zivil und strafrechtlich zur Verantwortung ziehen wird.
Tim Pritlove
Also, erstmal muss man sagen, sie wenden sich, also sie fassen erstmal zusammen, was eben passiert ist. Äh Lokbuchnetzpolitik berichtete. Ja, also diese Veröffentlichung der Fahrplandaten aus dieser CD-Rom Das äh finden sie alles total äh doof und prangern das an und wie denn das überhaupt äh ginge und so geht's ja nun äh äh nicht. Und überhaupt äh äh der Herr der riecht der stinkt und riecht nach Lulu und äh mit dem wollen wir jetzt auch gar nichts mehr zu tun haben, weil der ist ja böse obwohl wir irgendwie mit ihm gesprochen haben, hat er seine Drohung wahr gemacht und das irgendwie veröffentlicht und das ginge ja nicht, weil das ja Urheberrechtlich davon schreiben sie doch oder?
Linus Neumann
Ja, sie haben.
Tim Pritlove
Von der Lizenz.
Linus Neumann
Sie machen es, sie machen's noch ein bisschen geschickter, also sie sagen natürlich, dass er das, dass er ähm und das war ja auch klar, das hat Michael ja selber gesagt, dass er diese Lizenz, die er da er kann ja nicht Daten einfach nehmen und die unter eine andere Lizenz hauen, aber ähm. Was sie ihm eigentlich ankreiden und das finde ich ähm sehr schön ist, da sagen sie, ihre Aktion ist geeignet, open Data Initiativen generell in ein negatives Licht zu rücken. Denn diese fußen auf der Garantie, dass derjenige, der eine Datenbank unter eine offene Lizenz stellt, auch berechtigt ist dies zu tun. Mit ihrer öffentlichen Aktion stellen sie eindrucksvoll das Gegenteil unter Beweis, sie leisten der Skepsis gegenüber offenen Daten, jedwede Art Vorschub. Hinzu kommt, Daten verändern sich spätestens mit jedem Fahrplanwechsel und deswegen äh werden sie äh die Erwartung der Menschen, die ihren Alltag diese Fahrplandaten ausrichten müssen, früher oder später enttäuschen. Also Michael Kreil ähm hat, nicht die Deutsche Bahn, nein, Michael Kreil hat einer der größten oder aktivsten deutschen Open Detaktivisten jetzt quasi Open Data den Dolchstoß gegeben, in dem er rechtsunsicherheit und, fehlerhafte Daten in ähm unsere Welt äh geschoben hat und äh dafür rückt ihn die Deutsche Bahn.
Tim Pritlove
Na sie sagen nicht, dass es fehlerhafte Daten sind.
Linus Neumann
Sie werden früher oder später fehlerhaft sein, ja? Sie sagen Daten verändern sich spätestens mit jedem Fahrplanwechsel, dritte Applikationen, die mit Hilfe der von Ihnen rechtswidrig verbreiteten Daten entwickelt werden, veralten schnell und werden daher auch zum Ärger der Entwicklung, jede Erwartung der Menschen, die Ihren Alltag ans Fahrplandaten ausrichten müssen. Früher oder später enttäuschen. Ja.
Tim Pritlove
Ja natürlich, deswegen aktualisiert man sie ja dann auch.
Linus Neumann
Sieht man sie, ja.
Tim Pritlove
Also es ist.
Linus Neumann
Und als als letzter Satz äh sie werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass die Deutsche Bahn nach ihrer illegalen Aktion im Rahmen von möglichen Open Data Initiativen auf ihre Mitarbeit verzichten wird. Wir werden das Gespräch mit anderen Open Data Förderern suchen. Das ist der Dank die die Deutsche Bahn hier beim ausspricht, der äh ihr den den Stoß in das kalte Wasser gibt, was äh mit dem sie sich irgendwo mal ein bisschen hätte.
Tim Pritlove
Na, sie sind einfach beleidigt, weil sie jetzt irgendwie blamiert wurden in gewisser Hinsicht. Wenn man das mal rausnimmt die Frage die ich mir jetzt natürlich gestellt habe wie immer ist sozusagen nach der rechtlichen Basi dieser Aussagen denn sie sagen ja, Das sei illegal. Ja? Das ist ja nun zunächst einmal eine Behauptung und ich frage mich halt gegen welches Gesetz hier eigentlich äh, verstoßen wurde und inwiefern ein Eigentum an diesen öffentlichen, potentiell öffentlichen Informationen, Ähm überhaupt vorliegt.
Linus Neumann
Ja, also das, Liegt ja daran, dass die Deutsche Bahn hat auf jeden Fall erstmal diese Daten und lizensiert die und die hat die eben diesen Hafersleuten ihr Haarkonsytem lizensiert und sie hat sie an Google Maps lizensiert. Punkt.
Tim Pritlove
Ja, aber da fließt doch das Geld eher von der Bahn zur als irgendwie universelle Dienstleister et cetera. Ist ja nicht so, dass äh die Bahn jetzt äh sozusagen dieses Unternehmen für sie profizenter ist, sondern dass äh das kostet sie Geld, Also diese Lizensierung ist ja sozusagen eher.
Linus Neumann
Kostet, kostet sie Geld und und wahrscheinlich eine Menge an Einschränkungen, äh wem sie die ganzen Daten nicht geben dürfen.
Tim Pritlove
Nein, die eigentliche Frage ist ja, äh wenn diese Information als solche äh äh Vorliegen, sind sie überhaupt als solche schützbar? Also ist, ich meine, welches welches Gesetz welches Recht ist hier gemeint? Wir hier vom Urheberrecht ist das eine hat irgendwie ein Fahrplan, eine eine Schöpfungshöhe und gilt da irgendwie als Werk, dass er eben vom Urheberrecht gedeckt ist. Wenn nein, was dann? Also was ist die rechtliche Grundlage hier, mit der Sie sagen, das sei jetzt illegal gewesen? Berufen Sie sich da drauf, dass diese CD Romm irgendwie ihr Software Copyright die Daten quasi ein Teil des Software Copy Reiz sind, Ist es das, was sie meinen? Also, das fehlt mir so in dieser Debatte äh noch, weil man ja auch genauso argumentieren können, ja, wieso? Fahrplandaten sind irgendwie öffentlich, ihr gehört dem Staat.
Linus Neumann
Also wenn wenn ich das im im Gespräch mit Michael richtig.
Tim Pritlove
Ja und ihr gibt das ja auch anderen Unternehmen.
Linus Neumann
Im Gespräch mit Michael richtig äh verstanden habe, ist äh tatsächlich nicht hundertprozentig klar, ähm, wie man ähm, wie das jetzt, wie die rechtliche Situation um diese Daten ist, aber es ist ja eher so, dass wenn du egal welche Daten du hast, dass die eher erstmal deinem deinem deinem Recht und deinem deiner Verfügungshoheit unterliegen als nicht, Ja, also ich ich gehe schon einfach davon aus, dass ein irgendein Paragraphen gibt, der es der Deutschen Bahn äh erstmal nicht vorschreibt, dass diese Daten tatsächlich nicht ihr gehörten. Und deswegen macht sie natürlich irgendwie da.
Tim Pritlove
Ich sage auch nicht, dass es das nicht gibt. Ich sage nur, sie benennen das nicht. Sie sprechen von Rechtsverletzungen in dem erheblichen Ausmaß, äh aber, benennen nicht dieses Recht, was da verletzt wurde, ja? Und das das finde ich dann doch schon etwas äh skurril, dass sie sich da so weit äh aus dem Fenster lehnen mit so einem offenen Brief und der ja auch, ich meine, allein diese Form ist ja auch äh schon interessant, ne. Also was was versuchen sie damit zu erreichen, ja? Also, Sie jetzt hier irgendwie abschreckend wirken oder wollen sie äh da den Michael jetzt diskreditieren oder.
Linus Neumann
Sie wollen, natürlich wollen sie ihn diskreditieren. Es ist, also es ist so, scroll mal runter wert, wer hat diesen Brief da geschrieben? Ja genau, wer hat den Brief da geschrieben? Geh mal runter Birgit. Birgit, Bowle, so wird nächstes Jahr.
Tim Pritlove
Na ja, sie schaffen ja zunächst einmal eine unglaubliche Öffentlichkeit dafür, ne, dass naja, das ist hier die äh Birgit Birgit Bowler, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH.
Linus Neumann
Okay, wenn sie Vorsitzender Geschäftsführerin ist, wird sie vielleicht nicht nächstes Jahr Bewerbungen schreiben. Aber jemand, der ähm, also wer auch immer sie ihr zu diesem Brief geraten hat, wird nächstes Jahr Bewerbungen schreiben. Weil ähm also wie wie die Deutsche Bahn sich irgendwie die Blöße geben kann so einen beknackten Brief an so eine Nischengrüppchen dazu schreiben, ähm ist mir völlig, völlig zweifelhaft, ja.
Tim Pritlove
Ja, mir ist auch nicht klar, was was da so die Stoßrichtung äh ist. Und das ist, ich meine, ich finde es einfach generell, äh schade. Ich weiß jetzt nicht genau, Was ihre Bedenken wirklich sind, ne? Ich meine, da sind wir auch als wir das hier besprochen haben, nicht wirklich schlau draus geworden. Aber. Wenn die Daten richtig sind, davon ist ja davon auszugehen, dann kann man zumindest nicht damit argumentieren, dass da irgendwie ein Schaden von ausgeht. Und wenn die Daten alt sind, dann weiß man das auch. Ich meine, das ist ja klar, dass die alt sind.
Linus Neumann
Die Deutsche Bahn hat zunächst einmal selber relativ offensichtlich überhaupt nicht die Kompetenz oder die Ressourcen mit diesen Daten vernünftig umzugehen Das ist ihr äh das ist schon mal ihr Hauptproblem, sonst hätten sie ja nicht auf einen externen Dienstleister zugreifen und dem irgendwie dieses ganze Geld da geben und sich noch irgendwie rechtlich von dem einzwängen lassen diese diese Fahrkartenplattform dazu unterhalten Sie haben offensichtlich die die Ressourcen und die Kompetenzen nicht im eigenen Hause ihre Fahrplandaten vernünftig aufzubereiten.
Tim Pritlove
Zu veröffentlichen. Darum geht's.
Linus Neumann
Veröffentlichen. Also intern werden sie auf.
Tim Pritlove
Zu erstellen tun sie die ja nun selber. Ich meine das äh ist wirklich ihre Kernkompetenz, die möchte ich ihnen gar nicht absprechen.
Linus Neumann
Nee, sie haben die, aber sie können sie offensichtlich nicht, äh, so was wie eine Buchungsplattform oder eine äh äh Rauting-Plattform für solche Dinge selber machen. Und haben, Mit hoher Sicherheit einfach ähm mit diesem Hafersystem oder Haarkornsystem äh bestimmte Verträge, die natürlich, Wenn ich für die Deutsche Bahn äh den Auftrag bekomme, deren Fahrkarten-App zu machen, Web äh Applikationen, dann mache ich selbstverständlich, steht in dem Vertrag drin, dass ich da bestimmte Exklusivrechte dran habe, sonst schmeiße ich doch nicht weiß ich nicht wie viel hunderttausend Mannstunden da drauf eine Onlinebuchungsplattform zu machen, auf einmal die Gefahr sehen muss, dass ähm dass das jeder andere auch machen kann und die Gefahr ist, dass er es besser kann. Also habe ich äh irgendwelche äh Exklusivrechte vertraglich ausgehandelt und diese Exklusivrechte fußen letztendlich wieder darauf, dass die Bahn erstmal die äh der Inhaber dieser Daten ist und die erstmal per se nicht offen sind. Also.
Tim Pritlove
Naja, auf jeden Fall, ich würde mir, ich würde mir wünschen, ähm dass da einfach, Offener diskutiert werden würde und nicht unbedingt in Form von offenen Briefen, sondern dass wir mal äh ihre Bedenken, die sie da äh offensichtlicher Michael auch entgegengebracht haben, auch mal öffentlich diskutieren und das mal ganz ergebnisoffen auch äh in Raum stellen. Würde ich mir wünschen.
Linus Neumann
Ja, würde ich mir auch wünschen, aber das Perfide an diesem Brief ist ja, dass sie alle Bedenken, die Michael Ursprünge, die sie Michael gegenüber ursprünglich geäußert haben, jetzt nicht mehr in diesem Brief sind. Michael hatte ja bei uns in der Sendung auch einige Sachen zitiert, dass sie sagt, ja, wir haben Angst, dass jemand da eine schlechte App macht oder ein Pipapo. So und äh, Hat dann auch hier in der Sendung gesagt, ja, all diese Einwände sind jetzt invalide, weil die Daten draußen sind. Und sie kommen jetzt nämlich über die hintenrum Nummer und sagen, ja, aber du hast ja der, du, da, dass der Community einen Bärendienst erwiesen. Und äh wir verzichten auf auf ihre Mitarbeiter. So ein Quatsch, ja. Ich meine, der hat monatelang Arbeit investiert um diese Daten daraus zu pulen, aufzubereiten und so weiter, der ist auf seine Kosten zu denen gefahren und hat sich mit denen unterhalten, hat um um als Open Data Evangelist ist er dort hingegangen, ohne irgendwelche Interessen, ja. Äh also ohne irgendwelche eigenen finanziellen Interessen, Und äh jetzt kriegt er so einen Brief, also ist einfach eine Frechheit. Kündige deine Bahn Cut Tim, ich kündige auch meine Bartcard Frechheit. Wir laufen ab jetzt. Wir fahren mit einem Mercedes, mehr ist dazu glaube ich nicht zu sagen.
Tim Pritlove
Ja, nee, ich behalte meine Bank.
Linus Neumann
Ähm.
Tim Pritlove
Was haben wir denn noch auf der Liste?
Linus Neumann
Es ist äh es müssen jetzt alle ihre Meinung zur Leistungsschutzrechtspetition sagen. Und zwar ähm.
Tim Pritlove
Müsste man sie ja gelesen haben.
Linus Neumann
Der der Aktionstag zum Leistungsschutzrecht am zwölften Oktober, den Google ja geplant hatte, der fällt also glaube ich aus wegen ist nicht, wir hatten ja darüber berichtet, dass Google schon im Ausland Aktivistengruppen darüber informiert hat am zwölften Oktober in Deutschland ein Aktionstag gegen das Leistungsschutzrecht stattfindet, bevor die Größe, die Größe Zahl der Aktivistengruppen in Deutschland selber davon wusste, woraufhin die größere Anzahl der deutschen Aktivistengruppen gesagt hat haktet und jetzt trotzdem aber, von einigen wichtigen Gruppen und einigen äh lauten Personen dann gesagt wurde, man muss, man solle bitte diese äh Petition gegen das Leistungsschutzrecht mitzeichnen, die vor einiger Zeit von dem äh, Bruno Kram, dem dem Piraten äh Urheberrechts ähm Typ, das ist der mit dem Cowboyhut und dem interessanten Bad. Ähm, ins Leben gerufen wurde und äh obwohl sie einen sehr komischen, Text hat und Bologramm auch irgendwie ein, ein Video veröffentlicht hat, in dem also das Leistungsschutzrecht, Der Untergang des des Internets ist, mal wieder, zu dem Markus kommentierte dass es vermutlich noch größere größere Probleme gibt die das Internet momentan bedrohen. Diese Einschätzung teile ich. Nichtsdestotrotz ist das Lifestervice dieses dieser Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht ein besonders dämliches Gesetz und es sollte auf jeden Fall verhindert werden. Ohne dass man jetzt, sage ich mal, äh sagt, wir sind auf der Seite von Google oder wir sind auf der Seite von Axel Springer. Wir sind eigentlich, man kann quasi einfach auf der Seite sein, dass man für sein Land und sein sein Leben ein ein beknacktes Gesetz bitte nicht haben möchte. Und dieser dieser Positionen haben also viele äh viele Leute Ausdruck verliehen. Unter anderem der Chaos-Computer-Club, der Verein digitale Gesellschaft, äh Sascha Lovo hat irgendwas geschrieben. Und alle riefen dazu auf, ähm diese, diese Petition, obwohl sie äh schlecht formuliert ist und ein bisschen komisch äh bitte zu unterstützen. Und jetzt sagte dann aber der ähm Thomas Stadler äh, argumentierte deiner Gegend, dann kam die Welle der ja derjenigen, die dagegen sind sagen, ja, müssen wir jetzt eigentlich zu jedem Scheiß andauernd eine Petition machen? Können wir nicht diese einmalige Petition gegen netzsperren, die in Deutschland irgendwie hundertvierunddreißigtausend Zeichner erreicht und eine große Symbolkraft hat, Können wir uns nicht endlich mal ähm können wir nicht endlich mal aufhören jetzt andauernd diesen dieser Symboltracht weiter hinterher zu eifern, und ähm deswegen äh sagte er, ich ich zeichne die nicht. Das heißt, es gibt so eine kleine äh Debatte äh darüber, ob man die jetzt zeichnen soll oder nicht. Momentan steht die Petition ähm immer noch bei, nicht annähernd ausreichend äh vielen Zeichnern. Und ähm, Wollte eigentlich nur nochmal darauf hinweisen, dass das dies der Fall ist.
Tim Pritlove
Aber du möchtest nicht drauf verlinken.
Linus Neumann
Ich hab's vergessen darauf zu verlinken. Den Link reiche ich nach, ja. Also ähm ich habe ich habe sie auf jeden Fall mal gezeichnet. Das kostet ja nichts. Ähm gleichzeitig aber insbesondere interessant hat dann der, Der Bundesrat, die Ausschüsse des federführenden Rechtsausschuss, also der der federführende Rechtsausschuss, der Ausschuss für Kulturfragen und der Wirtschaftsausschuss, ähm, Diese Ausschüsse des Bundesrates haben eine Empfehlung an den Bundesrat gegeben, wie er zu dem Gesetzesentwurf des Leistungsschutzrechtes Stellung zu nehmen, habe. Und also das ist quasi die Meinung dieser drei Ausschüsse, die Teil des Bundesrates sind. Und sie sagen ähm. Grob, dass der dass dieser von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzesentwurf nichts sorgfältig zwischen den Interessen der Presseverleger und Journalisten ähm, Und den Internetplattformen und Suchmaschinenanbietern auf der anderen Seite abwägt. Ähm. Sie erkennen aber allgemein an, dass es da irgendwie ein ein Handlungsbedarf gibt, aber diesen ähm, Diesen Vorsatz, der diesen Vorschlag findet sie jetzt irgendwie nicht in Ordnung und regen daher an, das zu prüfen, sei in wie weit die Anerkennung der verlegerischen Leistung besser in die geltende Systematik des Rechtsgesetzes eingefügt werden kann, als sich das im Gesetzentwurf vorgeschriebene Leistungsschutzrecht. Ähm und zwar möchten sie das äh Suchmaschinen nicht von vorneherein diskreditiert werden, sondern im Einzelfall eine kritische Würdigung ihrer urheberrechtlichen Relevanz ermöglicht wird. Dass wir also mit diesem Leistungsschutzrichter ja so eine Keule, gibt's einen Satz und dass wir da also nicht der der Fall. Ähm, Gleichzeitig sehen sie natürlich auch das Problem, dass so so irgendwelche Aggregatoren, die sie hier Harvester nennen, sind nicht nur äh. Da sind Dinge so sowas wie Depub dot org, die einfach alles runterladen und und das archivieren äh und Aggregatoren, die es irgendwie aus mehreren Quellen zusammensuchen, dass dagegen irgendwie die Presseverleger auch geschützt werden müssen. Also sie erkennen da insgesamt ein Problem an. Als Zweites sagen sie, sie würden ganz gerne, dass äh würden ganz gerne da dadrin berücksichtigt wissen, das ist auch ganz äh ganz interessant, dass ähm, An an wissenschaftlichen Beiträgen, wie im Rahmen einer überwiegend mit öffentlichen Mitteln finanzierten Lehr- und Forschungstätigkeit entstanden und in sind und in Sammlungen erscheinen, hat der Urheber auch bei Einräumung eines ausschließlichen Nutzungs rechts das Recht, sein Werk längstens nach Ablauf von sechs Monaten seit Erstverlüffung Veröffentlichung anderweitig zugänglich zu machen. Das wollen sie irgendwie noch mit dadrin haben, Ähm und dieses Recht soll quasi so formuliert sein, dass es äh wie nennt man das, nicht abgerungen werden kann. Also unveräußerliches Recht. Ähm. Und das war etwas, wo ich noch gar nicht so dran gedacht habe. Der ähm sie möchten ganz gerne, dass die, Im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens geprüft wird, ob, diese neu geschaffene Lizenz, dieses neu geschaffene Lizensierungsrecht der Presseverlage irgendwie die Einräumung ähm eine, also die Errichtung einer Verwertungsgesellschaft, nach sich ziehen wird. Das es heißt quasi, dass das so eine äh ZVEMA. Zeitungsfall oder ZVEZ, Zeitungsverlags, Einzugszentrale oder sowas gibt, äh die dann irgendwie gesammelt wieder diese Rechte der Zeitungsverlage geltend macht.
Tim Pritlove
Das würden sie gerne wissen, ob sowas geplant sei oder ob das äh rechtlich sein müsste oder sein dürfte oder.
Linus Neumann
Es könnte quasi ähm also es gibt momentan äh laut Gesetzesentwurf keine Verwertungsgesellschaft Pflichtigkeit. Und ähm, Wenn es eine Verwertungsgesellschaftpflichtigkeit gäbe, argumentiert der, die akumentieren die Ausschüsse, dann würde, würden die würden diese Regelungen sehr viel praktikabler werden. Ja, also dann hast du nicht mehr irgendwie ganz viele Einzelabsprachen, sondern es würden sich irgendwie alle Zeitungsverlage in eine Verwertungsgesellschaft zusammentun. Äh und dann hätten wir eine noch so eine GEMA die kümmert sich dann um was weiß ich Rahmenverträge mit den großen Anbietern und so weiter und so und setzt die Rechte durch.
Tim Pritlove
Es geht alles noch hin und her, aber es gibt auch politischen Widerstand zu dem aktuellen Entwurf.
Linus Neumann
Ja, das genau, also zu dem aktuellen Entwurf, ja, Sie erkennen aber trotzdem irgendwie die Sie sagen schon, dass Sie die Schwierigkeit anerkennen und äh nur diese die aktuelle Formulierung nicht so in in Ordnung finden. Ja? Interessant. Und dann haben sie noch so einen kleinen irgendwie einen Satz äh sollte ein, zwei Sätze sollten noch geändert werden. Aber Bundesrat also findet den den aktuellen Text beknackt, aber sieht die allgemeine Notwendigkeit äh offensichtlich trotzdem äh gegeben, Das Presseverlagen irgendwie Schutz gegen.
Tim Pritlove
Das schließt sozusagen dann die SPD auch mit ein.
Linus Neumann
Ich weiß leider nicht, wer jeweils der Vorsitzende dieser äh dieser Ausschüsse ist. Da muss ich jetzt mal ganz kurz schauen.
Tim Pritlove
Das ist ja sozusagen auch eine Frage wie die SPD eigentlich ich meine generell hat sie sich ja skeptisch geäußert, wenn ich das richtig äh in Erinnerung habe. Ich meine, auf so einer Art und Weise, wo man sich jetzt vielleicht auch nicht unbedingt so sicher sein kann, ob das.
Linus Neumann
Also Rechtsausschuss ist auf jeden Fall Jana Shidek. Äh von der SPD äh die Vorsitzende. Ähm, Das heißt, ja, aber ich meine das ja auch wirklich, dass er jetzt wieder irgendwie so einen Ausschuss, ne, das heißt, das ist jetzt wieder nur der, was die Ausschüsse dem Bundesrat nahelegen, was er denn bitte dem Bundestag, beziehungsweise der Bundesregierung, antworten möchte. Ja, es ist äh noch so wirklich eine eine sehr noch eine Vorstufe. Gucken, wer die Ausschuss für Kulturfragen, wer da die Vorsitzenden sind.
Tim Pritlove
Also mit anderen Worten, auch das muss ja auch vom Bundesrat dann auch erstmal abgesegnet werden und da kommt es dann einfach nochmal.
Linus Neumann
Könnte spannend werden, ja.
Tim Pritlove
Drauf an, wie da die Länder äh koalieren.
Linus Neumann
Also Ausschuss für Kulturfragen ist auch der SPD-Vorsitz und äh Wirtschaftsausschuss. Ist äh Martin Zeil von der FDP äh der Vorsitzende. So, die haben also jetzt äh dieses dieses äh also man man kann da quasi so ein bisschen das lässt ja vielleicht so ein bisschen darauf äh vorhören, wie also ein Bundesrat sich im Zweifelsfall zu diesem Text äh positioniert.
Tim Pritlove
Gut, ich glaube, damit haben wir es aber auch jetzt äh ausreichend beleuchtet.
Linus Neumann
Genau, Link für die Petition ist online und äh sie ist, glaube ich, bald vorbei und weit davon entfernt fünfzigtausend Zeichner zu haben.
Tim Pritlove
Ja, ich glaube, das wird nix.
Linus Neumann
Ja, da gehört trotzdem noch mal. Also wer möchte, sollte dann sich jetzt beeilen.
Tim Pritlove
Wie auch immer äh außerhalb von Deutschland in äh anderen europäischen Ländern gibt es äh dann noch andere interessante Entwicklungen, insbesondere was das äh generelle Verhältnis zu Fallshering, Netzwerken betrifft, äh besonders hervor getan, hat sich hier ein Gericht in Portugal. Ähm einfach mal ähm, befunden hat, dass so das private Austausch ähm von Dateien über Netzwerken ja so generell eigentlich erst mal nicht so falsch, wäre und in konkreten Fall die äh beantragte Herausgabe von IP-Adressen dann.
Linus Neumann
Zweitausend Nutzer.
Tim Pritlove
Abgelehnt hat.
Linus Neumann
Dass er seine Antipiraterievereinigung, die wollte zweitausend Tauschbörsennutzer, gegen die Verfahren einleiten, weil sie sich an.
Tim Pritlove
Also was bei uns hier so gang und gäbe ist, wird dort äh in Aprede gestellt, zumindest durch dieses Gericht. Ähm man ruft sich da auch auf ähm ja, Informationsfreiheit und äh, Bildung und Kultur, die ja nicht eingeschränkt werden dürften und auch nicht würden, wenn äh mögliche Copyright äh Verstöße äh nicht gewerblichen Charakter haben. Und das ist natürlich interessant, weil das so ein bisschen so eigentlich die ursprüngliche Sicht unseres äh, Privatkopie äh ähm ich weiß nicht, inwieweit das durchs Gesetz abgedeckt war, aber, wovon die Politik ja an zunehmenden Maße abrückt und, Jetzt ist halt die Frage, äh welchen Einfluss könnte das haben? Ja, also es gibt zumindest in Portugal da einen Wandel, Niederlanden allerdings.
Linus Neumann
Warte, ich will noch, ich will noch ganz kurz klären, in Portugal muss man vielleicht nochmal kurz, weil wir ja immer technische Sachen auch nochmal erläutern sollen. Ähm. Ist deswegen in Anführungszeichen privat, weil es wirklich eine Tauschbörse ist, wo also die alle, die das runterladen, gleichzeitig miteinander Dateien teilen. Das heißt, während ich die Datei runterlade und auch darüber hinaus, stelle ich sie gleichzeitig auch anderen zur Verfügung. Lade selber die Datei aus einem Schwarm von sehr vielen Quellen herunter. Was deswegen auch meistens dazu führt, dass ich sie sehr schnell herunterladen kann und äh habe damit eigentlich eine sehr effiziente Nutzung des Netzwerkes, also eigentlich ein Protokoll, was äh was sehr sehr äh sehr positiv zu betrachten ist Gleichzeitig führt es aber dazu, dass jeder, der da selber mit herunterlädt, meine IP-Adresse bekommt und.
Tim Pritlove
Also nicht jeder, sondern eine Auswahl von, genau. Ja?
Linus Neumann
Aber meine IP-Adresse bekommen kann.
Tim Pritlove
Genauen bekommen könnte. Mhm.
Linus Neumann
Und ähm das ist also das wie Abmahnkanzleien dagegen vorgehen. Die schalten sich in diesen Toren mit ein beteiligen sich daran, laden selber mit herunter und macht dann eine Liste von IP-Adressen, die sich daran beteiligt haben, äh holen lassen sich von den äh jeweiligen Providern, die äh Daten geben und äh schreiben dann Briefe an diese Person. Ähm, Der Hintergrund dafür ist, dass man, dass man in Deutschland sagt, das ist zwar privates File-Sharing, das hat aber kommerzielles Ausmaß, weil es äh geschäftsschädigend für uns ist, mit ähnlichen Argumentationen geht man dann gegen die Seiten an, die quasi die Informationen bereitstellen, wie man sich in diesen Schwarm mit äh hineinklinken kann mit seiner Software, ähm zwei zweifellos ist es äh aber verboten äh, Wenn ich jetzt quasi auf meiner Internetseite einfach was anbiete. Dann wäre ich also, das wäre keine äh kein Tausch mehr, sondern das wäre eine eine öffentliche Zugänglichmachung mit wahrscheinlich dann kommerziellem Hintergrund. Ähm, und nur diese Tauschbörsen, also eigentlich das, was in Deutschland die einzige ernstzunehmende Gefahr ist für den ambitionierten Downloader. Wenn ihr irgendwie zu Rapid Share geht oder zu äh mega Upload, ach nee, also zu irgend so einem zu irgend so einem Anbieter ähm, und da etwas herunterlädt, dann ist die äh Gefahr, dabei erwischt zu werden, sehr gering und zweitens auch äh ist das rechtlich gar nicht so kritisch, weil der Anbieter, hier ist ein klare Definition, wer Anbieter und wer Konsument ist, und ähm darüber man die Leute platt macht, die sich an Torend äh beteiligen ist nicht, dass sie heruntergeladen haben, sondern.
Tim Pritlove
Dass sie dadurch auch automatisch angeboten.
Linus Neumann
Dass sie angeboten haben, Das ist ein interessanter äh das ist hier der der interessante Unterschied. Und in Portugal wird jetzt gesagt, genau dieses Anbieten, das ist völlig okay. Das das ist in Ordnung. Das könnt ihr, könnt ihr so machen, und ähm das ist auf jeden Fall eine interessante äh interessante Entwicklung. Gleichzeitig, Ähm und da kommen wir dann zu den Niederlanden. Die haben grade äh eine, die haben momentan eine Gesetzeslage, die quasi illegale Downloads für private Zwecke erlaubt, Also es ist ein ähnlicher Zustand wohl. Ähm, Wie in ähm wie in Portugal. Und der Grund dafür ist, dass Sie sagen, das Recht auf also Ihr Recht auf Privatkopie ist so formuliert, dass es nicht, sagt, es darf nur aus einer legalen Quelle kommen. Weil sie sagen, es gibt ein Recht auf Privatkopie. Und sie haben in dem Gesetz in diesem Recht äh auf Privatkopie äh vergessen, zu schreiben, es gibt ein Recht auf Privatkopie aus legaler Quelle. Wie auch immer man sich vorstellen sollte, wie sie wie dieser Satz dann tatsächlich formuliert werden sollte. Aber das äh die die Lage scheint also zu sein, dass jemand, der sich irgendwie in in einem bitteren Schwarm beteiligt, dann sagt, ja Privatkopie, Alles klar, so und ähm damit kommen sie im Moment offensichtlich in Niederlanden durch, Es gibt aber eine äh Copyright-Direktive ähm. Der europäischen Union, diese, die irgendwie sagt, okay, da die Quelle spielt sicherlich auch noch irgendwie eine Rolle und die Niederlande wollen jetzt prüfen lassen, ob ihre Regelung mit der europäischen Copyright-Detektive kompatibel ist. Und wenn mal wenn die Niederlande Pech haben, dann ähm würde es heißen, dass quasi Privatkopie nur für legale Quellen gilt. Und dann wäre die Frage, äh ist diese Direktive verbindlich für alle Mitgliedsstaaten oder nur für oder ist es quasi äh kann man sich, kann man da ein bisschen von abweichen von dieser Copyright-Direktive?
Tim Pritlove
Ja, ist sehr interessant, dass, Für dich auch ausgerechnet auf juristischer Ebene in unterschiedlichen Ländern auch so differenzierte Sichtweisen dazu Tage treten, die da auch so ein bisschen von dem äh Copyright Mainstream abweichen und versuchen da einen Punkt zu machen und versuchen auch. Das Phänomen des privaten Kopierens und Verteilens in irgendeiner Form zu fassen. Also Dinge sind in Bewegung.
Linus Neumann
Ja, also es ist glaube ich auch wirklich nur in Deutschland grade so, dass das Thema Urheberrecht so so völlig äh durchgeknallt, behandelt wird von allen, Es gab anscheinend nicht EU-weit wirklich so diese diese Historie, sind nur momentan nur in Deutschland, dass das das über dieses Thema nicht mehr ähm, Äh diskutiert werden kann.
Tim Pritlove
Gut, womit wir.
Linus Neumann
Jeden Fall wär's scharf und würde den portugiesischen VPN-Anbietern, ja? Also, die haben jetzt echt, die können jetzt wirklich mal ein äh paar Millionen Euro Lobby auf auf darauf werfen, dass dass das so äh dass das so Bestand behält, ja? Das wäre natürlich ein Traum, ja? Portugiesische VPNs sind auf jeden Fall jetzt äh in den nächsten Wochen ähm sage ich mal, das wo man äh Aktien kaufen möchte.
Tim Pritlove
Mhm. Interessanter Punkt, wenn ich noch gar nicht drüber nachgedacht.
Linus Neumann
Wir brauchen eigentlich nur ein Land, weißt du, der.
Tim Pritlove
Es reicht. Ja, Linus.
Linus Neumann
Du wolltest noch eine Veranstaltung erwähnen.
Tim Pritlove
Genau, es sind ähm. Es ist nächste Woche, das ist der dreizehnte und vierzehnte Oktober, ist äh wieder einmal Zeit für die Datenspuren, glaube ich auch schon mal erwähnt.
Linus Neumann
Wir hatten kurz erwähnt, dass es.
Tim Pritlove
Aber jetzt steht es sozusagen auch mit Programm. Äh im Netz. Ist ja eigentlich so ein Tradition, weil's jetzt Veranstaltung, dass man nicht so früh sagt, worum's eigentlich geht. Ähm trotz alledem gibt's jetzt das detaillierte Programm zum Nachschlagen und der Datenspuren, DE und wie der Name schon nahe liegt, äh geht's hier viel um Privacy et cetera. Ich habe die Datenspuren über die Jahre. Ich war, glaube ich, Bis auf eine war ich, glaube ich, immer da. Einfach weil ich äh ja ohnehin äh das ähm, wie soll ich sagen, wie man sich's wie wie alles sich in Dresden so gibt, immer ganz, ganz toll finde und äh das gerne als Anlass nehme, nach Dresden zu fahren, aber trotzdem ist auch die Veranstaltung dementsprechend entspannt und da kann man gut ins Gespräch kommen, sage ich mal. Ist nicht so eine maßlose überrannte Veranstaltung, so ein paar hundert Leute und äh das ist einfach ein guter Ort, um da äh, interessante Menschen kennenzulernen und diese ganzen Themen auch mal vor Ort in Ruhe zu, diskutieren letztes Mal und ich glaube auch diesmal wieder ist auch da so ein bisschen Hackereibeschäftigung. Ähm, Erdgeschoss möglich, da wird also auch viel äh gebastelt und getan und auch Kinder hatten da eine Menge Spaß. Also ist das vielleicht eine Empfehlung für einen Wochenendausflug? In Dresden. Wir finden das gut.
Linus Neumann
Ich werde den Ausflug auch machen, allerdings nur am Sonntag und dort einen äh kurzen Vortrag halten. Ähm muss den aber jetzt hinten noch vorbereiten. Im Penta Barf habe ich, glaube ich, einen Titel, ja. Ich hoffe, dass jetzt noch nicht ach so, scheiße, die haben das Programm jetzt veröffentlicht, ne? Ja, dann habe ich einen äh Titel, den muss ich noch mal ändern, der war scheiße. Ich habe nur so ein, so ein, so einen Platzhalter eigentlich da äh in das Penta Barf geworfen. Ähm.
Tim Pritlove
Also hier steht ein Netzneutralität, wer was, wieso?
Linus Neumann
Völlig bescheuert.
Tim Pritlove
Ja gut, aber auch bescheuerte Titel können mit Inhalt ausgefüllt werden.
Linus Neumann
Ja, müssen wir nochmal gucken, da müssen wir ein bisschen anderen Titel, also Titelvorschläge gerne äh Themen Thema können wir nicht mehr ändern.
Tim Pritlove
Also du wirst sie zuletzt Neutralität äußern und du hast sozusagen auch das letzte Wort am Sonntag?
Linus Neumann
Ja, das war Bedingung, wie im Bus, ne, die coolen Hinten.
Tim Pritlove
Ja, verstehe. Du bist sozusagen das Highlight.
Linus Neumann
Ja, ich will, ich komme dann, wenn die.
Tim Pritlove
Letzte auf Bäumen.
Linus Neumann
Echt die letzte, scheiße, ich habe meinen Zurück, mein Sofa fährt erst sehr spät abends. Nach Hause, dann bin ich da noch in Dres.
Tim Pritlove
Ach na ja, Andres.
Linus Neumann
Gegensatz zu dir, ich ich kenne ja Dresden immer nur von den Nazifrei-Demos und ich halte ja Dresden so für echte.
Tim Pritlove
Ja, dann kannst du dir mal das andere Bild dann mal äh vermitteln lassen. Das ist doch auch schön. Dann kannst du das schön ausklingen lassen. Nochmal ein paar Stündchen schön durch den Kiez.
Linus Neumann
Frauenkirche gucke ich mir dann an.
Tim Pritlove
Latschen, ne.
Linus Neumann
Ja, Dresden, ja ja wird sicherlich ganz äh.
Tim Pritlove
Ja, Dresden ist ist ein sehr äh sehr knuffiger Ort. Ich kann das nur empfehlen. So, dann haben wir es aber jetzt auch. Das war die vierzigste Ausgabe übrigens von Lok Buchenetzpolitik. Wir machen uns, haben wir eigentlich das Jahr schon rum?
Linus Neumann
Nee, am achtundzwanzigsten Oktober ist der Jahrestag der die Gründung des Logbos. Es ist ein Sonntag.
Tim Pritlove
Buch Republik, Republik-Lockbuch-Netzpolitik. Ja, äh, wir können's gleich verraten, wir planen keine Geburtstagsparty. Es wird sich leider zu diesem Datum nicht ergeben können.
Linus Neumann
Wir feiern schon eine, aber äh wir haben nicht so viel ähm Champagner, dass wir die öffentlich machen, deswegen werden Tim und ich uns mit einem paar Freundinnen aufm Land, anschließen und im kleinen Kreise.
Tim Pritlove
Mond dehnt abfeiern. Gut vielen Dank für äh euer Interesse und das war's. Auf Wiederhören. Bis bald.
Linus Neumann
Auf Wiederhören. Bis bald.

Verwandte Episoden

Shownotes

RÄStV: Verbot der Tagesschau-App, Depublikation und die GEZ für Computer

Weil der öffentlich-rechtliche Rundfunk bitt’schön Rundfunk sein soll, wurde die Tagesschau-App ‚verboten‘, Inhalte müssen schon seit Jahren zeitnah wieder depubliziert werden – und zwar nicht obwohl, sondern weil wir alle dafür zahlen.

Offener Brief der Bahn an OpenPlanB

Unser Gast aus LNP038, Michael Kreil hat einen offenen Brief von der Deutschen Bahn bekommen.

Petition zum Leistungsschutzrecht

Die Petition gegen das Leistungsschutzrecht dümpelt mit wenigen tausend Zeichnern vor sich hin. Nun rufen viele Stimmen gemeinsam zu Beteiligung auf – und aktivieren natürlich auch Gegenstimmen.

Filesharing in Portugal und den Niederlanden

Portugal legalisiert explizit das private Filesharing und die Niederlande wollen von der EU prüfen lassen, ob ihre eigene Regelung zur Privatkopie aus illegalen Quellen mit der der EU-Direktive übereinstimmt.

Epilog: Datenspuren

Tim findet Dresden knuffig und Linus hält dort nächste Woche einen Vortrag bei den Datenspuren.