Logbuch:Netzpolitik
Einblicke und Ausblicke in das netzpolitische Geschehen
https://logbuch-netzpolitik.de


LNP547 Sprich Modem mit mir

Hey Magenta — Feedback — Altersverifikation — Bahn-DDOS — KI im ÖR — fun facts — Adenauer — DID

Heute ein wenig mehr Feedback um der lebhaften Diskussion in den Kommentaren gerecht zu werden. Dann regen wir uns ein wenig auf weil alle überall KI reinpacken wollen: in die Telefonate und die ÖR-Nachrichtensendungen. Dann ein paar Event-Tips und Kurzmeldungen.

https://logbuch-netzpolitik.de/lnp547-sprich-modem-mit-mir
Veröffentlicht am: 27. Februar 2026
Dauer: 1:21:28


Kapitel

  1. Intro 00:00:00.000
  2. Prolog 00:00:35.131
  3. Hey Magenta 00:02:55.821
  4. Feedback: Social Media Verbot 00:24:00.079
  5. Discord-Altersverifikation 00:40:18.433
  6. Freedom is coming! 00:48:06.983
  7. DDoS auf Buchungssystem der Deutschen Bahn 00:54:55.197
  8. KI-Videos im heute-Journal 01:02:20.176
  9. fun facts 01:11:09.630
  10. Adenauer-Beschlagnahme rechtswidrig 01:15:33.385
  11. DID am Sonntag 01:17:03.949
  12. Epilog 01:18:52.306

Transkript

Tim Pritlove
0:00:00
Linus Neumann
0:00:03
Tim Pritlove
0:00:05
Linus Neumann
0:00:58
Tim Pritlove
0:01:09
Linus Neumann
0:01:16
Tim Pritlove
0:01:22
Linus Neumann
0:01:29
Tim Pritlove
0:01:46
Linus Neumann
0:01:47
Tim Pritlove
0:02:12
Linus Neumann
0:02:33
Tim Pritlove
0:02:35
Linus Neumann
0:03:15
Tim Pritlove
0:03:18
Linus Neumann
0:03:38
Tim Pritlove
0:03:40
Linus Neumann
0:03:51
Tim Pritlove
0:05:00
Linus Neumann
0:05:09
Tim Pritlove
0:05:09
Linus Neumann
0:05:12
Tim Pritlove
0:05:14
Linus Neumann
0:05:29
Tim Pritlove
0:05:33
Linus Neumann
0:05:35
Tim Pritlove
0:05:36
Linus Neumann
0:05:40
Tim Pritlove
0:05:47
Linus Neumann
0:05:48

Herne-Wanne hat 34.500. So. Nenne mir einen Use Case. Dann können wir ja darüber reden, ob wir jetzt sagen, okay, wir geben das Fernmeldegeheimnis auf. Wenn wir einen vernünftigen Use Case finden, dann bin ich ja bereit, jedes Grundrecht in den Wind zu schießen, wenn es mein Leben ein bisschen einfacher macht. Stell dir mal vor, du sagst, das Problem ist ja, Ich weiß noch nicht mal, was das Problem ist. Aber auf jeden Fall wirst du, also was mache ich denn, wenn ich jetzt den Chatbot, wenn ich den nachher bedienen will? Wenn ich sage, fass mal nochmal zusammen, was Oma letzten Sonntag am Telefon alles erzählt hat. Also kann ich dir leider nicht helfen. Also ist der in jedem Gespräch? Damit geht es ja schon mal los. Also um mir irgendeinen Nutzen zu bringen, müsste der ja auch noch State haben. Dann stell dir mal vor, dann merkt er sich einfach alle deine Telefonate. Was halt richtig, also ich meine, das Ding ist einfach nur ein absoluter Überwachungsalbtraum, so einen kleinen Stasi-Magenta, der so alle dein Memory, hey Magenta, was habe ich letzte Woche noch mal mit meiner Oma besprochen. Du sagst das aber im falschen Telefonat mit der anderen Oma. Dann sagt er, ihr habt die halbe Stunde über die andere Oma gelästert oder so. Übrigens, ich sage die ganze Zeit Oma, weil das die einzigen Menschen sind, mit denen man über normale, unverschlüsselte Telefonie telefoniert. Natürlich, man würde ja längst auf irgendein paketvermitteltes, verschlüsseltes System zurückgreifen, damit man nicht irgendeinen KI-Agenten mit im Telefon hat. Vor allem KI-Agent im Telefon, das klingt nun wirklich nicht nach meinem Freund.

Tim Pritlove
0:07:55
Linus Neumann
0:09:05
Tim Pritlove
0:09:09
Linus Neumann
0:10:02
Tim Pritlove
0:10:19
Linus Neumann
0:10:23
Tim Pritlove
0:10:32
Linus Neumann
0:10:34
Tim Pritlove
0:10:45
Linus Neumann
0:10:47

Und nochmal, was ich nicht verstehe ist, kannst du dir irgendwie so eine User Journey vorstellen? Also kannst du irgendwie, wenn die dann so sagen, ja hier, hier haben wir eine Persona, Jetzt lassen wir uns überlegen, was will die? Die will telefonieren. Hm, so. Und jetzt hat sie aber einen plötzlichen Bedarf am Telefon. Welcher Form? Welcher Form? Also nenne mir, also abgesehen von, dass das ein totaler, also wirklich unglaublichen Vertrauensschaden anrichtet an dem eigenen Telefonnetz und so weiter. Aber mal angenommen. Es könnte ja sein, dass es irgendwie einen unglaublichen Use Case gibt, wo alle sagen, ne pass auf, die wissen eh, das Netz ist abhörbar und die wissen eh, das ist alles Käse. Aber die wollen das, die brauchen, die sind am Telefon und wollen unbedingt jetzt was kaufen und die brauchen eine KI, die das für sie macht. Dafür unterbrechen sie ihr Gespräch. Sie haben ja jemanden angerufen und gesagt, nein, nein, nein. Ich brauche im Gespräch jemanden mehr, der mir assistiert. Okay, kann ja sein. Der sagt immer nochmal, pass mal auf, der schreit so ein, der sagt so, ey, ruhig bleiben. Hey, ich wollte, könnte ja auch sein, so ein Therapeuten, so ein Paartherapeuten. Hey, Magenta, Paartherapeuten. Nein. Ist das den anderen auch mal ausreden? Ja, aber, also du, da hat der schon einen Punkt. Da musst du jetzt noch drauf eingehen. Könnt ihr sein, so ein Moderator. Aber nichts davon kann ich mir vorstellen, dass man damit klarkommt, weil du ja diesen einen Audiokanal hast, ich nicht weiß, wer am anderen Ende spricht, weil du keine Videotelefonie hast, und wenn da jetzt noch einer mitmacht, sobald du mit drei Leuten telefonierst, ist es immer so, äh, warte, nee, nee, sag du jetzt. Und Magenta dann immer so, ich, nein, Also ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendetwas damit, also nur wenn du nur einen Werbespot machen musst, so jetzt im Telekom-Netz, KI, welchen Werbespot machst du, wo dann am Ende machst du, du, du, du, du, du, du, Und alle so, boah geil, so will ich auch telefonieren. Ich will auch telefonieren, wo einer dazwischen plappert. Und dann ist das Telefonat vorbei und der Assistent ist weg. Und genau dann brauche ich ihn ja. Nämlich, was hat der gerade nochmal gesagt? Scheiße, ich wollte mir doch, ich wollte doch jetzt irgendwas machen. Waren drei Sachen.

Tim Pritlove
0:13:32
Linus Neumann
0:13:45
Tim Pritlove
0:13:47
Linus Neumann
0:14:00
Tim Pritlove
0:14:02
Linus Neumann
0:14:04
Tim Pritlove
0:14:07
Linus Neumann
0:15:10
Tim Pritlove
0:15:32
Linus Neumann
0:15:34
Tim Pritlove
0:15:40
Linus Neumann
0:15:57
Tim Pritlove
0:16:12
Linus Neumann
0:17:02
Tim Pritlove
0:17:03
Linus Neumann
0:17:18
Tim Pritlove
0:17:20
Linus Neumann
0:17:25
Tim Pritlove
0:18:11
Linus Neumann
0:18:20
Tim Pritlove
0:18:32
Linus Neumann
0:18:33
Tim Pritlove
0:18:37
Linus Neumann
0:18:39
Tim Pritlove
0:18:45
Linus Neumann
0:18:46
Tim Pritlove
0:18:50
Linus Neumann
0:18:58
Tim Pritlove
0:19:22

Ja, aber sie wollen immer in Bereiche vorstoßen, die einfach nicht ihr Bier sind. Das ist ja dieser alte feuchte Traum von den Mobilfunkbetreibern, was sie nicht alles in den letzten Jahren schon probiert haben. Werbung in Webseiten einblenden, ja, einfach da auch wieder so eine Mende, eine Mende, dann halt irgendwie diese ganzen zugangsbeschränkten Dienste, so nach dem Motto, ja, hier für den Normaltarif kannst du Facebook und Twitter machen und wenn du ein richtiges Internet haben willst, musst du extra bezahlen. Also die ganze Zeit wollen sie in irgendeiner Form an die Services ran und die Leute melken und quasi einen Mehrwert erfinden, der eigentlich im Wesentlichen immer nur bedeutet, dass der Default einfach schlechter ist. Und das ist halt einfach nicht geil. Vor allem nicht, wenn man irgendwie jetzt damit wirbt, man hätte ja nun das beste Netz. Gut, klar, sie haben ja in Deutschland immer noch so ein bisschen Standortvorteile und das ist, sagen wir mal, das einzige oder einer der wenigen Argumente für diese Behauptung, dass sie jetzt ein besseres Netz seien als andere Netze. Wenn ich mir so die anderen Netze so anschaue, sie haben auch Schwierigkeiten zu behaupten, dass sie jetzt wiederum das beste Netz seien, aber nur weil man das beste Netz ist, heißt das ja noch lange nicht, dass man ein gutes Netz hat. Und darauf könnten sie sich ja eigentlich mal konzentrieren und wir haben ja ihre ganzen Verfehlungen im Bereich Glasfaser und Ausbaupolitik und so weiter und Service schon ausreichend beklagt und ich finde das sind einfach Dinge, auf die man sich konzentriert. Aber nein, jetzt muss irgendwie wieder dem Hype-Train irgendwie hinterher gerannt werden, der eigentlich schon längst aus dem Bahnhof ist und auch nicht dahin fährt, wo die hin müssen und geben jetzt sinnlos Geld aus für Quatsch, den sie wahrscheinlich schon einstellen müssen, bevor sie das überhaupt offiziell announced haben, weil der Aufschrei wird einfach groß sein. Also wurde bei uns schon verlacht, bevor sie es auf die Messe getragen haben.

Linus Neumann
0:21:26
Tim Pritlove
0:22:10
Linus Neumann
0:22:16
Tim Pritlove
0:22:33
Linus Neumann
0:22:46
Tim Pritlove
0:23:17
Linus Neumann
0:23:19
Tim Pritlove
0:23:22
Linus Neumann
0:23:36
Tim Pritlove
0:23:47
Linus Neumann
0:24:07
Tim Pritlove
0:24:21
Linus Neumann
0:24:23
Tim Pritlove
0:24:29

Oder ist die Oma sich nicht selbst verarschen. Naja, gut, also wir wollen mal ein paar Kommentare vorlesen aus der letzten Sendung, wie wir das so oft machen und das sind ein paar mehr und ein bisschen länger. Und zwar drehen die sich jetzt eigentlich nahezu alle um das Thema Social Media Verbot und ich wollte das einfach mal machen, um nochmal so ein paar andere Perspektiven, die da aufgelaufen sind. Als meine. Oder auch meine. Also es sind ja alle möglichen Perspektiven. Ja, um das einfach mal so ein bisschen, Abzurunden damit vielleicht auch die ganze Diskussion. Ich fange an mit Flo. Ich gehe mit in der Argumentation von Linus, dass die Probleme von Tabak, Alkohol und Glücksspiel im Erwachsenenalter gesellschaftlich nicht durch ein Verbot gelöst werden. Allerdings sehe ich das Hauptargument der Befürworterin einer Altersbeschränkung bei Social Media in der weitaus anfälligeren Entwicklung des Kindes. Hier kann ein Verbot durchaus wirken, genauso wie es bei Alkohol und Tabak im Kindesalter bereits selbstverständlich praktiziert wird. Nicht weil Verbote grundsätzlich das gesellschaftliche Problem lösen, sondern weil Kinder in ihrem biologischen, soziologischen und psychologischen Entwicklungskontext einen besonderen Schutz brauchen. Dem schließt sich auch Martino an und sagt exakt das. Die Altersgrenzen für Alkohol, Tabak und Glücksspiel basieren auf der Erkenntnis, dass der körperliche Schaden für Kinder und Jugendliche besonders groß ist, die Anfälligkeit für Süchte höher ist und zudem die Fähigkeit, einen problematischen Umgang bei sich selbst zu erkennen und gegenzusteuern, noch nicht so ausgeprägt ist wie bei Erwachsenen. Alles natürlich mit statistischen Schwankungen, die Ausnahmen in beide Richtungen erzeugen. Deshalb belegen wir Alkohol, Tabak und Glücksspiel mit Altersgrenzen nicht, weil es alle Menschen schützt und alle Probleme verhindert. Es ist eine Abwägung zwischen dem Schutz der Schwächsten und der Freiheit aller, diese Dinge trotzdem zu tun. Diese Argumente werden nun auf Social Media übertragen. Die alte Hippe fügt folgende Gedanken hinzu. Was für mich machbar wäre, ist eine gezielte Regulierung der Plattformen, die alle Userinnen betrifft. Diese Regulierung muss beinhalten, dass eine Moderation eingeführt wird, die auch ihren Namen verdient. Inhalte dürfen sich nicht lediglich nach der Strafbarkeit richten, sondern es müssen grundlegende Dinge wie Mobbing, menschenfeindliche Propaganda usw. Verboten werden. Die Regulierung könnte dann wie folgt durchgesetzt werden. Erstens Mahnung, zweitens Geldstrafe, drittens höhere Geldstrafe, viertens Sperrung der gesamten Plattform im Land, fünftens alles davon muss zügig durchgeführt werden, keine monatelange Wartezeit. Ja, eine Sperrung kann man umgeben, aber das machen gefühlt nur die Hörerinnen von Lochblut-Netzpolitik, deshalb ist das eine machbare Option. Fazit, man kann die Plattform regulieren, braucht kein Verbot von Social Media, das ausschließlich Kinder und Jugendliche unter dem Vorwand des Schutzes benachteiligt. Ja, ähm, Dann Phil. Ich wollte bei der Diskussion zu Social Media darauf hinweisen, dass die Problemdiagnose hier noch ziemlich schwammig ist. Klar bauen die Unternehmen ihre Seiten, um Nutzungszeiten zu maximieren und Kinder sind da leicht verführbar. Den umfassenderen Behauptungen, Social Media hätte verheerende Effekte auf Kinder, hängt aber nach meinem Empfinden etwas der Geschmack einer Moral Panic an. Es ist empirisch überhaupt nicht klar, ob Social Media bzw. Die mentale Gesundheit von Kindern schädigt. Und selbst die Studien, die finden, dass es das tut, finden nur relativ kleine Effekte. In der Diskussion, nicht unbedingt bei euch, klingt es aber manchmal so, als wäre das hier eindeutig der Untergang des Abendlandes und als würden flächendeckend die mentale Gesundheit von Kindern ruiniert. Das ist aber, wie gesagt, gar nicht klar und war so ähnlich sicher auch die Befürchtung der alten Menschen, als Radio und Fernsehen aufkam. Die Forderung nach einem Verbot klingt für mich eher nach klassischem The Kids These Days Gerede und der Absicht beim alten Wahlvolk einfache Punkte zu holen, ohne Rücksicht darauf, was Kindern nun wirklich helfen würde. Das war einmal noch. Andreas fügt folgendes hinzu. Also ich muss ja jetzt wirklich mal was zu sagen bezüglich möglicher Altersbegrenzung oder Einschränkung von Social Media Plattformen für Kinder. Natürlich ist das, was Linus sagt, richtig. Natürlich müssten die Plattformen dazu gezwungen werden, diese ganzen süchtig machenden Algorithmen und so weiter nicht mehr anwenden zu dürfen. Natürlich muss es knallharte Regelungen dafür geben zum Schutz aller. So viel in der Theorie. Aber selbst wenn es sie teilweise gibt, man kommt mit ihnen nicht richtig durch. Du könntest jetzt auch den Tabak verbieten und trotzdem würde es Leute geben, die illegal Tabak irgendwie beschaffen, denen dann Kinder ohne Altersbegrenzung auch rauchen dürften. Weil die Konzerne dürfen ihn ja nicht mehr herstellen. Was jetzt vom Balkon kommt, ist ja dann okay. Nein, so funktioniert das Leben leider nicht. Nur durch Regeln, eben auch Altersregeln. Eben auch als Jugendschutz bekannt, funktioniert manches so, wie es sein sollte. Gilt für brutale Filme, gilt für Pornografie, gilt für gewisse Lebensmittel, für Getränke oder sonst was. Ohne zu bestimmen, für welche Altersgruppen etwas geeignet ist, würde es in jeder Hinsicht drunter und drüber gehen. Mir ist es ein Rätsel, warum davon das Internet ausgenommen sein sollte. Warum sollten davon Social-Media-Plattformen ausgenommen sein? Zumindest was wir jetzt gerade im Moment erleben, führt ja zu folgender Erkenntnis auch bei mir. Bis vor ein paar Jahren wäre ich auch gegen eine Altersbegrenzung gewesen, aber die Realität zeigt mir etwas anderes. Ich habe selber noch schulpflichtige Kinder und kann euch nur sagen, da gibt es einen Großteil in jener Schulklasse, die ganz klar geschützt werden müsste. Die Folgen sind schon auf 20 Meter Entfernung offensichtlich. Da sind schon so viele Schicksale in den Brunnen gefallen, dass es ein Schaden, der diese Leute ein Leben lang verfolgen wird. Hätte es ein altersbegrenzendes Verbot gegeben, wären sicherlich einige von den Kindern ohne diese Schäden davon gekommen.

Linus Neumann
0:30:48
Tim Pritlove
0:30:49

Die Schäden sind so dermaßen groß, dass manche von denen noch nicht mal mehr in der Lage sind, 15 Minuten einem Unterricht zu folgen. Konzentrationsfähigkeit leicht. War ich noch nie. Ja, und damit meine ich nicht die langweiligen Unterricht, den wir auch von früher kennen und dem wir auch nicht 15 Minuten lang gefolgt sind. Wenn wir als Gesellschaft warten, bis wir die Plattformen so weit haben, dass sie eventuell irgendwann mal ihr Angebot so dermaßen einbremsen müssen, dass diese Gefahren vielleicht geringer werden, bis dahin ist unsere Gesellschaft schon kaputt. Viele Eltern können das überhaupt nicht abschätzen. Das ist so eine brutale Gefahr. Das wäre das Gleiche, als wenn der Alkohol aus allen Ecken der Wohnung quellen würde und direkt in den Mund läuft. Dieses Social Media ist so nah, das ist einfach so präsent. In jedem Moment, wo man sein Smartphone in die Hand nimmt, Und da ist die aktive Aktion, um zum Beispiel eine Dose Bier zu kaufen, da ging fast ein Marathonlauf. Nein, unsere Kinder müssen davor mit einem Verbot geschützt werden. Zusätzlich muss natürlich auch an die Älteren gedacht werden. Wie Linus sagt, da muss natürlich die Plattform reguliert werden. Aber ich sehe da in den nächsten Jahren kaum eine Möglichkeit, die Plattform so unter Kontrolle zu kriegen. Da müssen wir eben unser Europa unter Kontrolle kriegen und unsere Kinder dort aktiv schützen. Auch wenn das vielleicht graue Männer sind, die das fordern oder dass das so scheint, frag mal junge Lehrer an den Schulen, frag mal die Vertrauenslehrer und die Schulpsychologen, was da los ist. Das sind Leute, die sind 30 bis 40 Jahre alt und die müssen zerstörte Kindheitsgemüter feststellen und das täglich. Einen habe ich noch von nur so ein Gedanke. Ein Verbot von sozialen Medien greift meiner Ansicht nach zu kurz, denn es löst nicht das eigentliche Problem. Die entscheidende Fähigkeit, sowohl im Umgang mit sozialen Medien als auch mit elektronischen Geräten allgemein, ist die Kontrolle der eigenen Impulse. Wann, wo, warum und wie lange nutze ich das Gerät? Schon lange vor der algorithmischen Verführung durch personalisierte Inhalte müssen Menschen gelernt haben, ihr eigenes Verhalten zu steuern. Das Selbst-Selbst-Reflektionen voraus, einen anstrengenden Prozess, der uns Menschen nicht leicht fällt. Ist es für Erwachsene schon schwierig, so sind Kinder unter 14 Jahren in der Regel noch nicht in der Lage, ihr Verhalten bewusst zu hinterfragen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich ihre Wahrnehmung ab diesem Alter anfängt zu verändern. Doch bis sie ihr Handeln wirklich kontrollieren können, dauert es noch lange. Was sie jedoch sofort lernen, und zwar mit dem ersten Kontakt, ist, digitale Geräte sind spannender als die reale Welt. Dieser Wahrnehmung sind sie oft mit der Begründung, sie dürften den Anschluss nicht verpassen, schutzlos ausgeliefert. Da Mensch immer lernt, also nicht lernen kann, verstärkt die frühe Nutzung das falsche Verhalten, das später mühsam wieder korrigiert werden muss. Solange wir ihnen also nicht beibringen, ihre Impulse zu steuern, bleibt ein Verbot nur noch ein verzweifelter Versuch, ein Problem zu lösen, das wir noch nicht richtig verstanden haben. Leider kann das Problem durch die Eltern allein nicht gelöst werden. Der Gruppendruck und die soziale Ausgrenzung bei Kindern, die nicht dabei sind, ist enorm, sodass hier eine demokratische Regelung notwendig ist, um einheitliche Bedingungen zu schaffen. Darüber hinaus sollten die Schulen das Erlernen der mentalen Fähigkeiten pädagogisch begleiten, wegen mir auch anstatt des schlecht ausgestatteten Informatikunterrichts. Das war jetzt mal so eine Packung von verschiedenen Kommentaren. Es gab noch mehr, aber ich würde mal sagen, das deckt das Spektrum der Antworten, die wir jetzt dazu erhalten haben, ganz gut ab.

Linus Neumann
0:34:19
Tim Pritlove
0:34:21

Ich will jetzt nicht sagen, dass die Kommentare alle in eine Richtung weisen, aber man sieht hier, glaube ich, ganz gut, dass es auch sehr unterschiedliche Einschätzungen und Befürchtungen gibt. Einerseits, andererseits, dass also, glaube ich, auch auf jeden Fall so ein Konsens da ist, dass man sich auf jeden Fall... Vor allem auf die Regulierung der Plattformen konzentrieren sollte. Also das ist mindestens die mittel- und langfristige Lösung hier, also die ich jetzt auch aus dem Feedback rauslese und die auch generell ja unterstützen kann, weil wir im Wesentlichen ja diese algorithmische Bespielung. Dauerbespielung, dass das eben vor allem das Problem ist. Dann gibt es natürlich noch so ein paar andere süchtig machende Effekte, so dieses permanente schnelle Nachliefern, dieser TikTok-Effekt, das ist, und bei Instagram ist es ja nicht viel besser und YouTube hat ja auch solche Funktionen, also alle liefern das ja im Prinzip nach, swipe, swipe, swipe, zack, zack, zack, zack, ein Ding nach dem anderen und abgesehen davon. Dass halt hier vor allem beklagt wird, Das ist sozusagen ein bisschen diese Aufmerksamkeitsökonomie und damit auch so die Kommunikation untereinander einfängt. Und ich denke, das hat jeder auch schon mal miterlebt, der das ein bisschen mit Kindern begleitet hat. Nicht nur mit Kindern, aber vor allem eben auch mit Kindern. Und das ist nochmal so ein anderer Aspekt. Offen ist natürlich jetzt, inwiefern ein Verbot hilft. Stimmt sicherlich, also keiner von uns geht davon aus, dass jetzt sozusagen ein Verbot sich technisch uneingeschränkt umsetzen lässt. Andererseits ist es halt schon so, dass wir es hier mit einem Phänomen zu tun haben, was offensichtlich bei Kids einfach auch wirklich eine krasse Wirkung hat und das ist ja nicht nur dieses Algorithmische, sondern kommen ja auch die anderen Aspekte mit rein, mit. Was ja alle sozialen Netze schon von Anfang an mitgebracht haben, also die ganze Problematik der Beleidigung und Bedrohung und dem Bilden von Banden im Netz und dem Hating und all das und das macht natürlich auch vielen Kids eine Menge Ärger.

Linus Neumann
0:37:04

Ich würde abschließend nur einen kleinen Hinweis bringen, weil es auch gerade in den Kommentaren war. Es gibt einen großen Unterschied zu Tabak und Drogen. Wenn du sagst, du verbietest, Den Betrieb von beispielsweise Facebook, Instagram, TikTok. Das ist einfach verboten, in Europa oder in Deutschland bereitzustellen. Dann wird es das ja auch einfach nicht geben. Und es kann auch seine süchtig machenden Effekte im Zweifelsfall nicht so gut ausspielen, wenn es nicht den sozialen Pull-Faktor hat, dass Leute da rein wollen bei Instagram kann man nochmal anders argumentieren, weil das halt die Menschen im Zweifelsfall auch zufrieden sind, wenn sie Amerikaner oder Amerikanerinnen folgen können oder so, aber es ist auf jeden Fall, anders als Drogen die ein Individuum süchtig machen durch eine individuelle Wirkung, glaube ich das ist halt quasi ein Verbot von sozialen Medien, quasi und zwar von dem Geschäftsmodell. Das ist das, weil du das machst. Solange das Geschäftsmodell funktioniert, würden die das ja auch immer wieder anbieten. Dann funktionieren auch so Sachen wie, es wird umgangen oder so. Aber ich glaube, dass anders als bei Drogen oder Alkohol, die trotzdem immer verfügbar gemacht werden, weil es immer Nachfrage danach gibt, glaube ich, dass dass tatsächlich so ein breites Verbot von Social Media über alle Altersgruppen sich sehr viel effektiver zeigen würde als ein, sagen wir mal, das Verbot von Heroin oder so. Ja. Weil du dir eben, oder früher Cannabis oder sowas, jetzt darfst du dir deine Cannabis-Pflanze auf dem Balkon züchten. Viel Spaß mit deinem selbstgezüchteten sozialen Netzwerk. Nochmal, ich rede ja ganz besonders nicht davon, normale, ehrliche Kommunikationsmöglichkeiten wie Fediverse oder sonstiges altersbeschränkt zu machen, sondern eben dieses Geschäftsmodell gezielt Menschen süchtig zu machen, das glaube ich, das ist sicherlich schädlich für Kinder, aber genauso schädlich für Erwachsene aber da war auch einer der Kommentare, der sagte ja, wenn wir, ein Verbot machen und das demokratisieren also oder quasi demokratisch regeln dass eben alle gleichermaßen davor geschützt werden von den Kindern, dass man sagt so, Also die einen sind anfälliger als die anderen und so weiter und das machen wir durch ein Verbot, klärt man das einfach, vereinheitlicht man das. Das war auf jeden Fall ein Argument, was ich erstmal interessant fand. Was bei all dem aber ein bisschen außer Acht gelassen wird, ist, irgendwie muss dieses Alter ja auch geprüft oder nachgewiesen werden.

Tim Pritlove
0:40:29
Linus Neumann
0:41:58
Tim Pritlove
0:43:57
Linus Neumann
0:45:32

Ja, aber was sind ja da, also diese, und vor allem, das ist ja auch nur, das finde ich ja auch sehr spannend, diese Analysen, sie lesen sich echt super, das ist halt hauptsächlich irgendwie so, mal das Frontend analysiert, mal geguckt, was das Ding alles für Werte zurückliefert, also, oh Mann ey, das ist schon wirklich nicht so schön. Nun, ja, also das mit der Altersverifikation ist wirklich, und wir haben ja häufig darauf hingewiesen, auch immer wenn Khaleesi über Chatkontrolle redet, spricht sie auch dieses Thema an, natürlich auch bei uns. Das ist die Idee, irgendwelche Altersgrenzen einzuziehen und dann automatisiert dieses Alter zu prüfen. Da kommt eine Technologie zum Einsatz, die willst du eigentlich nicht ausrollen. Und das ist auch ein sehr großes Problem, weil eben, nochmal, das sind nicht nur die Kinder, die da ihren Ausweis zeigen müssen oder ihr Gesicht zeigen müssen. Und genau dieses Zeig mir dein Gesicht, Ist ja so, dann sagst du, hey, da muss jeder, jede oder jeder seinen Ausweis zeigen und dann kommen die KI-Overlords und sagen, nee, nee, gar kein Problem, lass uns einfach dein Gesicht scannen, wir rechnen einfach 297 Werte und vergleichen dich und wenn du ein Krimineller bist, dann liefern wir dich direkt, melden wir dich direkt den Bullen, ne, das ist halt, also, weißt du, das ist so, Oh, da kommen wirklich eine ganze Menge Überwachungsdinge auf einmal zusammen, die wir dann halt auch noch in irgendeinem Peter Thiel-gefandelt ein Start-up geben wollen. Und dann sagt Discord, ja nee, wir machen das nicht mit denen. Und in drei Wochen ist das dann kalter K-Fan, das ist halt eine andere.

Tim Pritlove
0:47:26
Linus Neumann
0:47:47
Tim Pritlove
0:47:54
Linus Neumann
0:48:03
Tim Pritlove
0:48:08
Linus Neumann
0:48:11

Ja, das ist ja, also es gibt eine Webseite, die jetzt aufgefeilt ist, freedom.gov wo sich offenbar unter einem, zumindest unter einer Government Domain, also einer US-Government Domain, so angekündigt wird, ja, wir verschaffen euch Freiheit, wenn ihr unter Internetzensur leidet. Beispielsweise, weil X wegen Verbreitung von, irgendwelchen Deepfake-Nudes gesperrt wurde oder so oder ein VPN, wenn hier irgendwie gegen euch vorgegangen wird, weil es ja alles ein Kampf gegen Free Speech, Ich finde das sehr, tja, unterhaltsam, weil natürlich ist, also information is power, reclaim your human right to free expression, get ready. Also das ist halt schon. Tja, also, dass die USA, Meinungs- und Zensurfreiheit, als großes Thema sehen und auch gegenüber von mir aus anderen Staaten, und gegen deren Interessen versuchen durchzusetzen und zu ermöglichen in deren Rechtsraum, das hat uns halt auch sowas wie Tor oder Signal gebracht. Weil dass sie das tun, das ist schon eine klassische Tradition, dass sie für diese Werte eben auch einstehen und technische Methoden zu ihrer Durchsetzung gegen Angriffe und Unterdrückungen ermöglichen. Bisher war es halt immer so, dass, naja, okay, das nutzen auch Kriminelle eben der unschöne, aber tolerierte Nebeneffekt war. Und was wir bisher nicht hatten, war, dass sie sagen, naja, okay, das setzen wir eben von mir aus auch gegen, was weiß ich, gegen Europa durch, wenn die auf einmal unsere Plattformen versuchen zu regulieren oder so. Das ist der neue Teil. Auf jeden Fall finden wir uns jetzt in einer, ironischerweise, in einer Situation wieder, in der sich China seit 15, 20, 30 Jahren befindet, dass eben versucht wird, den Zugriff auf das, was die USA als Meinungsfreiheit erachtet, auch gegen, juristische Mittel oder Sperren oder Gesetze oder Regulierungen in Deutschland durchzusetzen. Ich finde es natürlich absolut ironisch und absolut insane. Aber es überrascht mich ehrlich gesagt auch nicht, weil ich weiß, dass sie das eben quasi eine grundsätzliche, auch diese Rede, die der Vance, war das ja letztes Jahr auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehalten hat, wo er da meinte so, ich mache mir Sorgen um die Meinungsfreiheit. Die Rede war ja natürlich an das Publikum gerichtet, aber sie war natürlich auch an die Amerikaner und Amerikanerinnen zu Hause gerichtet, die es halt verfolgen. Und in der US-Öffentlichkeit ist es natürlich, das ist so die eine große wichtige Sache, die das freie Land von dem unfreien Land unterscheidet, gibt es da Meinungsfreiheit. Und natürlich ein komplett falsches oder Redefreiheit, komplett falsches Verständnis davon, wie das jetzt irgendwie in diesen Fällen alles richtig, aber der Vorwurf in diesem Land gibt es keine Redefreiheit oder das Flag, das wirkt halt auch innerhalb der USA sehr stark wenn du sagst so, achso du kommst aus einem Land, wo man nicht sagen darf, was man möchte. Genauso wie dieser Ami, der gestern im Zug der durfte auch sagen, was er möchte, nämlich Excuse me sir, I was gonna sit there und wollte mich von meinem Sitz verscheuchen auf den ich mich gerade gesetzt hatte und da habe ich halt von meiner Redefreiheit Gebrauch gemacht und ihm erklärt was eine Reservierung ist. Aber er durfte das sagen, im Freisland, ich finde es auf jeden Fall ironisch, mehr als eine Ankündigung gibt es da nicht, aber dieser... Dieser Blickwinkel aus der US-Regierung wundert mich nicht und der wird auch innerhalb der USA relativ stark wirken.

Tim Pritlove
0:53:36
Linus Neumann
0:53:46
Tim Pritlove
0:54:51
Linus Neumann
0:55:02
Tim Pritlove
0:55:20
Linus Neumann
0:55:24

Nee, gab's nicht. Ich muss auch ehrlich sagen, Ich kenne auch keinen, der sich über eine Schwankung beim Buchungssystem der Deutschen Bahn beschwert hat. Was ist passiert? Es gab DDoS-Angriffe auf das Buchungssystem der Deutschen Bahn. Also Buchungssystem der Deutschen Bahn, www.bahn.de, Suche oder was, kannst du ein Ticket kaufen. Viele machen das. Und da die App, der DB Navigator, die idealerweise hat die Zugang dazu, speichert das Ticket dann und dann kannst du Bahn fahren. Und dahinter verbirgt sich natürlich ein IT-System, das irgendwie die Fahrtberechtigungen verwaltet und verkauft und einträgt und gültige QR-Codes signiert oder was auch immer. Und... Dieses System war Ziel eines Denial-of-Service-Angriffes. Computersysteme haben endliche Ressourcen. Alle Computersysteme haben endliche Ressourcen. Primär bei so einem Service sind das natürlich die CPU- und RAM-Ressourcen. Du musst ja die ganze Zeit Tickets verkaufen und hier bezahlen. Und nee, hast du Namen, Kontonummer falsch eingegeben. Ach, Stornierung. Nee, kannst du gar nicht mehr stornieren. Das waren Sparpreise. So und so weiter und so fort. Das ist also ein vielbeschäftigtes IT-System und für diese Beschäftigung braucht es CPU und RAM und eine Internetanbindung. So, die drei Sachen, wenn eines von den drei zu viel beansprucht wird, dann fängt es an zu ruckeln. Und wenn man das massiv überanspricht, dann hört es halt unter Umständen auch vollständig auf, verlässlich zu antworten. Kann man machen, indem man besonders komplizierte Aufgaben gibt oder so. Dann würde man vielleicht beim Compute irgendwann mal an die Grenzen stoßen. Oder wenn man es wirklich schafft, so viel Netzwerktraffic dahin zu schicken, dass die Leitung saturiert ist. Und da gab es jetzt halt letzte Woche irgendwie Schluckauf bei der Deutschen Bahn und dann haben sie gesagt, ja wir sind, haben sich irgendwann auch öffentlich dazu geäußert, haben gesagt, ja hier, wir sind Ziel eines. Denial-of-Service-Angriffs und wir bemühen uns den unter Kontrolle zu bringen, haben den unter Kontrolle zu bringen, haben den unter Kontrolle gebracht und dann gab es immer mal wieder Schluckauf, so gut. Und sicherlich, also wenn du einen Denial-of-Service-Angriff bekommst, dann musst du über Netzwerkmanagement versuchen, dem irgendwie Herr zu werden. Und wenn du das bei deinen, quasi da, wo deine Leitungen ankommen, nicht hinkriegst, dann musst du irgendwann vielleicht Hilfe suchen und dir beim DKICS oder so schon möglichst viel Null ruten lassen oder so. Du musst halt irgendwie den Traffic möglichst so weit wie möglich weg von dir schon filtern, wenn es so viel ist. Oder kurzfristig halt die Ressourcen hochfahren, um mit der Menge zurecht zu kommen. Das kostet aber Geld und kann nicht dein Interesse sein. Das ist ein Problem, was alle Webseiten am laufenden Band haben, die einen mehr, die anderen weniger. Und entsprechend würde ich davon ausgehen, dass die Deutsche Bahn das im Prinzip am laufenden Band derartigen Angriffen ausgesetzt ist und auch am laufenden Band, die in der Regel wahrscheinlich automatisiert wegmanagt Und irgendwie ist es jetzt einer Gruppe gelungen, das halt mal entweder durch die Menge oder durch eine Schwierigkeit, den Traffic zu erkennen als bösartig früh, ist es dann gelungen, die Ressourcen zu überlasten. Was Spannende ist ich habe niemanden klagen hören ich kenne niemanden der gesagt hat ich konnte nicht Bahn fahren oder ich konnte dem scheiß Ami nicht meine Reservierung zeigen als der böse wurde oder so, habe ich keine Geschichte von gehört gab es bestimmt die Frage ist welches Ausmaß die hatten und ob jetzt, ob dadurch sag ich mal in dem normalen Tag der Bahn ernsthaft mehr Probleme aufgetreten sind, als an jedem anderen Tag der Bahn. Und ich würde mir tatsächlich die Frage stellen, war nicht eventuell einfach nur Ziel der Angreifer, eben in die Tagesschau zu kommen und dass darüber berichtet wird. Und das fand ich tatsächlich, das hat in einem sehr großen Ausmaß stattgefunden. Das war Tagesschau-Thema, Bild-Zeitung, überall Cyber-Angriff auf die Deutsche Bahn, meine Güte. Sind die Kundendaten noch sicher? Und dann durften sie alle lange Interviews geben, inklusive mir. Und ich habe dann versucht zu sagen, mehr als dass man da kein Ticket kaufen kann, passiert halt auch nicht. Also Denial-of-Service-Angriffe sind ein Ärgernis, aber sie sind eben auch eines, dass man in den Griff bekommt und in den Griff zu bekommen hat und auch das ist ja der Bahn auch hier gelungen. Insofern weiß ich nicht, ob das nicht ein bisschen out of proportion dann war. Gleichermaßen, natürlich sollte man sich das nicht gefallen lassen. Natürlich gibt es da einen Urheber hinter diesen Angriffen und man muss sich schon sagen, okay, da eskaliert jetzt etwas, wollen wir uns vielleicht wehren. Ja, Jürgen Schmidt, der Ju von Heise, hat so ein bisschen gesagt, naja, okay, das eskaliert jetzt, wir lassen uns das gefallen, was ist hier mit unserem Pazifismus und da kann man jetzt von mir aus sagen, ja, okay, du hast mal jetzt halt irgendwas zurück, stört dir aber genauso wenig wie uns. Ich weiß es nicht, ja. Ja. Es schließt auch damit, die defensive Bemühungen darf man natürlich nicht vernachlässigen und ja, das passiert halt. Muss man eben dann mal wegmanagen. Insofern fand ich das ein bisschen übertrieben. Der einfache Weg für die Deutsche Bahn wäre natürlich gewesen, ja okay, dann schalten wir den Krempel halt hinter Cloudflare, aber das passt halt nicht so zur Souveränitätsdebatte gerade. Was auch nicht so zur Souveränitätsdebatte passte, war, dass im Heute-Journal in einem Beitrag über die Einsätze von ICE, also der US-Grenzpolizei, die da regelmäßig mit sehr extrem brutalen Einsätzen bis hin zu mehreren Tötungen und regelmäßiger starker Gewalt gegen Menschen immer wieder von sich reden. Macht, da gab es einen ZDF-Beitrag, wo. Erstens ein KI-Video gezeigt wurde, von einer weinenden Mutter und Kinder und das war aber halt nicht echt und dann eine weitere Sequenz, die zwar nicht gefälscht war, aber wohl irgendwie nichts mit dem Thema zu tun hatte, also zwei falsche Videos zur Bebilderung der Nachrichten und das ist natürlich auch, das ist schon wirklich peinlich. Also das ist, das darf nicht sein. Dann haben sie irgendwie gesagt, ja, das war ein technischer Fehler bei der Überspielung. Wir hätten eigentlich die KI-Szene kennzeichnen sollen, wollen, das ist uns irgendwie nicht gelungen. Aber ey, komm, ich guck, also ich mein, wenn ich heute Journal gucke, dann nicht, weil da die KI-Videos gekennzeichnet werden, sondern weil idealerweise, da keine drin vorkommen. Ich meine, ich hatte den Beitrag gestattet, da wurde auch drauf eingegangen, dass es halt KI-Videos gibt zu dem Thema. Aber das war, nee, nee, das konnte man so nicht machen. Naja, jetzt haben sie sich natürlich dann nochmal richtig dafür entschuldigt. Aber das ist schon ein bisschen peinlich. Handwerkliche Fehler.

Tim Pritlove
1:04:14

Handwerkliche Fehler. Also ich meine, erstens war es so, dass in diesem Video wohl das Sora, also das ist mit dem Video-Generations-Service von OpenAI erzeugt worden, Sora. Und naja, es war halt etwas, was irgendwie so getan hat, als würde es irgendwie vielleicht unter Umständen zu diesem Thema dazugehören. Und das Ganze aber auch so ein bisschen mit dieser Optik von, ja das ist hier so auch, das wurde gefilmt, das wurde gepostet und kann mir gut vorstellen, dass das auch von irgendjemand gepostet wurde, aber es hätte halt halbwegs erfahrenen Bildredakteuren schon mal bekannt gemacht worden sein, dass es Sora gibt. Ich meine, das war ja nun viel in der Diskussion in den letzten Monaten. Also erstmal rein aus Tech-Perspektive, weil es halt irgendwie krass ist, aber natürlich auch aus einer journalistischen Perspektive. Und deswegen hat ja dieses Video dann auch dieses Wasserzeichen. Das hätte man also auf jeden Fall schon mal erkennen müssen. Und das andere, dass halt einfach da ein Video kommt, was vielleicht echt ist, aber halt nichts mit der jeweiligen Situation zu tun hat. Das kommt noch dazu. Ich meine, wir sind wahrscheinlich auch mittlerweile alle ein bisschen übersättigt. Das soll jetzt gar nichts entschuldigen. Also das ist natürlich völlig Banane, was das ZDF gemacht hat. Und es war auch extrem peinlich, wie sie erst versucht haben, da ihren Arsch zu retten und solche Ausreden und Erklärungen. Das Muster zu liefern, anstatt einfach zu sagen, ja, sorry, irgendwie, dass das passiert, hätte nicht passieren dürfen. Jetzt wurde da halt diese amerikanische, also in den USA zuarbeitende, nicht Moderatorin, sondern Autorin dieses. Beitrags wurde irgendwie geschasst, kam aber später raus, dass eine längere Version davon schon mal im Mittagsmagazin auch lief. Da waren dann aber diese Videos nicht dabei. Also es ist wirklich so ein bisschen unklar und wird bisher einfach noch nicht ausreichend erklärt. Was da jetzt beim ZDF eigentlich wirklich gelaufen ist und sie haben da irgendwie auch jetzt nicht das Rückgrat, einfach mal klar Schiff zu machen. Das ist schon mal grundsätzlich zu bedauern. Auf so einer Metaebene muss man sagen, Ich meine, mich hatten Bebilderungen von Fernsehnachrichtenbeiträgen schon immer genervt. Weil es halt oft so, naja, irgendein Bild muss halt immer zu sehen sein und was nimmt man dann? Naja, wenn die Arbeitslosenzahlen kommen, dann hast du halt so einen Schwenk über den Eingang von irgendeinem Arbeitsamt in Deutschland und dann hast du Cut und dann hast du irgendwie irgendwelche wartenden Personen, die irgendwie, was weiß ich, in der Warteschlange stehen und Cut und dann eine Tafel mit ein paar Zahlen. drauf und das war schon immer langweilig. Und auf YouTube zum Beispiel, wenn du da auch mal guckst, da gibt es ja mittlerweile auch so viel, also einerseits auch schon so komplett generierten Quatsch in allen Varianten, das ist wirklich, wird langsam wirklich schwierig. Der teilweise gar nicht mal mehr versucht irgendwie zu erklären, dass das hier irgendwie alles AI generiert ist, sondern es ist halt dann aus den unterschiedlichsten, Gründen, Meistens hat es natürlich was mit Geldverdienen zu tun, aber manchmal eben auch einfach mit politischer Motivation werden halt diese Videos generiert und online gestellt, aber auch so die normalen Sachen, wo halt irgendwas erzählt wird und wo dann einfach so vollautomatisiert mit was wird gerade gesagt, ah, da kommt Auto drin vor, kommt Fabrik drin vor und dann wird halt automatisch aus so einer Videobild-Datenbank irgendein Clip rausgesucht, der dann einfach angezeigt wird. Und dann blickst du die ganze Zeit auf diesen ganzen Bildbrei und weißt schon irgendwie gar nicht mehr, was Sache ist. Und ich glaube, da zerbröselt auch langsam allen das Hirn, auch denjenigen, die irgendwie sowas machen. Und wenn jetzt der öffentliche Rundfunk und Nachrichtensendung im Allgemeinen ihren hohen Anspruch, von dem sie ja selbst behaupten, dass sie den hätten, wenn sie den aufrechterhalten wollen, dann müssen sie sich an der Stelle einfach mal deutlich unterscheiden. Und das tut man eben nicht durch solche Sachen.

Linus Neumann
1:08:59
Tim Pritlove
1:11:00
Linus Neumann
1:11:01

Jetzt ist es passiert. Jetzt haben wir das auch hinter uns. Das ist auch gut. Das muss ja irgendwann passieren. Dann würde ich noch gerne davon erzählen, ich war, wo war das denn? Montag, genau. Am Montag war ich bei der Weltpremiere von Fun Facts. Und das ist ein wirklich interessantes neues Projekt, wo sich wirklich Unmengen an Comedians. Und Redakteurinnen, Factchecker, JournalistInnen zusammentun, um ein unterhaltsames Nachrichtenformat zu machen. Live auf Bühnen in Berlin, München, Köln, Hamburg, Leipzig auch noch. Und das sind ein tägliches Nachrichtenformat machen. Und das eben Fun Facts, das sind Fakten, das ist noch trotzdem Spaß. Die erste Sendung, die erste Folge wird am 2. März mit Luisa Neubauer, Anne Brorhilka und Marc-Uwe Kling sein. Dann zweite ist mit Sarah Brosetti und Daniela Seperi und dann geht das so weiter. Es sind Unmengen an Leuten. Nico Semsroth, Sebastian 23 und wen du nicht alles kennst. Ralf Rute. Wirklich ein sehr, sehr, sehr breites Ding. Und die zeichnen glaube ich viermal, also an vier Wochentagen auf und senden an fünf. Quasi an einem Tag wird dann noch quasi so ein etwas längerer Teil für einen Freitag aufgezeichnet und das könnte echt ziemlich cool sein. Das Ganze mit Heinz Strunk, 6. April Heinz Strunk in Hamburg, da kaufe ich jetzt ein Ticket, mach mal Pause, da will ich hin. Okay, also es ist richtig viel, richtig coole Leute. Ähm, Ja, und das finde ich ganz cool, zumal sie, also natürlich auch diese Veröffentlichung muss irgendwie auf die Plattform natürlich setzen, werden aber auch alle Videos primär selbst hosten und über föderierte soziale Medien verbreiten und so. Das könnte echt interessant sein. Das finanziert sich primär durch Spenden und Tickets. Insofern könnt ihr mal anschauen, wenn da eure Stars dabei sind, dann könnt ihr euch Tickets kaufen.

Tim Pritlove
1:14:06
Linus Neumann
1:14:10
Tim Pritlove
1:14:12
Linus Neumann
1:14:16
Tim Pritlove
1:14:23
Linus Neumann
1:14:27
Tim Pritlove
1:14:52
Linus Neumann
1:14:55
Tim Pritlove
1:14:58
Linus Neumann
1:15:02
Tim Pritlove
1:15:08
Linus Neumann
1:15:12
Tim Pritlove
1:15:20
Linus Neumann
1:15:23
Tim Pritlove
1:15:26
Linus Neumann
1:15:28
Tim Pritlove
1:16:07
Linus Neumann
1:16:20
Tim Pritlove
1:16:25
Linus Neumann
1:16:29
Tim Pritlove
1:16:31
Linus Neumann
1:16:33
Tim Pritlove
1:16:37
Linus Neumann
1:17:00
Tim Pritlove
1:18:53
Linus Neumann
1:19:00
Tim Pritlove
1:19:09
Linus Neumann
1:19:10
Tim Pritlove
1:19:18
Linus Neumann
1:19:35
Tim Pritlove
1:19:37
Linus Neumann
1:19:52
Tim Pritlove
1:19:52
Linus Neumann
1:19:54