LNP072 Innenpolitischer Tritonus

Telekom-Razzia — Hadopi — C3S — IM Friedrich — NSA — Glückspiel-Websperren

Nachdem Linus beim letzten Mal vorschnell die Sendung verlassen musste, leidet Tim heute unter einer schweren Erkältung. Wir lassen uns dadurch nicht einschüchtern und beginnen mit den Themen, die beim letzten Mal ausgelassen wurden, bevor wir uns – natürlich – wieder dem US-Überwachung zuwenden.

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Linus Neumann
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Tim PritIove

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LNP063 Here You Are All Equally Worthless

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In der Vorwoche der re:publica kommen wir - dieses Mal ohne Gast - zusammen um die spärliche Nachrichtenlage abzugreifen. Im wesentlichen wieder alles schlechte oder zumindest zweifelhafte Meldungen, vieles was hier auch schon bereits angedeutet, berichtet und diskutiert wurde. Dafür wie immer unterhaltsam und launisch kommentiert.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Morgen Linus.
Linus Neumann
Morgen, Lina. Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Heute klatschen, hier ist sie klatschen.
Linus Neumann
Wen?
Tim Pritlove
Puh, na ja, also mal schauen, ne. Aber jetzt sind wir sozusagen offiziell nicht mehr äh befreite Zone, ne.
Linus Neumann
Ja äh Apple Store macht auf in Berlin.
Tim Pritlove
Ja? Ja, Zeitenwende. Und macht zu, habe ich gerade gelesen. Die Buchhandlung.
Linus Neumann
Alle, die haben doch irgendwie X.
Tim Pritlove
Die Haupt äh der Hauptsitz, ich weiß noch nicht so ganz genau, was dahinter steckt. Niemals muss man dazu sagen, ist ja so eine Institution in Berlin. Also war sie zumindest.
Linus Neumann
Immer mit Büchern gehandelt.
Tim Pritlove
Ja, ist auch, sagen wir mal so, die Quelle für so Tisch äh Literatur, äh jeder Form immer gewesen. Und ähm weiß noch nicht so ganz genau, was dahinter steckt. Vielleicht steckt ja Apple dahinter. Man weiß es. Man weiß es ja nicht. Die im Laden ist ja alles zuzutrauen.
Linus Neumann
Ja. Mit ihren iPaden da.
Tim Pritlove
Ja, ansonsten äh, Seit letztes, also unsere letzte, unser letzter Schwerpunkt der letzten Sendung, wo wir Clemens zu Gast hatten, ist ja dann auch nochmal im Chaos-Radio äh aufgekocht. Ich konnte leider die Sendung nur partiell äh verfolgen.
Linus Neumann
Aber die gibt's ja zum Zeitsouveränen nachhören auch als Podcast. Ja.
Tim Pritlove
Ist das so? Ich weiß von nix.
Linus Neumann
Vorbereitet.
Tim Pritlove
Ja, wenn ich, ja, ich bin ja sozusagen immer der Einzige, der dann irgendwie am Schluss dann doch immer noch irgendwie die Dateien online stellt und wenn man mir sie nicht schickt.
Linus Neumann
Ich dachte, Holgi hätte dir geschickt.
Tim Pritlove
Ist einfach, weißt du, dass Personal äh weißt du, wie es ist? Ja, es ist einfach äh es wird nicht besser und es ist jetzt schon schlimm. Und von daher, äh wenn man nicht alles selber macht. Aber in der Mieterebene geht immer alles online. Das kann ich dir sagen.
Linus Neumann
Äh
Tim Pritlove
Ja hier kein ist ja hier kein Chaos-Club.
Linus Neumann
Ist eine eine sehr äh amüsante Sendung ähm mit äh Konstanze, Nibla und äh Linus Neumann, als Gäste im, im Studio bei Holgi und äh zu später Stunde rief dann auch noch Clemens Schrimpe an, äh um sich in einem Highlight der deutschen Radiogeschichte selbst Recht zu geben. Und äh, Deshalb ist es sehr schön und leider sehr schade in der in der äh Fritz-Version des Podcasts äh kommt nicht vor wie wir mehrere Minuten lang einfach nur die Telekom-Watemelodie durchs UKW gescheucht haben. Auch das war ein wunderschöner Moment.
Tim Pritlove
Wieder alles rausgeschnitten wird.
Linus Neumann
Musste wieder alles rausgeschnitten werden, weil.
Tim Pritlove
Das war früher war das auch anders.
Linus Neumann
Weil sie Angst haben, dass die Telekom sie verklagt.
Tim Pritlove
Arsch.
Linus Neumann
Aber es war wirklich großartig, so dieses dieses so eine Swing Mukke irgendwie so bitte warten sie. Nee, die hatte angeschrieben, ich muss nochmal fragen, dass sie mir die mal gibt, aber das war wirklich ein ein Traum.
Tim Pritlove
Okay. Okay, noch nachlegen.
Linus Neumann
Bisschen zu dem habe ich da auch erzählt, wobei dieses D-Mail-Ding, also ich ich sage da jetzt nix mehr zu. Ich habe jetzt irgendwie gestern noch einen Artikel gelesen, dass man jetzt die Ausweisfotos per D Mail zur Meldebehörde schicken soll, was, Also, Es war noch nie so. Ich habe mir immer überlegt, so wie wie komme ich an gefälschten Ausweis, aber weil du musst dich da ja auch immer mit diesen komischen Leuten einlassen, ne. Gut, jetzt immer noch. Du musst dich auch mit komischen Leuten einlassen, weil du so ein komisches Demailkonto irgendwie öffnen musst, ne? Aber einfach mal so, D-Mail-Account, aber es macht auch Sinn, weil wenn du mit einer D-Mail ohnehin signierte Dokumente für denjenigen schreiben kannst, den du angegriffen hast, dann kannst du direkt einen Ausweis von dem bekommen, ne? Warum sollte offline nicht möglich sein, was online möglich ist?
Tim Pritlove
Ungeahnte Möglichkeiten.
Linus Neumann
Ich sage da nichts mehr dazu.
Tim Pritlove
Ja gut, sagen wir nichts dazu, äh dann können wir ja stattdessen äh über andere Dinge äh berichten, aber so richtig viel, Ist eigentlich nicht passiert sagst du, ja?
Linus Neumann
Ja oder es ist meiner Aufmerksamkeit entgangen. Ähm was ja ganz äh was ich ganz witzig fand, ist ähm Mozila hat ähm Gamma abgemahnt, Anscheinend, ja. Und zwar ähm.
Tim Pritlove
Wegen der Verwendung von Software oder was?
Linus Neumann
Nee wegen äh der also äh weil sie offensichtlich ihren ähm, Trojaner, äh den Finn Fischer, ähm als äh Firefox getarnt haben.
Tim Pritlove
Nein. Das verletze die Markenrechte von.
Linus Neumann
Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
Tim Pritlove
Ja, sie tarnen das als Firefox. Ja. Der Finn Fischer.
Linus Neumann
Ja, tarnt sich als Firefox. Ja. Äh betont das Firefox an sich nicht betroffen. Sage, ja ja. Also was sie, was äh gemunkelt wird, ähm, Er hat sich Firefox unter Umständen das selber eingetreten, das Problem. Ähm das es wird gemunkelt, dass sich die dass diese Staatstrojaner oder eine der Möglichkeiten, wie man sie, wie man diese Infektionen äh unterbreitet. Ich hatte das ja, glaube ich, auch schon mal angesprochen. Man sieht das auch in den Demo-Video bei äh Back Planet. Ist das sie, Die Auto-Update-Funktion deines Rechners nutzen. Sei es dein dein Rechner sagt, ach guck mal hier, äh es gibt eine neue äh Version von, von Firefox. Da gibt's ja eh jeden Tag.
Tim Pritlove
Also meinst du jetzt die Auto-Update-Funktion von Mosella oder die Autoupdate-Funktion des Betriebssystems?
Linus Neumann
In dem Fall von Mozilla.
Tim Pritlove
Ja, also wo Firefox selber checkt. Und jetzt erzähl mir nicht, äh das Ganze geht unsigniert äh.
Linus Neumann
Ich weiß nicht, wie's bei Firefox ist, das habe ich mir nicht genau angeschaut, aber bei vieler, bei vieler Software ist es so, dass sie natürlich erstens unsigniert kommt, und zweitens äh auch der Kanal, auf dem sie übertragen wird, aus ökonomischen Erwägungen dann nicht äh verschlüsselt ist. Das heißt, es ist prädestiniert dazu, genau an der Stelle äh ohne ohne besonderen Aufwand äh zu männende Mitteln und einfach was anderes unterzuschieben.
Tim Pritlove
Aber unter das äh mit den aktuellen Einstellungen zumindest problematisch sein, weil da ist ja genau das, wenn's unsigniert kommt, dann.
Linus Neumann
Diese Signatursperre, ja. Ähm wie gesagt, man munkelt und ich äh kenne da jetzt nicht äh weiß nicht genau, unter welcher Betriebstrumpf.
Tim Pritlove
Aber es wäre natürlich eine sehr elegante Methode, wenn man da nur in irgendeiner Form geraten kann und mal einen DNS umbiegt, äh dass man einfach.
Linus Neumann
Du musst ja nun, also wie gesagt, sie haben ja das Produkt, haben sie ja, dass sie, also sie bewerben genau dieses Produkt eigentlich. Ähm dass sie eine eine Kiste in in den Schrank stellen beim Provider und äh die macht dann halt genau das. Die holt sich halt den den Kontext, wer hier wer ist, weiß, wer das wer das Opfer ist und kann dann eben entweder bei dem, wenn der request kommt, Also wenn der nächste Request kommt von einer Software, die sie haben fälschen können, die sie als infizierte vorliefern haben, dass sie dann etwas sagen, ja genau, wunderbar, hier gibt ein schönes Update für ähm in dem Demovideo ist es sogar iTunes, aber dieses Demovideo ist auch einige Zeit alt, ähm dass sie sagen, ja klar gibt's.
Tim Pritlove
Demo-Video auf Windows aber dann, ne?
Linus Neumann
Weiß ich hier nicht hundertprozentig. Also, wer es nicht kann, ich weiß, dass es bei bei vieler Software, da kein besonders enormes äh Signatur und sonst was Checking gemacht, bei den Downloads und dass das eine für äh sage ich mal staatliche äh Stellen sehr naheliegende ähm Maßnahme ist und wenn äh die, Nach dann hier ähm auch zum ähm Einsatz gekommen.
Tim Pritlove
Aber Mosella beklagt sich jetzt, weil das ist ja gegen ihren guten Ruf und überhaupt und wir sind ja hier eigentlich das Gegenteil von dem, was ihr macht. Ja, dann könnt ihr ja mal äh euren Softwareupdate-Mechanismus vielleicht auch mal auf, Freiheitsstandards äh.
Linus Neumann
Also genau, hier sind drei Fälle dokumentiert, in denen sich Finn Fischer als Firefox tarnt, bei einem Angriff auf politische in Bach rein. Im im Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen in Malaysia, in einer und in einer Demonstration von Gamma wo sie jeweils gesagt haben, hier, guck mal, sieht aus wie Firefox, ist aber ein Trojaner, äh und das ist natürlich interessant, klar, wir haben das ja schon in der Folge Spike Cloud äh äh so angesprochen, Gamma ist da, Produkt, was sie oder der Finn Fischer ist ein Produkt, was sie anbieten und da verletzen sie, denke ich schon, auch die Markenrechte von Firefox, wenn sie sagen, wir machen eine Firefox-Tour. Wir müssen auf jeden Fall jetzt mindestens ähm Gebühren für die Nutzung des Logos und des Namen, Ja klar, also.
Tim Pritlove
Na ja, klar, also wenn irgendwann mal so die Kohle von Google wegfällt, wäre das ja vielleicht eine Methode, das Projekt zu finanzieren. Aber jetzt mache ich nicht zu böse sein.
Linus Neumann
Das wären nochmal eine weitere White-Washing-Möglichkeit oder Greenwatching oder wie wir das nennen?
Tim Pritlove
Ich meine das ist natürlich auf jeden Fall ist das akute Rufschädigung und das geht natürlich gar nicht, ne? Und das äh ist natürlich jetzt auch etwas, was schwer durchzusetzen ist, aber auf jeden Fall ein Punkt, ne.
Linus Neumann
Ähm ansonsten auch schon Gerüchte ist vor einiger Zeit nun ist es auch bestätigt, dass Bundeskriminalamt hat äh Finn Fischer gekauft. Also das Produkt äh Finn Fischer für, Die Anwendung in Deutschland gekauft, interessanterweise, ohne vorher zu klären, ob das geht. Wir hatten da ja schon äh diese äh Beschwerde vor dem Bundesrechnungshof wegen Misswirtschaft und was wir da nicht alles hatten, aber ist jetzt auf jeden Fall sowohl von Innenministerium, als ob wir das Kriminalamt bestätigt. Nee, vom vom Bundeskriminalamt bestätigt, ja? Doch Innenministerium im Bundeskriminalamt. Ich weiß es doch, ich bin ein bisschen müde für heute, tschuldigung. Äh Bundes, Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt haben äh bestätigt, dass es jetzt diesen Kaufvertrag gibt und ähm, Hundertsiebenundvierzigtausend Euro haben wir der Firma Ehlermann gegeben, die äh äh also Reseller ist. Es ist einfach der der andere Name damit nicht überall Gamma steht, so ungefähr in Deutschland. Ähm das ist also, wenn du erfolgreich in Bareien und so, dann wird einen Namen machst, als Produkthersteller, dann kannst du auch oft äh die deutsche, auf die deutsche Wirtschaftsförderung dann setzen, ne?
Tim Pritlove
Ja, so setzt sich das langsam fort hier. Die Privatisierung des äh des Abhörens.
Linus Neumann
Ja, da gibt's noch einen, gibt's noch einen schönen äh Bericht, den habe ich auch nochmal verlinkt, äh wo genau das auch nochmal thematisiert wird, die Kommerzialisierung des des digitalen Spionierens, ne?
Tim Pritlove
Bekomme mit einer schönen äh Grafik, ähm wo Finn Fischer so eingesetzt wird derzeit? Zieht sich das denn überhaupt nur ausschließlich auf den Fischer? Also die Grafik auf jeden Fall.
Linus Neumann
Nicht genau, welche Grafik du jetzt gerade anschaust, aber.
Tim Pritlove
In diesem Artikel äh gibt's.
Linus Neumann
Das ist ja ein längerer, der ist ja auch eine äh ein längeres PDF. Äh ja, das kann gut sein, dass ah ja, Finn Fischer ist glauberation.
Tim Pritlove
Ne? Und äh, Ja, da gibt's schon hier die etablierten Kanada, USA, Australien, Unesien, Malaysia, Vietnam, Japan, Mongole hier. Mongolei, Bangladesh, Indien, bitte?
Linus Neumann
Genau, das ist aber der Scan, wo sich Commanden-Control-Server befinden. Man könnte jetzt davon ausgehen, dass sie entweder in jedem Land, wo sie, das betreiben auch einen stehen haben oder in Ländern wo sie versuchen es zu betreiben, weil sie haben auf jeden Fall schon mal ganz gut.
Tim Pritlove
Fallstore installiert. Mhm.
Linus Neumann
Wenn also die, wo die Dinger dann sich hinmelden, aber ja, da haben sie schon mal ganz gut was was aufgebaut. Ähm ansonsten noch einen Hintergrundartikel äh empfohlen von Matthias Monreui, ähm bei bei Netzpolitik org, der mit dem Titel Bundeskriminalamt schulte Tunesien und Ägypten kurz vor dem arabischen Frühling in Techniken zur Internetüberwachung. Klar, wir haben ja auch Ahnung davon und wir wollen da ja auch den Leuten, Das heißt also, da schließt sich dann auch der Kreis.
Tim Pritlove
Wissen wir jetzt auch, warum die Revolution geklappt haben dann.
Linus Neumann
So sieht's aus.
Tim Pritlove
Sie mal jemand gefragt, der davon Ahnung hat. Das ist aber Hardcore finde ich.
Linus Neumann
Das amtingelte in regelrechten Tupperpartys durch Europa, Nordamerika und Israel und erklärte die Anwendung deutscher Trojaner. Später durfte sich auch der britische Trojanerhersteller Gamma präsentieren. Es ist gut möglich, dass das BKA im Rahmen seiner Lehrgänge zur Internetkriminalität und so weiter. Die Behörden in Nordafrika ebenfalls in der Nutzung digitaler Spionagewerkzeuge unterrichtete. Es ist gut möglich, ja. Na ja, also das auch noch mal Matthias äh recherchiert ja immer sehr äh tief, ähm kann man auch nochmal lesen. Es ist also alles noch sehr viel schlimmer, als wir denken.
Tim Pritlove
Mhm. Längere Artikel auf Netzpolitik Punkt ORG. Gut.
Linus Neumann
Ich dachte dieses, ich hatte gehofft, dass dieses ist es alles noch viel schlimmer als wir denken, dass das so dein Einsatz ist für eine eine Überleitung.
Tim Pritlove
Ich war gerade daran nachzudenken, was diese Überleitung sein könnte. Ja.
Linus Neumann
Viel schlimmer als wir denken. Ja, ja.
Tim Pritlove
Das leidige Telekom äh Thema ist verlässt uns nicht und die Telekom, macht irgendwie auch keinen Hehl daraus, dass ihr eigentlich jetzt versuchen, maximal so zu den ins böse Lager äh zu wechseln, getrieben von, ja, maximalen Gewinninteresse, was im Übrigen auch natürlich bedeutet, dass davon die Bundesrepublik Deutschland finanziell profitiert, ja, Falls sich irgendjemand wundert, warum die Politik nicht wirklich was dagegen tun wird, äh ja, umso mehr die Telekom verdient, umso mehr verdient dann auch der Staat mit, Aber davon abgesehen äh nachdem wir uns jetzt lange über diese äh Drosseln ähm. Über diese Drosseln unter äh unterhalten haben, die ja einerseits neu angekündigt sind, andererseits aber auch in dem Sinne gar nicht neu sind. Ich habe mir das jetzt auch nochmal genau angeschaut und festgestellt, also, Es gibt bisher keine Drossel in den Verträgen, außer in meinem, Also außer in dem Produkt äh VDSL25, VDSL fünfzig, den sogenannten Call und Surf Climbin, und da stehen halt schon exakt die selben Drosselwerte drin, die sich jetzt auch für künftige VDSL-Verträge ausgegeben haben, sprich die zweihundert ähm einhundert und zweihundert Gigabyte im Monat, Allerdings mit anderen Drosselungen. Die Drosselung, die in meinem Vertrag drinsteht, ist äh sechs Megabit down und ab habe ich jetzt grade vergessen, aber auf jeden Fall alles und indiskutablen Bereich.
Linus Neumann
Für für sie äh indiskutabel, weil sechs Mbit dich ja nicht anreizen nachzubuchen. Damit kannst du ja noch halbwegs arbeiten. Ja, dich schon.
Tim Pritlove
Upload ist im Arsch. Also ich meine, ich habe vor DSL nicht wegen des Downstreams, sondern wegen des Upstreams, Also das ist einfach ich toleriere das auch nicht. Ich hätte mir das auch nicht geholt, wenn ich gewusst hätte, dass sie diese Drosseln entforschen. Ich wusste ja, dass es die gibt, Aber äh ich wusste auch, dass sie nicht in Forst werden. Und habe sie sozusagen nur so als Papierdetail zur Kenntnis genommen, aber ich hatte halt von anderen, Nutzern dieses Vertrages, das gehört. Was mich nicht ganz klar war, ist, dass die Entertain-Variante, also da, wo man dann quasi noch dieses Fernseh, Gedöns dazu bekommt, dass die eben drosselfrei ist oder beziehungsweise war jetzt bis April.
Linus Neumann
Aha, aha.
Tim Pritlove
Das heißt, in den Entertain-Verträgen ist keine Drossel drin. Was natürlich auch sehr interessant ist, weil, angeblich, wie sie ja sagen, dieser ganze Entertain-Kram da gar nicht mit reinspielt. Ja, wenn das keinen Unterschied macht. Dann in dem Vertrag keine Drossel drin gewesen und, In dem normalen VDSL schon, ja? Äh also das gibt einfach so viele Stellen, wo man ihn irgendwie äh da mal einen Finger in die Nase stecken kann, Jetzt ist es natürlich so, alle sind gleich, ja? Ähm worüber wenig berichtet wurde, was ich jetzt auch nur als äh zitierte Aussage eines Telekomvertreters mitbekommen habe, ohne da einen Beleg für zu haben, oder einen weiteren Beleg für zu haben, ist die Tatsache oder beziehungsweise diese Behauptung, sie meinen, dass dieser Video on demanddienst, den sie über Entertain auch noch haben. Also es ist ja so, Entertain ist ja einerseits Fernsehen, Ja, du kannst darüber Fernsehen gucken, so wie man das eben auch sonst tut. Außerdem gibt es aber auch noch Videoverleih. Und die Aussage war, Telekom-Vertreters, dass dieser Videoverleih sehr wohl äh die Drossel aktiviert, also dass dieser Traffic mitzählt. Das muss man dann mal sehen, ja? Ob das äh wirklich so ist. Ähm da haben sie sich ganz elegant erstmal aus der Schusslinie gebracht, weil wäre äh weil der Dienst ist ja nun wirklich definitiv nicht, den normalen Fernsehangebot eines Kabel äh Netzbetreibers zum Beispiel zu vergleichen, Auch wenn ich das ehrlich gesagt auch anders sehe als Clemens. Also ich finde auch die Tatsache, dass dieser ganze Fernsehkram da mit rüber geliefert wird, weil das bringt ihn auf jeden Fall einen einen Vorteil auf den Markt und es ist, so, dadurch, dass sie das äh unbegrenzt anbieten können, äh nehmen sie das Interesse an anderen Providern auch schon mal also an anderen Videos, Stream, Anbietern raus.
Linus Neumann
Es ist genau dieser Punkt, also technisch gesehen mag es, keine äh keine Netzneutralitätsverletzung sein, weil es kein Internet ist. Markt mäßig gesehen, ist aber da der Zugang mit dem Inhalt verknüpft und äh da wird eine eine Stellung ausgenutzt, ja. Und deswegen ist das äh verabscheuenswürdig. Die manchmal bin ich überrascht von mir selber, was ich so im Halbschlaf alles rede. Ähm, was ich aber noch ganz spannend finde, es gibt denn dieses diese schöne äh Interview in dem dann der Herr Nick Jan van Damm, sagt ja ach wir sind offen für Gespräche mit Anbietern um ihre Angebote in zu integrieren oder neue Kooperationsmodelle zu finden, Ein Teil der Erlöse würden wir dann in den Netzausbau investieren können. Dann ist es auch denkbar, dass die Sendung nicht das Datenvolumen der Nutzerverbrauchern im Mobilfunk machen wir das bereits mit dem Musikstreaming-Dienst Spotify. So wird etwas wäre sowohl mit Marktgrößen wie YouTube, als auch mit New Kammern möglich. Also ganz, also jetzt wirklich, jetzt, jetzt legt er halt.
Tim Pritlove
Runter.
Linus Neumann
Runter und sagt ähm und das ist dann, das ist dann wirklich, also das ist da wirklich richtig perfide. Ähm da sieht man diesen diese unterschiedlichen Begriffe der Diskriminierung, Nick Jan van Damm sagt, wir wollen diese Möglichkeiten diskriminierungsfrei anbieten. Das heißt, wir reden mit jedem über diese Modelle, der sich bei uns anbietet. Also ist absolut diskriminierungsfrei. Der redet mit dir.
Tim Pritlove
Muss es nur Geld.
Linus Neumann
Nur bezahlen, kein Problem.
Tim Pritlove
Ja. Wir diskriminieren niemand, der uns bezahlt.
Linus Neumann
Wie ist dieses schöne Zitat bei Full Metal Jacket? I don't look down und Niggers, Greezers. Ja, diskriminierungsfrei. Der Typ ist absolut diskriminierungsfrei.
Tim Pritlove
Oh Mann. Ja.
Linus Neumann
Ja. Also ähm Diskriminierungsfrei heißt natürlich genau, dass sich dass sich die Diskriminierung nicht bezieht auf die einen die Zahlen und die, die nicht zahlen, dass man, aber das ist ja die, seit Jahren diese Argumentation der Telekom, die sagen also, wir wollen Dienste, Klassen und innerhalb der Diensteklassen diskriminieren wir überhaupt nicht, Ja, aber sie wollen ja dann unterschiedlich, ja, das sind ja unterschiedliche, das sind ja ganz unterschiedliche Klassen.
Tim Pritlove
Ja, es gibt.
Linus Neumann
Ja, also so wie, wir wollen eine erste und eine zweite Klasse, aber innerhalb der ersten Klasse sind alle gleich.
Tim Pritlove
Ja und was wollt ihr eigentlich?
Linus Neumann
Genau. Ist doch völlig also die einen sind halt gleicher als die anderen, aber ja äh komm.
Tim Pritlove
Tja, ist wie im Flugzeug, auf First Class, geht's auch allen gleich gut.
Linus Neumann
Genau, da wird keiner diskriminiert in der ersten Klasse. Die sitzen alle gleich, wir haben genau gleich breite Sessel.
Tim Pritlove
Warum sollte es irgendwie da anders laufen als mit den Steuerklassen, ne.
Linus Neumann
Also wunderbar, es ist äh aber ich bin inzwischen auch ähm hänge ich dieser dieser Theorie an, Äh oder oder finde ich die äh die Interpretation sehr naheliegend, dass die Titel kommen jetzt einfach mal sagt, ja komm, Jetzt wissen wir ja, was uns entgegenschlägt. Jetzt machen wir einfach mal komplett Nägel mit Köpfen und dann passiert einfach erstmal drei Jahre überhaupt nichts. Und dann können sich die ganzen Internetfuzis da irgendwie äh zu Ende schreien. Und wenn wir dann wirklich zweitausendsechzehn anfangen den Haaren abzudrehen, dann steht da eh keiner mehr auf, weil das Thema drei Jahre alt ist. Und, Ich habe jetzt echt äh, Ähm große Sorge, dass das halt klappt. Am Rande sei dann noch angemerkt, dass sie irgendwie ankündigen, ja diese Kappung soll dann soll dann doch für alle äh Kunden stattfinden und weiß der Geier, wie sie das wieder hinkriegen wollen und dann hat sich die Bundesnetzagentur jetzt auch irgendwie eingeschaltet als Randmeldung. Äh ich weiß nicht, Bundesnetzagentur, also komm, äh also was von denen zu halten ist, weiß ich auch nicht. Ja, in welcher Form haben sie sich, Ich habe das noch nicht mal gelesen. Bundesnetzagentur.
Tim Pritlove
Ja, also nochmal zu dem neuen Sprich, der hier äh stattfindet, ja, ist ja auch sehr interessant, wie sie irgendwie äh davon reden. Er ist so den die normalen Leute hätten ja nur Internet und der das, wovon jetzt alle reden würden, das wäre ja Managed Services, so nach dem Motto, wir garantieren euch hier äh bestimmte Qualitäten und so, ja. Ist mir auch neu, Ähm also sie sie lassen wirklich auch nichts unversucht und äh letztlich ist ja die Ankündigung, dass die, ganzen Drosseln zwanzig sechzehn gelten sollen, spätestens zwanzig achtzehn dann für alle, ja? Ähm, Das heißt auch für die bisherigen Verträge oder was, ja?
Linus Neumann
Ja ja also fehlt noch mir fällt noch ein, was ganz spannend ist, äh wenn man sich mal den das das Gesamtdatenvolumen überhaupt anschaut, das entwickelt sich ja äh in der Tat exponentiell, oder oder auf jeden Fall mehr als linear, äh steigt das Gesamtdatenvolumen nach um. Das heißt, es ist echt mal eine spannende Frage. Wie weit kommst du überhaupt zweitausendsechzehn noch mit so einem mit deinen fünfundsiebzig Gig? Ja, kommste, also dass wir sie sich nochmal verschärfen im im Vergleich zu heute. Ach so und ich habe jetzt hier gerade, ich erinnere mich wieder, wie wie mit welchem, also mit welcher Keule, Man möchte staunen, was die, was die Bundesnetzagentur jetzt rausgeholt hat für eine Keule in diesem Streit mit der Telekom, ja? Sie haben einen Fragenkatalog dorthin gesendet.
Tim Pritlove
Oh Gott.
Linus Neumann
Und Inhalt des Fragekatalogs ist andere, unter anderem, wie transparent und Netzneutralität geregelt werden. So sieht's nämlich aus. Und jetzt kann die Telekom, jetzt kommt die Telekom.
Tim Pritlove
Zittern sie.
Linus Neumann
Ja, jetzt zittern sie. Jetzt müssen sie überall drunter schreiben, äh wir bieten unser Angebot diskriminierungsfrei an. Und dann sagt die äh Bundesnetzagentur, ach so, ja, sorry, ähm, dann ähm.
Tim Pritlove
Ach komm, also so einen Fragenkatalog. Ich meine, da zittern wir doch alle davor. Auf dem einen vor der Tür steht und sagt, hier, Fragenkatalog.
Linus Neumann
Jetzt aber hier mal äh.
Tim Pritlove
Ja. Das ist ja reinstes T-Baging ist das ja.
Linus Neumann
Ich habe ihn hier in Fragekatalog. So und jetzt äh wollen wir mal sehen, was sie alles wissen. Eine totale. Ich bin gerade nicht so gut zu sprechen auf die Bundesnetzagentur.
Tim Pritlove
Ja, kann ich gut vorstellen, ich bin auch nicht so gut zu sprechen, auf die Telekom, ich meine, was ich auch absurd finde, ist, sie klagen über die unglaubliche Belastung ihres Netzes. Ja, das ist ja sozusagen so, man, man sieht so richtig so mit Schmerz verzerrten Gesicht, so, oh Gott. Wir sind gerade noch soeben in der Lage, unsere Dienste aufrecht zu erhalten, weil alle, weil so viele böse Sauger das Internet kaputt machen Und dann fragt man sie, was ist denn überhaupt so? Äh jetzt müssten ja alle Angst haben. Nein, es müssten nicht alle Angst haben, weil der Durchschnitt liegt ja nur bei fünfzehn bis zwanzig Gigabyte, Da frage ich mich natürlich, wenn der Durchschnitt fünfzehn bis zwanzig Gigabyte ist, Was ist eigentlich das Problem? Ja, also äh geht's noch? Das ist ja nun kein, ich meine, was ich gehe, aber ich habe nichts, ja? Nichts ist das.
Linus Neumann
Gibt's dann auch jetzt grade, da tut sich der äh ein von diesem Routerhersteller Den kenne ich eigentlich gar nicht, wie prinet oder so heißen Nil. Äh der Typ der kommt ja jetzt immer häufiger nach vorne und sagt dann einfach mal und das finde ich auch mal ganz wichtig. Ähm, der sagt, ja, also so eine Gigabyte, das müsste die Telekom, unter einen Cent kosten, weil uns kostet das ja nur null Komma null zwei vier Cent und wir sind noch nicht mal die Telekom. Ja, also der äh der einfach mal als äh größerer äh ich ich suche mal diesen Artikel kurz.
Tim Pritlove
Man kann davon ausgehen, dass der Traffic, der durchschnittliche Traffic eines DSL-Kunden in Deutschland die Telekom krasse dreißig Cent kostet, Und wenn man sozusagen so viel Daten verbraucht, dass es vielleicht, dass diese Summe irgendwie über zwei Euro steigt, dann bricht das Businessmodell der Telekom auseinander.
Linus Neumann
Im Moment, achte mal, also er sagt, wir selber zahlen als Kleinverbraucher, Simon Kissel heißt der gute Mann. Als Kleinverbraucher in einem Backbound-Netz sechs Euro pro garantiertem MBIT garantierte Brandbreite kannst du umrechnen, garantiertes Mbit sind im Moment zweihundertdreiundfünfzig Gigabyte im Monat, Das heißt, für ein Gigabyte bei allen Mbit zahlen sie null Komma null zwei vier Euro. Also, Äh ja zwei.
Tim Pritlove
Komma vier Cent.
Linus Neumann
Ja So. Und er sagt, die Telekom betreibt aber ihr eigenes Netz. Das heißt, die haben nicht irgendwie nochmal, wir sind Reseller eines Backbons an einen Provider und machen irgendwie Marge, das heißt, die Telekom, muss deutlich unter einen Cent pro Gigabyte legen.
Tim Pritlove
Ja, Times hat das ja auch schon erläutert. Man muss ja so mal klar machen. Alle anderen Provider sind halt im Wesentlichen so Dezix, das heißt, die vernetzen sich untereinander, um so äh ihren Traffic auch frei untereinander auszutauschen. Die Telekom ist sozusagen daneben nochmal mit ihrem eigenen Netz und lässt da auch nicht jeden, ohne weiteres ran, ja? Weil wir sind ja hier die dicksten und so weiter und man kann auch davon ausgehen, dass sogar ein Teil, das schließt natürlich jetzt nicht so Sachen wie äh YouTube, äh Facebook et cetera ein, wo es jetzt definitiv zu fremden Ländern geht, aber nicht wenige Dienste liegen ja unter Umständen auch innerhalb der Telekom Infrastruktur, das heißt so der Traffic zum Beispiel äh zwischen, Das Böse bittet, was hier sozusagen äh äh aktiv ist, ja, spielt sich wahrscheinlich auch weitgehend oder was heißt weitgehend, also zumindest zu einem, Nennenswerten Teil auch innerhalb dieses Netzes ab, in dem überhaupt keinerlei Interconnectgebührenanfällen. Also diese ganze Rechnung, man kann's jetzt mit tausend Beispielen äh weiterzerren und dehnen, Es gibt keine wirkliche Begründung dafür, sondern die einzige Begründung für diese Maßnahme ist, wir haben uns jetzt hier mal äh das Ding mit der Drossel ausgedacht, weil das ist ja schön, um hier äh so ein bisschen ähm. Kohle zu machen, beziehungsweise generell den Wert des Anschlusses zu senken, um dann eben den Preis zu erhöhen. Was ich sehr interessant finde, ist, dass sie ja überhaupt keinerlei Aussagen darüber treffen, Was denn das Angebot ist für Leute, die mehr brauchen. Ja, also auf welcher Basis heißt es, dass man fünf Euro mehr zahlt und dann hat man, hat man die Flatrate wieder oder ist es wie ein Mobilfunk, dass man dann für jedes jedes Bit darüber hinaus vergolden muss.
Linus Neumann
Das sind im Moment jetzt erstmal scheißegal. Das Entscheidende ist ja, dass sie dir dass sie mehr Geld mehr Geld abnehmen können. Und da werden sie, ich vermute, Also ich ich weiß ja aus aus leidlicher Erfahrung wie solche Menschen denken. Ich bin mir relativ sicher, dass sie das genauso machen werden, Das ist für dich möglich ist, aber etwa etwas umständlich und ein bisschen zu teuer, Volumen nachzukaufen, sodass du eigentlich, Bis in den höheren Tarif zu gehen. Genauso ist es ja auch bei den äh sagen wir mal diesen äh äh Telefontarifen jetzt einfach nur so einen iPhone-Tarif. Die haben's ja irgendwie ML XL oder was, ne? So und jetzt wenn du oder S und jetzt bist du in diesem S-Tarif, von mir aus äh Minutenkontingent X. Da drüber kostet dann die Minute dreißig Cent, Das heißt, sagen wir, wenn die eine Grenze bei fünfzig ist, bist du mit sechzig, dann schon nah an dem Preis für das nächste Paket, wo du aber dann halt nicht fünfzig hast, sondern hundert, ja? Das heißt, sie, sie wollen dir den Anreiz schaffen, in das größere Paket zu gehen.
Tim Pritlove
Ja, ich meine, der Anreiz, ich gehe sowieso gerne in das größte Paket, ja, ich meine, sie sollen bloß einfach mal sagen, was jetzt Pause ist. Weil, was ich auf gar keinen Fall will, ist, ist ein eine Leitung, die sich irgendwie anders verhält. Ja und wenn sie beschließen, ihre Preise steigen, okay, dann steigen ihre Preise. Das ist das eine, ja. Nur, dass es halt irgendwie, total sinnlos ist, wo wir in Deutschland sowieso schon bandbreitenmäßig total hinterherhinken mit dem Rest äh oder zumindest mit, Wichtigen Teilen der Welt oder zumindest manchen Teilen der Welt, die einfach mal zeigen, wie es hier eigentlich in Deutschland dem Land der Infrastruktur äh äh zu laufen, habe, ja, dass dass wir da immer noch so hinterher, hinken. Ich will einfach schnelles Netz, ich habe jetzt nochmal geguckt irgendwie, letzter Monat, jetzt der April sind hier in der Metaebene nur in meinem Studio, Ist ja noch nicht mal so, dass ich hier irgendwie die ganze Zeit Filme runterlade oder so ein Scheiß, ne? Ich mache hier einfach mein Ding, ich mache hier Backups, ich mache Dropbox und so weiter, Hier gehen fünfhundert Gigabyte über die Leitung.
Linus Neumann
Hätte ich auch gedacht. Ja und ist auch in Ordnung so.
Tim Pritlove
Ja, das juckt die die Telekom auch kaum, ja? Weder wirft das nennenswerte Kosten auf, noch noch belastet, dass ihr Netz äh über, geschweige denn den Anschluss hier sollen sich einfach mal.
Linus Neumann
Also das das haben wir ja auch glaube ich ausreichend behandelt. Es geht denen ausschließlich darum, hier den die den Leuten die Luft abzuschnüren, um sie um sie zu merken und das ist auch der Grund, warum man.
Tim Pritlove
Und ähm eben die den Anbietern sozusagen von Diensten jetzt äh die auch noch zur Kasse zu bieten. Also eigentlich würde ich fast sogar sagen, es geht primär da drum, jetzt bei YouTube äh Hand aufs Mal. Und ich frage mich halt jetzt ehrlich gesagt, wie wird Google reagieren? Schön wär's, wenn sie.
Linus Neumann
Fiber to the Home.
Tim Pritlove
Ja, das wäre natürlich äh eine schöne Antwort. So.
Linus Neumann
Google sagt heute, ihr holt die Sparten, wir legen Glas. Wir graben jetzt mal Berlin um. Ja.
Tim Pritlove
Genau, wir wir graben jetzt mal Berlin um. So, weil mit der Telekom klappt das ja nicht.
Linus Neumann
Ich würde, ich hätte an Google Stelle schon längst hier Rosinenbomber mit IP-Paketen über die Stadt fliegen lassen.
Tim Pritlove
So weit wird's noch kommen, ja. Ja, wenn die IP-Pakete wirklich so in so kleinen Fallschirmchen irgendwie abgesetzt, Ciao. Was haben wir noch?
Linus Neumann
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Ja, die Bundeszentrale für ähm gesundheitliche Aufklärung, hat ein äh Onlineprogramm gebaut für uns und für die Jugendlichen insbesondere mit dem sie die offline bringen wollen, eine ähm das hilft.
Tim Pritlove
Eine Online-Webseite zum offline gehen, In Zusammenarbeit mit der Telekom oder was?
Linus Neumann
Es ist sehr geil. Äh sie haben äh ins Minus Netz minus gehen Punkt DE. Das andere Leben heißt die äh Kampagne, ja, Und was du dort machen kannst, dort erfährst du dann Aufklärung als Jugendlicher, ja, wenn du zu viel im Internet bist. Und ähm ich habe mir die Seite da mal so ein bisschen angeschaut, dann haben sie so ähm so Suchttests, Ja, also es gibt, gibt so klassische Tests, wo man dann sagt, so ja, äh also sie sind für Alkoholiker äh genauso wie für drogenabhängige und jetzt offensichtlich dann auch ähm weil man dem Testentwickler gesagt hat, jetzt heute ist Internet für Internetsucht, wo dann irgendwie so ähm, da sind dann so diese klassischen Suchtfragen, haben sie ähm wie oft wie oft bist du online, ja? Und die Maximalkategorie ist täglich, Das andere ist dann irgendwie so alle drei Tage oder so, ne, also.
Tim Pritlove
Täglich ist schon das Maxim.
Linus Neumann
Na, ist ja das Maxim.
Tim Pritlove
Oh Gott, ich bin am Anschlag.
Linus Neumann
Man nennt das äh Deckeneffekt, was sie dann da demnächst in ihrer Statistik sehen werden, aber das äh ich will jetzt nicht schon wieder anfangen zu nörden, ja, aber, sich da eine, sie haben sich da eine Frage gebaut, die nicht trendscharf ist. Na ja, auf jeden Fall ähm kannst du dann so zum Selbsttest hier. Dann fragen Sie also, wie oft bist du online? Haben dir deine Freunde schon mal gesagt, du sollst weniger offline sein? Hast du schon mal mit deiner hast du schon mal mit deiner Mutter gestritten deshalb oder so, ne? Äh wirst du nervös, wenn du nicht online bist, äh freust du dich manchmal schon darauf, das nächste Mal wieder online zu sein? Also solche, diese das sind ist wirklich äh eins zu eins. Hier genau, Wie häufig spielst du Computerspiele? War das dann? Ja, okay, aber online haben sie das gleiche, ja. Äh welche Spiele spielst du und so einen ähm, Genau, dann muss man hier, ähm, Kästchen kann man dann markieren, wann man am meisten online ist und so, ja? Und solche, solche, solche Sachen. Genau, wie häufig nutzt du das Internet in deiner Freizeit? Nie einmal im Monat einmal pro Woche mehrmals pro Woche täglich sind die fünf Antwortkategorien. Okay, lassen wir, lassen wir das. Also haben so einen klassischen Suchttest, ähm kenne ich aus in dieser Form noch so ausm Studium. Ähm. Und dann äh sagen sie dir am Ende, wenn du dich denn da durchgeklickt hast, äh sagen sie dann in der Gefahr bist ne, deine sozialen Kontakte zu verlieren und dein Leben zu ruinieren, weil du zu viel im Internet rumhängst. Und dann haben sie also einen Online, ein Online Angebot wo dir dann geholfen werden kann bis zu dass sie dir irgendwie Therapeuten oder ein Coach.
Tim Pritlove
Also ich will das nicht. Ich will das jetzt nicht generell verlachen und sagen, Es gibt niemand, der damit ein Problem hat und äh das ist jetzt völlig äh neben der Spur. Es ist vollkommen klar, dass es Leute gibt und auch Jugendliche gibt, die definitiv ähm, soll ich sagen, den Halt in sonstigen Strukturen äh die sie bräuchten, nicht haben, um irgendwie mit so einer Netzaffinität dann auch wirklich in allen Situationen immer klar zu kommen, Das ist nicht anders als mit anderen, Aktivitäten und Isolierungsmaßnahmen, den Jugendliche generell immer ausgesetzt sind und nicht nur Jugendliche. Von daher, halte ich es auch für keinen Fehler, dass sich Gruppen und am Ende auch das Bundesgesundheits, damit auseinandersetzt. Was ich allerdings hier so als Meme wiederfinde, Und ich glaube, das ist auch so der Grund, warum wir da so ein bisschen äh kopfschüttelnd äh einsteigen, immer in so eine Thematik. Das ist so dieses generelle, Die reale Welt und die virtuelle Welt und irgendwie dieses äh ja diese generelle Hervorhebung des des nicht digitalen als das wahre, reine, gute, ursprüngliche und damit dann auch bessere, gesündere, rettender und was nicht alles, ne? Und ich glaube, das ist genau. Punkt, wo wir so als digitale Eingeborene äh einfach eine andere Erfahrung gemacht haben In dem Zusammenhang, wo du das nämlich jetzt hier gerade so auf den Tisch legst, äh sollten wir noch mal verlinken, einen schönen Artikel, den ich gerade vor ein paar Tagen entdeckt habe auf eine sehr schöne Side, wo der Bericht zu finden ist von einem Autor, der also auch so in den Tischbereich online äh schon seit Jahren schreibt, der seit ewigen Netzbewohner ist und der dann so ein bisschen Burnout mäßig, beschlossen hat und dann auch von seinem Arbeitgeber dazu geraten wurde doch mal komplett auszusteigen für ein Jahr lang kein Internet. Um beschreibt zu seiner Erfahrung, wie denn das gewesen ist. Und am Anfang war das auch ganz großartig und äh ja und endlich mal, weißt du, dieses klassische Buch lesen und den Leuten reden und überhaupt und ja, also er hatte noch ein Telefon, es ist jetzt nicht so, dass er komplett undigital ist. Es ging halt konkret nur um Internet. Also die klassischen Dienste, E-Mail et cetera. Das war alles irgendwie no. Ja, Aber dann so nach einem halben Jahr schwenkte das dann doch sehr um. Und er merkte, dass, ja dann nach dieser anfänglichen Begeisterung des anderen, das ist ja auch mal so so ein Wechsel, ne, ist ja dann auch mal hach, jetzt ist alles anders und toll, also so ein Wechsel kann auch an sich schon mal ganz gut sein, aber ein Jahr ist schon wirklich eine Menge Holz und er ist dann eben schnell. Auch vereinsamt, weißt du? Und äh, fand sich dann doch äh äh nicht wieder, wie er irgendwie nochmal den nächsten Trail äh aufgesucht hat und äh äh das eine, ein Abenteuer an das andere äh mündet, sondern im Prinzip dann äh vom Fernseher auf äh auf der Couch sitzt und und das wissen, das ist der interessante Punkt, Einfach in zunehmendem Maße keine Möglichkeiten mehr gefunden hat, mit den Leuten, die ihm nahe stehen, zu kommunizieren. Wo er vorher sein Freund, der gerade wie man ein Jahr nach China gegangen ist oder so. Äh problemlos über Facebook hat äh Kontakt halten können und auch ansonsten über äh Timeline soziale Netzwerke und E-Mail und andere Wege äh eben in Kontakt geblieben ist. Fiel das jetzt irgendwie komplett weg Und am Ende ähm ja, am Ende zieht er dann wirklich ein krasses äh Fazit. Das ist ja auch gleich der erste Satz des Artikels. Sehr interessant zu lesen, vielleicht in diesem ganzen Zusammenhang nochmal einen Debattenbeitrag.
Linus Neumann
Ja Ich bin, also ich ich weiß halt, also ich meine, ich was mir ich kann ja noch mal sagen, was mich jetzt an dieser, an dieser Seite stört, ja, also an dieser ähm.
Tim Pritlove
Eine Aussage vielleicht noch die, die in diesem Artikel noch drin war, da kam ich nämlich jetzt auch grade drauf. Er meinte so, Dass das richtige Leben irgendwie sehr viel mehr virtuelle Elemente enthält, als irgendwie dieses digitale äh Leben, ja, also dass gerade so dieses real virtuelle Ding äh, Teilweise würde ich genau andersrum ist. So, aber was stört dich jetzt nochmal an der.
Linus Neumann
Mich stört daran, dass das einfach so schlecht ist. Weißt du.
Tim Pritlove
Umsetzung meinst du.
Linus Neumann
Ja, also wirklich.
Tim Pritlove
Unser Programm, hier ist unsere Webseite, jetzt haben wir's getan.
Linus Neumann
Jetzt haben wir eine Webseite gemacht, die hat ein Schweinegeld wahrscheinlich gekostet, dann machen sie, dann verlosen sie da irgendwie T-Shirts. Ich meine, wenn ich mich durch dieses blöde Rätsel klicken könnte, wenn da nicht irgendwie die ganze Zeit irgendwelche blöden Flash-Fedias kämen, dann könnte ich jetzt ein T-Shirt haben, wo draufsteht, macht den PC aus, sonst lösche ich das Internet. Das können die ernsthaft aufm T-Shirt drucken. Da ist es.
Tim Pritlove
Martin, PC aus, lösche ich das Internet.
Linus Neumann
Totaler Scheiß. Also und dann wieso ins Netz gehen DE, ja und überhaupt, also du hast noch nicht mal also du musst doch mal so ein bisschen evidenzbasiert an so einer Sache drangehen.
Tim Pritlove
Sie wollen das Internet löschen.
Linus Neumann
Ja, wer hat denn vor allem, wie kommen die überhaupt auf die Idee, dass es Leute mit äh.
Tim Pritlove
Nicht sonst.
Linus Neumann
Doch das sonst ist da ganz klein, ist auch ein typographischer, also ist alles ein großer Albtraum.
Tim Pritlove
Ja, das stimmt.
Linus Neumann
Da musst du dich bewerben. Ähm siehst du das ein kleines sonst?
Tim Pritlove
Ach ja, da steht's. Mach den PC aus, sonst lösche ich das Internet.
Linus Neumann
So, aber so kannst du doch nicht ernsthaft an die Sache rangehen.
Tim Pritlove
Nee, vor allem, wir hätten schon noch einen PC.
Linus Neumann
Vor allem nicht mit dem Onlineprogramm. Also wir machen eine Webseite, wo du die aus dem Internet rausgehen kannst.
Tim Pritlove
Dass das schwarze Loch.
Linus Neumann
Das ist der Ausgang.
Tim Pritlove
Der Ausgang Exit.
Linus Neumann
Hier lang zu oder was? Da ist ja keine.
Tim Pritlove
Notausgang DE, ja da hätte man dann sozusagen, ja, wie bei Träumen, also Strahlenmäßig von so einem Rasterstrahl äh kleingepixelt aus dem Netz rausgezogen.
Linus Neumann
Also ähm, Das ist einfach so äh ich meine, was sollen sie auch sonst machen? So, sie können natürlich irgendwie nicht an so eine Chance Kampagne äh an den Erfolg jetzt andocken mit mit Internet so, ne? Aber äh so ein bisschen mehr.
Tim Pritlove
Platz.
Linus Neumann
Ja? Und dann halt dieser dieser wirklich diese diese äh Suchtscreenings, ne, die nämlich auch ähm also wo sie sagen, Also sie haben quasi den Selbsttest Internetsucht, ne. Und wenn du jetzt dann sagst, okay, wie gesagt, sie haben sowieso schon mal, ganz offensichtlich keine Vorerhebung gemacht, weil das das erste, was ihnen aufgefallen wäre, wäre, das tägliche Internetnutzung heutzutage einfach normal ist. Sie werden da keine Variationen mehr drin haben. Außerhalb bei ganz jungen Kindern, die keinen eigenen Rechner haben, ne. Das heißt, sie haben offensichtlich kein bisschen, sich darüber Gedanken gemacht, wie man sowas mal ordentlich entwickelt überhaupt, so ein Erfassungsprogramm, und letztendlich ist das also das Niveau eines Bravo-Tests, wurde mich immer am Ende dann stehen muss, selbst wenn ich da jetzt ankreuze, ich bin einmal im Monat im Internet, dann wird da am Ende stehen, ja, Bisher ist dein Internetverhalten nicht kritisch, Pass aber bitte auf, dass du nicht süchtig wirst.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Und das ist das also, genauso wie diese äh ein. Wenn du wenn du dich auf eine eine Sucht oder ein ein ein Fehlverhalten testen, prüfen möchtest, dann kann dir der Test ja niemals sagen, ey alles in Ordnung. Trink ruhig mehr, ja? Kannst ruhig noch ein bisschen äh hier Internet gucken, mach mal, ist ja auch äh zur kulturellen Teilhabe mal ganz gut. Das macht der natürlich nicht und das ist halt deswegen ist es per se von vorneherein ähm, undifferenziert und ist einfach eine eine Schande für äh ja und das ist nichts anderes als eine als eine psychologische Beratung und Datenhebe. Und da muss ich als Psychologe sagen, das ist eine Schande für die Zukunft.
Tim Pritlove
Ja und überhaupt? Man geht nicht mehr online. Man ist online.
Linus Neumann
Richtig. Und also es es ist wirklich so was von anachronistisch ja äh, Ich ich frage mich, was die man sieht ja, dass da offensichtlich doch äh Webdesigner dran gearbeitet haben, die zumindest technisch ungefähr Sachen umsetzen können. Ja, das heißt, die haben haben Ahnung. Man sieht der Webdesigner, der die Seite gemacht hat. Der war jetzt nicht die Erste, die er gemacht hat. Was hat der sich gedacht?
Tim Pritlove
Hat sich gedacht, hier irgendwie was ist das denn? Auf dieser Webseite.
Linus Neumann
Sound. Vermutlich oder hast du gerade einen Keks gegessen.
Tim Pritlove
Gesunden Bananenchips sind aber lecker.
Linus Neumann
Da kannst du wahrscheinlich hinklicken und.
Tim Pritlove
Hofert man so rüber.
Linus Neumann
Einfach versteckte Buchstaben.
Tim Pritlove
Mein Gott.
Linus Neumann
Versende an deine Freunde eine animierte IK zum Thema.
Tim Pritlove
Ja, das ist überhaupt das.
Linus Neumann
Hier die übrigens äh online sein mit Maß und Spaß. Also komm.
Tim Pritlove
Geil. Ja, kannst du jetzt hier schön da.
Linus Neumann
Ja aber weißt du, genau das machen doch Kinder, die ach so und dann kriegst du direkt erstmal eine, Kriegst du erstmal direkt eine Warnung weg, weil die Flash Plugin auf einmal mit dot com arbeitet. Ja, okay, also müssen wir jetzt nicht länger äh äh kann man sich mal anschauen, aber es ist wirklich, es ist es ist eine Schande für die Zunft und es ist eine es ist traurig für die ähm, Es es zeigt einfach.
Tim Pritlove
Ist ein Beleg, dass irgendwie.
Linus Neumann
Genau, es zeigt die Hilflosigkeit und also du es ist einfach traurig, ja.
Tim Pritlove
Traurig, ja. Gibt noch viel zu tun. Ja, letzter Punkt.
Linus Neumann
Ja, die äh ein Thema, was wir immer wieder am Rande äh berührt haben. Wir hatten ja auch schon äh die Kirsten Fiedler in der Sendung äh zu Gast, die sich in Brüssel mit der Datenschutzreform, auseinandersetzt. Da ist jetzt eine große äh gemeinsame äh Aktion ähm gestartet worden von ähm, die im Moment jetzt, also, Privacy International, Access International European DJ und auch dem Verein digitale Gesellschaft. Ähm wo es also eine eine Postkartenaktion jetzt gibt. Da kann man also eine, ähm, Irgendwie eine Postkarte äh designen mit so Netzmotiven irgendwie mit und Troll Face äh so äh Postkarten mit nackten, äh machen. Und da kann man dann einen äh Slogan draufhauen, nämlich entweder Downlead Cooperation strip me of my ride to privacy oder insgesamt Protect my privacy. Und diese Postkarten, die werden dann tatsächlich gedruckt. Und da kann man sich dann den äh, So den den Member of the European Parlament aussuchen, an denen die dann gesendet werden soll. Das heißt, äh um jetzt nochmal den Vergleich hier zu den E-Cards bei äh ähm, äh ins Netz gehende Gehen Punkt DE. Äh hier kommen also tatsächlich richtige Postkarten, die im aus dem Internet rausfallen, Und im richtigen Leben ankommen als Postsendung.
Tim Pritlove
Bei dem Teilwohl, vor der Nutzung des Netzes.
Linus Neumann
Muss man online sein.
Tim Pritlove
Muss. Mit Flash.
Linus Neumann
Mit Flash-Flash, ja. Ich glaube, Leute, die Flasche haben wir See verloren.
Tim Pritlove
Läuft. Mit anderen Worten hier diese Datenschutzreform ist nach wie vor umstritten und es wird hier kräftig äh gefightet. Was ist jetzt ähm nochmal, also ich habe das Neues ganz verstanden, was die eigentliche äh Initiative ist, die jetzt hier Also geht's jetzt primär um diese Karten oder ist es jetzt nur eine Begleitmaßnahme des.
Linus Neumann
Eine eine Begleitmaßnahme, es gibt ja dann auch noch äh Berichte über dieses Thema äh und es geht also hauptsächlich darum, dass wir so diesen, Lobbyansturm auf das europäische Parlament haben dem jetzt entgegengesetzt werden soll, dass es da eben auch die Interessen der Zivilgesellschaft gibt, die natürlich wie so häufig äh unters Rad, zu drohen, äh zu kommen, zu geraten drohen, ja.
Tim Pritlove
Ja, das äh bringt uns dann zu der Frage, ob für den in der nächsten Woche überhaupt produzieren werden. Republika und äh äh wer das noch nicht mitbekommen hat, Republika ist äh einer von zwei äh Ausnahmezuständen in der Digital äh Kultur im Jahr. Der eine findet halt immer so um Weihnachten herum statt, die andere eben im Mai, und äh so ziemlich unser vollständiges Umfeld dürfte dort äh aktiv sein auf die eine oder andere Art und Weise, Vortrag zuhören oder sonstwie teilnehmt und ja, für mich ist es jetzt sogar eine super busy Week.
Linus Neumann
Super busy week, Super.
Tim Pritlove
Ja, hier im äh Namen der der der Pottliebe äh startet ja jetzt schon am Wochenende vorher irgendwie der Workshop und danach geht's dann mehr oder weniger direkt in die Aktivität auf der Republika über, und ja, ich bin gespannt. Wir haben da ein eigenes Studio vor Ort, das Sendezentrum.
Linus Neumann
Gibt's da einen Link zu? Wo denn?
Tim Pritlove
Äh ja. Äh du kannst mal auf Sondersendung. Äh die Strich Sondersendung Punkt DE äh marschieren. Nochmal drauf äh verlinken dann auch hier. Und ähm.
Linus Neumann
Oh, ein neues Produkt der Metaebene grinst uns an.
Tim Pritlove
Ja, quasi, also das ist jetzt auch äh vor allem ein Kooperationsprojekt mit den Geaks hier, mit den WikiGeks, mit Ralf Claudia und auch noch vielen anderen Podcastern, die sich da, äh dazu Gesellen werden, ist also eine sehr äh dynamische Geschichte. Wir wollen da möglichst viele Podcaster, und wer sonst noch bereit ist, mitzuhelfen, vor Ort einbinden, um dann irgendwie unsere Livesendung dort äh einmal am Tag hinzubekommen, die immer von siebzehn bis neunzehn Uhr sein wird, halt live hier im Sendegebiet. Und ja, vor allem sind wir auch vor Ort, wir sind da präsent im eigenen Raum, wir wollen dort auch äh, gefunden und angesprochen werden. Wir sind selber sehr gespannt, wie sich da die Dynamik äh so entwickelt, aber ich hieß es einfach für notwendig und das ist etwas, was ich seit der ersten Republika im Prinzip gefordert habe, dass es mal einen Ort gibt, wo die, publizierenden, ja? Auch da sind, also ich fand das immer so etwas absurd, dass man die ganze Zeit dadrüber redet äh im Internet zu publizieren, aber sich das im Wesentlichen immer aus, aufs Twittern, aus den Gängen und Vorträgen äh reduzierte. Ja, natürlich, es wurde zwischendurch auch nochmal so ein bisschen geblockt. Schreiben kann man ja überall, aber eben die Leute, die im äh Audioaufnahmen, die hatten in dem Sinne keinen Ort und ja, wir sind ja grundsätzlich auch, sagen wir mal, im Video-Podcasting nicht abgeneigt, nur machen halt die meisten Leute einfach Audio, Aus gutem Grund und von daher bieten wir dort auch die Möglichkeit für Podcaster dort, also wenn jetzt sozusagen jemand vor Ort ist und für sein Programm seine eigene Sondersendung auch machen möchte, dann, wäre das sozusagen der Ort. Das Sendezentrum auf der Republika.
Linus Neumann
Oder einen Vortrag hast du auch mit dem Radio Universal. Genau. Und ich hab einen mit dem Erkenntnis der empirischen Träuforschung für die ich gestern bis fünf Uhr morgens versucht hab irgendwas vorzubereiten.
Tim Pritlove
Ja, die Situation, in der wir uns jetzt alle befinden, als äh klassische äh wird das natürlich alles immer bis zur letzten Minute gesammelt im Kopf, bis dann irgendwann dieser dieser Explosionsmoment kommt. Du kennst dieses Gefühl? Nee?
Linus Neumann
Nee. Ich kenne andere Gefühle.
Tim Pritlove
Andere, ah, na ja, bei mir ist das auf jeden Fall so und ich kenne Menge Leute, denen geht's ähnlich. Aber das wird schon alles irgendwie.
Linus Neumann
Das kriegen wir schon alles hin. Nächste Woche werden wir also dann sehen, ob äh sich netzpolitisch genug tut. Es gab auch auf Netzpolitik org dann nochmal einen Hinweis zu den netzpolitischen Vorträgen auf der Republika. Den verlinke ich jetzt auch nochmal. Ähm.
Tim Pritlove
Die gibt's da auch.
Linus Neumann
Es gibt äh selbstverständlich äh immer bei der Republika dann äh Moment, ich gucke mal. Republika. Es gibt natürlich auf der Republika dann immer auch sehr viel zu der ähm, wie schreiben sie es denn, dass sie auch.
Tim Pritlove
Publica, jetzt politische Vorträge auf der Republika Was ist denn hier? Die Maschinen lesbare Regierung elf Uhr am ersten Tag, damit geht's äh los hier. Lorenz äh Maz hat von Open Data äh City und der sich ja extrem im Open Government, Open Data Bereich einsetzt. Dann zwölf Uhr fuffzehn Political Advox Internet, Benz Scott äh sagt dir das was.
Linus Neumann
Wenn's Gott äh ähm hat sich früher in den USA sehr stark äh für die Netzzentralitätskampagne eingesetzt und war dann eine Zeit lang ähm Berater von Hillary Clinton, eben auch für digitale Gender. Ich weiß nicht mehr genau, was sein Jobteil war. Ähm, Äh irgendwie so also so so ja Berater der der US-Regierung für für irgendwie äh Fortschritt und und Netzfreiheit oder so. Und wohnt jetzt seit einiger Zeit in Berlin.
Tim Pritlove
Mhm. Dann kommt äh Birgit äh vielen bekannt als Mitglied des isländischen Parlaments und auch äh für Sprecherin für Wiki Leaks und und äh andere Maßnahmen und auch eine der treibenden Kräfte in dem Versuch, den er jetzt leider gescheitert ist, äh Island eine neue Verfassung zu überhelfen, die ja in so einem basisdemokratischen Weg gefunden wurde, aber dann letztlich dann doch von der politischen äh äh rechtslastigen Kaste oder sagen wir mal generell den politischen, von dem politischen System Islands abgewählt wurde oder nicht gewählt wurde. Darüber wird dann berichtet sicherlich sehr interessant, ob das jetzt auch schon, Das letzte Wort war keine Ahnung. Äh ja, ich weiß nicht, lohnt sich das jetzt hier äh die ganze Liste durchzu.
Linus Neumann
Ja, jetzt haben wir angefangen, jetzt haben wir angefangen. Also dann.
Tim Pritlove
Länger als ich dachte.
Linus Neumann
Joe Joe McNamy von European Digital Rights über die Privatisierung der Rechtsdurchsetzung. Ähm insbesondere im Copyright Bereich. Dann und Stefan Pann Heusen, ähm, Über politische Mähmesse York, früher bei Global Voices, jetzt bei der IFF. Äh Jeremy Zimmermann und Katar Zina, den Nachnamen kann ich immer nicht aussprechen. Die setzen sich äh natürlich auch mit ähm, mit Datenschutz auseinander, äh also Harmlosigkeit von Daten, wie.
Tim Pritlove
Heißt der Vortrag, genau, fünfzehn Uhr fünfzehn, dann sechzehn Uhr von.
Linus Neumann
Ah, von ja okay, dann setzt er sich wahrscheinlich ja, die sind natürlich als Browserhersteller an einem schönen, offenen Web, wo alle schön HTML ist äh interessiert. Ähm, Michael Umland und Sonja Schönemann, checken mit dem ZDF irgendwas, ein cross-mediales Projekt des ZDF. Äh okay, scroll mal runter, wie viele kommen denn da jetzt noch?
Tim Pritlove
Klang jetzt nicht so äh ja wie ich schon sagte und das ist nur der erste Tag. Also.
Linus Neumann
Oje. Oh, das war nur der erste Tag. Scheiß.
Tim Pritlove
Ja, ja, ja, das können wir jetzt, glaube ich, äh, wirklich, äh, vergessen, aber, äh, wir verlinken einfach mal auf diesen Artikel es ist einiges zu holen. Auch ansonsten ist, glaube ich, so einiges äh zu holen. Ist auch der eine oder andere äh Lokbuch Netzpolitikgast hier äh am Start hier. Hier.
Linus Neumann
Und Rene weiter.
Tim Pritlove
Genau, also ja und wenn ihr auf der Republika seid und wenn ihr uns über den Weg läuft hier dem dem dem Linus könnt ihr dann wieder mal ein Bier kaufen.
Linus Neumann
Oder eine Marke.
Tim Pritlove
Oder eine Mate, je nachdem wie gebrochen er bereits aussieht.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Und generell, weil ich immer wieder weiß, dass der ein oder andere da zögert, spricht uns an. Sagt hallo, irgendwas, äh wir warten nicht viel, aber wir finden das immer super mit ähm, und Hörerinnen in Kontakt zu kommen und ihr müsst jetzt keine Riesengeschichte und kein Scoop unterm Arm haben.
Linus Neumann
Reicht, wenn ihr einfach kurz sagt so, geiler Podcast. Kann ich ein Autogramm haben?
Tim Pritlove
Das Beste überhaupt.
Linus Neumann
Nee, aber nee, das ist wirklich geil, das ist äh das ist das Entscheidende der Republika und äh genau, ich kenne immer noch die Wenigsten äh der Hörer. Wir sehen ja in den Downloads, dass es auf jeden Fall mehr sind als wir kennen.
Tim Pritlove
Bisher kennengelernt hast, ja.
Linus Neumann
Also da gibt's noch ein paar, die sich mir noch nicht vorgestellt haben.
Tim Pritlove
Genau, also nehmt euch ein Herz, sagt einfach hallo und äh alles ist gut. So, das äh ist für uns einfach auch wichtig, mal zu merken, dass das äh wertgeschätzt wird, wenn es den wertgeschätzt wird. Und.
Linus Neumann
Wobei, wobei ich.
Tim Pritlove
Motivation.
Linus Neumann
Ich verlange, von äh Logbuch Netzwerk Hörern, dass sie nicht sagen hallo, sondern ist ganz klar, was sie sagen.
Tim Pritlove
Guten Morgen, Linas. Egal, wie spät es ist. Das bringt uns zum Ende der Sendung.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Beginnen mal äh wir gehen dann mal klatschen, ne?
Linus Neumann
Ja, wir gehen jetzt klatschen beim Apple Store.
Tim Pritlove
Alles klar, bis bald.

Shownotes

Prolog

BKA kauft FinFisher

Die Telekom will es wissen

Online-Programm zum Offline-Gehen

Datenschutzkampagne

Epilog

LNP059 No Princess For You

Leistungsschutzrecht; Bestandsdatenauskunft; De-Trojaner; De-Mail; DSL-Drosselung; State of the Netzbewegung

Nach einer urlaubsbedingten Pause von einer Woche fassen wir die vergangene Zeit zusammen und haben uns wegen der erdrückenden Last von Negativmeldungen Verstärkung in Form von Frank Rieger geholt. Wir lecken die Wunden und fragen uns am Ende, wie es weitergehen kann und wird.

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Frank Rieger

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Morgen, Tim.
Tim Pritlove
Sollen wir sagen, wie spitz ist?
Linus Neumann
Viertel vor zwölf.
Tim Pritlove
Okay. Ja und es ist wahr geworden äh die neunundfünfzigste Ausgabe von Lokbuch Netzpolitik äh erblickt das Licht des Tages. Äh wir waren ein wenig äh im Urlaub und in der Diaspora und äh bedrückt und lagen unterm Tisch, oder? Weiß nicht, was hast du denn gemacht?
Linus Neumann
Äh dazu kommen wir später.
Tim Pritlove
Ach so, ja okay, also aber ich habe mir so ein bisschen den Lenz äh äh gemacht und dachte mir schon, ich werde schon nichts verpassen. Aber es kann schon passieren in einer Woche. Ja und das ähm, Naja, war ja nicht ganz, war ja nicht ganz Kollateralschaden äh äh frei. Die letzte Zeit und jetzt müssen wir das hier alles wieder aufrollen.
Linus Neumann
Es war eine eine schwarze Woche in der Netzpolitik und äh da braucht man natürlich auch dann seelischen Beistand und sowas aufzuarbeiten. Deswegen haben wir einen Gast, der immer sehr positives Weltbild bekannt ist.
Tim Pritlove
Bekannt ist.
Frank Rieger
Ausgerechnet in der dunkelsten Woche des Jahres.
Tim Pritlove
Genau, wir sagen hallo zu Frank, Frank Rieger, guten Tag, willkommen bei Lokbuch Netzpolitik. Äh, Die Geschichte wiederholt sich, äh Frank habe ich so ein bisschen den Eindruck, äh vor vielen, vielen, vielen Jahren hatten wir ja auch mal so die große Hackerdepression und dann bist du ja mit Rock mal äh auf den Altar geschlichen und hast äh sozusagen das Ende der Welt verkündet, äh äh ja, er hat recht, aber es hat halt sozusagen auch einen interessanten Defekt gehabt, äh nämlich, dass dann sozusagen genau, mehr oder weniger im Anschluss so eine der erfolgreichsten Aktionen dieser Gemeinde dann wiederum sich manifestierte die es bis dahin gab und damit hat sich das dann eigentlich, umgekehrt oder ist das jetzt eine zu optimistische Sicht?
Frank Rieger
Nachher kurzfristig ist die Sicht sicherlich richtig, aber langfristig ist, glaube ich, irgendwie doch schon alles ganz schön im Eimer. Und äh also was wir jetzt irgendwie so letzte Woche hatten, war eigentlich mehr oder minder der Ausblick auf darauf, äh was jetzt so kommt. Äh, Weil wir äh ja Netzpolitik jedoch eigentlich immer bisher so die letzten drei Jahre so ein Feld von Optimismus und Lebensfreude und wir kriegen da was bewegt ist, und ähm so, was wir jetzt da so gesehen haben, ist, dass es einfach der Regierung mittlerweile einigermaßen egal ist. So, weil äh sie haben halt nichts mehr zu befürchten.
Tim Pritlove
Also alle Hüte raus aus dem Schrank, schön zuziehen.
Frank Rieger
Na ja, das würde ich so nicht sagen, da kommen wir vielleicht später noch dazu, was wir genauer machen sollten, aber klar ist jedenfalls, dass die diese optimistischen, Ansichten von wegen, wir müssen das denen alles nur richtig erklären und dann wenn ich es schon verstehen und dann kommen die schon irgendwie auf die richtigen Gedanken äh und dann werden die halt auch schon verstehen, dass unsere Lösung und unsere Ansichten die besseren sind, dass das äh nicht also wirklich nur für einen kleinen Teil gerade der Politik zu traf und wer halt äh doch einen, relativ großen Teil von Politik haben, die mittlerweile verstanden hat und die halt einfach Scheiße und bösartig ist. Äh und das jetzt halt auch in Netzpolitikfeld raushängen lässt.
Tim Pritlove
Äh ich würde sagen, schauen wir mal, was eigentlich äh äh passiert ist. Äh heben heben wir die Scherben mal auf. Womit geht's los?
Linus Neumann
Leistungsschutzrecht.
Tim Pritlove
Oh, unser Klassiker.
Linus Neumann
Ich hatte das ja, wir hatten das ja eigentlich vorhergesagt, dass es ungefähr so passieren würde, wie es dann auch passiert ist. Ich ich rühme jetzt mal auch hier unsere äh Weitsichtigkeit im im Rahmen dieser.
Tim Pritlove
Immer noch die Wette laufen, dass es am Ende doch noch irgendwo dran scheitert, aber.
Linus Neumann
Woran äh woran klammerst du deine Hoffnung jetzt, dass äh Bundesverfassungsgericht? Ein ein.
Tim Pritlove
Gericht, also ich könnte mir halt sehr gut vorstellen, dass das äh daran irgendwie dann nochmal zerschellt, aber ich bin jetzt auch nicht unbedingt total überrascht, dass das jetzt äh erstmal beschlossen wurde. Denn das wurde es in unserem Bundestag.
Linus Neumann
Ja, das hatten wir ja, glaube ich, schon erledigt. Also das das war, glaube ich, schon Thema der Sendung. Das Problem war jetzt, dass er die Hoffnung bestand, dass der Bundesrat sich drum kümmert, Und äh die Hoffnung war, dass der äh der Bundesrat den Vermittlungsausschuss anruft und da irgendwie so lange rum blockiert bis es Neuwahlen gibt und dann mit Hilfe des Prinzips die ganze Nummer vom Tisch ist, das wäre eine ähm, Wäre, sage ich mal, äh irgendwie im Rahmen des Möglichen gewesen, wenn sie's geschafft hätten, das ausreichend zu verschleppen.
Tim Pritlove
Also zu Philipp aber das ging nicht, weil wir festgestellt haben, die SPD hat auch Angst vor Axel Springer.
Linus Neumann
Ja, die.
Frank Rieger
Wo die korrekte Zusammenfassung hier.
Linus Neumann
SPD hat auch Angst vor Achselspringer.
Tim Pritlove
Und vor der WAZ, im Speziellen, weil wer war es, der jetzt konkret äh abgelehnt hat? Das war NRW. Also die Länder.
Frank Rieger
War der Landesverband von Pierr Steinbrück? Also es war halt Steinbrücks eigener Landesverband, aus dem er kommt, ähm.
Tim Pritlove
Okay so kann man's natürlich auch noch sehen, ja?
Frank Rieger
Äh ist aus meiner Sicht war es eine rein Wahlkampftaktische Aktion. Sie haben halt irgendwie Lippenbekenntnis so finden wir eigentlich scheiße gemacht und haben dann aber gesagt äh wir werden's jetzt aber nicht abschaffen, weil tja so, also ohne irgendeine irgendeinen tatsächlichen Grund Also sie haben ja genau das, was sie hätten, tun sollen beim Leistungsschutzrecht, haben sie ja bei anderen Gesetzesvorhaben der Bundesregierung genau getan, dass sie sich nämlich im Bundesrat haben auflaufen lassen, das heißt also die sagen wir die Mechanik der Macht hätte schon funktioniert, wenn sie es denn gewollt hätten äh aber ganz klar war, sie wollten halt nicht, weil sie wollten sich heute jetzt nicht irgendwie, Monat vor dem aktuellen, heißen Wahlkampf mit Springer anlegen.
Tim Pritlove
Ja, das Ganze kurz nach der neu ähm, nennt man das, Neubildung des Bundesrats nach der Niedersachsenwahl, der eigentlich erstmalig auch die äh Mehrheiten so gelegt hat, dass das eben auch durchaus realistisch gewesen wäre, da äh etwas zu machen.
Linus Neumann
Es gibt dann die Begründung von Per Steinbock, der sagt, dass äh ja, wir haben ja klar, natürlich haben wir die ganze Zeit gesagt, das Leistungsschutzricht ist, es ist Quatsch. Ähm aber wir wollen jetzt nicht auf Basis eines Vorschlags diskutieren, den wir sowieso ablehnen, und ähm er hat also quasi diese in seiner Argumentation Klammer, der so diese Option aus, als gäbe es die nicht und sagt ja, selbst wenn wir das jetzt im Vermittlungsausschuss getragen hätten, dann wär's ja doch wieder zurück in den Bundestag gegangen, Und äh da entsprechend ähm hätte dann wieder schwarz gelb machen können, was sie wollen. Deswegen wollen wir jetzt lieber gewählt werden und ein besseres Leistungsschutzrecht machen. Das ist gut, ne?
Frank Rieger
Vor allen Dingen und genau, genau das haben sie beim Betreuungsrecht haben sie äh beim Betreuungsgeld haben sie genau das getan, ne? Also genau da haben sie genau diese Mechanik angewendet, dass sie gesagt haben, so okay, wir verschleppen's halt mal eine Runde in den in den Bundesrat, damit's halt nicht mehr vor den Wahlen irgendwie äh zum Beschluss kommt und dann ist sowieso ein neues Spiel ob da ein neues Spiel ist, ist einmal dahin gestellt, also momentan sieht's ja nach den Umfragen aus, als wenn's genauso weitergeht, wie bisher.
Tim Pritlove
Was jetzt mit dem Betreuungsgeld oder mit dem Leistungsschutzrecht.
Frank Rieger
Damit der politischen Situation in Deutschland ja so also ich meine ist halt.
Tim Pritlove
Ach so, ja, ja. Gut, da ja äh verstehe ich.
Frank Rieger
Äh also wenn insbesondere irgendwie Herr Steinbrück, der tut ja alles dafür, dass es halt irgendwie äh sicherlich keinen Machtwechsel geben wird. Und insofern ist das Ganze halt einfach auch eher so ein na ja, so nur so ein Spiel, ne.
Linus Neumann
Letztendlich.
Tim Pritlove
Denn jetzt überhaupt Neues zum Leistungsschutzrecht? Also hat sich denn da jetzt äh in irgendeiner Form nach der Beschlussfassung noch irgendwas ergeben?
Frank Rieger
Das hat sich auf der praktischen Seite was ergeben, dass halt eine Menge Verlage gesagt haben, wir sie wollen's nicht nicht anwenden. Also sie haben da keine Lust drauf. Äh sie wollen's halt nicht äh.
Tim Pritlove
Eine Menge, also heiße weiß ich.
Frank Rieger
Äh Heise ähm, wer war's noch, glaube ich, Süddeutsche? Wollte, wollte er auch.
Tim Pritlove
Freitag, ich glaube, der Freitag hat sich auch dagegen ausgesprochen. Die Süddeutsche auch.
Frank Rieger
Ich glaube, die wollte oder die weiß nicht mehr genau, ob sie's schon haben, nachgucken.
Tim Pritlove
Ich dachte, die Süddeutsche hat das äh war die nicht auch so ein bisschen auf der Fahnenwedel.
Frank Rieger
Was man halt verstehen muss, ist, dass die ähm diese Leistungsschutzrecht hat da äh in ihrer ganzen deutschen Presselandschaft gerade bei den großen Verlagen zu intensiven Konflikten zwischen Redaktion und Verlag geführt, Also die Verlage waren erstmal alle dafür, weil alles, was nach mehr Geldrichter, sind sie halt prinzipiell dafür, ohne genau zu verstehen, dass sich Dach verspringen, das Kragen spannen lassen, Ähm und äh die Redaktionen waren bis auf relativ wenige Ausreißer eigentlich ziemlich unisone dagegen, äh weil sie gesagt haben, so, das äh ist halt zum einen das ein Springergesetz, wo wir uns deshalb, mit unserem Namen vor den Kahn sparen lassen äh und zum anderen äh führte halt dazu, dass es halt ein Risiko gibt für die, ja quasi die journalistische Freiheit und irgendwie den ja Dinge von anderen zu verwenden, was ja doch ein guter Teil des deutschen Journalismus ausmacht und deswegen, Ähm ist das halt innerhalb der der also der Verlagsredaktionsbeziehung auch nicht immer so äh so ganz freundschaftlich gewesen, sondern jetzt nachdem halt äh ja dieser Kompromiss, dieser sogenannte äh passiert ist, also dass halt die, nun wieder doch legal sein sollen also ohne, Geld verwendbar sein sollen. Äh uns halt eben auch noch darum ging, dass die das Gesetz so unscharf ist, dass klar ist, dass jeder Verlag, der es anwenden will, erstmal drei Jahre vor Gericht ziehen muss, ähm sind die Verlage halt auch eben nicht mehr so.
Tim Pritlove
Warum müssen die fürs Gesicht.
Frank Rieger
Ne, weil die Formulierung im Gesetz in dem Gesetz, wie es jetzt durchgegangen ist, sind halt so unscharf, wo auch die Regierung sagt, ja das überlassen wir den Gerichten zu definieren, was die Länge des verwendbaren Ausschnitts ist, so so schwammig, dass jeder Verlag, der sagt, okay, jetzt will ich aber Geld von dir haben äh und der tut es gegen irgendjemand, der auch nur ansatzweise irgendwie Support oder Community oder Geld hat, äh der wird halt vor Gericht gehen, sondern dann fechten wir es halt mal aus.
Tim Pritlove
Na gut, ich meine, ein River wird das sicher sich äh nicht machen, weil die nah einfach aus den finanziellen äh äh Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Frank Rieger
Die Communitys, die also klar sollte, sollte es nicht ein River machen, aber ähm ich sage mal für so was halten irgendwie die zwanzig, fünfundzwanzigtausend Euro, die man dafür braucht, zusammenzukriegen, ist jetzt auch kein Ding der Unmöglichkeit. Ne, also das ist halt irgendwie so ein.
Tim Pritlove
Gut, aber es ist ja mehr als nur das Geld, das ist ja auch einfach eine Menge.
Frank Rieger
Eine Menge Arbeit. Du musst das halt.
Tim Pritlove
Und dann hast du auch echt nichts anderes mehr zu tun, also ich.
Frank Rieger
Klar ist auf jeden Fall, dass dass also was jetzt so häufiger durch die Gegend geisterte, das hat man jetzt halt, bestimmte Blogs oder irgendwie bestimmte Formen von Aggregationen wie Rivers macht halt eben nicht mehr machen kann und dass man deswegen halt irgendwie äh aufhört damit. Äh das halte ich halt ganz ehrlich gesagt für Unsinn. Also man sollte sich da halt einfach nicht ins Boxhauen jagen lassen, und wenn die ersten Klagen kommen, dann ist auch ganz klar, dass wenn man halt einfach zu Google geht und da sagt er, Alter, hier, ihr habt das Geld auch in eurem Interesse, also tut mal was dazu. So, also es ist halt, denke ich mal, einen.
Tim Pritlove
Auch interessanter Ansatz.
Frank Rieger
Die Schlacht geht jetzt heute vor den Gerichten weiter, wenn jetzt nicht noch irgendwie, keine Ahnung, äh aus bürokratischen Gründen, Papier im Bundesrat alles und sie ist nicht verabschiedet bekommen. Ähm, Aber klar ist halt, wir müssen äh das wird halt vor die Gerichte gehen. Ähm ein interessanter Punkt, den ich aber nochmal ansprechen wollte an der Stelle ist, warum ist denn das eigentlich so passiert und warum ist denn, weil wir ja gerade eigentlich ja sozusagen über Netzpolitik reden, warum interessiert diese Leistungsschutzrecht eigentlich niemanden außer einer relativ kleinen Gruppe Leute.
Tim Pritlove
Also du meinst eine Bevölkerung.
Frank Rieger
Genau, also warum gab's halt warum es sozusagen nicht möglich gewesen halt dafür eine eine Mobilisierung, die halt irgendwie anderen als politischen Themen adäquat ist, indem man Vorratsdatenspeicherung oder ähm daraus halt eben so eine Mobilisierung zu schlagen und der Grund ist halt einfach, dass es den Leuten einigermaßen egal ist, Leute die fühlen sich, ich find's persönlich betroffen von der Vorortsdatenspeicherung, die fühlen sich persönlich betroffen von Netzzensur, das sind alle Sachen, die greifbar sind, aber so ein irgend so 'n Blog soll dann halt mal vielleicht für so 'n Zitat Geld zahlen müssen? Hä?
Tim Pritlove
Klar, es betrifft die halt nicht und vor allem was natürlich auch, was auch vollkommen nachvollziehbar ist niemand begreift jetzt, ähm so wie das eben sagen wir mal im Netzkreisen verstanden wird, so diese Konsequenzen, die sich daraus eben.
Frank Rieger
Ergeben könnten.
Tim Pritlove
Geben könnten für Startups et cetera, wirtschaftliche Entwicklung. Das ist halt auch ein Meta-Thema. Und von daher ist es eigentlich auch etwas, was, Klassisch in der Politik TM äh.
Frank Rieger
Verhandelt werden sollte, ja.
Tim Pritlove
Korrekt verstanden werden sollte und genau das findet eben so nicht statt.
Frank Rieger
Ne, und der Punkt ist halt, was wir halt an diesem Leistungsschutzrecht gesehen haben, ist, dass die äh der Wille der Politik, zu handeln auf der Basis von konkreten, also wie sie zum Beispiel auch in den Anhörungen herkamen, gering ist, Insbesondere wenn halt groß politische Interessen, wie zum Beispiel irgendwie die Hose voll haben vor Springer dagegen stehen. also wir sind halt nicht an den Punkten mehr, dass die das nicht verstehen. Also die Abgeordneten haben das ganz genau verstanden, Aber den ging halt einfach irgendwie, also deren Interesse, ob jetzt so ein paar Blogs oder Aggregatoren zumachen oder halt noch irgend so ein Hippes Web Startup mit runden Ecken und irgendwie neue revolutionäre Präsentation von News und nicht mehr existieren kann.
Tim Pritlove
Oder ob ihnen Springer den Wahlkampf verhagelt.
Frank Rieger
Sind halt vollständig andere Prioritäten so, ne? Und deswegen, müssen wir uns halt also dieses Leistungsschutzrecht lehrt uns zwei Dinge. Zum einen ähm ist es nicht möglich eine große Mobilisierung zu machen mit Themen, die halt zu Meta sind, die halt zu wenig Leute an äh angehen und wenn wir so tun, als könnten wir so eine Mobilisierung für solche Themen leisten.
Tim Pritlove
Aber bei AXA war es ja auch sehr mieter.
Frank Rieger
Nee, ActA war eben nicht im Meter, weil man da konkrete Beispiele aufmachen konnte, dass es Leuten an den äh tatsächlich an ihre Lebensführung geht, Ne, weil sie immer klar dein iPod wird an der Grenze kontrolliert. Hat jeder sofort eine Vorstellung davon. Es ist vollkommen klar. Betrifft jeden. du kannst plötzlich keine digitale Musik mehr über die Grenzen mitnehmen oder sie können da dein Notbook kontrollieren. Kann sich jeder vorstellen.
Tim Pritlove
Aber es war ja nicht unbedingt jetzt ein Argument, was so im Mittelpunkt stand.
Frank Rieger
Deshalb für viele Leute, für viele Leute war das so ein so ein ganz greifbares Ding, auch wenn's nur so halb wahr war.
Tim Pritlove
Ich hatte mir so die Eindrücke, es ging mir so über dieses Falscheing, aber ich stimme dir zu, das ist das Eso oder.
Frank Rieger
Genau selber. Betrifft halt Millionen von Leuten und nicht halt so ein paar Blogs, ne? Und also das hat, glaube ich, so einen Punkt, den wir, den wir uns tatsächlich irgendwie ins Notizbuch ins Lockbuch schreiben sollten, ist, dass äh nicht so tun sollten, als das Politik, Gemeinde oder wie auch immer man's nennen mag, dass wir Themen, die ganz klar kein Massenpotential haben, so hoch hängen, dass alle erwarten, okay, da muss es jetzt wieder so eine Bewegung wie bei Acta geben, Wenn's die nicht gibt, na dann ist es den Leuten im Zweifel egal, dann kann man's halt durchdrücken, sondern muss halt klar machen, okay, das sind Bücher, solche Themen wie wie Leistungsschutzrecht sind halt Nischenthemen, die halt nicht, Millionen von Menschen angehen und wo halt dementsprechend halt einfach die Strategie eine andere sein muss, man eben nicht versucht, irgendwie aller Google dann halt irgendwie mit Videos da halt irgendwie eine relativ durchsichtige, eigennützige Mobilisierung zu machen, sondern halt einfach klar sagt, okay, das ist ein Lobby-Thema, Und da muss man halt anders agieren und andere Strategien anwenden.
Linus Neumann
So haben ja äh also durchaus einige sich anfangs verhalten, also einigen, mit denen ich gesprochen habe, die also sagten, ja, Leistungsschutzrecht äh schwierig, weil da kämpften irgendwie zwei Lobbyarmeen gegeneinander und letztendlich sind wir hier nur die Innocents, die eventuell mitunter die Räder kommen, aber so wirklich eine eine Leidenschaft haben wir dann nicht, hatte ich persönlich jetzt beim Leistungsschutzrecht auch nicht, weil's jetzt bei einigen anders war. Aber.
Frank Rieger
Also mir ging's halt auch so. Also für mich war das halt so ein jetzt auch noch dritte Thema halt.
Linus Neumann
War halt so, man konnte sich da eher zurücklehnen und sich an den Kopf fassen und relativ viel Blödsinn hören. Vielleicht wäre das auch eine eine sinnvollere Strategie gewesen, dass äh, du hast halt gerade gesagt, wenn man viel Energie in ein in ein Thema wirft, was den Leuten egal ist und Ich weiß halt nicht, wer hat denn da viel Energie reingeworfen? Ja, Google mit seiner Igelsache, ja, klar. Andererseits geht's ja jetzt auch Stimmen, die sagen, und die finde ich eigentlich auch das Argument finde ich durchaus auch ähm, sollte berücksichtigt werden. Die sagen, was haben denn die Verlage TM, beziehungsweise was hat Springer denn jetzt da für ein Gesetz? Okay, die haben eine maximale Rechtsunsicherheit, aber die können sich mit dem Gesetz, was da jetzt verabschieden wurde, auch nicht irgendwie hinsetzen und ähm äh mit Sekt anstoßen und Jahresbohnen hier ausschütten, weil, Also solange da irgendwie diese Textausschnitte nicht definiert sind und so ist das für die auch jetzt nur ein Etappensieg, aber nicht äh.
Tim Pritlove
Gut, da hatten wir ja eine These, da würde mich auch mal interessieren, was Frank da von äh hält, nämlich das ist vielleicht erst äh für Springer gar nicht erst mal so wichtig ist, genau in diesem Gesetz drin steht, sondern dass für sie vor allem wichtig ist, dass es das gibt, Vehikel ist, das ist einerseits gezeigt hat, wir können das.
Frank Rieger
Eine Machtdemonstration.
Tim Pritlove
Einfach eine Machtdemonstration, aber eben auch ein jetzt ist es da und etwas ändern ist immer was anderes als es erstmalig beschließen.
Frank Rieger
Also auf der strategischen Ebene ist es für Springer einen also ging's für Springer darum, halt einen äh sage ich mal, einen mindestens einen Etappensieg gegen Google, zu erringen. Also so ist das für die, glaube ich, intern, dass die äh versuchen, dieses Paradigma Newses Free zu brechen. Und also der Springer ist ja auch ganz weit vorne mit Payballs, die sind ja die ersten, die in Deutschland halt irgendwie vier Tageszeitungen, Payball Experimente im großen Stil machen, Gerüchten zufolge wird's da auch noch mehr geben, also die werden halt da, also da auf Media war da neulich dieser Artikel darüber, dass die halt einen ähm so eine flächendeckende Springerpay mit irgendwie an einer Stelle einzahlen und dann alle Springerzeitungen lesen können, ähm geplant, wo sich halt irgendwie da in Osteuropa so eine Firma gekauft haben, die Technologie dafür baut. Und so, also die wollen also denen ist halt, klar, dass die ähm die wollen halt Geld verdienen und zwar viel Geld verdienen mit äh mit ihren Zeitungen und ihren sonstigen Medienaktivitäten. Und. Für die ist das halt so ein Ding, die wollen am Ende Geld aus dem Google Top haben. Das ist halt das Ziel. Google verdient Geld im Internet. Die deutschen Verlage verziehen gerade kein Geld im Internet, jedenfalls nicht so viel und ähm, irgendwie ihre bei Google auftauchen, wollen sie halt irgendwie ran an diesen Topf. Das ist halt der, der eigentliche Hintergrund von diesem, von diesem ganzen Gesetz. dass es nun nicht passiert, also dass dieses Ziel nicht erreicht wird, ist halt für die, sage mal, die anderen Verlage, die da mitgespielt haben, viel bitterer als für Springer, weil für Springer ist das immer noch die Machtdemonstration und halt das Brechen dieses Newsletters.
Linus Neumann
Wenn, Also es gibt ja immer noch den, den anderen Punkt, da waren wir uns hier auch uneinig. Ich ich glaube ja, dass sollte Google nun sagen, alles klar, Springer oder jeder, der irgendwie sich zum Leistungsschutzrecht bekennt, äh fliegt aus Google News raus Dann würden sie ja, und das hatte äh Keße ja auch angekündigt, dann würden sie den über Kartell, kommen, ne? Und sagen, ey, äh ihr dürft uns nicht ausschließen. Was ich trotzdem glaube, ist ja dieses Kräftegleich oder dieses Kräftegleichgewicht, wie das, dass das Leistungsschutzrecht jetzt herstellt. Das gilt ja erstmal nur für die Riesen, also für Springer gegenüber Google. Bei weitem aber nicht für die kleinen Verlage, ähm, Insofern hat natürlich auch ein verhältnismäßig kleiner Verlag wie Heise, äh ich meine, das kostet Ihnen ein müdes Arschrund, zu sagen, das machen wir nicht. Ist auch ganz klar, weil es für die tatsächlich das ähm.
Frank Rieger
Ja, die können es nicht tun, ja, das stimmt nicht.
Linus Neumann
Können's überhaupt nicht machen, ja? Ähm wenn Springer das macht, ja, dann wird das auf jeden Fall spannend. Die haben halt die können halt was äh dem gegenüber in die Waagschale werfen, ne.
Frank Rieger
Meine gute, also die Option für Google sind halt äh ist halt klar, die werden halt einen äh so weitermachen wie bisher. Äh das heißt also auf Google News irgendwie keine Werbung schalten, ähm wenn die clever werden, könnten sie auch sowas machen, dass wenn halt äh äh eine Suchergebnis äh News Resultate enthält, dass sie dann einfach schlicht keine Werbung einblenden, wir verdienen kein Geld mit einem Inhalten, schönen Tag noch, und also sie hört sozusagen nicht nicht komplett aus dem Index, sondern halt nur selektiv dafür sorgen, dass sie halt keine Angriffsfläche haben, der äh also ich sage mal, die die nukleare Option zu sagen, okay, wir schmeißen halt äh, sage ich mal, bestimmte Keywords aus dem Index, die nicht News sind, sondern die Namen der Zeitung, und trinken die halt runter auf Seite zwei, die haben sie natürlich immer noch, aber denen ist natürlich schon klar, dass sie halt einfach dann Kriterienprobleme kriegen könnten, sicherlich nicht in Deutschland, aber auf EU-Ebene, also weil die EU ist natürlich auch irgendwie durchaus bestrebt, gerade da ähm zu regulieren, zum Teil zurecht, zum Teil zu Unrecht.
Linus Neumann
Also Fazit, wir haben das Gesetz jetzt da, was wie wie übel das am Ende doch noch wird oder nicht. Ähm wird sich erst zeigen, wenn wir die Gerichtsverhandlungen haben. Ja. Und jetzt wird's mal bin ich mal gespannt, wer als erstes zieht.
Frank Rieger
Ja, genau. Genau, ist das so.
Tim Pritlove
Ja genau, darum geht's eigentlich jetzt, ne? Wer zieht zuerst?
Linus Neumann
Oder auf das so der kalte Informationskrieg.
Tim Pritlove
Alle in Lauerstellung. So, nicht in Lauerstellung war äh der Bundestag, sondern hat dann auch mutig ein neues Gesetz äh beschlossen, das wir ja auch schon besprochen hatten.
Linus Neumann
Ja und da kann man sich nämlich eigentlich mal wirklich drüber aufregen. Im Gegensatz zum Leistungsschutzrecht ist das nämlich eins, was uns durchaus betrifft und was, denke ich, auf jeden Fall, dass sehr, sehr viel relevantere Gesetz ist.
Frank Rieger
Und auch die größere Niederlage närzpolitisch. Ähm das das es einfach durchgegangen ist. Ähm also nämlich die Bestandsdatenauskunft und, worum's da geht ist, dass die Strafverfolgungsbehörden und auch die Dienste einfachen Zugriff haben sollen auf die, Daten sind Bestandsdaten insbesondere vom Bildtelefon, Internetanbietern und äh auch der Zugriff zum Beispiel auf die Zuordnung von dynamischer IP-Adresse zu äh den äh, ja, Bestandsdaten, also wem gehört diese IP-Adresse schon bei quasi geringsten äh Vergehen möglich ist, also auch Ordnungswidrigkeiten, ne?
Linus Neumann
Muss ich kurz einen Einwand bringen. Die dynamische IP-Adresse ist seit zweitausendachtzehn per Definition Bestandsdatin und nicht mehr Verkehrsdatum. nämlich also man man grenzt die Bestandsdaten, die so Name, Anschrift, Konto äh äh und so sind von den Verkehrsdaten ab und die IP-Adresse gehört mit einem Urteil seit zweitausendacht irgendwie dann zu den Bestandsdaten.
Frank Rieger
Weswegen sie halt auch die einfach an die Abmahne weitergeben können. Na ja, also der, der war interessante Punkt dabei ist halt, dass auch dieses Gesetz hat halt so ein paar Unschärfen, also eines der ähm Interessanteren ist, dass die Anbieter dazu verpflichtet werden sollen, auch eventuelle äh Zugangskontrolldaten, also sprich zum Beispiel Pins für SIM-Karten oder Pux für SIM-Karten herauszugeben und das von dem Gesetz ist so schwammig, dass man daraus durchaus auch ableiten kann, dass äh die Stoffverfolgungsbehörden hingehen könnten und bei Internetserviceprover dann sagen könnten wir hätten übrigens gerne auch nochmal die Daten, also die die Passworte äh von dem Internet-Account, an dem dann häufiger gerne mal die Mail und was sonst noch so dazu gehört, dranhängt.
Linus Neumann
Das Wedding ist hier Daten mittels derer der Zugriff auf Endgeräte oder auf Speichereinrichtungen, die in diesen Endgeräten oder hiervon räumlich getrennt eingesetzt werden.
Frank Rieger
Genau, hiervon räumlich getrennt ist quasi die Cloud.
Linus Neumann
Das ist dann Dropbox, ja.
Frank Rieger
Bezieht sich natürlich erstmal nur auf Internetserviceanbieter, beziehungsweise auf Telekommunikationsdienste Anbieter, das heißt also momentan noch nicht auf Mediendiensteanbieter, diese Trennung in Deutschland gibt's ja immer noch, das heißt also die Leute, die halt Bits schieben, sind die Kommunikationsanbieter, die die Leute, die halt mit den Bits irgendwas machen, sind die Mediendienstanbieter, die interessante Frage ist halt wann diese Ausdehnung passiert also wann sie dann sagen so was wie Facebook zum Beispiel bietet halt auch Chat an, deswegen sind die halt jetzt mal Kommunikationsdienste Anbieter und deswegen können sie auch an diese Passworte ran. Dann wird's halt interessant. Also klar ist halt diese Bestandsdatenauskunft, ist halt auf jeden Fall die größere Niederlage im Vergleich zur äh zum Leistungsschutzrecht, hat aber sehr viel weniger Aufmerksamkeit erfahren, also genauer gesagt, ist das halt völlig an uns vorbei gegangen. Also wir haben das heute also quasi zwei Wochen vorher oder sowas kam enthält dann mal hoch, Der einzige, der es halt schon ein bisschen länger hat, kommen sie nur Patrick Breier. Ähm und dementsprechend war halt, gab's halt auch keine Mobilisierung. Es gab halt keine, ja, äh, kein Aufschrei in in die Netzpolitikgremien, ähm die einzigen, die da halt irgendwie ein bisschen was von wussten, waren halt die Netzpolitiker in den Parteien, aber auch die waren, wie ich gehört habe, relativ überrascht, wie schnell es dann ging, Das ist halt irgendwann doch so rollt da die Polter durch den Innenausschuss ging und dann halt eben durch den Bundestag. Und das denke ich mal auch so ein Ding, was äh so die zweite Lehre aus dieser Woche, uns in den letzten zwei Wochen ist eben auch die die lernen halt auch ne? Also ist halt so der je schneller die solche Gesetze durchbringen und die weniger Geräusch desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit dass es halt irgendwie 'ne.
Tim Pritlove
Aber das Ding muss doch auch im Innenausschuss besprochen worden sein.
Frank Rieger
Ja, aber die machen's ganz schnell. Also diese, diese Innenausschusssitzung, die also Innenausschuss zu verabschieden im Bundestag war weniger als zwei Wochen. Das war so, dass die im Innenausschuss äh gab's halt auch Widerspruch natürlich wie immer, also die Experten der anderen Parteien fanden's halt auch nicht so besonders super. Ähm, Auf der anderen Seite waren aber die, ich sage mal die Opposition der Opposition bis auf die Linken war noch eher so ein bisschen schwammig, also die war eher so na ja, hm, eigentlich im Prinzip ja ganz okay, aber müsste man hier und da noch mal dran tunen. So, also jetzt nicht halt irgendwie so ein irgendwie äh irgendwie.
Tim Pritlove
Fundamental Opposition.
Frank Rieger
Das geht ja mal gar nicht und ähm daraus resultiert er dann eben auch diese ähm ja, sage mal, dieses dieses etwas ja.
Tim Pritlove
Was jetzt äh ein Politiker, der ähm Koalition jetzt eigentlich auf die Frage sagen würde, was wie sich denn dieses Gesetz bitte verträgt mit dem Grundrecht auf die Integrität unserer äh, Und Daten, das wir ja vor ein paar Jahren eingeräumt bekommen haben. Ich meine, es ist wieder, nach Strich und Faden genau diesem Grundrecht.
Frank Rieger
Na ja, was du dir sagen würdest, dass äh die Weitergabe dessen, wer du bist, also was es ja de facto ist, ähm, Sind ja zwei Gesetze. Zum einen ist es ein Gesetz zur praktisch Aufhebung von Anonymität im Internet, Also weil halt irgendwie für geringste Vergehen halt irgendwie äh deine Papierdresse mit irgendwie dann Bestandsdaten gelinkt werden kann. Und zum anderen, zum zweiten eben einen Zugriff auf, Inhalte, und die Frage, ob's jetzt irgendwie ein Problem wird, weil zum Beispiel halt irgendwie Landeskriminalämter mit einem einfachen Fax und einer größeren Richterbeschluss halt irgendwie auf Facebook-Passworte zugreifen können. Da werden die sagen, ja, na ja, nee, so haben wir das ja nicht gemeint und das werden die Gerichte ja dann schon verhindern. Zitat übrigens. So, das ist halt so der das heißt also, was wir da halt auch haben, ist halt ein durchaus, ja äh schleichendes, heimliches Verhalten auch der Strafverfolgung und der Innenpolitiker da, die halt dann einfach solche Formulierungen da reindrücken, zu Recht darauf hoffen, dass die halt nicht auffallen oder beziehungsweise nicht halt irgendwie in ihrer vollen Tragweite, also insbesondere dieses mit den Daten, die örtlich davon getrennt gespeichert sind, ist halt eben diese diese Cloud-Extension und wenn die dann einmal drin ist, dann wird die halt im Zweifel auch benutzt werden und dann ist es halt zu spät. Meine klar ist halt, dieses Gesetz wird nach Karlsruhe gehen, Also insbesondere diese dieser Zugriff auf die ähm gespeicherten Daten, also Mobiltelefon ist mittlerweile fast noch sensibler als.
Tim Pritlove
Ja, auch Pins, also ich meine, das ist ja schon richtig hardcore.
Linus Neumann
Ist ja gar nicht so interessant, weil die meisten Leute, die lösch äh ändern oder entfernen, interessant ist die Puck, die Puck ist.
Tim Pritlove
Also ob die meisten Leute ihre PIN ändern, das äh wage ich mal auch schwer zu bezweifeln.
Frank Rieger
Die meisten Leute schalten sie einfach.
Linus Neumann
Ändern. Sie könnten sie ändern, ja? Oder also schalten sie ab oder also sie könnten sie zumindest ändern, aber sie kriegen ja auch noch die Puck dazu. Das ist der.
Tim Pritlove
Personal Unlocky.
Linus Neumann
Ja, das ist also die, Das ist die Frage, die sie haben ihr ihre PIN vergessen, Frage, die das Telefon.
Frank Rieger
Na und ähm die also die die interessante Formulierung ist eben dieses Zugriff auf Speichervorrichtung die von den Endgeräten räumlich getrennt eingesetzt werden. Und die Begründung war halt, dass sie sagten, okay, ähm wenn wir halt in Fotospeicherdienste haben die vom, also ins Telefon integriert sind und wo du halt auf den Knopf drückst und dann wird halt dann dein Foto haltest dann halt nicht mehr auf dem Telefon, sondern in der Cloud, dann wollen sie halt auch daran. So, aber diese diese Bezug zum Telefon, also zum Mobilgerät äh ist halt jetzt schon in dieser Formulierung extrem schwammig. Also was das ist, ist es halt quasi ein Ermächtigungsgesetz ein Zugriff, Liebe geklaut Dienste, wenn sie's so auslegen und anwenden. Und das wird halt garantiert nach Karlsruhe gehen.
Linus Neumann
Da gibt's natürlich nur das Problem, dass unter normalen Umständen, also wenn man das jetzt mal die technische Realität dahinter ist ja ähm, dass sie schon immerhin sagen, sie wollen die Zugangsdaten haben in der wenn jetzt aber, Wirklich zu jemandem, also zu einem vernünftigen Cloud oder sonstwas Anbieter gehst und sagst Ich möchte gerne das Passwort von der Person haben. Wird er dir das nicht sagen können, weil wenn er sich häufigst an einen vernünftigen Standard äh hält, hat er das Passwort gesortet und gehasht eben wieder liegen und weiß es selber nicht, Ja, aber das sollte man jetzt schon, also es ist Datenschutz und also auch aus, wie heißt, sie werden halt.
Frank Rieger
-Sicherheitsgrund.
Linus Neumann
Gründen der Haftbarkeit. Wenn ich irgendwie äh da bei denen die Büchs aufmache und hundert äh achtzigtausend Passwörter ins Internet äh die die Leute dann alle noch woanders verwenden, dann haben sie natürlich auch ein Problem mit der Haftbarkeit dafür, dass sie sich eben nicht, dass sie die nicht vernünftig vorgehalten haben. Insofern das Passwort werden die, eher nicht bekommen können, Ähm interessant wird's dann, dass natürlich jeder dieser Anbieter sowieso nochmal die Schnittstelle hat, dann eben den Zugriff auf die Daten zu erlangen. was weiß ich, die äh selbstverständlich liegen meine E-Mails auf dem E-Mail-Server meines Anbieters so vor, dass er sie selber auch.
Tim Pritlove
Um's vielleicht mal ein bisschen konkreter zu machen. Also angenommen dieses Bestandsdatengesetz ist jetzt irgendwie umgesetzt und gültig. Weiß gar nicht, wann soll das in Kraft treten?
Linus Neumann
Das muss noch durch den Bundesrat. Da es aber kein Widerstand zu erwarten.
Frank Rieger
Das BK ist SPD geführt, also was erwartet man für einen Widerstand?
Tim Pritlove
Ja, so und dann heißt das, das ist noch dieses Jahr in Kraft tritt.
Frank Rieger
Das kann tatsächlich noch vor den Wahlen in Kraft treten, ja.
Tim Pritlove
Okay, so und jetzt nehmen wir mal an, das ist jetzt in Kraft, Was heißt das konkret? Also was in welchem Fall kann welche äh welcher Teil des Staates kann jetzt worauf, unter welchen Umständen zugreifen, was er vorher nicht konnte. Das ist mir noch nicht so ganz klar.
Frank Rieger
Na die, also es gibt da zwei Dinge. Zum einen, das sind die äh die Hürde, für welche Vergehen oder Straftaten es halt eingesetzt werden kann, die ist halt quasi null, das heißt also auch sowas wie irgendwie falsch parken im Internet, also.
Tim Pritlove
In der Einbahnstraße.
Frank Rieger
Genau, beliebige, beliebig niedrige äh Vergehen ähm sind halt irgendwie dann auskunftsfähig. So und dazu gehört halt eben auch sowas wie irgendwie Beleidigung, so oder äh Dinge, die die halt sonst bisher im Internet unter Kinkellecin gefallen sind. Ähm, Sind dann halt auskunftsfähig. So und das heißt halt, dass also auch äh jeder, der sich im Internet aufs auf den Schlips getreten fühlt, wird dieses äh wird halt irgendwie hingehen und äh, dann halt einen äh ja eine Auskunft verlangen.
Tim Pritlove
Ja und dann? Also das ist eine Auskunft für Dritte oder nur eine Auskunft für die äh Ermittlungsbehörden?
Frank Rieger
Na erstmal für die Ermittlungsbehörden, aber die kann natürlich für Dritte verwendet werden, wenn Haltung geht, keine Ahnung, zum Beispiel es halt um Beleidigungen oder ähnliche Dinge geht. Wenn du halt hingehst, Beleidigungsanzeige stellst, können die halt diese Daten rausrücken. Und die ähm äh die.
Tim Pritlove
Welche Daten ausrücken.
Frank Rieger
Die Bestandsdaten. Also die die na die Zuordnung äh der IP-Adresse zum Beispiel zum äh ja äh zum zur Person.
Tim Pritlove
Ja gut, aber das ist ja doch heute schon genauso möglich.
Frank Rieger
Ja, aber nicht ohne richterlichen Beschluss.
Tim Pritlove
Das ist dann ohne richterlichen Beschluss. Super.
Frank Rieger
Tatsächlich der einfach.
Tim Pritlove
Na gut, nicht, dass der richterliche Beschluss jetzt eine große Hürde dargestellt hatte, ne.
Frank Rieger
Na der ist halt insofern schon eine Hürde, weil er halt einen gewissen Aufwand erzeugt und die Strafenfondsbehörden müssen dit da halt hingehen und sich den Beschluss holen und der Richter macht.
Tim Pritlove
Man kann das nicht ganz so industriell äh.
Frank Rieger
Also man kann gut also der dieser Richter die Beschluss ist halt eine Durchstempelangelegenheit, aber er hat zumindest gewisse Hürden. So, das machen die halt nicht wegen jeder Ordnungswidrigkeit, Deshalb muss halt zumindest schon mal irgendwie so ein bisschen Straftat muss da halt schon passiert sein, damit halt irgendwie sowas passiert. Und da ist es dann halt nicht mehr so. Und was halt auch heißt, dass die Polizei halt zum Beispiel, wenn sie ein Telefon bei jemand beschlagnahmt, den sie halt irgendwo wegfahren dass sie nicht mal irgendeine Art von großartiger Eingriffstiefe braucht um zu kommen von dem Telefon.
Tim Pritlove
Weil sie einfach die Pucke hinterfragen können und zack.
Frank Rieger
Genau. Und halt eben doch auf die die Daten, die halt auf entsprechende äh entsprechenden Diensten, die halt zum Beispiel zu einem Mobiltelefonanbieter gehören, gespeichert sind, und ähm und das ist halt eben doch das Problem an diesem Gesetzes, dass es halt in seiner Unschärfe und in seinem seiner weitreichen, weitreichung äh garantiert kreativ genutzt wird.
Tim Pritlove
Aber ich meine, was was können sie denn mit der PIN äh mit dem Mobiltelefon schon groß machen? Ich meine, sie können dann irgendwie auf seine Kosten.
Frank Rieger
Naja, der die interessante Frage ist, ob's halt eben nur die PIN ist, ne? Also, ob's halt, also war eben dieses äh Datenmittel, derer Zugriff auf Endgeräte, heißt halt im Zweifel auch Anlock Codes, heißt halt im Beispiel Passworte, heißt Passwort Reset Mechanismen. Und da wird's dann halt schon interessant. Und Mobilgeräte sind halt eben nicht nur dein Telefon, da sind halt auch deine iPads.
Tim Pritlove
Meine gefährlichste Einfallstür ist ja eigentlich Mehl.
Frank Rieger
Klar, weil du damit halt alles risetten kannst, ja. Mhm.
Tim Pritlove
Weil du damit heutzutage eigentlich alles resenden kannst so, ne? Aber Domains sind jetzt hier sozusagen Kontrolle über die Domains äh übernehmen.
Frank Rieger
Also nehmen wir mal an, du bist halt irgendwie so ein typischer Kunde und hast halt deine E-Mail bei Timo bei, oder T-Online. So, dann bist du halt wenn wenn sie diese Daten wollen, dann rücken die halt raus, zu großes Endgerät, weil darüber kannst du halt dann den für irgendwie den Anlockcode durchführen und drauf, wie sagt man, was halt die konkreten Auswirkungen sein werden, hängt halt davon ab, wie kreativ die die Strafverfolgungsbehörden und die Dienste total interpretieren und äh, anfangen. So und das werden wir halt noch sehen und ist halt eben genau auch diese, das ist halt wie so ein typisches Beispiel von so einem so einem Gesetz, wo halt, sie die Kontroverse, die halt, Details entstehen könnte. Also man halt sich auseinandersetzen müsste, will man diesen diese Eingriffsbefugnisse oder will man die nicht? Und wenn ja, warum will man sie vielleicht nicht oder warum will man sie? halt wieder an die Gerichte delegiert haben und gesagt haben, so ja, wir formulieren's halt mal so ein bisschen vager.
Tim Pritlove
Was tun.
Frank Rieger
Wir mussten was tun, ne? Die Strafverfolger haben da halt wieder mal ihre Akten ausgepackt irgendwie mit den Millionen Vergewaltigten der Kinder. Und dann äh, Irgendwie an die äh ja, wir brauchen halt, wir brauchen halt, Das ist halt so dieser dieses typische Vorgehen dann. Die interessante Frage ist, ob da jetzt noch mehr kommt. Also ob dies dann noch im Koalitionsvertrag wieder Sachen finden, die sie dann noch lieber mal schnell umsetzen.
Tim Pritlove
Linus, so machen wir was beizutragen zu dem Thema.
Linus Neumann
Was wir ein bisschen außen vorgelassen haben ist natürlich, dass das vor allem für die freudigen Fallsharer jetzt auch nochmal Konsequenzen haben wird, weil es noch sehr, sehr viel schneller gehen wird. Und da jetzt auch einfach, der Zugriff einfacher wird, das heißt, die Abmahner freuen sich da jetzt durch.
Tim Pritlove
Abmahnindustrieförderungsgesetz.
Frank Rieger
Ja, die brauchen die brauchen keinen richterlichen Beschluss mehr. Ähm so übrigens auch in einem Argument, was halt am Rande eine Diskussion kam, dass es halt eben doch durchaus um eine Entlastung der Justiz ginge.
Tim Pritlove
Das ist super so. Ja, das die Gerichte werden schon entscheiden, aber die haben mir zu viel zu tun, also nehmen wir sie am besten noch mal raus. Genau. Mhm. Super.
Frank Rieger
Ja, toller Rechtsstaat, ne.
Tim Pritlove
Ganz toll. Na ja mal gucken, also da sehe ich ja auch so ein bisschen noch Karlsruhe mäßig äh.
Frank Rieger
Also denke ich mal, das wird nach Karlsruhe gehen, also wird wieder zwei Jahre dauern, ist halt das Problem. Und in der Zeit wird halt viel Schaden passieren.
Tim Pritlove
Linus, weiter.
Linus Neumann
Ja, hier kommt das nächste, was ich vorhergesagt habe. Ähm.
Frank Rieger
Kristallkugel.
Linus Neumann
Das ist alles in meinem Kopf. Die Kristallkugel ist in meinem Kopf.
Frank Rieger
So ein bisschen.
Linus Neumann
Ähm.
Tim Pritlove
Ähm.
Linus Neumann
Das BKA berichtet einerseits, also wir kennen ja glaube ich alle zwei Monate darauf hinweist, dass das BKA immer noch Staatstrojaner-Entwickler sucht. Das liegt aber daran, dass sie äh hundertfünfzig an der Zahl, glaube ich, suchen, also irgendwie völlig utopische Zahl. Und sagen, sie haben aber zahlreiche Bewerbungen Ja, läuft alles super hier, läuft das Projekt. Aber äh vermutlich um eine Schutzlücke äh zu schließen, wollen sie bis.
Frank Rieger
Eine temporäre Schutzlücke.
Linus Neumann
Wollen sie natürlich verhindern? Äh wollen sie, wollen sie quasi bis sie dann selber einen Staatstrojaner entwickelt haben? Wollen.
Tim Pritlove
Das ist also Gefahrenverzug, ja.
Linus Neumann
Zunächst bei äh doch dann das Produkt von Gamma International, der Firma, über die wir ja schon häufig berichtet haben.
Tim Pritlove
Und wo du schon vor einem Jahr, glaube ich, äh prophezeit hast, dass äh die da demnächst mal. Mhm.
Linus Neumann
Ja? Und genau das ist jetzt der Fall, ähm das Produkt, also der Gamma äh Finn Fischer, die Suite ist also äh sehr, sehr offensichtlich mit dem deutschen äh ähm mit den deutschen legalen Voraussetzungen nicht vereinbar, genauso wenig wie es das äh Produkt von Digital Square Gamma in seinem Funktionsumfang und auch in seiner äh Raffinesse bei weitem übertrifft. Ähm und jetzt ist also ganz klar, dass BKA wird relativ bald dann bei Gamma diese, Dieses diese Deutschland Edition des Ägypten Trojaners kaufen. Und hat sich dafür eine Anzeige der Piratenpartei am Bundesrechnungshof, eingefangen wegen misswirtschaft. Ähm die Piratenpartei merkt an, dass es relativ äh offensichtlich ist, dass dieses Produkt nicht verwende.
Tim Pritlove
Es kann sich nicht um eine Anzeige handeln, weil man kann beim Bundesrechnungshof niemand anzeigen im Sinne von zur Polizei gehen und anzeigen. Man kann vielleicht drauf hinweisen.
Linus Neumann
Ich.
Tim Pritlove
Anzeigen kann man dann nicht.
Linus Neumann
Ich ich war auch etwas überrascht, aber sie haben.
Tim Pritlove
Die Piraten haben das so formuliert, glaube ich.
Linus Neumann
Genau, ja, das haben sie also wir haben eine Beschwerde geschrieben oder so, ne? Also weißt du, Sie sagen dem der Rechnungshof soll auf jeden Fall prüfen, ob das PKA da im Prinzip ähm gegen das Gebot der wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung verstößt. ähm ich weiß nicht, wenn man, wenn man schon über die Schiene kommen muss, dann sieht man, wie wie machtlos man ist im Rahmen dieses Bereichs. Ähm.
Tim Pritlove
Der Bundesrechnungshof hat ja sozusagen überhaupt gar keine.
Frank Rieger
Kann ja nur du du sagen, ja.
Tim Pritlove
Ja, der kann nur du du sagen, der der veröffentlicht hast und sagst so, na das war aber jetzt mal nicht so schön, Hättet ihr ja mal vorher darüber nach äh denken können, so das war's, so also sozusagen die maximale äh Bestrafung. Ich meine, man man könnte jetzt sagen, okay, sie haben da zumindest so einen Öffentlichkeits äh Aufmerksamkeitsloch.
Linus Neumann
Es gibt da eine, es gibt da eine Zahl, die kolportiert wird, bei der ich nicht genau weiß, wie realistisch sie ist und dass diese Zahl ist einhundertfünfzigtausend Euro und das sind die äh bezifferten Kosten für einen Einsatz.
Frank Rieger
Für einen Einsatz.
Linus Neumann
Das ist die Zahl, die ich da lese. Und ähm.
Tim Pritlove
Also laut Merz und Bahrenhof der Piraten.
Linus Neumann
Jede, dass jeder für einen Fischereinsatz mit einem Betrag zwischen einhundertfünfzigtausend Euro und einer nicht genannten siebenstelligen Summe zu Buche schlage. Ähm.
Tim Pritlove
Und einer nicht genannten siebenstelligen.
Linus Neumann
Zwischen hundertfünfzigtausend und einer nicht es geht ab hundertfünfzigtausend geht's los.
Tim Pritlove
Einnimmt, sagen. Okay.
Linus Neumann
Ähm, Das halte ich jetzt, also ich weiß nicht, wie realistisch diese Zahl ist. Wenn, man sagt, der Einsatz geht ab hundertfünfzigtausend Euro los, dann finde ich das ganz gut, weil dann weiß ich, dass ich das wahrscheinlich nicht wert bin für die.
Frank Rieger
Glauben sie alle.
Linus Neumann
Das glaubt ihr. Ja. Ja ich ich äh.
Tim Pritlove
Schätze mal deinen Wert jetzt nicht zu gering ein, Linus.
Linus Neumann
Auf jeden Fall ist kann es nicht sehr viel billiger sein, Oder es kann billiger sein, aber auf jeden Fall nicht sportbillig sein, weil Gammer natürlich enorme Kosten auch hat, dieses Produkt äh, herzustellen. Ja, die, ich hatte das ja schon mal hier in der Folge ausgeführt. Die müssen konstant weiterentwickeln und müssen auch vor allem in in Schienen weiterentwickeln. Ähm müssen also ihre Backups, Backup-Möglichkeiten haben, also Backup in dem also eine Version entdeckt wird, wie das.
Tim Pritlove
Kaufen.
Linus Neumann
Schön einkaufen, äh Leute kaufen und die entwickeln das Ding sicherlich nicht vollständig selber, sondern kaufen eher ein. Ähm.
Tim Pritlove
Werdet ihr jetzt hier bitte das Target ist.
Frank Rieger
Na ja, der Punkt ist halt, machen sie also geht's dabei darum, ob sie äh quenti KÖ machen oder ob sie tatsächlich äh einen Trojaner einsetzen. Also weil der Punkt ist halt, dass die, ähm die Quellen TKÜ Nummer ähm wollen sie eigentlich gerne haben, aber ihnen ist mittlerweile, glaube ich, auch klar.
Tim Pritlove
Quellenticker üben im Sinne von Abschnorcheln auf meinem eigenen Rechner, wenn ich da skype, et cetera.
Frank Rieger
Quellenticket ist der Versuch zu sagen, ähm, Wir machen ein Limited Trojaner, der halt nur Telekommunikation abschnorchen kann. Ist halt Bullshit, weil ein Trojaner infiltrierten rechnen und kannst alles damit machen. Ähm, Und dafür gibt's ja dieses, dieses Loch in dem Bundesverfassungsgerichtsurteil, wo sie gesagt haben, wenn's halt nur um Telekommunikation geht, dann, sind halt niedrigere Voraussetzungen anzulegen. Also das heißt, dann kann man mit einem richterlichen Beschluss und oder vielleicht ein bisschen mehr arbeiten, hingegen, wenn's halt um den vollständigen Turaner geht, also die komplette Infiltration des Computers, dann muss man halt irgendwie Kernbereichsschutz und äh diese ganzen Dinge in in Betracht ziehen. Also, den den die ganze Zeit da. Ähm und die interessante Frage ist jetzt halt, worum geht's denn da eigentlich konkret? Ne, also ist halt also der, Wollen Sie dabei Gamma halt den, sage mal, den den vollständigen Bundestreuer, der sich halt eben nach den Maßgaben des Verfassungsgerichtsurteils also halt irgendwie komplette Kernbereichsschutz irgendwie drei Richter und so weiter und so fort. Ähm, Oder wollen sie halt sich dann einen Quellen Telekommunikationstrojaner Schusterzusammenschuß verlassen. Das ist halt noch so ein bisschen unklar, was worum's da eigentlich geht. Bei hundertfünfzigtausend Euro für einen Abhöreinsatz machen die nicht, hundertfünfzigtausend Euro für die irgendwie Handvoll Einsätze, die sie de facto nach dem, dem Verfassungsgerichtsurteil irgendwie hinkriegen können, äh ist realistisch, dass halt so die Größenordnung, die sie halt irgendwie machen für äh zum Beispiel auch für Wanzeneinbau. Also das ist halt so ein, ne, am am Ende ist das halt eben die Frage dann halt, was was tun sie, wenn sie merken, dass es halt irgendwie teuer und lästig ist? einzusetzen.
Linus Neumann
Selber einen entwickeln.
Frank Rieger
Nein, nein, auch dann wird's teuer und lustig sein.
Linus Neumann
Selbstverständlich.
Frank Rieger
Trojaner Trojaner-Einsatz ist halt irgendwie mal teuer und lästig und da wird auch kein Weg dran vorbeiführen. Und ich habe eher so ein bisschen Sorge vor dem Tag, wo sie irgendwie das feststellen. Also wo sie merken, dass es halt irgendwie äh.
Tim Pritlove
Ja aber was können was könnte denn jetzt hier ein realistisches Target sein, dass es ähm BKA tatsächlich äh so einen finanziellen Aufwand auch leisten möchte? Ich meine, das ist doch jetzt wirklich so top Terror.
Frank Rieger
Ja, es sind halt die, es sind halt, man ist halt quasi dieselben Leute, die sie halt heute mit einem großen Laufsteingriff äh verfolgen, so sind halt irgendwie so aus zwanzig Einsätze im Jahr, das heißt also heute, wie tatsächlich ihre Handvoll, linke Hand von Beladen, Terroristen irgendwie zwei, drei Großdrogenhändler und zwei, drei Menschenschmuggler so, also das hat so, also ich denke mal, das ist halt so ein eben auch wirklich so eine, also das Verfassungsgerichtsurteil, wenn es denn tatsächlich so angewendet wird, wie es da steht, was noch die große Frage ist ist zumindest, wenn's um den vollen Zugriff den Computer geht, also halt eben das komplette Exultieren äh ist dann halt eben nicht was, was sie heute mal jeden Tag machen können, weswegen sie unbedingt ja diese Quellentelekommunikationsüberwachung haben wollen, weil sie da ja quasi mit na irgendwie einfachen Stempelvoraussetzungen zumindest nach jetzigen Stand der der Interpretation rangehen können und deswegen ist ja unter anderem auch eine Forderung halt irgendwie für zum Beispiel die Landesgesetze, wo es jetzt in Berlin zum Beispiel darum ging, bauen die sich jetzt ein Quellentelekommunikationstrojaner ähm wo dann halt einfach auch die Experten gesagt haben, so, na ja, dann äh regelt doch lieber erst mal irgendwie den normalen Trojanereinsatz ordentlich. Ähm, Weil dann habt ihr den Quellentelekommunikationstrojaner auch mit abgedeckt, weil der ist genauso lästig schwierig und äh äh rechtlich problematisch. Na ja, also die diese Posse da äh mit dem mit dem BKA hat ja noch diesen äh äh, dieses Pflichtenheft, das spielt ja auch noch da mit rein. Habt ihr das schon mal betrachtet?
Linus Neumann
Ich hab's mir, ich hab's mir angeschaut, aber wir haben's in der Sendung nicht behandelt, nee. In dem das irgendwie, es muss ja immer so ein hast du, vielleicht kannst du ein, was du da was daraus zu zitieren ist.
Frank Rieger
Na dieses Pflichtenheft äh äh ist ja.
Linus Neumann
Die Anforderung.
Frank Rieger
Genau. Ist ja der Versuch zu sagen, ähm wir, alle LKAs tun sich zusammen und sagen, das ist, was wir als Trojaner haben wollen. Also, was es halt können muss und danach muss sich dann der Hersteller richten und auf der Basis dieses Pflichtenheftes evaluieren, weil halt die Software. Das heißt also, der muss dann halt irgendwie ähm, ich verschlüsselt Kommunikation nach Hause oder äh solche Dinge und ähm, da stehen dann halt so Kochen drinnen in diesem in diesem Pflichtenheft, wo man sich dann schon fragt, so was für Spezialexperten daran mitgeschrieben haben. Das schreiben sie zum Beispiel so was wie Ja, also offensichtlich, aber dass sie überhaupt drüber nachgedacht haben, nach heutigem Stand der Technik ist eine automatische Trennung von Falldaten und Kernbereichsrelevanten Daten nicht möglich. Das heißt, dass die überhaupt darüber nachgedacht haben, sich, so dachten sie, wenn da irgendwie was wollten die sich da irgendwie eine Stöhnerkennung bauen oder so oder ist ja so völlig unklar, na ja.
Tim Pritlove
Ja, wollen wir weiterschreiten? Was gibt's denn noch Neues?
Linus Neumann
Ja, wir haben, während wir, wenn wir diesen ganzen Kram machen, gibt's jetzt ein ein schönes Gesetz in der Schublade, dass wir in Deutschland für Gerichtsfeste Kommunikation für die Kommunikation mit Ämtern ähm, Da tatsächlich unsere Sicherheitsstandards senken wollen. Und zwar gibt es seit zweitausendelf ja mit D Mail das äh Angebot für den sicheren Geschäftsverkehr für jedermann. Es soll also eine sichere Alternative zu E-Mail sein, mit der man dann ähm sage ich mal so seinen seinen täglichen Behördengang oder so abhandeln kann, und ähm.
Tim Pritlove
Wirklich so geil.
Linus Neumann
Das ist also.
Tim Pritlove
Der geht also wirklich so diese die Traute irgendwie über dich zu haben so mit ja äh E-Mail, so wie es im Internet ist, das das verstehen wir nicht irgendwie und das das kann's ja wohl nicht sein. Wir machen jetzt Deutschland.
Linus Neumann
Was was verbirgt sich denn hinter dement? Ich meine, der Grundgedanke ist schon mal klar, dass du als dass du jetzt nicht irgendwie, also dass E-Mail nicht das geeignete Kommunikationsmedium ist, um wirklich, sage ich mal, äh.
Tim Pritlove
Staatsverbindliches enorm.
Linus Neumann
Das heißt, sie sagen, okay, wir machen diesen D-Mail-Standard Und ähm wenn man den nutzen möchte, dann muss man sich irgendwie mit einem Personalausweis irgendwo registrieren, dann machen wir eine verifizieren wir die Identität dieser Person und dann, wenn sie sich dazu angemeldet hat, nutzen wir irgendwie so ein bisschen den gleichen E-Mail-Sicherheitskram, den den jetzt heute schon, Google ungefähr nutzt und äh aber jeder, der das anbieten möchte, muss irgendwie sich vom BSI über, weiß ich nicht, wie viel Seiten auch wieder durch so ein Pflichtenheft lesen und zertifizieren lassen, kostet alles ein Riesengeld. Und wunderbarerweise können wir dafür sorgen, dass wir unsere deutsche ähm, deutschen Anbieter da einfach mal auch ein bisschen bisschen Geld reinspielen, weil ist natürlich auch kostenpflichtig, ja? Eine D-Mail zu versenden kostet Geld.
Frank Rieger
Aber das reduziert auch den Spam, ne?
Linus Neumann
Das reduziert den Spam, ja, der.
Frank Rieger
Bringen, das bringen die echt als Argument, ne?
Linus Neumann
Also ja, ein bei einem Dienst, wo man sich mit Personalausweis anmelden muss, kriegst du nicht so viel Spam, ja, das, das stimmt. machen wir uns mal nicht über alles lustig. Es ist schon ähm der Gedanke ist ja nicht so blöd, das mal zu machen, der Gedanke, dass dann aber nicht zu nutzen ist auch nicht blöd, ja? Und der diesen Gedanken hatten bis jetzt alle, also einfach bisher nicht genutzt, das gibt's ja schon seit einiger Zeit und das wurde irgendwie.
Frank Rieger
Also für so ein paar Pilotversuche, wo es genutzt.
Linus Neumann
Es wurde schon mal so eil, es hat schon mal eine Test-D-Mail geschickt, ne? Und ähm.
Tim Pritlove
Irgendwie durchgeschnitten und dann.
Linus Neumann
Was war, was war.
Frank Rieger
Die rote E-Mail-Schleife, mit der goldenen Schere.
Tim Pritlove
Gedauert, der Goldene Schere.
Linus Neumann
Was war schon zweitausendelf Das Problem, diese D-Mail wird ähm sicher übertragen, also ich ich klicke bei mir auf ich möchte senden und dann wird diese D-Mail äh durch einen es ist SSL-Verbindung äh geschickt und wird dann bei meinem Provider, in dem Fall, sagen wir mal jetzt T, sonstwas oder was, wird sie dann äh Wieder entschlüsselt und der schaut sie sich dann an, macht einen Virenscan, ja, irgendwoher irgendwo für muss das Geld ja gut sein, was ich dafür bezahle, fünfundsiebzig Cent oder so.
Frank Rieger
Frisches Snack-Oi.
Linus Neumann
Ja, da wird also ein Viren.
Tim Pritlove
Soll das kosten? Fünfundsiebzig Cent.
Linus Neumann
Ja, wenn ich den, das ist, glaube ich, der Betrag, den ich im Kopf habe. Ja, warte, geht hier noch weiter? Da geht der, weiter, es wird ja alles noch witziger. Da macht er also diesen Viren.
Tim Pritlove
SMS Nachfolger, ja.
Frank Rieger
Also die Begründung ist auch geil. Die sagen, na ja, ist es halt besser als ein Brief, weil es ja authentifiziert ist. Also es ist ja quasi eigentlich wie ein Einschreiben.
Tim Pritlove
Also muss das auch so viel kosten werden.
Frank Rieger
Und dann kostet's nur halb so viel wie ein Einschreiben.
Tim Pritlove
Oh, Discount.
Linus Neumann
So und dann dann wird diese dann verschlüsselt der die wieder und schickt die an den an den Anbieter desjenigen an den ich äh an denen ich meine E-Mail, an meine D-Mail adressiert habe und dort wird sie wieder unverschlüsselt vorgehalten und dann holt er sie dort irgendwann über eine verschlüsselte Verbindung ab. Das ist aber ungefähr das, was bei einer normalen E-Mail heute auch passiert. So, das Spannende wäre ja jetzt gewesen, Wenn sie dafür gesorgt hätten, dass die D-Mail vernünftig signiert und vernünftig Ende zu Ende verschlüsselt wird, Das war jetzt echt mal, da hätten sie was geschaffen, nämlich.
Tim Pritlove
Ach das ist nicht so.
Linus Neumann
Nein, der DL fehlt, die Ende zu Ende Verschlüsselung. Es ist wirklich nur, es ist von einer E-Mail.
Tim Pritlove
Damit man da Viren scannen kann oder was.
Frank Rieger
Also, dass die offizielle Begründung.
Linus Neumann
Das ist die offizielle Begründung. Ja, selbstverständlich, die offizielle Begründung ist, ja, also es gibt zwei offizielle Gründe. Ähm, Erstens Ende zur Endeverschlüsselung ist kompliziert, weil dafür bräuchte man eine Zusatzsoftware, Ja, äh wie ich sie auch für D-Mail brauche, also ich werde jetzt schon durch den wenn ich schon durch den Prozess laufe, ähm, Mir irgendwie da mich zu authentifizieren, um diesen blöden Account zu bekommen, irgendwie einen monatlichen Beitrag dafür zu bezahlen, ja, mir einen eigenen D-Mail-Client äh zu installieren, beziehungsweise momentan nutzen die Leute das übers Webinterface, was ja dann auch nochmal äh ganz andere anderen Angriffen, Tür und Tor öffnet. Ähm, Dann haben sie also gesagt, so die zwei Klicks, die jetzt noch notwendig wären, um so eine S-Mim sowas noch da mit reinzuballern, ne. Und zum Beispiel, sie hätten die Gelegenheit gehabt, eine eine Bundes äh äh zertifiziert zu machen.
Tim Pritlove
Ja, das machen wir endlich mal so richtiges S mal im Zertifikat bekommen vom irgendwie Deutschland und kostenlos oder beziehungsweise welchen Kosten auch immer da.
Linus Neumann
Zertifikat kann man dir ja kostenlos geben, welche Proteinmelder dann fünfundsiebzig Cent.
Tim Pritlove
Ja, das denke ich allerdings auch, ne. Also, ich meine, ich registriere mich auf da mitm Personalausweis hin und mache nicht, was für ein Scheiß irgendwie dann dafür auch noch, weil meistens kostet das Geld und kaum einer benutzt, erstmal genau, weil es irgendwie keine wirklich gut verbindlichen Zertifikate gibt, außer jetzt innerhalb von Firmen.
Linus Neumann
Genau. Also sie hätten da, sie hätten da wirklich eine Chance gehabt, um was zu Vernünftiges zu machen. Ob man das jetzt nutzen möchte am Ende, steht dann ja nochmal auf einem ganz anderen Blatt. So, jetzt ähm haben sie festgestellt, okay, diesen Demerkram nutzt keiner, Und nach dem jetzigen Stand darf das auch keiner nutzen, weil es keine Ende zu Endeverschlüsselung hat. Und unter bestimmten Umständen wäre das also fahrlässiger Geheimnisverrat etwas über diese unsichere D-Mail zu senden, die ja dokumentiert und wissen wissentlich von mehreren Stationen auf dem Weg der Übertragung unverschlüsselt betrachtet und sogar behandelt wird mit mit diesen Virenscanner.
Frank Rieger
Aber wir haben für diese technischen Probleme eine richtige Lösung.
Linus Neumann
Für die technischen Probleme eine.
Tim Pritlove
Also laut welcher Gesetzeslage ist das denn das und zu.
Linus Neumann
Kann ich dir, kann ich dir gleich alles sagen? Ich habe da ja eine schöne Stellungnahme für drüber geschrieben für den äh CCC, der so freundlich war, mich da auch als, Äh Sachverständiger in den Innenausschuss zu entsenden, indem ich dann in äh in der Woche, in der du im Urlaub warst, habe ich hier äh Stellungnahmen geschrieben und ähm war im Innenausschuss. Das war äh auch nochmal eine ganz spannende ähm ganz spannende Erfahrung. Und zwar findet sich der schöne Satz darin, da soll also ein Gesetz geändert werden und dieser Satz, den muss man auch durchaus zitieren, ich hatte ihn, Wo ist er denn? Da wollen Sie also die Abgabenordnung ändern, irgendwie in einen Paragraph ergänzen, dem Absatz eins wird folgender Satz hinzugefügt, Die kurzzeitige automatisierte Entschlüsselung, die beim Versenden einer D-Mail-Nachricht durch den akkreditierten Diensteanbieter zum Zweck der Überprüfung auf Schadsoftware und zum Zweck der Weiterleitung an den Adressaten der D-Mail-Nachricht erfolgt, verstößt nicht gegen das Verschlüsselungsgebot des Satzes drei. Ähm das das mal eine Nachricht zum Zweck der Weiterleitung entschlüsseln muss, ist natürlich.
Tim Pritlove
Es ist eine Änderung innerhalb welches Gesetzes?
Linus Neumann
Äh das war jetzt also den den Absatz findest du, findest du mehrfach. Den diesen Satz findest du mehrfach.
Frank Rieger
Also im im Kern geht's halt um die Abgabenordnung, also damit das Finanzamt die halt dann äh irgendwie Dinge über die E-Mail aufdrücken kann.
Tim Pritlove
Gabenordnung des Finanzamtes verstehe, okay.
Linus Neumann
Äh Gleiches findet sich irgendwie im Sozialgesetzbuch ähm und ja, zwei Artikeln äh zur Abgabenordnung. So, jetzt ähm das heißt, im Klartext.
Tim Pritlove
Was ist das eigentlich auch für ein.
Linus Neumann
Wir wissen, dass D Mail nicht unserem Verschlüsselungsgebot genügt. Es genügt nicht dem Verschlüsselungsgebot. Und deswegen schreiben wir hin, wenn's aber eine D-Mail ist, dann muss es nicht weiter verschlüsselt sein.
Tim Pritlove
Weil das ja sicher, weil es steht ja DE drauf.
Linus Neumann
Also genügt nicht unseren Anforderungen, deswegen machen wir einen Absatz hinzu und sagen, wenn's D-MEL ist, äh ist es verstößt es nicht gegen unsere Anforderungen.
Tim Pritlove
Ist super.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Ab.
Linus Neumann
Das kannst du dir nicht ausdenken so.
Frank Rieger
Deswegen also wie gesagt, also der Punkt ist halt noch mal, es geht halt dann nicht darum, dass sie's nicht wissen, sondern sie wollen nicht.
Linus Neumann
Das ist genau der Fakt. Ich habe denen das ja dann also es war war ganz interessant. Ich habe eigentlich bin ich in dieser in dieser Anhörung gegangen und habe gedacht, die werden mich gar nicht fragen, weil, Äh ja, Bosbach und Uhl im Innenausschuss sitzen und unter meinem Namen Chaos Computerclub stand, insofern, ne, der Chaot aus dem Computerclub, den will man ja im Innenausschuss vielleicht gar nicht haben. Das Gegenteil war dann der Fall. Und zwar haben mich alle Fraktionen die ganze Zeit gefragt, und ähm ich war derjenige, der da am meisten gesprochen hat.
Frank Rieger
Du wirst wahrscheinlich auch sehr, sehr wenigen die Ahnung gehabt haben.
Linus Neumann
Ja, also da ich war ein bisschen enttäuscht. Also ich ich habe mich natürlich gefreut, äh da äh Als CCC sprechen zu können, ähm allerdings sage ich mal trugen jetzt die anderen Sachverständigen nicht zu meiner Ehre bei. Es waren irgendwie dann noch der Herr Doktor Roleder, dass so der, Lobbyist von Bitcoin, vom Bitco.
Frank Rieger
Bestimmt ganz toll fand.
Linus Neumann
Ja selbstverständlich, weil jeder DML-Anbieter Mitglied des Bitcom ist, ja, das ist ja äh staatliche äh Förderung seines Bereichs, der muss das ja toll finden, Interessant war dann und da muss ich dann jetzt mal den, wie heißt er denn? Höferling. Höferling zitieren, der äh.
Frank Rieger
Verliehen, ne? Hier, genau, ja.
Linus Neumann
Von der FDP, der dann sagte, ja.
Tim Pritlove
Geordneter oder was.
Linus Neumann
Abgeordneter im Bund im Innenausschuss, der dann sagte, ja ähm, Ich sollte ihm das jetzt nochmal genau erklären mit der mit der Ende zu Endeverschlüsselung, wie denn die Sachen auf das äh auf die Geräte kommen. Und dann habe ich ihm das erklärt, wie das so bei meinem bei meinem iPhone oder meinem Blackberry funktioniert und dass ich dadurch äh Ende zu Ende verschlüsselte E-Mails senden kann und dass das alles äh sich im Rahmen hält und dann sagte er, ja ähm, Aber wie ist das denn, wenn ich wenn man im Urlaub ist, in der Türkei und dort in ein Internetcafé geht, wie ich denn da meine Ende zu Ende verschlüsselt E-Mails abhole? Dann habe ich ihm gesagt, dass ich das äh einem Internetcafe nicht mache, weil ich da dem Gerät nicht trauen kann, ja, dass ich da weder Ende zu Ende verschlüsselte, noch nicht Ende zu Ende verschlüsselte Nachrichten abholen kann und dass sich das System ähm.
Tim Pritlove
Er möchte also gerne seinen Finanzamt Jahreseinkommensteuererklärung irgendwie net.
Linus Neumann
Im Internetcafe in der Türkei schicken.
Tim Pritlove
Scheiße.
Frank Rieger
Ich meine, da sieht man mal wieder, was für interessante Gewohnheiten unsere Politiker so haben, ne?
Linus Neumann
Aber das ist natürlich, also da muss man, okay, da können wir jetzt drüber lachen. Da muss man natürlich.
Tim Pritlove
Immer hinter immerhin hat er nicht Thailand gesagt.
Linus Neumann
Egal wie sicher das, Egal, wie sicher das Verfahren ist, was ich dann nutze, gegen ein Gerät, dem ich nicht trauen kann, äh kann ich mich da nicht schützen? Ähm, Insofern ähm ja, da habe ich dann den den Endgegner argumentativ, denke ich dann durchaus besiegt. Ähm, Trotzdem interessiert sich natürlich keiner für das, was ich gesagt habe, ne. Es war dann irgendwie so ähm.
Tim Pritlove
Ähm was den Drachen besiegt, aber es gab keine Prinzessin.
Linus Neumann
Es gab keine Prinzessin, Ähm ich weiß jetzt nicht, ob ich ich nenne jetzt mal die Person, die dann nachher am Fahrstuhl zu mir kam und sagte ich weiß ja, dass sie Recht haben, Ähm nenne ich jetzt nicht namentlich, aber der habe ich natürlich auch gesagt, ja gut, dann hätten sie da drin sagen müssen, ne. Es hilft mir ja nicht, wenn ich, wenn mir am Ende äh gesteckt wird, ja, wir wissen, du hattest Recht, aber äh verstehst ja, ähm, ist ja Innenausschuss, ne? Kann. So, kurz noch dazu meine Hauptargumentation.
Tim Pritlove
Innenausschuss hat nichts mit Logik zu tun.
Linus Neumann
So, es gibt also zwei Probleme ähm oder das das Problem, was ich sehe, ist ähm dadurch, dass das so wenige Anbieter sind, machst du natürlich diese Server und wenn du jetzt sagst, okay, gesetzlich dürfen da wirklich relevante Daten drüber gesendet werden. Und zwar so relevante Daten, dass es den Personen fünfundsiebzig Cent wert ist, die darüber zu schicken Das macht den Server, auf dem dieser ganze Kram liegt, natürlich zum relativ attraktiven Angriffsziel. Das war die Argumentation, mit der ich versucht habe, dem Innenausschuss das näher zu bringen und das hat sie auch durchaus interessiert. Ähm was sie anscheinend aber noch mehr interessiert, ist, Und da kann ich sie zumindest nachvollziehen, wenn ich als, Bundesregierung jetzt wirklich so ein Ende zu Ende verschlüsseltes sicheres Kommunikationssystem meinen Bürgern aufstelle, Dann äh tue ich mir da eventuell keinen großen Gefallen mit. Vor allem wenn ein Trojanereinsatz hundertfünfzigtausend Euro kostet, Also ähm das ist.
Tim Pritlove
Das ist.
Linus Neumann
Ja, also das das scheint dann natürlich die rationalste sein. Da da ging einfach das Memo mal rum, ja klar.
Tim Pritlove
Meinst du, da war ich meine bei na gut, aber ich meine, wenn sie dann eh quälen TKÜ auf meinem Rechner an.
Linus Neumann
Ja, ja, aber sie bei D-Mail haben sie natürlich.
Tim Pritlove
Aber das müssen sie ja sozusagen auch erst tun und so können sie ja dann bei ihren Freunden bei der Bitcom äh sozusagen die TKÜ dann sozusagen machen, so wie sie es bisher auch gewohnt sind mit den Telekommunikationsunternehmen.