LNP068 Marsch der Millionen

Erlebnisse in Instanbul – Telekom-Drossel – BKA und NSA – C3S

Nach einer kleinen Pause setzen wir unser Projekt fort und Linus berichtet ausnahmsweise mal von einem Geschehen, das nur mittelbaren Bezug zum netzpolitischen Geschehen hat: er war nämlich am Wochenende zuvor vor Ort in Instanbul und hat sich die Ereignisse rund um den Taksim-Platz und den Gezi-Park live gegeben - einschließlich der Räumung des Parks und der anschliessenden Hatz der Menschen durch die Stadt.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Danny Bruder

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen, Linus.
Linus Neumann 0:00:02
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Wie wie ich hörte bist du zu Tränen gerührt.
Linus Neumann 0:00:07
Ja, so kann man das nennen.
Tim Pritlove 0:00:29
Herzlich willkommen zu Logbuch Netzpolitik, die achtundsechzigste Ausgabe steht an und äh wir waren etwas unstit in der letzten Zeit und das hatte Gründe,wir müssen mal uns mal vorstellen. Und Linus Neumann und Gast haben wir auch, den verraten wir gleich. Ähm nämlich,Bruder, eigentlich Bruder, oder? Man sagt Bruder,Wo ist der Bruder? Genau. Und mit dir wollen wir heute noch ein bisschen äh schwatzen über ähm C3 S und Gamer, das stellen wir aber mal nach hinten an und gehen hier also erstmal gegen die äh auf die Kurz,Mitteilungen. Was sonst noch so ist. Wobei wir gleich äh einschließend äh äh einschränken müssen,So richtig intensiv haben wir die Nachrichten diesmal nicht zusammenkämmen können. Und das hat auch damit zu tun, dass Linus äh auf Urlaub war,Ja, dachte sich so, Wetter in Deutschland könnte auch besser sein. Ja, also auch so die Luft ist eigentlich hat einfach nicht den richtigen Gasgehalt,Und überhaupt wart ihr mal ein bisschen nach Revolution.
Linus Neumann 0:01:36
Ja, ich war in äh Istanbul übers Wochenende ähm und habe mir da ähm habe mich da an den an den Demonstrationen und den Protesten gegen Erdogan beteiligt.
Tim Pritlove 0:01:48
Wie sie alle sagen.
Linus Neumann 0:01:49
Tritt zurück.
Tim Pritlove 0:01:52
Ah, warum nennen Sie ihn eigentlich alle beim zweiten Vornamen? Ist das irgendwie eine besondere Beleidigung?
Linus Neumann 0:01:56
Das ist einfach verächtlich,Beim zweiten Vornamen zu nennen. Ich weiß es nicht genau. Vielleicht liegt's auch einfach daran, dass die äh dass sie ähm den, dass man den ersten nicht so gut skandieren kann oder so, aber ähm,Ich habe gelesen, es ist eher so eine ähm so eine verächtliche, eine Art der Verachtung ist. Und ähm,man so mit den Leuten spricht, sagen sie sowieso immer nur er. Also sie nennen ihn nicht beim Namen, so. Auch, also es scheint auch eine äh,eine Verachtung zu sein, wenn sie sagen, wenn sie irgendwie sagen, dann meinen sie immer äh ihn.
Danny Bruder 0:02:33
Der Unaussprechliche.
Tim Pritlove 0:02:35
Der dessen Name man gar nicht erst nennt.
Linus Neumann 0:02:39
Es ist eine sehr äh sehr krasse Protestbewegung, die sich da formiert hat, einfach sehr, sehr,sehr viele Menschen. Dieser Podest kommt eher aus dem, aus dem oder kommt sehr klar aus dem äh eher Gebildeten und freiheitlichen Lager, die sich hauptsächlich eben gegen den Mangel an Demokratie und ähm,und Republik da äh richten,also die diese Machtkonzentration auf äh Erdogan da kritisieren und ähm die Türkei äh wieder in in der oder mehr in der Blüte der Demokratie sehen wollen, als sie es jetzt ist,sind so Situationen, ähm die es da gibt, also beispielsweise wurden jede Nacht, wurde einfach mal die komplette Innenstadt vollgesprüht mit ähm,mit ähm mit mit Parolen. Die waren dann am nächsten Morgen wieder weg,Wir haben uns immer, wir haben uns halt gefragt, wie das, wie das passiert, ob die, ob die Regierungstruppen irgendwie alles überstreichen. Das sind aber hauptsächlich tatsächlich die die Geschäfts,Inhaber, die sich, also die so eine Angst haben, dass sie schräg angeguckt werden, wenn sie diese Parolen nicht wegmachen.
Tim Pritlove 0:03:53
Hm, bevor.
Linus Neumann 0:03:55
Also so ein Vorauseilender Gehorsam. Es gibt irgendwie ähm,also auch auch die Inhaber von kleineren Geschäften äh fürchten sich, wenn sie äh Demonstranten irgendwie schützen oder so, ja also wenn die wenn die in ihre äh Geschäfte fliehen vor vor Tränengas oder so, weil sie dann halt eine Form von Rache äh fürchten vomvom Regime Erdogan. Ähm Opfer von Polizeigewalt haben äh niemanden, an den sie sich wenden können, denn du bist einfach nicht,Staatsanwalt, wenn du nicht Erdogans treuer treuer Freund bist,und äh,Das hat da hat er wirklich ein sehr äh sehr krasses Ausmaß. Gleichzeitig waren das so ungefähr die friedlichsten Proteste, die ich je gesehen habe. War völlig ähm.Also ich das war wirklich völlig irrsinnig, wie die Leute immer wieder also wirklich einfach nur Parolen skandieren,losgelaufen sind und denen war ganz klar, gleich fliegen hier die Gasgranaten und die flogen auch.Und dann sind sie weg, sind sie halt zurückgezogen, relativ ruhig, geordnet, halt so, dass man nicht in den vollen Nebel kommt, ähm haben sich gesammelt irgendwie sich mit ähm,Mit so äh Maloxan behandelt. Das ist so ein Neutralisator, der der diese Schmerzen dann sehr schnell sehr stark lindert,und haben sich gesammelt, haben dann wieder langsam angefangen zu klatschen, sich Mut zugesprochen, sind wieder losgegangen und dann haben sie wieder Gas in die Fresse bekommen als gegenüber Stunden so.Und da hat nicht einer äh äh irgendwie mal gesagt, so jetzt wird's mal Zeit, dass wir uns hier auch mal wehren oder so. Das Einzige, was die Leute gemacht haben, das sind die, vor denen hatte ich den meisten Respekt, die hatten Gasmasken und so ein ein ähm,und einen Handschuh an, so ein so ein Bauarbeiterhandschuh und haben diese Gasgranaten aufgehoben und zurückgeworfen. Kommt's natürlich nicht weit, du kannst ihn nicht weit werfen, aber du hilfst natürlich einer Menge Menschen, wenn du die wieder weiter weg wirst, ne, dass die nicht in den, in den vollen Nebel kommen,Also das äh ja sowieso, die hatten alle äh bunte Bauhema.
Tim Pritlove 0:05:58
Was war daran jetzt so gefährlich? Also.
Linus Neumann 0:06:02
Ey, weißt du, ne, also dieses Gas, ja, wenn wenn das, wenn du dem zu nahe kommst, dann kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ist,enorm fürchterlich. Ja, das also Tränengas ist da wirklich ein ein absolut harmloser Begriff, dass das reißt dir das ganze Gesicht brennt. Du kannst auch nicht mehr atmen.
Tim Pritlove 0:06:20
Also es ist gar nicht mal nur die Atmung und die Augen, sondern es ist.
Linus Neumann 0:06:22
Nein, also alles.
Tim Pritlove 0:06:24
Hautkontakt, man will da gar nicht in der Nähe sein.
Linus Neumann 0:06:27
Kannst es nicht aushalten,Also es ist einfach äh also der die das das an der das brennt an der Haut, das brennt fürchterlich in den Augen. Das brennt in der Nase, es brennt in der Lunge. Das ist äh du, dessen Gefühl als würdest du sterben.Es ist wirklich nicht zu ertragen. Es sei denn, du hast jetzt eine, ja, eine Gasmaske auf und ähm was, was also auf der Straße wurden überall.
Tim Pritlove 0:06:50
Ah du bräuchtest dann wirklich auch so eine Gasmaske, die über den ganzen Kopf geht sozusagen, aber auch die Armer würden auch weh tun jetzt. Also man muss eigentlich komplett bekleidet sein. Eigentlich bräuchte man halt Schutz.
Linus Neumann 0:07:02
Also wirklichso ein so ein Ding aufzuheben ist äh ist noch mal echt eine Mutprobe, die ich äh vor der ich großen Respekt habe. Das grundsätzlich abzubekommen. Ich meine, das geht ja vorbei. Die haben die haben alle dieses, alsoman nimmt da so ein Magenmittel. Das sind neutralisator für, wenn du jetzt irgendwie Sodbrennen hast. Und äh den mischt du einfach mit Wasser und die haben allealle so kleine Spritzpistolen und wenn du dann quasi da rausrennst, dann kommen dir schon die Leute entgegen und spritzen dir dieses Zeug ins Gesicht und in die Augen, woraufhin das dann halt eine Minute später äh sind die sind die Schmerzen weg. In die Lunge kannst du dir das aber natürlich nicht machen.
Tim Pritlove 0:07:38
Ja, also hilft auch nur begrenzt.
Linus Neumann 0:07:42
Ähm ja, hilfbegrenzt, aber ist schon mal gut, wenn du wieder was sehen kannst, weil dass du was sehen kannst, ist so die Grundvoraussetzung dafür, dass du weiter wegrennen kannst,in dem in den Wasserwerfern ähm hat man ja häufig gesehen, ist äh ein rotes Zeug drin, das ist, glaube ich, maze oder so, also auch ein Reizstoff. Das heißt, wenn du wenn der Wasserwerfer sprüht, hast du auch schon äh,gleiche Problem, das ist ein etwas anderer Schmerz, der brennt aber dafür noch viel stärker auf der Haut. Also ähm,Da wird wirklich äh wirklich mit krasser Gewalt gegen die Menschen vorgegangen, die da nichts anderes machen, als,als ich zu versammeln. Ja, also dieser Park, der da äh,geräumt wurde, da gibt's ja genug Fotos von das war einfach ein friedliches Camp, ne. Da haben die Leute irgendwie, was weiß ich, Bibliotheken und umsonst Leben gemacht und Magazine, wo sie irgendwie,miteinander teilen und so. Das ist,Ist schon wirklich, wirklich irre und ich bin sehr, sehr, sehr verwundert über den über die Ausdauer, die die Menschen haben, über die Ruhe, mit der die sich da immer wieder eingasen lassen äh und über den wirklich,winzigen Anteil an Menschen, die da wirklich mit ähm mit Gewalt sich dann wieder zur Wehr setzen.Durch Zufall, kann ich ja hier den den Podcast hören durch Zufall vor Ort auch John F Nebel und Kalle Kornblum von Metronaut getroffen.Und äh die haben da haben da direkt aus dem Geschehen gepodcastet. Ähm kann man.
Tim Pritlove 0:09:12
Dann der Metrolaut.
Linus Neumann 0:09:14
Der Metrolaut Podcast zu äh zu finden unter Metronaut DE. Bis jetzt sind, glaube ich, so fünf Episoden veröffentlicht.
Tim Pritlove 0:09:21
Kommt ist auch noch mehr zu rechnen.
Linus Neumann 0:09:24
Das weiß ich nicht, rechne mal schon damit, dass sie noch einiges an.
Tim Pritlove 0:09:26
Okay. Ja, ich habe mir das so angehört. Das sind halt so Live-Berichterstattungen direkt aus der Masse und äh oh Gott und jetzt kommen die Gasgranaten und lass mal hier rüber gehen, so oh hoppala, da steht ja noch ein Wasserwerk, weil das mal lieber darin gehe, so, oh, jetzt haben sie uns gerade in die Sackgasse getrieben,hm alle schreien, äh schon ein bisschen ja.
Danny Bruder 0:09:47
Man hat aber keinerlei Kampfgeräusche oder so, ne? Bis auf die Kartuschen, die abgeschlossen werden. Klingt's eher wie ein Spaziergang so.
Linus Neumann 0:09:53
Also die Leute werden da halt auch auf einmal sehr ruhig, wenn dieses Gas kommt, dann wird die wird der Protest relativ leise, weil die.
Danny Bruder 0:10:02
Stellen sie die Atmung ein.
Linus Neumann 0:10:03
Mehr atmen können. Ja, ohne atmen keine Parolen, ne?Aber ich habe, also ich habe auch diese Metrolaut äh äh Episoden gehört und da sind jetzt also sind ja auch dann so Gespräche mit den Leuten vor Ort, vor der Räumung, nach der Räumung so mit drin. Ähm ist auf jeden Fall eine.
Tim Pritlove 0:10:20
Unsere Empfehlung.Na gut, auf jeden Fall freue ich mich, dass jetzt äh wieder einen ganzen Stücken zusammen zurückgekommen bist und äh wir hier weitermachen kann,Ja, dann hast du es auch nochmal ein paar äh Kurzmeldungen hier äh einbringen, bevor wir uns unseren Hauptthema zu wenden. Richtig viel scheint ja nicht passiert zu seines gab so ein wenig um die unsägliche Drosseldebatte. Man merkt es ist Wahlkampf sogar die FDP ist jetzt mal wieder für Verbesserung,Das ist Zustand. Äh Herr Rösler ist da zum Beispiel unterwegs und meint, das ging ja alles gar nicht. Man muss ja immer was tun und Netzneutralität, das wäre ja auch mal wichtig,keine Ahnung, ich habe das nicht weiter zur Kenntnis genommen, was äh hast du da raus.
Linus Neumann 0:11:08
Ich habe den, also die dieser Verordnungsentwurf ist ihr, also sie wollen eine Verordnung zu Gewährleistung der Netzneutralität irgendwie,Aus ihrem Wirtschaftsministerium fallen lassen und ähm er sagt also erst mit den bisherigen Zugeständnissen der Telekom nicht zufrieden. Wir erinnern uns. Es gab nicht, das haben wir glaube ich gar nicht berichtet. Es wurde nämlich das Drossel-Limit erhöht. Es soll jetzt nicht,soll nicht mehr auf dreihundertvierundachtzig äh Kilobit pro Sekunde gedrosselt werden, sondern auf zwei Mbit.
Tim Pritlove 0:11:41
Das Tränengas der öffentlichen Empörung zeigt äh offensichtlich etwas Wirkung so, weil äh das war dann doch wohl ein bisschen zu hardcore. Das konnten sie einfach keinem vermitteln. Und ich finde es sehr interessant, dass dieses Wort Drossel,dem das aufgekommen ist und das ist ja jetzt schon ein paar Monate her,die Öffentlichkeit so recht nicht verlassen hat. Also es heißt jetzt immer Drossel kommen,Also ich meine Marketingtechnisch ist das Ding für die Telekom jetzt schon ein Desaster,Also dafür, dass wir hier nur von einer Vertragsänderung sprechen für von einer Maßnahme, die in zwei Jahren vielleicht dann greift, ist das Ding äh schon ein ziemlicher Schuss in Ofen geworden,Das zeigt sich natürlich jetzt auch an so einer Reaktion, weil versuchen sie sozusagen da so ein bisschen das Kind äh wieder aus dem Brunnen zu holen. Aber ich glaube, das.
Linus Neumann 0:12:34
Also ich ich glaube, das ist ein das ist ein ein strategischer Schritt hier. Also wir reden immer noch von der Drosselung auf irgendwie vier Prozent, ne?
Tim Pritlove 0:12:44
Was du hast, also auf dem Land haben ja manchmal die Leute auch nicht mehr als zwei Megabit, für die.
Linus Neumann 0:12:47
Die werden sich bemühen schnell, ihre fünfundsiebzig Gig durchzusaugen, damit sie endlich zwei M mitbekommen.
Tim Pritlove 0:12:50
Ja ja. Versucht das mal mit zwei Megabit irgendwie bist du auch eine Weile dabei.
Linus Neumann 0:12:56
Also aber natürlich äh sind ein VDSL-Anschluss mit mit äh fünfzig Mbit, wer dann immer noch auf äh auf vier Prozent seiner Geschwindigkeit gedrosselt, also das ist jetzt alles andere als ein äh Grund zu feiern, ne? Das äh.
Tim Pritlove 0:13:08
Nö, nee, das kann jetzt im Prinzip eigentlich nur Mut machen, da noch weiter drauf zu halten, weil es zeigt sich eben, dass äh dass eben nicht alles so belanglos ist. Man wäre das keine Maßnahme, wäre das eine Maßnahme, über die sich keiner Sorgen machen müsste, warum dann die Änderung, ja? Also.
Linus Neumann 0:13:21
Genau, also und vor allem in wenn wir wir reden von zweitausendsechzehn. Wer weiß, was was zwei Mbit äh zu der Zeit dann noch wert sein wollen. Und wie gesagt, der der Kern des Problems liegt ja dann auch bei derbevorzugten Behandlungen.
Tim Pritlove 0:13:36
Genau. Und das ist äh kommt in der ganzen Diskussion für meinen Geschmack auch noch ein bisschen zu kurz, auch wenn's immer wieder fällt und äh da kann man sich im Prinzip jetzt auch ja noch ein bisschen mehr drauf,dass einfach dieser dieser Verkauf von Zugang einfach nicht geht.
Linus Neumann 0:13:51
Und da will also Rüssel jetzt tatsächlich dran und sagt, äh Netzbetreiber dürfen eigene oder fremdin fremde Inhalte grundsätzlich nicht bevorzugt übermitteln. Ähm,Bin ich jetzt mal und die Bundesnetzagentur soll dann gegen Verstöße dagegen vorgehen können. Ich bin mal gespannt, Bundestag und Bundesrat äh müssten das Ganze noch diskutieren. Ähm,Ich habe den Entwurf noch nicht gesehen und bin mal gespannt, wie der dann genau aussieht. Wir kommen natürlich dann,Da sofort in die kleinteilige Debatte, weil äh man dann sich eben überlegen muss, okay, was ist mit äh mit Q, US und grundsätzlichenNetzwerkmanagement um sicher zu gehen, dass alles noch funktioniert, da da ist ja so diese dieses Definitionsproblem bei Netzneutralität. Äh ich bin mal gespannt, wie gut das äh Bundeswirtschaftsministeriumda seine Hausaufgaben macht. Aber um es festzuhalten, der der Knackpunkt ist die bevorzugte Behandlung anderer,Und als wer sich nur um die um seinen eigenen Internetanschluss sorgt, der sollte trotzdem im Hinterkopf behalten. Das heißt, immer noch, dass eine Leistung den Kunden weggenommen wird. Ja, sie hatten vorher eine Flatrate und die haben sie danach nicht mehr,und äh das heißt, es ihnen wird eine Leistung weggenommen und eine versteckte Preiserhöhung, weil ihnen ja angeboten wird, ja, wir überlegen uns das mal bis zweitausendsechzehn, da wird's dann nochmal einen teureren Tarif geben äh.
Tim Pritlove 0:15:13
Den Kunden wegnehmen. Es gilt ja zunächst einmal nur für neue Kunden,Ja, also wir reden ja nicht von Änderungen der Verträge, sondern nur bestimmte Verträge hatten das auch vorher schon drin. Also, ne, VDSL zum Beispielhatte das schon drin, diese Drossel, wenn auch nicht mit ähm diesen dreihundertvierundachtzig Kilobit, sondern sechs Megabit, zahle die auch sonst selten genannt wird. Jetzt kommt halt neu ins Feld diese zwei Megabyte äh zwei MegabitGeschichte,muss man sehen. Also das ist äh auf jeden Fall alles noch im Fluss und ich würde sagen, da ist das letzte Wort auch noch nicht gesprochen und die Telekom ist diese Drossel äh Klappe nicht los.
Linus Neumann 0:15:53
So sieht's ja, so sieht's ja auch aus, dass der ähm also du sagst, hast Recht, die die Debatte ist nicht beendetErstens kommt jetzt was aus dem Bundeswirtschaftsministerium und dann hat die Bundesnetzagentur ja irgendwie das Ergebnis ihrer Befragung. Wir erinnern uns, wir hatten das ja erwähnt, die Bundesnetzagentur hat einen Fragebogen geschickt,und ähm sind aber mit den mit den Antworten nicht zufrieden. Das heißt, äh sie sagen, da sind noch viele äh Fragen offen.
Tim Pritlove 0:16:21
Das können wir uns auch gut vorstellen. Naja, schauen wir mal, ob's das Thema durchs Sommerloch äh schafft. Dank Wahlkampf sollte man hier einiges bewegen können.Ja, äh auch viel äh Aufheben, man hat das Gefühl, eine andere Diskussionsebene gibt's gerade gar nicht, ist halt äh Prison, Logbuch Netzpolitikäh äh berichtete, also diese Abhörmaßnahmen der NSA in den USAjetzt auch die eigenen äh Bürger äh umfangreich trifft, die von diesem bekannt gemacht wurden, der hat jetzt zuletzt auch eine ganze Menge weitere Veröffentlichungen gemacht und äh weitere wohl auch nochangekündigt. Man muss mal schauen, wie viele äh Feinde er sich da äh demnächst noch so macht. Zwischenzeitlich wurde er ja in China schon mal groß gefeiert,ne? Spielt natürlich den Chinesen wunderbar so in die Hände, ne? Immer wenn sie die ganze Zeit angeklagt, dass sie ja alles behacken,Was ja auch so ist, ja? Äh nur Snowden meint so, ja, die USA hackt auch zurück, also das hat den äh Chinesen in der Argumentation schon gefehlt.Ja, endlich sagt's mal einer. Ich meine, bin gespannt, was die nächste Runde gibt so. Also ich schätze malob die Chinesen mit ihm so dauerhaft so glücklich sind, weiß ich nicht, aber jetzt haben sie ihn halt so äh hochgefeiert, dass zumindest die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Auslieferung aus Hongkong, wenn man denn überhaupt erstmal seine habhaft werden würde,Ich weiß gar nicht, ob ihn irgendjemand wirklich aktiv also suchen tun ihm bestimmt Leute, aber wer jetzt so genau und wie viel Mühe sich die Chinesen da jetzt gerade geben, weiß ich nicht,Aber unsere Vermutung, dass er da in Hong Kong nicht so sicher ist, die, weiß ich nicht, ob man die so ohne Weiteres aufrechterhalten kann.
Linus Neumann 0:18:06
Ich frage mich, wann äh in der US-Öffentlichkeit oder vielleicht wurde die Karte auch schon gezogendass er da halt grade in China ist und China ist ja offensichtlich beim Hacking der Feind, ne? Also und er ist, man könnte also ich bin mal gespannt, ob manob man ihm da nicht noch einen drauf spinnt. Wenn er jetzt da zu eng mit den Chinesen kuschelt, dass sie sagen, ey, hier einer unserer äh Top-Geheimdienstmitarbeiter ähm geht jetzt irgendwie, ist versucht da gerade zu den Chinesen überzuwandern, ne. Also da bin ich bin ich mal.
Tim Pritlove 0:18:34
Ich glaube, es bedarf da sozusagen überhaupt gar kein Ersteigerung mehr. Ich meine, sie könnten ihn jetzt auch schon äh komplett durch den Schlamm ziehen. Das ist jetzt bedarf sozusagen keiner weiteren Argumentation her. Äh mehr nur äh so eine Aushilfe äh Auslieferungsgesuch,An die Chinesen würde wahrscheinlich generell eher wobei es ist glaube ich sogar so, dass in Hongkong nee ist,Stimmt, besteht nicht sogar in Hongkong ein Auslieferungsabkommen mit den USA? Glaube ich nämlich auch,Also es gibt so etwas tatsächlich und also.
Linus Neumann 0:19:07
Unklar.
Tim Pritlove 0:19:08
Unklar, ja. Äh spannend, wie auch immer. Prison, was kam raus? Die Debatte schwappte auch so ein bisschen nach Deutschland, weil sich natürlich auch die Frage stellt, na ja, was äh ist denn bei uns so? Und dann kam irgendwie der BND und äh,Was haben die noch mal konkret angekündigt? Das habe ich auch noch so mit einem Auge verfolgt.
Linus Neumann 0:19:27
Sie haben gesagt, also wir äh haben ja, wir hatten das ja auch schon äh gesagt, das Programm, was sie haben, dass äh die die Abteilung technische Aufklärung des BND. Ähm die hat also jetzt äh äh gesagt, ja wir wollen übrigens ähmnochmal äh hundert Millionen haben äh für die kommenden fünf Jahre und damit unsere äh technische,Aufklärung ausbauen, wir bauen irgendwie hundert neue Mitarbeiter,und äh stärkere Rechen und Serverkapazitäten, um ähm weiterhin hier überwachen zu können,in einer ersten Trance hat die Bundesregierung den jetzt schon fünf Millionen gegeben. Wer weiß, also naja, okay, ist ein Taufen auf einen heißen Stein,aber sie wollen ähnlich wie die wie die NSAden grenzüberschreitenden Datenverkehr möglichst umfassend überwachen und laut Gesetz sind sie dazu berechtigt bis zu zwanzig ProzentDer Kommunikation zwischen der BRD und dem Ausland auf verdächtige Inhalte zu prüfen. Aber.
Danny Bruder 0:20:29
Auch eine Drossel.
Linus Neumann 0:20:30
Sie haben technische Probleme und deswegen schaffen sie's äh bislang nur knapp fünf Prozent,der E-Mails, Telefonate, Facebook-Konversationen oder Skype-Unterhaltung. Ja, sie wollen aber zwanzig, weil das dürfen sie ja.
Tim Pritlove 0:20:43
Was was ist der Grund für diese haben sie einen Telekomanschluss oder was? Kriegen sie nicht so viel durch, leider gedrosselt worden.
Linus Neumann 0:20:52
Ähm also es gibt ein schönes Wording. Das ist sehe ich jetzt erst. Der schöne Begriff des Kontrollverlusts äh wird da inund sagen, sagt, wer sagt das, der Herr ach ja klar. Ihrem Friedrich sagt ähm,Der Staat muss dafür sorgen, dass wir Kontrollverluste über die Kommunikation von Kriminellen durch neue rechtliche und technologische Mittelausgleichen. Also ihr Friedrich hat einen Kontrollverlust, weil er nur fünf Prozent äh kontrollieren kann und er möchte aber gerne an die äh rechtliche Maximalgrenze von zwanzig Prozent heran.Und ähm die letzte Zahl äh hatten wir auch schon in der letzten Sendung zitiert, was irgendwie knapp drei Millionen E-Mails und SMS äh,überprüft wurden und da wollen sie natürlich mehr haben,ja? Das war, das war vorhersehbar, dass sie das machen, also dass sie es ausbauen wollen würden. Äh man fragt sich, äh was die rauchen, dass sie es ausgerechnet jetzt bekannt machen,also äh man kann sich da auch nur äh an den am äh also ja, aber okay, die sind ja auch Experten für Geheimkommunikation und nicht für öffentliche Kommunikation.Wo ich mich auch sehr, wo ich mich sehr drüber freue ist, dass ich ja inzwischen, also der, der Uhl, den, den habe ich ja inzwischen so gut drauf, dass ich vorher sagen kann, was der sagen wird, nichtWoche. Und letzte Woche habe ich ja schon gesagt, dass jetzt gefordert werden wird, dass wir mehr IT-Infrastruktur made in Germany haben,Uhl und wie viel Spitz ist Verlass? Äh wie viel Spitz von der SPD? Ulf von der von der CSU. Die beiden jungen Herrendie sich oder jungen Herren, die sichäh mit mit äh Innenpolitik auseinandersetzen und der Ur, den habe ich auch im Innenausschuss äh hat der mir auch seinen Blick zugeworfen, unter dem ich dann zitterte,und ähm sagt natürlich schön, also ich hatte komplett, hätte ich für den Schreiben ähkönnen, damit die Kommunikation unseres Staates und unserer Unternehmen kein amerikanischer und erst recht kein chinesischer oder russischer Dienst mitlesen kann, müssen wir unsere eigene Kommunikationstechnik aufbauenSei sie nun deutsch oder europäisch, sagt Harbe Uhl und ähm,Jetzt müssen müssen irgendwie dreistellige Millionenbeträge in IT, made in Germany investiert werden, ja? Ähm.Und wie viel Spütz von der SPD äh pflichtet ihm bei. Das war äh das war, wie gesagt, vorherzusehen und ähmzeigt nur, wie wie völlig, also dass das Deutschland halt genau so drauf ist, ja? In einer innerhalb einer Woche, sagt der BND, das gleiche Programm wollen wir bei uns ausbauen,Uhr setzt sich hin und ja müssen ein bisschen aufpassen und irgendwie schöne Deutschland-Cloud hier machen, damit die Daten nicht bei den US-Diensten landen. Also.
Danny Bruder 0:23:42
Dann können sie ja endlich mehr IT-Firmen äh alten Flughafengebäude in Tempelhof ansiedeln. Wurde ja auch schon vorgeschlagen.
Linus Neumann 0:23:49
Also es ist es zeigt nur, dass wir hier äh dass wir hier genau genau das Gleiche machen, äh da brauchen wir uns hier keine äh,zu machen. Und auch dieses Angela Merkel jetzt, also wir haben ja den Obama, der übrigens, ich stelle fest, Obama wurde noch nicht von der US-Regierung erschossen. Ähm ich habe, es handelte sich um einen Versprecher in der letzten Sendung,Ich meinte Osama. Wurden also mehrfach auf Twitter darauf hingewiesen.
Tim Pritlove 0:24:19
Ja, na ja, jetzt kommt ja Obama äh nach Berlin. Ich glaube, er wird heute Abend hier nach der Sendung äh eintrudeln.
Linus Neumann 0:24:28
Sind schon festgeschweißt.
Tim Pritlove 0:24:30
Genau,Und äh wird dann hier so durch so ein Berlin geführt werden, was irgendwie wohl abgeriegelt äh jegliche Realität von ihm fernhält. Ähm trotzdem,Drumherum werden sich dann auch noch ein paar Piraten und ich glaube auch die irgendwie noch mit einer eigenen äh äh Demo darum herumscharen. Na ja, sage ich da mal,Weiß nicht, ob äh ob das jetzt so hilfreich ist, da ähm jetzt die Gelegenheit zu nutzen, auf den auf den USA rumzu äh hämmern, weil das für meinen Geschmack eigentlich nur so den Eindruck erzeugtwir hätten hier kein Problem und die Probleme legen äh in Übersee.
Danny Bruder 0:25:11
Ich dachte auch, das wäre eher so ein Thema für die Nazis immer.
Tim Pritlove 0:25:14
Was?
Danny Bruder 0:25:15
Diese antiamerikanische Propaganda. So und das machen die ja auch ganz gerne.
Tim Pritlove 0:25:19
Ja, da sind ja die Linken auch nicht schlecht. Also das da.
Danny Bruder 0:25:23
Ja, die nähern sich immer mehr an, ne?
Tim Pritlove 0:25:24
Das ist na ja, ich will das jetzt nicht zu sehr vertiefen. Manchmal äh erschrecken einen die die Gleichnisse, aber die Unterschiede sind auf jeden Fall auch noch da, bevor äh da jetzt auch gleich wieder die passenden Kommentare dazukommen.Auch immer ja weiß nicht.
Linus Neumann 0:25:40
Die macht irgendwie Dienstag äh zwölf Uhr. Die sammelt sich, glaube ich, grade am Checkpoint Charlieund ähm macht dort eine kleine Kundgebung unter dem Motto Yes we scan mit irgendwelchen Kopfhörern und äh und Satellitenschüsseln und so und ähm,Hat sich dafür den Checkpoint Charlie ausgesucht. Um irgendwie äh Obama.
Tim Pritlove 0:26:06
Sicherzustellen, dass auch genug Leute mit Kameras da sind.
Linus Neumann 0:26:09
Ja, vielleicht liegt's ja. Man muss ja dazu also es gibt ja immer noch den Hintergrund, dass dass das alles halt Buschprojekte sind, die von Obama ausgebaut wurden. Und das ist natürlich schonzumindest in den USA etwas worüber man,ernsthaft mal nachdenken und diskutieren muss, ne? Also das ist schon, denke ich, für die äh für die Obama-Wähler ein äh,Großes Problem. Und wenn man sich das mal äh also so historisch über die letzten Jahre anschaut, äh einige waren vor vor ein paar Jahren ja noch, ich glaube, das war vor der Wahl, Obamas, als er hier in Berlin zu Besuch war und haben ihn da zugejubelt amBrandenburger Tor oder wo das war und können oder an der Siegelsäule.
Tim Pritlove 0:26:53
Brandenburger Tor durfte nicht jetzt am Brandenburger Tor, weil jetzt ist er ja auch richtiger Präsident.
Linus Neumann 0:26:57
Ach so, ah ja auch.
Tim Pritlove 0:26:58
War ja nur Kandidat und kann ja nicht sein, dass hier irgendwelche Kandidaten sich vors Brandenburger Tor stellen, weil wo kommen wir denn da hin?
Linus Neumann 0:27:03
Okay, also ich ich war da nicht, ich war da nicht beteiligt. Ich habe nur mit einigen gesprochen. Die natürlich jetzt, ne, einige Jahre später äh mit sehr anderen Augen auf diesen Obama äh Besuch blicken, ne.
Tim Pritlove 0:27:14
Ja, ich kann dir zwar auch nur sagen, wenn man glaubt, dass eine einzelne Person,die dann vielleicht noch so einen Mitarbeiterkreis austauscht, ja? Äh von heute auf morgen den Weg einer Weltmacht äh ändert, dann ist man da glaube ich auch äh einer Illusionunterliegen, ja? Das ist ein Apparat, der auf so vielen Ebenen da marschiert, das sind das sind einfach große Tanker,Selbst wenn du das Ding in eine komplett andere Richtung,ziehen möchtest, dann sitzt du da irgendwie mit deinem Hanfseil in der Hand und äh kannst daran ziehen, wie du willst. Das Ding fährt auch erstmal ein paar Jahre weiter in dieselbe Richtung und äh im besten Fall,verliert es an Geschwindigkeit. Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass hier sehr wohl an Geschwindigkeit sogar noch zugelegt wurde, was den Ausbau betrifft.Ich denke, da wissen wir einfach selber auch zu wenig von den internen Sachen. Nichtsdestotrotz ist das natürlich alles äh kritikwürdig und deswegen wird es hier auch kritisiert.
Linus Neumann 0:28:16
Noch ganz kurz auf den, man muss ja auch sich den den Teufelskreis vorstellen, den ähm Terrorismus dann oder überhaupt,der dann immer dann ausgelöst wird, wenn irgendwo eine Angst um die öffentliche Sicherheit entsteht. Und das ist, das sehen wir ja bei bei unserem Innenminister, bei allen unseren Innenministern, ja, ähm,oder jetzt auch bei dem bei dem US-Präsidenten oder bei jedem, der da irgendeine Verantwortung trägt, du bist derjenige, der dessen Job es ist, so etwas zu verhindern,und gleichzeitig ist ganz klar, dass du das nicht kannst,Du kannst den nicht verhindern, ähm dass also zumindest nicht als Innenminister, ja, vielleicht als Außenminister kannst du äh verhindern oder als Entwicklungshilfeminister kannst du vielleicht dafür sorgen, dass die Welt äh das Land ein bisschen weniger hasst,Ja oder ähm und und sich nicht mehr motiviert fühlt, dieses Land anzugreifen oder seine Bundesregierung.
Tim Pritlove 0:29:15
Täter könnte man auch als Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin schon eine Menge machen, weil letztlich wir wissen ja alle, so Extremismus hat einfach viel mit den generellen Situationen im Land zu tun und nicht nur mit einer äh externen Bedrohung äh.
Linus Neumann 0:29:28
Genau, du musst mit der, du musst mit einer, du musst die, du musst die Auslöser für diese Menschen,eindämmen und nicht mit Sicherheitsmethoden versuchen irgendwie sie daran zu hindern, dir die an die Karte zu pissen,So, das heißt, wer Terrorist ist, wird, wird nicht, wird durch egal welche Maßnahme nicht daran gehindert werden, am Ende etwas,irgendwie eine terroristische Maßnahme äh zu ergreifen. Das sind aber natürlich sehr, sehr wenige. Nur wenn halt dann einer von denen irgendwann mal etwas machtdann bist du der Arsch als Innenminister, völlig egal, da stellt keiner mehr eine Frage und sagt, hör mal, vielleicht haben wir einfach seit vierzig Jahren eine eine äh,Außenpolitik wie wie 'ne offene Hose und sollten uns mal überlegen warum wir noch nicht viel öfter angegriffen werden. Ja also solche solche Fragen stellt dann keiner mehr,So und äh das heißt.
Tim Pritlove 0:30:17
In der Außenpolitik wie eine offene Hose.
Linus Neumann 0:30:20
Unhöfliche Außenpolitik, sagen wir mal. So oder oder.
Tim Pritlove 0:30:25
Ich versuche jetzt gleich, die ganzen Bilder, die ich dir grade in meinem Kopf komme.
Linus Neumann 0:30:32
Heißt das nicht oder wie eine aus äh eine Außenpolitik wie Graf Rotz. So und ähm,Das heißt, die die Auslöser stellt keiner in Frage. So und äh zum Ende zu kommen. Das heißt, als Innenminister hast du nur diese Mittel. Und wenn du die nicht ergreifst, wirst du dich nachher dafür äh wirst dich nachher dafür rechtfertigen müssenund es haben nur wenige den,Arsch in der Hose zu sagen, äh wir wir müssen äh unsere Freiheit hier ausweiten, unsere Gesellschaft offener machen und die Bildung erhöhen,um sowas zu verhindern. Das haben die ähm,die einzige Reaktion, die ich so gesehen habe, war, als der wies dieser dieser Irre, der da auf der Insel rummarschiert ist,Also auf den hat die die, die da betroffene Regierung reagiert. Aber sonst siehst du sowas gar nicht, sondern Innenminister, natürlich bauen die alles aus. Willst du nicht am Ende sagen, du hättest deinen Job nicht gemacht, du bist Innenminister.
Tim Pritlove 0:31:25
Ja, da haste, haste auch so die Kacke zu hauen.
Linus Neumann 0:31:28
Das ist der Innenminister, das ist die Aufgabe des Innenministers oder das ist die fallende.
Tim Pritlove 0:31:32
Dieser Aufgabe kommt, kommen die Innenminister in Deutschland ja auch durchaus nach, aber es könnte auch alles viel schlimmer sein. So, lass mal hier äh das Thema abwickeln. Haben wir noch irgendwas Wichtiges äh.
Linus Neumann 0:31:43
Es kam noch die Meldung, das war nur am Rande, dass bei dieser EU-Datenschutzverordnung, die ja jetzt auch immer noch heiß diskutiert wird, äh dass es da äh US-Lobby ihn gab, um eine Klausel zu verhinderndie denen, die genau diese NSA-Zugriffe äh verboten hätte,Also da da ich habe das nur kurz als Meldung gelesen. Da ging's also darum, dass dass die USA stark dafür gelobbyt haben, dass die EU Daten ähSchutzverordnung diesen Zugriff nicht ausschließt und gleichzeitig haben auch die US-Unternehmen dafür lobbyiert, weil die ja wiederum von den USA dafür verpflichtet sind. Und wenn es da hart auf hart gekommen wäre, fürchteten sie.
Tim Pritlove 0:32:26
Da einen Link auf Lobby-Plug, wo aus dem das so hervorgeht, das wäre ja mal in.
Linus Neumann 0:32:31
Genau den gibt's nicht, genau diesen diesen Link gibt's nicht, sondern das scheint quasi schon stattgefunden zu haben äh vor der ähm.
Tim Pritlove 0:32:43
Aufmerksamkeit darauf gelenkt wurde. So. Und woher kommt dann dieses Gerücht her, dass ja jetzt viel Konjunktiv? Wir nennen keine Quellen. Oh, guck mal, du da hinten.
Linus Neumann 0:32:54
Also Quelle ist die Financial Times.
Tim Pritlove 0:32:58
Ah okay, dann nehmen die.
Linus Neumann 0:32:59
Aber eine Paywall hat, deswegen nehme ich da eine.
Tim Pritlove 0:33:02
Verstehe. Ist gut, mit so PayVals kann man alles Mögliche äh behaupten, ne? Ja, die Financial Times hat ja auch gesagt.
Linus Neumann 0:33:09
Man denn hier äh.
Tim Pritlove 0:33:10
Ja, könnt ihr euch leider nicht angucken, kostet Geld.
Linus Neumann 0:33:12
Ich möchte free, ich selector free. Ja, okay, also, äh, muss man trotzdem sichern. Meine Güte.
Danny Bruder 0:33:19
Was dachtest du denn?
Tim Pritlove 0:33:20
Naja, wo ist das mit den Quellen, ne? Wenn immer teurer. Gut, äh, haben wir's, oder? Genau, demnächst äh mehr und besser recherchiert.
Linus Neumann 0:33:31
Wenn ich mal weniger Tränengas im Gesicht habe.
Tim Pritlove 0:33:33
Genau. Ja, kommen wir noch mal zu äh unserem Gast und den damit äh verbundenen Thema. Wir hatten das ja hier schon ein paar Mal auch schon ähm genannt, C drei äh S,Haben wir uns neulich irgendwie auf einer Party getroffen oder und ähDa meinte ich so zu mir, sei schon wieder alles anders, also anders als sich das zum Beispiel bei dem entsprechenden Vortrag auf dem letzten Kongress neunundzwanzig C drei in Hamburg ähm,zugetragen hat. Da gab's ja verschiedene Vertreter. Da war's aber jetzt, glaube ich, nicht da auf der Bühne, ne, genau,Ähm und äh ich dachte mir so, wer doch mal vielleicht eine gute Gelegenheit, das Thema dann auch mal mit dem Insider neu,aufzugreifen. Vielleicht nochmal kurz zu,dir, vielleicht kannst du ja mal kurz sagen, was eigentlich so dein äh hintergrund so generell ist, was machst du und was,Ist dann auch deine Rolle in diesem C3 S Spielchen.
Danny Bruder 0:34:31
Also ich bin äh schon sehr lange Musiker,Also seit meiner Kindheit sozusagen und äh wollte das auch immer machen und war auch lange Energie immer Mitglied vierzehn Jahre,Und als ich dann äh Creative Commons Lizenzen benutzen wollte,Wurde mir halt nahegelegt, dass ich dann ja austreten müsse, weil die gehe mal auf keinen Fall das äh erlaubt und ähm ich da auch nicht irgendwelche Sachen ausnehmen kann sozusagen und äh da war ich schon etwas äh überrascht, weil ich dachte immer, die arbeiten für mich, aber,Das war ähm zweitausendvier.
Tim Pritlove 0:35:06
Okay, schon eine Weile her.
Danny Bruder 0:35:08
Und dann äh bin ich halt ausgetreten, das dauert ja auch immer eine Weile, bis man dann endgültig draußen ist aus der GEMA. Zwei Jahre ungefähr, so ziemlich genau und ähm.
Tim Pritlove 0:35:21
Seit zwei Jahren bist du nicht mehr Mitglied.
Danny Bruder 0:35:22
Nee, also zwei Jahre dauert das bis zu quasi tatsächlich nicht mehr Mitglied bist. Die Kündigungsfrist.
Tim Pritlove 0:35:27
Ach so, ja genau, beziehungsweise äh sagt die Klausel nicht auch, dass du in dem Zeitraum gab's noch Einschränkungen, was diese zwei Jahresfrist betrifft. Du darfst dann gar nichts auch publizieren oder gibt's nicht so eine Publikationsverbot oder so?
Danny Bruder 0:35:39
Theoretisch also ich bin da nicht so sicher, weil ich habe da ähm generell äh mich nicht drum gekümmert. So, ich habe äh ganz viele Sachen unter Pseudonym veröffentlicht und so.
Linus Neumann 0:35:50
Das darfst du gar nicht sagen. So, aber nicht das Pseudonym.
Danny Bruder 0:35:51
Natürlich. Natürlich.
Linus Neumann 0:35:55
Also wir hatten das doch glaube ich behandelt. Die wollen damit verhindern, dass du irgendwie so GEMA on off hopst. Gamer hopping machst und deswegen gilt diese Gamervermutung noch zwei Jahre weiter für dich.
Danny Bruder 0:36:07
Ja also ähm Doktor Motte hat mal in einem Interview gesagt, das wäre so, dass wenn du irgendwie dann einen Monat später was veröffentlichst, äh an dem du kompositorisch oder als Autor beteiligt bist, das dann quasi seine Kündigungsfrist sich auch verlängert.
Linus Neumann 0:36:19
Ach du Scheiße, der ist ja noch schlimmer.
Danny Bruder 0:36:21
Ne, also du kommst dann quasi gar nicht raus theoretisch. Da weiß ich aber nicht, ob das tatsächlich so ist. Ähm ähm es war auf jeden Fall ähm.
Tim Pritlove 0:36:29
Klingt alles sehr rechtsstaatlich.
Danny Bruder 0:36:30
Ziemlich ätzend und äh,Ich habe dann auch äh ein paar Jahre mich damit beschäftigt, die GEMA öffentlich anzuklagen und dieses ganze äh System, das ich auch selber erstmal hinterfragt, weil ich dann schon äh,zugeben muss, dass als Musiker, wenn du so aktiv bist, bist da einfach Mitglied, weil irgendwie wird da jeder Mitglied. Das wird ja eigentlich auch.
Tim Pritlove 0:36:51
So, ja genau, macht man so.
Danny Bruder 0:36:52
Äh vom vom Label oder wenn du einen Vertrag unterschreibst oder natürlich, wenn du einen Verlag hast oder einen Vorschuss haben möchtest, musst du natürlich an Mitglied sein, weil sonst kommt der Verlag ja nicht an sein Geld,du bezahlst das mit ihm in Ratenzahlung oder so, aber,Ja und ähm habe dann mich auch beteiligt an diesem Copy-Cen-Projekt damals mit ein paar Leuten zusammen irgendwie überlegt, wie könnte man das denn dann machen? Äh,Das ist einfach fair.
Tim Pritlove 0:37:18
Nochmal Copy kennen.
Danny Bruder 0:37:20
War so eine Art Crowdfunding, bevor es den Begriff so gab in der Öffentlichkeit, sage ich mal. Also es war eigentlich so die Idee, dass man Spenden einsammelt für eine Veröffentlichung im Grunde genommen, ne? So konnte sich ein Preview angucken,Man könnte sagen, ja, ich habe hier was, das würde ich gerne ausproduzieren, dafür brauche ich Geld und dann konnte man sammeln. Sozusagen und das hat sich aber überhaupt nicht durchgesetzt. Das war, glaube ich, einfach auch ein bisschen früh dafür,und äh habe dann halt so Vorträge gehalten öfter mal darüber und habe dann halt immer hier mal erzählt, dass äh das mit der GEMA irgendwie nicht so toll ist, wie das da läuft und so und ein bisschen ungerecht oder ein bisschen sehr ungerecht,Verteilung der Gelder und auch sehr intransparent und so und das weiß man ja jetzt im allgemeinen mittlerweile,viele Medienberichterstattungen, die da gelaufen ist, auch wegen der Gebührenerhöhung, die sie machen wollten, die in diesem Jahr für die Klubs und so,Und ähm als im Jahre zweitausendzehn die Popcom ausgefallen ist wegen der ganzen bösen Downloader, hatte sich damals ja die.
Linus Neumann 0:38:18
Ach ja, ich erinnere.
Danny Bruder 0:38:23
Das erste Mal und.
Tim Pritlove 0:38:27
Also eine alternative Veranstaltung hier in äh Berlin.
Danny Bruder 0:38:30
Genau und da gab's einige interessante Panels und so und äh da war unter anderem auch äh eins äh Creative Commes Verwertungsgesellschaft. Ja oder nein oder brauchen wir das? Möchten wir das haben und so und dann wurde sich drüber unterhalten. Da habe ich mich dann auch dazu gesetzt,weil das finde ich natürlich sehr interessant war, weil ich damals ja mich quasi von meiner Einnahmequelle GEMA verabschieden musste, um freie Lizenzen benutzen zu dürfen,Ne, also ich habe gerade so gesagt, äh okay, dann nehmt doch mein Geld und ich verzichte darauf,zu sagen und äh dann darf ich endlich freie Lizenzen benutzen und das kam mir schon ziemlich beschissen vor. Also ich fand das nicht in Ordnung eigentlich, aber,ja, so war's halt. Ich musste das so machen und dachte dann aber es wäre eigentlich ganz schön, wenn's endlich mal eine Alternative gäbe zur GEMA, weil das einfach nicht sein kann, dass es da nur eine Verwertungsgesellschaft gibt für ähm öffentliche Aufführungen und mechanische Verfältigungen,und ähm da wurde dann auch darüber geredet, dass es ja vielleicht ganz schön wäre, wenn es für Verwertungsgesellschaft gebe und da haben sich die Creative Comics Deutschland Leute auch dran beteiligt, also Weizmann war da und.
Tim Pritlove 0:39:38
Wer ist das? Entschuldigung.
Danny Bruder 0:39:40
John Weißmann, das ist doch der ähm glaube ich Creative Commons Deutschland.
Linus Neumann 0:39:46
Loyer.
Danny Bruder 0:39:47
Ja oder auf jeden Fall einer von den.
Linus Neumann 0:39:50
Also ist der ähm S, glaube ich, äh Anwalt ähm und ein, ich glaube, im Vorstand äh hat da irgendwie juristisch die die,Handball Creative Comments. Bei dem kleinen Creative Comments-Verein in Deutschland, der ja, glaube ich, erstmal nicht viel mehr macht, als diese Lizenzen dann äh so zu übersetzen, dass sie in Deutschland äh auch Sinn sinnvoll sind.
Danny Bruder 0:40:15
Ja und Rechtssicherheit haben, ne? Und äh da war dann relativ bald klar, dass also sie werden's nicht machen, selbst und würden es aber natürlich auch schön finden und ähm,nach mehreren Jahren, in denen ich hoffte, es würde sich irgendwie von alleine irgendwas gründen, ist mir dann halt klar geworden, dass es da ähm,Ja, Eigeninitiative braucht und äh als ich dann merkte, nach dieser dass sich da was konkretisiert und dass es tatsächlich ein paar Leute gibt, die das jetzt in Angriff nehmen wollen aus dem Bereich des Open Music Contest und ähm,halt auch ähm Musiker oder Leute, die eher wirtschaftlich mit Musik zu tun haben,da habe ich mich den einfach angeschlossen und dachte das ist gut, das unterstütze ich, finde ich 'ne super Sache und seitdem beteilige ich mich daran sozusagen.
Linus Neumann 0:41:07
Aber jetzt kommen natürlich die die blöde Frage, die dir sicherlich oft anhören muss, wenn du vorher in der GEMA warst, dann hast du doch wurdest du doch von der GEMA, hast du doch das das schöne ganze Geld bekommen, deine Lebensgrundlage, deine deinePorsches und Ferraris dir von dem Geld gekauft? Wie willst du das weitermachen mit den offenen Lizenzen? Oder wie wie ging es dir danach?
Danny Bruder 0:41:26
Also ich sage mal so, es ist ja mit der GEMA immer so, es kommt drauf an, was du gerade so machst, ob du jetzt viel oder wenig Geld verdienst. Ich war ja auch nur ähm,angeschlossenes Mitglied, also eins vom untersten Stand sozusagen, wo am wenigsten Geld landet. Und ähm,Ja, ich habe einfach äh in erster Linie gar nicht darüber nachgedacht, wie ich äh jetzt in Zukunft mein Geld verdiene. Ich habe ähm lange versucht, einfach so äh Spendenbuttons auf den Webseiten ähm wo ich mein Zeug so hinlege,reinzubasteln und dann zu hoffen, dass da mal was rumkommt, habe mich aber auch also ich bin ziemlich faul, was das angeht. Ich mache jetzt keine große Werbung und versuche, das irgendwie zu optimieren,so ein bisschen der typische Künstler Nerd, der eigentlich jemanden braucht, der ihn an die Hand nimmt, damit er auch mal was zu essen kriegt.Weil er einfach irgendwie jetzt grade ich muss unbedingt Musik machen und äh,überhaupt keine Lust auch auf dieses schleimige Geschäft und äh dieser Arschkriecherei und Klinken putzen, das lag mir noch nie. Ich fand's schon,Empfand schon als Nötigung, wenn ich jetzt auf irgendwelche Partys gehen muss, um da mich sehen zu lassen oder um Gespräche führen zu müssen mit irgendwelchen Leuten, die mir vielleicht weiterhelfen können, also das Ganze.
Tim Pritlove 0:42:43
Du bleibst lieber im Keller und äh machst deinen Jam.
Danny Bruder 0:42:46
Ja, ach äh ich weiß nicht, ich habe mehr Spaß daran gehabt, äh öffentlich mich aufzuregen über die ganze Scheiße, sage ich mal, als irgendwie mich darum zu kümmern, dass ich ein Brot auf den Tisch kriege oder so,und ähm die Tatsache, dass ich jetzt mich daran beteilige, eine neue Verwertungsgesellschaft mitzugründen, ist eigentlich äh eher darauf zurückzuführen, dass ich halt,versuche, mich ein bisschen zu ändern. Also irgendwie zu gucken, dass die ganzen Gelder, die da fließen tatsächlich ja auch für ähm,Künstler, die jetzt meinetwegen zum Beispiel auch nicht in der GEMA Mitglied sind, es werden ja Gelder gezahlt für Dinge, die diese Menschen produzieren,aber nieder ankommen, weil die halt im im Sack pennen und ähm das das zu ändern ist so eines der Anliegen, das ich da habe, so einfach.
Linus Neumann 0:43:35
Wir hatten das, glaube ich, schon mal behandelt. Äh ich wollte jetzt auch gerade die Episode rausholen, hab's aber nicht auf die Schnelle gefunden.Vielleicht kannst du mal ganz kurz erklären, wie das ist mit dieser mit dieser mit den verschiedenen Ständen, die man als GEMA-Mitglied erreichen kann. Es gibt ja die, die unteren Mitglieder, die weder Stimmrecht haben,noch äh gleiche Beteiligung, das heißt also irgendwie, es gibt, je, je, je voller und vollwertiger deine GEMA-Mitgliedschaft ist,desto mehr Rechte hast du dort auf den äh also desto mehr Stimmrecht oder dann hast du überhaupt mein Stimmrecht und du bekommst auch mehr Geld, ne?
Danny Bruder 0:44:11
Ja, also du hast äh nur als ordentliches Mitglied ein Stimmrecht. Das sind ungefähr fünf Prozent der Mitglieder der GEMA.
Tim Pritlove 0:44:17
Sechstausend Leute, ne.
Danny Bruder 0:44:19
Ja und ähm also die anderen zwei Gruppen, also die angeschlossenen außerordentlichen Mitglieder haben auch Stimmrecht indirekt, sie werden durch Delegierte vertreten,So und das muss man auf jeden Fall mal deutlich sagen, weil es wird oft so dargestellt, als wäre die GEMA äh so strukturiert, dass die wirklich überhaupt kein Stimmrecht haben, das stimmt natürlich nicht.Und ähm es ist aber schon so, dass da einfach keine Mehrheiten entstehen können, weil einfach die ja, die mit direktem Stimmrecht äh einfach auch diejenigen sind, die am meisten verdienen, innerhalb der GEMA,Du kannst sowieso erst ordentliches Mitglied werden, wenn du eine gewisse Summe übersteigst, die verdienst, also es so, dass halt wirklich die Gutverdiener.
Tim Pritlove 0:44:59
Der Grad an Stimmkraft sozusagen hängt davon ab, wie reich man schon geworden ist damit. Wenn man viel kriegt, dann darf man auch viel beeinflussen.
Danny Bruder 0:45:13
So ungefähr, ja, also es ist so, dass diejenigen nur ordentliches Mitglied werden, die tatsächlich äh nachweislich professionell äh und zum Lebensunterhalt äh Musik machen,oder Texte schreiben,die sollen auch am meisten äh mitbestimmen dürfen, weil es ja nur gerecht ist sozusagen, nach dieser Vorstellung, dass diejenigen, die das Geld generieren, dass die halt auch darüber entscheiden, wie das alles äh geregelt wird.
Linus Neumann 0:45:39
Ist aber auch logisch, dass die dann natürlich äh Strukturen so bauen, dass,Dass sichergestellt ist, dass sie weiterhin auch Geld bekommen, oder? Also das das scheint diese es gibt doch da irgendwie, wenn man jetzt unabhängig von der Struktur nur den, den Umverteilungsschlüssel anschaut, ist es dochmeine ich so, dass äh bevorzugt oder dass man eher Geld bekommt, als,Äh je, je wichtiger,Je wichtiger man als Mitglied ist. Also statt zu sagen, je mehr meine Lieder gespielt werden, desto weniger Geld bekomme ich pro,Pro ähm pro äh Mal, dass es gespielt wird, äh wird's genau umgekehrt gemacht und gesagt, geh weniger mein Lied gespielt wird, desto weniger Geld bekomme ich pro,Aufführung, so dass ihr so habe ich das, glaube ich, verstanden. Weiß ich jetzt nicht genau, ob das richtig ist, dass du quasi erst eine eine bestimmte Menge an Aufführungen bekommen musst, damit du überhaupt Geld bekommst und an dieser Erhebung ja so komisch ist oder oder ist das jetzt Unsinn?
Danny Bruder 0:46:43
Das kann ich dir so genau gar nicht beantworten. Ich glaube nicht, dass das Unsinn ist. Es ist so ähm,Das ist natürlich dadurch, dass unheimlich viele Gelder ähm kassiert werden, die ja auch nicht direkt zuzuordnen sindNe, weil durch Pauschalen und so, ne? Und da wurde natürlich gesagt, okay, äh wir haben jetzt diejenigen, die in der Regel am meisten ähm gespielt werden oder am bekanntesten sind, chart, Interpreten oder was auch immer. Und die bekommen dann natürlich irgendwie aus diesen,Topf,des äh nicht zuorden warnen äh baren Geldes, was fließt äh dann ihren Anteil sozusagen und das wird dann immer wieder so äh hochgerechnet wahrscheinlich.Und ähm ja, das ist natürlich äh sage ich mal, auch nicht mehr so richtig zeitgemäß, weil man ja durchaus,mittlerweile durch technologische Mittel irgendwie ganz gut. Ja. Ähm feststellen kann, was tatsächlich äh gespielt wird oder so.
Linus Neumann 0:47:35
Und kann die ganzen, sagen wir mal, alternativen Musikclubs oder so, die halt nicht ähChart Musik spielen, die haben wahrscheinlich diese pauschalen Verträge und undDas heißt, das Geld, was von denen kommt, unterliegt an dieser Hochrechnung, das heißt, da haben wir beispielsweise die gesamte Berliner Techno-Szene. So sieht der nicht die einzelnen Stücke meldet, sondern Pauschalen zahlt, äh unterstützt damit nicht die Interpreten, die da aufgelegt werden.Oder würde das nicht machen, wenn sie Pauschalen zahlen würde? Ich weiß es ja nicht, weil wie die zahlen. Also das wäre jetzt eine Nummer.
Tim Pritlove 0:48:09
Gut, äh,Wir können jetzt uns viel noch über diese GEMA-Details äh verlieren. Ich würde natürlich jetzt sehr viel mehr interessieren,wie geht's da weiter? Also was willst du noch nicht gesagt haben? Du hast dich ja dann auch diesem C3 S Zug äh angeschlossen. Was ist deine Aufgabe da in dem.
Danny Bruder 0:48:28
Ich bin so äh Artist am Wasserdor sozusagen. Also ich,versuche Künstler nun irgendwie dieses Konzept nahe zu legen äh zu bringen und darüber zu informieren, dass wir uns halt gründen wollen jetzt und äh was dahinter steht und sozusagen ein bisschen unter denKollegen und Kolleginnen irgendwie einfach mal so ein bisschen das Wort verbreiten. Und ähm.
Tim Pritlove 0:48:52
Die.
Danny Bruder 0:48:53
Dafür zu gewinnen, uns vielleicht zu unterstützen oder gar Mitglied zu werden.
Tim Pritlove 0:48:58
Schon,ein paar Mal erwähnt, ja? Und ich erinnere mich noch jetzt gerade im Nachgang zum Kongress, da äh gab's ja dann auch quasi den äh den Aufruf, doch eine Absichtserklärung äh,Abzugeben, damit sich eben irgendwann mal so diese potenzielle Gruppe von Leuten finden lässt. Wenn ich das richtig verstanden habe, unserem letzten Gespräch,Als ich das nicht unbedingt jetzt als der tragbare Weg herausgestellt aus rechtlichen Gründen, sondern.
Danny Bruder 0:49:27
Nee, da ging's.
Tim Pritlove 0:49:28
Nötig Mitglied zu werden, auch äh.
Danny Bruder 0:49:31
Es ist so, dass wir ähm wir dachten, ursprünglich es wäre vielleicht ganz gut in ein Crowdfunding zu veranstalten, um,gleich als Genossenschaftsmitglieder zu generieren sozusagen, ähm wo jeder ähm dann Anteile zeichnen kann ähm und dann automatisch quasi Genossenschaftsmitglied werden würde und wir uns dann gründen könnten,Und es hat sich aber ähm rausgestellt, dass es besser ist, wenn wir die Genossenschaft erstmal gründen,und danach ein Crowdfunding veranstalten, um Mitglieder zu gewinnen,Das kann ich dir nicht genau sagen. Ich weiß, ich glaube, es hat rechtlichen einen rechtlichen Hintergrund oder dient einfach auch der Vermeidung von Komplikationen hinterher. Durch den Prozess sozusagen, äh das Crowdfundings, gleichzeitig die Genossenschaftsgründung zu machen, ähm,anscheinend irgendwie Schwierigkeiten bringen oder so.
Tim Pritlove 0:50:24
Wegen der Kopplung und so weiter und man ist ja noch gar kein richtiger Rechtskörper und.
Danny Bruder 0:50:27
Genau. Und um das zu vermeiden,Ist das jetzt mal ganz klar getrennt und äh es wird also erst die Körperschaft sozusagen gegründet, die europäische Genossenschaft, oft äh als die wir das Ganze gründen wollen, ähm damit es eben auch gleich eine europäische Dimension hat,man nicht äh zum Beispiel dann Gegenseitigkeitsverträge mit anderen Verwertungsgesellschaften abschließen muss, sondern dass es die Möglichkeit gibt, dass sich in jedem europäischen Land,sozusagen äh eine Gruppe, die dann beitreten würde.
Tim Pritlove 0:50:57
Lass uns mal, lass uns vielleicht nochmal von vorne auf zu aufrollen. Also, die C drei S ist eine Organisation, die sich im Prinzip gründen will, dafür aber noch Mitglieder braucht.
Danny Bruder 0:51:08
Genau, im Moment ähm.
Tim Pritlove 0:51:09
Geht's da um eine Zahl, eine bestimmte Zahl.
Danny Bruder 0:51:12
Ja, wir brauchen ähm also für die Gründung einer europäischen Genossenschaft brauchst du äh dreißigtausend Euro.
Tim Pritlove 0:51:18
Es geht also um Geld und nicht so sehr um dreißigtausend Euro, was einmalig.
Danny Bruder 0:51:24
Ja, das ist halt irgendwie für die Gründung einer Genossenschaft musst du dieses Geld auf den Tisch legen. So wie bei der GmbH, muss man auch genau, also du.
Tim Pritlove 0:51:28
Sowie bei der GmbH muss man auf der Bank liegen. Und das ist schon ein Problem jetzt.
Danny Bruder 0:51:33
Ist hoffentlich kein Problem, also wir haben ja regen Zuspruch und wir sind jetzt am im Moment dabei ähm sozusagen die Gründung der Genossenschaft äh voranzutreiben und.
Tim Pritlove 0:51:42
Das ist jetzt sozusagen kein Spendengeld, sondern das muss in Form von Beitritten erfolgen.
Danny Bruder 0:51:47
Genau, also es müssen Anteile gezeichnet werden.
Tim Pritlove 0:51:49
Aha. Und das kann im Prinzip jeder machen oder können das nur Leute tun, die dann auch potentielle,Künstler sind, die da was zu melden haben oder äh kann jetzt jeder sagen, och, wird schon immer mal Genosse werden,Genossenschaft bei ja? Weil das verstehe ich selber auch nicht so. Also ist es.
Danny Bruder 0:52:10
Im Prinzip kann jeder äh Mitglied der Genossenschaft werden. Ähm da wir halt dann aber eine Verwertungsgesellschaft für ähm Werke der der Tonkunst sind, ne ähm es ist natürlich so, dass wir wollen in erster Linie Musiker aufnehmen,und Textdichter, die halt aktiv sind als Musiker und wir wollen zum Beispiel nicht Verlage aufnehmen,Ne und det äh es kann aber trotzdem natürlich ein Verleger hingehen und sagen, ich möchte irgendwie unterstützendes Mitglied dieser Genossenschaft werden.
Tim Pritlove 0:52:39
Also Fördermitglied.
Danny Bruder 0:52:40
Ein Fördermitglied, ähm der dann kein äh Stimmrecht hat in dem Sinne, aber er könnte das Projekt fördern, wenn er das für richtig befindet, ne? Also.
Tim Pritlove 0:52:48
Was ist mit Podcaster? Also Tonkunst ist ja nun weit äh.
Danny Bruder 0:52:53
Ja, also ich meine, du äh produzierst ja genau, das ist irgendwie machst du auch Musik eigentlich?
Tim Pritlove 0:53:02
Ich singe ab und zu mal so zwischendurch ein bisschen. Aber ich.
Danny Bruder 0:53:07
Da ist die Schöffungshöhe wahrscheinlich noch nie.
Tim Pritlove 0:53:08
So, ja, ja,Nee, die Schöpfungshöhe ist da nicht erreicht. Nee, aber äh das ist halt auch meine eine meiner Fragen, die ich äh habe, also weil es geht ja dadrum, Rechte wahrzunehmen,bezieht sich das jetzt nur auf Rechte in einer Weiterveröffentlichung oder was also könnte das sozusagen Radio überhaupt mit erfassen oder ist das einfach was anderes?Hier wird nicht komponiert und hier wird keine wenn.
Danny Bruder 0:53:37
Nee, also erstmal.
Tim Pritlove 0:53:38
Nach äh gesungen.
Danny Bruder 0:53:41
Also in erster Linie werden,die Mitglieder Künstler sein, also Musiker, Musiker oder Textdichter, die halt tatsächlich Musik machen. So, wir wollen das später erweitern, um auch andere Bereiche,Bild äh Wort, was auch immer, also alles, was derzeit ja auch unter Creative Comics oder anderen freien Lizenzen veröffentlicht wird, äh wollen wir natürlich irgendwann mal auch,unter einen Hut bringen, aber da es ein sehr großer Aufwand ist, das überhaupt erstmal,zu coden, sage ich mal, auch irgendwie das äh ins Leben zu rufen ähm haben wir gesagt, wir fangen mit der Musik an.Und wenn das irgendwie unter Dach und Fach ist.
Tim Pritlove 0:54:20
Ja gut, aber die Musik betrifft ja sozusagen auch Leute, die Radio machen, weil die ja auch das Problem haben, dass sie ja diese Musik gerne lizensieren würden, die es da draußen gibt, um sie zu verwenden. Da sind wir ja im Prinzip genau wieder in diesem Punktnur dass es halt keine akzeptablen Modelle gibt, dieses zu tun. Denkst du, dass die C3S an der Stelle auch.
Danny Bruder 0:54:39
Das wird sich durch die äh Existenz äh auf jeden Fall ändern und das ist auch äh wünschenswert, dass das passiert, ne, weil ähm,Ja, natürlich ähm werden Podcaster und die C3S dann äh unter Umständen auch ein Geschäftsverhältnis eingehen und äh man wird sich da,irgendwie äh ja, miteinander beschäftigen und auseinandersetzen müssen und äh ist auch gut so und ähm ich glaube, dass.
Tim Pritlove 0:55:07
Das ist ja ein echtes Problem der Zeit so. Also es ist ja gar nicht möglich, so GEMA äh äh Musik jetzt im großen Stil da äh unterzubringen, weil es gibt zwar da aus alten Zeiten irgendwie mal so ein Podcast,Modus bei der GEMA, der aber so völlig absurd ist mit irgendwiedann der Sendung darf nicht länger als eine halbe Stunde sein und muss da irgendwie draufquatschen und also alle möglichen Reglementierungen, die im Prinzip ein freies Format komplett verhindern. Also das ist einfach äh sinnlos. Ich,versuchen, das zu verstehen, ob ob das sozusagen etwas ist, was die C drei S dann auch übernehmen könnte.
Danny Bruder 0:55:43
Davon gehe ich mal aus, ja.
Tim Pritlove 0:55:44
Davon gehst du aus. Das ist ja auch so und das haben wir ja hier auch schon mal besprochen, dass äh der also ist ja rein juristisch,durchaus jetzt auch schon so vorgesehen ist, dass es mehr als eine Gesellschaft gibt, diediesen Bereich beackern kann und dass diese äh sagenumwobene GIMA Vermutung, also diese Annahme, die von der GEMA regelmäßig ins Feld geführt wird, mit,Ihr spielt da Musik, also können wir davon ausgehen, dass uns das äh dass das sozusagen in unseren Geschäftsbereich fällt, dass die nur dann möglich ist, wenn es eben auch nur eine solche Organisation gibt und das in dem Moment, wo eine zweite Organisation existiert,dass sich automatisch ändern würde.
Danny Bruder 0:56:25
Das ist nach meinem Rechtsverständnis muss das so sein, ja, also weil diese Gamervermutung natürlich nur dann logischerweise aufrechtzuerhalten ist, wenn's eben nur die GEMA gibt.Ne, weil wenn's zwei gibt, dann wär's ja ein bisschen unfair, dann könntest ja auch eine C drei S Vermutung geben. Und äh das wäre Quatsch. Also, in dem Moment, wo wir,Gesellschaften haben, ähm müssen die miteinander arbeiten und dann kann nicht eine hingehen und überall erstmal eine Rechnung schreiben, ne, das ist ja dann eigentlich äh,sozusagen nicht mehr möglich.
Tim Pritlove 0:56:55
Jetzt hast du aber vorhin schon angedeutet, dass es hier auch eine europäische Dimension gibt. Kannst du das nochmal kurz erläutern, weil die GEMA ist ja in dem Sinne keine europäische Organisation, sondern die bezieht sich ja ausschließlich auf Deutschland.
Danny Bruder 0:57:10
Die ist ähm ein deutscher Verein, der in Deutschland äh registriert ist und hat mit anderen Verwertungsgesellschaften in Europa dann ähm,Gegenseitigkeitsverträge. Das heißt also, die sagen irgendwie, wenn von euch was,bei uns läuft, dann leiten wir das an euch weiter, das Geld, wir nehmen das sozusagen dann treu händerisch ein und es wird dann verteilt und wir nehmen dann irgendwie von der und der Firma, deren Künstler die Rechte hier für Deutschland war,aber die sind äh eine deutsch ein deutscher Verein. Und bei uns äh ist der Plan,Dass wir eben als europäische und genossenschaft uns gründen, damit es eben möglich ist, wenn ich ein französischer Musiker bin, äh kann ich Mitglied der Genossenschaft werden und ähm,Kann meine äh meine Rechte wahrnehmen lassen in ganz Europa von einer Verwertungsgesellschaft, die halt in ganz Europa tätig ist,Das erscheint uns sehr sinnvoll, als Rechtsrahmen und äh weil einem auch durch das,gleich Mitbestimmungsrecht, also jeder, jedes Mitglied hat ein Stimmrecht und ähm dadurch ist,eine optimale Demokratisierung des ganzen Urheberrechtssystems oder beziehungsweise des Wahrnehmungssystems für uns gegeben, sodass wir sagen können, ja ähm das ist gerecht, jeder hat das gleiche Recht mitzubestimmen,und das gilt eben nicht nur ähm hier halt für deutsche Musiker, sondern es soll halt gleich äh auf europäischer Ebene passieren.
Linus Neumann 0:58:39
Das heißt, letztendlich greift ihr nicht nur die oder also ist eure, euer Gründungs äh Vorhaben. Äh nicht nur irgendwie ein,Ja, sage ich mal, Angriff auf die auf die Feuerschaft der GEMA, sondern eigentlich auch auf die Feuerschaft der ganzen GEMAÄquivalent in allen anderen europäischen Ländern.
Danny Bruder 0:59:01
Also begreifen die nicht an die GEMA, weil eigentlich ist sie.
Linus Neumann 0:59:06
Ich meine jetzt nicht.
Danny Bruder 0:59:07
Konzept ist ja erstmal uninteressant, was die GEMA macht oder dass es die gibt oder so, sondern ähm wir wollen einfach.
Linus Neumann 0:59:13
Also ihr schafft 'ne Alternative zu denen. Das das werten die das ist natürlich ein Angriff. Also.
Danny Bruder 0:59:18
Das können die so sehen, aber ich glaube, also die haben ja sogar auf ihrer eigenen Seite äh über uns berichtet, auch relativ neutral. Also die GEMA hat auf ihrer eigenen Webseite ihre Mitglieder davon in Kenntnis gesetzt, dass dass wir uns gründen wollen.
Tim Pritlove 0:59:32
Aha.
Danny Bruder 0:59:33
Und ähm ja.
Tim Pritlove 0:59:35
Wann wann war das.
Danny Bruder 0:59:36
Und da wir uns ja auch mit, also wir müssen ja dann zusammenarbeiten natürlich auch, wenn das tatsächlich dazu kommt, dass wir eine Zulassung bekommen vom deutschen Patent und Magen am Markenamt für die Tätigkeit, dann äh müssen wir uns mit der GEMA natürlich auch,an einen Tisch setzen und miteinander auskommen. Insofern ähm liegt es jetzt nicht in unserem Interesse, diese ganze ja,Polemik gegen die GEMA irgendwie mitzumachen, sondern wir wollen ganz konstruktiv einfach eine Alternative bieten. Äh und,Das ist so das Hauptanliegen. Einfach zu sagen.
Linus Neumann 1:00:13
Also ich kann mir da nicht vorstellen, dass die GEMA ernsthaft Bock hatErstens ihre äh Gamervermutung äh abschmieren zu sehen und zweitens äh irgendwie noch ein bürokratischen Overhead zu bekommen, weil sie sich die ganze Zeit mit euch auseinandersetzen müssen. Also ich.
Danny Bruder 1:00:28
Bock haben die vielleicht nicht drauf, aber das ist nunmal so in in dieser Gesellschaft, dass sie sich damit dann einfach abfinden werden müssen.
Linus Neumann 1:00:36
Deswegen meinte ich also Angriff, Angriff jetzt nicht im, also im Sinne von äh Marktanteile.
Tim Pritlove 1:00:42
Lassen wir vielleicht mal die, die geh mal trotzdem nochmalso ein bisschen raus, weil erstens, ich finde diesen Artikel nicht, den du da sagst, ich finde jetzt hier nur so eine Pressemitteilung, wo mal so ein Panel irgendwie aufgezählt wird, wo jemand vom C3S äh dabei war,Würde mich mal interessieren, dieser Link. Äh europäische Genossenschaft habe ich nochmal kurz nach, ist ja ein relativ neues Instrument. Das gibt's äh laut Wikipedia seit achtzehnten August zweitausendsechs,basiert also auf europäischen Recht,vorher gab's das sozusagen gar nicht und das ist jetzt quasi von euch der gewählte Weg äh erstmal diese Rechtsform überhaupt ins Leben zu rufen. Die gibt es aber jetzt,Noch nicht.
Danny Bruder 1:01:24
Genossenschaft ist noch nicht gegründet.
Tim Pritlove 1:01:26
Und die soll aber quasi gegründet werden. Ihr würdet es morgen machen, wenn was genau gegeben wäre.
Danny Bruder 1:01:36
Ja, wir brauchen natürlich äh Anteilszeichner. Ne, also das heißt im Moment sind wir dabei ähm Leute zu suchen, die mit uns gemeinsam dieses Gründungskapital.
Tim Pritlove 1:01:46
Hier geht's aber nur um eine einmalige Zahlung, noch nicht unbedingt um eine Verpflichtung auf einem Mitgliedschaft oder bedeutet das, dass man dann auch,sein muss und dann regelmäßige Beträge abführt. Oder ist das davon nochmal separat? Also heißt jetzt,Anteilseigner automatisch Mitglied im Sinne von regelmäßige Beiträge oder ist das jetzt eher so ein Spendending mit ja fünfhundert Euro könnt ihr haben tue ich mit rein in den Topf und dann äh habe ich auch erstmal Ruhe.
Danny Bruder 1:02:15
Ja, also du, wir müssen erstmal die Genossenschaft gründen. Wir sind ja dann noch keine Verwertungsgesellschaft, ne? Also man ist dann Mitglied einer Genossenschaft,Und ähm hat Anteile gezeichnet, die man natürlich zurückbekommt, wenn man dann wieder austreten möchte. Ne, also ähm man ist dann noch nicht Mitglied dieser ähm Verwertungsgesellschaft, die die Genossenschaft ins Leben rufen will.
Tim Pritlove 1:02:34
Sozusagen diese diese Mitgliedschaft in der Genossenschaft beinhaltet per se jetzt auch erstmal keine regelmäßigen Zahlungen.
Linus Neumann 1:02:42
Also letztendlich nur in also im Prinzip Crowdfunding dieser dreißigtausend.
Danny Bruder 1:02:48
Also wir, genau, also es ist jetzt ähm ja, ein Crowdfunding, um um Mitglieder äh zu bekommen, machen wir hinterher, nachdem wir uns gegründet haben und ähm es ist jetzt nicht direkt ein Crowdfunding, weil wir jetzt nicht irgendwie aufrufen.
Tim Pritlove 1:03:02
Geld zu spenden und dann hat man nichts damit zu tun, sondern es geht dadrum, Genossenschaftsgründungsmitglieder zu finden und wie erfolgreich seid ihr da jetzt schon? Also ich meine, wie viel fehlt da noch? Gibt's da irgendwie eine Zahl? Gibt's da irgendwie.
Danny Bruder 1:03:16
Da gibt's keine Zahl im Moment, wir haben Kandidaten, die wir angesprochen haben oder noch ansprechen werden in den nächsten Tagen,Und ähm ich, so wie ich das sehe, wird es, glaube ich, relativ problemlos klappen,Also ähm die Mitglieder des Kernteams, sage ich mal ähm und diejenigen, die das jetzt schon auch sehr lange begleiten,Denke ich mal, werden alle damit einsteigen? Ich auf jeden Fall und ähm ich denke, das sollte klappen.
Tim Pritlove 1:03:49
Was ist deine Erwartung, wann das dann stattfinden wird? Weil man diesen Moment der Gründung erwarten ja nun alle schon seit längerem. Ist ja äh kein neues Thema.
Danny Bruder 1:03:59
Hm, also wir müssen, wenn wir dann wissen, ähm dass wir genug Gründungsmitglieder zusammen haben, natürlich eine Gründungsversammlung einberufen und ich denke mal, dass es im Sommer passieren wird.
Tim Pritlove 1:04:10
Sommer zwanzig dreizehn, also.
Danny Bruder 1:04:12
Genau, also in wenigen Monaten.
Tim Pritlove 1:04:14
Der beginnt ja in drei Tagen, ja, offiziell, also.
Danny Bruder 1:04:17
Also wir wollen das jetzt, ne,so schnell wie möglich hinter ähm also was heißt hinter uns bringen, sondern über die Bühne bringen, dass wir den Rahmen haben, um dann halt auch tatsächlich ähm mit dem Crowdfunding,Mitglieder zu gewinnen für diese Verwertungsgesellschaft, damit wir vom Deutschen Patent und Markenamt eben eine Zulassung bekommen, unsere Tätigkeit aufzunehmen,Dafür brauchen wir natürlich Mitglieder, ähm es muss ja sozusagen auch in einer gewissen, also es muss eine gewisse Relevanz haben, damit das Patent im Markenamt sagt, ja gut, äh,Wir sehen ein, dass es da äh tausende von Menschen gibt, die ihre Werke gerne von euch wahrnehmen lassen möchten. Also hier ist die Zulassung. So, das ist so der Traum.
Tim Pritlove 1:04:57
Was ist jetzt so, ich meine, bisher hast du ja gesagt, du bist so explizit so für die Musiker der äh äh CC-Evangelist oder C3S-Evangelist. Was ist da jetzt so im Wesentlichen dein Pitch? Warum sollte man als Musiker Mitglied im C dreiDas schließt ja dann quasi auch eine Mitgliedschaft in der GEMA aus, oder?
Danny Bruder 1:05:15
Ja. Das ist äh durch die Art wie die Wahrnehmungsverträge bei der GEMA gestaltet sind, dadurch, dass du eben komplett alle deine Werke automatisch in den,Wahrnehmungsvertrag mit einbringst, ähm ist das quasi nicht möglich, dass du auch noch Mitglied bei uns zum Beispiel in der Szene S wärst.
Tim Pritlove 1:05:32
Also Mitglied könnte man ja werden, aber man könnte keine keine Werke dort einstellen und äh wahrnehmen.
Danny Bruder 1:05:37
Man könnte man könnte Genossenschaftsmitglied werden und Fördermitglied zum Beispiel, aber man könnte nicht seine Rechte wahrnehmen lassen durch die CDS, wenn man in der GEMA Mitglied ist.
Linus Neumann 1:05:45
Kommst da in die Falle. Wir hatten, das war, glaube ich, dieser Musik-Piratenfall bei dem in äh wir hatten da auch drüber berichtet, bei demLieder oder Stücke unter Pseudonym veröffentlicht wurden, die GEMA hinging und sagte, ja Moment mal, wenn das unter Pseudonym ist, können wir ja nicht ausschließen, dass das eines unserer Mitglieder ist, also möchten wir dafürGeh mal Beitrag haben. Und da die GEMA also als GEMA-Mitglied bist du quasi mit deinem mit deinem Namen,Aber auch als also als Person selber. Und dadurch auch mit allen äh mit allen Werken, die du veröffentlichst.Egal welchem Pseudonym. Das heißt, du könntest nicht sagen, äh ich bin jetzt hier äh äh warte mal, äh was wäre jetzt mein schöner Name? Wie, wie hast, du hast eine wie heißt nochmal, dein, dein aktueller Name, unter dem du veröffentlichst?Rassel Jamira, du könntest nicht sagen, ich bin bei der C drei S und Rassel Jamiro bei der GEMA,weil die GEMA dich als Danny Bruder hätte und Danny Bruder, egal was Danny Bruder macht, ist jetzt hier GEMA.
Tim Pritlove 1:06:50
Pflicht.
Linus Neumann 1:06:52
Ja nicht so eine.
Danny Bruder 1:06:53
An
Linus Neumann 1:06:55
Genau, bei dem du müsstest das anmelden.
Danny Bruder 1:06:57
Soweit ich weiß, kann man nur eins anmelden.
Tim Pritlove 1:07:00
Das ist einfach nicht Zukunftskompatibel.
Linus Neumann 1:07:06
Und daher schließt sich der schließt sich ja sowieso, schließen sich GEMA und die CC-Lizenzen aus und wenn ich einen, wenn ich das jetzt richtig verstehe und ich bin Mitglied der C drei S, kann ich dann mit einem meiner Pseudonyme sein,Und dann auch gleichzeitig nur für die äh äh Creative Comments lizensierten Stücke, oder? Oder äh kann, würdet ihr.
Danny Bruder 1:07:26
Kannst als Mitglied der CDS kannst du selbst entscheiden,Welche Werke du wahrgenommen haben möchtest durch die CDS. Du musst, ja genau, du musst überhaupt nichts einbringen,Ähm von dem Album, was du jetzt gerade produzierst, sondern vielleicht nur von dem, was du vorher gemacht hast oder für das für das nächste oder du kannst irgendwie von Song zu Song entscheiden, den möchte ich irgendwie,Unter dir und die Lizenz stehen und die wiederum und die unter die andere. Es muss auch noch nicht mal Creative Commons sein, es können auch andere freie Lizenzen sein.
Tim Pritlove 1:07:55
Man macht das dann auch per Webformular oder so, also per AP. Kann man dann sozusagen seine Stücke da einfach submitten und dann kriegt man da eine Nummer dafür und dann ist das irgendwie klar.
Danny Bruder 1:08:05
Wie das äh, ne, also das ganze technische Backend oder Frontend. Wie sieht das alles immer so schnell? Das müssen wir natürlich.
Tim Pritlove 1:08:14
Das ist noch nicht das steht noch nicht fest, aber so stelle ich mir das natürlich vor, ne.
Danny Bruder 1:08:17
Also wir wollen das äh einfach auf die Höhe der Zeit bringen auch, ne. Also.
Tim Pritlove 1:08:20
Genau, ich meine, es wäre ja auch so, sagen wir mal so für Podcaster eigentlich äh optimal, dass man im Prinzip seine Besendung äh veröffentlicht und dann eben die Meldungen oder was auch immer, dann quasi erforderlich äh sein sollte, sei es jetzt,Vielleicht in der theoretischen Zukunft,eben auch für die Wahrnehmung der eigenen äh Rechte an diesem Podcast, aber eben dann auch gerade, was jetzt die Nutzung von Musik zunächst einmal betrifft, dass auch das eben dann darüber klar geregelt ist, dass man das eben direkt auf technischer Ebene automatisiertman da eben auch gar keine große Arbeit mehr mit hat. Das kennt man irgendwie ein paar QR-Codes und das war's und äh gib ihm, ja.
Danny Bruder 1:08:55
Genau, also das ist äh unser Ansatz, dass wir so viel wie möglich automatisieren und eben durch die technologischen Möglichkeiten, die man heute hat, das Ganze wirklich so schmal wie möglich halten, was den also den den Aufwand an Verwaltung und ähso angeht. Ne, weil es gibt einfach viele, viele Möglichkeiten, die äh einfach noch nicht genutzt werden,eben auch durch die Tatsache, dass es eben nur eine Verwertungsgesellschaft gibt im Moment und da auch keinen Bedarf besteht.
Tim Pritlove 1:09:22
Genau. Nochmal eine andere Frage. Hast du noch was Ninus?
Linus Neumann 1:09:24
Glaubte wir müssen zweiten Schritt kurz nennen äh also erster Schritt Genossenschaft gründen,zweiter Schritt und dafür braucht ihr diese Absichtserklärung, für die ihr gerade auf der Webseite äh werbt, ne, dass ihr dannwenn ihr die Genossenschaft habt, wollt ihr dann Verwertergesellschaft werden und dafür braucht ihr die um überhaupt zu sagen, hey, wir sind hier Verwertergesellschaft, braucht ihr genug Leute, die äh die sagen, ja wir wollen da uns auch von dieser Verwertungsgesellschaftvertreten lassen und dafür habt ihr diese Absichtserklärung und davon braucht ihr möglichst viele jetzt.
Danny Bruder 1:09:58
Ja, also es ist schön, wenn so viele ähm aktive Musiker wie möglich die unterschreiben, damit wir einfach auch nachweisen können, dass es wirklich ein Interesse gibt an uns oder an der Existenz einer weiteren Verwertungsgesellschaft.
Tim Pritlove 1:10:08
Keine formelle rechtliche Mitgliedschaft in irgendetwas mit verbunden, sondern da reicht einfach nur zu sagen ja für ich geil wie ich dabei sein hier Friedrich Wilhelm zack.
Danny Bruder 1:10:20
Genau, also das ist nicht verbindlich. Man kann auch hinterher sagen, ach, da an dem Tag war ich irgendwie komisch drauf, ich will das doch nicht, ne?Man muss man wird nicht Mitglied, man muss auch nicht Mitglied werden, wenn man diese ähm Erklärung unterschreibt, sondern es ist einfach nur eine Sympathiebekundung, beziehungsweise eine Absichtserklärung, die halt sagt, ich würde da gerne Mitglied werden, wenn's die gäbe.
Tim Pritlove 1:10:39
Das wäre das sozusagen, wenn wir jetzt mal hier von unserer Teilöffentlichkeit äh mal ausgehen, das ist sozusagen das, worüber man sich jetzt vielleicht alsMusikschaffender, der hier zuhört, potenziell erstmal Gedanken machen sollte, es geht jetzt nicht so sehr dadrum,in dem ersten Schritt mit dabei zu sein, weil da seid ihr schon relativ entspannt, sondern es geht jetzt primär um diese Absichtserklärung. Welche Zahlen sind da jetzt erforderlich? Also wie viele Absichtserklärungen äh hättet ihr da gerne oder braucht ihr auf jeden Fall oder meint ihr vielleicht zu brauchen?
Danny Bruder 1:11:08
Ja, da gibt's keine wirkliche Zahl. Es gibt so viele wie möglich, wäre schön, ne, weil je mehr wir davon irgendwie auf den Tisch legen können beim äh.
Tim Pritlove 1:11:16
Wie viele habt ihr schon? Könnt ihr das sagen?
Danny Bruder 1:11:18
Wir haben schon eine beeindruckende Menge an.
Tim Pritlove 1:11:25
Die mal quantifizieren irgendwie, also.
Danny Bruder 1:11:27
Ich ich weiß es tatsächlich aktuell gar nicht. Ähm wir gehen, glaube ich, so auf.
Tim Pritlove 1:11:29
Was ist wenn was für für euch beeindruckend ist, wissen wir ja nicht, ne? Vielleicht freut ihr euch schon. Ey, wir haben schon.
Danny Bruder 1:11:35
Uns beeindruckt schon die Eier, das hat mich schon beeindruckt. Ey, es gibt tatsächlich jemanden, der Mitglied werden möchte. Nee, ich glaube wirklich, ich glaube, wir gehen so auf die tausend Stück zu,Und ähm es wäre schön, wenn das so weitergeht, dass wir einfach, ne, weil das je mehr wir davon haben, desto besser ist es, weil wir damit.
Tim Pritlove 1:11:52
Denkst du denn, könnte das wir schätzen das Potenzial, also wie viele Künstler gibt's denn überhaupt, die Nichtmitglied in der GEMA sind?
Danny Bruder 1:12:01
Oh, ich glaube, es gibt ähm,Man müsste jetzt natürlich ähm definieren, was ist jetzt genau heißt, Künstler, aber ich glaube, es gibt zigtausende davon, die nicht Mitglied in der GEMA sind,Und ähm es gibt ja auch äh Bereiche, in denen es nicht wirklich sinnvoll ist, also ich weiß nicht, ob man jetzt als DJ Mitglied Energie mal sein muss.
Tim Pritlove 1:12:20
Mittlerweile ähm glaube nicht, nee.
Danny Bruder 1:12:21
Mittlerweile ähm mittlerweile hat sich das geändert, dadurch äh dass natürlich viele DJs einfach auch äh ja, selbst zu Musikern geworden sind.
Tim Pritlove 1:12:31
Klar, das ist ein fließender Übergang. Die werden wahrscheinlich auch nicht äh ewig im Club stehen wollen.
Danny Bruder 1:12:35
Ja und ähm also ich gehe mal davon aus, dass es mindestens nochmal so viele gibt, wie jetzt schon in der Gamer Mitglied sind, die nicht Mitglied sind. Also wahrscheinlich sind's mehr.
Tim Pritlove 1:12:46
Hm. So und das heißt, wenn diese Absichtserklärung dann in möglichst großer Zahl zusammenkommen, also ihr seht da sozusagen, es gibt jetzt keine rechtliche,Grenze ist nicht so wie bei einer Petition, wenn jetzt dreißigtausend zusammenkommen, dann ist die Sache klar, sondern es geht einfach nur dadrum eurem eigentlichen Antrag Gewicht zu,verleihen, um die eigentlichen äh Bemessungs,die da äh rechtlich vorliegen zu erfüllen, dass man jederzeit sagen kann, so das ist jetzt hier nicht so ein Spaß Projektund wir machen jetzt hier mal so die Anti-GEMA, weil wir grad mal Bock haben, diese GEMA-Vermutung fallen zu lassen und danach äh sammeln wir die Cola ein und bauen in der Nase und machen uns einen schönen Lenz. Sagen, äh es geht darum, einfach möglichst seriös aufzutreten und zu sagen, wir wollen jetzt diese europäische Genossenschaft alsKörper äh betreiben als, was in der offizielleName für diese Rechtsform, die ihr dann anstrebt, Verwertungsgesellschaft beschreibt's das schon.
Danny Bruder 1:13:47
Ja, das ist eine gute Frage, wie es dann am Ende heißen wird. Das habe ich mir noch gar keine Gedanken drum, weil ich weiß auch nicht, ob's da schon.
Tim Pritlove 1:13:51
Nee, wer weiß, was was sozusagen der Rechtskörper ist, den ihr da beantragt? Was steht denn bei dieser Absichtserklärung drin? Wo ist denn das? Auf C3 S.
Danny Bruder 1:14:01
Punkt CC.
Tim Pritlove 1:14:03
Natürlich, gleich schön,International. Ähm absichtserklärung, genau. Hier geht's zum PDF,Das geht derzeit an den Open Music Contest Punkt org.Per Post. Ist aber jetzt sozusagen nur eine eine Hilfskonstruktion, also nur.
Danny Bruder 1:14:32
Da oben im Music Contest ist im Moment der ähm dass die Genossenschaft als rechts vor mir noch nicht gibt, sozusagen der äh.
Tim Pritlove 1:14:40
Okay, also Verwertungsgesellschaft heißt es hier in der äh Absichtserklärung. Mhm. Das wollt ihr also werden.
Danny Bruder 1:14:46
Das ist klar. Ich habe jetzt gedacht, du meinst so, ob wir uns dann genau nennen.
Tim Pritlove 1:14:50
Nein, nein, nein, der, der, die Rechtsform, weil,klarstellen. Also es geht sozusagen nur nur dieser ganzen Diskussion im C3S, das merkst du auch schon an meinen Fragen, gibt's einfach viel Verwirrung so, ne? Und ich wollte das einfach mal äh äh auf äh spalten, also,Kurz nochmal zusammengefasst, deshalb gibt es nichts. Demnächst,eine europäische Genossenschaft gegründet werden. Eine Rechtsform, die es erst seit zweitausendsechs so gibt und das soll dann quasi so als äh Rechtskörper erstmal die die die organisatorische Grundlage sein, was bei der GEMA ein deutscher Verein ist. Istdann hier bei euch europäische GenossenschaftDann allerdings wollt ihr euch denselben Status erarbeiten, der da heißt Verwertungsgesellschaft, also Anerkennung als Verwertungsgesellschaft in Deutschland erstmalnur oder.
Danny Bruder 1:15:35
Wir brauchen ja, da wir ja hier ansässig sind, äh diejenigen, die das jetzt gerade gründen, beziehungsweise bei einer europäischen Genossenschaft müssen's ja mindestens aus zwei europäischen Ländern Gründungsmitglieder,sein. Und ähm wir brauchen für unsere Tätigkeit hier natürlich die Zulassung und die vergibt, ne, die gesetzliche Aufsicht hat die äh hat das deutsche Patent und Magen.
Tim Pritlove 1:15:54
Genau, aber jetzt um die ganzen europäischen Dimensionen noch sozusagen äh äh näher zu kommen. Im Prinzip,wäre es dann aber auch denkbar, dass man diese äh Anerkennung als Verwertungsgesellschaft auch in anderen europäischen Juristikionen sucht, wie es auch immer da äh im Einzelnen heißen mag, was weiß ich, in Frankreich,Was ist da die äh die GEMA-Variante.
Danny Bruder 1:16:22
Oh Gott, wie heißen die.
Tim Pritlove 1:16:23
Keine Ahnung. Also es gibt,in all diesen Ländern gibt's halt äh äh etwas GEMA-ähnliches und im Prinzip in dem Moment, wo es dann Leute gibt, die sagen würden, ah, das ist ja eine prima Idee da mit der C3S, sowas hätten wir auch gerne. Wir würden auch gerne in unserem Land äh dieselbe Tätigkeit aufBasis derselben Prinzipien durchführen, dann könnte dieselbe europäische äh Genossenschaft, also der selbe Rechtskörper auch,die Anerkennung in dem anderen Land machen. Das heißt, man würde aus demselben Mitgliederstamm heraus äh Schritt für Schritt,Die Europäisierung vorantreiben, indem man in immer mehr Ländern ähnlich arbeitet, ohne dass man jetzt immer wieder neue Mitglieder äh,müsste oder neue Genossenschaften gründen müsste. Gut, dann habe ich's jetzt auch verstanden.Und was denkst du, wie lange das noch dauern wird, bis dieser äh Anerkennung als Verwertungsgesellschaft durch äh sein wird? Oder mit wie viel Widerstand rechnet ihr da?
Danny Bruder 1:17:23
Ähm also ich hatte das Gefühl, dass die sind da selbst, glaube ich, ein bisschen gespannt beim Patent- und Markenamt, was da jetzt auf sie zukommt, weil das ist natürlich auch nicht so.
Tim Pritlove 1:17:33
Sie so noch nie, ja. Hm.
Danny Bruder 1:17:35
Genau und ähm ich äh bin da guter Dinge, dass es irgendwie relativ zeitnah passieren wird. Wir müssen jetzt halt gucken, dass wir ähm eben im Juli starten wir das Crowdfunding, dass wir möglichst viele Mitglieder,Also dass äh möglichst viele Leute Anteile zeichnen an der Genossenschaft. Mhm. Und das startet wie gesagt so Mitte Juli,Und ähm sobald wir dann genügend Mitglieder beisammen haben und ich,bin guter Dinge, dass das relativ schnell gehen wird. Hoffe, dass sehr stark und äh dann gehen wir dann hin zum Patent und Markenamt,Hoffentlich äh ja noch in,in diesem Quartal vielleicht sogar, ich weiß es nicht, aber vielleicht wird's auch Herbst und dass wir dann in der Lage sein werden, da genügend äh Mitgliedern vorzuweisen und Absichtserklärungen auf den Tisch zu legen und dann.
Tim Pritlove 1:18:30
Hättet ihr gerne.
Danny Bruder 1:18:32
Tausende.
Tim Pritlove 1:18:33
Tausende. Das ist immer so unkonkret. Sag doch mal was.
Danny Bruder 1:18:36
Ja, also ich weiß nicht, so.
Tim Pritlove 1:18:38
Der Millionen.
Danny Bruder 1:18:39
Ja, das wäre natürlich der Hammer. Eine Million, das da kennt man schon mit aushalten.
Tim Pritlove 1:18:43
Oh Gott, nee, aber mit so viel Musikern in Deutschland, das äh.
Danny Bruder 1:18:50
Ja, also so ein, zweitausend wäre schon.
Tim Pritlove 1:18:54
Linus, haben wir noch Fragen? Du bist äh ausgeschaltet?
Linus Neumann 1:19:00
Erstmal nicht mehr, ich hatte mich gerade kurz gemutet, nö. Wir können viel Glück wünschen und hoffen, dass äh sich auch viele Hörer äh diese diese Absichtserklärung anschließen.
Tim Pritlove 1:19:11
So wie den Musiker unter unseren Folgenden haben, so.
Linus Neumann 1:19:14
Was wäre denn, wenn einfach jemand so was ausfüllen würde ohne Musiker zu sein? Oder kann man das gar nicht ausführen ohne Musiker zu sein?
Tim Pritlove 1:19:20
Muss man da irgendeinen Status haben?
Danny Bruder 1:19:22
Man man sollte Musiker sein. Ne, also man möchte unterstützendes Mitglied werden.
Tim Pritlove 1:19:27
Moment, hier steht, ihr müsst Komponisten, also,genderte in Klammern, Komponistin, Texterin, Musikerin, Musikproduzentin, Remixerin oder DJ sein und bereits mindestens drei eigene Tracks geschrieben oder andere gemixt haben,Ja, im Ergebnis müsst ihr also wenigstens Miturheberin von drei verschiedenen Musikwerken sein. Wir freuen uns.
Danny Bruder 1:19:51
Genau, also sonst gibt's ja keine Rechte, die man wahrnehmen kann.
Tim Pritlove 1:19:54
Ja gut, aber das ist jetzt schon eine Bedingung, ne? Man kann jetzt nicht hier einfach sagen, so oh ganz konkret geht's erstmal nur um Musik.
Danny Bruder 1:20:03
Erstmal geht's nur um Musik, aber wie gesagt, man kann auch ähm ein Unterstützungsmitglied werden. Man muss jetzt nicht äh Musiker sein, um das Projekt zu verwirklichen oder verwirklichen zu helfen.
Tim Pritlove 1:20:12
Gut später dann. Später dann aber nicht mit dieser Absichtserklärung.
Danny Bruder 1:20:16
Nee, genau, in der Absichtserklärung sind tatsächlich nur äh aus dem Berufszweig äh Musik ähm als Komponist oder Autor eben oder in irgendeiner Form beteiligt an Rechten von Musikwerken.
Tim Pritlove 1:20:30
Mhm. Gut. Also die Podcaster dürfen jetzt erstmal sitzen bleiben. Es sei denn, sie machen gerade Musik. Linus, hast du denn schon mal Musik gemacht? Bist du schon, hast du schon drei.
Linus Neumann 1:20:40
Für dich immer von mir weisen. Ich glaube, ich habe drei Tracks gemacht, ja. Aber das äh das wäre eine eine Schande für die C drei S, wenn ich das jetzt irgendwie.
Tim Pritlove 1:20:51
Eine An.
Danny Bruder 1:20:52
Nein, nein, nein. Wir würden uns geehrt fühlen.
Linus Neumann 1:20:54
Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Nein, das würde oft für mich einfach äh alten Staub auf äh aufwirbeln, der.
Tim Pritlove 1:21:02
Damals in meiner Punkphase.
Linus Neumann 1:21:04
Wo jetzt schon gutes Gras gewachsen ist, da will man ja jetzt nicht äh unnötig äh.
Danny Bruder 1:21:10
Also wir könnten, wir könnten jetzt hier sofort einen Track gemeinsam komponieren.
Tim Pritlove 1:21:14
Der Lokbodennetzpolitik Online, das überlassen wir lieber den Remixern, ja, die können sich hier gerne über unser äh Werk hermachen. Ich äh glaube, wir haben uns eine halbwegs brauchbare äh Veröffentlichungslizenz hier zugelegt bei diesem Podcast,Weiß gerade gar nicht. Na ja. Gut, dann machen wir jetzt mal Schluss.
Linus Neumann 1:21:33
Soll ich darf ich noch eine kezerische Frage stellen? An dich nicht. Woher kommt das Geld, was ihr sammeln wollt?Also wenn ich ihr sagt, ihr seid jetzt eine Verwertungsgesellschaft. Ähm ich bin Mitglied und ich erwarte von euch, wie von der GEMA, dass ihr mir monatlich Geld überweist. Woher kommt das Geld?
Danny Bruder 1:21:54
Von iTunes.
Linus Neumann 1:21:57
Ach so, zum Beispiel, ach so, ah.
Danny Bruder 1:21:58
Na, das kommt überall daher, wo ähm Gelder ausgeschüttet werden für die Nutzung von Musik. Ist klar, also jegliches Portal, was äh was ich Spotify oder wie sie alle heißen, ne, was äh Musik.
Linus Neumann 1:22:14
Ah, das,Das heißt, ich wäre ich würde dann eben nicht eine CC, also strategisch günstig wäre dann eben nicht die CC-Beilizens, sondern so eine CC äh bei NC, SA und schon kann ich auch äh sagen, okay, für einefür eine Nutzung auf iTunes oder bei Spotify soll dann eben dieser Cent-Betrag an die C3S überwiesen werden. Okay.
Danny Bruder 1:22:37
Günstig, du kannst natürlich jede jede Lizenz wählen und das wird für jeden anders sein wahrscheinlich, aber,Klar, also du kannst dann die Gelder kommen von überall da, wo sie jetzt auch schon herkommen, nämlich überall, wo Musik äh lizensiert wird oder genutzt wird oder öffentlich aufgeführt wird oder vervielfältigt wird,Also es gibt eine interessante Sache mit der Lehrmedienabgabe zum Beispiel ähm ne, da wird sich zeigen, äh weil bei einer Creative-Community Lizenz, die mir die Nutzung und Weiterverbreitung erlaubt,sicher, brauch ich ja auch nicht auch zusätzlich noch auf Lehrmedienabgabe zu zahlen, ne? Also das wird sich wahrscheinlich auch dann interessanterweise vielleicht einfach auch ein bisschen ändern in Zukunft. Mal gucken, wie das ist, weil der Gesetzgeber hat die ja eingeführt, um die Privatkopie,irgendwie,den Künstlern irgendwie auch zu verklickern, dass es wichtig ist und für die Gesellschaft und das muss ja möglich sein, dass man irgendwie in der Küche, im Bad und im Auto sich die CD an reinpacken kann, also kann ich die auch koch kopieren und dafür,Gibt's halt die Lehrmedienabgabe und bei uns ist dann natürlich die Frage, müssen wir das Geld nehmen? Oder nicht? Also das wird sich,Es wird sehr interessant sein darüber zu spekulieren, wie das dann in Zukunft zum Beispiel ablaufen.
Tim Pritlove 1:23:50
Leute, die jetzt sich äh mit Absichtserklärung als potentielles Mitglied äh andienen und die dann ja dann im Idealfall auch äh Mitglied werden, sind dann aber voll Stimmenberechtigt. Das heißt, dieser eigentliche, diese eigentliche Ausbildung von, wie ihr es dann macht, ist dann letzten Endes quasiEine Frage dieser dort neu entstandenen Gemeinschaft. Das ist dann quasi der demokratische Prozess, den ihr dann auch umsetzen wollt. Und ich vermute.
Danny Bruder 1:24:14
Ja, ne? Jedes Mitglied hat äh eine Stimme und ist gleichberechtigt beteiligt an der Genossenschaft und an deren Geschäftsgebaren.
Tim Pritlove 1:24:22
Wie wird das dann so ablaufen? Das heißt also wie bei dem bei den Piraten dann so, mit solchen Hallen, die sich dann füllen und dann schreit ihr euch dann an.
Danny Bruder 1:24:30
Genau, ja. Ja. Das ist auf jeden Fall klar, ne, sehr gesetzlich so vorgeschrieben, es müssen Mitgliederversammlungen abgehalten werden und wenn Entscheidungen,Getroffen werden müssen. Alle Mitglieder daran beteiligt sein und ihre Stimme abgeben dürfen und sich.
Tim Pritlove 1:24:43
Mhm. Und wollte dann auch äh so was wie äh einführen. Das war so was schon diskutiert worden so.
Danny Bruder 1:24:51
Wie gesagt, wir wollen, äh, wenn möglich, also, oder wie, soweit es in unseren Möglichkeit, äh, ist oder uns möglich ist, äh, das so abzudate wie möglich gestalten, ne, also, was uns rechtlich möglich ist, werden.
Tim Pritlove 1:25:04
Das ist jetzt aber eine sehr, sehr politische Antwort, also ich meine, gibt's da schon konkrete Diskussionen in diese Richtung? Weil ich meine, das wäre ja, ihr habt ja dann erstmal dasselbe Problem, wie alle anderen Organisationen auch. Ihr müsst euch entweder so ein Delegiertenmodell,schaffen, weil ihr wollt ja nicht angenommen ihr habt jetzt dreißigtausend Mitglieder, äh wollt ihr dann jedes Mal komplett Turnhallen äh füllen und sind nur die Leute da, die da sind oder äh ist eher über so eine,ständige Mitgliederversammlung äh diskutiert worden.
Danny Bruder 1:25:34
Es äh wird sicherlich darüber diskutiert. Ich habe mich allerdings nicht daran beteiligt. Bis dato, weil ich äh ja, ich habe gerade andere Sachen zu tun gehabt wahrscheinlich. Ähm das kann ich dir nicht beantworten. Das weiß ich nicht.
Tim Pritlove 1:25:44
Na gut, dann fragen wir da nochmal andere kritisch nach. Würde mich nämlich wirklich mal sehr interessieren, wie man jetzt so einen Körper da äh an Land kriegt und vor allem diesen diesen Konsens äh erzielen will, der hier erforderlich ist.
Danny Bruder 1:25:55
Ja, ich bin ich bin halt auch echt überhaupt nicht so rechtlich bewandert, wie das alles irgendwie ablaufen muss, was da erlaubt ist und was nicht und so. Das ist halt absolut nicht meine Abteilung so.Und ähm ja, ich versuche mich immer.
Tim Pritlove 1:26:09
Das sage ich auch.
Danny Bruder 1:26:10
So so gut informiert wie möglich zu halten, äh was natürlich teilweise etwas schwierig ist, so mit meinem Lebenswandel nicht immer so einfach zu vereinbaren,einfach sehr viel Zeit dafür aufgewendet werden muss und die habe ich manchmal einfach auch nicht.Deswegen ähm beschränke ich mich eigentlich auf meine Aufgabe, anderen Musikern davon zu erzählen, wie toll das ist,kann jetzt aber nicht wirklich genau sagen, wie dann so eine Mitgliederversammlung abläuft. Äh,Ich stelle mir das noch ganz traditionell vor, dass äh man dann zusammenkommt, aber wenn das rechtlich machbar ist, dass man irgendwie auch per also online eine Abstimmung mitmacht oder,ja
Tim Pritlove 1:26:49
Wäre mal spannend. Na gut.
Danny Bruder 1:26:51
Dann werden wir das sicherlich machen.
Tim Pritlove 1:26:53
Dich nicht weiter mit solchen Detailfragen, die nicht in deinen Bereich fallen.
Danny Bruder 1:26:57
Genau, jetzt jetzt wird das hier noch so eine Anti-Werbung.
Tim Pritlove 1:27:00
Ja, ja, nee, nö, ich meine, ist kann nicht jeder äh sich überall auskennen. Nina, das hast du noch äh Fragen? Hi. Gut.
Danny Bruder 1:27:08
Super, ja, wenn ihr euch informieren wollt, äh nochmal an alle, die das hören, ähm ne.
Tim Pritlove 1:27:12
Punkt CC, allerdings bei uns in den Shownotes.
Danny Bruder 1:27:15
Genau und äh im Juli geht's los mit dem Crowdfunding und äh wir brauchen ganz viel Unterstützung auch äh ne, alle die Code schreiben können. Wir sind immer noch mittendrin, das Ganze zu programmieren undWir brauchen ganz viel Tipps, Tricks, Unterstützung und.
Tim Pritlove 1:27:30
Und toller. Okay, super. Vielen Dank, Bruder, fürs Kommen.
Danny Bruder 1:27:35
Ja, danke euch.
Tim Pritlove 1:27:37
Ansonsten, was äh steht sonst noch äh so an? Ja.
Danny Bruder 1:27:43
Proben.
Tim Pritlove 1:27:44
Termine, Ankündigungen, ich bin äh diese Woche noch zweimal zu sehen, sollte ich vielleicht mal kurz äh erwähnen. Genau, ich bin in in Witten-Herdecke, da gibt's irgendwie so am Freitag, den einundzwanzigsten, den ganzen Tag so eine Podcast äh Veranstaltung, wer in der Region ist und ähnoch Zeit hat sich äh schön so einen Freitag äh lange in der Nase zu bohren, ist da herzlich äh willkommenund am Samstag bin ich nochmal auf so einem Podcast-Event, das tummelt sich irgendwie gerade, man hat das Gefühl, es bewegt sich was. Äh und zwar hier in Berlin,auch Link in die das findet statt in der Lipperstraße diesem ehemaligen Rundfunkgebäude.
Danny Bruder 1:28:26
Super Teil.
Tim Pritlove 1:28:27
DDR genau, äh welchem Raum das jetzt konkret ist, weiß ich gerade gar nicht, aber ich glaube, wir gehen nicht in den tollen Konzertsaal. Äh,da ist Teilnahme wie auch in dem anderen Fall kostenlos und wer Interesse hat, sich da an der äh Weiterentwicklung der Podcastlandschaftbeziehungsweise Weiterentwicklung dieses gesamten Radiogedankens äh da zu beteiligen, ist da herzlich eingeladen dazuzustoßen.Link in den Shownotes.
Linus Neumann 1:28:56
Links links war ich noch, aber ich habe notiert, dass es rein muss.
Tim Pritlove 1:29:02
Und du warst jetzt, glaube ich, erstmal genug an Aktivität.
Linus Neumann 1:29:04
Ich äh versuche jetzt mal irgendwie eine etwas ruhigere Woche zu machen, weil doch schon etwas anstrengendes Wochenende.
Tim Pritlove 1:29:11
Okay, das war's. Tschüss. Und bis bald. Tschau, tschau.
Danny Bruder 1:29:15
Ja, macht's gut. Tschau, tschau.
Linus Neumann 1:29:17
Tschau, tschau.

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Intro

Fotograf bei den Protesten in Istanbul schützt sich vor Tränengas

Linus bei den Protesten in Istanbul

Linus war bei den Protesten in der Türkei

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PRISM und technische Aufklärung des BND

Die C3S als Alternative zur GEMA

Epilog

LNP067 Schon lange nichts mehr auf NSA gepostet

Prism — Lobbyplag — Netzneutralität — Bradley Manning — E-Government und DE-Mail — Hackertools

Nach einer kurzen Pause wird der Podcast wieder in gewohnter Konstellation fortgesetzt, auch wenn wir nach viel zu viel jeweiliger Ablenkung so unsere Probleme haben, wieder in den Flow zu kommen. Man sehe uns dies nach.

Thematisch dreht sich natürlich alles um die "Neuigkeit" PRISM und die hochgefährdete Daseinsform des Whistleblowers. Zusätzlich arbeiten wir uns dann noch an ein paar kleineren Nachrichten ab wie einem schicken Update für LobbyPlag und verschiedene "Fortschritte" in punkto Verschlechterung verschiedener Gesetze auf deutscher und europäischer Ebene.

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Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Minus. Guten Morgen Tim. Bist du wieder da? Ja. Aus dem Off.
Linus Neumann 0:00:00
Guten Morgen Dino. Guten Morgen Tim. Bist du wieder da? Ja. Ja.
Tim Pritlove 0:00:06
Hast du das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben.
Linus Neumann 0:00:10
Äh nein, es ist.
Tim Pritlove 0:00:35
Ich war ja auch irgendwie weg. Und habe nix mitbekommen. Und dann kommt man so wieder und dann ist auf einmal wieder alles in Flammen. Türkei,Flut und ja und die Medien unterhalten sich über ein Thema, wo ich mir die ganze Zeit dachte, so,Hm, gab's eigentlich irgendwelche Informationen, die wir hier nicht schon seit zwei Jahren hin und her äh besprochen haben so. Alle, alle werden überwacht. Hm, ja.
Linus Neumann 0:01:07
Die USA haben gegoogelt, der Google äh kooperiert mit äh mit den nationalen Sicherheitsbehörden.
Tim Pritlove 0:01:13
Ja, die Geheimdienste sorgen irgendwie Firmen aus, hm, ja. Was war jetzt nochmal gleich die Nachricht?
Linus Neumann 0:01:21
Ich also das.
Tim Pritlove 0:01:23
So ging's dir auch.
Linus Neumann 0:01:26
Ja, natürlich, es ist so, also im im Prinzip ist das so, äh diese diese äh Situation, ne? Es gab es war ganz offensichtlich.Die Verschwörungstheoretiker haben's ja immer schon gesagt und wurden dafür belächelt.Aber jetzt, wo der, wo jetzt sind, im Prinzip endlich die Belege auf dem Tisch so, jetzt steht's auch, jetzt ist es nicht mehr nur äh offensichtlich, sondern belegt.Und jetzt kann man sagen, ähm also in einiger Zeit wird man sagen, das haben wir ja schon immer so gewusst. Das war schon, also wie äh.Wie ich das jetzt unbedingt mit die Erde ist, eine Kugel vergleichen, aber so ein paar Idioten haben immer gesagt, die Erde ist eine Kugel. Und als sie's dann endlich bewiesen hatten, äh war's halt aufs ja, klar, haben wir ja schon, sagen wir schon seit einiger Zeit, so, weißt du? Offensichtlich.
Tim Pritlove 0:02:20
Ja. Gut, aber so oder so, du bist jetzt auch wieder da. Weil du bist ja mal nicht da gewesen, bisher sozusagen abgängig gewesen.
Linus Neumann 0:02:30
Jetzt bin ich wieder da, ja.
Tim Pritlove 0:02:31
Ja genau, aber du bist hier wirklich vertreten worden.
Linus Neumann 0:02:34
Ich war ich war sehr begeistert. Ich äh habe äh lange daran rumformuliert, einen wie wie man es in einen Tweet presst ähm dass ich hoffe, dass die Sendung auch, wenn ich,nicht dabei bin, so informationsreich ist, weil das war echt äh also es war sehr, ich habe da viel gelernt, weil war völlig überrascht, also könnte sein, dass also vielleicht machen, also ich hoffe, dass dass wir auch ähm,äh dass uns das auch gelingt.
Tim Pritlove 0:02:59
Ja, ja, du bist jetzt auch erstmal gesetzt und so, also schmeißt dich nicht gleich.
Linus Neumann 0:03:03
Ja, ich habe schon gedacht, so scheiße, scheiße, scheiße, scheiße.
Tim Pritlove 0:03:06
Ja, also Lokbuch-Netzpolitik ist wieder da, siebenundsechzig in letzter Zeit mit etwas unruhigen, unruhigen Veröffentlichungs äh Rhythmus. Äh das,nicht unbedingt so weitergehen, sondern das war einfach mal den Umständen geschuldet. Ja.Dann kommen wir eigentlich auch gleich einsteigen, oder?
Linus Neumann 0:03:30
Einsteigen. Es ging los. Soll ich sagen, soll ich sagen, wie's losging?
Tim Pritlove 0:03:33
Ja, sag mal, wie es losging.
Linus Neumann 0:03:35
Es ging los mit dem mit dem League eines Gerichtsurteil, das Verizen ohne Einschränkungen äh die KommunikationsMeterdaten herausgeben muss, also die Rufnummern beider Anschlüsse für jedes Telefonat, ortsbezogene Daten sowie Dauer und Uhrzeit, der Anrufe muss an die NSA geben.
Tim Pritlove 0:03:56
In den USA, genau, wer es noch nicht mitbekommen hat, Horizon ist so der größte MobilfunkanbieterHm, also ich weiß nicht, ob's jetzt wirklich unterm Strich die Größen sind, aber ich glaube, sie haben tatsächlich noch einen Tick mehr Subscriber als äh AT. So ein bisschen so wie hier mit Telekom und Vodafone ist das so ein bisschen mit Horizon und ATNT.In den USA. Ja und ähm welches Gericht hat da geurteilt eigentlich.
Linus Neumann 0:04:24
Ich weiß nicht genau, welches Gericht das war, aber äh interessanter ist die Begründung, denn das Gericht sagte, ja ähm es äh,Also Verizon soll diese Daten g rausgeben. Äh und der Grund ist, es handelt sich ja nur um die Transaktionsdaten, nicht um die Inhalte und daher ist kein Einzelbeschluss pro beteiligte Person notwendig. Das war die Frageum die sich da in den USA gestritten wurde. Das also Horizon Wire äh Verizon gesagt hat, ja ähm Freunde,wenn wir das machen, dann braucht ihr aber doch einen äh Beschluss dafür, ne. Und ähm das war quasi, das wurde da verhandelt und die,es wurde weiterhin verhandelt über den, über einen Datensatz von einem Zeitspanne von drei Monaten. Und wie dem wie dem.Aufmerksam äh Bürger äh sicherlich nicht entgangen ist, das ist äh Vorratsdatenspeicherung.Das ist genau wie wir sie in der äh EU als äh äh EU-weit gelten haben und eigentlich nur noch in in Deutschland debattieren,und loswerden wollen und in den, in Deutschland sind das sechs Monate.Ja, oder oder sollen es sechs Monate sein? Diese drei Monatefrist, das ist ja das, wo in äh in die Richtung äh äh das Justizministerium da noch so ein bisschenirgendwie die versucht einzudämmen und so, die genaue Gemengelage ist da unklar. Aber das ist oder ist da momentan unklar, aber genau das ist Forester entsprechend. Dann haben wirDeutschland. Können wir einen harten Winter machen.
Tim Pritlove 0:05:57
Den Europäer auch mit Stolz zu wissen, dass man zumindest im Bereich der Telekommunikation in den USA noch voraus ist.
Linus Neumann 0:06:02
Richtig,Da denke ich auch, da können wir einfach mal äh Ort äh stolz die Flagge zeigen, dass äh wir solche Gerichtsurteile solche Streitereien erfüllen bei uns schon lange nicht mehr,andererseits interessant, also äh beruft sich die USA bei dieser bei dieser ganzen Aktion auf ihren Patreot-Act, der ist ja schon von zweitausendeins, glaube ich, äh Patriot-Act Zeit.
Tim Pritlove 0:06:28
Das war so Post, Nine Deleven.
Linus Neumann 0:06:31
Ja ähm war das also wahrscheinlich noch zweitausendeins oder äh dann spätestens zweitausendzwei. Ich kann ja mal ganz kurz gucken. Patreat act ähm.Zweitausendeins, ja. Äh,ja? Äh zu intersep and abstrakte Terrawisen. Das war der Patrick und der ist die äh der der soll dann auch die Basis für diese für diese äh Sache da sein,Und ähm da kann man dann, da kommt dann dieses schöne ähm.Sage ich später noch was zu. Also, das war jetzt erstmal so der der erste Punkt. Und ähm das das zündete natürlich schon einigermaßen in den USA, dass man sich dachte, ah, seid ihr wahnsinnig und so, ne? Aber ähmdurch den Begriff Transaktionsdaten und so konnte man das ausreichend äh offen Niveau heben, wo der durchschnittliche IQ einesAmerikaners aufhört, sodass man da jetzt irgendwie nicht großartig ähm,noch nicht so den großen Skandal hatte. Und dann kam diese diese Wahnsinnsveröffentlichung, das nämlich seit zweitausendsieben,Die NSA ein äh Programm mit dem Namen Prisum unterhält. Prisum wie das Prisma,und ähm das besteht hauptsächlich daraus, dass sie bei den äh bei vielen großen ähm.Computer und Internetanbietern namentlich Microsoft Yawu, Google, Facebook, keine Ahnung, YouTube, Skype, AOL und seit Oktober zweitausendzwölf auch Apple. Ähm,und echtzeit Kommunikation in ihren Zugriff,haben. Also das heißt, sie können E-Mail, Video und äh Audiochats, Videos, Fotos, Voice over IP ähm Datenübertragung, Profile und Details in sozialen Netzwerken und mehr.Ähm einsehen.Und das ist jetzt die äh das ist das war's eigentlich auch schon, ja. Also die Großen, die großen Provider oder die großen Diensteanbieter der USA, arbeiten mit der äh National Security Agency zusammen.
Tim Pritlove 0:08:53
Ja und das Ganze war ein Leak von einem Edward Snowden, von dem die Welt vorher so noch nichts wusste,der äh wenn ich das richtig sehe bei der NSA gearbeitet hat, ne und.
Linus Neumann 0:09:03
Sub Contractor, wenn ich das richtig.
Tim Pritlove 0:09:05
Ein war und der äh das irgendwie nicht so geil fand und sich jetzt irgendwie nach Hongkong abgesetzt hat so in der Hoffnung, da äh irgendwie,einer heilen Haut davon zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit dessen wird, glaube ich, gemeinhin als gering eingestuft.
Linus Neumann 0:09:22
Aus der Nummer rauskommt. Ja, aber ist doch jetzt in die freie Welt geflohen.
Tim Pritlove 0:09:27
Ach China.
Linus Neumann 0:09:29
Julien Assange äh Julian Assange legte ihm ja äh Asyl in äh politisches Asyl,Ja oder zumindest in in äh äh Süd- oder Lateinamerika, nah? Ja. Weil, also das, ich muss es.
Tim Pritlove 0:09:49
So lange er sich noch ausgereist bekommt, ja.
Linus Neumann 0:09:52
Jetzt aber schnell nach Ecuador.
Tim Pritlove 0:09:54
Ja, aber im Prinzip ist das nicht unbedingt jetzt eine Kopie,Das Bradley Mennings äh Ding, aber ich schätze mal, äh dass jetzt auch dieses Leak auf einem ähnlichen Level eingestuft werden dürfte,die äh Autoritäten in den USA und äh dass der junge Mann jetzt nicht unbedingt mit so viel Zuspruch und einer äh Zukunft in den USA äh rechnen kann.
Linus Neumann 0:10:21
Also berufliche Zukunft innerhalb der USA, schlechte Karten im Moment, ähm ich denke auch sonst, also der wird sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass er dieses Land nicht mehr.Kann.
Tim Pritlove 0:10:37
Also er kann's bestimmt betreten.
Linus Neumann 0:10:38
Ja klar, aber es ist ihm, dass,dass er, wenn er nochmal in die USA kommt, dann ist er in tiefer Scheiße. Entweder äh weil sie ihn dahin geholt haben oder weil weil sie ihn dann da sich schnappen werden.Ich weiß jetzt nicht, ob Hongkong so 'ne, so 'ne, meine Wahl wäre, wenn ich mich vor den USA verstecken soll, ich hab da, wollte aber, ich hab da so 'ne Einschätzung gelesen, wo einige meinten, das wär jetzt gar nicht so, äh, ungünstig.Also es wäre ja nicht damit zu rechnen, dass China sich den äh den Ärger mit Hongkong,Handeln wollen würde, weil Honkung ja diese Freihandelszone ist und,zwar theoretisch, den sich dort schnappen und ausweisen, äh an, an die USA ausweisen könnte, dass hier aber sich wahrscheinlich den, den ähm,Ärger mit Hongkong da irgendwie nicht geben wollen, weil da ist irgendwie in letzter Zeit ganz ganz befriedeter diese ganze Ecke, äh keine Ahnung, was da also ich kann das nicht, ich kenne die die politische Situation dann nicht ausreichen, um äh,bewerten zu können, wie sicher er in Hongkong ist. Der wird da wahrscheinlich aber darüber nachgedacht haben.
Tim Pritlove 0:11:51
Das wollte ich auch gerade meinen, also er wird darüber nachgedacht haben, nur was heißt das schon, ne? Also so oder so sind äh einfach seine Möglichkeiten, da sehr eingeschränkt in Zukunft äh irgendwas zu machen und äh,also äh das zeugt auf jeden Fall schon von einer gewissen Überzeugung, die ihn dort geleitet hat,Jetzt gibt's halt viel Aufhebens äh in den Medien. Ähm es wird auch, sagen wir mal, noch ein weiteres Mal, auf die NSA geblickt, die ja vor nicht allzu langer Zeit auch noch komplett,Ich weiß gar nicht, wie lange ist das her? Erinnerst dich noch? Also die NSA, die Existenz der NSE wurde ja vor gar nicht so langer Zeit komplett bestritten.Also das ist dieses dieses Gruppe überhaupt gibt, war ja sozusagen nicht unbedingt äh.Teil der öffentlichen Diskussion.
Linus Neumann 0:12:47
Oh, das muss aber, also sie existiert seit irgendwie seit den fünfziger Jahren. Ich weiß nicht, ob's eine Zeit lang da noch geheim war, aber.AO, in den vierziger Jahren als Unterabteilung des äh Department of Defense geschaffen äh und dann irgendwie ein paar Mal umbenannt. Ähm.Da weiß ich gar nicht genau, ob das, ob's da irgendwie so genau kenne ich die Geschichte nicht.
Tim Pritlove 0:13:15
Kann ich jetzt auf jeden Fall auch nicht aus auswendig äh runterbieten. Das hat sich auf jeden Fall vor einiger Zeit geändert. Und ähm ich meine, die USA,sind ja auch nicht arm an Geheimdiensten. Also ich finde das schon überhaupt absurd.
Linus Neumann 0:13:29
Die haben zu viele.
Tim Pritlove 0:13:29
Wie viele unterschiedliche Geheimdienste es da überhaupt gibt, ja? Also erstmal fragt man sich ja sowieso, warum braucht man überhaupt mehr als einen.
Linus Neumann 0:13:40
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, das ist das ist schon klar, also die jedes Land hat hier zumindest einen Inlands und ein Auslandsgeheimdienst,die unterliegen auch unterschiedlichen Regulationen. Das ist auch jetzt eine große äh genau die große Frage bei dieser oder die für die für die USA jetzt gerade die Frage mit dieser NSA. Und zwar ist das derMilitärnachrichtendienst. Das heißt, die haben nur irgendwo Finger drin zu haben bei bei nicht,Amerikanern. Und ähm.
Tim Pritlove 0:14:10
Darum dreht sich jetzt im Wesentlichen auch die Aufmerksamkeit.
Linus Neumann 0:14:12
Genau darum dreht sich nämlich die Aufmerksamkeit, weil die ganzen Libatieren, das ist interessant, das jetzt eigentlich hast du jetzt die die linken, progressiven,sage ich mal äh Datenschützer, Liberalen,Äh Leute, die irgendwie eine offene Demokratie glauben äh und gleichzeitig aber diese libertären,dass hier so eine sowas diese limitäre Fraktion, die gibt's ja eigentlich in in Deutschland, Europa nicht so stark, wie es die in USA gibt. Also die Leute, die sagen, wir wollen halt äh ein ganz, ganz ähm,Wir wollen einen schmalen Staat haben, wir wollen irgendwie Waffenrechte haben, wir wollen so möglich wie so wenig wie möglichdass irgendwo die Regierung eingreift, was aber gleichzeitig aber das mit sehr starken konservativen Idealen verbinden und,sich natürlich dann auch so diese kranken äh Auswüchse des Kapitalismus dazu auch äh gerne noch äh mit in Kauf nehmen,Und deren Hauptargument ist ja eigentlich, äh dass er so sagen so American Stone Spye on Americans. Ja, es gab diesen spannenden Vortrag, du hast ihn vielleicht gesehen beim äh neunundzwanzig C drei, wo dieser Thomas Drake äh NSA-Aussteiger.Da über äh die über die Auswüchse des äh der NSA schon ähm dann da referiert und geklagt hat. Dass aber aus dieser diese ganze Zeit diese Inbrunst ähm,Das das äh,das das guten Patrioten ja? Und dass das alles also alles irgendwie nur deshalb verwerflich fand, weil er doch Amerikaner ist.Und sich nicht irgendwie übers Gesamt. Also es war das einzige, was ihn daran aufgeregt hat, ja? Und genau das das ähm beschäftigt jetzt auch gerade die USA,Ähm das ist früher ein Foren äh Intelligence zu Valence Act,gab oft auf dessen Basis die NSA oder den gibt's immer noch, aber früher war das die Basis der Arbeit des äh NSA und da mussten sie,Pro Überwachungsvorgang äh jeweils eine eine Autoorisierung haben und bestätigen, dass alle Beteiligten äh Kommunikationspartner außerhalb der USA sind.Und mit dieser äh mit dem Prison reicht es für sie, dass sie einen begründeten äh Verdacht haben, dass,Eine der Kommunikations äh Parteien außerhalb der USA war zu der Zeit, an dem äh die.Aufnahme äh gesammelt wurde. Das heißt, du hast jetzt als als US-Amerikaner, der mit einem äh Menschen kommuniziert, der sich nicht innerhalb der USA befindet, eine sehr bist du schon fällst du in dieses Raster und äh.
Tim Pritlove 0:17:01
Ferngespräch.
Linus Neumann 0:17:03
Ja, sagen wir mal Fernesprecher, dann dann wäre das jetzt nach aktueller Arbeitsgrundlage der NSA äh würden sie dann sich berechtigt sehen dort, ähm.
Tim Pritlove 0:17:12
Also mit einer wollten sie biegen das so, wie sie's brauchen, damit sie möglichst viel abgreifen können und ähm.
Linus Neumann 0:17:18
Genau, aber also ist doch eigentlich völlig unerheblich, ob das jetzt Amerikaner sind oder andere, weil natürlich in der in dieser Struktur dieses Geheimnis ist das eine sehr entscheidende Frage. Weil's eben ein äh ja ein Militärnachrichtendienst ist.
Tim Pritlove 0:17:31
Aber ist jetzt vor allem auch, äh geht weit jetzt über diese eigentliche VDS äh Dimension hinaus. Hier geht's auch wirklich um die Inhalte. Hier geht's quasi um alles.
Linus Neumann 0:17:40
Also da reden wir von äh Zugriff auf, wie wie sagt man das immer so schön? Ich hatte mir das sogar nochmal extra notiert. Also im Prinzip ähm,Zugriff auf einmal die Daten, die auf den Servern liegen und uns Zugriff auf die,Also gespeicherte Kommunikation, sagen wir mal die E-Mails auf meinem Google Mailserver,Ich bin ja auch betroffen davon. Ich habe einen äh habe ein Google Konto, da ist äh sind auch E-Mails drin. Das werden dann eben gespeicherte Daten und auch auf die Echtzeit Kommunikation. Das ist dann eben der Fall ähm,Skype oder so, ne? Skype speichert nicht, sondern die machen halt äh Live-Verbindung oder oder Facetime, ja? Deswegen ist sicherlich Apple da mit drin.Und ähm da haben die halt überall irgendwie ihren Zugriff zu. Das ist auch äh offensichtlich nicht eine Standardisierte Sache, sondern so wie sich hier diese Folien, die der Guardian da äh gelegt hat mit Hilfe von demSnowden äh steht dann so, dass sie sagen so ähm in der Regel äh bekommst du das,hier, was hier steht, aber äh Mayvery äh bei Provider. Also aber so sie sagen halt E-Mail-Chat, Videos und so weiter, je nachdem. Also du bekommst natürlich keine ähm,Videokonferenzen von einem Dienst, der keine anbietet, ja. Also grob haben sie das hingekriegt. Und.Das ist natürlich jetzt irgendwie, also natürlich ist das ein ein enormes Lied, dass das in diesem Ausmaß rauskommt und das Ausmaß dieser Überwachung,übertrifft sicherlich ein das was viele Menschen,sich da ausgemalt haben, insgesamt ist das aber, kann man da jetzt nicht wirklich davon reden, dass das äh besonders überraschend ist. Es gab da eine sehr schöne Zahl, dass dieses die jährlichen Kosten für dieses Prison-Programm sind zwanzig Millionen Dollar.Dass.Geschätzte jährliche Budget der NSA, die der äh finanziell am solidesten ausgestattetste äh Geheimnis der USA ist, sind Aid Billion. Und jetzt muss ich mich nochmal äh, ist er, wie ist das nochmal, dieser Bild, die.
Tim Pritlove 0:19:51
Acht Milliarden US-Dollar.
Linus Neumann 0:19:52
Acht Milliarden US-Dollar und zwanzig Millionen davon, also so quasi ein Rundungsfehler davon, äh brauchen sie für diese Prisum-Sache.
Tim Pritlove 0:19:58
Ja, Taschengeld. Klingt aber sehr wenig, zwanzig.
Linus Neumann 0:20:03
Ja, da werden sicherlich nicht die äh ganzen Personalkosten für die Analysten mit drin sein.
Tim Pritlove 0:20:08
Technische Aufwand.
Linus Neumann 0:20:10
Würde schätzen, dass das der,Technische, sagen wir mal Gerätekosten, aufrechterhaltung und Administration oder so, Ausbau äh solche Dinge betrifft, also die Infrastruktur und die Wartung der Infrastruktur, könnte ich mir vorstellen.
Tim Pritlove 0:20:25
Spike Cloud.
Linus Neumann 0:20:26
Also wenn du sagst, da sind jetzt, was waren das zehn, größere äh Provider, waren da, glaube ich, mit an Bord. Eine zwei, viersechs, neun. Wenn du sagst, zwei Millionen, was kannst du mit zwei Millionen bei einem Provider machen, kannst du halt eine ordentliche Infrastruktur da hinstellen, äh kannst die warten.Aber ich glaube nicht, dass das schon der komplette Analystenapparat auch noch mit drin ist in den zwanzig Millionen, denn sie haben bisher siebenundsiebzigtausend Intelligence-Reports äh verfasst in den,Programm irgendwie, also dieses Prison-Programm äh berücksichtigt wurde. Sie haben äh.Ja, es ist nee, in den Informationen, die daher kamen, äh verwendet irgendwie, also das sind tausend, die sind immer nur Zahlen mit vielen Nullen, ja.
Tim Pritlove 0:21:13
Ja, aber es gibt jetzt auch keine Erkenntnisse, äh inwiefern diese ganze Überwachung jetzt schon wirklich irgendwas gebracht hat.
Linus Neumann 0:21:22
Nee, da bin ich mal gespannt. Da werden sie, würde ich jetzt vermuten, je nachdem, wie lange die Sache gespinnt wird, werden die USA da eventuell mit irgendwelchen Beispielen, also wird die Regierung da mit irgendwelchen Beispielen vortreten,und sagen hier, den Obama hätten wir niemals ohne das Ding erschießen können, weil der hat äh ein G mehr Konto gehabt oder so, irgend so ein Quatsch, werden sich wahrscheinlich noch einfallen lassen.Würde ich jetzt so erwarten.Weiterer interessanter Spin war ja, dass in der, in der konservativen US Presse, man muss ja jetzt irgendwie einen Grund finden, diesen Messenger da zu erschießen, ne? Also man muss ja jetzt irgendwie dem dem Snowden irgendwie noch äh den,Äh
Tim Pritlove 0:22:01
Und einen schwarzen Peter zu.
Linus Neumann 0:22:02
Irgendeinen schwarzen Peter zuschieben und da waren ja dann auch schon, wurden ja dann die Stimmen laut, die sagten, der Skandal ist nicht, dass der ähm,dass dass die NSA das macht, sondern dass der Snowden jetzt äh äh mit der mit den Operationen dieses Militärgeheimdienstes Dienstes äh interferiert, indem er das bekannt macht, ja? Und da da äh wird natürlich schon das,Gewetzt um den Mann irgendwie noch einen schwarzen Peter zuschieben zu können. Was vermutlich in der, in der US äh Öffentlichkeit.Äh dann auch äh gelingen wird. Die ist ja nicht durch besonderes Reflexionsvermögen äh bisher aufgefallen.
Tim Pritlove 0:22:41
Ja auch,ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, dass in den USA auch dieses ganze Überwachungsthema irgendwie gar nicht so richtig greift, also was ja vorhin schon ganz schön,diesen merkwürdigen Interessen, Überschneidungsbereich genannt mit so diesen Hardcore Rightwing Leuten, ja, die sozusagen in so in dieser Illusion vonNa ja, äh wir waren jetzt die Ersten, die mit unseren Planwagen hier in den Westen äh gefahren sind und wurden dann jahrhundertelang äh im Wesentlichen in Ruhe gelassen und soWashington.Das ist weit weg, ja? Das ist so, ja, da werden so ein paar Regeln gemacht irgendwie, wie so der Handel. Äh in den Häfen zu laufen hat, so mit Europa, aber es betrifft uns irgendwie nicht groß und sind immer noch total beseelt davon, ne? Auf der anderen Seitekippt's dann irgendwie schnell wieder um, wenn dann sozusagen so Amerika als Ganzes sich von was weiß immer, äh was weiß ich, auch bedroht sieht, ja, äh Aliens, dem Islam,oder sonst irgendwas. Äh dann schieben sie alles.In diese Zentralisierung rein und dann darf da auch aus vollen Rohren gefeuert werden. Also es,irgendwie von mit unserer europäischen Brille natürlich auch alles nicht so zusammen. Ich glaube, dass dieser eigentliche Bürger,Rechtsanteil, den wir da gerne ausmachen wollen in einer starken Minderheit ist,Ich habe ja jetzt auch was von gehört, dass ich gerade mal so paar und fünfzig Prozent hier überhaupt aufregen über die ganze Nummer.
Linus Neumann 0:24:17
Was sagte, äh was war Obamas äh erstes Code dazu, dass er sagte, du kannst nicht hundert Prozent Sicherheit, hundert Prozent Datenschutz und.Hundert Prozent so und so haben. Also ähm ja, müsste ich jetzt. Ja, aber äh aber äh.
Tim Pritlove 0:24:38
Mein Lieblingssatz der deutschen Politik. Hundertprozentige Sicherheit kann's nicht geben. Ich bin da ein eine Kerbe in ein Holz geschnitzt hätte, da wäre wahrscheinlich von dem Holz nicht viel übrig geblieben.
Linus Neumann 0:24:52
Was es spannend ist, dass er, ja, hier habe ich das coolSpannend ja ähmDu kannst aber auch mit null Prozent Privacy keine hundertprozent Security bekommen, ja? Also das ist halt der äh das ähm.
Tim Pritlove 0:25:12
Na gut, also ich meine, da kann man jetzt äh,Können wir jetzt beliebig weit ähm das Fass äh öffnen hier und äh die Generaldiskussionen führen, ne, also waswas will ein Staat, was soll ein Staat dürfen, um äh diese Sicherheit herzustellen, ja, das ist ähund hängt sehr von der eigenen Gemengelage ab, was man da als angemessen empfindet oder nicht angemessen empfindet. Was ich jetzt bloß irgendwie krass finde, ist,In USA wird halt vor allem einfach irgendwie gemacht. Es gibt so ein paar ähm schwammige,Vorlagen, aus denen du im Prinzip alles ableiten kannst, wie diesen Patriot Act. Nach dem Motto, ja, alles, was jetzt hier zum Schutz nötig ist, darf mal gemacht werden im Wesentlichen. Und dann wird halt einfach auch,und ich würde ja noch nicht mal sagen, dass wir jetzt hier schon am Ende ähm des Fasses angekommen sind, also es ist vielleicht jetzt,bei einer Irredimension, aber es ist bestimmt nicht das einzige, äh was in den USA von,Government durchgeführt wird, von dem die Öffentlichkeit so nichts weiß. Wir sind nicht in so ein Verschwörungs äh theoretischen Bereich vordringen, aber äh das ist hier so ein Disconnect zu geben scheint mit dem worüber äh die Öffentlichkeit wirklich klarin Kenntnis gesetzt wird und was was tatsächlich läuft, das das scheint mir offensichtlich zu sagen.
Linus Neumann 0:26:37
Spannende Sache dazu ist natürlich noch, dass das alles irgendwie äh eigentlich nur ähm,Also seinen Ursprung hatte in der in der Bus-Administration, der größere Teil des Ausbaus, aber dann ähm,und die Nutzung in der äh Obama-Administration stattgefunden hat. Das heißt, das was äh also das das große zentrale äh Wahlversprechen Obamas, was viele Menschen da eben auch bewegt hat, ähm,Würde ja eine eine Einstellung oder Verminderung von solchen Techniken durchaus äh,nahelegen aber das das Gegenteil ist offensichtlich der Fall. Gleichzeitig hat ja Obama mehr in der Gasse in der Obama äh Administration mehr Ärger für den,unter der Administration aller anderen US-Präsidenten zusammen,Ja, das heißt also, seine äh Gitter auch härter gegen Whistleblower vor, als ähm er das versprochen hat, hat ja ursprünglich mal betont, wie wichtig Whistleblower sind,auf später nochmal kurz zu sprechen.Und was war das Dritte, was ein Obama-Scheiße ist? Oh, keine Fäkalsprache. Ähm.Ach so, nee, der, der, der, der weitere wichtige Punkt, also einer fällt mir jetzt gerade nicht ein. Was spannend ist, natürlich gibt es das in Deutschland auch und das muss ich jetzt mal ganz kurz so zu sagen, es ist,es ist einfach naiv zu glauben, dass äh irgendwelche Firmen in irgendeinem Land eine nennenswert große Kommunikationsinfrastruktur unterhaltenauf die Geheimdienste aus dem Inland und aus dem Ausland keinen Zugriff halten. Da sorgen die schon für,Und in Deutschland ähmgibt es das Gleiche, ein genau gleichlautendes Programm mit dem Namen strategische Fernmeldeaufklärung, das vom äh Bundesnachrichten äh Dienst betrieben wird, ja?Also digitale Kommunikation irgendwie rastern, wir hatten hier sogar schon darüber berichtet. Das waren die, die irgendwann zweitausendelf ähm,Kam da der letzte äh äh Bericht raus. Das waren die, die auf einmal so einen Anstieg hatten, weil zu viel Spam gab, ja? Die hatten äh hatten auf einmal eine Spam-Problematik und,Das verriet dann auch, wo sie anzapfen, nämlich wenn sie quasi vor dem Spamfilter anzapfen, dann zapfen sie alles an,und nicht erst äh irgendwie dahinter, quasi wenn die E-Mail schon im Postfach ist.
Tim Pritlove 0:29:09
Trotzdem äh USA müssen sich warm anziehen, weil Merkel angekündigt hat, dass sie Prissen mit Obama besprechen will, ne.
Linus Neumann 0:29:17
Da wird's aber und hier äh Else Eigner kündigt ihren NSA-Account.Ja du lass.
Tim Pritlove 0:29:28
Die hat aber auch schon lange nichts mehr gepostet.
Linus Neumann 0:29:30
Das.
Tim Pritlove 0:29:33
Also, ich habe da schon lange nichts mehr gelesen von ihr.
Linus Neumann 0:29:36
Äh währenddessen packt der ähm.Packt der Norden übrigens immer noch mehr aus seinem Karton raus, der macht da jetzt gerade den den Guardian-Journalisten, glaube ich, zumden macht er gerade unsterblich mit dem, was er da auspackt. Ähm jetzt gibt's da noch die Operations, wo sie also äh,Im großen Stil auch äh äh in fremde Rechner und Netzwerke eindringen, Daten klauen, ähm,Dann gibt es diese äh Bountles in Formenübersicht, wo erstaunlicherweise ausgerechnet Deutschland so ein roter Punkt da ist, dass äh dass also viele Deutsche betroffen sind von dieser NSA äh Spionage. Und was ja noch ein sehr schönes,Seitennachricht war, wurde gar nicht so groß äh äh aufgehängt, dass irgendein ähm.Eine junge Dame, die achtzehnjährige Jana äh die wollte nach ihrem Abitur als Auper in die USA. Und sie hat diese Verhandlung über diese Aupair äh äh Situation dann ähm selber äh organisiert über Facebook,äh wo dann also sie eine Familie fand, die sagte, ja du kannst hier bei uns äh kannst bei uns wohnen, machst du Au-pair, kriegst du noch ein kleines Taschengeld äh und kostet und Regie. Und äh kümmerst dich dafür um die Kinder der Familie Aupair halt, ne? Nur dasssie jetzt nicht bei irgendeiner Aupair Organisation gemacht, sondern eben über Facebook. Und äh dann kam sie in den USA an und wurde dann von der, von der Einwanderungsbehörde äh rausgewunken und äh sehr eindringlich gefragt, warum sie denn in die USA käme.Und ähm schlussendlich äh weil sie denen natürlich nicht sagte, dass sie äh äh,dass sie da jetzt eine Aupair machen möchte, sondern dass sie Freunde der Freunde besucht. Ähm und dann wurden, legten diese Beamten ihr äh ihre ausgedruckte Facebookkorrespondenz mit diesem Gastvater vor?Und äh warfen ihr dann vor, sie plane hier äh illegal äh illegale Arbeit nachzugehen. Schwarz bezahlte Aupair Tätigkeit.Noch Fragen, vielen Dank, dann können Sie sie jetzt zurückfliegen.Und das ist natürlich spannend, weil die Einwanderung, also wenn das schon bei der, wenn irgendwie deine Facebook-Komplikation bei der Einwanderungsbehörde liegt, das ist natürlich schon.
Tim Pritlove 0:31:58
Na gut, aber die ist ja auch genau,an der Schnittstelle sozusagen, also keine Ahnung, wie da jetzt die offiziellen Verflechtungen sind, aber grad im Migration ist ja sozusagen einer der Haupt äh Abwehrschilde gegen äh Ein- und Ausreise und das ist da, auf dem der Ebene ähhochgradigen Datenaustausch gibt, das, denke ich mal, ist unbezweifelt.
Linus Neumann 0:32:22
Aber da hätten wir auf jeden Fall schon mal unsere unsere Erfolgsgeschichte, ne? Schwarzarbeit von deutschen Aupair-Mädchen in den USA.
Tim Pritlove 0:32:29
Mhm. Aber es ist äh wirklich interessant, finde ich, ähm dass man jetzt an solchen Fällen.Es gibt ja auch noch viele andere Beispiele, aber so dieses lange Zeit so als theoretische Bedrohung äh,angesehene Dingen, mit wenn du bei großen Plattformen bist oder überhaupt deiner Kommunikation nicht ausreichend absicherst, dann kann ja jemand mitlesen und das kann ja dann auch zu deinem Nachteil sein.Wo ja viele dann immer wieder so mit diesen na ja.Ich tue ja nichts Schlimmes. Äh mir kann da nichts passieren, bla, bla, bla, wer interessiert sich schon für mich, ja. Ich bin ja hier nur,Mädchen was Aupair machen will. Ja und auf einmal ähm stellt man fest, dass man eben komplett durchleuchtet wird, wenn man nur einen,wieso schätze mal, hier dürfte ein Visumsantrag äh vorangegangen sein für diesen langen äh AufenthaltJa und in dem Moment kommt man dann sofort in den Datentrichter und dann wird einfach alles herangezogen, was in irgendeiner Form gemacht werden kann und da ja,sagen wir mal jetzt die Dringlichkeit bei so einer Person,aus welchem Land war die? Aus Deutschland? War die aus Deutschland? Ja. Ähm ja Deutschland gilt ja nicht unbedingt gerade jetzt als ähm.Quell, na gut, kann man sehen, wie man will, also die Attentäter lebten ja auch in Deutschland. Ähm ja, aber grundsätzlich gilt ja Deutschland noch eher als, wie heißt denn das offiziell, äh nicht unbedingt vertrauenswürdiges Land, aber ähm.
Linus Neumann 0:34:01
Zumindest nicht als Feind.
Tim Pritlove 0:34:02
Du kannst ja hier sozusagen generell erstmal auch ohne Visum einreisen oder hat sich das jetzt gerade geändert? Ich weiß es jetzt gar nicht. Auf jeden Fall ähm.Läuft Deutschland ja tendenziell eher noch unter Verbündete, sagen wir's mal so, ja?Sodass man jetzt nicht unbedingt davon ausgehen kann, dass äh dieses Mädelgrundsätzlich schon längere Zeit als aktive Terroristen beobachtet wurde. Sprich, in dem Moment, wo das Visum gestellt wird, läuft dann äh mehr oder weniger so ein automatischer Check an und dann sind diese Daten schon da,werden nicht erst recherchiert. Ja, sondern man weiß einfach zu dem Zeitpunkt schon so, ah, okay, hier, der Account, der könnte sein, zack,Und dann sind die Daten einfach schon da und dann werden sie eben auch benutzt. Ne, schon ausreichend bedrohlich und es ist vor allem auch hm,Interessante Frage, was das so für die Firmen eigentlich langfristig für eine Auswirkung hat. Weil wenn das jetzt einen zunehmenden Maße so hochbar wird, dass äh ähKommunikation in USA angeboten und gespeichert generell schon mal bedeutet, dass das alles zu deinem Nachteil sein kann.Könnt es äh durchaus nochmal Standortvorteile geben, dadurch, dass man eben nicht Server in den USA betreibt.
Linus Neumann 0:35:16
Ja, also der,versucht, das BSI ja äh wir hatten das glaube ich hier auch schon mal vor einem Jahr oder so behandelt. Das versuchen sie ja genau äh irgendwie mit ihr, wir machen jetzt hier Deutschland Cloud oder so, ne, ist aber die gleiche Soße in grün.Deutschen Dienste dranhängen, ne. Ähm da muss man sich einfach keine,Also da darf man sich einfach keine Illusionen hingeben und ähm das wurde jetzt hier mal gezeigt. Und es ist, ich find's dann auch sehr witzig, wenn sich jetzt dann da äh äh die Bundesrepublik irgendwie weit aus dem Fenster lehnt. ÄhmDa wird die Angela Merkel sicherlich auch nochmal ihr Memo äh bekommenbevor sie da sich mit dem Obama äh an einen Tisch setzt und dem irgendwie einen eingießt.Weil das äh macht jeder Staat äh.
Tim Pritlove 0:36:09
Ja, die werden sich da auch äh die werden sich da auch jede Einmischung gerade von Deutschland äh verbitten. Ja, also wenn dann Deutschland ankommt und sagt, hm wir sind aber beunruhigt und die Ilse Eigner äh ja, die läuft schon rot an,Da sagen die einfach uns auch egal, wie ihr damit klarkommt.
Linus Neumann 0:36:30
Macht euch doch einen eigenen Google.
Tim Pritlove 0:36:32
Ihr werdet jetzt hier nicht äh genau.Ja, denke mal nicht, dass wir jetzt hier irgendwelche Änderungen machen, nur weil ihr da irgendwelche Bedenken habt. Ja, Bedenkenträger.Na ja, gibt's jetzt noch irgendeinen äh äh Aspekt, den das äh wichtig wäre zu beleuchten?
Linus Neumann 0:36:49
Nee, ich glaube, ich glaube, wir können, wir können mal weitermachen. Also, spannend ist, dass ich das jetzt noch hier immer noch neuere Sachen rauskomme. Äh Breakingund das äh entgegen den meiner gerade kurz geäußerten Vermutungen, dass das alles von dem Snowden kommt, scheint es äh so zu sein, dass jetzt auch einfach weitere äh und das wäre natürlich spannend, äh zwei ehemalige NSA-Chefs, die also jetzt auch noch von anderen Sachen da sprechen, ja?Also es wäre ja jetzt mal spannend, äh,Also John Maike, ehemaliger Direktor und Meike Hayden, auch ehemaliger Direktor. Haben jetzt auch ähm.Sich geäußert über eben diese ähm über die diese äh Hackerangriffe, die halt von der von der NSA ausgeht,Spannend, vielleicht äh wird er jetzt äh viel drüber diskutiert. Ich denke aber viel mehr als äh äh Awareness,Wird da jetzt gar nicht ähm bei rauskommen. Also ich denke nicht, dass sich da irgendwas dran ändern wird. Da bin ich mir.
Tim Pritlove 0:37:53
Nö, das glaube ich jetzt auch nicht, nee.
Linus Neumann 0:37:56
Ähm am achtzehnten, neunzehnten sechsten ist dann der Obama in äh Deutschland zu Besuch.Angela Merkel sich mit ihm unterhalten. Ich denke mal, sie wird sich dann beklagen, dass es dass es da nicht ausreichend deutsche Technologie zum Einsatz kommt bei dieser Überwachung, denn wir haben ja dann auch ganz vorzeigbare Hersteller für,Hardware die für so was gebraucht wird und.
Tim Pritlove 0:38:28
Ich vermute auch einen harten Schlagabtausch im Hinterzimmer mit Wattenbäuschchen. Ja. Da wird richtig.
Linus Neumann 0:38:31
Ja Vater, harter Austausch äh von äh Klopfen auf die Schulter, ja. Er wird hart. Gut.
Tim Pritlove 0:38:37
Vermutlich. Gut. Wir spulen vor. Was haben wir noch?
Linus Neumann 0:38:46
Ein Update äh von Lobbyplug. Lobby Plug hat die Plattform äh fett geupdatet, wie.
Tim Pritlove 0:38:51
Lobby Plug, wir haben's hier schon geplagt.Ja ähm Lobby und Paste, also die Plattform, die ähm.Versucht exemplarisch aber nicht ausschließlich nur damit mit der neuen Datenschutzverordnungmal nachzuweisen, wie so die Wege des Lobbyismus auf EU-Ebene konkret laufen, eine Plattform, die eben die Änderung an Anträgen versucht zu tracken und auch zuzuordnen, zu,einzelnen Abgeordneten, um mal herauszubekommen, was da jetzt eigentlich genau geht,ähm fleißig weitergearbeitet. Es gab ja da auch ein Funding, ein Crowdfunding, was äh erfolgreich abgeschlossen wurde und das scheint durchaus auch Wirkungen zu zeigen.Ähm ich kann jetzt im Einzelnen nicht sagen, wer jetzt da an diesem, an diesem neuen Release am meisten zugetragen hat,so oder so die Gruppe als Ganze wird da Energie reingesteckt haben, sitzt aber vor allem auch 'ne Softwareänderung, wenn man auf die Webseite geht,dann kriegt man jetzt auch noch so eine hübsche Auswertung, eine grafische Auswertung, denn dieses ganze äh Änderung pro Datenschutz äh Kontradatenschutz, zumindest jetzt mit dieser spezifischen,Brille, die man jetzt äh in dieser Gruppe darauf hat, ja, weil kann man ja lange diskutieren, was jetzt pro oder kontra ist, aber,eben mit dieser Bewertung, deren Aussage sich auch äh auf der Plattform nachvollziehen lässt, wird eben jetzt ähm hier mit Rot und Grün,schön eingefärbt, sowohl die Länder Europas,Das heißt, man kann sehen, welche Abgeordneten äh also aus.Aus welchen Ländern die Abgeordneten kommen, die jetzt mehrheitlich äh pro oder contradieser ursprünglichen Datenschutzverordnung gestimmt haben. Also wir erinnern uns ja der erste Ansatz wurde ja von Bürgerrechtlern als sehr positivausgelegt und im weiteren Verlaufe durch diesen vehementen Lobbybeschuss von allen Seiten,diese ganze Datenschutzverordnung eher in einen allgemeinen äh Freispruch machen zu können, was man möchte,und äh diese Visualisierung auf Lobbyplug, die gibt jetzt einfach ein bisschen mehr Überblick. Da gibt's dann auch gleich einige Überraschungen, wenn man äh da drauf schaut, finde ich zumindest, ja, also dass hier zum Beispielwie Deutschland, Frankreich, auch Österreich und interessanterweise auch Bulgarien, Portugal und,ähm Griechenland hier äh grün eingefärbt werden während der Rest eher schlechter abschneidet.Wie gesagt, das ist aber jetzt nun ein Zusammenfassung aller Abgeordneten. Man muss das dann schon auch nach den Fraktionen äh sich genauer anzuschauen, anschauen, äh sie haben's dann auch aufgebrochen für die einzelnen,Personen, das heißt, es gibt dann 'ne Top Ten Pro und Contra, ja wo dann interessanterweise auch wieder Deutsche voranstehen äh auf der ähm,Seite der fürs Rechte und Gerechte kämpfen dann die Gerechtigkeitsliga sozusagen.
Linus Neumann 0:42:12
Seite ist das, also.
Tim Pritlove 0:42:14
Hätte ja jeder so seine eigene Sicht, also im äh im Grünen Lager sind dann auch äh Grüne ganz vorne, Jan-Philipp,Albrecht äh wird hier genannt mit einer.
Linus Neumann 0:42:25
Der der Berichterstatter zu dem Ding, ne?
Tim Pritlove 0:42:27
Genau, da ist er sehr engagiert. Ähm wenn man da halt mal draufklickt.
Linus Neumann 0:42:32
Jan Philipp Albrecht führt mithunderteinundachtzig für stärkeren und vierunddreißig für schwächeren Datenschutz. Äh die Liste jener an, die am meisten für einen stärkeren Datenschutz machen.Während seinen Kollege Axel Voss Deutscher ebenfalls, ähm,CDU, ja, äh derjenige ist, der am meisten mit hundertsechsundsiebzig Amens am meisten,für die Schwächung des Datenschutzes sich einsetzt. Dazu wurde er dann auch äh interviewt,Und das sind jetzt, wie sie, wenn ich mich nicht täusche,Ach so, nee, das sind dann die von ihm eingebrachten Änderungen. Auf einem anderen Blatt steht da nochmal, wer die alle geschrieben hat.
Tim Pritlove 0:43:24
Genau, also man kann es.
Linus Neumann 0:43:25
Hatte ja nicht selber.
Tim Pritlove 0:43:26
Für jede Person äh sich das im Detail äh anschauen. Es gibt dann halt so einen kleinen Kreis, Grafik eben diese Zusammenfassung, also wie vielpro Contra und wie viel neutrale Vorschläge hier eingearbeitet wurden. Und dann eben auch eben, wie schon vorher, eine lange detaillierte Listedann eben auch mit dieser äh Einordnung, wo man dann eben auch ganz konkret sehen kann, was das ähm,nun wahr, ja? Also, was wurde konkret an welcher Stelle äh geändert? Also man hat immer diesen Diffiew, das gab's, glaube ich, so in der Form auch schon vorher,ähm neu ist halt jetzt diese ganze Prokontra Bewertung. Da kann man natürlich dann immer noch anderer Meinung sein, ja, ob eine bestimmte Formulierung, eine bestimmte Änderung jetzt auch wirklich diese Aussage verdient, dass es eine Verschlechterung darstellt,Wie gesagt, äh in großen Teilen der Lobby wird das sicherlich genau andersrum gesehen. Ähm so oder so, aber eine interessante,Ergänzung dieser Software.
Linus Neumann 0:44:27
So sieht's aus. Kann man gerne klicken, wieder wieder mal super Arbeit.
Tim Pritlove 0:44:32
Genau, Crowdfunding at Work. So.
Linus Neumann 0:44:38
Dann äh gab es, wir wollten da beide hingehen, haben's aber nicht geschafft, den Fachdialog Netzneutralität im Wirtschaftsministerium? Nee.
Tim Pritlove 0:44:46
Du hast es auch nicht geschafft. Naja, ich war dann die Woche gar nicht da. Mhm.
Linus Neumann 0:44:51
Ähm da war dann also nur, um es jetzt es ist, da ist jetzt genau das passiert, was ja auch äh so befürchtet äh,wurde. Da standen dann der breit, der Bundesverband der Breitbandkommunikation Anbieter und der VATM. Jetzt fragst du mich genau wieder, was VATM heißt, kann ich mir immer nicht merken, Verband, der Anbieter von Telemedien, glaube ichÄhm Mediendienst. Äh der VATM auf jeden Fall. Ja,äh Verband der Anbieter von Telekommunikations und Mediendiensten. Mehrwertdiensten. Mehrwertdiensten, ja klar. Man kann sich vorstellen, wenn schon Mehrwertdienst im Name ist, was deren Einstellung zur Netzneutralität istÄhm da wurde also würde der Herr Grützner äh vom äh VATM äh zitiert, dass ja das Best-Efod-Prinzip nun mal nicht für den Erfolg des Internet stündesondern für seine technische Unfähigkeit äh bestimmte äh Übertragungsqualitäten zusichern zu können.Ähm der Kunde wünsche sich diese aber und sei auch bereit, dafür zu zahlen. Klar, wenn ich Leistungen einschränke und sage, du musst zahlen, um die wieder zu bekommen, dann zahlen die natürlich. Ähm deswegen führt ein Überholspuren im Netz kein Weg vorbei,Aber er ist sich ganz sicher, man darf dann nicht in die Netzneutralitätsdiskussion hineinkommen.
Tim Pritlove 0:46:12
Dann würde man ja da vielleicht diesen Formulierung auf die Spur kommen,Ja, das finde ich äh schon mal interessante Form des ähm modernen revosionismus, ja, also dem Internet äh zu unterstellen, das best afort.Nicht zum Erfolg des Internets bald getragen hätte. Also das finde ich schon wirklich haarsträubend, weil,Genau das ist nämlich das, was dem Internet auf technischer Ebene äh äh den Siegeszug äh überhaupt ermöglicht hat, ja, gerade also es ist wirklich hanebüchen.
Linus Neumann 0:46:46
Ich finde, ich finde es viel freudiger zu sagen, es führt kein Weg an Überholspuren am Netz vorbei. Dabei müssen wir aufpassen, nicht in die Netzneuralitätsdiskussion hineinzukommen. Was ist also weißt du so, was soll das denn?
Tim Pritlove 0:47:00
Na ja, weil da würde man sich wahrscheinlich verstricken.
Linus Neumann 0:47:03
Wir müssen die wir müssen die Netzneutralität äh aufweichen, aber da dürfen wir nicht in die Diskussion kommen äh hier wegen Netzzentralität. Weil das ist ja weiterhin die, die bleiben ja auch genau bei dieser Ansicht, dass das neutral bleibt. Also.
Tim Pritlove 0:47:16
Ich kann dem nur hinzufügen. In dem Moment, wo Metaphern äh angeführt werden, die irgendwie mit Autobahnen oder Fußball zu tun haben, dann äh,muss man sehr gut aufpassen. Dann ist wahrscheinlich schon der ein oder andere Spin unterwegs, ja?
Linus Neumann 0:47:33
Ja
Tim Pritlove 0:47:34
Insofern würde ich halt sagen, der der Herr ist also hier mal direkt ins Abseits gelaufen.Ja und äh hat da wohl seine Argumentation nicht die richtige Ausfahrt genommen.
Linus Neumann 0:47:46
Ähm,Das Kartellamt ähm hat aber angekündigt, sie wollen sich das mal anschauen, also in die Netzbundesnetzagentur prüft ja auch schon diese Drosselpläne,Und das Kartellamt sagt, na ja und das ist, denke ich, auch ein sehr wichtiger Punkt, äh wenn nicht sogar der,Also ich sage mal, es ist aus aus meiner Perspektive aufWelt und wie sie sein sollte nicht der wichtigste, ist aber aus meiner Leinperspektive auf äh auf äh juristische Gegebenheiten wahrscheinlich der erfolgsversprechendste, dass sie sagen.Ähm ihr wollt äh Inhalte, Anbietern, äh Wettbewerbs Wettbewerbsvorteile verkaufen,indem ihr denen diese Managed Services gebt und äh und dadurch automatisch andere Benachteiligenihr habt außerdem noch selber Aktien in der in der Inhalteanbieter Sache. Das klingt doch mal nach etwas wo das Kartellamt ähmAhnung von hat und wo man sich damit auseinandersetzt. Ja, welche Folgen das für den Wettbewerb hat. Ich halte ähm,das also für sehr äh interessant, dass sich das Kartellamt da mal äh auch mit auseinandersetzen wird.
Tim Pritlove 0:49:04
Mhm. Nee, das ist ähm.In der Tat interessant. Ich meine, die Telekom hat versucht sich da, glaube ich, selber schon so ein bisschen rauszu äh holen, ja? Also sie meinten ja, dass äh,Videolot, also dieser eigene Video On-Demand-Dienst von der Telekom sehr wohl da mit in die Datenmenge reingerechnet wird, ja? Also so ein bisschen geahnt scheinen sie schon äh zu haben, dasssie da jetzt nicht beliebig vorwerfen können.
Linus Neumann 0:49:31
Deswegen wollen sie den Laden jetzt einfach dicht machen oder was, ne?Na, es steht also doch so ganz sicher scheint sich die Telekom noch nicht zu sein, wie es mit Videolaut weitergehen soll.
Tim Pritlove 0:49:44
Ja gut, ich meine, das ist äh am Ende des Tages ohnehin ein Flop wird, dassäh wissen wir, glaube ich, eh alle, ja, wenn es so besonders erfolgreich diese ganzen Lots ja auch nicht gewesen, also ich glaube, ein Musical Load ist jetzt keine keine Erfolgsgeschichte.
Linus Neumann 0:50:00
Mega Upload.
Tim Pritlove 0:50:01
Ja ja finde sowieso, man sollte sich mehr um den Upload kümmern, also um den Download. Na ja, also äh.
Linus Neumann 0:50:10
So viel dazu. Also äh das das Ding kocht da so vor, köchelt da so vor sich hin, ähm man kann da jetzt hoffen. Es gab äh übrigens ein ein enorm interessanten ähm.Äh äh netzpolitischen Abend der digitalen Gesellschaft äh äh in der vergangenen Wochein der dann Benz Gott sprach, Ben Scott hat maßgebliche Rolle gespielt bei der Netzneutralitätsdiskussionin den ähm in den USA und den daraus dann der daraus entsprechenden Legislative,Die ich persönlich ja trotzdem noch kritisch sehe, aber ähm der hat da sich sehr gut geäußert,Clemens war auch zu Gast, hat sich auch nochmal zu diesen zu den Drossel und Netzsachen geäußert. Den kann man,da durchaus nochmal ähm empfehlen, ich suche das gerade mal raus, da gibt's ja ähm.Sicherlich auch wieder ähm Aufzeichnungen von. Habe ich noch nicht gefunden. Link folgt oder kann man wahrscheinlich irgendwie dann oder auf digitale Gesellschaft DE finden.
Tim Pritlove 0:51:25
Ja, machen wir weiter. Haben's dann schon angesprochen, Bradley Manning,jetzt grad wo sie neue Whistleblower mit aufs äh Feld kommen,seinem äh Fall wird vor allem darüber diskutiert, ob er denn nun einer ist oder nicht oder ob er nicht einfach nur ein ganz böser Soldat ist, der seine Loyalität, seine Eingeschworene gegenüber dem Staat missbraucht hat,Ich denke, dass es so im Wesentlichen erstmal die Linie, die sich jetzt beim Prozessauftakt gezeigt hat.
Linus Neumann 0:51:53
Ja aber er steht halt vorm Militärgericht, insofern weiß ich nicht, ob die Debatte da noch länger äh,längere Zeit geführt wird, weil der,Chefankläger sagt ja, also du bist ein, du bist eben nicht irgendwie ein Whistleblower, Zivilist, sondern du bist halt ein Geheimnis verratender Soldat. Und da gibt's hier nicht irgendwie Whistleblowers oder so. Das Ding, was wir hier machen heißt Militär.
Tim Pritlove 0:52:16
Mhm. Aber er hat ja.Diesen ganzen Prozess beginnen, schon mit einem Teilgeständnis äh begonnen, soweit ich das mitbekommen habe, so geschickt äh formuliert, dass eben all das, was ihnen so richtig in die Scheiße reiten könnte, nämlich sozusagen,Töten könnte, dass das erstmal um umschifft wurde, ist das irgendwie akzeptiert worden mittlerweile, oder?
Linus Neumann 0:52:39
Ja, also das äh weniger wegen seiner weniger wegen des Inhaltes seines Teilgeständnisses, sondern.
Tim Pritlove 0:52:49
Tatsache, dass es überhaupt gemacht hat.
Linus Neumann 0:52:50
Tatsache, dass er es gemacht hat ähm er hat dazu geführt, dass das Gericht von der Möglichkeit der Hängung, der Verhängung, der Todesstrafe Abstand genommen hat. Das heißt, der Mann äh fürchtet nicht mehr um sein Leben,sondern nur noch äh darum, äh wie er den Rest seines Lebens verbringen wird.Übrigens, sei da nochmal äh auf auf einen schönen Artikel verwiesen mit dem TitelInsight äh United Stays, wo jemand im typischen Duktus,ähm Peter Gerling hieß er im typischen Duktus wie hier in der westlichen Welt über Unrechtsregime berichtet wird, über die USA geschrieben hat,Wo er dann auch sagte, Bradley Manning, der da irgendwie gezwungen wird, äh nackt ohne Kopfkissen zu schlafen und so, ne? Und dann ähm also mal das ein ein das sollte man gelesen haben. Das,äh das habe ich äh als Link zu dem zu dem Thema Prison dabei, aber ich füge es auch nochmal unter dem Bread Day Artikel.Denn natürlich zieht sich diese Sache schon auch so ein bisschen weiter. Also Prozessauftakt äh gegen Bradley Menning, die ganze Nummer wird jetzt ungefähr ein Jahr lang dauern.Urteil gesprochen wird? Kann man mit rechnen, dass äh das dauert?
Tim Pritlove 0:54:10
Na gut.Ansonsten ähm wir haben hier schon lange drüber diskutiert. Äh DE Mail, äh das äh kommende Desaster der Bundesrepublik Deutschland. Du warst ja selber da Experte.
Linus Neumann 0:54:26
Ich war da Experte zu.
Tim Pritlove 0:54:27
Versuchen, versucht noch irgendwie Einsicht zu erzeugen, bei irgendjemanden.
Linus Neumann 0:54:33
Ich habe versucht, ihn da zu erklären.
Tim Pritlove 0:54:34
Ja, aber offensichtlich war,jetzt keiner dazu bereit, so hat auch der Bundesrat das durchgewunken, das doch eigentlich viel einfacher ist, die eigenen Sicherheitsstandards zu senken, anstatt äh mal die eigenen Gesetze, bei denen man sich irgendwann mal was gedacht hat, auch äh einzuhalten,und deswegen ran jetzt die E-Mail auch irgendwie in Betrieb gehen mit ja muss jetzt nicht so sicher sein, weil wir haben's ja nicht besser hinbekommen.
Linus Neumann 0:55:00
Genau, das ist das äh Gesetz. Ähm,Also da geht's um die Kommunikation mit äh Ämtern und Behörden von Bürgern. Ähm dieser zweite äh dieses zweite Gesetz ähm,wo es dann um die um die Gerichte gingwo ich dann auch noch bei der zweiten Anhörung war, äh wird dann vermutlich bald folgen, ja. Opposition hat geschlossen äh gegen die äh dagegen gestimmt. Ähm haben auch äh im Bundesrat dann nochmal zu,zur Begründung relativ äh relativ textsicher,zu meinen Argumentationen da meine Argumentation vorgetragen,ähm ja äh oder was heißt meine Argumentation? Die die Argumentation der Ratio vorgetragen.
Tim Pritlove 0:55:48
Wo kommen wir denn da jetzt hin, wenn man jetzt immer über alles richtig nachdenken würde und.
Linus Neumann 0:55:53
Genau, also wir haben jetzt ein ein völlig peinliches äh Gesetz und äh dürfen gespannt sein, ob das jetzt irgendwo zu irgendwelchem äh.
Tim Pritlove 0:56:02
Ja, aber was was kann schon Großes passieren? Also ich meine, du verschickst dann halt eine Mail. Die wird dann halt bei dem übertragenen Telekommunikationsunternehmen dann auch wieder äh unverschlüsselt weitergereicht. ÄhAch so, waren das nicht die Unternehmen, die sowieso alles weiterreichen, wenn jemand mal vorbeikommt und sagt, äh schickt mir das doch mal.
Linus Neumann 0:56:22
Ich hab's ja immer, ich hab's ja immer gesagt, es ist natürlich eine Sache, die man, die man in so einer Stellungnahme dann nicht schreibtweil man ja da äh da bin ich als technischer Sachverständiger ähm der Grund dafür, dass die D-Mail nicht vernünftig sicher ist, ist ganz einfach, dass du als,als Staat doof wärst, ein sicheres Ende zu Ende verschlüsseltes äh Komplikationsmittel anzubieten und zwar jedem. Du willst doch hier deinen Prison machen und deine strategische äh Kommunikationsaufklärung ähmdu machst, das macht man nicht,strategische Fernmeldeaufklärung heißt ja dieses BND-Programm. So und stell dir mal vor, die NSA geht hin oder oder der BN äh die Bundesregierung geht,Bundesregierung oder USA gehen hin und sagen, ey hier, übrigens äh sicher Ende zu Ende verschlüsselte Kommunikation für jeden, yay.
Tim Pritlove 0:57:12
Warum hast du dich nicht als Sachverständiger für die CDU aufstehen lassen oder die CSU?
Linus Neumann 0:57:16
Mich nicht angefragt.
Tim Pritlove 0:57:17
Ach so, aber das wär doch auch sehr schön gewesen, wenn du da einfach mal ganz klarso argumentiert hättest. Ja, also das äh kann man ja jetzt nicht sicher machen, weil wenn man das Ende zu Ende verschlüsseln würde, dann würde ja dem Staat die Möglichkeit fehlen, an allen möglichen Stellen da strategisch Daten äh im Geheimen zu sammeln und.
Linus Neumann 0:57:36
Das ist der Grund. Also das, das ist ganz offensichtlich der Grund. Es ist ganz klar.
Tim Pritlove 0:57:40
Und das ist irgendwann mal anders drin stand im Gesetz, war eher ein Unfall.
Linus Neumann 0:57:45
Stand ja nie stand ja nie anders drin. Es stand ja immer drin, ja, man kann auch Ende zu Ende verschlüsseln über D-Mail,kann man, kann man über jede, wie ich bereits erklärt, über jedes Kommunikationsleben, ich kann eine Ende zu Ende verschlüsselte SMS an dich senden.Allein, es gibt keinen, du müsstest die dann irgendwie Hand entschlüsseln oder oder ähmJa, also so so sieht's aus. Wir es passt eigentlich wunderschön in diesem in diese Meldung mit dem oder in diese Erkenntnisse mit dem Prison ähm mit rein. Ähm da sieht man das, ja. Das wird natürlich nach außen anders verargumentiert, aber das äh ganz offensichtlich.Dass äh und ich würd's, ehrlich gesagt, im im äh im Linusismus würde ich's mir auch nochmal überlegen.Ob ich äh zumindest von von staatlicher Seite äh so eine Möglichkeit äh bieten wollen würde. Als als Diktator jetzt, ja.Oder in einer Demokratie.
Tim Pritlove 0:58:38
Schalten wir nach Brüssel auf der EU äh Ebene wird aber nicht nur sich nicht um unseren Datenschutz äh gesorgt, sondern ähm da gibt's dann auch noch diese Sache mit diesen Hackertools.
Linus Neumann 0:58:53
Ja, Hackertool-Verbot.
Tim Pritlove 0:58:55
Ja, das ist ja auch schon ein bisschen älter eigentlich die ganze Geschichte. Ich weiß nicht, hatten wir das überhaupt schon mal hier? Nee, das nee, ne?
Linus Neumann 0:59:00
Nee, deswegen habe ich's ja mit äh mit aufgenommen. Ja. Ähm das.Fiel mir, oh je. Ähm.
Tim Pritlove 0:59:15
Also böse, böse Hackertools, die die Welt unsicherer machen, müssen unbedingt verboten werden und das ist die Vorlage äh im EU-Parlament oder wie.Oder wird das noch im Ausschuss bearbeitet, was.
Linus Neumann 0:59:31
Also ich habe mich da, da habe ich mich äh mit mit Andre drüber unterhalten, der ja auch den Artikel auf Netzkritik org dazu geschrieben hat. Ähm,Es geht im Prinzip ja so um um das um das Gleiche, was wir in Deutschland auch schon haben, den den äh den Hackerparagraphen, ja?Dass sie sagen, okay, wir wollen Hakatool-Verbot äh in, in, in, in der Form haben, dass wir sagen, die Nutzung.Ähm oder die Verbreitung von diesen äh von diesen Tools ähm äh stellen wir unter Strafe.Ähm.
Tim Pritlove 1:00:10
Ja, aber welche Tools sollen denn jetzt ähm da bestraft werden?
Linus Neumann 1:00:16
Ähm Tatwerkzeuge.Also Hackertools dürfen nicht hergestellt verkauft, beschafft eingeführt, besessen, verbreitet oder verfügbar gemacht werden. Wenn sie dem Zweck des Eindringens des rechtswidrigen Eindrings in Informations,Systeme dienen. So und das ist natürlich jetzt so eine äh oder oder also äh nee, Moment. AlsoHackertool ist ein Tool, das rechtswidrigen Zugang zu Informationssystemen oder Systemeingriffe oder Eingriffe in oder das Abfangen von Daten,ermöglichen. Da steht aber jetzt noch das Wort rechtswidrig drin. Und wenn es ein Tool.Äh wenn ein Tool dafür diesem Zweck Dienst rechtswidrigen Zugang,zu irgendwas zu haben, dann darf es nicht äh Verkauf, beschafft eingeführt, besessen, verbreitet oder verfügbar gemacht werden.Ja, jetzt wäre natürlich die Frage, äh reicht es aus, dass ich an meinen Hackertool sage, dran schreibe, dieses Tool dient nur demscannen auf Sicherheitslücken oder dieses Tool.Der ist äh sollte nicht, darf nicht benutzt werden äh für rechtswidrige Tätigkeit,Umgeh ich das Problem damit schon? Das ist ja das das ist ja also die Hauptsorge dabei ist ja es klingt ja erstmal nach einer guten Idee. Es kann ja nicht sein ja? Es kann ja wohl nicht sein, dass äh Hackertools auch noch legal sind.Es kann ja nicht sein, dass du den Leuten ähm äh Brechstange im im Baumarkt verkaufst, mit denen sie äh dann Häuser aufbrechen,Das kann ja wohl nicht sein. Ähm.Es gibt Brechtsteinen im Baumarkt, ja und es gibt auch äh auch Messer im im Porzellangeschäft. Ähm.Das gleiche Problem hat man natürlich bei den Hackertools auch. Und zwar natürlich gerade in der äh Branche, in der ähm.In der ich ja auch tätig bin, ist das natürlich enorm notwendig, auf solche Tools zurückgreifen zu können, um eben äh Systeme zu prüfen. Ja, ähm,Uns an dem äh Müller Magun damals noch als CCC-Sprecher, hatte das schon vor vor vielen äh Jahren äh so gesagt. Ähm,Testangriffe zum Auffinden von Sicherheitslücken sind für die IT-Sicherheit wie Crashtest in der Autoindustrie.
Tim Pritlove 1:02:48
Ja
Linus Neumann 1:02:49
Niemand käme auf die Idee, Crashtests zu verbieten.Libertäre Amerikaner haben einen sehr schönen Spruch, den der äh der wunderbar ist. Sie sagen ganz aroutlad, only out.Also in dem Moment, wo ich wo ich äh Waffenbesitz kriminalisiere, haben nur noch kriminelle Waffen und ich als äh Patriot kann mich gegen diese Kriminellen nicht mehr wehren.
Tim Pritlove 1:03:15
Das ist jetzt die beste Argumentationslinie ist.
Linus Neumann 1:03:18
Ich meine, wenn du wenn du hier wenn du die zigtausend Toten, die die jedes Jahr äh auf der Straße liegen haben mit fünf Kugeln im Rücken, wenn du die wert ist als äh als die als die Verteidigung eines Patrioten gegen Kriminelle, dann äh kannst du das natürlichArgument bringen, ne. Also genau, aber das ist eine ist eine ist eine.Ist in dem Fall eine unsinnige Argumentation, weil es eine ähm weil es eine Polizei gibt,Aber die Idee einer einer äh Hackerangriffspolizei äh zu der wir dann gleich auch noch kommen, äh kannst du dir halt auch an den Hut stecken,Ja also ähm das der.Es es ist niemandem geholfen, wenn man äh zum Beispiel auch das das Publizieren von von Sicherheitslücken unter Strafe stellt, ja, passiert ja regelmäßig, dass jemand hingeht und sagt, ähm.
Tim Pritlove 1:04:09
Was unsicher.
Linus Neumann 1:04:10
Da und da ist was unsicher, ja. Und dann wird da auch wieder der der äh äh der Boot, der der Boote erschossen, ne.
Tim Pritlove 1:04:18
Vor allem schafft es eine extreme äh Rechtsunsicherheit für Unternehmen, die halt in diesem Bereich überhaupt arbeiten wollen, weil sie ja potentiell immer Gefahr laufen, dass ihre Mitarbeiter, ne, so als was weiß ich, gelten. Bösewicht.
Linus Neumann 1:04:32
Jetzt zeigt der der Hacker äh Paragraph in Deutschland, der ist ja bis heute glaube ich nicht zur Anwendung gekommen.
Tim Pritlove 1:04:41
Ich habe zumindest noch nichts davon gehört.
Linus Neumann 1:04:42
Nichts von gehört, ich bin mir relativ sicher, dass ich das mit als erstes gehört hätte.
Tim Pritlove 1:04:45
Mhm.
Linus Neumann 1:04:46
Ähm.
Tim Pritlove 1:04:48
Also mal wieder so ein Gesetz fürs Regal, ja.
Linus Neumann 1:04:50
Es es ist.
Tim Pritlove 1:04:52
Nur weil ich's jetzt beschlossen habe, müssen wir das ja nicht unbedingt gleich durchsetzen.
Linus Neumann 1:04:55
Es ist ziemlich bescheuert, aber das ist halt dann wieder eine Richtlinien, äh dann hast du halt direkt gegen ganz Europa diesen Quatsch.Also das ist äh also es ist keine Verordnung, ne, sondern eine Richtlinie. Wir hatten den den Unterschied ja mit mit Hilfe von Kirsten Fieler schon mal.Erläutert. Aber es ist.Es ist äh ein ein weiteres Beispiel dafür, wie wie völlig inkompetent äh mit mit dem mit diesem Thema äh umgegangen wird, ja. Eine weitere Sache, die äh die debattiert wird.Ist ja die Meldepflicht für Cyber-Angriffe,Ja, in Deutschland nicht mehr. Das äh kriegt man nicht mehr durch diese Legislatur. Da wurde es aber natürlich auch äh besprochen, da ist die, die rationale ist, dass ich als Unternehmen ähm.
Tim Pritlove 1:05:43
Wenn man angegriffen wird, dass man das dann auch melden muss.
Linus Neumann 1:05:46
Dass man das melden muss und die äh die der Gedanke, der dahinter steht, ist ist gar nicht so blöd, dass man sagt, wir wollen den den Austausch,Ähm das Wissen über die, die tatsächlich stattfindenden Angriffe ähm.Sammeln und teilen, ja, um einen besseren Überblick dafür zu bekommen, ja, um dieund um wenn einer einmal einen Angriff erfahren und abgewehrt hat, dass dass dieses Wissen geteilt wird, ja, dass wir dass wir eine quasi so eine Art,Immunsystem aufbauen äh und zwar äh in ein in in einer Gruppe. Das macht des äh BSI, das das Ziel strebt das BSI ja an mit dieser ähm.Allianz für äh Cyber-Sicherheit, die wollen ja auch genauso etwas machen. Ähm.Das ist natürlich relativ schwierig ähm.Weil das so das ist, das sind so Gruppen, wo du eigentlich, also das hier so ein, so ein Game Fear Problem in dieser Gruppe,Ähm du hast als Mitglied dieser Allianz eine sehr guten,Wenn du Glück hast, viele Informationen, die du als als Sicherheitsbeauftragter deines Unternehmens äh wieder mit in deine Organisation hineintragen und dort zur Anwendung bringen kannst. Das heißt, als still dort sitzen und zuhörender, kannst du,sehr gut profitieren davon,Das Ganze funktioniert aber nur, wenn es auch Leute gibt, die in dieses, in diese Gruppe hineintreten und sagen, Freunde, so und so haben sie uns hier gerade maximal erwischtecht mal ein Wochenende stark geschwitzt und ich da ähm.Aber wir haben so und so abwenden können, ja? Das heißt, automatisch, dass du dich vor diese Gruppe stellst und sagst, hier ich habe äh ein Sicherheitsproblem,Ja? Und das ist die Kultur ist bis heute äh die Kultur ist heute noch nicht da, dass äh dass man so etwas freimütig,zugeben würde, ja? Ähm weil natürlich ähm.
Tim Pritlove 1:07:52
Bei den Firmen natürlich Angst haben, dass es dann irgendwie so in die Medien äh sickert und wenn es dann mal wieder heiß hier, Firma XYja große Hackerangriffe finden statt alles in Gefahr denken sich dann halt die potenziellen Kunden so hm,Da ist es ja wohl nicht so toll, wobei man halt, weil nicht unterschieden wird zwischen Angriffe und äh.Erfolgreicher Angriff, ja? Ich meine, das jetzt äh Attacken et cetera oder eben auch konkrete Hackattacken stattfinden, ist ja das eine. Die Frage ist, wie gut ist man dagegen äh geschützt, ne?
Linus Neumann 1:08:25
Insofern scheint, also wäre jetzt so meine äh mein Gefühl, diese diese ganze Cyber-Allianz-Nummer da, die scheint nicht so richtig zu funktionierenund deswegen kommt liegt natürlich dann der Gedanke nahe zu sagen, okay, wir machen jetzt hier eine Meldepflicht. In Deutschland, wie gesagt, kriegen sie halt nicht mehr durch die Legislatur. In der äh auf EU-Ebene wollen sie genauso was machen.Und wollen dann eine zuständige,Eine Ei, also ihr ihr Modell ist dann eine zuständige nationale Behörde, eine einzige. Wieso das BSi? Das ist ja auch in Deutschland genau diese Allianz für Cyber-Sicherheit Nummer dann da versucht, auf die Beine zu stellen. Ähm.Und jetzt ist aber, jetzt kommt genau das ist ja auch genau der Konflikt, dem das den das BSI unterliegt. Jetzt schließt sich hier so der ganze Themenkreis. Ähm,sie wollen, sie sollen einerseits irgendwie für die, für die Sicherheit des Bundes äh oder der Bundesrepublik irgendwie verantwortlich sein, sie bringen da ihre komischen Papiere raus und erklären, was irgendwieist und so. Sie sind aber haben gleichzeitig inhärent das Interesse diese äh die Bürger zu einem gewissen Maße,unsicher die Systeme der Bürger unsicher zu halten, denn sie wollen ja äh nicht äh Plattformen für Terroristen, dieja? Und das das siehst du genau bei den, bei, bei, bei, bei bei D-Mail, bei diesem Secure Cloud Ding, was wir hier vor einem Jahr mal behandelt haben, dass sie da eben nicht äh nach, nach, nach maximalen Sicherheitsstandards ähm,da etwas schreiben, sondern immer noch äh im Hinterkopf haben, wir müssen irgendwie oder unsere Geheimdienste müssen irgendwie am Ende doch noch drankommen?Und ähm der eigentliche, das eigentliche Angreifermodell, was wir hier haben, ist, dass uns die Daten ins Ausland abwandern.Und dann da den den Geheimdiensten der anderen Länder äh ohne dass wir wissen in welcher Form äh unter Kontrolle liegen. Das ist dieses einzige,Der einzige äh Triebmotor äh bei bei solchen BSI äh.
Tim Pritlove 1:10:26
Seid ihr völlig schizophren? Ja, auf der einen Seite will man äh irgendwie alles sicher genug machen, damit Deutschland sozusagen nicht leidetja, so als Wirtschaftsstandort oder was auch immerAber dann bitte auch nicht ganz so sicher, weil wir wollen ja zumindest auch noch selber äh die Möglichkeit haben, hier irgendwo reinzugrätschen. Und ich glaube, das sind auch so zwei Ansätze, die sich nicht miteinander verheiraten lassen. Das,das geht einfach in die in die falsche Richtung und es wäre sicherlich sehr viel klüger und konsequenter, wenn man einfach sagen würde, ja, bestimmte Dinge,lassen sich eh nicht verhindern, zumal eh auch immer wieder gilt. Wer.Kritische Kommunikation hat und die äh absichern möchte, da gibt's mehr als ausreichende Möglichkeiten, das zu tun, ja.
Linus Neumann 1:11:13
Das muss man selber machen.
Tim Pritlove 1:11:14
Die großen Terror-Plotz werden äh bestimmt nicht über Facebook organisiert, ich will nicht ausschließen, dass nicht irgend so ein Depp,Ja, auch so was äh macht und leider sind auch grade immer diese Fälle, wo dann eben schnell über Äußerungen auf solchen Plattformen et cetera potenziellen Tätern oder eben auch Tätern, die auchdurchaus was ausgeführt haben, ja, hier weiß nicht ganz genau, diese Bombenleger da in äh Boston haben wir auch die ein oder andere Spur hinterlassen,Natürlich, in dem Moment kommt man dann auch wirklich an Informationen. Aber es ist auch gar nicht gesagt, dass man an dieser Information nicht über andere Wege auch gekommen wäre. Naja.
Linus Neumann 1:11:53
Also nochmal zu dieser zu dieser Cyberangriff Meldepflicht ähm.Grundsätzlich erstmal eine eine ganz sinnvolle Idee aus der erstens informiere informiere mal bitte die Kunden, ja? Da haben wir sowieso dann nochmal diese äh.
Tim Pritlove 1:12:09
Auch informiert so eine so eine zentrale Koordinationsstelle. Das macht ja durchaus Sinn.
Linus Neumann 1:12:13
Ist äh ist durchaus sinnvoll, hat aber, wie gesagt, dieses, du hast dann da so ein so einen kleinen äh Konflikt für alle, die da drin sitzen, weil eben jemand, der da nur drin sitzt und nix sagt, der profitiert halt maximal,Und deswegen kriegst du diese Kultur nicht hin, dieses die Kultur des offenen Austausches, zumindest nicht skaliert die nicht auf so eine große Allianz, wie du dann da eigentlich,bräuchtest. Und jetzt wollen sie mit irgendeiner Pflicht kommen. Das wiederum bringt sie aber äh vor das nächste Problem, denn wer ähm,Also wo setzt du die Grenze, ja? Also drücke ich jetzt hier äheinmal auf die Leukanone gegen äh gegen die Allianz äh Webseite. Da passiert noch nicht mal was,die müssen aber dann irgendwie fünf Seiten fünf Seiten Bericht schreiben, dass sie ein ein Griff von Linus Neumann abgewehrt haben,Ja, also ab welchem Punkt definierst du an an welcher Stelle definierst du, äh dass es jetzt ein meldepflichtiger Angriff? Das wiederum und das ist eine sehrfeinfeine Definition, die er vornehmen muss. Äh das wiederum kann halt äh wenn du da, wenn das unsinnig machst, äh dazu führen, dass da dass die, dass die äh Unternehmen dann da gelähmt werden und irgendwie zwanzig äh Berichteschreiber irgendwie inin ihrer,In ihrer IT-Security-Abteilung haben, das wiederum verwässert aber dann auch das Ziel, was du da eigentlich hast. Also es ist eine ist eine schwierige Sache, um in der EU-Richtlinie ähm.Und Meldepflicht äh weiß ich nicht ähm.Wie gut du das am Ende äh umsetzt. Ich glaube, dass äh es vermutlich da dann doch der der äh.Zumindest, wenn's um, wenn es wirklich darum geht, dass die eigene Infrastruktur sicherer wird, dass da der kleineinformelle Informationsaustausch zwischen Verantwortlichen dann doch zielfrierender ist. Was die was die betroffenen Bürger angeht dann doch eventuell so 'ne so 'ne Meldepflicht,weil das ist ja auch, also da sage ich noch ganz kurz, was so, das ist ja tatsächlich das Problem, dass ähm Unternehmen dazu neigen, insbesondere dann, wenn Kundendaten betroffen sind, danicht äh sofort tabula rasa äh äh nicht sofort alles offen zu legen. Ähm die Leute irgendwie im Ungewissen zu lassen, äh Schaden in durch öffentliche Berichterstattung irgendwie vermeiden zu wollenDas ist äh hier sicherlich auch ein ein ein sehr großes Problem. Und das sind zwei verschiedene Problemfelder, die man nicht mit einer Verordnung ähm,kann, deswegen steht hier auch etwas ähnliches wie diese Meldepflicht auch in der EU.
Tim Pritlove 1:14:55
Gut, ich denke, damit haben wir die Sendung abgefeiert.Leider keinen großen Erfolge zu vermelden. Ähm ja, wir sind jetzt wieder ein bisschen regelmäßiger, oder?
Linus Neumann 1:15:10
Wir sind, wir sind jetzt regelmäßiger.
Tim Pritlove 1:15:11
Äh ab genau.
Linus Neumann 1:15:12
Ach so, ich wollte noch äh danken. Es ist ja jetzt äh schon einige Zeit her, der mein äh meine äh Flatter äh Einkünfte haben sich erhöht.
Tim Pritlove 1:15:23
Aha.
Linus Neumann 1:15:24
Statistisch signifikant in im letzten Monat erhöht,reicht noch nicht ganz neues MacBook, aber das war ja auch überhaupt nicht das Ziel. Also vielen Dank,und dann hat er, glaube ich, noch jemand in den Kommentaren geschrieben, dass die äh Tasche ja so schön ist und er, die, die jetzt bestellt hat, die ist aber noch nicht bei mir angekommen.
Tim Pritlove 1:15:44
Na sowas. Na sowas. Okay.
Linus Neumann 1:15:50
Also vielen Dank äh für die äh für die Unterstützung da in Zeiten der der Note.
Tim Pritlove 1:16:00
Not. Genau. Das war's. LNP siebenundsechzig. Wir sehen uns nächste Woche wieder. Bis bald. Tschau, tschau.
Linus Neumann 1:16:09
Tschau, tschau.

Shownotes

PRISM

EU: LobbyPlag Update

Netzneutralität

Prozessauftakt Bradley Manning

Ankläger: Manning sei kein whistleblowender Zivilist, sondern geheimnisverratender Soldat. Nachdem Manning ein Teilgeständnis abgelegt hat, hat das Gericht von der Möglichkeit der Verhängung der Todesstrafe Abstand genommen.

E-Government-Gesetz passiert den Bundesrat

EU: Hackertool-Verbot & Cyberangriff-Meldepflicht

LNP066 Schattenberichterstattung

Netzneutralität und ePetition — EU-Datenschutzverordnung — Urheberrechtswahnsinn — Aus ACTA macht TAFTA

Linus steckt im Schlamm und daher musste ein anderes Dreamteam zusammengestellt werden, um den netzpolitischen Realitätsabgleich herzustellen. André Meister und Benjamin Bergemann von netzpolitik.org füllen die Lücke erfolgreich und – zugeschaltet per Telefon – sprechen wir mit Johannes Scheller über seine erst jüngst gestartete aber jetzt schon sehr erfolgreiche Petition zur Netzneutralität.

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Johannes Scheller

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Andre.
Andre Meister 0:00:00
Morgen anregen. Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:02
Heute, heute ohne Linus oder was?
Andre Meister 0:00:05
Mit ohne Linus aber mit anderen Menschen.
Tim Pritlove 0:00:06
Ah, okay.Und zwar Lokbuchnetz, Politik sechsundsechzig, die sechsundsechzigste Ausgabe,schon angedroht. Mit ohne Linus, Linus ist in der Versenkung verschwunden.
Andre Meister 0:00:37
Im Schlamm.
Tim Pritlove 0:00:39
Im Schlamm irgendwo in der Diaspora im äh tiefen Edgeland, da wo sich Bits und Bites noch gute Nacht sagen.
Andre Meister 0:00:47
Wenn's überhaupt Edge gibt.
Tim Pritlove 0:00:49
Oder Bits oder Bites. Ja, das ist äh das DramaAber dafür bist du ja da und äh bringst hier die Themenlage auf Vordermannwir hatten dich ja schon einige Male von daher sollte auch der geneigte Stammhörer nicht sonderlich überrascht sein, aber wir haben noch gleich noch ein ganzes Paket von zusätzlichen äh Gästen mitgebracht,unter anderem begrüßen wir hier im Studio, den Benjamin, Benjamin Bergemann, hallo.
Benjamin Bergemann 0:01:16
Hi.
Tim Pritlove 0:01:17
Bis hier sozusagen gleich die Verstärkung.
Andre Meister 0:01:20
Auch Netzpolitik-Workout.
Tim Pritlove 0:01:21
Genau, was muss man zu Benjamin sagen?
Andre Meister 0:01:24
Das machen wir dann später.
Tim Pritlove 0:01:25
Ja, kann man ja jetzt sagen.
Benjamin Bergemann 0:01:26
Ja, ich bin Benjamin, ich schreibe für Netzpolitik dot org, ähm vor allem über die EU-Datenschutzreform, über die wir auch gleich quatschen wollen. Ja, und sonst studiere ich hier in Berlin Politikwissenschaft. Genau.
Tim Pritlove 0:01:40
Okay, also volle volle Netzpolitik äh Punkt org Anschlags,Vorbereitungen. Gut. So und außerdem haben wir uns dann auch gleich für unser äh erstes Thema noch einen Gast äh übers Telefon reingeholt. Wir sagen äh hallo zu Johannes.Johannes, Johannes Scheller, du bist äh ja zu äh schneller Berühmtheit erlangt in der letzten Zeit, weil du den Fehler gemacht hast, als erster auf den Petitionsknopf zu zu klicken,Ähm ja, was äh was hast du denn, was ist denn passiert?
Johannes Scheller 0:02:20
Ja, ich habe äh die in der letzten Woche ganz gut durchgestartete Petitionen zur gesetzlichen Verankerung der Netzneutralität auf der Petitionsplattform vom Bundestag gestartet, denn ein bisschen Werbung dafür gemacht und bin jetzt grad dabei, überrascht zu sein, wie gut das geklappt hat.
Tim Pritlove 0:02:39
Ja, die magische äh fünfzigtausend äh Unterstützermarke ist bereits gerissen. Das bedeutet, dass sie sich äh auch schon mal auf ein kleines Referat im Bundestag vorbereiten kannst, auch wenn das wahrscheinlich noch eine Weile dauern wird, ne?
Johannes Scheller 0:02:52
Ähm überraschenderweise habe ich gestern die Info bekommen, dass sich die SPD dafür einsetzt, dass es noch im nächsten Monat passiert.
Tim Pritlove 0:03:02
Oh, aha, okay, interessant. Kannst du vielleicht nochmal kurz so ein bisschen was zu dir sagen, was was dich dazu gebracht hat, da dich überhaupt zu engagieren? Was so dein Hintergrund ist?
Johannes Scheller 0:03:13
Ja, also zu mir, ich bin noch neunzehn Physikstudent in Tübingen und ähbin seit ein paar Jahren an Netzpolitik interessiert. Ähmund hab mich dabei immer für die Netzneutralität zur am meisten interessiert, war für mich da so das wichtigste Thema undJetzt nachdem ich gesehen habe, welchen Erfolg äh Malte Götz mit seiner Petition zur Drossel kommen hatte und ich,dann die Themen überschneiden sich ja doch schon ein bisschen.Vielleicht ist jetzt auch der richtige Moment, mal was für die Netzneutralität zu tunund hab dann einfach mal 'ne Petition formuliert, abgeschickt und gedacht, ja, vielleicht kann ich ja was erreichen damit.
Tim Pritlove 0:04:04
Die andere Petition ist ja bei Change Punkt ORG glaube ich äh geführt, was äh auch eine recht populäre Plattform ist so für allerlei gesellschaftsveränderndes äh Zeug, aber du hast dich ja ganz bewusst an die Bundestags äh Plattform gewendet.
Johannes Scheller 0:04:19
Ja genau, ähm denn das auf Change Punkt ORG ist zwar auch eine gute Sache, aber letztendlich äh,man dann hin zur Telekom, übergibt da seine Liste mit zweihunderttausend Unterzeichnern, äh bekommt wie Malte vielleicht noch ein Gespräch mitVorstandsmitgliedern der Telekom und letztendlich muss man dann wieder Malte rausgehen und sagen, ich glaube nichts nicht, dass ich was bewirken konnte mit mit Neutralität lässt sich kein Geld verdienen und äh das,denn bei dem ganzen symbolischen und ich hatte halt die kleine Hoffnung, dass die Edition doch irgendwie an der Gesetzgebung was verändern können.
Andre Meister 0:05:02
Hast du die immer noch?
Johannes Scheller 0:05:04
Ich hab sie sogar, die ist bei mir sogar stärker geworden,irgendwie ich hab gemerkt welche Reaktionen da aus Parteien auch kommen und die sind gar nicht mal so abgeneigt.
Tim Pritlove 0:05:16
Was kommt da so für Reaktionen?
Johannes Scheller 0:05:18
Klar von Piraten, Linken und Grünen kommt deutlich Unterstützung, die wollen das ja teilweise auch schon länger machen, aber interessanterweise habe ich zum Beispiel von der,netzpolitischen Gruppe innerhalb der CSU, also auf Twitter unter CSU net äh,mitbekommen, dass auch die meine Petition verbreitet und haben mit dem Hinweis, wir unterstützen diese Petition und äh da war ich dann doch etwas überraschtund sehe jetzt eigentlich ganz optimistisch da nach vorne, dass da vielleicht tatsächlich mal was draus werden könnte.
Andre Meister 0:06:00
Der Prozess ist ja so, wenn die fünfzigtausend geschafft sind, kann sich der Petitionsausschuss, ich habe den mal als so ziemlich der unwichtigste Ausschuss im ganzen Bundestag bezeichnet,kann der sich entscheiden, dich einzuladen. Äh mittlerweile mit der Aufmerksamkeit bei dem Thema ist das, glaube ich, nicht unwahrscheinlich, dass die dich wirklich einladen,jetzt hast du tatsächlich schon Signale gehört, das könnte schon demnächst noch vor der Wahl passieren.
Johannes Scheller 0:06:24
Ja genau, mir hat gestern die SPD-Bundestagsfraktion geschriebenund ähm die haben mir geschrieben, dass sie sich dafür einsetzen werden, dass die dass ich tatsächlich eingeladen werde zu einer öffentlichen Sitzung und dass die am einzigen noch verbleibenden Termin vor der Sommerpause stattfindet. Das wäre Ende Juniund ähm die haben mich drum gebeten, dass ich,die ob Leute von den anderen Bundestagsfraktionen im Ausschuss mal anschreiben soll und denen allen sagen soll, hey, setzt euch auch mal dafür ein, dass ich im Juni noch vorbeikommen kann.
Andre Meister 0:07:04
Cool, bist du schon aufgeregt?
Johannes Scheller 0:07:06
So langsam kommt's.
Tim Pritlove 0:07:08
Ja, was was würdest du denn sagen, ist so eigentlich die ähm stechendste Argumentation, die an der Stelle auch wirken könnte.
Johannes Scheller 0:07:19
Ähm habe ich auch schon länger drüber nachgedacht, aber ich denke mal,Widerstand hat man ja am ehesten aus Reihen der Regierungskoalition zu erwartenmit dem Argument, dass das doch bitte der Markt regeln soll, die Netzneutralitätund ich denke, gerade bei den äh Leuten, denen muss man klar machen, wie wichtig ein freies und offenes Netz für die Wirtschaft in Deutschland ist. Wenn ich mir angucke, dass Philipp Rößler gerade die letzten Wochenim Silicon Valley war und,Start-ups herholen wollte, äh wenn er damit sowas kommt, wie gesetzlich gesicherter Netzneutralität hat, hat er da bessere Chancen, dass von denen tatsächlich sich auch jemand für Deutschland interessiert, glaube ich.
Andre Meister 0:08:06
Aber das regelt doch der Markt.
Johannes Scheller 0:08:08
Tut er ja nicht, wie die Telekom zeigt, wenn die Telekom als Markt beherrschendes Unternehmen in Deutschland sich das erlauben kann, äh,das äh bei ihrem Drosselplänen äh gleichzeitig die Netzneutralität zu verletzen, dann hat der Markt versagt.
Andre Meister 0:08:29
Ja, kleiner Zwischenstand, die Petition wurde am Dienstag freigeschaltet, glaube ich,und hat am Freitag die fünfzigtausend geknackt, ist jetzt bei siebzigtausend und,das geht auch noch, das mit Zeichnen bis zum achtzehnten Juni, also das ist gerade mal eine Woche alt und kann gerne weiter mitgezeichnet werden.
Johannes Scheller 0:08:50
Ja genau, ich freue mich da auch, wenn noch viele Leute mitmachen, denn je mehr jetzt dabei sind, desto deutlicher ist das Signal an die Politik, also.
Andre Meister 0:08:59
Bei Zensursula hatten wir hundertvierunddreißigtausend Unterzeichner und das hat äh Franziska damals im Bundestagsausschuss schön gesagt, dass es zweimal das Olympiastadion, für das ist hier gerade spreche,schon Eindruck, große Zahlen äh gegenüber Politikern damit zu argumentieren.
Tim Pritlove 0:09:15
JaNa gut, ich meine, man muss ihnen da nichts vormachen. Natürlich ist äh der Wert der Petition vor allem erstmal eine mediale, ne? Und dass sich Oppositionsparteien äh im Vorwahlkampf äh auf alles äh stürzenin irgendeiner Form als Beschädigung der Regierung wahrgenommen werden kann, ist auch klar. Nicht, dass man dann immer sofort davon ausgehendass sie das zum Mittelpunkt ihres Wahlkampfs äh geschweige denn eines möglichen Regierungsprogramms machen. Aber ich denke, solchen Illusionen gibst du dich jetzt auch nicht unbedingt hin, ne?
Johannes Scheller 0:09:44
Nee, auf keinen Fall, also es ist auch kein Zufall, dass ich bisher bei mir nur die Oppositionsparteien mit Unterstützung gemeldet haben und die Regierung da eher abwartend ist.
Tim Pritlove 0:09:56
Na und CSU äh Zähne.
Johannes Scheller 0:09:58
Ja, ja, tatsächlich, ähm.
Tim Pritlove 0:10:01
Hast du mal mit denen denn mal, ich meine, äh was für einen Kontakt gab's da? Die haben nur gesagt, wenn.
Johannes Scheller 0:10:05
Gab's auf es gab auf Twitter kurz 'ne Konversation zwischen uns aber ich werd den Kontakt zu denen jetzt auch noch intensivieren denn,da so ein bisschen auch drauf festzunageln auf deren Zusage.
Tim Pritlove 0:10:22
Ich meine gut, wie wie groß deren äh äh Macht im Parlament ist, hat sich ja bei den letzten Abstimmungen auch gezeigt. Da haben dann halt die zwei, drei Leute äh dagegen gestimmt und dann äh der Rest hat das irgendwie geflissentlich ignoriert, wenn's mal wieder umnetzpolitische Themen geht.
Johannes Scheller 0:10:38
Ja
Tim Pritlove 0:10:39
Denke ich, wäre das mal ganz interessant ähm mal deren Argumentation auch äh zu hören, gerade im Hinblick auf den Wirtschaftsaspekt.
Johannes Scheller 0:10:47
Stimmt ja.
Andre Meister 0:10:49
Die sind ja alle für Netzneutralität. Die sagen das ja auch, das muss unbedingt Netzneutralität geben. Nur die sagen, wir können nicht in den Markt eingreifen, der wird das schon regeln.Ist deren Sichtweise.Ich muss sagen, ich bin ganz mir so ein kleiner Stein vom Herzen gefallen, als die fünfzigtausend geknackt wurde, äh als digitalen, als ich die Zahlen gesehen habe, dann Johannes, wir waren ja auch schon ziemlich am Anfang,Dienstag quasi gleich in Kontakt,und wir waren noch ziemlich unter dem Eindruck der Leistungsschutzrecht Petition, die ja wo man grandios wo dann alle Netzinstitutionen noch mit aufgesprungen sind in letzter Minute und trotzdem grandios gescheitert sind,hatte die dann auch ein Artikel von Metronout geschickt, Petitionen sind für 'n Arsch.Tatsächlich, ja, äh kann das auch nach hinten losgehen, wenn's eben heißt, die ganze Netzcommunity unterstützt das jetzt und da sind trotzdem nur weniger äh Unterzeichner als die Piratenparteimitglieder hat.Bin bin froh, dass das jetzt doch geklappt hat. Hätte ich nicht erwartet, äh aber anscheinend geht das äh das Thema Drosselung. Und damit dann einher auch Netzneutralität äh viele Leute was einen und bewegt sie. Finde ich gut.
Tim Pritlove 0:12:02
Ja. Ähm du bist ja Student, ne, Johannes? Ähm was studierst du?
Johannes Scheller 0:12:08
Physik in Tübingen.
Tim Pritlove 0:12:09
Und ähm hast du so äh in in deinem Jahrgang so in deinem deiner Altersgruppe da so den Eindruck, dass das Thema äh verfängt.
Johannes Scheller 0:12:21
Ähm ich bin relativ überrascht davon, wie viele sich jetzt nachich da so ein bisschen involviert bin, wie viele sie jetzt für das Thema interessierendie sich von mir das erklären lassen oder dies teilweise auch vielleicht schon gehört hatten und jetzt aber richtig dabei sind äh das zu unterstützen. Da bin ich echt,ziemlich positiv überrascht, wie das läuft.
Tim Pritlove 0:12:46
Hm. Welche Unterstützung kannst du denn noch gebrauchen?
Johannes Scheller 0:12:52
Ich kann Unterstützung aus der nicht Internet Presse gebrauchen. Also wir müssen's immer noch schaffen, das Thema weiter aus den Netzgemeinde rauszutragenund jeder Bericht in irgendeiner Zeitung, im Radio, im Fernsehen oder sonst wo, über das Thema hilft uns da ein kleines Stückdenke ich, dass nochmal jemand weiß, was Netzneutralität ist, der vorher damit nix anfangen konnte, denn es betrifft ja einfach nicht nur die Netzgemeinden, das betrifft ja jedenletztendlich ja gesellschaftspolitik und nicht nur Netzpolitik.
Andre Meister 0:13:28
Glaube genau dafür ist dann so eine Anhörung gut, wenn tatsächlich klassische Totholz und TV-Medienüber ein Bundestagsthema berichten und damals hat das Franziska echt super gemacht, weil der Vorratsdatenspeicherung und bei ACDA hat das leider nicht ganz so gut funktioniert, aber ich glaube bei diesem Thema haben wir eine sehr große Chance, äh das in die klassischen Medien weiterhin zu bringen. Äh Drosselcom ist ja schon da undWeil du merkst ja auch selber, die Anfragen der Medien nehmen zu, oder?
Johannes Scheller 0:13:56
Ja, ich hatte am Freitag dann mal irgendwann den Eindruck, es wird weniger, aber das war nur das Wochenende. Die Journalisten machen da auch frei. Äh das ist jetzt gestern wieder richtig abgegangen und geht gerade auch noch weiter.Das geht tatsächlich durchs Thema Drossel kommen so steil, also einerseitsganz gut ist, wenn man damit jetzt Aufmerksamkeit hat, andererseits muss ich eigentlich in jedem Interview, jeden Beitrag erklären, dass ich nicht die zweite Petition gegen die Telekom gestartet habe, sondern dassdie Themen sich nur überschneiden und es gar nicht um die Drosselung an sich geht bei mir.
Tim Pritlove 0:14:35
Also ich bin schon ehrlich gesagt ziemlich überrascht, wie lang das Thema sich überhaupt gehalten hat, äh weil eigentlich alle so ein bisschen damit gerechnet haben, so, na, okay, alles klar, dann gibt's ein bisschen Aufreger, dann schreiben sie in die Verträge und das war's. So, ne, aber jetzt ist ja allein schon dieses Drosselcom nehmenscheint ja schon äh einen nachhaltigen Imageschaden äh nach sich zu ziehen. Insofern äh könnte das vielleicht nochmal ganz spannend werden. Meine Frage war auch noch so ein bisschen in die Richtung äh gedacht, äh ob du jetzt konkret selbst auch noch irgendeine Unterstützung äh erfahren müsstest,in der Vorbereitung da auf deinen Bundestagsshowdown.
Johannes Scheller 0:15:09
Ähm bestimmt, also äh ich werde mich mitund den anderen Jungs nochmal in Kontakt setzen, damit ich noch ein bisschen inhaltlich gebrieft bin und mich auf die Gegenargumente alle einstellen kann und die hoffentlich dann irgendwie entkräften kann. Äh ich werde mich relativbald dann auch mal dran setzen, wenn ich tatsächlich weiß, was ich da eingeladen werde, dass ich mir dann Gedanken mache, wie gehe ich da vor? Und ich denke, da kann ich auch noch hier aus der ganzen Szene, um die Unterstützung gebrauchen.
Andre Meister 0:15:46
Kriegen wir hin, da bleiben wir ja in Kontakt, äh telefonieren dann auch später noch dazu.
Johannes Scheller 0:15:51
Richtig.
Tim Pritlove 0:15:52
Okay, Johannes, vielen Dank.
Johannes Scheller 0:15:54
Gerne.
Andre Meister 0:15:55
Ja, danke für die Petition und danke fürs dranbleiben und danke für äh jetzt zuschalten, genau.
Tim Pritlove 0:16:01
Genau. Alles klar. Dann mach's gut, ne.
Johannes Scheller 0:16:02
Ja, ich danke euch. Ja, ihr auch. Tschüss. Tschüss.
Tim Pritlove 0:16:06
Tschüss.
Andre Meister 0:16:08
Eine kleine Anmerkung habe ich noch zu Netzneutralität. Ähm nachdem die während der Republika die Verbraucherschutzzentrale NRW.Drossel kommen hätte ich fast gesagt. Die Telekom äh abgemahnt hat, dass sie das mit den Tarifen doch mal sein zu lassen hat, sonst werden sie verklagt,Mal gucken, was das bringt.Jetzt in der, ich glaube, vorletzten Woche die Konferenz der Verbraucherschutzminister aller Bundesländer einstimmig beschlossen, auf ihre Konferenz eben eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität zu fordern.Anscheinend haben die das letztes Jahr schon mal getan,Ähm das ist so ein bisschen tricky, weil ich habe bisher offiziell nur die Pressemitteilungen und ich darf irgendwie die Protokolle da daraus noch nicht zitieren, weil irgendwie die brauchen noch, das sind Beamte, die brauchen noch zwei, drei Wochen, äh die das online gestellt haben oder so,aber ich tue das jetzt einfach mal. Die Verbraucherschutzministerkonferenz weist insbesondere aufgrund der äh von der Telekom angekündigten Tarifänderungen auf die dringende Notwendigkeit hin,zum Schutz von Verbraucherinnen und Verbrauchern ein sachlich ungerechtfertigtes Verlangsamen benachteiligten oder blockieren von Diensten im Internet untersagt werden muss,Dazu fordern sie eine gesetzliche Verankerung, wenden sich insbesondere,Bundesverbraucherschutzministerium von unserer guten Frau Eigner, die wahrscheinlich schon ihren Telekom-Vertrag gekündigt hat. Äh und fordern.
Tim Pritlove 0:17:29
Ja, man fragt sich, ob überhaupt noch irgendwelche Verträge übrig bleiben bei Frau Eigner, ne?
Andre Meister 0:17:37
Genau, das wollte ich noch ein interessantes Tipp. Die haben das anscheinend letztes Jahr schon mal gemacht, aber dieses Jahr äh wiederholt die Gruppen, die das fordern, mehreren sich letzte Woche ging's auch so ein Paper von ARD und ZDF rum,das hatten wir tatsächlich schon vor über einem Jahr auf echtes Netz D E stehen, weil so alt ist das Paper auch schon, die sind,schon seit März, seit vor den ersten Leaks der Ankündigung der Telekom dabei, das zu updaten,Das ist aber so weit ich weiß noch nicht, das dürfte aber in nächster Zeit auch kommen,aber auch ARD und ZDF als Inhalte anbiete, wie die Metaebene, wie Netzpolitik, ORG äh betrifft natürlich äh.
Tim Pritlove 0:18:20
Ja, das finde ich ganz interessant, dass so so ein so ein gewisses Verständnis auf einmal einzusetzen scheint, dass da jetzt wirklich eine aktive Benachteiligung beziehungsweise Bevorteilung weniger gegen Geld äh stattfindetund ähm dass das eben auch wirklich relevante Dimensionen hat, ne. Ja. Kommen wir sonst noch was zu dem Thema beizutragen gerade?
Andre Meister 0:18:41
Da gibt's so viel, das wird uns aber noch eine Weile erhalten bleiben, insofern.
Tim Pritlove 0:18:45
Gut, dann schreib mir doch mal äh voran und nimm hier so einen anderen Dauerbrenner äh in Augenschein,Die EU-Datenschutzverordnung, der immerwährende äh Kampf gegen die äh Änderung auf EU-Ebene rund um den Datenschutz, von dem wir hier schon viel gehört habenBenjamin, dein Thema ist das auch so ein bisschen, ne?
Benjamin Bergemann 0:19:07
Genau, ich äh blogge dazu auf Netzpolitik dot org.
Tim Pritlove 0:19:12
Und was ist so der Stand der Dinge.
Benjamin Bergemann 0:19:15
Ja läuft Scheiße.
Tim Pritlove 0:19:17
Ja
Benjamin Bergemann 0:19:20
Um es mal so zu sagen. Im Januar hattet ihr ja die Kirsten da oder zugeschaltet von Edri,und da waren wir gerade in der Phase, hat der Berichterstatter Jan Philipp Albrecht gerade seinen Bericht vorgestellt und dann ging es eigentlich erst in diese ganzen Ausschussabstimmungenund in den Ausschuss Abstimmungen hat sich ja dann erst gezeigt, wie dort Lobbyistenanträge eingebracht wurden ins Parlament.Und da ist es ja erst losgegangen, was Kiki also damals angedeutet hat im Podcast, wow, hier kommt bald eine Lobbywelle, das ist dann auch wirklich,mit einer Vehemenz passiert und da hatten wir auch ja ganz kurz auch Medienaufmerksamkeit da. Weil diese Lobby-Plug-Geschichte, da wurde das ja ganz gut thematisiert eine WeileJetzt haben wir das Problem immer noch, wir sind in einer heißen Phase der Datenschutzreform, wir sind kurz vor der Abstimmung des sogenannten Federführenden Ausschusses im Parlament, der die Meinung des Europäischen Parlaments zur Datenschutzreform festlegt,nur die Aufmerksamkeit ist weg.
Tim Pritlove 0:20:22
Warum ist sie weg?
Benjamin Bergemann 0:20:24
Ja
Andre Meister 0:20:26
Ich weiß warum. Weißt du, abstrakt ist, am Januar hat Kiki von tausendfünfhundert Änderungsanträgen berichtet,und das ist ein mega Stapelpapier. Jetzt sind's viertausend. Also das Thema wird nicht weniger komplex, sondern.
Tim Pritlove 0:20:39
Oh Gott.
Andre Meister 0:20:39
Noch komplexer. Jetzt sind wirklich die harten Detailfragen an den einzelnen Emmentments, wie werden bestimmte äh Sachen definiert? Das sind das sind teilweise hier ähm ja bisschen juristische,und ein sehr detaillierte Fragen über die sich da gerade ziemlich gefetzt wird, sowohl im Parlament als auch äh im Rat.
Benjamin Bergemann 0:21:03
Ja, beziehungsweise es ist, glaube ich, auch so, dass wir's hier nicht mit einer klaren Ja- oder nein-Entscheidung zu tun haben. Es ist nicht wie bei Acta, wo wir sagen,boah, wir sind irgendwie gegen dieses scheiß da, sondern es gibt dort einzelne Punkte in der Verordnung, die sind gut. Es gibt einzelne äh Punkte, die sind schlecht,Und jetzt müssen wir uns entscheiden, welche Punkte finden wir gut, welche finden wir schlecht, welche Akteure stehen auf unserer Seite, welche Akteure stehen gegen uns, also gegen die Netzgemeinde TM oder so.
Tim Pritlove 0:21:35
Ja. Gibt's denn da überhaupt Einigkeit da drüber, wie man sozusagen zu den einzelnen Eingaben steht.
Benjamin Bergemann 0:21:43
Ich glaube schon. Ich würde sagen, wenn man jetzt nicht gerade zur äh Post Privacygehört denn äh besteht da schon eine gewisse Einigung. Ähm dass man halt sagt, okay, wir finden den Kommissionsvorschlag eigentlich ganz cool so, wie er ist. Er könnte an einigen Stellennoch verbessert werden, aber prinzipiell ist der ganz okay. So und was jetzt gekommen ist, äh im Parlament hat,den Kommissionsvorschlag nicht ein bisschen verbessert, sondern es hat den Kommissionsvorschlag extrem abgeschwächt und da besteht, glaube ich, schon Einigkeit, dass da Lobbyinteressen im Spiel sind und das einfach,Kacke ist, wie's da läuft grade.
Tim Pritlove 0:22:25
Ist denn das so, dass es also du sagst, abgeschwächt äh ich hätte jetzt auch fast äh vermuten können, so durch diese ganzen Änderungen,wer das Ding vielleicht in irgendeiner Form sogar schon komplett gedreht worden, dass es am Ende eine ganz andere Aussagekraft hat als äh vor, also ich meine verschlechtert sich irgendetwas im Vergleich zu dergesetzlichen, jetzigen Ist-Situationen oder verschlechtert sich nur etwas relativ zu dem ursprünglichen Vorschlag.
Benjamin Bergemann 0:22:52
Ähm ich würde sagen, dass ich,auch die jetzige Ist-Situation verschlechtert, denn wir haben's ja hier mit einer Verordnung zu tun, was Linus und Kiki im Januar auch ganz gut hier rausgearbeitet haben. Eine Verordnung geht in allen siebenundzwanzig EU-Staaten. Es ist keine Richtlinie, eine RichtlinieDa gießen die Länder das nochmal in nationale Gesetze, sondern diese Verordnung gilt sofort. Wenn jetzt ähm eine schlechte Verordnung kommt, haben wir also,direkt und in Deutschland scheiß Datenschutzgesetze. Und das ist eigentlich auch genau,Effekt, den wir eigentlich nicht haben wollten, weil's ja auch zu einer gewissen Euroskepsis beiträgt, dass letztlich wieder die Recht haben, die damals gesagt haben, boah nein, da kommt so ein Ding aus Europa,wir haben hier unseren geilen Deutschen Datenschutz. Was wir eigentlich wollten, war ein Durchsetzungsdefizite verhindern, weil eben Facebook, in Irland sitzt,und wir ähm ja und wir Facebook halt nicht belangen können. Und jetzt,Aber jetzt haben genau diese Leute kriegen jetzt Wasser auf die Mühlen und können sagen, ja, seht ihr, da kam wieder Scheiße aus Brüssel.
Tim Pritlove 0:24:00
Klingt ja auch ein bisschen deprimiert.
Benjamin Bergemann 0:24:03
Es klingt ein bisschen deprimierend, aber ja, ich würde, ich würdeeben äh nicht der Sache aufsitzen, dass es so ultra komplex ist, sondern wir haben auf Netzpolitik dot org bei der digitalen Gesellschaft versucht, konsequent dieses Thema ein bisschen herunterzubrechen,zu sagen, okay, hier sind die wichtigsten zehn Punkte,Hier sind die wichtigsten inzwischen sind wir sogar bei fünf Punkten. Es gibt neuen Bericht von Bürgerrechtsorganisation. Der Bericht ist auf fünf Punkte herunter.Und wenn man sich das mal anschaut, dann kann man, glaube ich, da auch ganz gut am Stammtisch drüber debattieren,Weil man nämlich einfach sagt, okay, in einem Satz, in dieser Verordnung geht's dadrum, wir wollen,wissen, was da läuft bei der Datenverarbeitung. Wir wollen vorher gefragt werden und wir wollen aus der Geschichte auch wieder rauskommen. Wenn ich keinen Bock mehr habe, will ich den Anbieter wechseln,und äh will, dass meine Daten gelöscht werden. Punkt. So kann man das Ding einfach zusammenfassen.Und wenn jetzt natürlich an allen Ecken rumgesägt wird, dann kann man dann kann man sich ja immer diese Vorschläge angucken und dann finde ich's schon relativ offensichtlich, wenn da steht, ähm,Ja, ich soll eben nicht vorher gefragt werden, wenn's sich um pseudonymisierte Daten handelt, was auch immer das sein soll,dann soll dich vorher nicht gefragt werden, dann ist es doch eindeutig,Dass ähm dass diese Vorschläge industriefreundlich sind und da irgendwie versucht wird, ein Schlupfloch einzubauen.Und deshalb, ich finde das gar nicht so schwer. Man kann eigentlich könnte man dieses Thema schon ganz gut polemisieren. Sowohl inhaltlich als auch politisch, weil politisch,haben wir diesen ähm finde ich diese einmalige Gelegenheit gehabt oder haben die immer noch,wie's auch durch die Lobby-Plug-Affäre war. Wir können mal sehen, wie funktioniert dieses Brüssel eigentlich? Da kommen Leute ins Parlament, schlagen in Parlamentariern vor,schreibt mal das da rein, schreibt mal das da rein die entscheiden sich,So, wir hatten jetzt ähm Entscheidungen, die sehr industrielastig waren, was ja auch kein Wunder ist, wenn da irgendwie zehntausend Datenschutzunfreundliche Leute im Parlament rumrennen, gegen drei Datenschutzfreundliche Advocy Manager.Genau und ähm das ist finde ich auch eine Sache, die man noch mal stärker polemisieren könnte, wo man einfach sieht, ey Leute, da haben jetzt,FirmenRecht bekommen. Wir haben's in den Ausschussabstimmungen gesehen. Da wurden eins zu eins die ähm Vorschläge von Amazon, der Direktmarketing Industrie und Co übernommen. Wirklich eins zu eins.Und genau so 'ne einfachen Sachen wie ich eben beschrieben habe wo dann steht,ja äh ich muss jetzt nicht mehr gefragt werden unter den und den Voraussetzungen, ob meine Daten verarbeitet werden. Das ist aber jetzt so eine Ausnahme.
Tim Pritlove 0:26:54
Ja, was heißt denn äh wurden äh übernommen, also beziehst dich jetzt sozusagen auch wirklich auf auch auf Ergebnisse, die du aus Lobby-Plug ähm herausgefallen sind?Erstmal, das finde ich mal sowieso immer ganz interessant, ob das Tool als solches jetzt auch Wirkungen gezeigt hat. Du mixst Andre, musst laut nicken.
Andre Meister 0:27:17
Ich hatte gedacht, Benjamin.
Tim Pritlove 0:27:18
Ihr könnt auch gerne beide äh laut nicken. Ähm und wer hat's dann übernommen?Also ich meine, wer hat es, also wir reden ja jetzt noch nicht von einer finalen Entscheidung, sondern wir reden ja davon, dass einzelne Fraktionen es übernehmen für ihre Anänderungsanträge et cetera.
Benjamin Bergemann 0:27:34
Genau. Ich glaube, ähm ich habe jetzt schon viel gequatscht. Ich glaube, wie systematisieren die Sache jetzt nochmal. Also, seid Kiki im Januar hier war, hatten wir Ausschussabstimmungen im Parlament. Dieser Ausschüsse haben ihre Meinung gegeben,Das also ähm es wird halt gesagt, eigentlich ist für Datenschutz ist derInnenausschuss zuständig, aber es ist ja auch ein Verbraucherthema. Es ist ja auch ein Rechtsthema und so weiter, deshalb müssen auch diese Ausschüsse wenigstens angehört werden und ihre Meinung sagen,und genau diesen Prozess hatten wir jetzt und da fiel und das viel genau in diese Lobby-Plack Phase. In diesen Meinungsgebenden Ausschüssen Wohnen halt genau diese industriefreundlichen Anträge auf den Tisch gebrachtund es wurde auch für die abgestimmt, weil die wurden von konservativen Abgeordneten eingebracht,und ähm die konservativen Abgeordneten zusammen mit den Liberalen haben im Europäischen Parlament eine Mehrheit, natürlich auch in den Ausschüssen,und so wohnen die wirklich eins zu eins übernommen und das hat Lobbyplug ganz eindeutig gezeigt.
Tim Pritlove 0:28:39
Das heißt, auch von mehreren Ausschüssen sind jetzt schon diverse Vorschläge als Empfehlung ans Parlament gegangen. Aber wer bestimmt jetzt letztlich über den eigentlichen äh abzustimmenden Entwurf der ganzen Richtlinie.
Benjamin Bergemann 0:28:52
Macht, der federführende Innenausschuss.Ähm genau, der orientiert sich natürlich an dem, was die Ausschüsse schon vorher gesagt haben. Musste es als Meinung akzeptieren, ist aber jetzt nicht in einer alternativlosen Zwangslage, sondern kann das,kann natürlich auch sein eigenes Ding machen. De facto ist es aber so,ein bisschen orientieren muss und in den Ausschüssen sitzen ja auch zum Teil dieselben Abgeordneten. Eigentlich haben wir dasselbe Spiel jetzt nochmal,Nur dass jetzt wirklich das Finale ansteht und dieser Fehler für den Innenausschuss bestimmt eben über die Position des Parlaments,Da gibt's nicht nochmal eine großartige Parlamentsabstimmung drüber, sondern die machen das Ding fertig. Und das Komplizierte daran ist,Wir können jetzt eben nicht bis zum Ausschuss Abstimmungstermin warten. Der Abstimmungstermin im Ausschuss soll jetzt irgendwie noch vor der Sommerpause sein.Aber solange können wir nicht warten, denn diese Änderungsanträge inklusive der Meinung aus den anderen Ausschüssen liegen auf dem Tisch,und da das Parlament nicht über viertausendfünfhundert Anträge abstimmen will, beziehungsweise der Ausschuss, ähm machen die im Moment kompromissverhandlungen. Da sagen die halt, okay,meinetwegen zum Konstrukt der Einwilligung haben wir hier sechs Vorschläge, die sagen eigentlich alle dasselbe,Also es bricht dich dann immer so runter eigentlich so auf zwei Positionen, eher Bürgerrechtsfreundliche und eine eher Bürgerrechtsunfreundliche. Man kann schon so sagen, SPD, Grüne,versus liberale Konservative. So kann man das im Moment eigentlich ganz gut runterbrechen.Und dann handeln die das schon mal vorher aus, dass aus diesen viertausendfünfhundert Änderungsanträgen vielleicht wieder so was weiß ich, tausend oder so wären.
Tim Pritlove 0:30:36
Wir sind da jetzt sozusagen nur die Mitglieder des Innenausschusses der jeweiligen Parteien aktiv oder ist das wirklich so Fraktionsarbeit, die da in irgendeiner Form mit ins Spiel kommt?
Benjamin Bergemann 0:30:45
Da sind die Mitglieder des Innenausschusses natürlich aktiv, vor allem die sogenannten Berichterstatter, also der Berichterstatter und die Schattenberichterstatteruntereinander. Das sind sozusagen die Gesandten ihrer Fraktion. Da sitzen dann zwei Konservative, dann natürlich der grüne Berichterstatter Jan Albrecht.Berichterstatter.
Tim Pritlove 0:31:06
Berichterstatter? Genau. Was ist denn das für ein geiler Begriff?
Benjamin Bergemann 0:31:07
Genau. Die, das sind die, das.
Andre Meister 0:31:11
Die Fraktionsdelegierten.
Benjamin Bergemann 0:31:15
Genau, das sind sozusagen,ihrer Fraktion. Es ist ziemlich, es ist ziemlich kompliziert, ja, aber im Prinzip sitzen die jetzt gerade im Hinterzimmerchen und machen genau diese Kompromisse. Wenn also der Innenausschuss zur Abstimmung geht,stehen diese Kompromisse und damit das Gesetz eigentlich schon fest, die wissen vorher, OK, da konnten wir einen Kompromiss erzielen, OK, da konnten wir keinen Kompromiss erzielen, da wird's schiefgehen.
Andre Meister 0:31:40
Und diese diese harte inhaltliche Arbeit passiert genau jetzt jeden Tag. Also wenn das dann irgendwann vor der Sommerpause abgestimmt wird,dann ist wieder so ein Gesamtpaket von eher so, na ja, ja oder nein, wird das auch da nicht, äh sondern die grobe äh grobe Richtlinie dieses Mentementar, dieses Mentement, nein, aber dann stehen die Meinungsbildung der einzelnen,Fraktionenschon fest und die Mehrheitsverhältnisse stehen auch fest. Man weiß dann quasi, wie die stimmen werden. Wichtig ist, genau jetzt, zu den äh verantwortlichen Abgeordneten, die im Innenausschuss sitzen, äh denen zu sagen,Ich bin äh für mein Recht auf Datenschutz, weil wenn's dann im Innenausschuss ist,die Abstimmung oder erst oder danach, der Prozess geht ja dann noch weiter, dann ist es schon ziemlich spät. Genau. Dazu haben wir jetzt,Benjamin und ich waren vor zwei Wochen in Brüssel. Äh dazu gibt's ja auch äh einige Kampagnenarbeit von äh Edri, Digies und Verwandtengruppen,Zum einen gibt's da die Seite EU eine Gemeinschaftskampagne von,acht oder so, also mehr als fünf europäischen Organisationen äh auf der man unter anderem schicke Postkarten mit nackten Menschen,beschriften kann, die haben.
Tim Pritlove 0:32:59
Es ist schon sehr bunt, ja.
Andre Meister 0:33:00
Ja, die haben wir tatsächlich vor zwei Wochen schon äh EU-Abgeordneten in die Hand gedrückt und ihren Mitarbeiterinnen.
Tim Pritlove 0:33:05
Ja
Andre Meister 0:33:08
Und äh.Ja, das macht macht teilweise Eindruck äh anders als äh so eine E-Mail. Die Idee war, dass hoffentlich manche von den Mitarbeitern zieht sich die auch ins Büro hängen,weil sie ein bisschen schick sind. Aber diese Aktion läuft immer noch, kann man immer noch mitmachen. Entweder einen eigenen Text oder einen Vordruck drauf äh schreiben und das wird dann tatsächlich als Totbaum,Abgeordneten und Mitarbeitern übergeben,Äh dann haben wir von auch einigen deutschen Organisationen in der letzten Woche.
Benjamin Bergemann 0:33:41
Genau, in der letzten Woche gab's einen offenen Brief an Innenminister Friedrich. Ähmdenn und jetzt kommen wir zum nächsten Problem, dieser verdammten Verordnung. Gleichzeitig verhandelt auch der ähm Ministerrat, der Ministerrat, das sind die Innen-und Justizminister, der MitgliedsstaatenDie sprechen genauso wie das Parlament auch über das ganze Gesetz und arbeiten sich am Kommissionsvorschlag ab.Diese dieses diese Arbeit findet also in zwei Kammern grade statt.
Tim Pritlove 0:34:11
Mhm. Oder Kommissionsvorschlag ist ja in dem Sinne noch unverändert und stellt noch so diese ursprüngliche äh Vision dar. Und wie steht so die ähm der Ministerrat dann dazu?
Benjamin Bergemann 0:34:21
Im Ministerrat haben wir die gleiche Scheiße wie im Parlament, um es malsozusagen. Wir haben da, glaube ich, auch eine konservative Mehrheit. Was auch heißt, dass wir da im Ministerrat dieselbenkonservativen, also sehr, sehr Datenschutzunfreundlichen und industriefreundlichen Vorschläge vorfinden. Das sind genau dieselben Vorschläge und ähm wir habenjetzt gestern haben wir ganz spontan, haben uns die Vögelchen da ein Papier aus dem Ministerrat gebracht, denn der Ministerrat verhandelt ja eigentlichähm hinter verschlossenen Türen. Das heißt, beim Parlament weiß ich eigentlich grob, was da läuft, die müssen ihre Änderungsanträge zumindestens veröffentlichen.Ministerrat macht es eben nicht,und deshalb ist so ein Papier, wie wir's gestern bekommen haben, wo diese Länderposition ähm zu den jeweiligen ähm,Im Text stehen, sehr, sehr wertvoll. Das haben wir gestern ähm geliebt sozusagen,bisher noch nicht so viel Aufmerksamkeit erfahren, wahrscheinlich auch wieder, weil's sind hundertsechs Seiten und zweihundertneunundneunzig Fußnoten. Ja und,Ich habe mir das mal, ich habe mir das mal ganz grob durchgelesen und hab's versucht, so ein bisschen auf diese Kernpunkte runterzubrechen, die wir auch die wir auch immer auf unseren Kampagnenflyern vermitteln und,eigentlich steht da wieder derselbe konservative Kack-Scheiß drin, wie er auch im Parlament drinsteht. Das ist.Das ist genau das gleiche wieder.
Andre Meister 0:35:52
Wobei wir,im Parlament, ja wenigstens, du hast das angesprochen, den Bonus haben, wir können da hinfahren, wir können anrufen, wir können mit den Leuten reden, die sind transparent, wer da was macht, das sind Abgeordnete, die müssen auch für ihre Bürgeräh da sein und da können wir Kampagnen machen und Postkarten hingeben und so. In den äh Ratsverhandlungen,sind die eben Innen-und Justizminister der Länder. Das ist für Deutschland äh Schnarry ist da glaube ich ziemlich äh raus oder ruhig. Äh unser Wert der EM Friedrich,ähm.In Interviews immer wieder angekündigt wir wollen einen starken Datenschutz in Europa und freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft reicht nicht aus,und wir werden auf natürlich, das sagt jeder Deutscher, keinesfalls mit der EU-Verordnung hinter geltendes deutsches Datenschutzrecht zurückfallen.So wie Benjamin das gestern ausgearbeitet hat in den Verhandlungen, äh ist da nicht nur diese Position im Rat in der Minderheit, sondernDeutschland und das Innenministerium vertreten, die noch nicht mal vehement, äh sondern lassen auch äh sich auf Schlupflöcher ein, die dann und das hast du vorhin gefragt, die ursprüngliche Intention,Datenschutz in Europa zu regeln, teilweise in ihr Gegenteil verkehren, in dem dann dort steht, ja es ist wichtig auch äh wie war das Zitat,dass die Daten frei fließen können für die Wirtschaft und so.
Tim Pritlove 0:37:15
Mhm.
Benjamin Bergemann 0:37:17
Genau. Also man muss sich,Nochmal gesagt, man muss sich damit eigentlich nochmal gar nicht so gut auskennen. Das sagt dir einfach, man muss keine Juristin, kein Jurist sein. Es sagt dir der gesunde Menschenverstand. Wenn du da so ein Papier bekommst, wo ein Satz der Kommission steht, ähmähm der Schutz personenbezogener Daten muss gewährleistet sein. So, dann gehen die Minister daran und schreiben dazuUm das Funktionieren des Binnenmarktes zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass der freie Fluss personenbezogener Daten zwischen den Mitgliedsstaaten durch den Schutz des Individuums betreffend die Verarbeitung dessen persönlicher Daten,beschränkt oder verboten wird. Im Klartext Datenschutz ist nur solange wichtig,wie's der Wirtschaft nicht im Weg steht. Und wenn sowas, das hat das natürlich rechtlich nicht wirklich bindend, es sind einleitende Worte. Aber wenn sone Sätze da reinkommen, dann muss man sich doch mal fragen, mit wem haben die sich,eigentlich unterhalten,Da kommen wir wieder zurück zum Parlament. Äh wahrscheinlich haben die Minister oder die betreffenden Beamten, die für die Minister arbeiten, genau dieselben Leute konsultiert, die auch im Parlament jeden Tag ein und ausgehen.
Tim Pritlove 0:38:31
Ja. Also das Parlament besteht bezieht sozusagen gerade so so ein politisches, habe ich so den Eindruck, ja, also das wird einfach geflutet.
Andre Meister 0:38:40
Von der Gegenseite.
Tim Pritlove 0:38:42
Von den Freundinnen äh Vorschlägen. Ähm was mich jetzt nochmal interessieren würde, weil ich das noch nicht so ganz verstanden habe, wenn jetztsowohl der, also es gab einen Vorschlag der Kommission, das Parlament berichtet jetzt äh entscheidet halt in einem langen Prozess, erst haben alle Ausschüsse was,jetzt ist es an diesem Liebe-Ausschluss, jabürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres heißt er ja. Äh dann ist aber auch nochmal der Ministerrat berät über dasselbe, werentscheidet denn letztlich also was ist die letztlich äh entscheidende Versammlung, die jetzt wirklich über den ganzen Komplex,Finale Wort spricht.
Benjamin Bergemann 0:39:24
Dass der nächste Witz an der Sache. Die Entscheidung fällt mal wieder hinter verschlossenen Türen. Und zwar treffen sich nämlich alle drei Institutionen, also die Kommission, das Parlament,und der Ministerrat treffen sich wieder, schicken Delegierte und verhandeln über Kompromisse.
Andre Meister 0:39:45
Nach dem Parlament und Rat ihre Position festgelegt haben. Die Kommission hat ja schon äh einen eigenen Entwurf.
Tim Pritlove 0:39:53
Kommission wird dann vermutlich da so ein bisschen in der Meinungsminderheit sein.
Andre Meister 0:39:58
Je nachdem wie die Position vom Parlament und Rat,derzeit noch in Beratung ist, ausfällt, genau, es könnte sein, dass dann im Endeffekt die Kommission für einen relativ äh starken Datenschutz eintritt,Berichte des Parlaments, auch wenn's der grüne Jan-Philipp Albrecht ist, vom Parlament nur das Mandat hat, äh den in einigen Punkten zu verschlimmbessern und der Rat äh eine komplett grauenhafte Version wird. Das ist die Gefahr, genau.
Benjamin Bergemann 0:40:27
Und deshalb ist halt unser Argument, dass wir gucken müssen, dass wir halt aus Parlament ein bisschen einwirkenweil beim Ministerrat, okay, wir haben jetzt den offenen Brief an Friedrich, ich will ihn auch nicht runterspielen, aber da ist es relativ schwer, die zu beeinflussen. Bei den Abgeordneten, da haben wir auch Erfahrung mit gemacht,siehe acta, Erfolgsstory, ähm ist es schon ein bisschen einfacher. Und,Auch nochmal gesagt, es macht schon Eindruck, wenn da E-Mails kommen,Ich war selber, ich war selber im Parlament, Praktikant und wenn du da sitzt und jeden Tag fünfzig E-Mails zu irgendeinem Thema kommt, dann müssen sich nämlich genau die Praktikanten,und Mitarbeiter mit diesen E-Mails beschäftigen, weil die natürlich beantwortet werden, außer natürlich irgendwelche unfreundlichen Nonnemessdingeraber inhaltliche E-Mails werden da schon beantwortet. Dann fangen nämlich die Praktikanten an, in den anderen Büros zu fragen, habt ihr die E-Mail auch bekommen? Ja.Was antworten wir dadrauf? Boah, keine Ahnung von dem Thema. Scheint aber irgendwie wichtig zu sein. Ach, für unsere Fraktion ist der oder die zuständig. Fragen wir mal die.So, dann bekommen die so eine Standardantwort von den zuständigen in der Fraktion, die müssen die raussenden,Was wir erreicht haben, ist oft, dass auf den Fluren des Parlaments darüber gequatscht wird. Das haben wir einfach erreicht und dass sich die äh Leute,dass sich die Fraktion so weiter dadrüber den Kopf machen müssen und dann fangen nicht nur die Abgeordneten, die dafür zuständig sind, sondern auch die anderen Abgeordneten und ihre Mitarbeiter an nachzudenken, wow,es scheint irgendwie wichtig zu sein und wenn die mir drohen, dass die mich nicht mehr wählen, weil ich grad ihren Datenschutz da absäge, denn,Sollte man vielleicht da drum nochmal kümmern und dann sollte das vielleicht nicht ähm dieser eine Abgeordnete alleine machen oder ich sollte mal zumindestens mit dem reden, was da gerade läuft.
Tim Pritlove 0:42:21
Was wäre denn dann deine konkrete Handlungsempfehlung jetzt? An die Hörer.
Benjamin Bergemann 0:42:26
Handlungsempfehlungen ist ähm E-Mails und Postkarten schreiben auf der Seite NATE City Sense dort EU.Pornokarten schreiben.
Tim Pritlove 0:42:37
Pornokarten für die Freiheit.
Benjamin Bergemann 0:42:38
Beziehungsweise E-Mails an die Abgeordneten schreiben. Das kann man, glaube ich, auch über die digitale Gesellschaftsseite machen,Genau, man kann auch anrufen im Parlament,und der einfachste Weg ähm was einfach mit copy paste funktioniert, ist glaube ich ähm ein bisschen Information dadrüber verbreiten. Wir haben immer noch eine total geringe Awareness in Deutschland,über dieses wichtige Thema. Und da ähm hat der, das kommt ist ein bisschen,Nicht so ganz klar, wer es gemacht hat. Ich glaube, es kam aus der Ecke von Max Schremps, diesem Euro versus Facebook Student. Der hat ein ganz schönes Kampagnenvideo gemacht, ähm was diese Datenschutzreform wirklich so in,zwei, drei Minuten runterbricht, sowohl die inhaltlichen Schwerpunkte als auch diesen ganzen politischen Prozess, über den wir gerade eben sehr viel gesprochen haben,und wenn man das seinen Freunden einfach mal in die Timeline packt, dann ja,dann hat es glaube ich auch schon Einfluss. Dann haben wir den selben Effekt wie im Parlament. Wir spamen unsere Freunde ein bisschen und irgendwann fangen die dann an zu überlegen, wow, das muss ja wirklich irgendwie wichtig sein.
Tim Pritlove 0:43:49
Ja, das werden wir dann mal verlinken das Video. Ich glaube, ich kenne das noch nicht, ist schon ist schon im Wordpress. Okay. Da muss ich mich nicht groß sorgen. Ja.
Andre Meister 0:44:02
Das Thema wird uns noch ein Stück begleiten, aber gerade,Also just in diesem Moment, in diesen Tagen äh laufen halt die zentralen Entscheidungen für die Parlamentsposition,Auch die Ratsposition, aber da haben wir's schwieriger einzubinden und deswegen wollten wir nochmal, weil wir merken, dass Sascha Lobus Mutter es leider noch nicht aufm Schirm hat,ähm dieses Thema auch hier nochmal entsprechend. Benjamin blockt da sehr viel darüber, aber das ist Text, das ist Netzpolitik ORG, das lesen wir Nerds,diese Verordnung.
Benjamin Bergemann 0:44:34
Regelt den.
Andre Meister 0:44:36
Regelt den Datenschutz der kompletten EU für die Zukunft. Äh das wird wichtiger als das Bundesdatenschutz. Das äh wird in vielen Punkten das Bundesdatenschutzgesetz ersetzen,Das wird extrem wichtig. Und jetzt fallen die Entscheidungen dazu,Ist übrigens auch zwei äh geteilt. Das eine ist äh also es sind zwei Sachen, die da passieren. Das ein äh das eine ist die Verordnung für Unternehmen und Behörden,gleichzeitig gibt's aber auch noch eine Richtlinie für den Polizei und Justizbereich. Die hat bisher noch nicht wirklich so viel Aufmerksamkeit erfahren wie die Verordnung,aber um uns selber in den Arsch zu treten, kündige ich jetzt einfach mal an, dass die Gäste äh demnächst TM,auch 'ne inhaltliche Ausarbeitung dazu macht, die liegt eigentlich schon seit Wochen, wenn nicht sogar Monaten in der Pipeline, aber da auch genau jetzt, das wird unmittelbar parallel zur Verordnung behandelt, dort auch die Weichen gestellt werden,wollen wir auch darauf noch ein kleines bisschen Aufmerksamkeit lenken. Die EU regelt gerade den Datenschutz aller siebenundzwanzig Mitgliedsstaaten für die Zukunft.
Tim Pritlove 0:45:42
Nur so auf einer Businessebene, sondern eben auch, was Behördentransaktionen betrifft.
Andre Meister 0:45:46
Und wir können aber nächstes Jahr nicht so tun wie äh wo kommt denn das auf einmal her, wir sind dagegen, weil dann ist zu spät.
Tim Pritlove 0:45:53
Ein bisschen wie Bestandsdatenauskunft, die außer aus dem Schatten herauskamen, aus der Schattenberichterstattung.
Andre Meister 0:45:56
Fast.
Tim Pritlove 0:45:59
Ja
Benjamin Bergemann 0:46:01
Ja, um vielleicht nochmal einen Vergleich dazu machen, also wir haben ja im Moment so unwahrscheinliche Big Data-Euphorie. Überall an allen Ecken hören wir, boah, wir können irgendwas mit Daten machen. Das ist nützlich, das ist gut,finden wir auch,nur gleichzeitig muss man sich halt gucken, wer sind diese Akteure, die diese Euphorie verbreiten? Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, wir sind gerade an so einer Stelle, ähmwie in den achtziger, neunziger Jahren, wo wir die Finanzmärkte unwahrscheinlich liberalisiert habenDas ist uns irgendwann auf den äh auf die Füße gefallen, weil damals war eine Euphorie wow, wir können damit großartige Sachen machen, wir können aus wenig Geld mehr Geld machenund so ähnlich finde ich, ist es jetzt auch. Ähm überall steht Daten sind das Öl des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Die entsprechenden, die Firmen haben das schon imoffen Visier, klar, die lobbyieren in Brüssel und die versuchen sich da dafür ideale, deregulierte Märkte zu schaffen.Undwie gesagt ähm im einundzwanzigsten Jahrhundert sind uns dann die Banken auf die Füße gefallen und vielleicht werden uns dann später mal die Daten auf die Füße fallen, wenn wir jetzt unsere Datenmärkte ein schreckliches Wort äh deregulieren.
Andre Meister 0:47:17
Jetzt musst du die Kommentare lesen.
Tim Pritlove 0:47:19
Welche?
Andre Meister 0:47:21
Die dann zu dem Blogpost äh eintrudeln werden.
Tim Pritlove 0:47:25
Zu unserem ja klar mache ich auch, habe ich auch keine Angst vor.
Andre Meister 0:47:30
Nee, ich meinte Benjamin.
Tim Pritlove 0:47:32
Ach so, zum Westpolitik. Ja, mach mal.Na ja gut, ich meine, dass da äh auch verschiedene Meinungen gibt. Das ist ja äh kein äh kein Geheimnis, nicht unbedingt jeder,trägt jetzt, sagen wir mal so die klassische äh Datenschutzargumentation und da muss auch sicherlich ähm bewegt werden, ne,also,finde das ja auch, sagen wir mal vollkommen nachvollziehbar, dass wenn man jetzt in so einem politischen Entscheidungsposition ist, dass man, gerade, wenn man auch noch unter Dauerfeuer der Wirtschaft steht, dass man sich da sehr wohl auch darüber Gedanken machen muss und das jetzt nicht einfach auch nur die Losung sein kann, najanichts mehr an niemanden never äh äh überall. Ja, weil das,Wird auch gar nicht funktionieren. Das ist, glaube ich, auch überhaupt nicht äh also nicht nur politisch nicht durchsetzbar, sondern einfach auch technisch nicht, nicht durchsetzbar und ähm von daher, weil's eben auch so ein sperriges Thema ist, ähm,gehen die wahrscheinlich auch ganz schön unter in dieser ganzen Thematik.
Benjamin Bergemann 0:48:32
Das aber nochmal gesagt, so schlimm ist es dann gar nicht. Dieser Kommissionsvorschlag äh stärkt im Grunde Datenschutzrecht, was seit Mitte der Neunziger durch die EU-Richtlinie gilt.Das heißt, es sind kleine Tweets, wie wir immer sagen. Ähm,bestehenden Datenschutzrecht. Eigentlich geht's nur darum, das mal vernünftig durchzusetzen und dass sich die Betreiber von Internetdiensten mal wirklich daran halten, dass dann halt, wenn ich mich da abgemeldet habe, auch meine Daten gelöscht sind. UndEinwilligung der Nutzerin oder des Nutzers können die Firmen immer noch alles machen,an den Kragen geht's eher nur denen, die da unter dem Radar schwimmen, die ähm,Profile im Netz anlegen, diese ganzen tausend kleinen Firmen und Dienste, die kein Mensch kennt, die äh mich aber über alle größeren Webseiten im Netz verfolgen,den geht's vielleicht so ein bisschen an den Kragen, weil die sind im Moment unter dem Radar, müssen nicht nach Zustimmung fragen. Aber alle,sowieso schon nach Zustimmung fragen, die werden den größten Teil von dem, was sie machen und was auch gut ist, dass sie das machen. Ähm.Werden das weitermachen dürfen,sind kleine Tweets, es ist ganz klassische Verbraucherpolitik, da sollte man sich auch nicht in die Ecke drängen lassen und sagen, boah, das ist jetzt das super Aluhut Thema. Nein, ist es nicht,Google, Facebook und GMX Freemay werden weiter existieren.
Tim Pritlove 0:50:04
Und ich dachte schon es ist vorbei mit der Suche. Ja wenn man jetzt hier mal den äh den Themenhahn da an der Stelle ein bisschen drosseln. Mhm.Pellon und äh ja dann können wir ja nochmal hier so auf ein paar abschließende Kurzmeldungen äh marschieren, wenn ich das richtig sehe, ne?
Andre Meister 0:50:24
Ja, lasst uns ein paar kurze Meldungen machen, äh nachdem wir jetzt schon ziemlich harten Stoff haben, ich.Ich schiebe trotzdem noch ein hartes Thema ein, einfach nur ab, weil's auch wichtig ist. Äh Benjamin schreibt immer zur Datenschutzverordnung, nicht acta, aber genauso wichtig. Ja, wir haben tatsächlich auch ein neues Akta.Dass also zwei, aber nur eins, was uns unmittelbar betrifft, äh taff da.
Tim Pritlove 0:50:48
Haben sie sich wieder ein neues neues Kürzel.
Andre Meister 0:50:49
Genau. Das transatlantische Freihandelsabkommen taffter, manchmal auch unter dem Namen TTIP äh bezeichnet. Das ist dasselbe. Äh taff da finden wir besser,Äh was war das hier? Die Süddeutsche hat das, glaube ich, mal als.
Tim Pritlove 0:51:06
Warum findet ihr das besser? Weil's mir nach Acta klingt.
Andre Meister 0:51:09
Ja und weil's auch äh zeigt, was es macht. Äh wir haben jede Menge äh also Tough da steht für Freihandelsabkommen.
Tim Pritlove 0:51:19
Und CTIP.
Andre Meister 0:51:20
Steht für,und wir kennen durch äh NAFTA und andere Afters äh können wir taffa tatsächlich genau in die äh Tradition der Freihandelsabkommen,stellen und die Süddeutsche, wie gesagt, dass man als Wirtschaftsnator bezeichnet. Also das was im Februar Obama und EU Kommission, glaube ich, angekündigt haben, äh ein gemeinsames Freihandelsabkommen,Stärkung der Wirtschaft, Abbau der Handelshemmnisse zwischen äh ja transatlantik vor allem äh USA und EU.Das wird auch derzeit verhandelt. Von der Kommission und USA und äh ja ähm äh,Lobbygruppen, die den Zugang dazu haben und,Ja, wahrscheinlich äh ist da auch Urheberrecht äh beziehungsweise geistiges Eigentum, wie Urüberrichte, Markenrechte, Patente und so weiter,Teil von diesem äh Verhandlungsmandat, wo haben mehrmals angekündigt, befürchteten befürchten wir seit langem,Letzte Woche hat das EU-Parlament eine Resolution zum Verhandlungsmandat der EU äh dazu gegeben. Auch die sagen, dass das geistige Eigentum da ruhig mal mit behandelt werden kann und das ist im Endeffekt genau das, was wir bei,AGDA hatten eine internationalen äh Freihandelsabkommen. Da sitzen hinter verschlossenen Türen,mal wieder Vertreter von mehr oder weniger demokratischen Institutionen delegiert, wie irgendwelche Abgeordneten der EU Kommission, wir wissen noch nicht mal genau, wer sagt uns ja niemand, wer dort genau sitztäh aber teilweise,auch äh Lobbygruppen mit am Tisch verhandeln über den äh Handel, Handelsabkommen, Handelsbestimmungen,von EU und Europa, aber unter anderem eben auch geistiges Eigentum.
Tim Pritlove 0:53:23
Und und und äh die Meldung, dass das EU-Parlament äh ein Verhandlungs, also ein was er bisher beschlossen wurde, ist, ist das, dass man verhandelt.
Andre Meister 0:53:34
Das wurde announced, das wurde nicht beschlossen. Äh das verhandelt wird, das haben EU-Kommissionen und äh USA, Außen- oder Wirtschaftsministerium, wer auch immer dafür verantwortlich ist, unter sich ausgemacht,Jetzt hat das äh EU-Parlament auch eine Meinung dazu abgegeben. So, wenn ihr schon verhandelt, dann hätten wir gerne,Bitte, bitte, dass ihr unsere äh ja Besorgnisse,und Meinungen auch mit in die Verhandlung tragt. Also das Parlament hat so eher seine Meinung abgegeben letzte Woche. Die Verhandlungen laufen schon äh länger. Die Idee gibt's auch schon mehr als zehn Jahre,ähm announct wurde die Verhandlungen im Februar. Aber das Problem ist wie bei ActA,da ist eben genau die, nicht nur die Parallele, das sagt's geistige Eigentum da drin ist, sondern auch wir wissen nicht, wer da verhandelt, wir wissen nicht wann wo verhandelt wird, wir wissen nicht, was verhandelt wird bis irgendwann zum Schluss ein Abkommen, ein offizielles Abkommen präsentiert wird,wie bei Acta,dann heißt hier, friss oder stirb. Im Übrigen sind da unten im klein gedruckten auch unsere äh ja Vorstellungen von, wie das mit den geistigen Eigentum,geregelt werden sollte. Und die, ja, Befürchtung ist, dass das eben nicht gerade zu unseren Gunsten ausfällt.Hätte mir vom Parlament wenigstens gewünscht, dass die sagen ja ihr könnt gerne verhandeln, aber wir wollen vollkommen eine Transparenz haben und wir wollen mitreden,Das hat sich das Parlament nicht getraut irgendwie.Auf jeden Fall, wir wissen noch nicht, was da drin steht. Ist ja geheim, aber wir sollten das auf dem Schirm haben äh und äh Markus und ähnliche Leute haben schon öfters mal Interesse, ein Mikrofone gesagt, also geistiges Eigentum sollte da ausgeklammert werden.
Tim Pritlove 0:55:14
Was heißt denn das? Das Parlament hat sich nicht getraut. Welcher Teil des Parlamentes hat sich denn da nicht getraut? Ist das jetzt auch wieder hier so diese klassische äh konservativ Liberal gegen.Sozialistengruppen oder ist das eher so 'ne nationale Splitung?
Andre Meister 0:55:31
Das war nee, das die Abstimmung des Plenums letzte Woche waren äh Liberale und Konservative waren für diesen äh Beschluss,dass der sagt, bitte verhandelt und geistiges Eigentum darf und soll auch Teil davon sein.
Tim Pritlove 0:55:49
Und auch Geheimbitte.
Andre Meister 0:55:51
Äh wir würden gern so viel Transparenz wie möglich haben, bitte. So ungefähr steht da drin, also ja genau.
Tim Pritlove 0:55:59
Ja, genau. Mhm.
Andre Meister 0:56:01
Ähm ich glaube auch große Teile der Sozialdemokraten haben das mitgetragen. Die meisten der Linken und der Grünen waren dagegen, wenn auch nicht alle. Die hatten auch teilweise eigene,Vorschläge, die dann aber nicht angenommen worden sind.Nur als kurze Meldung, schon wieder viel zu viel gequatscht. Äh taffer läuft. Und die Gefahr ist, dass das tatsächlich ein neues ActA wird.
Tim Pritlove 0:56:29
Okay, mal wieder eine neue Abkürzung, die man.
Andre Meister 0:56:32
Ja, wir haben auch noch eine. TPP. Das ist nochmal dasselbe, nur nicht in transatlantisch, sondern in transparzifisch.Das läuft tatsächlich schon 'ne ganze Weile zwischen Nordamerika, Südamerika und ein Pazifikstaaten da wir genug damit zu tun haben alle Bundesländer, Deutschland und Europa zu beobachten,haben wir das so ein bisschen der IFF und anderen Organisationen überlassen, poste ich gleich mit in das Wordpress,auch das wird derzeit verhandelt und davor warnt die IFF auch mit einem lustigen Erklärbär Video.Wird verlinkt.
Tim Pritlove 0:57:13
Okay, wird verlinkt.
Andre Meister 0:57:16
So, wollen wir noch ein bisschen Spaß zum Schluss? Es ist nicht alles so trocken, so hardcore, ne, wenn der Linus nicht da ist, dann wird das immer so so detailliert und nicht so lustig.
Tim Pritlove 0:57:25
Ja, ja klar, wir können jetzt auch zum unterhaltsamen Teil äh der Sendung kommen.
Andre Meister 0:57:30
Ulberechtsrolle.
Tim Pritlove 0:57:31
Urheberrecht.
Andre Meister 0:57:37
Ja, du musst jetzt bald äh Software auf deinem Mac installieren, die überprüft, ob du äh ja, ob alle deine urheberrechtlich geschützten Werke, ob du die auch legal benutzen darfst und wenn nicht,Dann wird so der Bildschirm gesperrt und du musst irgendwie.Das sagt das sagt die US-Entertainment Industrie und zwar eine lustige gibt mir eine Minute,Eine lustige Institution namens die Commission.IP Commission. Das ist überhaupt äh die haben ich fange mal von vorne an. Das ist eine lustige Organisation. Habe ich vorher noch nie gehört. IP-Commission.Und die setzen sich zusammen aus,einer von Intel, der ehemalige US äh also ist eine amerikanische Organisation, der ehemalige äh was heißt Ambassador, Botschafter,USA in China,so ein paar und deren Mission ist es, also die haben halt irgend so 'ne Lobbyorganisation gegründet und die haben deren Organisation hat drei Ziele,Sie wollen den, dass den Diebstahl und den Raub vom geistigen Eigentum untersuchen, quantifizieren.Was China damit zu tun hat.Und dann äh angemessene äh gesetzliche Regelungen und Bestrafungen dagegen unternehmen. Und die haben jetzt so einen Lust.
Tim Pritlove 0:59:16
Sagen wir mal so konform mit der aktuellen Feindbildlage argumentieren, ja? Mhm.
Andre Meister 0:59:20
Der sagt, das ist alles noch viel schlimmer, als wir das vorgestellt haben und die Chinesen sind überall und die klauen unser geistiges Eigentum, das Öl des einundzwanzigsten Jahrhunderts.
Tim Pritlove 0:59:32
Deswegen müssen wir jetzt auch, dass tun dürfen, was die Chinesen auch alle die ganze Zeit machen, nämlich böses, überall installieren, damit wir überhaupt noch eine Chance haben, unsere Copyrights Geschichten durchzusetzen.
Andre Meister 0:59:42
Genau, sie hätten gerne so einen lustigen.Software, die auf.
Tim Pritlove 0:59:46
Nach dem Motto äh interessiert uns nicht, dass Soni da vor ein paar Jahren äh ordentlich hat für einstecken müssen, dass sie irgendwie so äh ein Trojaner mit auf den Rechner geschoben haben. Wir hätten das jetzt gerne einfach mal legalisiert.
Andre Meister 0:59:56
Ja genau, die schreiben auch dazu so also ich weiß nicht, ob das Wort Soni fällt, aber sie stellen sich direkt in diese Tradition und diese paar Leute, von denen auch manche tatsächlich juristische Erfahrungen haben, schreiben, ja, so eine Software,das ginge gerade noch so legal unter amerikanischen Recht und deswegen hätten wir das gern.
Tim Pritlove 1:00:15
Welchem amerikanischen Recht, dem Ausnahmegesetzen im Kriegszustand oder den.
Andre Meister 1:00:20
Wegesisting, keine Ahnung, welche Gesetze das sind.
Tim Pritlove 1:00:27
Na ja vielleicht die, die in Guantanamo gelten.
Andre Meister 1:00:30
Ja aber sie sagen dann auch, was nicht geht, ist, sie sie würden ja auch gern die äh entsprechend Urheberrecht verletzenden Dateien auch einfach mal löschen und so, aber das geht dann leider noch nicht äh unter existierenden äh Gesetzen.
Tim Pritlove 1:00:45
Was kommt als nächstes?
Andre Meister 1:00:47
Ja, als nächstes.
Tim Pritlove 1:00:48
Nippelclips, mit Stromstößen irgendwie, die direkt seinen Laptop angeschlossen werden irgendwie. So als Instantanbestrafung.
Andre Meister 1:00:56
Also Sony ist das eine, was da sofort äh in den Kopf kommt, Sony hatte Rotkids mit Audio-CDs ausgeliefert, ähm.
Tim Pritlove 1:01:04
Das war schon echt Hardcore.
Andre Meister 1:01:06
Die sind da für, ich weiß nicht, ob sie dafür verklagt worden sind und verurteilt worden sind. Sie haben das dann gestoppt, aber ich glaube eher auf öffentlichen Druck und nicht auf äh einer konkreten Klage. Müsste man aber nochmal äh.
Tim Pritlove 1:01:19
Recherchieren, da weiß ich auch nicht wie es ausgegangen ist, auf jeden Fall ist das so ein Imageschaden, den sie da sich abgeholt haben, den will jetzt auch nicht unbedingt jeder haben.
Benjamin Bergemann 1:01:25
Ja, aber in anderen Bereichen ist es doch ganz normal. Also ich war ich glaube, ihr seid einfach nur nicht in dieser Filter-Bubble, aber bei diesen ganzen Computerspielen läuft es doch de factooder so. Ich hatte irgendwie neulich den äh kleinen Bruder von meiner Freundin zu Gast und habe irgendwie im Media Markt, habe mir irgendwie so ein altes FIFA geklärt und wollte es auf den Computer von meiner Freundin installieren, seit langem mal wieder an einem Windows-Computer gesessen und dann ähm,dich erstmal, um dieses Spiel zu spielen, muss man halt auch noch so eine Begleitsoftware installieren, so was ähnliches wie Steam,Nur halt äh für EA Games, das heißt, bei denen irgendwie ein bisschen anders.
Tim Pritlove 1:02:01
Also das Team, dass dieser Onlineshopping für Games äh.
Benjamin Bergemann 1:02:05
Genau, also halt um FIFA zu starten, dieses Fußballspiel musst du diesen extra installieren und dieser extra Klein, das sagt er dir auch relativ ähmgut, du wirst also gut informiert, machst einen Explusdass ähm dass der, der, dass der auf deinem Rechner guckt, ob du nicht ähm,Copyright Scheiße drauf hast, also ob du nicht schon mal ob da nicht ein gecracktes EA Spiel oder so drauf ist, also das ist in so in diesem Gamesbereich ist das ganz normal.
Andre Meister 1:02:36
Stimmt, die gehen ja auch dazu über immer eine Internetverbindung, selbst für Offline-Games zu fordern, um eben mit den zentralen Servern kommunizieren zu können, was sind neue Hash-Listen von verbotener Software und wir melden das dann natürlich zentral, welche Software du installiert hast.
Benjamin Bergemann 1:02:52
Genau in dieser Gamerlobby ist das halt nicht Gamer Lobby bei den Gamern, ist das halt ganz normal, nur was ich sagen wollte, die haben halt in dem Sinne keine Lobby, beziehungsweise da, gibt's, glaube ich, auch wieder diese berühmte einfach nicht.
Tim Pritlove 1:03:07
Die sitzen alle vorm Bildschirm und schreien, ich will ein.Da ist ihnen dann egal, was installiert wird. Das ist natürlich ein bisschen schade. Hm.
Andre Meister 1:03:18
Man kann sehen, Benjamin liest Datenschutzerklärungen. Aber ich glaube, die lustige IP-Commission.
Tim Pritlove 1:03:24
Hast du noch andere Hobbys?
Andre Meister 1:03:27
Ich glaube, die IP-Kommission, die hätte das gerne allgemeiner, nicht nur mit spezifischer Software, die ausgeliefert wird, sondern so äh in general per Deefolk auf jeder Windows.
Tim Pritlove 1:03:36
Einfach mal alle mal so überwachen und so. Hm.
Andre Meister 1:03:40
Genau und ähnlich lustige Sachen hören wir aus der Schweiz,Also ich äh zur Einordnung, ich glaube und hoffe, mein gesundes Menschen und USA Bild sagt, dass es nur eine bescheuerte Lobby und das wird niemals eine Chance haben äh zu einem Gesetz.In der Schweiz äh sind blöde Forderungen, tatsächlich ein kleines bisschen konkreter.Und zwar gibt's da in der im Justizministerium eine Arbeitsgruppe.Optimierung der kollektiven Verwertung von Urheberrechten und Verwandtenschutzmaßnahmen? Und die haben offenen Treffen äh Anfang Mai,auch ein paar Vorschläge zum Urheberrecht gemacht,unter anderem, also so einmal, was soll hier so ein schönes Zitat, einmal die ganzen schlechten, das Schlimmste aus Frankreich, den USA und Deutschland kombiniert.Also wir wollen einmal Netzsperren gegen.
Tim Pritlove 1:04:39
Optimierung der kollektiven Verwertung von Urheberrechten. Und Verwandten, Schutzrechten, was sind denn die Verwandtenschutzrechte von Urheberrechten?
Andre Meister 1:04:50
Ja, das sind dann so Leistungsschutzrechte und sowas.Ähm genau, sie wollen unter anderem Netz sperren gegen Urheberrechtsverstöße.
Tim Pritlove 1:05:06
Wow, der aktuell.
Andre Meister 1:05:08
Ja, die Schweiz hat zwar kein Gesetz, zu Netzsperren,Die haben aber so mehr oder weniger freiwillige Vereinbarungen, also auch ohne Verträge, wie Ursula von der Leyen das damals machen wollte, vor dem Gesetz. Äh die zwei großen Provider, die machen einfach mal Netzsperren von so einer Filterliste.Äh der.
Tim Pritlove 1:05:28
Die machen das jetzt schon.
Andre Meister 1:05:29
Die machen das jetzt schon gegen, aber gegen äh Kindesmissbrauchsdokumentationen. Äh.
Tim Pritlove 1:05:35
Ach so, das ist sozusagen nur für das Gute sozusagen.
Andre Meister 1:05:38
Genau, das gute TM beziehungsweise Kindesmissbrauchsdokumentationen und äh es gibt da auch noch zwei, drei ähm Gerichtsbeschlüsse,auch einzelne Seiten sperren. Das ist aber ziemlich schweizbetifft, also irgendwie Apple, OPler dot org, äh,weiß überhaupt nicht, was dahinter ist, aber das hat nichts mit Kindesmissbrauchsdokumentation zu tun. Das ist aber die übliche, wenn die Strukturinfrastruktur immer da ist,sagen natürlich auch Gerichte, ja, jetzt habt ihr keine Ausrede mehr, äh auch diese Seite, wo sich Person X voller mitfühlt.
Tim Pritlove 1:06:13
Und wer soll da ähm nach diesem Modell äh die entscheidende ähm Instanz sein, die solche Sperlisten definiert.
Andre Meister 1:06:24
Die sogenannte Cobik, die das jetzt schon macht, das ist die schweizerische Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität,und die sammeln jetzt schon, es gibt ja so ein EU-Verbund von äh Polizeibehörden, die Filterlisten mit Kindesmissbrauchsdokumentation im Internet äh zusammenstellen,und die sind mit den nationalen Behörden unter anderem der Cobik ziemlich eng in Kontakt und die melden das schon bisher an jadie Provider, die dann sperren. Und da sollen jetzt eben auch äh offensichtlich illegale Quellen, was auch immer das ist,die urheberrechte Verletzung mit aufgenommen werden.
Tim Pritlove 1:07:07
Ja, das erinnert mich, dass wir sozusagen immer noch kein äh funktionierendes Korrespondentennetzwerk in den in der Schweiz aufgebaut haben.
Andre Meister 1:07:14
Je kleiner. Lass uns das mal.
Tim Pritlove 1:07:17
Genau. Ich habe da auch schon mal gehört, dass wir mal jemand haben, aber wir müssen mal sozusagen mal in gehen.
Andre Meister 1:07:23
Aber wir hatten heute schon zwei Gäste und der dritte, der schon.
Tim Pritlove 1:07:25
Ja, nee, nee, das muss ja jetzt nicht gleich sofort sein, aber perspektivisch müssen wir, glaube ich, auch mal die Schweiz ein wenig in den Fokus nehmen, weil da sind ja auch jeden Fall auch ausreichend idiotische Ideen in der Welt.
Andre Meister 1:07:39
Genau, unter anderem wollen sie natürlich auch äh.Und äh Provider sollen angeblich offensichtlich illegale Inhalte,ziemlich schnell mit runternehmen und sonst rechtlich dafür verantwortlich werden. Die Sachen wie das im Endeffekt aussieht, haben wir schon oft genug mit dem DMCA gesehen. Also da wird im Zweifel eher zu viel als zu wenig weggenommen.Weil gibt ja auch kein Gericht,gerichtliche Prüfung vorher ist jetzt was illegal oder nicht, sondern Firmen scannen halt im Auftrag der äh Verwertungsgesellschaften das Netz und da fallen dann so Listen,raus, wo unter anderem dann irgendwie der TPP AFK der,zäh lizenzierte Film auch mal mit gesperrt wird, weil hat irgendwie ja der Filter angeschlagen.Einmal, einmal das Schlimmste aus Frankreich, Deutschland und den USA.Will eine Arbeitsgruppe des Justizministeriums der Schweiz. Mal sehen, ob die damit durchkommen. Ich hoffe nicht.Und unsere Schweizer Korrespondenten auch nicht.
Tim Pritlove 1:08:45
Meine Herren, ey. Das ist irgendwie äh ich würde mich nicht wundern, wenn sie morgen nochmal äh,Initiative für die Imagente Verhinderung von Internet äh Libertät äh losbringen. Evil.Wo sozusagen,einfach mal alles, alles drin ist, dass er irgendwie schon jemals in solchen Gesetzen eingerührt haben so, von irgendwie Installation bis hin,Ja, Hausarrest irgendwie auf Knopfdruck und so weiter, das einfach zu Hause sofort die Gitter runterfallen, wenn irgendwie auch nur das falsche der falsche Link angeklickt wurde.Ist noch einiges zu zu leisten,Und was bleibt? Was steht an? Was ist äh der Ausblick? Ihr seid viel in Europa äh unterwegs. Wird euch der Weg demnächst einmal wieder nach Brüssel oder ähm.Eher so seltener Ausflüge.
Benjamin Bergemann 1:09:43
War es eher so ein seltener Ausflug, weil das ja auch immer so ein Finanzierungsproblem ist. Und für dieses Barcamp von Edri gab's dann mal Mittel, aber die Rege ist das nicht. Und zum Beispiel, ich glaubeähm dieser einen Fördertopf, den die angezapft haben für die Datenschutzreform, der ist jetzt, glaube ich, auch alle.
Tim Pritlove 1:10:01
Also ein akutes Unterfinanzierungsproblem.
Andre Meister 1:10:05
Wichtig da kommt halt viel her was dann hier wo es dann hier heißt wo kommt das denn auf einmal her und jetzt können wir aber eigentlich gar nichts mehr dran ändern.
Tim Pritlove 1:10:16
Ja. Wie läuft's denn jetzt eigentlich hier mit dem äh Spendentopf für Netzpolitik Org?
Andre Meister 1:10:21
Die Spendenkampagne von Netzpolitik hat von den angepeilten fünfzigtausend, die das Projekt im jedes Jahr quasi auch im aktuellen Jahr Verlust macht,jetzt sechsundzwanzigtausend Euro per Crowdfunding eingenommen. Das ist die Hälfte und das ist quasi haben wir vom laufenden Jahr zwanzig dreizehn bis zum Juni,soweit finanziert, dass wir 'ne schwarze Null haben,freuen uns jetzt, wenn möglichst viel äh von Spenden auch auf äh Daueraufträge überführt werden,vor allem direkt auf Konto, geht aber auch PayPal und das ganze Zeug, aber direkt Konto hat irgendwie die wenigsten Gebühren, die die ja ist am einfachsten,zu händeln.
Benjamin Bergemann 1:11:09
Und dann datenschutzfreundlichsten.
Andre Meister 1:11:11
Genau, weil die Bank kriegt das ohnehin mit, ob man's über nochmal über Paypal oder Flatter piept oder nicht. Also,sind jetzt nach sechs Wochen nicht die die erhofften fünfzigtausend drin. Äh die Hälfte. Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender und wir würden uns freuenWenn ja, wenn einige Leute, die dadrauf Bock haben, die das Projekt Netzpolitik ORG mögen, äh sich auch überlegen, eventuell einen kleinen Dauerauftrag, ob das jetzt ein oder zehn Euro ist, äh einzurichten.
Tim Pritlove 1:11:43
Genau, oder so eine kleine, falls ja auch nicht jeder einfach zweimal drauf klicken und so und dann kann man dann einfach jeden Monat sein Autoklick ausführen lassen.
Benjamin Bergemann 1:11:53
Ja, cool.
Tim Pritlove 1:11:54
Gut, dann äh haben wir's wahr? Super. Benjamin, vielen Dank,Danke auch nochmal hier an Johannes, den wir schon äh rausgeschmissen haben. Und ja, danke Andre hier. Nächste Woche geht's dann weiter hoffentlich mit Dinos, wenn ihr aus der Diaspora wieder äh zurückkehrt. Vielleicht bleibt er auch da, wer weiß?
Andre Meister 1:12:14
Kein Problem, erstmal habe ich endlich Thomas wieder überholt. Hier haben wir hier so ein kleines Battle am Laufen.Und dann fahren wir jetzt alle zusammen raus zu Linus in den Schlamm, oder? So, wir sagen tschüss. Ciao. Ciao, ciao.
Tim Pritlove 1:12:24
Okay, alles klar. Brauchst nur den Schlamm. So, wir sagen tschüss, bis bald. Tschau, tschau.
Benjamin Bergemann 1:12:29
Ciao. Ciao ciao.

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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann 0:00:00
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Klavier spielen.
Linus Neumann 0:00:06
Ich verweigere die Aussage.
Tim Pritlove 0:00:07
Könnte teuer werden.Ja, ich mir so vorstelle, man muss so als armer Straßenmusikanter sich seine Brötchen verdienen, könnte schwierig werden, ne. Aber dazu kommen wir dann später, oder? Später. Ja.
Linus Neumann 0:00:42
Dafür kommen wir später. Ich muss erst noch zwei Sachen loswerden.
Tim Pritlove 0:00:45
Ja. Wir sind ja, also ich bin ein bisschen müde heute, ein bisschen kommen nur langsam hinterher.
Linus Neumann 0:00:51
Tim, ich äh genau und ich nutze die Gunst der Stunde, um äh meinen ähm äh Republika Vortrag noch einmal zu bewerben. Ähm.
Tim Pritlove 0:00:58
Ah ja, mach mal. Ähm hat mir letztes Mal noch nicht getan.
Linus Neumann 0:01:02
Du hast mich abgebrochen. Ich wollte den bewerben. Du hast gesagt, wir sollen bitte beim Thema bleiben.
Tim Pritlove 0:01:07
Ja, das war wichtig.
Linus Neumann 0:01:09
Ja du äh das war ja der letzten Folge ja ohnehin wichtig, dass wir beim Thema bleiben. Die ist aber äh trotzdem äh gut angekommen. Ich dachte ja, wir wären etwas wirr, aber ähm der der das Flatrometer ähm.
Tim Pritlove 0:01:21
Ah, das habe ich noch gar nicht.
Linus Neumann 0:01:22
Bei der letzten Sendung ist zufrieden,Äh genau, mein Vortrag heißt äh die Trolldrossel Erkenntnisse der empirischen Trollforschung, wobei der Name Trolldrossel erst äh nachher dazukam.In Anlehnung an äh die Drossel habe ich also auch ein kleines Konzept entwickelt, wie man das mit Trollen machen kann. Habe ich äh habe ich verlinkt.
Tim Pritlove 0:01:39
Trolltross.
Linus Neumann 0:01:45
Und äh ist ein äh Vortrag, der also ich wir bekommen da gutes Feedback für. Den habe ich ja gehalten zusammen mit Michael Kreil,und äh dem guten Erlehmann,Und äh ich merke auf Merkel, auf dem Twitter und so und auf dem Abgrund nicht, dass die Leute den mögen. Und ich möchte, dass denen noch mehr Leute mögen. Deswegen gibt's eine Aufzeichnung.
Tim Pritlove 0:02:06
Du hast ja auch selber aufgezeichnet, ne?
Linus Neumann 0:02:08
Ja, ich habe, äh kann ja auch kurz erzählen. Ich äh war ähm auf Stage sechs, wo es keine Aufzeichnungsmöglichkeit gab. Aber ich habe an einer der PA-Boxen einen drei Pull XLR entdeckt und dann ein Kabel äh da reingestepftund äh selber aufgezeichnet.
Tim Pritlove 0:02:25
Das ist echt ein guter Tipp, das wusste ich das war mir selber auch noch nicht so bewusst, dass diese ganzen Aktivboxen, die normalerweise auf Konferenzen rumstehen halt so ein Daisy Chain Verfahren haben und man da eigentlich immer auch einen XLR Ausgang hat, wo ein normales Leinsignal bei rausfällt,und da kann man sich halt ran stöpseln so.
Linus Neumann 0:02:42
Erst so zehn Sekunden auf das Mischpult geblickt und geguckt, ob ich da jetzt irgendwie was ich da alles rausziehe, umstöpseln und anders löten muss und habe dann gedacht, ach, weißt du?Das gibt nur Ärger. Und dann habe ich halt äh ja.
Tim Pritlove 0:02:54
Ja. Ja, man hängt auch im Zweifelsfall einfach am falschen Port.
Linus Neumann 0:03:00
Genau und dann hängst du wieder falsch und mach irgendeinen Scheiß. Und dann habe ich äh äh gibt's bei im im Mac Präsentationsprogramm Keynote die Möglichkeit und das äh gibt's bei PowerPoint auch die Möglichkeit aufzuzeichnen. Also das ähm.
Tim Pritlove 0:03:14
So wie man die Slides geklickt hat, dass das dann quasi als Video rausgerindert wird.
Linus Neumann 0:03:19
Der hat dann jetzt äh ich hätte ja jetzt auch noch das das Audio Interface wieder an den Computer stopfen können, aber äh ich habe die Aufzeichnung dann über das normale MacBook äh Mikrofon gemacht. Ich wollte ja einfach nur, dass der,sich das Klickverhalten habe und das konnte man dann am Ende rausrennen als ein HD Video,die Folien und dann habe ich die andere, die schöne, gute, äh, saubere Tonspur drunter gelegt. Einmal durch den Offonic geworfen und äh, super.
Tim Pritlove 0:03:45
Ja, da ärgere ich mich jetzt ehrlich gesagt, warum ich das nicht auch gemacht habe. Also warum mache ich nicht einfach selber mal von meinem Slideverhalten,Allein schon zur Selbstüberprüfungszwecken, aber natürlich auch um so eine Audio Slide Only Geschichte, ohne jetzt immer,Guckt mal auf die Fresse, Videos äh machen zu müssen oder eine Alternative dazu zu haben zumindest.
Linus Neumann 0:04:05
Wer ältere äh ältere macOS-Versionen hat, kann auch ein Programm nutzen mit dem Namen Profcast. Ähm,das habe ich früher an der Uni öfter genutzt, dass ähm da kannst du sogar solche Scherze machen wie, also du kannst ein MP vier Video machen, du kannst aber auch MP,Also ARC Audiodateien machen, die Procepter, dann die Slide als Bild haben,sodass du äh da eine relativ kleine Datei hast, die du aufn ähm aufm iPod oder so anschauen kannst und trotzdem dann in den, in den,oder in iTunes, in der Übersicht auch immer die Slide, über die du gerade redest. Das ist schon äh gibt's ganz interessante Lösungen, aber dieses Profcast haben die irgendwie nicht weiterentwickelt. Das läuft mit der aktuellen Mac US Version irgendwie nicht. Warum auch immer.Ja, das auf jeden Fall ähmso für für nebenbei, äh einfach mal äh noch den Vortrag mit aufzeichnen, eine ganz, ganz gangbare Lösung. Wie gesagt, wer fünf Minuten länger investiert,und die Boxen nicht so so weit weg von seinem eigenen Rechner stehen hat, kann dann auch direkt das das als Interface wieder in den eigenen Rechner geben und sich den den einen.
Tim Pritlove 0:05:15
Auch äh schöne Views äh schon erzeugt hier. Sieht man das irgendwo?
Linus Neumann 0:05:22
Was meinst du mit Views?
Tim Pritlove 0:05:23
Na ja, was du so, was es schon geklickt wurde. Na ja, immerhin schon dreitausend Mal. Geht ab.
Linus Neumann 0:05:28
Ja, für irgendwie Mittwochmorgen, Stage6, äh halbe Stunde ähm war das, glaube ich, ganz, ganz äh.
Tim Pritlove 0:05:35
Ist auf jeden Fall ganz amtlich, ja. Aber du bist noch nicht sozusagen in offiziellen Republika äh Kanal.
Linus Neumann 0:05:42
Muss das ja selber machen, denn ähm der Michael hat ja noch irgendwie dann alles zusammen gescrapt und ähmhat der, glaube ich, das, was der inoffiziell ist ja immer besser und Michael hat jetzt quasi die Selbstaufzeichnung auch noch direkt mit da reingekratzt. Also es gibt irgendwie auf Gitter oder so, müssen wir auch gleich nochmal verlinken für Michael, irgendwie so eineSammlung. So viel dazu und ähm zwei Tage nach der Republika,er eilte mich dann äh er eilte mich dann das Böse, mich eil in die Unheulde und äh haben,Auto aufgebrochen. Ich habe einen VW-Bus, mit dem ich dann noch ein bisschen Urlaub machen wollte. Und ähm,Der wurde also in einer etwas äh nicht so überwachten Stelle geparkt, damit wir einen Waldspaziergang machen könnten konnten und als wir zurückkamen, ähm hatte der eine Seitenscheibe weniger,und ähm es fehlte eine Tasche,in der sich so ein paar Sachen befanden von mir, darunter mein Laptop. Ja, ich hab jetzt,Erstmal kein MacBook mehr.
Tim Pritlove 0:06:56
Aber in deinem Fall datentechnische wahrscheinlich kein Problem. Ich vermute voll Verschlüsselung und.
Linus Neumann 0:07:02
Verschlüsselung mehrfacheh viel Lok. Ich mach da auch nochmal irgendwie 'n Blogbeitrag wie man also sorgenfrei sich die den Rechner klauen lässt und ehin dem in dem in dem in dem wohligen Genuss schwebt, dass auf jeden Fall die Daten ähm weder äh einsehbar noch verloren sind,und ähm zweitens äh,noch die Genugtuung hat das jetzt sagen wir mal jemand der jetzt nicht wirklich genau weiß was er tut diesen Rechner noch nicht mal mehr benutzen kann weil ich nämlich,dafür gesorgt habe, dass ähm dieser Rechner von nichts anderem bootet als der SSD, die da reingelötet ist.
Tim Pritlove 0:07:40
Ach. Oh.
Linus Neumann 0:07:42
Alles jetzt natürlich äh.
Tim Pritlove 0:07:44
Das lässt sich auch nicht mehr also lässt sich schon irgendwie theoretisch.
Linus Neumann 0:07:49
Wie gesagt.
Tim Pritlove 0:07:50
Führen, aber.
Linus Neumann 0:07:51
Also das lässt sich rückführen, ähm der Aufwand ist äh dann aber, denke ich, relativ hoch,und ein Aufwand, den Leute, die im Wald rumrennen und Autoscheiben einschlagen, äh im Zweifelsfall nicht äh zu leisten, in der Lage sind,Genau, also Efi Log, MacBook, einmal in den äh mit Apfel Air in den äh Recovery Modus und dann kann man das Efi Log setzen und dann setzt es quasi das gibt es,ein Passwort, was gefragt wird, wenn man von irgendeiner anderen, also wenn man irgendetwas anderes machen möchte, als von der,von der, von dem Datenträger Buten. So, das heißt, da ist jetzt eine eine verschlüsselte, eingelötete SSD,und dass MacBook weigert sich von irgendwas anderem zu buten, auch nicht von der Recovery-Partition.
Tim Pritlove 0:08:35
Es sei denn, es gibt Passwort, aber das Passwort hast du wahrscheinlich nicht, nicht unten dran geklebt.
Linus Neumann 0:08:38
Habe ich nicht auf das MacBook? Nee und ähm ja, ich wünsche den Diemen also viel Spaß mit diesem Türke, den sie jetzt da haben. Viel mehr äh.
Tim Pritlove 0:08:45
Ja, nee, aber das geht schon ganz gut mit so einem MacBook Pro, ne?
Linus Neumann 0:08:52
Ähm äh das sind eher war ein eher, ja.
Tim Pritlove 0:08:54
Ach so, ja, ach das ist ja praktisch. Ja dann, ist ja.
Linus Neumann 0:08:57
Ne? Ist also richtig guter Türkei. Ähm.
Tim Pritlove 0:08:59
Ähm da gibt's dann nochmal einen Flatterknopf extra heute, wa?
Linus Neumann 0:09:03
Genau, ich habe äh also ich äh bin ja nicht so äh ich finde diese Crowdfunding mir ein Rechneraktion eigentlich immer ein bisschen bedenklich, vor allem beiPersonen, die äh die finanziellen Mittel haben, sich einen neuen Rechner zu kaufen und ihn noch dazu durch eigene Dummheit verloren haben. Äh zu diesem Personen zähle auch ich,Ähm das heißt, ich werde mir ähm dann einen neuen Rechner irgendwie kaufen müssen. Ich habe jetzt erstmal so ein altes Ersatzgerät,Aber wer mich in den Zeiten des des Schmerzes den verursacht natürlich Schmerzen, diese Ausgaben allein schon das Auto zu reparieren und so und meine schöne Tasche, meine Tasche war so neu. Die das ist eigentlich das Ärgerlichste, die Tasche, ne, weilwar so teuer, die kaufe ich mir nicht nochmal,ähm wer mich ähm also wer mich da jetzt unterstützen möchte, dafür habe ich nochmal auch ein dann einen Link in den Shownotes, dass man mich direkt flettern kann.
Tim Pritlove 0:09:56
Ist das so eine so eine ganz tolle Tasche, irgendwas, also ich.
Linus Neumann 0:09:59
Das war eine eine schöne Radkurier-Tasche, die ich mir erst vor Kurzem gekauft habe,Das war äh das war schon ärgerlich. Ansonsten war da noch, weiß ich nicht, Klamotten und so in in also,Das Doofe ist halt auch, wie gesagt, die Typen, die das jetzt irgendwie eingeschmissen haben, ähm die haben da jetzt nix. Also da ist nix dabei, was also außer der Tasche,ist da nichts, was sie verwenden können.
Tim Pritlove 0:10:24
Du weißt, dass jetzt alle wissen wollen, was das für eine Tasche war, ne? Wir schmeißen das dann auch noch mit in die.
Linus Neumann 0:10:28
Das war ähm ich google das schnell, der der Marke Doc Eleven, eine äh Kreuzberger Hamburger äh Gruppierung, die irgendwie coole,coole Taschen machen.Wobei ich's irgendwie jetzt nicht finde. Also ich finde jetzt erstmal gerade irgendwas anderes. Äh Dock eleven, Kurier, Taschen.
Tim Pritlove 0:10:55
Machen wir dann nachher. Jetzt muss ich die.
Linus Neumann 0:10:56
Dock eleven Urban Container, Stock Eleven Bags dot com, ja, da meine schöne Tasche haben sie mir geklaut. Wer die sieht, äh.
Tim Pritlove 0:11:05
Jeder jeder der mit so 'ner Tasche rumläuft.
Linus Neumann 0:11:07
Fort aufs Maul.Schöner VW-Bus. Na ja, okay, also ähm genau, wer mir da, wer mir da ein bisschen Unterstützung zukommen lassen möchte in diesen harten Zeiten, der kann das gerne tun, aber ich weise ausdrücklich darauf hin, dass ich ähm,Grundsätzlich erstmal in der Lage bin, das selber zu bezahlen.
Tim Pritlove 0:11:29
Gut, soll ich auch noch was erzählen?
Linus Neumann 0:11:33
Ach, weiße Tim, ja, du kannst auch noch was sagen. Nee, erzähl mal wat.
Tim Pritlove 0:11:36
Ob dich das interessiert.
Linus Neumann 0:11:39
Weiß ich ja nicht, was du erzählen willst.
Tim Pritlove 0:11:40
Na ja, du hast jetzt von deinem Vortrag erzählt.
Linus Neumann 0:11:42
Ja, dein Vortrag. Genau. Tim hat einen Vortrag gehalten.
Tim Pritlove 0:11:44
Genau. Ja, große Überraschung, ähm wahrscheinlich die meisten auch schon bekannt, aber der Vollständigkeit halber wollte ich das auch nochmal kurz erwähnen. Ich habe Gott sei Dank noch ein paar Videos mehr als du. Ja, das brauche ich so für meinen inneren Stolz.
Linus Neumann 0:11:58
Wie viel hast du? Wahrscheinlich ungefähr das Dreifache. Ach so.
Tim Pritlove 0:12:02
Fünftausenddreihundertvierundvierzig. Damit liege ich auch äh weit abgeschlagen hinter Johnnys rahnt und vor allem hinter diesen YouTube-Stars.Die natürlich,da äh gleich viel besser abschneiden, wenngleich auch nicht unbedingt in den Zahlen, in denen sie normalerweise sind.Sind so so sechsstellige Subscriber Zahlen und sowas. Aber das ist ja auch ein anderes Genre. Ja.
Linus Neumann 0:12:28
Fünftausenddreihundertvierundvierzig.
Tim Pritlove 0:12:30
Ja, das passt schon mal ganz gut für so ein Nischenthema. Das.
Linus Neumann 0:12:32
Radio Universal.
Tim Pritlove 0:12:34
Genau, na ja, im Wesentlichen ist das halt eine Zusammenfassung hier äh der Aktivitäten des letzten Jahres. Ähm das ist es dann geworden plus ein wenig äh aus,auf, wie ich mir das so vorstellen kann, mit dem Audio Web und äh dem universellen Radio, wie ich das genannt habeIst ja so ein bisschen meine These, ne, aus dem Podcast heraus äh Radio neu,und neu entwickeln und ohne jetzt zu viel,da an den Tag zu legen, ich halte einfach mal ein paar Wege aufgezeigt, ähm wie das funktionieren kann, vor allem aber eben auch konkret anhand der Ergebnisse des letzten Jahres.Also was halt einfach so alles äh gehackt wurde, ne. Und mir kann's natürlich nie schnell genug gehen, aber wenn es äh so weitergeht, wie es im letzten Jahr lief, dann,Das alles noch ganz schön toll werden hier mit dem Podcast. So, wollen wir jetzt mal ähm,Jetzt mal hier auf den eigentlichen äh Punkt kommen.
Linus Neumann 0:13:38
JaUnd zwar war ja ähm also Hauptversammlung der Telekom und ich finde das Thema, das sollte man äh deshalb nochmal nach vorne legen, weil es ja äh eigentlich nahtlos anschließt an die an die ähletzte Sendung, bei der ja so der der Schulterschluss der netzpolitischen Gruppen ähm verlangt wurde,Ich habe dann noch am am selben Abend, ähm das war ja der letzte Tag der Republika, äh den habe ich dann zum Anlass genommen, mal ein ein, zwei Bierchen zu verköstigen,und ähm habe dann mit dem äh Matthias Richel äh gequatscht, wie denn eine,Kampagne für Netzneutralität auszusehen hat gegen diese äh Drosselgeschichten und so. Und der Matthias Richel hat dann ähm,sehr coole Motive gebastelt.Und das schon irgendwie am nächsten Tag, also wo alle eigentlich noch verkatert waren und hat äh so dann zu der erstengemeinsamen Kampagne quasi von D vierundsechzig dem dem Sozialdemokraten nahestehenden Netz,Politikverein äh und der digitalen Gesellschaft äh äh geführt. Und da gibt's also sehr schöne äh Motive, die mich ähDie ich also als Kampagne unter dem Vorzeichen, wie äh wie versteht es Oma Kawudge, ähm sehr gelungen finde. Das war so das Erste,die kann man, die sind zur freien Verfügung für alle erhältlich kann man sich überall auf seine äh Blogs donnern und so und dann,bis äh,noch hat sich eigentlich am gleichen Tag dann herauskristallisiert über Telefonate und Biere bei der Republikan. Ähm eine gemeinsame Aktion von,CCC und äh digitale Gesellschaft, die dann nämlich bei der Hauptversammlung der Telekom stattgefunden hat,Und zwar haben die ihre Hauptversammlung da ja in Köln abgehalten in der Arena mit dem nicht aussprechbaren Namen lang.
Tim Pritlove 0:15:41
Ja, bla.
Linus Neumann 0:15:42
Arena und ähm die hat ein Parkhaus und an diesem Parkhaus ist dann so ein großes äh Werbedisplay, äh auf dem dann Stand willkommen zur Hauptversammlung,Und über diesen Werbedisplay hing dann ein,knapp fünfzehn mal fünf Meter großes transparent von CCC digitale Gesellschaft wo da irgendwie drauf steht so keine Drosselung rettet das Netz,ähm und das fand ich auch sehr schön.
Tim Pritlove 0:16:13
Ja, hebst Hinweis auf die echte Sitzkampagne von der digitalen Gesellschaft und natürlich hier den passenden Logos. Club und DG.
Linus Neumann 0:16:23
Auch das hat mich äh sehr gefreut. Ähm,Das äh war eine, also das so endlich mal irgendwie so wie es mir gefällt, so schön irgendwie Gorilla mäßig da oben aufm Dach klettern und ein dreißig Kilo wiegt so ein Ding.Irgendwie aus.
Tim Pritlove 0:16:39
Ist riesig, ne.
Linus Neumann 0:16:40
Das ist ein größeres Teil, ja. Also es passt erstmal jetzt so nicht in eine Wohnung. Ähm,Das finde ich eine finde ich eine coole Sache. Hat natürlich auch ähm durchaus viel Geld gekostet. Da waren einige äh Schweißtropfen auf diversen Stirnen. Ähm was die Bezahlung von diesem Teil angeht.
Tim Pritlove 0:16:58
Was muss man denn da so investieren in so ein Plakat? Meine Größenordnung?
Linus Neumann 0:17:03
Also sagen wir mal das Ding hat so wie das dann jetzt da hing,ungefähr zwei Blatt gekostet. Zweitausend.
Tim Pritlove 0:17:12
Zwei was? Zweitausend. Ja. Mhm.
Linus Neumann 0:17:14
Dieser Spaß ungefähr gekostet. Ähm oder? Moment.Knapp, knapp um die zweitausend. Ähm da ist jetzt natürlich noch nicht drin, dass äh irgendwie ähm äh da.
Tim Pritlove 0:17:31
Exklusive Installation sozusagen.
Linus Neumann 0:17:32
Exklusive Installation und ähm vermutlich hätte man das natürlich, wenn man das jetzt nicht genau eine Woche vorher irgendwie angeleiert hätte, alles nochmal irgendwie sehr weiß ich in wahrscheinlich zwanzig, dreißig Prozent, vierzig Prozent billiger hinkriegen können.
Tim Pritlove 0:17:47
Klar, wenn man.
Linus Neumann 0:17:48
Aber ähm das ist ja auch ähm.
Tim Pritlove 0:17:52
Es ist, wie es ist, aber ich meine, die Medienwirkungen, die das äh erzielt hat, die äh ist das Geld allemal wert.
Linus Neumann 0:17:57
Genau und ähm natürlich bei der Stelle dann der Hinweis, ähm,digitale Gesellschaft kann man gerne Geld spenden, den CCC auch. Ähm,Im Moment haben wir dann beim beim Finanzvergleich festgestellt, dass digitale Gesellschaft das Geld noch ein bisschen nötiger hätte als,geringfügig. Ähm aber auch der CCC hat da natürlich den sogar den äh minimal größeren Anteil äh dieser Kosten getragen,Und ähm ja, auch das irgendwie eine Sache, was ich halt cool finde, ne, irgendwie aufm aufm RepublikaPausenhof so ungefähr äh bisschen die Handys geschwungen, bisschen rum überlegt und ähm ich weiß jetzt nicht genau, wie nenne jetzt mal keine Ahnung, kann man sich ja denken, dass das irgendwie höhere,Leute des CCs waren die da irgendwie OK gegeben haben, ich will da jetzt die direkten Namen wahrscheinlich nicht unbedingt nennen, weil ich nicht genau weiß, ob die das wollen.
Tim Pritlove 0:18:56
Ja, ich schätze mal, dass äh wenn's da um Geld gegangen ist, dann äh dürfte da auch einfach der Vorstand involviert gewesen sein. Das sind ja die Momente, wo so ein Vorstand dann auch mal aktiv.
Linus Neumann 0:19:05
Der Vorstand musste auf jeden Fall auch zustimmen.
Tim Pritlove 0:19:07
Traditionell äh ist ja, sagen wir mal der Club nicht unbedingt vorstandsgefühlt, sondern der Vorstand ist da eher ein,Notwendikum was immer dann aktiv wird, wenn's eben offiziell wird, ne?Aber alles, was sich sozusagen äh informell lösen lässt, das wird auch informell gelöst und das finde ich auch gut so.
Linus Neumann 0:19:27
Genau, also die die Arbeit hier eindeutig größtenteils vom CCC in Köln verrichtet und äh dafür auch nochmal sehr großes Lob.
Tim Pritlove 0:19:39
Was ist denn jetzt auf der Hauptversammlung eigentlich selbst passiert? Haben da eigentlich dann tatsächlich Leute gesprochen, die.
Linus Neumann 0:19:47
Also es gab dann irgendwie auch ähm dort vor Ort bei der, bei der ähm Hauptversammlung.Ähm die also die, Moment, ich suche das mal ganz kurz raus. Also da kam das Thema natürlich auch zur Sprache,Entscheidend war äh,Allerdings auch, dass die, also der der größere Teil spielte sich dann außen ab, also die Aktion, zu der ja äh Konstanze und ich äh aufgerufen habenseine seine Stimmrechte irgendwie an CCC und digitale Gesellschaft,zu vermachen. Das haben auch viele Leute gemacht. Das waren dann auch Leute drin von uns,aber äh man konnte da so kurzfristig nicht äh großartig äh die Bühne betreten, da natürlich so eine Hauptversammlung äh sich,Also die sind ja einfach geprobt dadrinsich gegen unliebsame Störenfriede äh zur Wehr zu setzen und die haben natürlich für ihre Hauptversammlung entsprechende Tagesordnungen und so die verhindern, dass da irgendwelche äh unliebsamen äh Wortbeiträgean äh entscheidenden Stellen äh gemacht werden, ne? Das ist ja hauptsächlich eineSelbstbeweihräucherin, so eine Hauptversammlung und die wissen ja, dass dann da irgendwelche kritischen Aktionäre und und Leute, die irgendwie mit ihren Telekom-Aktien sich verzockt haben, wie der Uli Hoeneß oder so, da,dann da irgendwie auftreten und irgendwie ähm wenn man Pech hat, nackt über die über die Bühne flitzen oder.
Tim Pritlove 0:21:24
Uli Hoeneß wollte auch reden.
Linus Neumann 0:21:25
Nee, Rudi, Uli, hat, äh, aber es gab irgendwie.
Tim Pritlove 0:21:30
Hat ein gesehen, dass es besser ist, zu schweigen.
Linus Neumann 0:21:33
Also von unserem Mann vor Ort wird berichtet, äh auch ohne eigene Wortmeldung, was Drosse kommt das Thema der Hauptversammlung,Kerne Netzneutralität, wo du wenig erfasst, es ging immer fast ausschließlich um die Bremse und die Darstellung von Obermann, äh das ist Rene Obermann, dem äh CEO, das ist weiterhin echte Flatrates geben würde,und damit ja die Diskussion bitte zu Ende sei. Also es gab es gab Thema so gab dann aber auch Wortbeiträge die irgendwie so Schützenhilfe waren, das heißt die haben natürlich dafür gesorgt, dass dann irgendwie ähm,Dass sich Leute meldeten und dann irgendwie so den die PR äh einfach nochmal vorgelesen haben pro dieser Drosselplänepläne. Also das hat die das hat in jeder Form diese ähm diese Hauptversammlung natürlich dominiert.Ähm.
Tim Pritlove 0:22:19
Meine mich erinnern zu können, ich habe bloß keine Quelle parat, aber das äh fiel irgendwo so, dass die Telekom,Also in irgendeinem Artikel fiel das dann an der Seite, dass sie dass sie jetzt wohl meinen, dass eben die eigentliche Flatrate, also diese unbegrenzte Zugang dann wiederum durch Zuzahlung von zehn oder zwanzig Euro äh im Monat zu erzielen sei. Das,jetzt mal als ganz äh unabgesicherte Information, aber das ist ja am Ende nicht unbedingt das eigentliche Problem, sondern das eigentliche Problem ist ja, dass die Drossel, die dann eben für die meisten Leute gilt,quasi der Vorwand ist, um,Dienste, Anbietern einen bevorzugten Zugang zu verkaufen und damit eben diese zwei Klassen äh System zu etablieren. Und ich denke, da muss die Diskussion auch nochmal,mehr hingeführt werden auf diesen Aspekt.
Linus Neumann 0:23:06
Ja. Ähm es gab da natürlich auch die Demo vor Ort. Das Wetter in Köln war eher so mittelmäßig.
Tim Pritlove 0:23:13
Es hat geschifft wie blöde, oder?
Linus Neumann 0:23:15
Ja, da waren, glaube ich, nur äh irgendwie zweihundert Leute ungefähr. Ähm,aber die Demo vor Ort gab's auch und es gab, das fand ich nämlich auch cool, also ich bin ja,Wirklich sagen, also die Hausaufgaben haben wir gemacht. Ähm die Online-Demo, ja, von äh realisiert von äh ähm Sebastian Vollenhals von Open Data City, der das äh,nach einer nach einem Denkan nach einer was weiß ich Anstoßfrage bitte von ähm digitale Gesellschaft dann gebastelt hat, beziehungsweise in dem Fall dann,Minus Telekom DE. In dem Fall dann äh glaube ich, war das ich der ihn da äh angestupst hatÄhm und zwar ist das also die Online-Demo nicht im Sinne einer äh einer äh so schönen äh Attacke, sondern eine äh eine modifizierte Seite, wo dann unten über der Telekom-Seite ein eine Gruppe Menschen ist, dieähm die demonstriert.
Tim Pritlove 0:24:15
Also ein ein Overlay über die normale Webseite.
Linus Neumann 0:24:17
Und man kann äh dann auf empört dich klicken und da äh einen Spruch reinschreiben, der dann auch auf den Transparenten dieser kleinen Männchen äh äh dann steht.Genau, realisiert von Open Data City, Sebastian Vollenhals, auch da 'ne echt coole Sache.
Tim Pritlove 0:24:35
Ja, ganz modern hier mit äh Update mit Sharebutton und so, was.
Linus Neumann 0:24:40
Der der Junge kann das. Der ist.Das heißt also, dieser, der, der, der, jetzt haben wir irgendwo die Piraten dabei, doch die Piraten waren ja bei der äh Demo in Köln, die hatten ja, glaube ich, dazu sogar aufgerufen, diese Demo anlässlich der Hauptversammlung, ich weiß nicht mehr genau, wer da jetzt zu aufgerufen hat oder wer nicht.Ähm,Und dann war das Ganze natürlich auch nochmal Thema. Also, wie gesagt, so Hausaufgaben wurden gemacht, hier die ganzen Schulterschlüsse, äh wo die wurden gemacht und wurden gesucht und,ähm das da hat also, da sieht man, das war auf jeden Fall äh,Republika Wirkung, ja? Das was da alles dann noch so schnell passiert ist und wer da mit wem alles gequatscht hat,Zumal es ja, was aber ohnehin noch zu sagen ist, zwischen den einzelnen Gruppen sowieso dann wieder personelle Überschreit Überschneidungen gibt, ne, also ich wäre ja zum Beispiel schon mal ein Beispiel für jemanden, der,MCC und im in der digitalen Gesellschaft Mitglied ist. Ähm insofern war das ja sowieso mal Zeit, dass da die Logos einfach auch mal äh gemeinsam überall hingedengelt werden und man da den den breiten Schulterschluss sucht.
Tim Pritlove 0:25:50
Und jetzt die Frage, was was passiert politisch? Also ich glaube, die Linken sind so die einzigen, die wirklich äh da mal äh auffällig geworden sind und tatsächlich mal auch was gefordert haben.
Linus Neumann 0:26:02
Genau, die die Linken haben gesagt, so, wir wollen äh die haben eine Initiative in den Bundestag geworfen und haben gesagt, wir wollen jetzt hier äh nationalität sofort. Und wie das so ist bei Dingen, die die Linke fordert äh also,festschreiben, ne? Das ist also genau das, was man was man ja will, so. Das ist auch.
Tim Pritlove 0:26:21
Mich da jetzt gerade etwas unwissend aber ich meine den Hinweis gelesen zu haben, dass ja so etwas wie Netzneutralität tatsächlich im Telekommunikationsgesetz auch äh erwähnt ist.
Linus Neumann 0:26:33
Äh war dann die Argumentation von Trauber, Peter Tauber, CDU,Zähnetz. Also es war klar, die Linke hat diesen Antrag haben gesagt, wir wollen Netzneutalität äh gesetzlich festschreiben. Dann haben SPD und Grüne gesagt, genau, ist richtig, ist gut und dann hat sich der Tauber zu Wort gemeldet. Äh Peter Tauber, der Schwarze Peter,der dann sagte ja alles es ist alles in Ordnung so wie es gerade ist im Telemediengesetz gibt's ja irgendwie 'ne,Grobe Vorschreibung von Netzneutralität ähm,und die Regierung könne ja, könne also auf Basis derer eingreifen, wenn sie denn müssteund äh im weit im Übrigen äh sei er der Meinung, dass sie das nicht müsste in diesem Fall. Ja, also so viel, vielen Dank äh C Netz,Ähm ja ähm.
Tim Pritlove 0:27:28
Einschreiten, wenn man wollte, man will bloß leider nicht.
Linus Neumann 0:27:32
Ja und äh Ähnliches sagte dann die FDP, ähm dass der der vorhandene die vorhandene,Gesetzeslage, reiche aus. Ja, wie gesagt, FDP und äh CDU sind ja dann die Freunde, die sagen, das regelt der Markt,Ja, also nix, nix Überraschendes an der Stelle. Diese Positionen waren bekannt. Das war auch äh so zu erwarten,Und wenn ich das richtig verstanden habe, wurde dieser ganze äh ohnehin nur irgendwie zu Protokoll gegeben, oder?
Tim Pritlove 0:28:07
Ja, ich weiß nicht, also ich schaue hier gerade mal ins Telemediengesetz, Fassung von zweitausendsieben, das ist wohl die letzte, ne?Also das Wort Netzneutralität. Tochter ist auf jeden Fall so nicht auf, ne, also na gutdas äh können wir ja nochmal reviewen. Das würde mich glaube mal interessieren, wie eigentlich diese Regelung da wirklich äh ist und inwiefern da irgendwas Zwingendes oder aufgreifbares eigentlich tatsächlich vorhanden ist. Vielleicht können sich da hier auch die Rechtskenner und Freaks und Nerdsunter den Hörern mal zu Wort melden, das fände ich mal ganz interessant.
Linus Neumann 0:28:39
Kurze Korrektur, nicht Telemediengesetz, sondern tatsächlich Telekommunikationsgesetz. Äh,Die schwarz-gelbe äh Regierung hätte mit der TKG Reform prinzipiell die Mittel ähm,Über eine Verordnung gegen eine willkürliche Verschlechterung von Diensten und eine ungerechtfertigte Behinderung oder Verlangsamung des Datenverkehrs vorzugehen. Was mich wundert ist, dass ich das ähm.Dass ich das nicht weiß. Ja? Insofern und warum sie's dann nicht täten, ja? Also schon ein bisschen äh interessant. Er sagt aber, man will die äh die Prüfung der Bundesnetzagentur ähm,abwarten, denn wir wissen ja, die Bundesnetzagentur prüft,und äh so wie ich das erinnere, haben sie ja äh das mit einem mit eines Fragebogens gemacht. Ne? Also werden wir sehen,Ähm,Während diese Debatten also liefen, während bei der Hauptversammlung äh demonstriert wurde, während im Bundestag debattiert wurde. Ähm ich mache jetzt gerade eine Überleitung zum nächsten Thema, Tim.
Tim Pritlove 0:29:50
Ich habe aber gerade äh den Punkt gefunden, wo es im Telekommunikations.
Linus Neumann 0:29:53
Oh, oh, oh, oh.
Tim Pritlove 0:29:55
Handelt es sich dabei um Paragraph einundvierzig A, Nitzneutralität, da ist also das Wort tatsächlich, dann fassen wir das nochmal kurz zusammen, ist nicht lang. Äh Paragraph eins, es gibt zwei,Die Bundesregierung wird ermächtigt, in einer Rechtsverordnung,Zustimmung des Bundestages und des Bundesrates gegenüber Unternehmen, die Telekommunikationsnetze betreiben, das würde für die Telekom gelten. Die grundsätzlichen Anforderungen,an eine diskriminierungsfreie Datenübermittlung und in Diskriminierungsfreien Zugang zu Inhalten und Anwendungen,festzulegen. Also sie darf festlegen, um eine willkürliche Verschlechterung von Diensten.Willkürliche Verschlechterungen, wir erinnern uns, das hat auch die,Angeführt, ne? Mhm. Äh und eine ungerechtfertigte Behinderung oder Verlangsamung des Datenverkehrs in den Netzen zu verhindern.Sie berücksichtigt hierbei die europäischen Vorgaben sowie die Ziele und Grundsätze des Paragraph zwei. Der kommt jetzt, was man dir das wahrscheinlich in dem Gesetz der Paragraph zwei, den lasse ich jetzt mal außen vor. Jetzt kommt Absatz zwei,von diesem Netzneutralitätsparagraphen. Die Bundesnetzagentur kann in einer technischen Richtlinie,Einzelheiten über die Mindestanforderung an die Dienstqualität durch Verfügung festlegen,kann. Bevor die Mindestanforderung festgelegt werden, sind die Gründe für ein Tätigwerden die geplanten Anforderungen und die vorgeschlagene Vorgehensweise zusammenfassend darzustellen.Diese Darstellung ist der Kommission und dem Gerek, was hat man das jetzt sein mag, rechtzeitig zu übermitteln, den Kommentaren und Empfehlungen äh oder Empfehlungen der Kommission ist bei Festlegung der Anordnung weitgehend,hinter Rechnung zu tragen. Mit anderen Worten, hier steht drin, die Bundesregierung darf gegen Unternehmen vorgehen,Wenn denn was wäre und die Bundesnetzagentur kann eine technische Richtlinie äh erlassen. Das ist sozusagen alles,Alles, was jetzt in diesem Gesetz steht.
Linus Neumann 0:32:05
Aber also mit anderen Worten Peter.
Tim Pritlove 0:32:07
Gäbe durchaus eine Hebel.
Linus Neumann 0:32:08
Peter Tauber stellt sich also hin und sagt wir brauchen keine gesetzliche Regel, keine bessere gesetzliche Regelung für die Netznetralität, weil wir könnten ja, wenn wir wollten, jetzt schon etwas ändern, aber wir wollen ja gar nichts ändern.Geil Peter Tauber, danke. Also was ungefähr, Entschuldigung, aber ungefähr so was hätte ich ja auch, also sowas muss man ja auch von ihm erwarten.
Tim Pritlove 0:32:31
Ja. Wir verlinken das mal hier zur weiteren äh Diskussion.
Linus Neumann 0:32:36
Aber das war mir.
Tim Pritlove 0:32:40
Nicht bewusst. Mir.
Linus Neumann 0:32:41
Noch nicht wirklich bewusst, ja.
Tim Pritlove 0:32:42
Mehr auch nicht. Es ist ja manchmal auch ganz schön, im nachzuschlagen der Bundesrepublik Deutschland.
Linus Neumann 0:32:47
Peter Tauber, danke, Peter Tauer, haben wir was gelernt.Haben wir wieder einen neuen Taschenspielertrick gelernt. Ähm genau, also während aber äh ich versuche mich nochmal mit der Überleitung,Während also ähm,da äh äh die transparente von den Kletterern äh rausgerissen werden und natürlich auch wieder von der Telekom dann abgerissen werden und so weiter. Ähm entscheidet die Telekom, ja, ach, hm,Netzausbau und so. Ah. Aufm Land lohnt sich das ja nicht unbedingt. Ähm,vielleicht äh lassen wir es einfach mal sein und sie prüfen die Abkehr vom Festnetz für bestimmte Neubaugebiete. Das heißt, sie möchten gerne,ähm,in in entlegenden Gegenden, Gegenden gar nicht erst äh Kupfer oder Glas in die Erde legen, sondern dass äh mit Mobilfunk machen.
Tim Pritlove 0:33:49
Das ja alles viel besser auch.
Linus Neumann 0:33:51
Genau. Ähm.Jetzt äh ist hier erstmal nur die Rede vom Telefon. Es ist aber natürlich klar, wenn sie schon fürs Telefon kein Kabel legen, dann äh kommt auch das Internet nicht über ein Kabel. Würde ich jetzt vermuten,und ähm.
Tim Pritlove 0:34:13
Das heißt, dass wenn du DSL haben willst, dass du dann erstmal die Anschlussgebühr bezahlen musst, also die Erschließungsgebühr, wenn du die nicht sowieso schonNicht immer als Bauherr, also wenn du jetzt selber baust und Siedlungen und so weiter, dann musst du die wahrscheinlich eh entrichten. Also müsstest du ne, vierhundert, fünfhundert Euro sind das in der Regel,um überhaupt erstmal ein Kabel ans Haus zu bekommen,Als Mieter ist das ja was anderes, ne? Also bei der Eigentümer des Gebäudes, dem oder Bauherr, wenn das grade noch gebaut wird, muss er sich dann überhaupt erstmal mit der Telekom. Also da werden ja,ohnehin Gelder für bezahlt, auch wenn die sicherlich nicht die ganzen Kosten decken,nicht, keine Ahnung, das wäre nochmal eine andere interessante Diskussion, aber jetzt äh ist ihnen das eh alles viel zu lästig, man könnte doch gleich äh machen. Dieses bezieht sich hier im Wesentlichen, das muss man nochmal genau sagen, auf Telefon. Also hier geht es um,das, was eben auch wirklich vom Staat garantiert wird,nämlich jeder muss Telefonanschluss bekommen, selbst äh Tante Erna in den Alpen. Und so war das ja bisher immer,Ja und jetzt meint man halt, ach wieso hier Mobilfunk reicht ja auch. Könnte man sogar glatt also kann ich sogar nachvollziehen.Ja, also ich meine, wenn's jetzt wirklich, wenn das eben die Garantie ist,Und das ist nämlich die Garantie, dann kann man damit alt auch telefonieren. Jetzt kann man lange darüber diskutieren, ob Mobilfunk zuverlässiger ist, äh als äh kargelgebundenes Telefon und ob denn diese Zuverlässigkeit auch ausreicht, um diesen Anspruch zu erfüllen. Anderes Thema,Aber es ist natürlich auch klar, dass äh äh wieder ein sehr weit entfernt sind von einem Upgrade dieser Basisgarantie auf Internet muss mit,dabei sein. Ich meine, an anderen Stellen, in anderen intellektuellen Kreisen, wird eher darüber diskutiert, ob man Internetzugang nicht als Menschenrecht festlegen sollte,auf der anderen äh Seite der Skala äh,dann halt die Telekom, die äh äh lange genug von ihren Monopolen da profitiert hat und meint ihr zu meint so, ach jetzt auch noch Kabel hier in den Boden reinschmeißen, wo kommen wir denn da hin?
Linus Neumann 0:36:16
Ich bin ähm ich frage mich ein bisschen, also wahrscheinlich wollen sie dann da echt irgendwo,Also ich glaube, ihre Überlegung ist, dass sie sagen, naja, solange es nur ums Telefon geht, ähm mit unserem Mobilfunk, mit der decken wir ja ohnehin jetzt einfach,alles ab. Das heißt, es geht jetzt wahrscheinlich nicht darum, dass sie das Geld stattdessen,äh irgendwie ausgeben wollen, um für LTE überall hinzuschnallen, sondern dass sie sich sagen, alles klar, äh wir haben ja eh schon eine Komplettabdeckung mit dem mit dem oder nahezu eine komplett Abdeckung mit unserem GSM-Netz,das reicht,Zack. Also auch hier geht's nicht um irgendwie darum, die Welt in in die die Telekom in die Zukunft der der vierte Generationsnetzwerke zu bringen, sondern vermutlich.
Tim Pritlove 0:37:04
Einfach die Tätigkeit im Wesentlichen einzustellen undsagen, was wollte denn hier? Es gibt auch Mobilfunk, wir machen euch gerne da so ein Home-Tarif, wie das äh Vodafonia äh eins schon mal vorexerziert hat. Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt noch aktuell ist. Gibt's das eigentlich noch diese diese, wie hießen das? Genion äh,ne, gehen hier in Home oder gehen ja überhaupt,in deinem, in deinem äh Umfeld quasi, also in deiner Zelle kannst du halt zu einem Festnetztarif heutzutage dann halt eher nahezu.
Linus Neumann 0:37:31
Stimmt ja ja.
Tim Pritlove 0:37:32
Und wenn du halt ein bisschen weiter weg bist, dann zahlst du eben normalen Mobilfunk. Ist ja auch durchaus, hat auch alles was für sich, ja, kannst irgendwie brauchst auch kein deckt, äh Handy mehr, irgendwie hast du halt einfach immer dein Telefon dabei.
Linus Neumann 0:37:43
Kenne ich übrigens aus Südafrika.
Tim Pritlove 0:37:46
Telefonanlage im Haus hast du damit halt auch noch nicht, ne? Also so ein Verteilungs.
Linus Neumann 0:37:50
Nö, nee, nee, brauchst du ja auch nicht, bist du aufm Land.
Tim Pritlove 0:37:52
Wobei das kann man auch mit einer Fritzbox im Übrigen lösen, das Problem.
Linus Neumann 0:37:57
Könnte man vieles machen, ja. Also bin ich mal sehr gespannt, was hier kenne ich aber übrigens also sowas sie wovon sie da reden ist auch sie wollen kein Mobiltelefon geben sondern halt irgendwie 'ne ja 'ne Fritzbox mit 'n mit 'n drei G-Modell dran oder oder zwei G oder 4G?Oder eingebaut und ähm,Damit hast du dann, also sie wollen dir trotzdem dein Feeling weitergeben, also das das Gerät, was du zu Hause stehen hast, da kannst du dann trotzdem, hast du trotzdem noch einen THE Dose, ne. Ist nur, dass kein Kabel zum Haus geht, sondern,Irgendwie oben an deinen,an deinen Kamin halt eine kleine äh Antenne gedengelt wird oder so, ne, also ähm müsste man mal überlegen. Aber ich kenne ja auch aus Südafrika, das hatte ich damals auch irgendwo verblockt in in Lesotho, da hatten die so schöne ähm,Telefon, also es waren wirklich so richtige Hinstelltelefone, die aber mit einer SIM-Karte funktionierten. Ähm damit haben Leute, die haben sie auf äh,auf Pappkartons gestellt, an der Straße und damit quasi Telefonzellen betriebenda konntest du telefonieren, weil die noch nicht so eine Abdeckung hatten. Und äh in Südafrika ist das oder in in diesen Teilen Südafrikas ist das auch so, dass die da gar nicht mehr Kupfer legen, sondern tatsächlich sich diese Länder, die noch nie überhaupt,Telefonnetze haben, hatten äh mit mit GSM äh Twim erschließen, ja. Ähm das heißt also, ja südafrikanische Verhältnisse dann auch,In Deutschland.
Tim Pritlove 0:39:27
Genau, dank Telekom.
Linus Neumann 0:39:28
Schön wird's, wie gesagt, wenn wenn dann die Leute auch noch sagen, wir wollen Internet, denn dann haben sie nicht nur ihre Drossel, sondern garantiert eine Mobilfunk in taugliche Drossel und fünfundsiebzig Gig kriegst du mit Sicherheit nicht.
Tim Pritlove 0:39:42
Ja, kommen wir zu der Sache mit dem Klavier.
Linus Neumann 0:39:49
Ja.
Tim Pritlove 0:39:51
Ist schon wirklich hardcore, da muss man wirklich ein bisschen schlucken, ne?Also da gibt's so Leute, die wollen der Öffentlichkeit was Gutes tun und wollen schieben da irgendwie Klaviere in die Öffentlichkeit, wo dann Leute,Musik drauf spielen dürfen. Also man stellt ein Musikinstrument auf die Straße und äh ja ähm im Rahmen von vorauseilenden Gehorsamen ist dann da auch schon.
Linus Neumann 0:40:17
Moment, muss man kurz dazu sagen, das ist eine eine Kunstaktion, die seit Jahren läuft, die in fünfunddreißig Städten weltweit schon durchgeführt wurde. Das äh da habe ich schon vor.
Tim Pritlove 0:40:27
Also.
Linus Neumann 0:40:29
MUS, äh geht auf äh,Den britischen Künstler Luke Jerem zurück, äh der das Projekt irgendwann mal gegründet hat und das kannst du irgendwie auf so einer Weltkarte angucken, wo die äh äh wo die das überall schon gemacht haben, ne? Und ähm,da steht dann ein Klavier, weiß ich nicht, im Park oder so. Und da auf dem Klavier steht drauf, spiel mich, ich bin deins und jeder darf da mitspielen. Und man hofft dann eben, die werden dann auch, sind dann bunt angemalt oder so, ne? Und ähm,ja
Tim Pritlove 0:40:59
Und jeder darf dann dahin gehen und äh spielen, egal ob er's kann oder nicht. Sicherlich in der Hoffnung und Erwartung, dass es noch Leute gibt, die Klavier spielen können,und dann eben auch tun,Ja, soweit so gut und äh man fragt sich, ja äh was hat das Thema eigentlich bei Logbuch Netzpolitik äh zu suchen? Äh Klaviere äh im Park, ist doch alles prima, die Kinder spielen, alle sind glücklich, die Vögeln zwitschern, alles wird gut,aber nee,Weil da gibt's ja dann noch die GEMA, die äh dann mal wieder mit ihrer tollen GEMA Vermutung äh da auf den Plan geht und soweit ich weiß, gab's hier, deswegen meinte ich vorhin schon vorauseilender Gehorsam, also es wurde sozusagen auch schon,Er fragt bei der GEMA, wie es denn sei, damit, weil es könnte ja sein,Das ist jetzt irgendein achtjähriger sich ans Klavier setzt und seine Lieblingsmelodie von Justin Bieber runter äh trällert,Und wir wissen ja alle, dass dass äh Finanz-Imperium von Justin Bemer sofort in seinem Kern erschüttert wird, ja, Millionen Verluste, dadurch, dass ein paar Noten durch den Wald sausen,Und da muss natürlich eingeschritten werden. Gut, dass wir die GEMA haben.
Linus Neumann 0:42:15
Gut, dass wir die Gamer haben. Also wir das Projekt jetzt hier in diesem Fall in München,Und der, der Junge, der Künstler, der es da macht äh oder der der Typ, der das Projekt da irgendwie auf die Beine gestellt hat, der ist nur finanziert, um da überhaupt diese vierzehn Klaviere für München zu kriegen. Ist denn zur GEMA gegangen und hat eigentlich damit gerechnet, hat gesagt, naja, komm!
Tim Pritlove 0:42:34
Mach mal ein Angebot.
Linus Neumann 0:42:36
Sagste denen mal Bescheid, ne. Ähm.
Tim Pritlove 0:42:38
Ja. Dann bist mal fein raus.
Linus Neumann 0:42:40
Dann äh wissen, fühlen die sich wenigstens irgendwie ernst genommen und sind nachher nicht beteiligt. Und ähm er ging, hatte gehofft, dass die ähm,dass die GEMA wie bei Straßenmusikern,dann darauf verzichten würde. Da gibt's nämlich einen Cheat Spruch der Gamer für für Straßenmusiker, muss ich sagen, die GEMA wird ohne Anerkennung einer Rechtspflicht,Für Musikaufführungen von Straßenmusikanten keine Aufführungstantien beanspruchen. Das heißt, sie haben sie sagen, also ohne.
Tim Pritlove 0:43:13
Machen das wahrscheinlich nicht.
Linus Neumann 0:43:14
Wahrscheinlich nicht weg. Wir wir sollten wahrscheinlich und dürfen aber im als Zeichen unserer Großzügigkeit.
Tim Pritlove 0:43:23
In unseres.
Linus Neumann 0:43:25
Ja, weil wir so verzichten wir darauf.So und jetzt äh kommt also dieser junge Mann und sagt, ja guck mal hier, ich habe hier ein Klavier in die Stadt gestellt und ähm,dann sagt die Gamer, ja ihr hier hm Rechnung sieben Prozent Mehrwertsteuer und so weiter äh ungefähr fünftausend Euro,Und diese Klaviere und weil sie von einer Mindestpauschale pro Klavier und Tag ausgehenAlso dieser und dieses Projekt ist dann zeitlich begrenzt. Die Klaviere stehen immer so eins zwei Monate so unterschiedliche Dauer,Ja, fünf Mille. Wollten die. Nee, nee, nee, insgesamt, für die, für dieses Projekt, hättehätte ich jetzt so verstanden, ne? Also es äh das ganze Projekt ist aber, wie gesagt, irgendwie von Teil über Crowdfunding, Teil Kulturreferat der Stadt,'ne Kulturstiftung irgendwie um diesen um dieses Projekt irgendwie auf die Beine zu stellen. Und dann kommt die GEMA und sagt ja und wir hätten gerne noch fünf Mille,Und dann äh sagt der äh muss der mit der GEMA reden und sagen, na ja ähm,könnt ihr vielleicht auch berücksichtigen, es gibt ja Regentage.
Tim Pritlove 0:44:36
Bund so viel gespielt wird.
Linus Neumann 0:44:38
Wo nicht so viel gespielt wird,Vielleicht können wir uns ja irgendwie, vielleicht können wir uns beim Deutschen Wetterdienst ausrechnen lassen, wie viele Male das regnen wird in der Zeit und deshalb könnt ihr mir vielleicht preislich ein bisschen entgegenkommen, damit wir dieses Projekt machen können,und außerdem hat die Gamer dann wohl äh wohlwollend äh zur Kenntnis genommen, dass das Kulturreferat der Stadt an dem Projekt beteiligt ist,und hat dann äh die Summe,Äh gemindert, weil nämlich die Stadt sowieso schon eine Gamerpauschale zahlt. Das heißt, die die GEMA hat anerkannt, dass sie eine GEMA-Pauschale zahlt die Stadt und deshalb kann man ja so,ein bisschen weniger dafür nehmen, dass sie ein Klavier inne Stadt stellen.
Tim Pritlove 0:45:23
Aber nicht es einfach mal sein lassen, da Kohle zu nehmen.
Linus Neumann 0:45:28
Ungefähr also was man hier so raussieht, ungefähr zweieinhalbtausend Euro ähm,Etwas weniger als halb so teuer, also zwei, zweieinhalbtausend Euro äh äh hat die GEMA sich dann da großzügigerweise äh runterhandeln lassen. Und äh ja.
Tim Pritlove 0:45:48
Was soll man dazu noch sagen? Also ja, das ist einfach mal nur wieder ein schönes Beispiel, das Tier einfach das System nicht funktioniert. Und ich hoffe,inständig, dass wir da bald 'ne Alternative am Start haben mit einfach auch diese Automatismus wegfällt und dass es da eben auch die Möglichkeit gibt mit anderen Einigungen zu erzielen. Für solche Fälle,unter anderem.
Linus Neumann 0:46:11
Es ist einfach ein es ist einfach nur noch ein Witz, zumal also was was passiert an so einem Klavier? Natürlich kann das gut sein, dass da mal ein Pianist,vorbeikommt und sagt, boah, das ist aber toll. Ne, da kann ich mal schön zehn Minuten Stück spielen und vielleicht sind Leute dabei und applaudieren in Frankreich äh habe ich das öfter mal gesehen. Da standen auch solche Klaviere rum, irgendwie in in Einkaufszentren oder so, ne?Dann kommt halt jemand vorbei, legt seine seine äh Taschen ab und spielt ein Stück,Fünf bis zehn Minuten und ähm der konnte das halt auch, ne, dann ist dann so ein Moment, der.
Tim Pritlove 0:46:46
Ja, aber was wird da meistens dann gespielt?Klassische Musik, die uralt ist, ja? Chopin, trallala, da muss keinem mehr irgendwas vergütet werden. Das alles durch, der Typ ist so lange tot, dass sogar die Copyright-Industrie da äh es nicht geschafft hat, das so lange rauszuzögern,und äh da das in dem Moment ja auch keineAufführung einer Aufnahme ist, werden da auch keine Rechte von irgendwelchen äh Künstlern und Interpreten äh verletzt, sondern es ist eine reine Kompositionsnummer, ja? Und davon auszugehen, das finde ich so ein Klavier, da im öffentlichen Raum steht, wenn man sich an dieses Klavier stellt, dass er den ganzen Tag äh Nina und Dieter Bohlen gespielt wirdmeine geht's noch? Das ist einfach, das ist einfach weltfremd.
Linus Neumann 0:47:29
Es ist äh also ich meine äh ich glaube, man kann sich auf diese also man kann sich doch wirklich,Also da da braucht man nicht mehr darauf hinzuweisen, dass das weltfremd ist. Das ist einfach nur noch ähm nur noch asozial. Und auch wahrscheinlich bewusst.
Tim Pritlove 0:47:48
Ein Klavier, ein Klavier, GEMA, wir danken dir.
Linus Neumann 0:47:56
Wir hatten es ähm auch in der letzten Sendung kurz erwähnt, dass es ja jetzt eine verfassungsschwer.
Tim Pritlove 0:48:04
Eine Verfassungsbeschwerde gegen na?
Linus Neumann 0:48:05
Verfassungsbeschwerde äh gegen die gegen die Bestandsdaten Auskunft gibt.
Tim Pritlove 0:48:12
Ja, Logopädische Experimente mit Logbuch Netzpolitik.
Linus Neumann 0:48:19
Ähm das ist äh von wie gesagt angestrengt, von äh von Patrick.
Tim Pritlove 0:48:26
Ne
Linus Neumann 0:48:27
Katharina Nokuon.
Tim Pritlove 0:48:29
Politischen Geschäftsführerin.
Linus Neumann 0:48:33
Der Bratenpartei.
Tim Pritlove 0:48:34
Wie das so schön heißt im äh Politiksprech. Jaaber auch schon vorher äh recht bekannt war, zumindest im Datenschutz äh Segment und eben so zu diesem nördlichen Aktivismus äh Zirkel gehört. Patrick Preyer selber ja eher äh Schleswig-Holstein, wenn ich mich richtig erinnere undähm Natascha war auch die ähm Spitzenkandidatin im Wahlkampf in Niedersachsen, der Piraten,und ist halt auch schon vor dem ganzen Piratending da bekannt gewesen. Wie auch immer, die Verfassungsbeschwerde,Hat jetzt schon stattgefunden.
Linus Neumann 0:49:15
Gibt's jetzt und man kann da mitmachen.
Tim Pritlove 0:49:17
Ah okay, also es wird.
Linus Neumann 0:49:18
Da kann man also ein Vollmachtformular ausfüllen und das ist so,ähnlich wie in der ähm wie es bei der VDS auch war, dass man da so, wenn ich mich jetzt.
Tim Pritlove 0:49:34
Möglichst viele Leute anschließend. Damals waren's glaube ich über dreißigtausend oder so.
Linus Neumann 0:49:38
Genau, man kann da mitmachen, es kostet nichts.Äh muss irgendwie Name äh Adresse und so weiter äh angeben und ähm verschiedene Daten und so und dann ist man Teil dieser äh Verfassungsbeschwerde.Aber man hat weder Gerichts noch Anwaltskosten. Beziehungsweise es ist theoretisch gibt es welche, aber äh davon werden die äh Teilnehmer äh freigehalten.
Tim Pritlove 0:50:04
Wir sind Verfassungsbeschwerde.
Linus Neumann 0:50:08
Und äh die Begründung haben sie, das ist interessant kaum. Bist du dann da mit so einem äh also kaum begibst du dich in diese Region ähm musst du ja dann auch wirklich,sinnvoll juristisch,Argumentieren und kann's nicht irgendwie sagen, so nee, das ist einfach asoziale Scheiße, was ihr da macht. Ähm und deswegen bezieht sich diese Verfassungsbeschwerde,hauptsächlich darauf, dass es äh dass diese Abfrage nicht mehr auf Einzelfälle beschränkt ist, sondern eben so ein Grundding ist, dass es so so einmal verfassungsrechtlich bedenklich,dann dass es eine äh elektronische automatische Abfrage gibt und dass irgendwie ähm,äh BK und Zeugkriminalamt Zugriff zu Möglichkeiten bekommen haben, die äh bisher noch durch das äh Fernmeldegeheimnis äh gedeckt und deshalb nicht gestattet sind. Ähm,Das ist so deren zentrale Argumentation ähm,wenn man sich das dann auf juristisch durchliest, dann klingt es etwas äh komplizierter. Ähm.
Tim Pritlove 0:51:19
Immer, wenn man sich was juristisch durchliest.
Linus Neumann 0:51:24
Also genau nicht. Es es fehlt die verfassungsrechtlich gebotene abschließende Bestimmung. Welche Vorschriften ein Zugriff auf Kommunikationsdaten erlauben sollen. Also in welchem,im Rahmen welcher Vorschriften dürfen sie da überhaupt drauf zugreifen? Welche Probleme dann,dass es eigentlich Vorgaben gibt, sowas auf,irgendwie zu beschränken äh auf bestimmte Straftaten, Entschuldigung, ich kann das, glaube ich, jetzt nicht alles äh im Detail ähm,nochmal wiedergeben, weil es relativ komplizierte Sätze sind. Aber ähm es man sieht, also sie haben sich äh sehr klare Gedanken darüber gemacht,gegen welche ähm gegen welche Gesetze und verfassungsrechtlichen Grundlagenman damit äh mit dieser Bestandsdatenauskunft verstößt und ja, ich denke, dass das für jeden und die Idee von uns sinnvoll ist, sich daran zu beschweren und dass wir da hoffentlich.
Tim Pritlove 0:52:30
Zu beteiligen, an der Beschwerde. Logopädische Experimente mit Lokbuchnetzpolitik, ja, es ist.
Linus Neumann 0:52:38
Dabei bist du müde?
Tim Pritlove 0:52:40
Ja ja, ich wundere mich auch. Ja. Nachhaltig. Aber ist okay.
Linus Neumann 0:52:44
Also, macht da mit, draufklicken, irgendwie Name angeben und gib ihm und dann hoffen wir, dass wir das irgendwie genauso rocken, wie die äh Forestanspeicher.
Tim Pritlove 0:52:54
Genau. So, aus der Abteilung, Überwachung, äh, leicht gemacht,gibt's äh einen schönen äh Feststellung von Heise Security, die ähm mal so ein paar Tests gemacht haben. Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie es wurde bei einem Leser,gemeldet und dann haben sie es auch selber überprüft. Da wurden innerhalb von Skype-ChatsURLs hin und her geworfen in dem Fall halt wahrscheinlich eher so interne Test äh Server, die ich unterstelle das jetzt mal eben mal schnell aufgesetzt wurden und dann ne, versucht man da den ähm,alles so ein wenig zum Laufen zu bringen. Man klickt da so,die noch nicht so lange existiert, es ist natürlich sehr unwahrscheinlich, dass innerhalb eines bestimmten Zeitraums, also irgendwann kommt natürlich so ein.
Linus Neumann 0:53:52
Irgendeiner vorbei.
Tim Pritlove 0:53:53
Adressscanner äh vorbei und guckt mal, ah, da läuft ein Webserver und da klicken wir mal drauf rum, das ist äh klar. Nur in dem Fall war es eben so, dass äh relativ schnell, ich glaube, innerhalb eines Tages,Äh Webrikfest auf diesem Webserver, der dessen Adresse eben nur intern über so eine Skype-Verbindung mitgeteilt wurden ist, äh aus,im Netz von Microsoft Kram.Microsoft muss man dazu sagen, wer es noch nicht mitbekommen hat, ist der Eigentümer von Skype. Die haben dieses für viel, viel, viel Geld gekauft und äh offensichtlich ist es so, dass hier,Verkehr aktiv mitgelesen würden, nicht nur das, dass sogar URLs, die da hin und her gereicht werden, dann, tja, benutzt werden. Warum das so ist,Das ist zum aktuellen Zeitpunkt,klar, ja. Könnt ihr jetzt ihnen mal so zu Gute halten, dass es natürlich so was ist wie ja, wir wollen hier gucken, fisching Dings und so weiter. Nur,Private Chats, äh hallo, geht's noch?
Linus Neumann 0:54:59
Interessanterweise, also sie haben's natürlich dann noch ein bisschen vereinfacht, also einfach ähm,nimmst halt einfach eine eine lange Zufallszeichenkette und wirfst die in deinen Chat,um halt wirklich absolut die Wahrscheinlichkeit zu minimieren, dass irgendwo da noch ein Zufall mit drinDas ist das ist irgendwie durch Zufall passiert, dass dass äh dass Redman da vorbeikommt. Das war immer so innerhalb von einigen Stunden. Interessanterweise macht dieser Server äh aus Redmint,Also er macht nicht, also er sagt nicht, so gebt mir den kompletten Dokumenteninhalt, sondern er sagt äh er möchte nur den.
Tim Pritlove 0:55:38
Gibt's das wirklich?
Linus Neumann 0:55:39
Genau, existiert das und dann kriegt man ähm sowas wie mit sowas kann man jetzt zum Beispiel überprüfen, ob der ob man, ob die Datei noch die gleiche ist, die man gecacht hat oder so. Ja, also als äh als Browser da ähm zu Minimierung von ähm,Das heißt, die gucken nicht in die Inhalte, übernehmen aber selbst bei HTTPS äh dann, wenn man in einem getrequest irgendwie, also sowas wie Fragezeichen, User gleich, äh und Passwort gleichschickt, dann übernehmen sie das. Also theoretisch klauen sie mit die äh die Login-Daten.
Tim Pritlove 0:56:16
Also äh was mich jetzt mal interessiert hätte, weil ich meine klar, wenn du so eine URL hast, wo Login-Daten in der URL sind,Dann äh ist das ja selbstverständlich, also was heißt selbstverständlich, also wenn man da drauf zugreift, dann greift man natürlich dann auch darauf zu. Frage ist ähDas sehe ich nämlich in diesem Artikel nicht, ob sie auch URLs, wo explizit Username und Passwort in der URL waren, also in der URL-Schreibweise, User,Doppelpunkt Passwort at Domain und dann Slash,Ja, also wenn äh richtige Harte TP Authentication äh verwendet worden wäre, ob sie explizit eben auch die nehmen, um ihren Hattrick festdurchzuführen, hätte ich nochmal ganz interessant gefunden, lässt dich jetzt leider nicht mehr überprüfen, weil nach der Berichterstattung von Heise verschwand das dann nach einem Tag wieder.
Linus Neumann 0:57:02
Genau. Es wurde aber ähm,Sie haben sich dann bei Skype gemeldet und sie zeigten dann Skype äh verwies auf seine Datenschutzrichtlinien, in denen steht. Skype nutzt gegebenenfalls innerhalb von Sofortnachrichten und SMS automatisierte Scannen zur Bestimmung von A, vermutlich im Spamund oder B URLs, die bereits als Spambetrugs oder Phishing links identifiziert wurden. Ähm.Mit einem kannst du das aber eigentlich dann wiederum nicht rausfinden. Also ist so ein bisschen unklar, wenn sie sich nicht den Content tatsächlich anschauen, was denn überhaupt soll.
Tim Pritlove 0:57:42
Ja, auch hatte die BS greifen sie ja drauf zu, was jetzt auch nicht unbedingt so verbreitet ist für Spam. Also,Positiv könnte man sagen, sie haben da irgendwie so einen,Ähm System, was nur das gute TM tun möchte und äh ihnen ist da so eineDusseligkeit unterlaufen, dass eben auch URLs, die in Chats hin und hergehen, da automatisch mit rein geraten.Auf magische Art und Weise, ja. Äh wenn man's mal ein bisschen böse formuliert, äh kann man auch sagen, hallo,was habt ihr überhaupt in einem privaten Chat zu suchen? Was ist auf jeden Fall sehr schön zeigt, ist,Der Meinung ist, dass ein Skype Kommunikation verschlüsselt wäre im Sinne von Ende zu Ende verschlüsselt, ja? Bitte vergessen. Das ist aber nicht so. Und es ist auch,so, dass hier aktiv mitgelesen wird. Ja, also alles, was dort geschrieben wird.Kann nicht nur mitgelesen werden, sondern wird mitgelesen. Von wem und wer da sozusagen noch mit einbezogen wird, in Abhängigkeit wovon und welche Keywords da vielleicht greifen, we don't know? Ähm,aber wer auch nur so halbwegs sensitives Zeug äh hin und her schicken möchte, bitte nimmt was anderes.
Linus Neumann 0:59:12
OTR.
Tim Pritlove 0:59:14
Ja, auch keine ideale Lösung.
Linus Neumann 0:59:17
Was spricht gegen OTR?
Tim Pritlove 0:59:20
Spricht zum Beispiel, dass es kaum verbreitet ist und dass eigentlich immer wieder so Synchronisationsproblematiken hast,mehrere Kleines und das ist einfach es gibt da einige Ansätze, Verschlüsselungstechnisch, trinkt euch was aus, mal gucken, so eine richtig geile Lösung, habe ich auch noch nicht gesehen, aber mal gucken.
Linus Neumann 0:59:38
Also,gibt der gibt viele Möglichkeiten. Ähm irgendwie OTR ist eine ist in gängige Clients auf, also auf den den gängigen Jabber-Klein für MACOS auf jeden Fall mit drin. Ähm,Bei für also die Lenux äh Version muss man sich das, glaube ich, im gängigen Debian und Obundus nochmal extra installieren. Ähm.
Tim Pritlove 1:00:06
Ich würde einfach sagen.
Linus Neumann 1:00:08
Oder GPG.
Tim Pritlove 1:00:08
Einfach nichts Sensitives.
Linus Neumann 1:00:11
Sprecht GPG. Nein, ihr müsst immer alles verschlüsseln. Immer alles endet seine Verschlüssel. Da da halte ich es mit äh Julio Assanches.
Tim Pritlove 1:00:20
Ja, aber es ist halt einfach nicht realisierbar heutzutage, ohne weiteres.
Linus Neumann 1:00:26
Ja
Tim Pritlove 1:00:28
Man müsste es und sollte es vielleicht tun, aber es ist halt nicht zumutbar derzeit. Es ist einfach schwierig, ja. Da auf deinem Computer kannst du da was installieren, was machst du dann auf deinem iOS-Device? Ja, es ist einfach nicht.
Linus Neumann 1:00:42
Ja aber das ist das, das finden, das würde ich ja nicht als Status quo akzeptieren wollen, die Scheiße ist doch eigentlich, das ist das ist natürlich geht das ohne Probleme,Natürlich kannst du alles Ende zu Ende verschließen. Du kannst E-Mails, Hände zu Ende verschlüsse, du kannst deine Kurznachrichten, Ende zu Ende verschlüssel, aber in keiner Scheiß-Software ist das einfach nur mit dabei.Immer irgendeinen Plug-in haben. Und das kann doch inzwischen echt kein Zufall mehr sein.
Tim Pritlove 1:01:07
Also die Aussage, keine Software, stimmt nicht so ganz, es gibt welche, die behaupten das zumindest. Äh ich kann jetzt keine Liste nennen, aber ja.
Linus Neumann 1:01:15
Wie gesagt, Adium hat's mit drin, ähm,haben dann inzwischen alle mit drin, das hat sich auch so als Standard durchgesetzt. Klar, da gibt's schon Lösungen, aber das das äh Entscheidende wäre doch eigentlich,Das wird immer und automatisch schon mit drin ist. Und da ist dann, finde ich, Adio mit äh hm für Meck schon einfach die sinnvollste Variante, weil sie OTR einfach direkt mit installieren und machen.
Tim Pritlove 1:01:41
Ja
Linus Neumann 1:01:42
Das kommt am nächsten, dem kommt der, der, der, der, der, dem, dem idealen Zielraum am, am nächsten.
Tim Pritlove 1:01:49
Wenn die Gegenseite das auch kann und selbst wenn sie's kann, funktioniert's dann manchmal dann doch nicht und so weiter. Also es äh jetzt auch, glaube ich, nicht unbedingt jetzt hier unser Fokus. Gut, ich denke, die Skype-Geschichte haben wir,noch ausreichend behandelt, oder? Dann äh schauen wir da nochmal, was wir noch auf dem Programm haben. Gar nichts.
Linus Neumann 1:02:10
Das Spannende bei Skype ist ja noch, äh, noch dazu, dass er ursprünglich mal immer davon ausgegangen ist, dass Skype ja so so schönes äh,und so weiter macht, ne? Und dass sie, dass das ein dass sie dezentral funktionieren würden und so, ne? Und das äh erübrigt sich dann mit dieser äh zumindest bei den Kurznachrichten.
Tim Pritlove 1:02:32
Ja, das war eigentlich auch schon immer Mumpitz, also äh sagen wir mal so, es funktioniert an der Stelle, wo es eben Last vom Hauptnetzwerk nimmt, ja, mit anderen Worten, in dem Moment, wo man Skype macht, arbeitet,arbeitet die eigene Ressource auch noch für andere mit. Ähm da hat man dann aber nichts von.Ja, Linus, das war's, oder?
Linus Neumann 1:02:59
Wär's dann wahrscheinlich für heute.
Tim Pritlove 1:03:01
Ja. Demnächst dann äh wieder auch mal Gäste, heute mal ohne. Das ist eigentlich immer sehr belebend. Ähm um sonst noch irgendwas zu verkünden. Mir fällt jetzt eigentlich nichts mehr ein, weil man mit seinem Intro eigentlich schon leer geschossen.
Linus Neumann 1:03:16
Ja, ich denke auch.
Tim Pritlove 1:03:19
Gut, dann war's das. Ihr seid entlassen. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

Shownotes

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Prolog

Telekom-Demo in Köln

Telekom stellt Netzausbau ein

GEMA, ach weisste…

Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatenauskunft

Skype checkt Links

LNP064 Fehlschlaginduzierte Depression

Sendezentrum — re:publica — Drossel — Netzneutralität — Syrien — FBI — BERwatch

Die 64. Ausgabe von Logbuch:Netzpolitik ist die zweite, die live vor Publikum entstand. Wir waren zu Besuch im "Sendezentrum", dem Podcast-Projekt auf der diesjährigen re:publica in Berlin. Wir bedanken uns bei den Claqueren vor Ort. Außerdem bedanken wir uns bei Martin Delius, der nämlich unser Gast war und nicht nur über Neuerungen im Projekt BERwatch berichtete sondern auch die anderen Themen fleissig mitkommentierte.

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Martin Delius

Shownotes

Prolog

Die Drossel und die Netzneutralität

Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatenauskunft

Der Bundesrat stimmt wie erwartet der Bestandsdatenauskunft zu. Piraten kündigen Verfassungsbeschwerde an.

USA planen Chat-Zugriff für das FBI

Syrien ohne Telefon und Internet

BERwatch 2.5 – Jetzt auch mit OpenData


Und da wir live gesendet haben und das Shownotes-Team anwesend war, gibt es für diese Ausgabe auch ausführliche Shownotes (zusammengetragen von [shownotes mode=“shownoter“])

[shownotes]